Ausgabe 
23.2.1907 Zweites Blatt
 
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Nr. 4G

Zweites Blatt

157. Nahrgaug

Samstag 23. Februar 1907

Gießener Anzeiger

Trfcheinl tSgllch mit Ausnahme deS Sonntags.

General-Anzeiger für Gberhesjen

9ioianon5bnjcf und Verlag der Br üblichen IbiLDtrfuäifl - Buch- undfemDrudctci.

9t Lange. Öiefccn.

Redaktion. Exveditton unb Druckerei: Sdml- stratze 7. (txpcöuion und Verlag :#e> bL Redaklioru^-sK l 18. leL-8lbu;tinjrtQcr<Äiefecn.

Die ..Lietzener ZamiliendlStter" werden dem ,9liuetflcr' viennal wöchentlich beigelegl, da- Krcisblati für den Kreis Sichen" zweimal wöchentlich. TerReifliche Landwirt" erscheint monatlich euunaL

T'reuhifchiS Abgordnetrnlinus.

Berlin, 22. Februar.

Beim flapiklStrafanstaltSverwaltuua' fordert Abg. Strosser (tons.) die Bessere - g dir Slrafanstalis- gemlichen. Die Ulagcn über die rurrenz durch die 0>cfängni8arbcit feien schon .. luie cs Gefängnisse gebe, Ganz würden sie nie verituuuncn. Lurch Beichas- iiflimg der Gefangcmn in der ^anDwirtschaii, bei der Moorluttur u. j. iu. würden viele UebrlsiänDe uciiUigt werden lvnncn.

Lie dauernden Ausgaben werden bewilligt. Tie ein­maligen und augcrocdrnilichcn Ausgaben werden ohne Ec- orlerung genchnugt. Dann i|t der Uiat dcö Ministeriums des Znnern erledigt.

Um neuer '4.0straub »n Rußland.

Warschau, 22. Fevr. Urne Bande von 15 Personen verüble heule einen Ranvansall auf eine Posisillaie. Em Beamter wurde g etüte 1, drei Soldaten und drei Posi- beamte wurden jchiver verwundet. Lle Taler sind ent- lommeiL Ulrich aus dem Publlkum ivnrde eine Perj0n getütet und vier verwundet. Lle geraubte Summe beziffert sich auf 11 uuu Rubel. Lie Zahl der getoieren uno verivunüelen Periouen beträgt nach den legten Ateldungen 11.

Ilc muc §>a|länOißunfl iiöer die Lebrelgeliätter.

B. B. Darmstadt, 22. Fedr.

3m FlnanzauSschuh der Zweiten Kammer fand heute mittag noch eine Schlußberainng mit den Vertretern bee 'Jtcgierung, von der Slaatsnnnislcr Ewald, Finanz- miuislcr Gnauth und Diininec deS Innern Braun, sowie die Mmiilcrialräle Dr. Becker und Dr. Lüsfert zugegen waren, statt. Den Gegeniiand der Beratring bildete der Rachuags- etal, insbesondere die ^ehrergehaltSfrage. Aiiiuner Braun gab zunächst die Erklärung ab, Dag sich die Regle» rung entschlossen habe (nachdem m dec vorigen Sitzung Vor­schläge' ziic teilweisen Deckung einer weitcrgehendcn Erhöhung eutjclnec Gehaltsstufen gemacht worden waren) dem Antrag dec Abgg. Haas und Dr. Osann entsprechend tue vier nnter 11 en GehaltSstufen zu erhöhen, und zwar auf 1200 Mk. vom 1.3. Jahr, 1350 Mk. vom 4.-6. Jahr, 1500 Alk. vom 7.-9. Jahr und 1650 Mk. vom 10.12. Jahr. Bon da ab sollen dann die in der Regierungsvorlage an­gegebenen Gehaltssätze, also 1800 Mk. vom 13.15. Jahr, 2000 Alk. vom 16.18. Jahr, 2200 Alk. vom 19.21. Jahr, 2400 Ml. vom 22.-24. Jahr, 2600 Alk. vom 25.27. Jahr, 2800 Alk. vom 28.30. Jahr und 3000 Alk. von» 31. Jahr ab beibehalten werden. Die durch die Aufbesserung der vier untersten Gehaltsstufen, die m der Regierungsvorlage aus 1100, 1250, 1400 und 1600 Mk. festgesetzt waren, ersorber- lichen Mehrausgaben werden sich auf 55 200 Alk. belaufen. Finanzmmisler Gnauth besprach darauf die Frage der Auf. btmgimg deS Mehrbedarfs und erklärte, dag die Regierung die vom 'Jlbg. Reinhart in Vorschlag gebrachte Erhöhung des Jagdstempels von 25 aus 30 Alk. alzepliere; diese Erhöhung müsse durch eme Abänderung der bell'. Verordnung erfolgen und werde etwa 24 000 Alk. bangen. Les weiteren glaubt der Herr Fiuanzmmister, bag sich der noch fehlende Rest deS Deckungsbetrages durch eine Zinsersparnis werde aufbringen lassen, die bei einer langsameren Abnahme von Teilbeträgen der neuen Zwanzig.AtiUionen-Anleihe sich er­geben würde.

Abg. Tr. Osann gab nochmals zur Erwägung, ob nicht möglich märe, einen Teil des Mehrbedarfs anstatt aus der Iinmobiliensleuer auS den direlten Stenern, insbeiondere den Veruiögenssteuern, zu decken. Der Finanzmlnislec ent- gegneie jedoch, bau eine Erhöhung bet direlten, speziell der VecinügenSlleucr, auf den eliljchiedensten Widerspruch beider Sländekammern flogen würde; die erste Hammer werde zweifcl- loS inner keinen Umständen darauf emgchen. Slaatsniinlstec Ewald wies darauf hm, bay die Wohnungsgeldznschüsse bei Beamten in ber Hauptsache den Städten zugiite tüinmen würden, weil dort die Mieten bezahlt würden. Es sei des­halb auch recht unb billig, bah die gröberen Werlobsekte m den Städten mehr zu den Stcmpetabgaben herangezogen werden. Besondere Genugtuung un Anschluss erregte bann die weitere Mitteilung der Regierung, bag sie sich entschlossen habe, von jetzt ab auch bad Militär dien stjahr der Lehrer als Besolünngsdienstzeit in Anrechnung zu vrmgen, einerlei, ob das Mlliiärjahc vor oder nach bestandener Tefilutorialprüfung abgeleistet wird. Durch diese Bestimmung, die bei den Beamten nicht besteht, wird besonders die Zahl dec die untersten Gehälter beziehenden Lehrer wesentlich ver­ringert werben. Mehrere Ausschugmltglleber sprachen sich über das Entgegenkommen der Grogh. Regierting sehr erfreut aus. Schließlich nahm ber Ausschuß eininmmig sowohl bie yon der Regierung vorgeschlagenen LehrergehaltSaufbessecungen wie die ganze Rachtragsvorlage einstimmig an.

Abg. Ulrich, der sich früher gegen die Abänderung der Urkundenstempel erklärt unb dafür eine Erhöhung der pro» grell tuen Einkommensteuer verlangt hatte, war in der Sitzung mchl zugegen.

Deutsche» Ueich.

Berlin, 22. Febr. Wie der Voss. Ztg. gemeldet wird, hat ftönig Eduard au Kaiser Wilhelm kürzlich ein Handschreiben gerichtet, worin er erklärt, datz fem Aufenthalt in Paris keinen politischen Zweck gehabt habe sondern lediglich als Privatbesuch aufzufasseu sei.

Die rltordd. Allg. Ztg. erhält folgende Zuschrift: Mil Bezugnahme ani eine 1,10113 der Ueimuma vom 20. Fe­bruar mit der Ueberjchrul2ev F t 0 1 t e n - H e i m als Tennn - 51 am, 111 welcher gejagt wird:llebevljaupt sind vorn ß-loneii- verein aus Redner, welche gegen De rn bürg sprachen, in ber Reichskanzlei denunziert worden, und General Heim ivub nicht die Stirn haben das zu leugnen", bitte ich um Au'nayine der Erllarung, daß die Rotiz in allen Punkten unwahr ist.

Die 2tordd. Allg. Ztg. fügt hinzu: Wir sind von zuständiger Seite ermächtigt, diese Erttarung vollmhalUich zu bestätigen.

Der Abg. Dr. Arendt von der Reichspartei hat mit Unterstützung 1 einer Partei im Reichstag den Antrag ge­stellt, den Reichskanzler zu ersuchen, in Anbetracht der schweren Schädigung, welche durch die dauernd hohen Diskontsätze der Reichsbant dem Erwerbsleben erwachsen, eine umfassende Unlersu ch un g herbeizu- sühren, ui welcher Weise Abhilfe zu schassen ist und die Ergebiiisse dieser Untersuchung bei der bevorstehenden Erneuerung des Privilegs der Reichsbant' zu berücksichtigen.

Bremen, 23. Febr. Die beiden hiesigen fiei|innigen Vereine haben sich heule unter dem Rainen Bremer Ver­ein ber freisinnigen V 0 lksparle 1 vereinigt.

Honüanj, 23. Febc. Dec langjährige Führer ber hiesigen Sozialdemokraten, 9ieichs- und Landiagskanbidai 5lcohn, wurde von ber Genecalverjammlung beS fozial- demolraliichen Vereins aus ber Partei aus geschlossen. Älecaulassung bazn gab bad Verhalten Hrohus den bei ihm bejchäfiiglen Acbi lern gegenüber.

s.aor unc tuno.

0) legen, ben 23. Februar.

** Ehrenpromotion. Die philosophische Faluliät der 12anbcL^Uniüct|uäi hat den Senaispraiideiiten am Preußischen Oberoerivuliungsgerichl, Wictl. Gehenncn Ober-Reglernngsiai Bernhard Fuislliig wegen seiner Vecdieii|ie um die Förde­rung dec Ftnanzwisseiifchast zuili Toltoc hunoi is causa promoviert.

* Gießener Kunstverein. Ta ein Teil der gegen­wärtig üuyyeiieiLUit kniDet fwon nächsten Mvnatg durch a.wcce uctoiungt worden wirv, sei uaunii yuigcjuüicn, uay auuj vres- imu iemt Unteres falUes uiu) Vedciucno^v zu sehen ist. chu etitet Xuue gut diese.» cuu von den padeiui teuenaiuabrcn, swu uno Inert geiuaitrn Brrüecn O. Heia> er 1 S-Uolngsverg, ui deut man einen -schulet: oder Geistesverwandten xcuuiaiuis erteuuen darf. Tascnic.eiißi.bi.t der ^cusarmee", taj vauiLienuyu unb das Serbstporttat ueroieneu besonders btivuiOubauen zu luerüc«. xas sihvn Migckündigte neue Bild von B>. Thictatann- Loulingshaufen, eine zum Lanz sich iajmüacnbe ^chwutuierin, reiht siw würdig Der seterlicher^n XsaiiQjutijctui an. Gute M1.1v» zahl zierlicher wcuiiaturtanojchaften von id. r 0 e f e r und eine neue, ganz boiitcmiaje Lvinreriaiibschan von Al. Bacthel- Giegen, Die Den Munftlcr wieder beträchtlich gewachsen zeigt, bieiuen erireulicycriueiie noch einige Zeit ausgestellt, "auf auye- uieines Znlerenc 'uurien oie Lei» uno Pan^iiporträts von ,\i.

11 d e 11»Gtegen rechnen. Die, wenn auch nicht alle gleuij gut gegiuat, von neuem von Dem tüchtigen streben uno rtipettamen Mumien Dieser heimischen ioilbnidmaieriii Zeugnis abuguiu^

2o. S.

* * Theater»Bauverein. Gestern wurde im Sitzungssaal der Stadtverordneten -Versanmilung von F-reunoen und Fördereril des Gedameiis der ^healer- ^rundung ui der Stadl Gießen nut i Stadtvcrtrelung eine Gescllschaft m. b. H. unter dem . unen Dheater- ba ude r e 1 n G. m. b. H. gegründet. Der Gesellscyasi gehören Öti RiitgUeder an, vas Stammtapital betrügt 4uUuUU Rtk. An die sormclle Grülidung sci)i0sj sich bitcn die erste Generalversammtung, in der L/betburgennci|ier 2Vi e cu nt, beziv. dessen Stellvertreter, sowie die Herren Pros. Fromme, Beigeordneter LvommerztenralHeyligenstaedt, -Ltadtverordnelcr Haubach, und Stadtverordneter Xüinnier= zieiiiat Heichelheim zu Gefchaslssuhrerii der Geseuichasl ernannt wurden. Der Dhealerbauveretn wird auigeiuji mit 1. Juli 1936, das Theater nebst Zubehör verleibt darnach der Stadt Gießen als Bergüiuiig sür Die un­entgeltliche U-verlasfung des Bauplatzes.

* * iu. u» u e i.. vtuu .Lüdttheaters.

Lurch die Bereitwilligkeit ber Herrschaften, bie in Preztosa Die Chöre verstärkt haben, ist für morgen Sonntag abcuD noch eine Aufführung Des Werkes in Der ersten Besetzung ermöglicht worDen. Eine roeilcre Aufführung des Stuckes, etwa als Voltsvorstcllnng, ist sür Dieses Jahr ausgeschlossen. AIS Volksvorltcllung geht am Sonnlag nachnulkag Das Bolls- stück »Elfe vorn Etienhoj* in Szene. Zn betbe.i Sonn- iag6üür|ieUimgeii wtcD nochmals Frl. Lau ter mann aus Larm'iaDt gaiueren.

Das Promenabekonzert finbet morgen in der üblichen Welse stall.

* G a st w r r t e v e r s a m m lu n g. Alii Veranlassung des hie- ligen Castwirieverems lanD am Lonnerstag un Renen oaaibau eme üUflemciue G a |i w l c t e v e r s a m nr 1 u 11 g |iatt, Die von über 2uu 'tiluien aus oiabt unD oen uinliegeiuen Luiaja'icn besucht war. irueniüUs waren Vertreter Des Gasiwirteveiems Lira Dor'-RoDheun, sowie auch Der «cgnoiliis Des hiesigen lÖiuucieiuoiuauDes amueienD. Jlaä) einem langeteu eingeijeiioen Re'erat Des Derzeuigen Vorlitzenoen Des Vereins Gusiirnrt us10 wsty miü antyieoiyev sachlicher bebaue, war Die Veriamnilimg emsinmnig Der 2insichi, Dag uuoige Erhöhung aller Hebens- und nxisienzmuie preise, Der Arbeitslöhne >uc Das Vcrional, Der Steigerung auer am Dem Gailivirisgewerbe bernhenDen Unionen, Des ^egialies aller vievenleisiungen uno Ver- gimHigiuigeii seitens Der Brauereien, Die ALirischaiten, Die ia|i aus» nuljinsiüy u,i> Sir. Bier zu lz V ü- ueu. rn, u.uji mein kzisienzmi-ig seien unD e-j DringenD geboicu i|i U,4 r..r. Vier zu 12 V'g-, un Vier zu 15 Big- zu veuumeiu Rach ^nliajitieuii Des Veschlusies lüciDen sich Die hiesigen tZlaschenbierhunoier eoensalts Dem üii|u)Uei>eii nno v,5 Lir. Bier in ^laichen nicht linier 14 Big. ueiuui eiu oeiuei eiyob Die Veriamnilimg cm,Innung 'Protest gLycu Den Bericht Des 2Uis|il)u||es in Der Zweiten Hunimec Der nanDstanDc, nach Dem IN ^ulunu Ußirie Du» A m i eines Burger m e 1 sters ober wemetnDerechners nicht mehr betleiücn Duc,en. Us ivmDe auieu.g angenommen, Dag IjieiDu^a) Die V.irte za Vurgern 1L Miajie Degia« Dien wurden unD Dag hiergegen eutigud) <511,111 gemacht lueioeu müsse. US gelangte Dann auch solgenoe Resolntion cui|tuiimig zur Annahme:

.xie heute im Neuen Saalban zu Eiegen tageube allgemeine (baiuuuieDciiammlimg Die von über 2Uu Bluten aus Der oiavi und oen rmnDorten Des itieqes lÄicgeu besucht ist, protestiert ener­gisch gegen Den Beschlug Des Ausschns,es Der 2. oianoeiammcr, nachdem tunmg hm, Bürte Der SanogemeuiDen Das Bmi eines I

Burgermeiiiers oöct Weiiiemöeieomeie mchi mehr betieiDeu Duiren. Durch Dielen Veichlug werden Die Wirie als Bürger zweuer^ttasss herabgeieisi, wogegen wir ofjenilich Einspruch erheben.'

Nachdem Der Vorsitzende noch tnrz Die Beitrel'tmgen DeS Dast- luuteoeieinfl und seine iLmrichinngen, Lierbclasse, paitpflichtlaiie, Uobtciiiüineiueit etc. erläuterte, wodurch ca. öu Brüte Dem Berent als WUiglicocr vertraten, schlag er Die würdig verlauiene Ver- lammhmg.

Grünberg, 23. Fcbr. Tie Wander-Haus- Ha l t u n g ü s u) u 1 e ves Aiu*i|e6 Gteßcn beciibigu heule den ui ueu letzten b Wochen hier avgehaiteiirii ^lur,uS, Oer ^.euncyincruincu auszuiveiscii i>uiie. Der nächste zvursus luuö ui Huugeli |iati|LuOeiu

'2i u s Dem Mieiie (yiieoberg, 23. Fedr. Auf Anregung des Ltreisrais Fe»; ivcrden am nächsten Montag in BaD-Ranheun und am Quilag ui Frtebbrrg Vorträge DeS tkanDivtrischasisichrers Dr. ^)v s s ma nn- oriedverg über ,'1)111111111- uno Vllunzenschmuck von Parisern und von Vor­garten' abgehalten luerOen. Fin Anichiug hieran soll Die Gründung, von Srlsveretnen, die Die Forderung Des Gacten- uuucd, Btumenschmuck von Häuserti u,tv. Den Vogelschutz, loiuie d'.e Beiampsiing von VstlMäenschaDlmgen bezwecken, siattsinden. on beiden Städten |uu> Nonutees, tvelchen iu a. oie Herren Burgermetsicr tttüljl-giicDbeig unb Br. ölaysec- Bab-brauheun angehoren, zur gordernng >n Dec Angelegen­heit jii|üinmeiigeiieicti. Ureisiat geh beabsichtigt nach unD nach ut allen «Orlen des Irreises, zmiächst in Den Stadien und größeren Itandorlen, Die GrünDung solcher Ortsverein- zu ueianid||en.

A Aus Dem Ufatal, 21. Febc. Der Bahnbau der neuen Launusbahn Uimgen-Weillal-Wetlinuiistec, Dec besonders un llsaiat und ui VaD-tlrauheim Interesse er­regt, iuuldc ansangs Zanuac begonnen, ^jnsolge Des un­günstigen Wetters mußten sie bereits unterbrochen werden, Fni oaUc nicht utivorhergesehene HmDernlsse emticteii, hofft man Die Bahn im Herbst Itiud Dem Verkehr übergeben zu tonnen. Die Bahniicecke hat eine klänge von ca. 22 Hila» meter und führt von Hungen nocDwestltch über Wilhetmsborf, Hunditadt, Grävenwiesbach, RaumsiaDt, AtonstaDt, Helnzen- ueig, Aulenschmiede naa) Wcllmunstet. Sie ivicD das llahn- unD Weiltal über Usingen direkt nut Homburg und Frank­furt verbinden. Aiich m Bad-Rauhenn vcrsolgt man Den Bahnbau mit größtem Fnlereffe, soll Doch Das mit Eifer ge­triebene Usaialoahnprojett Bad-RauheiniUsingen an obige Bahn angeschlagen werden unD unsere BadestaDt cbensallS mit Dem llaijnlül und Dem Hinteren Taunus verbinden.

Lauterbach, 22. Febc. Der hiesige Luruvecein hat eine Turnhalle erbaut, Die im Sommer eingeiveihi luerDcn soll. Die Turnhalle erhält zum AnDcnken an Den hier gebounen Adolf Lpiev, Dem Schöpfer Des Deutschen Schuliurnens, Den Atamcn Sp teßturn hatte. Der große liauiiche Bau eiuhäii äuget Dem Lnrnsaal, einen Gcsellschasis- iaul, Kegelbahn u. a. Räume auch zwei Wohnungen. LaS Gebäude lostet 50,000 llllack. Die oiaDt hat jährlich 800 Mart zum Bau bewilligt. Die EtNivethe soll uut einem Turnfest verbunden weroen, zu Dem Die Vereine des GaueS Hes'fcn emgelaben werden sollen.

Büdingen, 21. Fedr. Die Hochzeit der Prinzessin Atalhilde zu ^seiiourg-Buöiiigen mit deut rei­he mi von Heyt zu Herr ns heim sindet, wie der ^B. A. A." eriaijrt, am 11. Aprll statt.

** Darm stabt, 21. Febr. xeni Geh. Obecmedizinalrat Lr. Reid hart wurden zu seinem gestern gefeierten 70. Ge­burtstag zahitetche Ehrungen zuteil. Persoiilich überbrachten ihre Gluckivutische Der illlmi|ier Des Znuern Braun, die 'JJiugheDer der 'JJuiuiienaUbieüuiig sür össentliche GefunDheits- pliege, deren Vorsitzender, Ministerialrat Lr. Weber, mck luaim empfundincn Wollen em tunstoolles Geschenk überreichte, Der Hessische Medizinatbeainienverei, Der Durch seineil Vosttzenden, 'MeDtzlnaicat Dr. Pfannmutier aus Lfsenbach, em Album übergab. Für Den Aecztlichen Hceisuerein xaim|iaDt gratulierte Tr. Habicht, für Den Verein hessischer Zahnärzte Die Voc- lianDsmiigheDer Köhler und Lr. Repp, für den Hetlslälte- verein Geh. Reglecungsrat Tc. Dietz, für Die Volksküche hier Fmanzrat Spanier. Zahlreiche Lelegraiiime und Gralulaiionsichceiben, Darunter solche von Dem Vorsitzenden des Maij. Gesundheitsamtes, von Dem Dekan Der medizinischen Fakultät in Q) 1 e ge n und von Den Aerzten Der Hessischen Zrren« uiviQlt waren, wie wir Der Dacmst. Zig. entnehmen, emgilanfen.

KB. Larmsladi, 23. Febr. (Tel.) In Gegemvart I. ft. H. der Großherzogin faiu) gestern natijnntiag oie Generalversammlung Der He h oen reich von Siebold-^listuiig siaU. Der Vorsitzende, Ober­bürgermeister llttorneweg, sprach dem GrogherzogSpaare für das gerade un letzten ^ahr wieder in so reichem iLHaß beteiligte Znierejse an oer sauglingssürsorge und anderen humanitären Veslreoungen luauncn Dant aus und leckte nut, dag das Herrscherpaar anlagliaj der Geburt des Erogroßherzogs oer ^n|tung eine reiche Zuwendung (öuuü ll-ian- gemacht haoe. 9tach dem Geschäftsbericht betragt das Vermögen der Stiftung bU 6öd Hi art. Zm letzten Zat-re wuruen 312 Wöchnerinnen verpflegt. Die ^/riiglieortzahl stieg aus 02 < und die letzliahngen Zu- lüeiiuuiigiii velrngeii tu02 HJlari. Die ^ahresrechnung schlofj mit 12 iöu ^liart Guitiahmen unu 12ulu HJlail Ausgaben ab. Die bisherigen Vorstaiidsnutglieder mürben iviedergcivahlt. Zm Hosthearec erziccke gestern abend die Erstauf führung von Ibsensmosniecsholm" eine ergreifenoe Wirttiiig. An vcm Etsolg der Ausführung ijahcii hauptsächlich Fräulein Girr)elsheim als Vveuetta West, svw.e uie Herren Wendt, 15ehrmann und Wagner Antcu. -ta» Gcotzherzo^spaar wohnte gestern abciu) bcui Vackhaus-bronzen im städtischen ^aatbau beu