Ausgabe 
28.1.1907 Drittes Blatt
 
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Montag Januar 1007

Drittes Blatt

Nr.2S

157. ^alirgang

Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntags.

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t>Ls bekanntlich im letzten Reichstage mit Ausmchme von 2 Aw

, I Hangern der deutschen Reformparrei vollständig sozialdemokratisch - vertreten war, haben die Sozialisten mehrere Mandate verloren.

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TieGießener Zamilienblätter" werden dem bAnzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das Krefsblfltl fBr den Kreis Sietzen" zweimal wöchentlich. Terhessische tonbwirf' erscheint monatlich einmal.

Die römischeTribuna" veröffentlicht einen Leitartikel über Ausfall der Wahlen, in dem es heißt: Schon jetzt erscheine, auch die Stichwahlen aussallen möchten, deutlich, daß durch Niederlage der Sozialdemolratie und des Welfentums die

RotanonSdruck und Verlag der Brühl'schen IlniversuätS - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.

Reichsregierung über eine Majorität verfüge, welche lhr volle Bewegungsfreiheit in allen nationalen Fragen einraume. Tie Wahlergebnisse beweisen, daß das beutfuje Boll empfänglich ist für die Anregungen von einer Seite, die zu ihnr überzeugend im NoM«.n des Vaterlandes zu sprechen wisse. Tie auswärtigen Regierungen, die Gelegenheit halten, die hervorragenden Geistesgaben des Fürsten B ü l o w zu würdigen, konnten über das Wahlergebnis nur erfreut sein, besonders die Italiener, deren aufrichtiger und er­probter Freund Fürst Bülow sei.

9tebolnon, Expedition und Druckerei: Schul- slratze 7. Expedition und Verlag: Redakrion.^^112. Tel.-Adr.:AnzeigerGießen.

Höchste Temperatur am 26.-27. Januar

Tas Ausland.

Die sozialdemokratische Niederlage in Deutschland mackste in Wien einen starken Eindruck und man erhostt in bürgerlichen Kreisen Oesterreichs, die bisher dem allgemeinen Wahl­recht besorgt entgegensaban, eine günstige Rückwirkung. Im österr. Abgeordneten Hause gab Schönerer seiner Freude über den Verlauf der Wahlen Ausdruck, die bewiesen hätten, daß daS deutsche Volk sich national zu ermannen be­gonnen habe. Er rufe deshalb: Heil b c Et deutschen Kaiser! Hei! dem deutschen Reiche! (Heil-Ruse bei den Alldeutschen.'»

In Frankreich hat der Steg der Liberalen Uebrrraschung hervorgerufen. Tie schwere Schlappe der Sozialdemokratie er­klärtHumanilö", das Blatt des Herrn Jaurös, damit, daß die Bürger in Massen dem Appell der Regierung und der liberalen Presse gefolgt sind. Namentlich die bisherigen Nichtwähler hätten sich für die Regierung erklärt. In Paris wird der Meinung Ausdruck gegeben, die Regierung könne nicht umhin, dem Aufleben des Liberalismus Rechnung zu tragen. Sie habe jetzt den Beweis, daß ein liberal cS Regime die beste Waffe wider den Sozialis­mus sei.

Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen.

Kundgebung.u zu den Kahlen.

Deutsche Pretzstimmeu.

Die osfiztofeNordd. Allg. Ztg." schreibt u a.:

DaS Volksgericht. Tie erste Enn'aeidung ist gefallen DaS VolkSgerichl, von dem derVorwärts" spricht, hat gegen die Sozialdemolratie enlschieden. T ie Deutschen heben bewiesen, daß sie sich ihre nationale Ehre, die Entwickelung ihrer nationalen Macht, die Zukunft des Reicktts, nicht verkümmern lassen Der Bann, als ob das Borwärtsschreiten der Sozialdemo» kratie unaufhaltsam sei, ist endlich gebrochen. 3nbuflric- zentren, die als sichere Sitze der Sozialdemokratie galten, sind im ersten Ansturm von den nationalen Parteien genommen. Ter Erfolg der Hauptwahl ruft zur verdoppelten Arbeit bei den Stichwahlen. Es gilt nach innen und außen zu beweisen, das das deutsche Volk, wenn nationale Fragen aus dem Spiele stehen, alles niederreitet, was der Nation im Wege steht, daß es nicht die geringste Schwächung seiner nationalen straft duldet, auck wenn eS sich um eine afrikanische stolonie und ein paar Tausend '.Wann mehr oder weniger handelt. Die Stichwahlen müssen voll' enden, was die Hauptwahlen begonnen^haben . . Wenn der letzte nationaldenkende Mann in der Stichwahl an die Urne kommt, dann erst wird daS Ziel der Wahl erreicht, die Forderung oes Tages, von der Fürst Bülow sprach, erfüllt: em Reichstag, dessen Mehrheit in allen großen Fragen der Nation ihre Pflicht tut.

DieNordd. Allg. Ztg." schreibt ferner:

In der verflossenen Nacht soll sich der bedauerliche Zwischen fall ereignet haben, daß eine große Anzahl von Wählern, die vor dem Palais des Kronprinzen ihrer patriotischen Freude über den Sieg deS nationalen Gedankens bei den Haupt­wahlen Ausdruck geban wollten, von der Polizei angeblich mit blanker Waffe und unter Vornahme von V e r ha f t - ungen in dem Augenblicke auSeinandergetr leben wurden, als he ein Lied anünnmen wollten. Wie wir hören, ist der Reick)s- tanzler Fürst Bülow einig mit dem Minister des Innern m der Mißbilligung deS Verhaltens der Polizei, wenn die behauptete Tatsache sich bewahrheiten sollte. Hierüber bat der Minister des Innern eine eingehende Untersuchung eingeleitet.

Der ,LZ o r w ä r ts" schreibt in einer Sonntags-Extraausgabe:

Wir müßten lügen, wenn wir behaupten wolllen, daß wir von dem Ausfall dec Wahlen befriedigt wären; eS soll nich. geleugnet werden, daß wir mit einem erheblichen Stimmenzuwachs rechneten, als der uns zugesallene, trotzdem wir und nicht der geringsten Illusion darüber Hingaben, daß diesmal die enorm sprunghafte Zunahme des Jahre s 1903 nicht wieder erreicht werden könne. Die Wähler, die wir nicht für die sozialistische Idee gewonnen haben, denen nicht daS proleta­rische Bewußtsein in Fleisch und Blut übergegangen ist, werden auch bei den immer erbitterter werdenden Wahllampsen in Zu­kunft den bürgerlichen Wahlmännern ebenso zum Opfer fallen wie diesmal. Daß das nächste Mal die politische Konstellation vielleicht eine andere sein wird, kommt nicht in Betracht. Der Freisinn ist unrettbar politischer Selbstenrmannung uiib Ver- kommenheit verfallen und daS Zentrum versteht mit genau so > chmutzigen Waffen zu kämpfen, wie der Freisinn und der Reichs- - ügen-Verband. Sie sind alle einander würdig. Deshalb müssen wir jeder Eventualität gewachsen sein !

TieV o s s. Ztg." schreibt: Entspricht dir; Stichwahl dem wsten Wahlgange, so kann darauf gerechnet werden, daß die Sozialdemokratie im neuen Reichstage 60 oder noch weniger Mit­glieder zählen wird. Eine MengeMitläufer" ist des Treibens oer Partei gründlich überdrüssig, und das Bürgertum Hal eine größere Rührigkeit entfaltet, als bei früheren Wahlen. Wäre die Auflösung nicht so plötzlich erfolgt, daß die bürgerlichen Parteien von ihr unvorbereitet getroffen mürben, während die Sozialdemokratie eine immer kampfbereite Organisation hat, wären noch ein paar Wochen zur Agitation geblieben und zumal hätte die Regierung durch zweckmäßige polttische Maßregeln recht- - eilig die Stimmung des Bürgertums verbessert, so hätte man einen noch weit stärkeren Rückgang der bisherigen Mehrheit er­warten können, als ihn der 25. Januar anscheinend gebracht hat.

TieTLgl. Rundschau" bemerkt: Nichts kann hindern, daß man auf den schönen Gewinn, den die vaterländische Wähler­schaft aus ihr davontrug, mir Freude und Genugtuung hinweist bei der Gntbietung von Gruß und Wunsch, wie sie zu Kaisers Geburtstag eine gute Sitte ist. Viele Deutsche sind zu polit. Pflichtgefühl ausgewacht. ToS ist die schönste Freude des Tages, wertvoller noch a der zifsermäßig auszusprechende Gewinn.

DaZBert. Tagebl." meint, daß Fürst Bülow neben dem moralischen Erfolge, den er mit der Schwächung der I Sozialdemolratie zweifellos errungen, auch auf dem barL Felde höchst angenehme Aussichten gewonnen hat. Er wird jetzt vermutlich in der Lage sein, seinen Traum zu erfüllen, und mit zwei Majoritäten, je nach Wunsch und Be­dürfnis, zu operieren. Aber man darf doch wohl hoffen, daß die gestärkten liberalen Parteien ihre Macht verspüren und dem gewandten Reichskanzler das Spiel nicht erleichtern werden. Auch Fürst Bülow hat erkennen töiuicn, wie sehr der liberale Gedanke im Lande lebendig ist. Vielleicht wird er, wenn die Siegesfreude ihn nicht blind macht, auS dieser Tatsache zu lernen wissen.

Zm Königreich Sachsen

Summe' 19 (11) lo (9) 2 2 (2)

2l nm.: Tie tu Klammern gesetzten Ziffern geben an, roic viel der Todesialle in der betreffenden Kranthett auf von auSwäns nach Ließen ke^'.oüie rtiaiif: fonu.idi.

ihr Wahlversprechen ernstlich erfüllt. Ter König von Sachsen hat an den Staatsminister des Znnern folgende Te- i>esche gesandt:

Staatsminister Grafen Hohemhal.3dj kann nicht umhin. Ihnen gegenüber meine aufrichtige Freu de zum Aus­druck zu bringen über die hohe Genugtuung, Die ich über das Ergebnis des gestrigen Sieges enuninbe Es lebt doch noch die alte Sachsentreue ioofieiuiicy ist das eine gute Vorbedeutung für die Zukunft. Friedrich August."

RreiC ihrer Kinder und Enkel baS Fest der goldenen Hochzeit.

Frankfurt, 27. Jan. Ter diesige Landgerichtsdirektor Tr. Heinrich Colnot ist vom 1. Marz ob zum LandgerichtS- präfibcntcn hier ernannt worden. Eolnot ist 1853 zu Atz dach bei Wetzlar als Sohn DeS Bürgermeisters geboren. Er bestand 1882 daS Assessor-Gramen; wurde 'Amtsrichter in Na­stätten und Biedenkopf, 1898 Landgerichtsrat in Kassel und 1900 Landgerichtsdirektor in Frankfurt, wo er der zweiten Zivilkammer vorsitzt.

........ I. vermischte».

* Vom jung ft en Hohenzotlernsvrossen. Der Kronprinz und die Kronprinzessin sind von Potsdam zur Teilnahme an den Winterfesten deS Hotts naci Ber"n über« leiiebeu iunb haben Wohnung va ihrem Palais genommen, daS letzt wiederKronprin : pala.s" heitzl. wie jrüd.r in i langen Jahren, da es der 2hl i enthalt des späteren fibijec» Fr.edrich war, an dessen Witwe es bann überging. Dem kleinen Sol: i Kronprinzenpaares, dem jetzt sechs Wlonate alten Prinzen Wil- beim, ist die lieber,iedcluug vortrcfi.ich vekommen. i\i junge Prinz gedeiht -iuj das piiia.tigfte und ist ein sehr gesundes unb kräftiges Kind. Fast tägüa» wird der keine. 'Prinz Wilhelm inS Freie gebracht. Ter ^chloßpar? von Bellevue, wo scl)on die ttinbec des Kaisers ihre (Erholung sanden, bient auch dem Küon^ prmzensohne zu diesem <nueiie. Er wird im geschiostenen Wagen mit seiner Wart^rau naa- dem Schlosse Bellevue hinausgefahreu, um, wenn es die Witterung irgend eh-iubt, etwa eine Stunde lang im Parke frische Lu,t zu schöpfen. Häufig begleitet ihn hierbei auch seine jugendliche Mutter, die 51 ronp 1111501,111. Die Kaiserin sucht ihren ältesten Sohn und dessen Gemahlin ost in ihrem Paiais aus, sich von dem Wohlbefinden il. rc^ EnkelkuiheS zu überzeugen und sich an seiner uüunterkeit zu erfreuen.

* KleineTageSchronik. Bei einer militärischen llebuna in der Nähe von Königsberg t. Pr. erkrankten 152 Soldaten infolge der starken Kälte. Tie Londoner Polizei stellte ,est, daß der Mörder des WarenhausoesitzcrS Whiteley, weder desten Sohn war, noch zu dessen Verwandten gehört. Er suchte von dem Ermordeten lei>iglia> zu erpressen. Ter Vater des PuirderS, der fliaijnu heißt, war juicbt planieret in Riga. Rayner selbst war völlig mittellos. Bei der Operation im Hospital wurde fein linkeS Aage mit .'tagenplittern entienu. Aus Ncwyort wird gekaoelt, dag eine Grubenexplosion, in Vrimer 0 im Staate Colorado stattgefunden Hube, wobei 2 4 Ar beiter ums Leben kamen.

Aus S.crdt und Land.

Gießen, den 28. Januar 1907.

Gedenket der hungernden Vögel!

** Ein neuer Salzfund in Lbcrhessen. Die Kali­bohrung bei Pfordt an der Fulda östlich von Schlitz hat vor kurzem das Salz lag er erreicht. Tic amtliche Fundes- abnahme hat bereits stallgesunden. Tie Bohrung wird noch fortgesetzt.

- Dernburg in seiner Vaterst^a dt. Kolonial, direklor Dernburg traf am Donnerstag abend 7 Uhr 55 Min., von Karlsruhe kommend, zu kurzem Besuche seiner Großmutter, Frau Pfarrer Stahl, in Darmstadt ein und fuhr mit dem 11 Uhr-Zug nach Berlin weiter. Ta die Reichs- tagswahl in Darmstadt mit einer Stichwahl geendet hat, kann übrigens damit gerechnet werden, daß Kolonialdireltor Dernburg demnächst dort sprechen wird, da er sich, wie erinnerlich, auf eine Anfrage der Darmstädter Handelskammer seine Ent- scheidilng hierüber bis nach der Hauptwahl vorbehalten hat.

1 Reiskirchen, 27. Ian. Hier sowie in der ganzen Um­gegend herrscht die I n f l u e n z a. Im benachbarten Linden- struth liegen ganze Familien darnieder.

X Werdorf a. d. Till, 25. Jan. Gestern abend wurde in einer hiesigen Wirtschaft Einbruch verübt. Die drei Diebe machten jedoch die Sache so auffällig, daß man sofort auf sie aufmerlsam wurde. Hiesige Leute ergriffen die Spitzbuben und sperrten sie in das Spritzenhaus. Dieses bot aber, wie sich gleich herauSstellte, nicht die nötige Sicher­heit. Alsbald setzte man daher zwei Gendarmen telephonisch in Kenntnis, die die drei Diebe mit der Eisenbahn nach Ehringshausen brachten, wo sie im dortigen GenchtSgefangnis ihre demnächslige Bestrafung erwarten. Tie bett. Lang­finger sollen auch in EhrmgShaujcn einen Embruchsdiebstahl versucht haben. Sie stammen auS der Nähe von Darmstadt

0 Landen Hausen, 25. Jan. Em recht bedauer­licher Unglücks fall trug sich im Walde unserer Gemarkung zu. Der in der Ricdcsel'schen Ziegelei bei Lauterbach bedienstete Fuhrmann Heinrich Eichenauer, der im Walde mit Abfuhren von Holz beschäftigt war, stolperte und fiel unter den schwer beladenen Wagen, der über ihn hinweg ging. E. wurde am Kopf verlegt und erlitt außerdem einen Beinbruch; er wurde inS Krankenhaus nach Lauterbach trans­portiert.

t Kirchhain, 26. Jan. Vergangenen TienStag feierten die Eheleute Kalten vom benachbarten HalSdorf im

i Ihre Stichwahlaussichten dort sind sehr ungünstig; sie bringen viel- I leicht keinen Kandidaten durch und würden etwa zweidrittel ihrer I sächsischen Mandate verlieren. Tas Resultat ist wesentlich auf die I Hoffnung auf das versprochene liberale Landtags Wahl­recht zurückzuführen: in dieser Hoffnung stimmten viele sozial- 1 demolratische Mitläufer diesmal für die Lrdnungskandidaten.

Man erwartet ganz allgemein von der sächs. Regierung, baß sie

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Giehener Anzeiger

General-Anzeiger für Gtterheffen

UuevöriiLüts-Aachrichten.

3c na, -u. ^a.:. dir . . . gen.-,/ Einführung des Wahlprorektvrat^ auch >.n der ic igen -.inwerfität wurde -um Pr^. .ri r d.r >Lrii. uialift Pw'. Ri^aro Löhnrng gcwatztt.

Gericytssaal.

Bromberg, 26. ^an. Tie 1/itnge Strafkammer verurteilte wegen Herausforderung zum Zweikampf und wegen Körper­verletzung den Rechtsanwalt und Notar M 0 c z y n S k 1 zu drei Wochen Festungsl>u.'t und zwei Dkonatcn Gefängnis. M. hatte den Rentier v. Ianuszeivsti wegen einer beleibigenben Aeußerung gefordert und ihm, als er nicht reagierte, auf der Straße einen Hieb mit dem Stock über den Kopf versetzt. 2er ftartelltrager, Rechtsanwalt v. Jackowski aus Kulm, wurde mit drei Lagen Festungshaft bestraft.

Arbeiterbewegung.

Hanau, 25. Ian. Wegen aägco^icher . Maßregelung eines Vertrauensmannes legten lautHtm. Ztg." alle Arbeiter her Maschincu abr_ Grvß-Nauheim, 300 an der Zahl, die Arbeit u i e b c r.

L)anSet unO Verkehr, VelkswirLschast.

Berlin, 26. Ian. Vorbehalistch bei Bestätigung durch! ben König ist in der heutigen Sitzung des VerwaituiigsratLsI der preußischen Zentral-Bodenkredit-Aktiengesell- s ch a f t für die Zeil vom 1. April b. I. ab der Gey. Neg^erungs- rat Hans v. Kliding, zurzeit Generaldirektor der ^npreuß. Feuer-Sozietät in Königsberg i. Pr. einstirnnrig zum $|i* benten der Gesellicheli gewäl,.i worden.

iüä^rntliü,t ilrbrrti^t i>er LMsM in Ctr Lindi (öltiftn

2. Woche. Vom 6. bis 12. Januar 1907.

Einwohnerzahl: angenommen zu 29 500 unkt. 1600 Mann Militär) Llerblichkeiisziffer: 83,49 %0, nach Abzug von 11 OrtSfremDen: 14,10 7a-

Kinder

TLolonialpoft.

Die Londoner ,Morning Posf will auS Berlin erfahren haben, daß die deutsche Regierung die Eccichtiing einer befestigten Kohlen st ation m Verbindung mit den in Aussicht genommenen großen Hafenanlagen in Swak op- munb beabsichtige. DieS würde den Wert der Walfischbucht für England erheblich vermindern, und eS verlaute gerücht­weise, daß die britische Negierung nicht abgeneigt fei, diese Enklave im deutschen Südwestafrika-Gebiete für eine ange­messene Entschädigung auSzutauschen.

L)eer und Flotte.

Brüssel, 26. Jan. Die gemischte MilitLrkommission zur Prüfung der Frage, wie am besten eine zweite Ver­teidigungslinie für Antwerpen herzustellen sei, hat sich dahin ausgesprochen, daß diese Verteidigungslinie eine dauernde und zusammenhängende sein soll, gleichzeitig setzte die Kommission ein Gelände für diese Verteidigimgslinie fest. Tie Kommission erklärt ferner, daß eventuell das System von Courtmen mit Wasser gefüllte Grüben und ständigen, durch VerteidigungSgilter verbundenen Stützpunkten zuläjsig sein soll. Ebenso erklärte die Kommission eine Anlage für zuläjsig, für die der Kanal von Schym zu benutzen wäre.

670

678

Lungen

KD

KD

Lungenentzündung

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Influenza ccblaqfluf?

2(1) 1

1 (D 1

1

Slrämpien

1

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Ileus

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Knochenmark-

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Verunglückung

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Januar 1907

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