Nr. 273 br-ch-'ni täglich bonnkags.
Dem K'ehe«,el Anzeiger tveröen im Wechsel mit hem hessischen Landwirt die -ichener Kamilirn- blötter viermal tn der DZoche beigelegi und tiveimal wöchentlich das |(((i$blatt für den Kreis *|cftcn itendvieeh-'jln- |ch|ubi d. Redaktion 112 Vertag u. Lxpedrnon 61 Hbiefle t6i Depeichenl RnifMin «ickerr.
Agnohme een flnjetgen (üi Die Lagesnunnner bil oormttiagS 10 Uhr.
Erstes Blatt
157. Jahrgang
Mittwoch 20* November 1907
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monatlich 76 oiertel» jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Ps.; durch die Post Mk. 2.— utertel* jährt. auSscht. Beüellg. ZeilenpretN: lokal 15Ps«, auaroärte 20 Pienntg.
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General-Anzeiger für Gbechessen rZRZ
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»otattonrdruck und Verlag der 7rk!hl'Ichen Univ.-Vuch- und Steindruckerrt. B. tauge. Redaktion, Lrpeditton und Drudtrel: Schulftratze 7. ® W- ®* 1>">
rtnzeiaenteu p oed.
''•e yculige Mucrurcr uMfatzt 20 Seiten.
Aus dem Etat.
Die Mitglieder des Bundesrates sind augenblicklich fast n Permanenz öcqammelt, da man unter allen Umständen >en Etat dem Reichstage bei seinem Wiederzusammentritt loclegen will. Dies wird auch möglich (ein, weil die haupt- achlichsten Etats bereits durchberaten sind. Daher hat nan auch mit den Veröffentlichungen aus dem Etat sort- ;esahren und auch das neue Flo11enge s e tz ist bereits mblljicrt worden. Eine besondere Ueberraschnng hat das entere wohl nirgends bereitet, denn es enthält nichts, oas nicht bereits früher angekündigt worden wäre; auch .ie Begründung ist vor einigen Wochen in der „Nordü. Allg. )tg." größtenteils mitgeteilt worden. In den inzwischen ur Veröffentlichung gelangten Etats bie.:t sich im großen mb ganzen wenig neues, vor allem muß sich ja der Militärtat und auch die Marineverwaltung in ihren durch die eiressenden Gesetze neugezogenen Grenzen halten; immer» in sind manche Positionen daraus nicht ohne ioeileugeljenbe Bedeutung.
Was den Militäretat ansangt, so werden mehrere reusormationeu vorgenommen; neben der Bildung eines :euen Kavallerieregimentes in den Neichslanden handelt s sich überwiegend um die technischen Wassen und zwar Ul, wie verlautet, ein neues Pionierbataillon in Köln a. Rh. ebilbet werden, v während beim Gardedukorps eine lionier-Versuchskompagnie ausgestellt und das Lustschisser- ütniilon um eine dritte Kompagnie vermehrt wird. Bon weiterer Bedeutung ist noch die Summe von 30 Millionen stark für den Ausbau der Landesbefestigungen nd ferner erscheint noch eine Summe von 4,6 Millionen stark für Neubekleidung, womit wohl der G-ruud» ock für die Einführung einer neuen Felduniform gelegt -erden soll.
Aus dem Etat des Reichsamtes des Innern t bemerkenswert, daß die Belastung des Reiches aus dem wvalidenversicherungsgesetz sich auf nicht weniger als 51 tulinnen Mari belauft, u. a. sind für die Bekämpfung des Typhus 200 000 Mark ausgesetzt, zu derjenigen der Tuber- ilofe 120 000 Mark; zur Förderung des Zeppelinschen usischissermckernehmens erscheinen zum erstenmal 2 Mill. !?ark in diesem Etat. Der Marineetat balanciert mit zirka 40 Millionen Mark; an einmaligen Ausgaben ist eine mmme von 115 Millionen Mark vorgesehen.
Beim P o st e t a t werden die Einnahmen auf 644 Mill, stark veranschlagt und ein Ueberschuß von reichlich 83 Millionen Mark herausgerechnet. Ob aber dieser Ueberschuß nrklich erreicht werden wird, bleibt abzuwarten, denn innige der Verteuerung des Ortsportos dürften die Heber» hasse nicht mehr die frühere Zunahme aufzuweifen haben. )as gleiche gilt von den Voranschlägen ter Erträgnisse ns den Zöllen und Verbrauchssteuern, denn amentlicf) die neueingeführten Steuern haben gegenüber en Voranschlägen wesentlich verminderte Einnahmen er» eben.
Das Rei chsschatzamt erhofft eine Steigerung dieser Annahmen um insgesamt 70 'Millionen Mark und will an» heinend damit die Riehrerfordernlsse zu decken versilchen. >b das Exempel stimmen wird, ist mehr als fraglich und oraussichtlich durste das Etatsjahr mit einem erhcb- chen Defizit abschließen. Aus politischen Gründen will die lcichsregierung bekanntlich in der neuen Tagung nicht mit äeuerpvojeften kommen und von freisinniger Seite soll, wie Plantet, jede neue indirekte Steuer in den vertraulichen Besprechungen entschieden abgelehnt ivorden sein. Die Folgen -esec Taktik der Regierung töniien leicht verhängnisvoll eiben, es dürfte schließlich kaum etwas anderes übrig bleiben, 's zu einer neuen Anleihe zu greifen. Eine solche könnte der bei dem heutigen Stand des Geldniarktes nur sehr schwer nd unter höchst ungünstigen Bedingungen untergebracht 'erben, zumal die letzten Anleihen bedenklich un Kurse Hallen sind.
Es ist kein Wunder, wenn unter solchen Umständen Herr Stengel sich auf seinem Posten höchst ungemütlich fühlt nb froh wäre, ihn lieber heute als morgen verlassen zu >nnen. Freilich dürfte sich nicht so leicht ein Manu finden, •*c die wenig erfreuliche Stengel'jche Erbschaft anzutreten ge» kigt wäre.
2lu>land«
Wien, 19. Nov. Die hier tagende Bischofskonse- enz spricht dem Papste ihren Dank für die Enzyklika über en Modernismus aus und versprach, die Anordnungen es Papstes durchzusühren, wofür der Papst durch den ardinal Merry del Val den Bischöfen den Dank aussprach.
— Der deutsch-nationale Verband beschloß, egen die Beschuldigungen, die auf dem Katholikentage egen die Universitäten erhoben wurden, zu protestieren nd die Versuche, die Hochschulen unter klerikalen Ein- uß zu bringen, mit Entschiedenheit zurückzuweisen. Der 'Orstand wurde beauftragt, alle geeigneten Abwehrmaß- -geln im Einvernehmen mit den freiheitlichen Parteien 1 ergreifen.
- Der „Wiener Mg. 3tg/z zufolge soll in Bosnien
und der Herzegowina eine Gärung unter der Bevölkerung bestehen, die nicht so sehr durch innere Verhältnisse als durch äußere politische Einflüsse hervor- gerujen werde. Die Audienz des ReichSfinanzministers Burian beim Kaiser stehe mit dieser Angelegenheit in Zusammenhang.
Toulon, 19. Nov. 7 Soldaten des 8. Kolo- nial-Jnsanterieregiments sind aus dem Arrest- lokal entflohen. Zwei von ihnen wurden verletzt unweit des Arrestlokales aufgefunden, den übrigen gelang es, zu entkommen.
London, 19. Nov. lieber den Zustand des Premierministers Sir Henry Campbell-Ban ne r- man besagt ein ärztliches Bulletin von heute morgen: Obwohl das Besinden des Premierministers augenblicklich zufriedenstellend ist, ist es doch mit Rücksicht aus die herannahende parlamentarische Session notwendig, daß er sich noch einige Wochen lang vollständige Schonung auserlegt.
Washington, 19. Nov. Präsident Roosevelt hatte eine Besprechung mit den Führern der beiden Häuser des Kongresses betr. gesetzgeberische Maßnahmen zur Besserung der finanziellen Sage. Alle Parlamentarier waren einstimmig der Meinung, daß die Finanzgesetzgebung die erste Ausgabe der n e u e n S e s s i o n sein müsse; dagegen waren die Ansichten verschieden in Bezug aus das, was zu geschehen habe.
Aus shaot ftuno.
Gießen, 20. Nov. 1907.
**ZurStadtverordnetenwahl. Am morgigen Wahltag ist folgendes zu beachten: Man wähle möglichst zeitig, damit nicht die Wahlhandlung sich kurz vor Wahl- schluß zusammendrängt und prüfe genau den Zettel, den man abgeben will, damit man sich nicht durch einen bei manchen Namen ähnlich lautenden Zettel irresühren läßt. Vierzehn Stadtverordnete sind zu wählen; wenn mehr Stimmen auf dem Zettel stehen, ist er ungültig. Weniger als 14 Namen machen den Zettel nicht ungültig, aber es empfiehlt sich nicht, weniger zu wählen. Einmal, weil man sich damit selbst eines Teiles 'einer Bürgerrechte begibt, zum anderen, weil man damit vielleicht gerade einem Mann zum Mandat verhilft, den man am allerwenigsten für geeignet hält, die Bürgerschaft in der Stadtverordnetenversammlung zu vertreten. Auch Abänderungen sollte man aus demselben Grund nach Möglichkeit vermeiden, zumal es auch im Interesse der rascheren Feststellung des Wahlresultats geboten ist, ungestrichene Zettel abzugeben. Will man aber aus irgendwelchen Gründen einen Kandidaten unter keinen Umständen wählen, so sollte man ihn durch den Namen eines aussichtsreichen anderen Kandidaten ersetzen. Um ungültige Stimmen zu vermeiden, ist der Name so deutlich zu schreiben, daß Verwechslungen mit anderen Personen ausgeschlossen sind. Man schreibe also Vor- und Zuname, Stand und die etwaige zur näheren Bezeichnung dem Namen beigefügte Ziffer (Vornamen auS- schreiben). Nicht stimmberechtigt sind Wähler, die das 2. Ziel Gemeindesteuer (das im JiLli fällig ist) noch nicht bezahlt haben, falls es nach dem 15. Nolember bezahlt wurde, ist der Steuerzettel dem Wahlvorstand vorzulegen. — Die Wahl findet von 11 Uhr vormittags bis 7 Uhr abends ununterbrochen statt und zwar im Bürgeryieistereigebäudr; Tie Wahlberechtigten, deren Namen mit A—Go beginnen, wählen in Zimmer 6, Gr—Li im Zimmer 11, Lo—Schl im Zimmer 12 und Schm—Z im Zimmer 8.
** Ter Finanzausschuß b c r zweiten Kammer hatte am Dienstag eine Sitzung mit Finanzminisier G n a u t h , Minister des Innern Braun und den Ministerialräten Best und Tr. Becker abgchalten. Zur Beratung stand in erster Linie die von der ersten Kammer abgeanderte Regierunasoorlagc über die We r t z u w a ch s st e u e r. Nachdem der Ausschuß- referent, Aba. Tr. Gutfleisch, über die vollzogenen Abänderungen Der Artikel 1, 3, 7, 8, 9 eingehend berichtet und ihre Annahme in der Fassung der ersten Kammer empfohlen hatte, fand eine längere Debatte besonders über die veränderten Steuersätze bei Art. 8 statt. Der Ausschuß nahm schließlich sämtliche Abänderungsvorschläge der ersten Kammer an, die auch von den NegierungSoertretern warm befürwortet waren. Weiter stimmte der Aus.chuß noch den Berichten über die Nebcnbahnan- träge der Abgg. Haas (Fürth—Reichelsheim auf Staatskosten zu bauen re.) und Wolf (Undenheim^—Arusheim) und mehreren anderen Vorlagen zu. — Tie zweite K a m m e r wird neuerer Entschließung zufolge in der e r ft e n Woche des Monats Dezember zu ihren Plenarberatuugen zusammentreten. Zunächst wird die Gesetzesvorlage über die W e r t z u w a ch s st e u e r end- giltig verabschiedet werden, so daß sie am 1. Januar 1908 Gesetzeskraft erlangen kann. Den hauptsächlichsten weiteren Be- ratungsgegenstanD bildet dann die I a g dg e s e tz v v r l a g e. Den strittigen Art. 17, der im Juni ds. Js. den Anlaß zur Vertagung bot, ist vom Ausschuß wieder unverändert nach Der Regierungsvorlage angenommen worden.
Die 2. diesjährige Schlußprüfung der evangelischenTheologie hat am Montag inDar rn- stad t ihren Anfang genommen. Es beteiligen sich daran 8 Examinanden, von denen 3 aus Starkenburg, 3 aus Ober- Hessen und 2 aus Rheinhessen sind.
A Dirlammen, 18. Nov. Uebersallen wurde am Samstag nachmittag die 58 Jahre alte Elifab. Dietrich von hier auf dem Wege von Lauterbach hierher. Im Wald- distrikt „Knöppsack" trat ihr ein etwa 30 Jahre alter Rtenfch entgegen, fchlepple sie in Den Wald, warf sie zu Boden und
versuchte ne zu vergewaltigen. Lehrer Wilhelm von Meiehes, der des Weges kam und die Hülferufe der Frau hörte, befreite sie von dem Verbrecher, der sich tiefer in den Wald hinein flüchtete. Der Täter konnte unerkannt enlkomnien. Leider unterließ die Frau es, der Gendarmerie Anzeige zu erstatten, jo daß erst später Recherchen angefleüt werden konnten.
O Lauterbach, 19. Nov. Wiedertun ist ein Ty p h us« fall hier festgeilellt worden, bei einem Kinde des Briefträgers Ruhl am Graben. Der schmale Graben, am Abfluß der Lauter, der einen alten engen Stadtteil durchfließt, führt lämtliche Fäkalien und 9lbiväsier der Anwohner mit sich. Kein Jahr vergeht, in dem nicht der Typhus hier auftritt. Als im vergangenen Jahre auch in dem nahen Angcrsbach TtzphnSfälle gemeldet und die Entstehung auf die Berun- teinigimg des nach dorten führenden Wassers zurückgeführt ivurde, entschloß sich der Stadtvorstand zur Durchführung der Uanalisalion. Ihre baldige Ausführung wäre mit Freuden zu begrüßen.
O Laubach, 19. Nov. Am Sonntag fand im „Solmfer Hof" die Hauptversammlung des Geflügel- und Vogelzuchtvereins statt; die Beteiligung war recht zahlreich. Auf der Tagesordnung stand „das Annoncieren von Junggeslügel sowie eine Verlosung desselben aus Stämmen von 1907". Zum Anlauf dieser standen 60 Mk. zur Verfügung, wovon 40 Mk. durch Lose, 20 Mk. aus der Vereinskasse aufgebracht wurden. — Gegenwärtig läßt die Firma Wilhelmy aus Wissen a. d. Sieg Bohrapparate, Winden und bergt Apparate hierher verbringen, um in der Nähe nach Eisen st einen zu schürfen._____________________________________
Lnlgcsanöt.
(Für Form und Inhalt miet ...ul. Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Zur Stadlv^rolL'U Lerwckyl.
Die diesmalige Wahlbewegung ^euigt merkwürdige Blüten. Die Zahl der Vereine und Bereinigungen, die sich berufen fühlen, auch ihrerseits Vorschläge zu machen, ist gegen früher erheblich gewachsen, sie führt zu größerer Stimmenzersplitterung der bürgerlichen Parteien und ist nur geeignet, Wasser auf die sozialdemokratischen Mühlen zu treiben.
Neu insbesondere ist dabei die Beteiligung des Mietervereins, gegründet und zu ihren Zwecken benutzt von einer stadtbekannten Persönlichkeit, die sich stark auszeichnet durch die pekuniäre Verwertung alles dessen, was sie mit gut entwickeltem, aber etwas aufdringlichem Spürsinn an Neuigkeiten Zusammentragen kann. Neu ist die Beamtenvereinigung, der die im Stadtvorstand sich befindenden bewährten o oder 6 Beamten noch nicht genügen, und welche in bescheidenster Weise Anspruch auf weitere 5 Sitze erhebt und deshalb uno sogar unter Beteiligung städtischer Beamten 5 seitheriae Stadtverordnete von ihrer Liste ausschließt. Neu ist Die antisemitische Agitation, geleitet von einem hiesigen Oberlehrer, der an einer von Kindern aller Konfessionen besuchten Schule unterrichtet und sich trotzdem nicht entblühet, feinem Rassenhaß in öffentlicher Versammlung in der häßlichsten und schroffsten Weise Ausdruck zu geben, der mit am eifrigsten tätig war, unseren seitherigen, gewissenhaften und in jeder Beziehung tüchtigen Reichstagsabgeordneten, Herrn Heyligenstaedt, zu beseitigen. Neu ist ferner die Beteiligung noch mehrerer anderer Vereine, deren Zwecke ganz andere Richtung haben, die aber nur in Bewegung gesetzt find, um einem bekannten ehrgeizigen und in der Wahlbewegung für sich sehr tätigen Herrn zum gewünschten Erfolg zu verhelfen.
Kaum war die Vorschlagsliste des Bürgerausschusses erschienen, so verfaßte ein Wähler, vielleicht waren es auch 2 oder 3, die selbst kandidieren, unter der bekannten Firma „Viele vorurteilsfreie Wähler aus allen Teilen der Stadt" die auch vor 3 Jahren in gleichem Sinne gehaltene Annonce, worin ebenso dreist wie kühn gegenüber dem wohlerwogenen und sehr beachtenswerten Vorschlag des Bür- gerausschusses vom „allgemeinen Staunen der Bürgerschaft" gesprochen und behauptet wird, „U n - zufrieden und im höchsten Grade unwillig sei das Gros der Wählerschaft", während in höchst durchsichtiger Weise doch in dieser Annonce nur der Unwille des einen sehr strebsamen Herrn zum Ausdruck kommt darüber, daß er bei diesem Vorschläge nicht genannt ist. Man sollte doch derartige Veröffentlichungen unterlassen; jedes Kind in Gießen weiß, daß sich darin nur der Aerger und der ge[räufle Ehrgeiz einzelner Persönlichkeiten verbirgt; man sollte etwas ernster und würdiger eine solch wichtige Wahlbewegung behandeln. Man sollte dessen bewußt sein, daß das Ehrenamt eines Stadtverordneten mit wirklichem Erfolg und Nutzen für die Stadt nur ausgeübt werden kann von Persönlichkeiten, welche auch die dazu notwendigen Eigenschaften in sich vereinigen. Vor allem soll der Stadtverordnete über die notwendige Zeit verfügen können, um nicht nur den allgemeinen Sitzungen beiwohnen, sondern auch in den oft noch wichtigeren Kommissionsberatungen mitarbeiten zu können, ^r soll Intelligenz genug besitzen, damit er in der Lage ist, sich ein,richtiges Urteil zu bilden auch auf Gebieten, die ihm seither fremd waren. Große und wichtige Ausgaben stehen der aufstreben- )en Stadt Gießen in der luchsten Zeit noch bevor; es eien genannt: Vergrößerung und Ausbau des Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerkes, eventl. Verlegung des Gaswerks, Umbau des Schlachthofes und Schaffung einer Kühlanlage, Erbauung einer elektrischen Bahn, Herbeiführung neuer für die Stadt wichtiger Bahnverbürdungen, Stadterweiterungen, neue Schulbauten rc., in finanzieller Be-


