Nr. 47 Drittes Blatt • 137. Jahrgang
Montag 25. Februar 1907
Erscheint täglich mit Ausnahme bei Sonntags.
Tie „Siebener ZamllienblStter" werden dein .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Sieben" zweimal wöchentlich. Ter „Reifliche Landwirt" erscheint monatlich einmal.
Siebener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Rotationsdruck und Verlag der BrühlAcheu UnioersuälS • Buch- und breindruckeret, R. Lange, Dießen.
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schub- straße 7. Exvedition und Verlag : ess® 6L Redaktion:^-11L. rel.-AdruAnzeigerGteßen.
Las Ucberciiitumiiicu mit den voudelswarts.
TaS zwischen Oberstleutnant von Estorss und den Bondel- swariS-Hottentotlcn mit Zustimmung des Obersten v. Teimling abgeichlostene Unterwerfungsübereinkommen vom 28. Dezember 1906 hat folgenden Wortlaut:
I. Die Bondclswarls-Hotlentotlen unterwerfen sich der deutschen Regierung und ei leimen deren Herrschaft an. -eie geben das Versprechen ab, fortan treue und gehorsame Untertanen zu fein.
2. Tie Bondelfwarts-Hottemolten liefern alle Gewehre auS und die noch in ihren Händen befindliche Munition. In Zukunft dürfen sie weder Gewehre noch Munition führen. Zu Jagdzwecken können ihnen jedoch auf einige Lage von den Auisichisorganen einige Gewehre leihweise überlassen werden.
3. Die Bondelswarls.Hotientoiien erhalten zu Ansiedelungen die Plätze Warmbad, Halb, Gobis, Traihuk und Worlel. Tie Äondelswarls-Hollentotien sollen auf ihren Platzen als freie Männer leben; freie Bewegung innerhalb der Plätze ist ihnen gestaltet. Nach außerhalb dürfen sie nur mit Paß gehen. Von den ihnen überlassenen Plätzen dürfen sie ohne Genehmigung weder «was verkaufen noch verpachten.
4. Zum Lebensunterhalt erhalten die Bondelswarts-Hottentotten 1500 Bockies (Ziegen und Schafe', hauptsächlich Mnüervieh. Der Kapitän der BondeisivartS-Hottentotten erhält etwa 3UU Stück Kleinvieh und ein Gespann Ochsen. Tie 16U0 Bockies bleiben Eigentum der Regierung; der Nachwuchs gehört den Bondelswarls- Hotlenlollen Tas dem Kapitän überwiesene Gespann Ochsen ist nach und i»ach von den Erträgnissen des Frachtfahrens abznzahlen. Tie 800 Stück Kleinvieh sind freies Eigentum des Kapitäns. Bis da- Vieh herangefchafft worden ist und solange die Bondelswarts» Hottentotten sich noch nicht selbst ernähren können, belommen sie Verpflegung von der Regierung.
5. Bon der Regierung wird sofort bei der Kapregierung die Rückkehr der noch auf englischem Gebiet befindlichen Mäiiner, Weiber und Kinder verlangt iverden.
6. Tie vorliegende Abmachung mirb auf alle Bondelswarts- Hottentotten, welche sich noch stellen wollen, ausgedehnt, z. B. Morris, Joseph Christian mit Anhang, ober auch diese müssen ihre Gewih.e abgebe».
7. Den Lluurmann-Leuten wird freigestellt, nach blützkopf zu gehen.
8. Für die BondelfwartS-Hottentotten wird ein Offizier oder ein Beainter - vorerst Graf Kageneck — ernannt, der ihre Interessen vertreten soll und an den sie sich in allen Fragen wenden können.
Da- Siebener Grubenunglück.
Berlin, 23. Febr.
In der heutigen Abgeordnetenhauösitzung gelangte die Interpellation über baß Redener Grubenunglück zur 93er- Handlung. Handelsminister Dr. Delbrück dankte in Beantwortung der Interpellation dem Interpellanten, daß ihn Gelegenheit gegeben worden sei, auf daß Grubenunglück näher einzugehen. Der Minister gab alsdann eine genaue Schilderung der Katastrophe. Sofort nach Eintritt des Unglücks seien Maßregeln zur Rettung etwa noch Lebender getroffen worden. Festgestellt sei allerdings, daß. em Wettermann erst um 4 Uhr 50 Mm., ein anderer mit einer halben Stunde Verspätung eingesahren sei. Als Ursache des Unglücks sei die Explosion schlagender Wetter anzusehen. Das sei durch Zeugen festgestellt. Daß zweite Moment sei die Kohlenstaubs-Explosionsgefahr. Zur Verhütung einer solchen sei die Berieselung angeordnet. Die nötigen Apparate hierzu seien vorhanden gewesen. Ferner sei festgestellt, daß die Temperatur zivischen 21 und 28 Grad geschwankt Hal. Erst nach dem Unglück sei sie auf 29 Grad gestiegen. Der Minister glaubt festslellen zu können, daß die nöligen SicherheitSmaßregeln vorhanden waren und kommt ylsdann auf die Frage der Ardeiter- lontrolleiire zu sprechen. DaS HauS dürfe sich darüber nicht Hinwegtäuschen, daß wenn überhaupt Fehler gemacht worden seien, sie nicht von den Beamten, sondern von den Arbeitern gemacht wurden. Rian könne die schönsten Einrichtungen treffen, die Unvollkommenheit der Menschen werde immer einen Strich durch die Rechnung machen. Für die Witwen und Waisen der Verunglückten würden Renten gezahlt werden, daß die ihrer Ernährer beraubten Familien wirtschaftlich nichl zurückkommen. Der Staat werde Jahresbeiträge zahlen, die auf den Etat übernommen werden könnten. Der Minister sprach dann noch seinen Dank auS für die zahlreichen freiwilligen Gaben.
An der Besprechung der Interpellation im Abgeordnetenhause beteiligten sich verschiedene Abgeordnete und Oberberg- Hauptmann von Velsen, der nochmals betonte, daß irgend, welche Vorwürfe die Aergoerwaltung nicht treffen. Auf der Grube Reden ist festgestellt, daß die doppelte Quantität von Wettern vorhanden waren, als sie vorhanden sein sollten. Nach den bisherigen Feststellungen hatte mau die Zeche Reden für eine der am wenigsten gefährlichsten Gruben gehalten. Die Sicherheitsmaßregeln seien in vollem Maße vorhanden, deshalb sei auch die Hilfe auS anderen Revieren abgelehnt worden. Die Steiger sollen zu spät eingefahren sein, aber versäumt ist nichts worden.
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Um auf den königl. Gruben des SaarrevierS absolute Zuverlässigkeit bezüglich der wichtigen Tätigkeit derLorsahrer zu ermög- lichen, wird auf der Grude „fcampbaufen* versuchsweise jebe Abteilung von zwei Voriahrer» abgefahren werden. Tamil ist aus- gefchtossen, daß bei verspätetem Einfahren eines der Leute, wie cs am Nachmittage des 28. Januar mit der Grube „Reden' der ^au war, die Belegschaft vor KoniroUlerimg der Strecke emfahren kann. Die allgemeine Einführung der doppelten Besetzung der Borsahrer wirb erwartet.
Au» Sta$i und Land.
Sprechstunden der Redattion 11— i ui*r cor. . <—V28 Uhr abds.
Gießen, den 25. Februar 1907^
— Arbeiter-Anwerbung für Brasilien. Tie Darmst. Ztg. teilt halbamtlich mit: Wie bekannt geworden ist, Hai der Pächter der Bahia e Alinas Eisenbahn, Jojs Bernardo de Almeida in Ponta d'Areia, Staat Alinas Geraes, die Firma Behrend, Schmidt & Eo. zu Rio de Janeiro, die sich besonders nut Maschinen- re. Lieferungen besagt, durch die Befugnis der Uebei= sragung auf die Herren Behrend & Schmidt m Berlin enthaltende Bollmacht ermächtigt, in Teuischland für die Werkstätten der genannten E1> enb a ^ n in Ponta d'Areia Arbeiter anzu
luerben. Aach dem Ergebnis der emgeioflenen Grhim'iqimgen . ai Pächter be Almeida die von Caravsllas (Siaat Bahiai nach Theo vhilo Otionl iSlaal Alinas Geraes führende, 284 km lange (tiien- bahnlinie, und zwar in ihrem tn Alinas Geraes belogenen Telle von der Regierung biejee Staate« gepachtet und babei iür längere Zeit die Konzession zur Abholzung der sich läng« der Bahnlinie dmzieheiiden Urivälder erhalten. Ungünstiges über seine Person ist nicht bekannt, dem Aernehmen nach steht er mit der Regierung des Staates Minas Geraes in gutem dinoernebmen. Wenn hiernach auch der Zitziig deutscher Handwerker zwecks Beschäftigung in den Werkstätten der Bahn an sich unbedenklich sein dnr'te, so ist den etivaigen Interessenten bei Abschluß bet fraglichen Verträge m Teuischland, bie übrigens, um in Brasilien rechtswirlsam zu sein, m jedem Falle durch einen brasilianischen Konsul beglaubigt sein müssen, die größte Vorsicht anzuraten, zumal in einem früheren Falle, in dem die Firma Behrend, Schmidt 4 Eo. bei oder zur Erlangung von Lie'erungen für ein Institut in Rio de Janeiro Bedienungspersonal in Deutschland angeworben hatte, sich bie Verträge als für die deutiche eene sehr ungünstig erwiesen.
** Neue Volksbibliotheken im Großherzogtum Hessen. Die Gefellichaft für Verbreitung von Volks- bildung hat im Jahre 1906 4881 Volk-bibliotheken mit 96302 Bänden begründet und unterstützt. Hiervon entfallen auf Hessen 176 Bibliotheken mit 3209 SJänben. Seit Ansang 189/ bis Ende 1906 hat die Gesellschaft msgeiamt an 19 744 Bibliotheken 540 573 Bände unentgeltlich abgegeben. Die für diesen Zw/ck in demselben Zeitraum ausgewandten Barmittel belaufen sich auf über 48a GOj Mark. Dazu kommen seift erhebliche Bücherschenkungen, die mit zur Verwendung gelangt sind. Seit 1901 hat die Gesellschaft auch 2480 Wanderbibliotheken errichtet, die über 70 000 Bücher enthalten uni» alljährlich erneuert wcroen. Die Gesellschaft hcieit Wanderbibliotheken im Werte von 75 Mk. bei einem Jahres- beitrage von 6 Mk., im Werte von 120 Mk. bei einem Jahresbeiträge von 10 Mk., im Werte von 150 Mk. bei einem Jahresbeiträge von 12 Mk., im Werte von 200 Akk. bei einem Jahresbeiträge von 15 Mk. Dre W.indcrbibliothcken eignen sich be
sonders sur kleinere Gemeinden. Informationen über die Begründung von Vvlksbibliotheken erteilt die Kanzlei der Gesell- jchaft, Berlin NW., Lübecker Straße 6.
§ Dtllhetm, 22. Febr. Seit einigen Tagen werden bei unS auf der Dill wilde oder Stockenten (Aras basekas) beobachtet und ihres wohlschmeckenden Fleisches wegen von Jägern gern geschaffen. Tag graubraune, dunkelgesteckte, unscheinbare Kleid macht das Weibchen z. Zt. im Schilse ivenig auffällig. Sehr schön sicht in dieser Jahreszeit das Männchen aus; es trägt nämlich eben ein schmuckes „Hoch- zeitskleid^; Kopf und Oberhals schimmern grünblau, ein lveißcS Band ziert den Hals, die Brust ist kastanienbraun, und auf dem Flügel findet sich ein schön blauer, weißgesäumter Fleck, der sogen. Spiegel.
)( Breitend ach, 22. Febr. Das kleine Bergrevier Wetzlar, zu dem auch die Gruben des nassauischen Kreises Biedenkopf gehören, wiegt den zwölften Teil der Eisenstein- gewinnung des preußischen Staates auf. Eine der bedeutendsten ist die in der Nähe BreitenbachS gelegene Grube „Guter Anfangs. Diese enthält Braun-, Rot- und Mangan- eisenstein. Erstere hat einen Eisengehalt von etwa 45 Proz., während der Roteisenstein über 60 Pcoz. Eisen besitzt. Diese beiden Arten werden gemischt und als ^8- bis dOprozentiger Eisenstein zum Verkauf gebracht. Der spezifisch hochwertige Manganeisenstein, der um 70 Proz. Eisen enthält, foinmt allein zum Absatz. Der Transport zur nächsten Bahnstation Ehringshausen (Till) geschieht bis jetzt auf Wagen. Für diese Besörderung werden 10 Pfg. für den Zentner vergütet. Die Grube „Guter Anfangs gibt also manchem Lemp- und Dillbewohner lohnende Beschäftigung, während vor einigen Jahren noch wenig Arbeitsgelegenheit bei unS bestand. Seit dem Uebergang der Grube an Firma Krupp werden weitere Schürfungen zwecks größerer Aufschließung vorgenommen.
** Kleine 'Kitt .. k och aus Hessen und den Nachbarstaaten. Tie Stadt Schotten beabsichtigt auf ihre Kosten einen Ob st bäum wart ansbilden zu laffen, dem später die Pflege und Wartung der slädtifcheii Bäume und eine mit einem anderen Dienst verbundene Anstellung übertragen werden soll. — In Hoch-Weisel ist der langjährige Beigeordnete Gastwirt Mohr im 66. Lebensjahre gestorben. — In Potsdam st a r b der ehemalige Kommandant der Festung Al a l n z, Generalmajor von Zastrow. — In Nieder-Stoll wird demnächst die K i r ch e renoviert werden. Die Arbeiten ftnd bereits ausgeschrieben.
Der hessische Diakouieverein
hatte, wie uns geschrieben wird, seine Mitglieder und Freunde auf den 20. d. Mts. zu einer Nachmittagssitzung in das Gemeindehaus der Stadtgemeinde zu Darmstadt eingeladen und ist damit zum ersten Male vor eine größere Oeffentlichkeit getreten. Der aus den drei Provinzen des Landes stark besuchten 23er- sammlung, in der wir auch Frau Staatsminister Braun Exz., die Hofdame I. K. H. der Großherzogin Freiin von R 0 t s m a n n und Geh. Obermedizinalrat Dr. H außer sahen, entwickelte der Vorsitzende, Psarrer D. Guh 0 t -Heppenheim die Probleme, welche zur Gründung des Vereins geführt haben und diesen fortwährend beschäftigen: der von allen Seiten erschallende Rus nach Schwestern und die Klagen dec Diakonissenhäuser über den Mangel, auf der anderen Seite das Suchen der weiblichen Jugend nach Berufen und die Abneigung gegen den Eintritt in die bestehenden Mutterhäuser. Der Verein vertraut darauf, durch seine Arbeit hier eine Losung zu finden, ohne doch den Tiakonissenhäusern, dem Verbände des Roten Kreuzes ic. Konkurrenz machen zu wollen. — Welche neuen Wege auf dem Gebiete der Diakonie eingeschlagen werden können, legte deren Hauptvertreter in Deutschland, Professor I). Dr. Z immer - Berlin-Zehlendorf, der Begründer des großen Evang. Diakonievereins, dar. Da die Diakonie nicht nur dem Wortverstand, sondern auch dem Wesen nach Dienst ist, müssen ihre Arbeiter sich unterordnen lernen, die Krankenschwester dem Arzt, die Fabrikschwester dem Fabrilherrn rc., und sie selbst darf sich nicht als Selbstzweck, sondern stets nur als Hülsskonstruktion betrachten. In unserer Zeit der Volkserziehung Hal sie mitzuhelsen an der Lösung der sozialen, ün besonderen der Frauensrage. Auch die Diakonissenhauser Haden ihren Schwestern neben dem Lebensinhalt und dem Unterhalt in der Mutterhauseinrichtung einen Rückhalt, wie ihn die Frau braucht, und sucht, gegeben, aber es lassen sich eben nicht alle gleich gut in eine solche Gemeinschaft, welche die nun einmal vorhandenen Standes- und Bildungs- unterschiedc ignoriert statt sie zu benutzen, eingliebern, und auch her Verzicht auf das siaallichersells gejorberte Kranlenpslegermneu-
examen war, roeiG>et> auoi bie iprunoe tat Da 'aOitbnung guuejen sein mögen, ein Fehler. Für bie Weiterentwicklung der Tiakoni» ergiebt sich die Forderung: denkbar beste Ausbildung, nicht nur in der Kranken«, sondern auch in der Wochenpflege, in Kindev- gartenarbeii, Hauswirtschaft rc., welche die Beratung der Familien durch allseitig, auch sozial ausgebildete Frauen ermöglicht. — Als Grundsätze haben sich bisher im Evangclisck-cn Diakonid- dercin bewährt: möglichste Freiheit der Anstaltsleiter, bie von selbst das Berantworllichkeilsgejühl hervorrust, und pekuniär« Sicherstellung der Schwestern auch für das Alter ^Pension) und den Fall des vorzeitigen Austritts. Mehr al« jeder äußerlich« Zwang wirkt der Ehatalter der Schwesternschaft als ErzfihungS- unb Gesinnungsgemeinschast, welche die Einzelne hält und trägt Als Gang der Ausbildung ist für Mädd>en auS ein jacheren Be» hältnissen gedacht: Besuch einer Kinderpslegerinnenschule, ein ftut» sus in der Jrrenpstcge, der auch zugleich Mitarbeft in Kochen und Waschen gestattet, dann erst die eigentliche Fachbildung in Gv» rneinschast mit Mädchen höherer Bildungsgrade. Letztere findet für den Hessischen Diakonieoerein, dec iin April ds. IS. eine Anstalt für Kinderpslegerinnen in Darmstadt eröffnet, zurzeit in einem Hamburger Kcantenhaus statt. Für den pialtisch-liichlichen Dienst schließt sich bann noch eine besondere Ausbildung an. Die Verbindung mit dem über ganz Deutschland sich erstteckenden Frauen, dienstiahrverband ermöglicht einen etwa wünschenswerten Austausch der Säuvestern. Die AuSsührvigen deS Rescrenten und die sich ansäfließenden weiteren Mitteilungen des Vorsitzende» und des SchristleiterS, Pfarrer Kunkel-Fürth zeigten den Erschienenen, mit welchem Ernst und mit welcher AcbeUsfreudigkeit Die aus der Not geborenen Ausgaben von der neuen DrganU fation in Angriff genommen werden. A n Interesse für sie und an Unterstützung ihrer Bestrebungen wirb eS in Hessen sicher nicht fehlen, und zwar um so weniger, je mehr man bie Erfolge sehen wird, welche die neue Art des Vorgehens auf dem Gebiete Der Diakonie verspricht.
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lürctye und Schule.
— Die Berliner -LtaDtveioiduei'N-Veriammlung hat sich mit dem Magistrat über die Gehaltsordnung der Elementarlehrer geeinigt. DaS Anfangsgchalt »st von 1200 Nit. auf 1450 Mk. erhöht und steigt bis zum Höchst- gehalt von 4450 Alk._______________________________________
Kunft und
Petersburg, 22. Febr. Die Kommisjwn, welche die Frage der Entsendung einer Expedition zur Erforschung einer Passage durch die Beringstraße und daS nördliche Eismeer prüfen soll, erklärte es für unter alle» Umständen wünschenswert, daß eine Expedition zur Erforschung der Küste und des nördlichen Eismeers, soweit es sich um daS europäische und asiatische Rußland handelt, ausgeführt wird, da e« von außerordentlicher Bedeutung sein würde, eine Passage nach dem fernen Osten ausfindig zu machen, die nur etwa 4000 Seemeilen betragen würde gegenüber bem Seeweg über Suez von 12000 und über das Cap der Guten Hoffnung von 16000 Seemeilen.
UnlversitätO-Nachrichten.
— Die Wahl des ordeiMichcn Projejiors für Nationalökonomie und Statistik Dr. ph-il. et jur. h. c. Georg Friedrich Knapp zum Rektor dec Universität Straßburg i. Els. für das Jahr vom 1. April 1907 bis dahin 1908 ist vom Kaiser be» jtcuigt woroeti. Knapp (g e b. 1842 z u Wiegen) gehört seit 1874 dem Lehrkörper der reichsländiscl)!en Hochfchule als Dtoix narius an. Vorher war er Direktor des statistischen BureauS in Leipzig und a.o. Profisior an der dortigen Universität.
Allöjllß SUS dkll -lüüvrsllluiöretzlftrru örr LlaiU wüßte. Aufgebote.
Febr. 16. Johannes Daniel, Cberroärter dahier mit Elise Marie Zimmermann in ©Ümgeroöe; Cito Heinrich Gustav Heng, Schiemer dahier, mit Katharina Klos in Rödgen. 18. Konrad Schlierbach, Buchhalter dahier mit Wilhelmine Mangel, geb. Jung m Frankiurt a. Al. 19. Gustav Wilhelm Johannes Dietlen, Dr. med. praft. Arzt dahier, mit Paula Alargarete Alelßner m Leipzig; Karl Hügardt, Bäcker, nut Luife AlarUn, beide dahier. 20. Hermann Flach, Dr. wed. Oberarzt, mit Johanna Stabe, beide dahter; Hugo Leopold, Kaufmann dahier, mit Olga Sachs in Weimar; Richard SchneiDer, Cbeipoftaflment Dahier, mit Johanna Alaria Torothea Pezolt in RöDelhenn. 21. Jalob Ludwig Küchel, Monteur, mit Johanna Breunig beide Dahier; Adam Vetter, Fabrikarbeiter m Buig-Giäfenrode nut Katharme Volk dahier. 22. Alphons Goldschmidt, Kaujinann in Halberstadt mit Sophie Heilbrunn Dahier.
Eheschließungen.
Febr. 16. Heinrich Wilhelm FrieDrich Johannes Noll, Kaufmann m Frankenihal mit Alelanie Kohler dahier. 20. Otto Lang, Tierarzt, mit KaroUne Alüller, beide dahier.
Geborcuc.
Febr. 11. Dem Fuhrmann Kart Meise! ein Sohn, Karl Wilhelm Heinrich. 12. Tein Schneider Heinrich Godehardt eine Tochter, Martha Anna. 14. Dem Schlößer Alwin Andreas eine Tochter, Alargarete 'Auguste und em Sohn, Max Alwm Georg Karl; Dem Bahnarbeuer Wilhelm Gelfebach eme Tochter, Anna Elifabethe; dem Taglöhner JustnS Sauer ein Sohn, Karl Heinrich. 15. Tein Taglöhner Konrad £ bring em Sohn, Ernst; Dem Kellner- Karl Hartmann eine Tochter, Wilhelmme. 16. Dem Schneidermeister Heiniich Steiß eine Tochter, telji. 18. Dem Lokomotivheizer FrieDrich Wilhelm Tebns eine Tochter; dein Postfchaßner Wilhelm Stein eme Tochter, Elisabeth Margarete. Dem Jnstitutsoiener Karl Stork eme Tochter.
Gestorbene.
Febr. 16. Friedrich Wilhelm Josef Müller, 3 Mir. alt Asterweg 6u. 17. Wilhelm Christian iroii, 1 Jahr alt, Lmdengasje 2. 19. Pauline Volzel, geb. Henopp, 51 Jahre alt, Sonnenstr. 81. 20. Adolf August Bachmann, 8 Alte, alt, Bahnhofstr. 63; Karl Pian, Glajer, zJ Jahre alt, Eichweg 5; Willy (S-louner, 2 Alte, alt, Schloßgasje 9; Wilhelm Kraft, Kappelunacher, 71 Jahre all, Frank- iurterstr. 79. 21. Friedrich Wilhelm Harnickel, 83 Jahre all, Rein- ner, In den Eichgärleii 55. 22. Heinrich Deibel, 6 Alle, alt, Stemjlr. 31.
bewährteste Nahrung
mager.* darmkranke
Li h l i n er ireut - ch stets a . - n und Jlililld. ö 111 laschen mir der von ^.ropiragen-
den Aerrlen wann empfohleiren M y r r h 0 l i n - S e i j e. jd"/».


