Ausgabe 
23.8.1907 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Erstes Blatt

Freitag »8. August IKON

$

Politische Tagesschau.

3

Mk.

2

Mk.

Mk.

Mk.

1

1

Aieißinger von der Kais. Schutztruppe für Südwestafrika wurde der Kronenorden 4. Klasse mit Schwertern vom König von Preußen verliehen. (Herr Meißingcr ist geborener Gießener und gehört seit Oktober 1904 der Schutztruppe an. Er hat die Reise nach Südivestafrika bereits zweimal gemacht und befindet sich seit 4 Wochen wieder in seiner Heimat).

Jahrgang

kam deZ die der

neu

1 mit 61, Hch. Gcrbig mit 55 und Valentin Haberrnehl mit 44 Stimmen.

R B. Darmstadt, 23. Aug. (Tel.) Heute nacht gegen 3 ti.hr stand plötzlich die Scheuer des Landmannsi Philipp Hennemann in Bickenbach a. d. Bergstr. in hellen Flammen. Während dieser Zeit drang ein fremdes Individuum in das an der Hauptstraße gelegene Post--,

Verantwortlich Mr den politischen Teil: L Anderson; f. Feuille­ton und .Vermischtes"

BezugSpreiSr monatlich 75 Pf., viertel­jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk. 2.-viertel- jährl. ausschl. Bestellg. ZeilenpretS: lokal 15Ps., auswärts 20 Pfennig.

Melbourne, 22. Aug. Mehrere hundert Bürger hielten erne Protestversammlung gegen die Erhöhung der Ent s ch ädig u n g für die A b geord n. e ten ab-

Asrche rrsrö SchrUe.

Am 24. d. Mts. feiert das I o a ch i m s t h a l s ch e n a s in m zu Berl in sein 300jährigcs Bestehen.

AnsL^ttS.

rt-v ® ab ab , 22. Aug. Ter französische Ministerpräsident Clemenceau ist heute mittag 11 ya Uhr nach Vcünchen abgereist, i

mit den bereits früher quittierten 2377.95 Mk. b i s jetzt 2 7 92.4 5 Mk. Hiervon sind bis jetzt '.WO Mk. an das Hnlfs- komitee in Herbstein abgesandt worden. In der gestrigen Quittung jmuti es heißen: Frau Eckhard 10 Mk. (nicht 1 M.).

9lnf bie heutige Wo hl tätigkeits - Vorstellung, die Fräulein Miuny di Cer enotti-Strauß im Reuen Saalbau für HeÄstem gibt, sei nochmals empfehlend hin- gewiesen.

** Ordensverleihung. Dem Intendantur-Sekretär

augenblickliche Not ist dank der Spenden S. K^H des Großherzogs, des Staates, der Stadt Gießen und der von privater Seite gespendeten 30004000 Mk. gesorgt zumal Unterstützungen nur in wirklichen Notfällen ge^ geben werden. Aber für die Zukunft bleibt noch viel zu tun. Es müssen Notscheuern errichtet und Futter- und Holzvorräte für den Winter angejchafft werden. Auch der Wiederaufbau der Häuser und die Moviliarbeschaffung wird weit höhere Summen erfordern, als von der Versicherung zu erwarten ist, abgesehen davon, daß vieles gar nicht versichert ist. Die genaue Feststellung des Schadens wird erst in einigen Wochen möglich sein. Er wurde be­schlossen, sich als Hilfsausschuß zu konstituieren und zu­nächst die Sammeltätigkeit in der ganzen Provinz eifrig zu betreiben. Die Geschäftsführung wurde einem engeren Ausschuß, der aus dem Provinzialdirektor, dem Rektor der Landesuniversitüt, dem Obersten des Regiments, dem Oberbürgermeister, Dekan Bayer, Pfarrer D. Schlosser, Pfarrer Hellwig-Wieseck, Fabrikant Mingspor als Schatz-

Derrtßches Ae!ctz.

Wilhelmshöhe, 22. Aug. Der Kaiser unternahm heute morgen -einen Spazierritt mit den Herren seiner Um­gebung. Später hörte der Kaiser den Vortrag des stellvertretenden Chefs des Marinekabinetts, Kapitän zur See Truinmler, und

Meuterei in einem russischen Regiment.

Petersburg. Unter den Truppen des sibiri- )en Armeekorps ist die Unzufriedenheit beständig Zunehmen. In der jüngsten Zeit sind fortwährend euterelen vorgekommen. Dieser Tage hatten an der Grenze - Mandschurei 400 Soldaten an einer revolutionären Ver- nmlung unter freiem Himmel teilgenommen. Der Auf-

Bis Freitag gegen mittag gingen bei uns neu ein: C. Bühner 10 Mk., W. N. 5 Mk., Hch. Pitz Ww. 3 Mk., von Wilhelm Dietz in Staufenberg gesammelt 24 Mk., Frau Pfarrer Schaub 2 Mk., Dr. H. H. 3 Mk., K. S. 10 Mk., Forstmeister Baumann, Strup­bach, 5 Mk., B. V. 3 Mk., X. 3 Mk., Hch. D., Lollar, 20 Mk., Schm. ,Fr. 1 Mk., Lein 1 Mk., Geheimerat Ar. Heß 10 Mk., N. N. 4 Mk., I. M. 5 Mk., O. H. 6 Mk., H. B. 6 Mk., Fa­milie I. 4 Mk., F. Krogmann 10 Mk., Ehr. Br. 2 Mk., Gartner Georg 5 Mk., Frau E. K. 3 Mk., Dr. Geyer 5 Mk., Korps Teuronia 50 Mk., Jul. Kurz 20 Alk., Pfarrer Berndeck 5 Mk., Spier-AlSfeld 5 Mk., ^hef^'K'irchenrat Kattenbusch, Halle, 5 Mk., Verein Contentia 10 Mk., Ungenannt 3 Mk., Ungenannt 20 Mk., C. A. Faber 3 Ml?., Ungenannt 2 Mk., Ernst Ehallier I. B. 1.50 M., Kitz 10 Mk., W. Gail 100 Mk., B. * wut.

Fabrikant Adolf Noll 25 Mk., A. N. 1 Mk., Kl H. R. 1 Mk.

F. W. 1 Mk., E. F. 1 Mk., F. S. 1 Mk., M. B. '

H. S. 1 Mk., Lehrer i. P. Schneider 2 Mk., G. E. ,

Ed. Sellheim 2 Mk., C. H. 3 Mk., C. F. 2 Mk., v. I. 10 Mk., A. B. 10 Mk. Frau Geheimrat Kretzschmar 5 Mk. Zusammen

, i Ministerkonferenzen.

2ic Begegnungen von Monarchen und Diplomaten wollen tu biefcin Jalue nicht abrei&en: auf Swinemüude, Wilhelms- l/vhe^ lind Ischl ist jetzt Marienbad gefolgt, wo beim zwanglosen ?nmh,tüu erne Aussprache zwischen Küttig Eduard und dem fran- zouithen Ministerprüsidenken Clemenceau stattgefunden hat, auf dem Semmering ist Herr Tittoni eingetroffen, um den Besuch Aehrenthats in Desto zu erwidern, und Ende dieser Woche reist T Pin Ttod) nie dagewesenes Ereignis der französische Bot- 1 Malter Eambou nach dtorderney, um dort mit Bülow zu kon- teueren. Alle diese Begegnungen verknüpft ein innerer Zu­sammenhang, und was das erfreulichste ist, sie stehen samt- lrch im Zeichen des Friedens. In Marienbad sprach König Clernenceau über die Resultate der Entrevucn

in Wilhelmshöhe und Ischl sich aus, was angesichts der Entente zimiwen England und Frankreich nur natürlich war. Ebenso mag sramzonichmeUs das Bedürfnis obgewältet haben, die englischen F-reunoe itber tne Msichten Frankreichs in Marokko auf das genaueste zu orientieren- Am bemerkenswertesten ist aber, daß Kerr Eamvon dem deutschen Reichskanzler nachreist und persön- Uch imt ihm die augenblickliche Situation erörtern null, obwohl ine5 auch auf ) christlichem Wege sehr gut möglich gelveseu wäre-

Herr Cambon 6cn Weg trotzdem! nicht scheut, ist ein beut, tiche- Zeichen, wie bie Beziehungen zwischen Deutschland und ö ran neid) ]id) geben ert haben und daß man gerade jenseits der yogeien jefet großen Wert darauf lege, mit Deutschland tiUi llutem ochße zu jleljen- Gs liegt auf der Hand, daß dies nicht

.^O^rer swönen Augen willen geschieht, denn in Frankreich treibt man nur Realpolitik, aber wir können uns ein derartiges ^erhalten sehr wohl gefallen lassen, weil wir dabei, wenn luir bie Gelegenheit zu ergreifen verstehen, auch aus unsere Kvsten kommen können. In Paris wird allenthalben die Reise Cam- boris sympathi-ch begrüßt, ja man versichert sogar, daß sie be- z.recte, em Entgegenkommen Deutschlands gegenüber Frankreich in der Marokwfrage zu erzielen, wofür Frankreich anderweit ..ompenjanonen bieten würde, indem maii auf Kleinasien und die

Jedenfalls bildet Norderney nicht das schlechteste Glied in der Kette der jüngsten Entrevuen und die oo.gem'lcheilmngeu dieser Tiplomatenbegegnnng dürften vielleicht c-m ehesten von allen Zusammenkünsten der letzten Zeit in die Erjchoinung treten. Was diese letzte Konferenz ganz besonders < .a-Lichnet, ist der Umstand, daß aus ihr hervorgeht, daß ^L. ischland die soviel bespöttelte Anbiederungspolitik endlich aus- gegeoen hat und die anderen an sich herantreten läßt, was . er Würde deö deutschen Reichs mehr entspricht, und tatsächlich nicht Oijne Eindruck geblieben ist. Man sucht uns jetzt auf .'..st man gesehen hat, daß es doch nicht geht, Deutschland gänzlich

L M sa-ieoen, und insbesondere sind die bekannten ^rte Bülows in seiner Reichstugsrede, wonach Druck Gegen-' orurt erzeugt und die wrtwährenden Reibungen schließlich zu einer Ezploilon führen müßten, an den Steilen, an die sie ao- richtet waren, nicht ohne tiefe Wirkung geblieben, zumal man lelüu merken mußte, daß man doch nicht so start sei, um mit ^iüstrheit aus einem Ringen mit Deutschland unbedingt als 1 iicjer lMvorzugehen. Tie augenblicklich allerorten vorherr- iu,iclide Sehnsucht, eme allgemeine Verständigung herbeizuführen, 'mv alle Reibungsflaä-cn zu mildern, ist eine hocherfreuliche ' ei,i(chLiNung per in oer Weltpolitik herrschenden Strömung und ' k nt vieiinehr wert als alle Resolutionen der dahindämmernden 1 Uvager otiedenskonferenz.

| ci m t und verlangte von der Frau des Posthalters Freund unter Drohung mit einem Revolver Gelder. Als die Frau sich tveigerte, gab der Einbrecher 2 Schüsse ab, die die Frau am Kvpf und an der Brust verletzten. Inzwischen tarn der Mann her Angegriffenen hinzu, worauf der Ein-' brechec auch aus ihn und seine Schwester Revolverschüsse abgab, die aber niemanden verletzten. Der Einbrecher lief hierauf fort, wurde aber gegen 5 Uhr früh auf dem Feldo entdeckt. Als er sich verfolgt sah, versteckte er sich hintep einer Zigarrensabril und gab von dort aus Sästisse ab. Er wurde aber umzingelt, \ eftgenommen und von den Einwohnern des Ortes dermaßen verprügelt, daß er bis jetzt das Bewußtsein noch nicht wieder erlangt hat. Es ist daher noch nicht möglich gewesen, seine Personalien sestzu- stellen. .Er hat einen neuen schlvarzen Anbug an, blaues

Reichs für bie Kolonien dürfte sich im nächsten Reichs- haushalt vorfinden. In der Kolonial-Berwaltung besteht nämlich bie Abpcht, für Rei fen der Parlaments-Mitglieber i n die Ko Ionien eine Summe in den Etat einzustellen.

Bestem Vernehmen nach beginnen die Flocten - Kaiier Manöver am 3. September mit einer Flottenparabe auf der Jade. Vom 4. bis 7. September sind taktische strategische Hebungen in der Nordsee geplant und am 7. September sammelt fich bie Flotte wieder auf der Jade, womit die Kaiser-. Manöver ihren Abschluß finden.

Die Voss. Ztg^ meldet aus Oldenburg: Auf der Insel Wangeroog soll mit staatlicher Unterstützung ein Gene­nn g s h e i m für Eisenbahn angestellte errichtet werden.

Stuttgart, 22. Ang. Der König von S a ch se n ist, wie derSchwab. Merk." erfährt, dem Schwäbischen Schiller-j verein pls Stiftermitglied beigeircten.

W ilHel m Sh ö he, 23. Ang. Das Befinden der Kaiserin hat sich iml Laufe des gestrigen Tages wesentlich gebessert, wenngleich sich zeitweilig immer noch erhebliche Schmerzen bemerkbar machen. Die Kaiserin brachte den größten Teil des gestrigen. Tages im Bett zu. Irgendwelche Gefahr, daß Komplikationen eintreten könnten, besteht nicht. Jedoch scheint es, daß durch bie Verletzung ber Ader bie Hüfte in Mitleiben- (haft gezogen ist. Nach ben bisherigen Dispositionen wird die Patientin etwa 4 Tage hindurch ununterbrochen in der Ruhelage zubringen müssen. Bis zum 18. September etwa dürfte die I Kailerin soweit hergestellt sein, daß sie die Rückreise nach Potsdam unbeschadet ihrer Rekonvalesceiiz antreten kaiin. In-! olge des Unfalles wird bas Hauptquartier während 'der bevor-1 teb^iben Kaiser-Manöver nicht in Corvey bei Höxter, sondern in Kassel während ber Zeit vom 8. bis 11. September genommen werden. Nach einer anderen Meldung besteht der Unfall der Kaiierin auch in einer Verstauchung des rechten Fnßes|

forberung sich zu entfernen, leisteten sie nicht Folge. Darauf erging an ein Bataillon Scharfschützen der Befehl zur Ver­haftung ber Meuterer. Diese flohen nach der Kaserne und verbarrikadierten dort Türen und Fenster. E§ folgte darauf ein richtiges Feuergesecht, das die ganze Nacht über andauerte. Auf Seite der Rebellen wurden 18 M ann getötet und 35 verwundet. Die übrigen ergaben sich am Morgen, nachdem ihnen die Patronen ausgegangen waren. , Sie wurden sämtlich eingekerkert. Darauf empörte sich eine andere Truppenabteilung, die in der Nacht die Türen des Gefängnisses aufbrach, und alle zusamnien entkämen überdiechinesische Grenze.

um W empfing

K°rdin-rwurde zur ÄOpf3; ^ gestellt ist, full beschlossen werdeP ob noch besonoere Ber.

Berlin, 22. Aug. Nach einer Meldung derPost" hat ^^.ltungen zur Beschaffung von Geld nötig sind. Die geistlicher Rat Schirm eisen auf dem ihm angetragenen ^^n ) ölten nach Herbstein direkt, an die Mitglieder des Erzbischossposten von Posen verzichtet, weil er schon in Beuchen HAssausschusfes ober an den Gießener Anzeiger gerichtet verbleiben will: er habe aus dem gleichen Grunde schon früher werben. Nachdem der Vorsitzende noch mitgeteilt hatte, das ihm angetragene Amt eines Armeebischofs abgelehnt und ibaß ein demnächst stattfindender außerordentlicher Provin-'

« r me alö..fine Beleidigung des Papstes, wenn er zialtag sich ebenfalls mit der Sache befassen werde, wurde annahme, nachdem er den Polten eines Armee- die Sitzung geschlossen. Anwesend war in ihr u. a.

1 Bema auf hi, - Geheimerat Dr. Breidert, Kreisrat v. Bechtold, Geheimrat

ichs für die Kolonien dürfte sich im näctiften Reicks- Rectors, Hauptmann

Schroder, Berg. Eurjchmann, Dekan Bayer, Pfarrer D. Schlosser, Polizeiamtmann Herberg, Schriftsteller Alfr. Bock, Fabrirant A. Klingspor und Stadtv. Gabriel, ferner Pfarrer Weber-Kondorf, Pfarrer Hellwig-Wieseck, Beig. Schwalm- Lollar u. a. m.

Aus Sta-t und Land.

Gießen, 23. August.

** Behufs Bildung eines Hilfsausschusses für Herbstein fand gestern nachmittag auf Veranlassung des Provinzialbirektors Geheimerat Dr. Breidert im L>itzungssaale des Regierungsgebüudes eine Besprechung statt, zu der 20 Herren von hier und außerhalb erschienen waren. Kreisrat v. Bechtold-Lauterbach gab zunächst emen Ueberblick über die jetzige Lage in Herbstein. Die Unterbringung der etwa 200 Obdachlosen machte keine Schwierig leiten, das geht zur Genüge daraus hervor, daß es gelang, außerdem die vorn hiesigen Regiment in dankens- werter Weise für die Aufräumurigsarbeilen zur Verfügung gestellten Mannschaften unterzubringen. Auch für die

1 §ie Lage in MaroLÜo.

San Sebastian, 22. Aug. Der Minister des Aeußeren -rhielt ein Telegramm des spanischen Konsuls in Mogador n welchem bestätigt wird, Laß Mnlay Hafid zum Sultan ausgerufen wurde.

. Casablanca, 22. Aug. (Reuter.) Die Marokkaner ntfalten eine lebhafte Tätigkeit. Sie unterhielteri in der ergangenen Nacht ein unaufhörliches Feuer gegen ie Außenposten, die rund um die Stadt Stellungen ingenonnnen haben. Die Kriegsschiffe dampften am frühen Rorgen die Küste entlang, beschossen die Dörfer und Ge­äste, bie dem Feinde Deckung gewährten, und legten sie in lsche,. beunruhigten den Feind selbst aber nur wenig, da er cl) hinter die Hügel zurückzog, bie sich zwischen den brennenden Dörfern und der Stadt ausdehnen.

Köln, 22. Aug. Die ^Köln. Ztg." erfährt heute aus >anger, daß nach Nachrichten aus Fez die französische, ngllsche und spanische Kolonie diese Stadt in den achsten Tagen verlassen werden. Di- Deutschen haben ch noch nicht entschlossen, ob sie ebenfalls nach der Küste ufbrechen werden.

Neues Von den Srvinenrüuder Kaiscrtagen.

London, 22. Aug. Eurem hiesigen Bureau wird von ploniatrscher Seit- mitgeteilt, bei der Begegnung Kaiser sllhetnrS mit dein Zaren in Swinemünüe sei eine der ruptsächlichsten behandelten Fragen die Neutralität Nor- cgcnd gewesen, die so erledigt wurde, daß Groß- ritannien zufnedcngcstellt ist. Die Bagdad bahn frage i nicht berührt worden.Daily Graphic' bespricht die Ber- indigung über Norwegen in einem Leitartikel und er- lrt, die Unterhandlungen seien bereits vor einigen Mlonaten egen gewisser Einwendungen Englands unterbrochen und ngst erneuert worden. Es bestehen jetzt Aussichten if Erreichung einer Verständigung, welche eine uiliche Rolle in Nordcuropa spielen werde, wie das jüngste okomnien zwischen England, Spanien und Frankreich im Utetmcer. i

S e mmering, 22. Aug. (W. B.) Der italienische Minister des Aeußeru Tittoni, ist in Begleitung des BotschaflerS, Herzogs von Avarna, ber ihm vis Bruck au der Mur entgegen» geteilt war, und dem Gesandten Belati heute nachmittag hier emgetroffen. Nach bent 'Empfange vor dem Hotel statteten die, . . ....

Herren der F-reiftan von Aehrenthal in der Villa Helmer "Tie Entlassung der R e s e rv i st e n enolgt in de, einen Besuch ab. Heute abend findet in der Villa Helmer ein Großh. (25.) Division Jnsanterie am 20. September, Kavallerie, ^20nper im intimen Kreise statt- Morgen haben beide Minister I Feldartillerie-Regt. 25 und 1. Abt. Feldart.-Regt. 61 am 24. Sep- mit einander Besprechungen. I tember und 2. 'Abt. Fetdart.-Regt. Nr. 61 am 23. September«

Paris, 22. Aug. Ter Botschafter Cambon ist beute r^vnin, Bezirkskommandos, Oekonomichcmdwerler und Militär« nachmittag von hier abgeveist, um sich zum Besuch des Reichs-1 krankenwärler am 30. September.

Mölers Bülow nach Norderney zn begeben- Vor der + Wieseck, 22. Aug. Auf entsetzliche Weise leuß^n ^Pickon c^ne ^uter^rednng mit dem Minister des gestern abeub gegen 7 Uhr ber 12jährige Sohn *l - Nach delDaily Chwuicle" hat eine auSMttige Regieä W°gn-r.ueistcrS Ludwig Ihm umS Leben. Während rung, rn der Rußland vermutet wird, mit einer Schiffsb au- Eltern an der Dre|chmaschrne besthastigt waren, steckte firma in NordeNLlaud einen bedeutenden Vertrag über Junge aus Neugierde seinen Kopf in die erst kürzlich

chla ch t sch i f f e n, Kreuzern und angelegte Strohpresse des Dreschmaschinenbesitzers Schäfer, sicherungen in von'® 000000^ bcV ebcn -»'slaufenden Maschine der fiopf

der Schiffe beim Ban und Stapellauf eingegangen worden sind- förmlich zerdrückt wurde.

Algier, 22. Aug. Unter den Eingeborenen in Algerien = Wallenrod, 22. Aug. Bei ber hiesigen siu) Anzeichen einer enropafeindlichenBewegungGeme inberatSwahl würben gewählt Heinrich von Alt bemerkbar- > J a v '

Nr.

Erscheint täglich außer Sonntags.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Gießener Zamllien' blätter viermal in der Woche beigelcgt und zweimal wöchentlich bas Ktctsblah für ben Kreis Gietze». Fernsprech-An- schlutz s. d. Redaktion 112 w

BW General-Anzeiger für Gbecheßen

Rotationrdruck und Verlag der Vrühl'schen llniv.-Buch- und Steindruckerei. R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei - §chu!straße r. saal": E. Heß; iür^fn

SW________________ ____ _____ Anzeigenteil: H. Beck.