Ausgabe 
20.7.1907 Zweites Blatt
 
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Mr. 168

erftOetm «-glich mit Ausnahme des Sonntags.

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der Anspruch Offenbachs immer noch hinter dem von Mainz und l Darmstadt zurückstehen, denn nach seinem Vorschlag kämen aus D*-' einen Abgeordneten in Mainz 31000, in Darmstadt 28 000, in

Gießen nach der Annahme des Offenbacher Blattes 27 000 und in Offenbach 20 000. Wo bleibt denn da die von dem Blatt so sehr hervorgehobene Gerechtigkeit? Im übrigen stimmen die für Gießen angegebenen Zahlen nicht ganz, ^.Gießen hat nicht 27 000, sondern 30 300 Einwohner (nach y der letzten Betriebs- und Gewerbezählung). Auch bei der B1 letzten Volkszählung waren eS bereits rund 29 000. Zur weiteren Begründung deS erhobenen Anspruchs weist cs aus " die bevorstehende Eingemeindung Bürgels in Offenbach hin, E für die das Blatt sogar schon, den Tatsachen vorauSeilend, den Zeitpunkt anzugeben weiß. Daß auch andere Städte in absehbarer Zeit zu Eingemeindungen kommen werden, paßt

Stebaftton, Expedition anfc Wruderrt: Schul- ftxaBe 7. Expedition und ©erlag r 6L Nedaktton: «E112. Tel.-Adr. AnHO-gerVietzEN.

Steigender Zinsfuß.

Dir Verhältnisse aus dem deutschen Geldmarkt sind in der vom württembcrgischen Finanzministerium dem Landtag gegebenen Begründung betr. die Erhöhung des Betrages der Schatzscheine, achgemäß dargelegt. Zur Uebernahrne einer 31/2 Proz. Staats­anleihe wird sich weder jetzt noch in absehbarer Zeit eine Finanz­gruppe in Deutschland bereit finden lassen. Selbst eine 4 pro-, fundierte Schuld dürste nur unter erschwerenden Bedingungen verhältnismäßig niedriger UebernahmekurL anhängig zu machen ein, denn der 4 Proz. Typ ist bereits wieder überholt durch die Entschließung von Staatsverwaltungen uub Hypothekeninstituten zur Ausgabe von 4i/2 Proz. Schuldverschreibungen. Geldknappheit und Geldbedarf halten eben in der Steigerung gleichen Schritt. Allein in Groß-Berlin werden, wie decLok.-Anz." mitteilt, zurzeit Gelder für erste Hypotheken im Gesamtbeträge von 200 Millionen Mark gesucht, und Geschäftsabschlüsse auf Grund einer 5 proz. Zinsvergütung sind hierbei nichts Seltenes. Unter diesen Umständen haben die Hypothekenbanken immer noch einen an­sehnlichen Gewinn zu verzeichnen, wenn sie ihre Pfandbriefe mit einem 41/2 proz. Zinserträge ausstatten.

Rotationsdruck und Verlag der Brühlfchen UmversitütS Buch- und Btttnbruderd.

R. Langs. Lietzen.

Bülow seloft bezeichnet die Aufgabe als einschweres Wert" auf ein Jahr vertagt werden soll. Ist dies der Fall, so wird Freih. v. Stengel, der im Ganzen mit der Reichstagsmehrheit gut auskommt, einstweilen der Sorge um die Rcichsfinanz- reform enthoben. Die Parteien im R^ä)stog drängen ihn sicherlich nicht dazu, L^euerplane vorzulegen. Wenn die verbündeten Regierungen zu der Meinung gelangt sind, cs lasse sich im neuen EtatSjahr ohne Dieucrvermeyrung auskommen, so wird der JieichStag dieweise Sparsamkeit" noch zu übertrumpfen wissen.

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Imhoff5,

Bestes Rohmaterial und sorg­fältige Fabrikation bedingen die wertvollen Eigenschaften von Knorr's Hafermehl als leichtver daulichsle, nahrhafte und Durchfall vorbeugende Kindemahrung.

Aus KtÄ-t und LauS.

Schmückt Eure Fenster und Ballone mit blühenden Blumen.

Gießen, 20. Juli.

Lehrerpersonalien. Ucbertragen wurde dem Schulamtsaspiranten Karl Bauer aus Assenheim eine LehrersteUe an der Gemeindeschule zu Gambach, dem Schul- amtSaspiranten Phil. Becker aus Brensbach eine Lehrcr- stelle an der Gemeindeschule zu Dudenhofen, oeni Schulamts­aspiranten Wilh. Klotz aus Holzheim eine Üehrerstelle an der Gemeindeschule zu Nordheim, dem Schulamtsaspiranten JohS. Seiler aus Diebach a. Haag eine Lehrerstelle an der evangelischen Schule zu Groß-Umstadt. Bestätigt wurde der von dem Fürsten zu Psenburg und Büdingen in Büdingen auf die b. Lehrerstelle an der Gememdeschule zu Büdingen präsentierte Lehrer Karl Pracht zu Vonhausen. Erledigt ist eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Wolfs he im. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden.

* Ernannt wurde der Vizewachtmeister im Feld- Artillerie-Regiment Nr. 15 zu Straßburg und Gerichtsvoll­zieheraspirant Friedr. Fritz zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze in Homberg.

* * Die Schwurgerichtssitzungen,der Provinz Oberhessen für die Herbsiperiode beginnen laut 'Anschlag an der Gerichtstasel am Montag, 23. September l. I., vormittags 9*/, Uhr, im Iustizgebände hier unter dem Vorsitze des Landgerichtsrats Schmeckenbecher.

* * Die Jagdwaffe np ässe kosten in Hessen vom 17. Jul: ab für Personen, die im Großherzogtum ihren Wohnsitz oder dauernden Aufenthalt haben, 30 Mk., für in anderen Bundesfiaaten wohnende oder sich aufhaltende Personen auf 1 Jahr 45 Mk., auf 7 aufeinanderfolgende Tage 10 Mk. und für Personen, die im deutschen Reiche keinen Wohnsitz oder dauernden Aufenthalt haben, auf 1 Jahr 60 Mk. und auf 7 unmittelbar aufeinanderfolgende Tage 15 Mark.

* * Kun st verein. Die gegenwärtige Ausstellung, die seit Mittwoch wieder geöffnet ist, hat nahezu 80 Gemälde aufzuweisen. Unter ihnen befinden sich Werke von Pros. Bantzer-Dresden, Prof. Bracht-Dresden, R. Kaiser- München, W. Thielmann-Willingshausen, H. Giebel- Marburg, W. Waentig-Leipzig und eine schöne Kollektion italienische Landschaften des verstorbenen F. Brandt-Rom. Auch unsere einheimischen Künstler wie W. Barthel, Minna Bergen, Emmy Dingeldein, Marie Felchner, Ottilie Kowarzu und Helene Oncken haben die Ausstellung mit ihren Arbeiten

Sonntag 49 Uhr

Nur PeBikan-Apotheke offen

untersagt.

** Mäuseplagc. In ganz Oberhessen haben sich in diesem Sommer die Feldmäuse so vermehrt, daß sie namentlich von den Landwirten als eine schwere Plage empfunden werden. Wenn gegen ihre weitere Vermehrung nichts geschieht, dann wird im Herbst ein erheblicher Schaden zu verzeichnen sein, von dem die Landwirtschaft am meisten getroffen werden wird.

Rödgen, 16. Juli. Am Sonntag fand die Ein- weihung unseres neuerbauten Gemeindehauses statt. Der sckMuäe Bau ist nach den Plänen des Herrn Baurats Diehm in allen seinen Teilen zweckentsprechend ausgeführt. Er enihält eine Kleinkinderschule und zwei Wohnungen für eine Kinder- und eine Krankenschwester. Außerdem beabsichtige man, den ge­räumigen Saal bei Veranstaltung von Volksunterhaltungsabenden in Gebrauch zu nehmen.

= Dod-Nauheim, 19. Juli. Bis zum 18. Juli sind 19 0 7 3 Kurgäste angenommen, wovon an genanntem Tage noch 7046 anwesend waren. Bäder wurden bis zum 18. ^zuU 219 847 abgegeben.

/N Wetzlar, 19. Juli. Der nationalliberale Wahlkreis- ausichuß Wetztar-Altenkirchen will vorn 1. Oktober ab eine natronaO liberale Wochenschrift unter dem Namen93 a t e r l a n bischer W 0 d) e n'b l a t t" in Wetzlar erscheinen lassem .ttc Redatlwn lutro höchstmahrschemlich der künftige Parteiselrelär unseres ArahlkreyeÄ Dr. Karl Sturm- Potsdam übernehmen.

beschickt.

** Turnerisches. Nach dem vor kurzem yerausgegebenen Rechenschaftsbericht deS Mittelrheinkreises zeigt dieser auch im verflossenen Jahr ein erfreuliches Wachstum. Es bestehen tn 858 BercmSvrtm 962 Turnvereine (48 mehr als int Voriahr) mit 96,285 Mitgliedern über 14 Jahren (mehr 6975), darunter sind Zöglinge 16,327 (mehr 1335). An den Turnübungen neknnen teil 34 789 (mehr 1766) Mitglieder, die zusammen an 84,828 Abenden (mehr 7434) mit zusammen 1,719 997J8e|Wit (mehr 80 051) turnten unter der Leitung von 8608 Turnwarten und Vorturnern. Die Frauenabteilungen zählen 1813 Mitglieder (mehr «W Sie brachsten es auf 2736 Turnabendc (mehr 335) mit insgesamt 55,737 Besuchen (mehr 13,223). Ein großer Teil der Vereine pflegt auch da§ Krnderturncn, und zwar gleich aNs mit wacküendem Erfolg. Es turnten int abgelaufenen Jahre 3712 ftnaben (mehr 330) und 1369 Mädchen (mehr 275) Was die Zahl der vereinseigenen Turnplätze und Turnhallen aichelangt, ko steh^ der Mittelrheinkreis in der Deutschen Turner, chaft bet wei^ obenan. Es besitzen eigene Plätze nickst weniger denn 293 (mehr 59) und eigene Turnhallen 157 (mehr 18) Vereine

4Ä- KSÄÄ LL Ä 5 " «Ä uud der L L^ukfurr Mit 571 und der Gau Hessen Maliedern. In 9 Gauen bestehen noch k-uie Fiauen- abteilungcn Kinbertmmen weist RiMnhesfcu die meisten abteilungcn 8 Wiesbaden haben die größte

S'Ä öÄ 6 Gaue von den 24 des Kreises

pflegen das Surtberyutnen iwiy nia;i. -trotzeniuitajc Vereine abgesallen sind, da Unten der Grundsatz der Deutschen Turner­schaft:Pflege deutschen Volksbewußlseins und vaterländischer Gesinnung" nicht mehr gefällt, und manche Kreise unseren Be­strebungen gleichgiltig gegenüberstehen, zeigt der Kreis doch einr solche Zunahme wie in keinem ftüheren Jahr.

** Wozu doch ein Schulhaus gut genug ist. Man schreibt uns unter dieser Ueberschrift aus Lehrerkreisen: In dem im Jahre 1903 neu erbauten Schulhause zu 2., das im ersten Stock den Schulsaal enthält, befindet sich über der Lehrerwohnung, die den zweiten Stock einnimmt, ein Ge­meindesaal, ein Standesamtszimmer und ein Raum zum Aufbewahren der Akten. Gegen die Einrichtung dieser letzt­genannten Lokalitäten im Schulhause und gegen ihre ord­nungsgemäße Benutzung ist nichts einzuwenden, aber man ist auf die originelle Idee gekommen, das Schulhaus als Armenhaus zu verwenden, indem der Bürgermeister den Gemeindesaal, in dem er sonst das Szepter fuhrt und in ernster Beratung mit dem Ortsvorstande das Wohl der Ge­meinde fördert, einer armen Familie von sechs Köpfen, die im Dorfe feine Wohnung bekommen kann, als Wohnung durch den Polizeidiener anweisen ließ. Der 2)<ann, der nut seiner besseren Ehehälfte ost nicht im besten Einvernehmen stehen soll, wird mm dem Lehrer und seiner Familie, sowie den. Schulkindern manchen ärgerlichen Auftritt bereiten. Der Lehrer hat sofort bei seiner zuständigen Behörde Beschwerde erhaben. Die Gemeinde ist ja verpflichtet, armen, obdach­losen Einwohnern für eine Wohnung zu sorgen, dazu ist aber das Schulhaus nicht da, sondern ein Armenhaus, und in L. steht zudem ein ganzes Haus zurzeit unbewohnt da.

* D i e Ausübung der Al i l ch k o n t r o l l e für den Kreis Gießen. Seil 16. März 1906 ist für den Kreis Gießen eine neue Milchverkaufs-Ordnung in Krair getreten. Der § 1 dieser Ver­ordnung besagt, wer in dem Kreise Gießen gelverbsmäßig Atilch verkaufen, sellhallen oder sonst in Verkehr bringen will, ist gehalten, dies binnen 3 Tagen nach Beginn des Betriebes der zuständigen Behörde (Kreisaml, Polizeianu) schriftlich anzuzeigen und von dieser Behörde einen Abdruck dieser Mllchverkaussordnnng in Empfang zu nehmen. Letztere Alaßnahmen ivollten jedenfalls bezwecken, die Atilchhandler mit den maßgebenden Bestimmungen vertraut zu macheli. Tie neue Milchvertanfs-Ordming erstreckt sich jedoch nicht allein auf die Beschaffenheit der Atilch, die in den Verkehr gebracht wird, sondern auch aus die Aiilchwagen und Alilchgefäße, in denen die Milch befördert wird, sowie auch aut die Personen, die beim 'Dielten und Transpolieren der Milch, überhaupt mit dem Milch­geschäft in Berührung kommen. Vor einigen Wochen wurde bei Revlsioneli von ausivärts eingebrachte Alilch als stark gewässert vorgefunden unö einige Kannen solcher Milch beschlagnahmt. Bei einer dieser Tage uorgenonunenen Milchrevisioii sahen sich die revidierenden Beamten' Oie Milchverkäuferin, ein Dienstmädchen eines Händlers aus Lieh, eiwas naher an und bemerkten, daß diese den Kopf voller Uitgezifer (Läuse und Läusebrut) hatte und zwar in solchen Massen, daß man sie bei nur einiger Aufmerksamkeit auf ein paar Schritte erkennen konnte. Der Hals und die Kopfhaut der betreffenden Person war infolge der Ungezieferplage vollständig aufgekratzt. Jedenfalls hat sich der Besitzer dieser Milchverkäuferin mit den maßgebenden Bestimmungen der Arilchverkaufs-Lrdnung nicht vertraut gemacht, sonst hätte ihn die Aufsichtsbehörde auf solche haarsträubende Mißstände nicht aufmerksam zu machen brauchen. Es wurde ihm von dem Großh. Polizeiamt die weitere Besehäfilgung des betreffenden Mädchens in dem Milchgeschäft

die Zahl allein nicht für die Zumessimg der Mandate aus­schlaggebend sein kann (ein Gedanke übrigens, den die Offen­bacherin selbst in dem Schlußsatz desselben Artikels aus­spricht, in dem sie den zahlenmäßigen Beweis für die Be­rechtigung ihres Verlangens zu führen versucht), und daß man bei Berücksichtigung der anderen in Frage kommenden Momeiite der Provinzialstadt Gießen, dem Sitz der vor- nehnislen Bildungsanstalt des Landes und dem wirtschaftlichen Mittelpunkt Oberhessens und des ganzen mittleren Lahn­beckens, gerade so gilt wie dem Frankfurter Vorort, der Fabrik­stadt Offenbach einen weiteren Abgeordneten zubilligen muß. ist für jeden klar, der nicht nur einseitige Kirchturmspoliük treibt. Im übrigen meinen wir, daß jede Aenderung an der n der Regieriingsvorlage vorgesehenen Mandatsverteilung die ohnedies recht geringen Aussichten der Vorlage noch mehr verringert, unb das wird wohl alich die Offenbacher Zeitung nicht wollen.

Nuckkehc des Reichskanzlers nach Berlin.

Die politische Welt wurde Freitag morgen durch ein Tele- (MNrm aus Norderney überrascht, daß Fürst Bülow, den man so wohlauf wie nur wünschrnÄvort, in dem Seebad glaubte, einer Zahnoperation wegen nach Berlin zurückgererft sei. Wenn ein so hoher Beamter plötzlich den Sommerurlaub unterbricht, bebar es einer offiziellen Begründung; selbst die kürzeste Anwesenheit des Fürsten Bülow könnte in der Reichshauptstadt mcht verborgen bleiben, und man würde sich allenthalben fragen, welcher erheb­liche politische Anlaß den Kanzler zu der immerhin nicht un- beschwerlichen Fahrt genötigt habe? Solchen ^utm^u7e^/r°£.e wohl durch das Telogramm aus Norderney vorgebeug^.Werdern Trotzdem wird die Frage aufgeworfen, ob nicht doch am ^nde Fürst Bülow einer anderen Ursache halber zuruckgereist sei, als anjerft» einer Zahnoperation, die sich durch die ärztlichen

Vertrauensmänner des Fürsten 77 ^in bekanntes

her Vebrenstratze, das zu seinen Patienten ebenso die Mitglieder der Diplomatie wie der königlickM Bühnen zahlt vielleicht rnrr. :n rnm-bernet) selbst hätte ausführen lasten? Diese Annahme tot.ltd, nur zu dem.Zweck snPrfin begeben, um sich der einigermaßen kompilierten 8atnoV«ätLon zu unterziehen, dt- Mentlich nusL Veste gelungen (,t. Politische Gründe kommen nicht m Betracht.

Ter ÄeichrschahsekrelLr.

Des Glückwunschtelegramm der Fürsten Bülow zum 70. Ge- Lb ° StmN^ReiÄSdienst erhalten bleibe könnte als ein^ Beweis dafür gellen, daü ein Pcrsonenwcch c un Reichs-

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Blatt 157. Jahrgang Samstag «0. Juli 1907

sse Girtzttm < Miark wbch°nU.ch. Der ..hessisch« randwlrt" erscheint _ M 4SK

,"n,L General-Anzeiger für Gderhefjen

n;e nach- Ä sind Sonntag den 21. Juli von

stehenden A 6 T Z16 12 Uhr mittags bis 12 Uhr nachts nur lür dringende Fälle sicher anzntreifen. Uh

H. Arndt, Balmhofstr. 39.. 3>r. H ipper, Wühelmstr. -. lk-r. j^leyerhott, Süd-Anlage 7.

Zur hessischen Wahlrechtövorlage

)ringt bic Offenbacher Zeitung eine Reihe von Artikeln, auf )(pte emzugehen ini allgemenn-n keine Veranlassung vorliegt, ^.)enn sie enthalten kaum etwas, was nicht von anderer Seite ög gesagt worden wäre. In dem gestern veröffentlichten ^.irlllel, der die zukünftige Zusammensetzung der 2. Kammer allgemeinen zustimmend bespricht, sucht aber nun die

Z-für Offenbach die Berechtigung eines dritten Abgeordneten rachzuweisen, den es auf Kosten Gießens erhalten will. He Dies veranlaßt uns, auf die Angelegenheit einzugehen, zumal ^,e 8* dabei mit den Zahlen etwas gewaltsam umgeht,

lagt u. a daß Ntainz und Offenbach je einen meiteren ty Abgeordneten haben müßten, wenn die in diesen Städten auf -inen Abgeordneten kommende Einwohnerzahl nicht allzu.sehr oom Landesdurchschnitt abweichen sollten. Dies ist, wenn nan nur die Zahlen reden läßt, so richtig, daß man sich Darüber wundern muß, daß gleich darauf das Offenbacher H| Blatt Mainz den 4. Abgeordneten wieder aberkennt, während (Hi .'s für Offenbach abfolut einen weiteren Abgeordneten verlangt. W Daß es Wiainz den 4. Abgeordneten nicht zuerkennen will, ^begründet das Blatt damit, daß ^auch der Einfluß der rein städtischen Vertreter auf den Gang der Gesetzgebung nicht über 101 eine gewisse Grenze hinausgehen sollte". Da die ohne weitere ^Beweisführung aufgestellte Behauptung auch gegen den ver< langten 3. Vertreter für Offenbach sich richtet, hilft sich das H Blatt damit, daß es einfach den in der Regierungsvorlage für Gießen vorgeschlagenen 2. Abgeordneten für Offenbach in g Anspruch nimmt. Wenn die Verteilung der städtischen Mandate nach der Zahl der Bevölkerung allein zu erfolgen hätte, so müßte

aber nicht in die Offenbacher KirchturmSpolitik hinein. So ist z. B. für Gießen die Möglichkeit der zukünftigen Ein- gememdung der Orte Wiescck, Heuchelheim und Klein-Linden j durchaus nicht von der Hand zu weisen. Damit würde die m Stadt Gießen ein Einwohnerzahl von 37 000 Seelen erhalten, also recht wohl auch der Zahl nach den Anspruch aus zwei Abgeordnete erheben können. Im übrigen meinen wir, daß der Art und Entwickelung unseres Landtagswahlrechts nach

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