Ausgabe 
27.6.1907 Zweites Blatt
 
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IGestorl) en. Herr Heinnd) ^cyonoerger (iwegiar-yueuc^ girines). Herr Bahnwärter a. D.Üomad Diehl (Aßlar). oran eiiiabctOc Kett (Butzbach). Frau Ehrislme Schmidt, geb. Schundt (Schlih). Frau Elisabeths Margarethe Falck, ged. Stengel (Friedberg). Frau Minna Schenk, geb. Becker (^chlagpfutze). - Witwe Grebe, geb. Kirch (Neuhof). Herr Kail ccljul^

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B.: Köhler.

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Juni

1907

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mit Firmeneindruck Sehr billig

Brnhlsche Univers.-Drnckerei

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746,9 | 15,4

Gcsellsch'ast über die Verteilung eines' Tetf5 der Reserven an die! Aktionäre berichtet werden. Ebcw'o soll derjenige Teil des Aktien-1 kapüals, der für den Betrieb überflüssig wurde, den Aktionären zurückgegeben werden. .

Von der Berliner Börse. Die Festigkeit der Börte hält an. Tie gute Tcndcn; an den Wcstbörscn und die Scidnigfcit der Geldversorgung für Ultimo führten zu Meinungskäufen auf an allen Gebieten. Auch in Newyork wird mehr Vertrauen gesetzt, da h:c Goldexporte dis jetzt dort keine Störungen ver­ursacht haben. Ganaba eröffneten um 2 und Baltimore um l*? Prozent höher. Die Aktien der Mendionalbahn waren weiter gebessert, da gemeldet wurde, daß Pariser Aktionäre sich einem beutid en Vorgehen anschließen würden. Am Montcinmarkt konnte man Steigerungen zwischen bis 1 * 2 Prozent beobachten. Gegen Schluß sanden auf diesem Gebiete jedoch wieder leichte Rück­gänge statt. Auch Renten verkehrten in recht guter Haltung. 2er Privatdiskont stellte sich auf 4»/* Prozent.

Märkte.

Meteorologische Beobachtungen

der Station Gießen.

öffentlich vergeben werden. ,, .

Arbeitsbeschreibungen und Bedingungen liegen wahrend der Dienststunden bei uns auf Zimmer Ar. 1 zur Eitnicht offen. Angebote auf vorgefchriebenem Formular, das daselbst erhältlich, sind spateftens bis zum uorgenannten Zeitpuntl verichlossen und mit entsprechender^ Aufschrift versehen, an ans ehiaureidjen. Zuschlagssrtst 0 Tage.

Gießen, den 26. 4>uni HK)?.

Städtisches Tiefbauamt.

Gießener Wetterdienst.

Boranösichtlichc Witterung für tzeffen am Freitag den 28. Juni: Meist trüb, leichte Regenfälle; etwas kühler. Lebhafte westliche Wmde. __________________

FainMeir-NalH-nchten.

Geboren. Dem Oberlehrer Lic. Fritz Herrmann und Frau, geb. Bindernagel (Darmstadt) ein Sohn.

G e st 0 r d e n. Herr Heinrich Schönberger ^Wetzlar-Nidder-

00 Frachtbriefe00

Tuberkulose Lungenentzündung Bauchfellentzündung Krämpfen Phlegmotie Krebs

26.

26.

27.

ke. Frankfurt a. M., 27. Juni. (Telegr. Orig.-Bericht des ^Gieß. Anz.".) Amtliche Rotierungen der heutigen Vtehmarkt- vrelse. Zum Verkaufe standen: 22 Ochsen, 00 au5 Oefterreich 0 Bullen, 0 aus Oesterreich, 72 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder 0 aiis Rumänien, 711 Kälber, 150 Schafe und Hämmel, 6 Ziegen, 0 Ziegenlämmer, 3 Schaflämmer. Bezahlt wurde für das Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1 Cualitat 7880 Tir., 2. Qualität 70-74 Tlt, 3. Qualität 63-66 Mk.: Bullen: 1. Qiial. 0000, 2. Qual. 0000; Rühe 1. Qualität 7375 Mk., 2. Qual. 7072 Mk., 3. Qiial. 6163 Alk., 4. Qual. 0000 Mk., 5. Qual. 00-00 T!f. Kälber l.Qual. 96-100 Pfg., Lebendgewicht 5860 Psg., 2. Qualität 88-90 Pfg., Lebendgewicht 50-c>4 Pfg., Schlachtgciv. 6570 Pfg.; Schafe: 1. Qual. 82 00 Psg.» 2. Qual. 7880 Psg. (Geschäft: bei Hornvieh gut, Ueberstand unbedeutend, bei Kleinvieh lebhaft, kein Ueberstand.

M 398a/07. B/8

Tonncrstag, den 8. August l. Js., nackm. 3 Ubr werden tn unserem Amtszimmer folgende Grundstücke des Karl Reuschling in Frankfurt a. M. versteigert: ,

Fl. 36 Nr. 400 Acker am Zoll« Nock bei den Kropbachöwlesen 517 qm n. d. Zusammenlegung Fl. 35 Nr. 446, 1019 qm (nut Grundstück d. Gern. Heuchelheim. Fl. 86 Nr. 439 Acker das. 827 qm nach d. Zusammenlegung Fl. 37

Kirchliche Nachrichten» Evangelische Gemeinde.

Freitag den 28. Juni, nachmittags 5 Uhr, in dem MarkuSsaale: Besprechung über den Ausflug der konfirmierten weiblichen Jugend der MarkuSgcmeinde.

Alle Teilnehmerinnen sind herzlich eingeladen.

Israelitische Religionsgesellschaft.

Gottesdienst.

Sabbatfeier am2 9. Juni 1907:

Freitag abend 8.00 Uhr.

Samstag vormittag 8.00 Uhr.

Nachmittag 4.00 Uhr.

Sabbat-Ausgang 9.40 Uhr.

WochengottcSdienst: morgens 6.00 Uhr, abcndS 8.00 Uhr.

Israelitische Religionsgcmeinde.

Holtesdienll in der Synagoge (Südanlage).

Sanrstag, den 29. Juni 1907:

Vorabend 7.45 Uhr.

Morgen? 8.30 Uhr.

Nachmittags 4 Uhr. Schrifterklärung.

Sabbatausgang 9.40 Uhr.

und es gelang dem schwer bedrohten schiss noch rechtzeitig^ Hilfe zu bringen. .

Diefflen ,ür. SaarlouisV 27. Juni. Dem ©degcnbettS- nrbetter Jost, einem bekannten Raufbold, wurde aefterir abend ein Lcl l »ernt n Ec nah n roll t Wut f.in Messer und uatü blindlings daran) los Zwei Personen wurden schwer von ihm verletzt. Ter eine Verletzte ft a r b und der andere ringt mit dem Tode. .

Mannheim, 27. Junt. Gestern abend wurde t-ber* schafsncr Eichhorn, als er sich in ben Dienst begeben ivollte, von einem einsahrenden Personer.;ug erfaßt und so schwer verletzt, daß er itoen in der Nacht starb.

Stockholm, 27. Juni. Hier wurde der G eldb rief- -träger O lsse n ermordet. Der Tat verdächtig sind zwet i Tcundx Namens Richard Schmidt und To.Prigge. KJlnfd)cincnb bat Sck midt eine Geldsendung an fick) adressiert und alS sie ihm O. auvjabltc, von P. die Tat ausgefiitirL Man vermutet, bau unter dem Namen Prigge sid) der 1887 in Seesen geborene Ludwig Volpemeyer verbirgt. Die bei dem Mord geraubte krumme beläuft sich auf <00 jlroncn. o .

London,2<. Junt. Ter Exprenzug von London nach Plymouth ist tm Bahnhofe von Readmg aus cmen l P o st w a g e n gefahren. Ter unter Postsachen an- gerichtete Schaden ist sehr groß. Personen sind glücklicher, weise nicht zu Schaden gekommen.

London, 27. Juni. Das Oberhaus nahm nach lzweitägiger Debatte die Bill über die Territorial^ arm ec in zweiter Lesung an.

Paris, 27. Juni. Die militärischen Aktionen, welche seit dem 18. Juni in den Süd-Departements erforderlich waren, haben eine Extra-Ausgabe von 3200000 Fr*. - verursacht, ohne die Kosten, welche aus der Verletzung des 1/. Zn« santerie-Regiments nach Tunis erwachsen.

Parts, 27. Junt. In einer Sitzung beS Exekutiv» Komitees der radikalsozialistischen Partei mürbe | (Slenienceau vonPelletan heftig a n gegrifs en. P. erklärte, daß nach seiner Ansicht sich baß Kabmet nicht mehr lange halten und einem gemäßigten Ministerium iRibot

Vriginal-Drahtmeldungen.

sd. Darmstadt, 27. Juni. Der SüdwestdeutschL Milchhändler-Verband hielt heute hier seinen ersten VerbandStag ab, zu dem von verschiedenen Behörden Vertreter erschienen waren, darunter Geh. Medizinalrat Dr. Neidhardt von der Ministenal-Abteilung für öffentliche Ge­sundheitspflege. Sanitätsrat Tr. Nöllner--Darmstadt sprach über Säuglingspflege und Milchversorgung, Rechts­anwalt Dr. Bopp-Darmstadt über die neue Milch Verkaufs - ordnung, prakt. Arzt Dr. Baubel-Darmstadt über Müch- handel und Konsumenten und Milchhändler Muller- Frankfurt über Bedeutung und Pflichten des Mtlchhandler-, standes. . . . ,.

ftiet 27 Juni. Tie Davarte der KatseriachtAce-! teor- janb durch ben Bruch einer -panschraube statt. Die Situation gestaltete sich alsbald ,el)r kritisch, da eine heftige Böe ging unb hoher Seegang war -tie Meteor" legte sich über, so daß Die daraus bnmdlrchen Leute, unter denen sich bte Admirale Koster und Thomsen befanden, bis an die Hüsten tm Wasser waren ^te Gefahr lag nahe, daß bteMeteor" vollständig Een Urte, xie kritische Situation wurde auf derHohenzollern bemerkt,

Kandel

Portugiesische Tabak-Gesellschaft. Nach einer LLitteilmrg aus Paris wird in der Generalversammlung dreier

i 25.-26. Juni 4- 18,1e C. , 25.-26. -4- 10,38 0-

hat in Themar (Meiningen) ein Kaufmann erhalten. Dieser heiratete nämlich die Tochter seiner Schwester, was zwar nicht oft vorkommt aber gesetzlich nicht verboten ist. Durch diesen Ehebund wurde die Schwester des Bräutigams zugleich deffen Schwiegermutter, die junge Frau ihre eigene Nichte und der Ehemann der Schwiegersohn seiner Schwester.

* Gr soll dein Herr sein. TerBoss. Ztg." wird geschrieben: Das bekannte Bibelwort, das sreilich heule öfter gesungen als zitiert wird, hat einmal in einem sehr seltenen Bibeldruck, den die Wolfenbütteler Bibliothek ausbcwahrt, eine merkwürdige Variation erfahren. In diesem Augsburger Truck des 16. Jahrhunderts lautet die betreffende Stelle im ersten Buch Ä>iose nämlich:Und er soll dein Narr sein." Wie nun ist dieser merkwürdige Druckfehler entstanden? Leffing hat darüber dem Wiener Losschauspieler Joh. Heinrich Müller, der ihn 1776 auf einer Studienreise in Wolfenbüttel aus suchte, interessante Mitteilungen gemacht, die in MüllersAbschied von der L>os- unb Nationalschaubuhne" (Wien 1802) wtedergegeben sind. Da- nach Halle der Verleger der Bibel, der zugleich Buchdrucker war, ein junges, leichtsinniges und sehr ehrgeiziges Weib zur Gattin gehabt, das in der schwarzen Künfi des Seyens ausgebildet war. Eines Abimos zeigte ihr der Mamt den ersten Bogen der Eiligen Schrift, für den der Senior des geistlichen Ministeriums das Imprimatur erteilt hatte. Als ihr Blick auf die Stelle fällt, wo Gott zur Eva spricht: Und er soll dein Herr fein, ist sie empört und schleicht sich heimlich, ohne ein Wort verlauten zu lassen, in die Offizin, wo sie dasHerr" inNarr" ver­wandelt. Ter ahnungslose Verleger druckt die Bibel aus und einige Hunden Exemplare sind schon verschickt, sals die Verfälschung gemerkt wird. Es entsteht ein fürchterlicher Kämt Ter Magi­strat der Stadt wird mit Klagen über die offenbare Blasphemie Überschüttet. Der Verleger lvird trotz aller Unschuldsbcteuerungen arretiert und nach Konfiskation der Auslage dem Kriminal über geben. Ein Lehrjunge, der den Vorgang beobachtet hatte, erlo ihn endlich durch Angabe der schuldigen aus seiner verzweifelten. Lage. Die Meisterin wird eingezogcn, gesteht, bekommt öffent­lich den Staubbesen und endigt ihr Leben im Zuchthause. Die Mehrzahl der Exemplare wurden zurückgekauft, eines rettete sich in die Wolfenbütteler Bibliothek. Man fref/t aus dreier Anekdote, daß der gefürchtete Druckfehlerteufel zmveilen die merkwürdigsten Gestalten .annimmt und sogar einem Bündnis mit der weiblichen

K 37/07 Br/c

Donnerstag, ben 8. August 1907, uatbm. 3 Ubr wird m un­serem Amtszimmer die dem Joh. H. Earle gehörige Parzelle Fl. 1 Nr. 186'Hosreite auf dem "Neuenweg, 2352 qm öffentlich versteigert.

Auswärtige Bieter haben ihre Zahlungsfähigkeit nachzuwcnen.

Gießen, den 26. Juni 1907. Grostherzogl. Lrtsgericbt.

I. B.: Keller.

Nr. 121, 1011 qm. m 1 Fl. 39 Nr. 289 LStese am Wolss- lort bei der Ile men Weide 296 qm n. d. Zusammenlegung Fl. 16 Nr. 176, 196 qm.

Auswärtige Bieter haben ihre Zahlungsfähigkeit nachzuweisen.

Gießen, den 26. Juni 1907. Großherzoglicheö Orlsgertcht.

I. B.: Keller.

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Gebäudes r > '.den vninmet gleicher ;l l,t vollsmM?' '"en find Sfl °us- : nngrcnzrnd-,, a »reit aus ben 9.) .

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bei d|d)a|t5--Ro)ijcj|ioii für ein ul- Das Hotel joll in aer Wald errichtet werden, unge 2 a in en von einem [Ue.n, Tiefet ergriff bie leien.

hnserateS, schon deshalb, weil sein Bankkonto den Beweis dafür lieferte.

| * Eine kostspielige Heirat eines Multimillio­

närs erregt zur Zeit in Newyork ungeheures Aufsehen. Dienstag früh, eine Viertelstunde nach Mitternacht, sand, wie dem Tag berichtet wird, endlich nach Ueberroinbung vieler Hindernisse die Vermählung des Multintillionärs und Präsidenten des Stahl­trusts William Ellis Corey mit der Schauspielerin Miß Mabelle föetmann statt. Der Bischof Burgey hatte die bevorstehende Ehe scharf verurteilt, weil Covey sich im vorigen Juli tu Nevada von feiner ersten Frau, die ihm viele Jahre freu zur Seite ge­standen hat, scheiden ließ, nachdem ihm große Reichtümer in öic Lände gefallen waren. Infolgedessen weigerte sich ein Geistlicher nach dem anderen, die Trauung zu vollziehen. Tic Heirat hat Corey bereits 24 Millionen wirf gekostet. 20 Millionen gab er seiner ersten Gattin und vericknedenen Verwandten als Ab­stand und vier Millionen verntachte er seiner neuen Frau.

Die Schwester als eigene Schwiegermutter

K 36 07. B7r.

Donnerstag, den s. August 1907, uachm. 3 Ubr wird das der '456. Tebuö Ww. geb. Pfaft tn Frankfurt a. M. gehörige Grund stück:

Fl. 26 Nr.73, Acker links am <stem tautcr Weg 818 qm öffentlich versteigert.

Auswärtige Bieter haben ihre Zahlungssähigteit nachzuweifen.

Wiegen, den 26. Juni 1907.

Großherzogl. Ortsgericht. ________I. B.: Keller.________ K 33,07 , Bk/6

Donucrötag, den 8. August 1907, nackm. 3 Ubr wird in un­serem Amtszimmer die dem Gait- wirt Marl Loth gehörige ideelle Hälfte der Parzelle Fl. 1 Nr. 380 Hosreite in der Brandgasse, 112 qm östentlid) versteigert.

Auswärtige Bieter haben ihre Zahlungsfähigkeit nachzuweisen.

Giehen, den 26. Juni 1907.

Großherzogl. Ortsgericht.

I. B.: Keller.

Platz machen werde. _

Montpellier, 27. Juni. Albert empfing em Telegramm ClemeneeauS, worin ihm der Mintster- Präsident seinen Dank für die loyale Erfüllung des Ver­sprechens, auf die Beruhigung der Weinbauern hinwirken zu wollen, auSfpricht. El. versichert in dem Telegramm außer-, dem, daß er alles zur Beruhigung des Landes tun wolle.

Montpellier, 27. Juni. Ein GifenbalpiarBeiter, fand auf den Schienen in der Nähe von Montpellier große Sterne, welche wahrscheinlich von verbreche-, rischer Hand gelegt waren. Man vermutet, daß dre Ab­sicht vorlag, den Zug, in welchem Mareellrn Albert sich befand, zur Entgleisung zu bringen.

Macoir, 27. Juni. Em .storporal des 134. Regi­ments, der Sohn eines Weinhändlers, wurde v e r ha i tet, weil er Nachrichten über die Stimmung der truppen an zwei Jeutc, einen Russen und einen Oesterrcicher, gab, die tn dem sttcguncnt eine a n t i m i l i t a r i ft i f d) c Bewegung tns -eben rufen, f pt* 1 l *

Petersburg, 27. Juni. Ter Reichskontrolleur Schwansbach wurde aus seinem Amt entlassen,, bleibt aber Mitglied des Neichsrals. I

Raschau, 27. Juni. Unbekannte Täter haben nachts int Komptor der Fabrik Babe u. Fodor einen Geldschrank gestohlen, den sie auf einen Wagen luden und im freien Feld zertrümmerten und be-, raubten. Der Schrank enthielt 40 000 Kronen.

Liflis, 27. Juni. Bei dem lieber fall auf den Po fi­lm a g c n wurden 3 410 0 0 Rubel g c r a u b t. Ter itutidjer unb mehrere andere Personen wurden verhaftet. 2 Ppltztsten sind lot und etwa 50 Personen, darunter 5 Soldaten mWj 2 Polizisten, verwundet.

Emanzipation geneigt ist.

* (Smc Komödie in 21 Akten. Die Geschichte einet Brille in 21 Kapiteln macht als Beitrag zum KapitelBureau- lratismus" in den Breslauer Schulhäusern die Runde: Die Geschichte ist so:1. Um Weihnachten bemerkt ein Lehrer, daß der Schüler Peter einer Brille bedarf. 2. Er schickt ihn zum Rektor. 3. Dieser fragt bei der Schulbehörde an, ob Peter wegen seiner Armut aus Mttteln der Armenverwaltung eine Brille erhalten tonne. 4. Tie Angelegenheit wird der Armen­verwaltung überwiesen. 5. Diese stellt fest, daß Peters Vater hilfsbebürftig ist. 6. Sie veranlaßt aber den Rektor, anzu­fragen, ob Peters Vater nicht die Brille aus eigenen Mitteln beschaffen will. 7. Der Schularzt soll Peter untersuchen. 8. Peters Vater bittet um freie Lieferung der Brille. 9. Der Schularzt bescheinigt, daß Peter eine Brille braucht. 10. Die Armen Verwaltung bitte/ den Rektor, den Kauf der Brille selbst beim Optiker vorzunehmen. 11. Vorher aber durch den Schul­arzt die Nummer der Gläser unb die Art des Gestelles be­stimmen zu lassen. Wenn möglich, soll die Brille nicht mehr als 1 Mark kosten. 12. Der Schularzt ist nicht in der Lage, optische Untersuchungen vorzunehmen unb schickt den Rektor zum Optiker. 13. Dieser fordert aber ärztliche Untersuchung, da die Angaben der Kinder über das Passen der Gläser nicht zuver­lässig feien. 14. Er verweist Peter auf den nahewohnenden Be­zirksarzt. 15. Dieser stellt die Notwendigkeit der Brille fest, gibt aber keine Bescheinigung, da Peter den Freikurichem der Armenverwaltmig vergessen hat. 16. Um einen solchen zu er­halten, geht Peters Vater zum Bezrrksvorsteher. 17. Die,er schickt ihn zu seinem Stellvertreter nach einem Formular. 18. (St füllt dieses aus. Peter versäumt dabei die Schule 13 xer Bezirksvorsteher hat aber Peter an den zuständigen Bezirksarzt verwiesen. 20. Dieser schickt Peter zu einem befreundeten Augen­ärzte, da er selbst feine Instrumente besitzt. 21. Der Augenarzt stellt fest, daß Peter überhaupt keine Brille braucht." Also ge­schehen im Jahre 1907 zu Breslau, in der Stadt.

* Kleine Tageschronil Eine anonyme Brief­schreiberin, die seit längerer Zeit in der kleinen ntadt Wun­siedel (Bayern) großes Unheil angerichtet hatte, wurde durch einen bekannten Schriftsachverständigen ans Jena in der Person der Ehefrau des städtischen Vorarbeiters Nimm ermittelt, öic legte ein umfassendes Geständnis ab und erhängte ftd) bann. Der 12fährige Sohn des Verlegers der ^Volksztg/ in Mun chen- G l a d b a d; fand in einem Steinbruck) mehrere Drahte, die er zu Hause zu einer elektrischen Batterie verwendete. An den drahten befanden sich aber noch Sprengkapseln, die beim Berühren mit der Batterie explodierten und große Verwüstung tm Haiye an- richteten. Ter Junge, sowie seine im Zimmer anwefende -Nutter wurden schwer verletzt. - In Strye in Galizien brach wahrend einer Hochzeiisf eier im Parterrsaale eines Prwatl;auses die Wölbung des Kellers ein. Dreißig Gaste stürzten beim Tanzen in die Tiefe; sechzehn wurden schwer verletzt aus den -t-rumern her­vorgezogen ; die übrigen erlitten Kontusionen und Nervenchocks.

Hnit>crfität$»2iadmd?ten*

Berlin, 26. Juni. In den Lehrkörper der Berliner medi- unischen Fakultät ist heute Dr. mcd. et phtl. Anton Steyr er als interner Assistenzarzt der zweiten medizinischen rfakultatstluuk ein- etreten. In ferner öffentlichen Vorlesung sprach er über neuere Methode zur Bestimmung der Lage und Grosze des menschlichen "Cn, 26. Juni. T-r Inhaber der R°°I°v°ll.Pr°i°ffur. Professor Dr. Burg aus New-Pork, hat gestern feine Vor­lesungen über das Staatsrecht der Vereinigten Staaten vor einem zahlreichen Auditorium, darunter dem Prinzen ^(^lm

von Preußen, beendet. Ter Bonner Ztg. zufolge führte Burgep u.a aus, daß seine Bewunderung des Teutscyen bei seinem diesmaligen -'lusenthalte womöglich noch großer geworden sei. Wir, Deutschland und Amerika, sagte er 'erner, geboren jn ben großen, fortschreitenden Nationen; wir besitzen Gerechtigkeus- qefübl und denselben hoffnungsfreudi gen Unternehmungsgeiit; wir gehören zusammen. Wohl unteren beiden Volkern, Heil der ganzen Welt, daß wir zusammengehen und zusammenarbeiten. (Beifall.)

Die Würde des Dr. meb. vet. wird künftig auch von der medizinischen Fakultät der Universität L e i b u g erteilt werden, die sic in Gemeinschaft mit ben ordentlichen Vrofesioren her Dresdener Tierärztlichen Hochschule vergeben wird.

^mittag kam ein großer ' genannten Lagerhause >ic Berliner Omnibus- Futtervorrate unterhält, mden drei Gebäude in :s Flammenmeer bildeten. )eu lagernden Benzins »ach fast die gesamte einer 6$p(o[ion wurde in Sicherheit gebracht rstöckige Lagergebäude lUmann und ein ist M stch an?» DrnvMMO, unbtmetU -mM beim Wen em elettiWn Ächuy. Mai?, Hafer, btroh und Keschirr und Einrichtung^' )piritusoorräte, der 6pi« Meter unter der Erde sind gerettet roorben.

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Donnerstag, den 8. Auguft 1907, nachm. 3 Ubr werden tn unserem Amtszimmer die dem I. Bott in Frankfurt a. M. und Louis Israel in Hanau gehörigen -Larzellen:

Fl. V Nr. 169, 2053 qm Acker, 574 qm Wiefe auf oer Weiß­erde,

Fl. V Nr. 166' jn, 779 qm Acker, 606 qm Wiese daselbst öffentlich versteigert.

Auswärtige Bieter haben ihre Zahlungsfähigkeit lutchzuweisen.

Gießen, den 26. Juni 1907.

Großherzogl. OrtSgericht.

I. Kelter.

(Marburg).

-fiuWeWerW Ser ^oDröfäile mbn3fe6t6it$tii

24. Woche. Vorn 9. bis 15. Juni 1907.

Einwohnerzahl: angenommen zu 30 000 (infl. 1600 Alann Militär). Sterblichkeitsziffer: 13,86 %e, nach Abzug von 3 Ortsfreniden: 8,66 7oc.

Kinder

ES ft arbeit an: Zusammen: Erwachsene: im vorn

1. Lebenchahr: 2.-15. Jahr

Pergeblllig non Ustrcicherllrbeitcl!.

Die in 3 Lose geteilte Anstreicherarbeit für die Instandsetzung der Anschlagstafeln, der Fußgängerbrücke über bte Oberhessifchen Eisenbahnen und fonstigen Geländer, der Baumschutzgitter und der Geländer beziehungsweise Einfriedigungen in den Anlagen, soll

Dienstag den 2. Juli, vormittags 11 Uhr

Summa: 8 (3) 5 (3) 3 (0) (0)

Anm.: Tie m SUammeru gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle m der betreffenden Nrankheit auf von auswärts nach Gießen gebradite Kranke kommen.