JL57* Jahrgang
Erstes BlaLL
Geüeral-ARzeiger für Obechchm
liotativnrrruck und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und §teindruLer«t. TL Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei; §chu!str
linienplans nottoenbig macht. Die Versammlung ist damit ein*
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und die damit in Verbindung stehenden Anstalten. Die allgemeinen wissenschaftlichen Angelegenheiten und die Angelegenheiten der Kunst sind dem Wirklichen Geheimen Oberregierungsrat Dr. Schmidt als Dirigenten unterstellt. Die Direktorialgeschäste £ür das höhere Unterrichts- wesen sind dem Unterstaatssekretär Dr. Weder übertragen worden.
Heichelheim will den Vorsitzenden beauftragt bezügliches Projekt bis zur nächsten Sitzung vor-
wisser internationaler Fragen ihre Anwendung gegen früher erheblich erleichtert worden. Schließlich betrachtet Bourgeois es auch als wichtig, daß 8. die Konferenz selbst die Zeit festgesetzt hat, zu der die
jährlich Mk. 2.20; durch ► Abhole- u. Zweigstellen
monatlich 65 Pf.; durch diePostMk.2.—mertel- jährl. ausschl. Bestellg. ZeUenpretS: lokal IbPf^ auswärts 20 Pfennig»
Verantwortlich
Mr den politischen teil: L. Anderson; f. Feuilleton und .Vermischtes" P. Wittko; sür .Stadt u.^anb" und „Gerichts- i saal": E. Heß; sür den »ge ««- Anzeigenteil: H. Beck.
nächste Vereinigung dieser Art zusammentreten müsse. Damit sei ein neues Räderwerk im internationalen Verkehr geschaffen, das den Verkehr im Sinne des Friedens lebendig erhält.
Auch der deutsche Delegierte Frhr. Marschall von Bieberstein hat sich von einem französischen Journalisten über die Friedenskonferenz ausfragen lassen.
Herr v. Marschall empfing den französischen Journalisten sehr liebenswürdig, doch glaubte dieser während der ganzen Unterhaltung ein ironisches Lächeln die Lippen des deutschen Diplomaten umspielen zu sehen.
Ueber das allgemeine Resultat der Konferenz sprach sich v. Marschall befriedigt aus, freilich immer mit seinem skeptischen Lächeln. Er bedauerte nur, daß man im Anfang mit unnützen Formalitäten so viel Zeit verloren habe, gab aber zu, daß über einigen Fragen, unter anderen über das Prisengericht, über das Neutralitätsprinzip und über die Seeminen eine Verständigung erlangt sei. Die Minenfrage behandelt er dann so gründlich, daß der journalistische Besucher, der ganz etwas anderes erfahren will, wie auf glühenden Kohlen sitzt. Endlich fällt die Frage nach den Ursachen von Deutsch la ndsHaltung gegenüber dem Schiedsgericht, v. Marschall antwortet: „Unsere Stellung war sehr einfach. Man lud uns ein, einer Art Weltvertrag — traite mondial — berzustimmen, der zwischen allen an der Konferenz beteiligten Mächten geschlossen werden und die Falle bezeichnen sollte, in denen das Schiedsgericht obligatorisch sei. Das Projekt schien mir weder ratsam noch ernsthaft, weil die Liste der aufgeführten Fälle nur sekundäre Möglichkeiten vorsah, sonst aber große Lücken aufwies. Wir wollen nicht mit allen Ländern unterschiedslos verhandeln, wir wollen namentlich über eine Verpflichtung zur Anrufung eines. Schiedsgerichts nur mit Staaten, die von uns gewühlt sind, besondere und aus freien Stücken vereinbarte Vertrüge abschliehen. Wir werden solche Vertrüge zuerst mit jenen Staaten schließen, die uns eine gewisse Gemeinschaft der Interessen, Empfindungen und Traditionen bieten. In zweiter Reihe sind die konstitutionellen Schwierigkeiten enorm, die sich bei der Redaktion eines solchen Weltvertrages bieten mühten. Es wäre niemals eine Gleichmäßigkeit in der Geschäftsführung zu erzielen. Endlich, wenn ein solcher Gerichtshof schon auf dem Papier steht, wie soll man ihn tatsächlich konstituieren? Wenn man den Wunsch der südamerikanischen Republiken erfüllen wollte, brauchte man 46 Richter! Nein, es sind sehr schöne Reden über die Frage gehalten worden; aber das Mittel, die praktisch sich ergebenden Notwendigkeiten mit der Theorie von der .Gleichheit der Staaten
Die tzrgcl'niffe der 2. Kaager Inederrskorrferenz.
Seit Monaten tagen im Haag die Delegierten der Mächte und es ist dem Außenstehenden nicht leicht, sich aus dem Wust der langen und auch langweiligen Verhandlungsberichte ein klares Bild von den positiven Ergebnissen dieser zweiten Haager Friedenskonferenz zu machen. Es ist daher nicht ohne Wert, einmal aus kompetentem Munde eine kurze Darlegung der Hauptergebnisse der Friedenskonferenz zu hören. Der französische Delegierte L6on Bourgeois hat einem französischen Berichterstatter folgende Punkte genannt, die als das wesentlichste Rejultat der Haager Beratungen anzusehen sind.
1. Den Beschluß, die im Jahre 1864 für den Landkrieg vorgesehene Uebereinkunft auch für den Seekrieg anzuwenden, d. h. Hospitalschiffe unter den Schutz des Roten Kreuzes zu stellen und sie vor Angriffen zu sichern; 2. die Vorschriften, die den Landkrieg weniger grausam machen sollen; 3. den von General Amourel ausgearbeiteten Mechanismus für die f o r m e l l e Kriegserklürung. Die französischen Benmhungen, eine Frist zwischen Kriegserklärung und der Eröffnung der Feindseligkeiten festzufetzcn, haben zwar keinen Erfolg, Amourels System würde jedoch gestatten, vor Ausbruch des Krieges über die Stimmung der öffentlichen Meinung klar zu werden, und eventuell die Vermittlung einer dritten Macht ermöglichen; 4. die Formel für die Rüstungsbegrenzungen; wenn diese Formel auch durch die Weigerung gewisser Mächte, an der Diskussion teilzunehmen, nur platonisch geblieben sei, so beweise sie den Regierungen doch, wohin die Wünsche der Völker sich neigen; 5. die Einsetzung des internationalen Prisengerichts- Hofes, der als die beste Anerkennung eines Jnternatio- nalitätsprinzipes im Verkehr souveräner Staaten betrachtet werden mutz. An der Lösung dieser wichtigen Frage, die bisher als Utopie galt, habe außer dem Franzosen Reg- nault vor allem Deutschland hervorragend mitgewirkt; u. die erzielte Einigung über die juridische Gestaltung eines dauernden internationalen Schied s-
PoUtsßche Tagessch^rL«
Zu Tr. Alrhoffs Rücktritt.
Nachdem der Rücktritt des meistgenannten preußischen Ministerialdirektors, Dr. Althosfs vom Kultusministerium, nunmehr zur Tatsache geworden ist, treten dessen Freunde und Gegner nochmals auf den Plan zur Würdigung und Kritik der tiefgreifenden Lebensarbeit dieses Mannes an hervorragender Stelle der Regierung. Auf der einen Seite heißt es: „Der größte Schulpolitiker Preußens seit Wilhelm v. Humboldt" — auf der anderen: „Ein Menschenverächter, ein Mann verletzender Rücksichtslosigkeit . . Der Sitz im preußischen Herrenhaus, neben dem Grafen Posadowsky, ist Dr. Althosfs Alterrteil. Zwei politisch grundverschiedene, an geistiger Bedeutung und Eigenart der Persönlichkeit sich gleichende Männer. Von Herrn Alt- hoffs Nachfolger, dem Geheimrat Dr. Naumann, ist nichts weiter bekannt, als daß er im Ruf eines aufgeklärten und ungewöhnlich befähigten Verwaltungsbeamten steht. Ob er mit dem System Althofs brechen wird, bleibt abzuwarten. Das Abschiedsgesuch des Mi nist e- rial-Direktors Dr. Alt hoff wurde unter dem 23. September genehmigt. Gleichzeitig hat der Kaiser Herrn Althoff in das Herrenhaus berufen und zum Kronsyndikus ernannt und seiner Verdienste in einem besonderen gnädigem Handschreiben gedacht. Letzteres hat folgenden Wortlaut: „Mein lieber Wirklicher Geheimrat Dr. Althoff!
Sitzung Oer Stadtverordneten.
Gießen, 27. Sept. 1907.
Anwesend: Oberbürgermeister Mecum, die Beigeordneten Curschmann, Georgi und Heyligenftaedt, sowie die Stadtverordneten Brück, Dr. Ebel, Eichenauer, Emmelius, Euler, Faber, Gabriel, Dr. Gutfleisch, Dr. Haberkorn, Haubach, Heichelheim, Helm, Huhn, Jann, JugHardt, Leib, Löber Loos, Orbig, Petri, Schaffstaedt und Wallenfels.
Der Vorsitzende heißt die Versammlung in der ersten Sitzung nach den Ferien herzlich willkommen.
Mitteilungen.
Vom Staatssekretär des Reichskolonialamts ist ein Schreiben eingegangen, in dem sür die bereitwillige Beurlaubung des Stadtbaumeisters Braubach gedankt wird. — Von Witwe Schmidt in Rödgen ist ein Dankschreiben für die ihr gewordene Zuwendung eingegangen.
Bezüglich der durch den Weggang des Berg. Curschmann erledigten Beigeordneten st elle wird mitgeteilt, daß ^auf die Ausschreibung hin 62 Meldungen erfolgt sind. Die Vorschlags- und die juristische Kommission haben die eingegangenen Bewerbungen bereits gesichtet und sind mit denen, die vorzugsweise für die Stelle in Betracht kommen, in Verhandlungen getreten. Es wird dieser halb schon in Kürze Vorlage gemacht, loerden. , t„
Vom Bezirksverein „Südwest" W eine Eingabe an bie Versammlung gerichtet worden, Verhanollrngen mit der Eisenbahnbehörde einzuleiten, damit in Zukunft das mit her Eilen* bahn ankommende Vieh nicht mehr durch die Bahnhofstraße und West-Anlage getrieben werden muß. Es sei dies, abgesehen von der Benachteiligung der berührten Straßen, eine Schädigung des Personenverkehrs und einer Stadt von der Größe Gießens nicht würdig. .. r r„ . , r
Stadtv. Wallenfels hält dre Eingabe ftlr sehr berechtigt. Die unbedingt nötige Abhilfe sei leicht zu schassen. Man brauche die Viehrampe blos in den Güterbahnhof zu verlegen.
Der Vorsitzende teilt mit, daß noch eine zweite den gleichen Gegenstand betreffende Eingabe von mehreren Einwohnern eingegangen sei, sowie ferner, daß schon sein Amtsvorgänger den Vorschlag gemacht habe, zur Abhilfe des bestehenden Uebel- standes den Viehmarkt an den Güterbahnhof zu verlegen. Dies sei aber damals von der Versammlung abgelehnt worden.
Stadtv. Löb er meint, es liege bereits ein Beschluß vor, daß die Viehrampe in den Güterbahnhof nach der Margaretheu- hütte zu verlegt werden solle.
Ter Vorsitzende bemerkt, es handle sich um das Vieh, das als Eilgut ankomme. Die Eisenbahnbehörde habe erklärt, sie sei außerstande, .Abhilfe zu schaffen, weil der Bahnhof be-.
und der Souveränität der Vtäch'te zu vereinigen, ist noch nicht gefunden." „Eins aber," so setzt Herr v. Marschall nach den Worten seines Befragers tröstend hinzu, „können Sie ruhig erzählen, daß die Politik immer von den Debatten der Konferenz ausgeschlossen blieb."
und erklärt schaffen.
Stadtv. wissen, ein zulegen.
Stadtv.
schränkt sei und durch eine Verlegung der Viehrampe nach bet anderen Seite sämtliche Schnellzugsgleise gekreuzt werden müßten.
Stadtv. Schaffstaedt ist der Ansicht, wenn die sthr wünschenswerte Beseitigung der Viehtransporte durch die Stadt jetzt nicht stattfinden könne, solle man wenigstens den Weg beschränken. Dies könne geschehen, wenn man den Weg nach dem Wieset Durchlaß zum Zwecke des Viehtransports verbreitere.
Beig. Georgi betont, daß es sich hauptsächlich um den Transport von Schweinen handle, die meist Sonntags ankommen, es ebenfalls für dringend notwendig, Abhilfe zu,
_______ Schaffstaedt beantragt einen Beschluß, daß man, von der Eingabe Kenntnis genommen habe und sich an die Bahn- Verwaltung gewendet habe, um Abhilfe zu schaffen.
Stadtv. Wallenfels wünscht, daß auch die Handelskammer: sich der Sache annehme, was Stadtv. Heichelheim anregen will.
Stadtv. Haubach hält die Verlegung der VichladerampS nach dem Güterbahnhof für durchführbar. Namentlich der Einwand bezüglich der Schnellzugsgleise sei nicht stichhaltig, fra ja?, auch anbere Wagen nach der anderen Seite überfiihrt rvürderm
Der Vorsitzende faßt das Resultat der Aussprache dahin; zusammen, daß die Versammlung mit ihrem früheren Beschlaft die Verlegung der Laderampe nicht abgelehnt habe, und will auf dieser Grundlage erneut mit der Bahnverwaltung verhandeln^
Die Versammlung ist damit einverstanden.
Oberbürgermeister M e c u m macht auf das zur Ansicht ge--. brachte Gemüse von der städtischen Klärbeüenanlage aufmerksam-
das außerordentlich groß und schön ist.
Die Kanalcebiihrensrage.
Die Entscheidung des Ministeriums Über die vor einigens Monaten beschlossene Gebührenordnung für die städtischen Kanäle' wird samt Begründung verlesen. Wir haben den ablehnendem' Bescheid des Ministeriums samt den hierfür maßgebenden Gründen seinerzeit mitgeteilt. Eine Debatte knüpft sich nicht an dies Mitteilung an. Der Vorsitzende will die wegen Ausstellung einer; neuen Gebührenordnung erforderlichen Kommissionsberatungen nach Möglichkeit beschleunigen.
Baugesuche.
Karl T e x t o r will auf der Liebigshöhe in dem bereits genehmigten Ausbau der Halle zwei weitere Kamine errichten^ wofür Dispens erforderlich ist, weil es sich um einen Fachwerk-" bau handelt. Der Dispens wird befürwortet , j
Der Verein für innere Mission bedarf des Dispenses? wegen eines Anbaues an die Herberge zur Heimat hinter dep West-Anlage, da der Bau 10.60 Meter hoch wird und die Breite der Straße nur eine Höhe von 9.20 Meter zuläßt. Auch hiersüp
Pr. A27 »r|d)cmt tS-Nch außer Sonntag-.
Dem Gießener Anzeiger Werden im Wechsel mit vm hessischen Landwirt blätter viermal in der und
-iveimal wochentuch onv ßreicblatl für ocn Kreis Lieben. Fernsprech-An- M)lußs.d.RedaktronN2 Verlag u. Expedition 51 Adresse tüt Depeschenr Au-etger Gießen.
Annahme von Anzeigen sür tue Lagesnummer vormittags 10 Uhr.
beschließt man Befürwortung.
Jakob Muth hat an der Frankfurter Straße einen Neubau- ' —. errichtet, bei dem, wie der ausführende Architekt mitteilt, eiuj — Der Ab- Teil der Hinteren Wand in Fachwerk ausgeführt wurde. Es> t wird mit Rücksicht darauf, daß die Arbeit ohne vorherige Einholung erfolgt ist, gemäß einem früheren prinzipiellen Beschluß die erN
verstanden. ,
In der Wilhelmstraße hat Gustav Belitz einen Neubau/ errichtet, der nicht, wie vorgeschrieben ist, 3 Dceler von der fltach-, bargrenze entfernt ist. Er hat sich deshalb an das Ministerium! gewandt, umt Dispens von der Bestimmung zu erhallen, daß in diesem Falle die Wand als Brandmauer ausgeführt werden» muß, also keine Fenster erhallen darf. Der Eigentümer des, Nachbargrundstückes ist damit nicht einverstanden und fordert für; die zur Beibehaltung der Fenster notwendige Abtretung eines- Geländestreifens einen sehr hohen Preis. Die Versammlmig hat; gegen die Belassung der Fenster nichts einzuwenden, da es fid# nur um wenige Zentimeter handelt und der Bau in keiner Weistz mißständig ist.
Ein Baugesuch des Karl Bönning er von Neuhausen infi der Schweiz betrifft die beabsichtigte Anlage eines großen Favrik-f Etablissements — einer Stahl- und Weicheifen-Gießerei am Erdkauter Weg zunächst der Gelnhäuser Bahn. Das Hauptgebäudes das 150 Meter lang werden soll, würde allein im Rohbau 150 000^ Mark erfordern. Der Dispens, der notwendig ist, weil biß Anlage außerhalb des städtischen Bebauungsplanes zu liegen; kommt, wird befürwortet. Zu der Errichtung der Fabrik isv, außer anderen Grundstücken ein dem städtischen Hospital ge-r höriger Acker erforderlich, und die Armendeputation schlägt vor,2 den Verkauf zu 3 Mk. für den Quadratmeter, zusammen 49 8301 Mark, nur unter Bedingungen zu genehmigen, die eine Ausnutzung des Geländes zu Spekulationszwecken ausschließen. Der Ueber-- gang des Eigentumsrechtes soll bis zum 1. April k. Js. erfolgen^ der Bau soll spätestens am 1. Okt. 1908 beginnen und ein Jähr' später vollendet sein.
Stadtv. Dr. Ebel fragt an, ob _es sich nicht angesichts deL^ Umstandes, daß man damit einen größeren städtischen Grundbesitz aus der Hand gebe, nicht möglich sei, eine, Bestimmung iw den Vertrag aufzunehmen, wonach die Stadt bei einem etivaigen- Verkauf des Etablissements an dem entstandenen Wertzuwachs beteiligt werde.
Beig. Curschm ann hält dies kaum für durchführbar, dch das Gelände zur (Ämöglichung des Baues erst mit anderen Grunde stücken zusarnmengelegt werden müsse und meint, man solle daÄ freudig zu begrüßende Unternehmen nicht durch solche Bedm- gungen erschweren.
Der Vorsitzende ist derselben Ansicht und bemerkt noch^ daß mit der Einführung der Wertzuwachssteuer, die nach seinem Informationen in allernächster Zeit zu erwarten sei, das von Stadtv. Dr. Ebel gewollte wenigstens zum Teil erreicht werde.. Auch die Stadtv-v. Wallenfels und Eichenauer fmb der Ansicht, daß man keine weiteren Bedingungen stellen solle, um das Zustandekommen des Unternehmens nicht zn gefährden.
Auch Stadtv. Dr. Ebel begrüßt die neue industrielle Anlage freudig und bemerkt, daß das, was er angeregt habe, auch.mrder^ wärts schon geschehen sei.
Der Verkauf wird mit den van der Destillation vorgeschlagenery Bedingungen genehmigt.
Einsprüche gegen Bebauungspläne.
Auf Antrag des Vorsipenden wird der auf der Tagesordnung der nichtöffentlichen Sitzung stehende Einspruch des Hernr Gut^ mann gegen den Bebauungsplan für das Gelände zwischen Mlltelweg und Veterinärklinik in öffentlicher Sitzung verhau-» delt. Der von Rechtsanwalt Rosenberg im Auftrag von Gubi mann erhobene .Einspruch richtet sich gegen die Anlage der neu^
ger ichtes. Die Schwierigkeiten für einen solchen Schieds- Gerichtshof auf politischem Gebiete und die Frage, wie seine Wirksamkeit sich praktisch ausbilden müsse, f
nicht gelöst, doch feien wenigstens 7- die Grundsätze ^irLichen Geheimen Rat Dr. Althoff/ für die schiedsgerichtliche Erledrgung g e - ’
Freitag Ä7. September 1607
Bezugspreis:
monatlich75Ps., viertel-
Nachdem ich Ihr Abschiedsgesuch mit Rücksicht auf Ihre Gesundheitsverhältnisfe zu meinem Bedauern habe genehmigen müssen, drängt es mich, meiner Anerkennung und meinen Dank für Ihre mir und dem Vaterlands geleisteten langjährigen und erfolgreichen Dienste erneuten Ausdruck zu geben. Um Ihre wertvolle Kraft noch ferner dem öffentlichen Wohle nutzbar zu machen, habe ich Sie auf Lebenszeit in das Herrenhaus berufen und Sie zum Kron- r syndikus ernannt. Ihr wohlgeneigter und dankbarer
:, Men ireuitg Wilhelm. I. ß. Memel, den 23. September 1907. An
iostaestellt und Saug Dr. Althosfs hat zu s o l g e n d e n A e n d e r u n g e n
J in den Abteilungen des Ministeriums Anlaß gegeben, ^er | forderliche Dispensbefürwortung nicht gewährt,
zum Ministerialdirektor ernannte Wirkliche Geheime Ober- Ludwig Huhn will Ecke Wetzsteingasse und „Auf der Bach^ reaierunqsrat Dr. Naumann übernimmt die Leitung einen Neubau errichten, der eine kleine Korrektur des Flucht der Abterlung für Universitäten und Teeynssche Hochschulen


