Ausgabe 
27.4.1907 Zweites Blatt
 
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Samstag 27. April 1907

157. Jahrgang

Zweites Blatt

Nr. 98

Gießener Anzeiger

Erscheint tLgllch mtt Ausnahme des Sonntags.

Eeneral-Anzeiger für Gberheffen

Rotationsdruck und Verlag der Br üblichen Universität- Buch- und Stemörudeiel.

ÖL Lange. Dietzen.

DieSiebener FamilienblStter" werden dem Anzeigeri viennal wöchentlich beigelegt, das * Kreisblatt für den Kreis Sichen" zweimal woche.ulrch. Terhessische tandwirf erscheint monaUlch einmal.

Redaktion. ErvebtNon und Druckerei: Schul» strotze ?. ErvediNon und Verlag e=t*a» bL Redaktion.l lL Tet.-Avr» AneeigerDietzen.

Amtlicher Hil

Seine Ansicht

ersten Blick den gleichen Eindruck gehabt.

Schweinemetzgern

Älzey.

Geborene.

Ein Milch- und Nahmzoll.

Eine

Franz Christian.

Gestorbene.

des

95.451 Elektnz. Lahmeyer

3-6 Portagieseu Serie I

111

Portugiesen

3%

. . 141.00

Türkenlose . .

97.40

225.9u

|Di-/4

für driugmde Fäll« sicher anzutieffea.

4>i°/0 rass.Staatsanl. 1905 4>4° o Japan. Staatsauleibe 4 y6 Conv. Türken von 19U3

50 80 86^0 65.40 97.30

Elektriz. Schlickert . . Escbweiler Bergwerk Gelsenkirchen Bergwerk

4 % Öesterr. Goldrente. . 4,'e % Oesterr. Silberrente

23 30

146.60

138.00

4%

4%

1% Griech. Uonopol-AnL 4% äussere Argentinier 3e/0 liexiKauer 4>*°/o Chinesen . .

ApriL Anfangskurse. Hurpener Bergwerk. LauranCtte . . ..ombarden E. B. .Xordd. Lloyd . . . l iirkenlose .

210.00

228.50

aufklarende Erwiderung van Seiten der Metzger wohl nicht ausbleiben.

99.30

99.80

94.55

102 70

67.50 6820

91.15

93.30

94.95

Ungar. Goldrente Italien. Rente .

Hamburg-Amerik. Paket!. 135.25

Harpener Bergwerk. . . 209.70

. 128 50

. 113.50

. 232.00

. 198.60

entkäme."

Eine wird uns

228.50

125 20

108 50

155.50

132.20

228.00

172.00

172 00

141.40

208 20

3^7. 3-6

3fe7.

3-6

3-67« 3^7«

84.3

95.30

84.25

. . 12590

. . 141.70

Reichsanleihe do.

Konsols . .

do. . .

Hessen Oberbessen

Laurabütte ......

.\ordd. Lloyd.....

Ubeischles. Eisen-Industrie Berliner riuudelsges . . Darmstädter Bank Deutsche Bank . . .

Deutsch-Asiat Bank . . Diskonto-Kommandit. . . Dresdner Bank . . . Kreditaktieu.....

Baltimore- und Ohio-

Eiseutabn .

Gotthard bahn . . . .

Lombard. Eisenbahn . . Uesterr. Staaiaounn . . . Pnnce-Heuri-Eisenbahn

und iiai challntseln. Der Kolonialdirettor teilte bauet mit, bau er einer Gesellschaft die Konzeffion zur Gewinnung von Phosphaten erteilt habe, die dem Reiche wohl (!) in Zukunft (!) eine Verzinsung deS Kaufpreises für die Kolonien bieten würde. Bei der Beratung über den Etat für Samoa, der aus der Kommission als zu üppig bezeichnet wurde, erklärt Kolouialdirektor, er habe auf den

Aktien

Bochum Guss . . .

Buderus E. W

Tendenz: ruhig.

Berliner

Canada E. B. . . . Darmstadter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . .

Lenden ruhig.

Telefonische Kursberichte

Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für* Handel

und Industrie. Giessen. Frankfurter Börse. 27. April. 1.15 Uhr.

parlamentarischer.

Berlin, 26. April. Die Budgetkommission des Reichstages bewilligte heute die Etatsforderung von 892 320 Mark zum Grunderwerb für die Errichtung eines Dienstgebäudes für das RelchSmUitärgerichL Sodann gelangte bei der fortgesetzten Beratung deS Etats der Schutz­gebiete eine Erklärung zur Annahme, nach der für Die­jenigen Schutzgebiete, die eines Relchszuschusses nicht mehr bedürfen, em AuSgleichSfondS auS eigenen Einnahmen zu bilden ist, auS dem etwaige Fehlbeträge Deckung finden können. Im Laufe der Beratung über den Etat von Togo, der Annahme fand, kommen Zolloerhältmffe zur Sprache. Aus dec Kommission heraus wurde Erhöhung deS Zolles für Spirituosen gefordert, um den Alkoholkonsum ein zu- schränken. Kolonialdireklor Dernbiirg erwiderte, die Alkoholfrage müsse vorsichtig geregelt werden, bannt man nicht den Schmuggel fördere, ohne den Konsum zu vermindern. Beim KapitelZivtloerwaltung« wurde von Seilen der 'Regierung erklärt, bte Lcmdgeselljchaft habe sich bereit erklärt, an die Eingeborenen Land zurückzugeben. Die Verwaltung trage Sorge, daß die Act dec Rückgabe dem Interesse der Eingeborenen entspreche. Nach kurzer Debatte gelangte sodann der Etat für Neu-Guinea zur Annahme, ebenso der Etat für die Karolinen, Palau-, Martanen-

Sonntag, den 28. April von 49 Uhr nachzn. (631

j\ur Hirsch-Apotheke offen.

Artikel der bündlerischen ,Ttsch. Tages-Ztgri zu finden. Die Einfuhr an Milch wird tn ihm für das Jahr 1906 auf 298 500 Dztr. und an Nahm auf 93 000 Dztr. berechnet, wobei bereits nicht ersichtlich ist, warum, wenn in den zehn Monaten März-Tczember 1906 73 500 Dztr. Rahm ein­geführt worden sind, bei Zugrundelegung desselben Verhält­nisses in den Monaten Januar und Februar 1906 19 500 Dztr. (nach unserer Berechnung: 14 700 Dztr.) importiert sem sollen. Tann wird argumentiert: 298 500 Dztr. Milch stellen einen Butterwert von 21 300 Dzir., 93 000 Dztr. Rahm einen solchen von 54 500 Dztr., insgesamt also von 75 800 Dztr. dar. Butter muß 20 Mk. Zoll pro Dztr. entrichten. Also entgeht der ReichSkasie an Butterzoll 75 800 x 20 etwa l1/, Mill. Mark. Zur Erläuterung diene, daß das Blatt den Milch- und Nahmzoll deshalb fordert, weil der Butterzoll durch Einführung zollfreier Milch und Rahm, auS denen dann im Inlands Butter bereitet werde, vielfach umgangen werde. Tann müßte es aber be­haupten wollen, daß kein Tropfen Milch oder Rahm zu anderen Zwecken emgcführt worden wäre, als zur Butter- bereitung, wovon doch im Ernst keine Rede sein kann. Nach derVoss. Ztg," hat die Berliner Milchzentrale sogar selbst dänische Sahne in Berlin vertrieben, und zwar doch wohl nicht, um den Butterzoll zu umgehen.

Die nach- 1 A-nl a sind Sonntag, den 28. Aprii von .»lebenden a Vl 41 v 12 Uhr mittags b.s 12 Uhr nachts nur

ApriL 13. Dem Taglöhner Jost Rüspeler eine Modder, Marie Elisabeth. 15. Dem Heilgehülien L'onts kratz ein Lohn, Erich Hein­rich Johannes Richard. 16. Dem Schreiner Adam Hemrich Cmuiert euie Tochter. 16. Dem Färbermeister Johann Christian Wallen'els eine Tochter, Marie Elisabeth Selma Dorothea. 17. Dem Rauf­mann Louis Ratz eine Tochter. 17. Dem Taglöhner Karl Drieling eine Tochter, Maria. 20. Tein Bureaugehülien Johann Michael Engert em Sohn, Ernst. 20. Tein Zuschneider Georg Hildebraiidt eine Tochter, Margarete. 21. Tem Lokomotivheizer Theodor Lehrnumd eine Tochter, Margarete. 23. Tem Ranhnann Franz Bruno Krohn eine Tochter, Lina Klara Julie. 24. Tem Schlosser Karl Tiehl ein Sohu. 25. Dem Schlosser Franz Jung ein Sohch

Dr. tieyer, Seltersweg 64. Dr. Klein, Ost-Anlage 37. Dr. Zinsser, Goethestr. 10.

Wilnnilmachung.

Sonntag, den 28. April d s. Js., nachmittags 372 Ufa, findet im Gasthaus zum Löwen in Lich eine General­versammlung unseres Vereins, welcher eine um 3 Ufa be­ginnende Ausschußsitzung vorauSgeht, mit folgender Tagesord­nung statt:

1. Bericht über das Vereinsfafa 1906.

2. Rechnung pro Rechnungsjahr 1906.

3. Aenderung des 8 13 der Statuten.

4. Dahl eines Vorstandsmitgliedes.

5. Ziegentummelplatz in Gießen.

6. Festsetzung der Gebühren der KörkommrsswnÄmtglreder.

7. Sonstiges.

Alle Mitglieder und Freunde des Vereins werden zum zahlreichen Besuch hiermit eingeladen.

Tie Ausschußmitglieder werden ersucht, sich zu der voraus- gehenden Ausschußsitzung rechtzeitig einzufinden.

Gießen, den 20. April 1907.

Ter Tirektor des Kreisriegenzuchtvereins Gießen.

eigenartige Beweisführung für die Notwendigkeit der Einführung eines Milch- und NahmzolleS ist in einem

April. 20. Sanitätsrat Tr. Fritz Haupt, 58 Jahre alt, vrakt. Arzt, Asterweg 29. ^0. Hermine Schultheis, geb. Keck, 65 Jahre alt, Marktslraße 3. 20. Johannes Bitzer, 75 Jahre alt, Rentner, Wetzsleingasje 7. 21. Karl Sievers, 85 Jahre alt, Rentner,

Marburger Straße 24. 22. Israel Rothschild, 66 Jahre alt, Kaui- mann, Nord-Anlage 21. 22. Heinrich Schultheiß, 58 Jahre alt,

stadt. Taglöhner, Sandgasse 52. 23. Joseph Stern, 75 Jahre alt, Kau'mami, Lmdenplatz 5. 24. Enulie Gregorius, geb. Seipel, 59 Jahre alt, Große Mühlgasse 7.

politifcbc Cngesschartz.

Zur Fleischteuerung.

Eine Hausfrau, die früher auf dem Lande gewohnt

Börse, 27.

. . 174.10

. . 132 40

. . 228.70

. . 75.50

. 144.25

europ. Kontinents habe Amerika einen Teil semes Blutes und seiner Charakterzüge bezogen. Mit dieser Blutmischung ser ein Akt beispielloser Entwickelung von statten gegangen und daher unterscheiden sich die Amerikaner scharf von allen Nationen Europas, die noch in einzelnen Richtungen im Grunde mit ihnen verwandt seien. Er glaube, daß in dem menschlichen Denken jetzt eine aurieigenbe Flutwelle sei, die auf einen internatwna.en Frieden hinziele, eine Flutwelle, die es uns gezieme, auf ver­nünftigem Weg zu gesunden Entscheidungen zu leiten. Er er­mahnte die gegenwärtige Generation, sich durch Taten und nicht durch Worte als würdige Söhne ihrer Vorfahren zu erweisen und erinnerte an den Grundsatz Washingtons: Ter sicherste Weg, einen Krieg zu vermeiden, ist, daraus vorbereitet zu sein. Nichtsdestoweniger seien d-e ersten Aufgaben nicht militärfiche, sondern soziale und industrielle.

Bei dem Empfange der fre. :ben Adm.rale und Kommandanten an Bord desMayslower" seitens des Präsidenten Roosevelt erklärte der deutsche Kommodore Kalau vorn Hose dem Präsi­denten, er habe vom K a is e r den A u f t r a g erhalten, ihm dessen herzlichste Glückwünsche zur Feier von Jamestown auszu- sprechen. Er stellte die Offiziere der deutichen Schme dem Präsidenten vor, der sich über bte Entsendung der deutschen Schisie äußerte und erklärte, die Entsendung des ulügcladiutanlen des Kaisers, Fregattenkapitäns v. Rebeur-Paschwitz sei eine be- sondere Auszeichnung für ihn. Ter Prälident äußerte sich tn schmeichelhafter Weise über das schmucke Aussehen der dcuychen ^Sie Ausstellungsgebäude sind nur halbsertig; es sind noch keine Ausstellunasvro'clte einaetrcfisen.

hat, eibcbt folgende bewegliche Klage:

,Te- P r e i s f ü r Schweine ist schon feit einiger Zeil erhebl'ch betmitetgegangen, das roub von den Schweinemetzgern iniiiinwiinden zugestanden. Gleichwohl ballen die MetzgermeMei eg nicht für nonvenbig, dementsprechend mit dem PteiS für Schweinefleisch und Dauerwaren hernnier zngehen. Tie Metzger können sich meriivürbinerroeik niemals an .gute Vreüe' für em zulaifiende Ware gewöhnen, sie betrachten es als ein Attentat auf ihren töelöbeutet, wenn die Preise für Borstenvieh in die Höne gehen Dagegen sind sie streng koniervatio bei Festhaltung der hohen Preise für oie zu verkaufende Ware, sie betrachten es wieder als ein Alieniai auf ihren Geldbeutel, wenn eine Hansicau sich darnach erkundigt, ob bald ent Preisabschlag erfolgen werde. Als vor einigen Jahren der Preis für Schweine plötzlich in die Höhe ging und die 'Metzger ebenso schnell die Preise für Dauerwaren steigerien, die sie doch zu den billigen Fleischpreijen eingefauft hatten, da sagte mein 'Metzger, das bißchen Dauerware sei in wenigen Tagen verbraucht gewesen Als ich neulich meinem Metzg^s sagte, die Schweine seien viel billiger gerooröeit, mithin müße der Schinken doch auch billiger werden, da sagte derselbe Metzger, die Dauerware, die doch das teuere Geld gekostet habe, halte noch lange vor. Als ich öen Metzger auf den Widerspruch zwischen seiner früheren und seiner jetzigen Begründung aiiimerksam machte, wurde er ärg erheb und meinte, man könne doch nicht jedesmal, wenn die Schweine billiger wurden, gleich mit den Preisen herabgeben, das Publikum würde ja ganz konfus, wenn es heute billig und morgen teuer

Zum Htöurlstage des Königs ©ito von Payern«

Heute, am 27. d. MtS., tritt König Otto von Bayern, im Sturmjahre 1848 geboren, in sein 60. Lebensjahr. Immer seltener bringt die Kunde in die Oeffentlichkeit von diesem gekrönten Unglücklichen, dem daS Schicksal die höchsten irdischen Güter in die Wiege legte und ihm ihren Gebrauch verwehrte. Kaum eine Stunde von München liegt, abgeschlossen von der Außenwelt, Fürstenried, einst ein Lustschloß dec bayrischen Fürsten. Jetzt umgeben steinerne Mauern den Park und eine starke Militärwache im Schlöße selbst und einzelne Sojdaten- posten hüten die Eingänge. Tie Umgebung des Königs be» steht aus seinem Hofiuarschall, dem Fretherrn Philipp von Redwitz und den Hofkavalteren Oberstleutnant z. D. v. Zwehl und Major z. D. Freiherr v. Stengel. Zwei Assistenzärzte der Irrenanstalt wechseln sich, ebenso wie die beiden Kavaliere, untereinander alle vier Wochen tn ihrem Dienste ab und sie begegnen dem Kranken mit aller Ehrfurcht, rote denn über­haupt das höfische Zeremoniell nach Möglichkeit in Fürsten­ried aufrecht erhalten wird. Alle acht Tage erscheint der Psychiater Geheimrat Dr. v. Grashey und tn jedem Jahre überzeugt sich dec Minister Freiherr v. Podewils einmal von dem Befinden deS Königs. Dem Prinzregenten Luitpold wird regelmäßig Bericht erstattet; er selbst sucht seinen Neffen nie­mals auf, ebensowenig wie deffen übrige Verwandte, da Be­suche den Kranken früher stets in Aufregung versetzten. Das Leiden des bayrischen Herrschers stellt sich als bte gewöhnliche Art der Paranoia dar und besteht in einer immer stärker zu» nehmenden Verblödung, bei der jede Eindrucksfähigkeit zuletzt völlig erlischt. Soviel man hört, ist dieses Stadium beim König schon seit geraumer Zeit eingetreten, und die kurzen lichten Momente, in denen früher noch hin und wieder sein Geist lebendig ward und die ursprüngliche Gutniütigkeit seines Wesens zum Vorschein kam, haben aufgehört. Tas körperliche Befinden des Königs ist in den letzten Jahren mehrmals durch Krankheit gestört gewesen. Immer aber hat er sich von diesen Erkrankungen infolge seiner ungewöhn­lich kräftigen Konstitution wieder erholt. Und so ist es möglich, daß er noch manches Jahr, über die Schwelle der Sechzig hinaus, in seinem jetzigen Zustande fortdämmern wird, ahnungslos, daß in seinem 9iamen ein großes und blühendes Land regiert, Recht gesprochen wird und Münzen mit seinem Bilde geschlagen werden._________

Die Dreihundertjahrfeier der Vereinigten Staaten fand gestern in der am 26. April 1607 gegründeten Stadt Jamestown statt. Aus Hampton meldet ein Telegramm:

Zu der Eröffnung der Ausstellung in Jamestown sind bisher 35 Panzerschiffe und Kreuzer sowie zahlreiche Torpedoboote und Privatjachten hier eingetroffen. Präsident Roosevelt traf an Bord dec JachtMayflower" hier ein. Am Ankerplatz war sie vom deutschen, dem englischen und dem amerikanischen Flaggschiff umgeben.

Bec der Ervfinung der Ausstellung hielt Präsident Roose­velt eine Ansprache, in der er zunächst die Vertreter der MSländcjchen Regierungen begrüßte. Fast von jeder Station des

habe sich aber nach eingehendem Studium geändert. Der Etat wird genehmigt.________________________________

Vermischte».

Die Genickstarre. Die ,'Jiorbb. Allg. Ztgri teilt mit, daß auf Veranlassung des preuß. Kultusminister» im LanhratSamte in Gelsenkirchen über den Gang und die Bekämpfung der übertragbaren Genickstarre eine Beratung fiattgefunben habe, an der in größerer Zahl Vertreter der Behörden, der Industrie und Äerzte des Industriebefirks teilnahmen. Als Komuuffar deS Ministers war Geh. Cber- medizmalcat Professor Tr. Kirchner anwesend. Die Genick­starre ist, wie die .Rordd. Allg. Ztgri nntteilt, zu Anfang Dezember 1906 aufqetreten und hat seitdem zwar eine große räumliche AuSdebnung erlangt, die Zahl der Erkrankungen und Todesfälle ist aber verhältnismäßig gering geblieben; auch war der Verlauf bis jetzt oerhältniSniäßig leicht. In dec Mehrzahl dec Kreise ist bereits em Rückgang festzustellen. Es ift die Hoffnung berechtigt, daß mit dem Eintritt der wärmeren Witterung die Seuche weiter zilrückgehen wird. Einlaß zur Bennrnhtanna ist nicht vorhanden.

^ossllh ms bin >tfliiirßfl!M6rri'ihrni örr Slsiu M^tn.

Aufgebote.

April. 17. Friedrich Emil Zickuesche, Architekt in EnfiSweiler, mit Ernestine Margaieia 'Maria Tdoina bahier. 18. Loni-; Blöcke, Pi^ewachiinelsler und Zahlineisterafpirant in Darmstadt, mit Emma Licoh dabier. 22. Ludwig Baum, Buchbinder daluer, nut 'Marie Liock in Treysa. 22. Tr. Heinrich Tüll, Oberlehrer in Michl- beim a. d. R., mit Paula Hari mann dabier. 23. Karl Guntrum, Eijendreher dahier, nut Marie panfult in Wiefeck. 25. Erwin Burmesier, Ingenieur, mit Johanna Kaufmann, beide dahier.

Eheichließnugen.

ApriL 20. Andreas Baum, Maschinenbauer, mit Friederike Sandmann, beide dahier. 20. Heinrich Winkler, Sergeaut^dahier, mit Alwine Lipp in ihobbeim v. d. H. 20. Hermann eeibert, Steinhauer dahier, mit Anna Efienhuth in Hungen. 20. Rudols Römer, Kausinann dahier, nut Margarete Keil tn Ettingshausen. 20. Ludwig Noll, Graveur, mit Mathilde Granniger, beide dahier. 20. Theodor Lotz, Fabrikant, mit Anna Reiber, beide dahier. 23. Karl Böhmer, Gärtner, mit Dtarie Burk, beide dahier. 24. Ernst Meckel, Bade- und Heizuiigs-Ingenieur, mit Anna Otterbein, beide bahier. 24. Philipp Riehl, Zugiührer, mit Minna Bill, beide in

SBeranntmadmtifl.

Betr: Feldberemignng in der Gemarkung Ober-Dörgern.

Von 79 beteiligten Grundeigentümern, welche »uscnnmen 249,4546 He sfr Fläche be'itzen, ist unterschri'tlich d'e E'nleiturg des FridR-reiiligungsversafaens und die Anlage von Wegeic in den Öbstbaumstückcn der Gemarkung Ober-Hörgern beantragt werden.

Ta an dem Unternehmen im Ganzen 129 Grundeigentümer mit 326,2908 Hektar Fläche beteiligt sind, liegt die für d's Zustandekommen des Unternehmens gesetz.ich erforderlich: Mehr­heit von mefa wie ein Fünsteil der beteiligten Grundeigen­tümer, welche mehr als die Hälfte der beteiligten Fläch: be- siLen, vvr.

Ter Antrag mit den Zustimnnmgserklärungen nebst Er­gebnis und Zusammenstellung desselben liegt vom 29. April dis einschließlich 6. Mai lf. IS. werktigS aus der Großherzog- lichen Bürgermeisterei Ober-Hörgern während der Geschästsstundm zur Einsichtnahme offen.

Eimvendungen gegen die Zulässigkeit oder Rechtsbeständigke'.t des Ergebnisses sind nach Artikel 11 des Gesetzes binnen 14 Tagen von der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung im Kreis- blatte an gerechnet, mittelst schriftlicher Beschwerde bei Mri- dung späterer Nichtberücksichtigung bei Großh. Ministerium des Innern, Abteilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe in Darmstadt geltend zu machen.

Friedberg, den 23. April 1907.

Der Großh. FeldbereinigungskommissLr: ____________Kirnberger, Kreisamtmann.____________

Kolianntmachung.

Degen Vornahme von Wasserleitungsarbeiten auf der im Steife Gießen gelegenen Strecke der Kreisstraße Lauter- Wett e r s e l d wird dieselbe vorn 26. April bis einschließlich 7. Mai ls. Js. für den Fuhrverkefa gesperrt.

Gießen, den 25. April 1907.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

I. V.: Tr. Mer ck.