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Viertes Blatt LF7. Jahrgang
Samstag 14. Dezember 1907
G^cheinl lögllch mit Ausnahme des Sonntag-.
D»e „Gtetzener $amtltenbldtter“ werden dem .Anzeiger* oiernial wöchentlich beigelegt, das „Kretsblatt für den Kreis Gießen" zweimal wscheatitch. Der..hessische Landwirt' erscheint monatUd) einmal
Giehener Metzer
General-Anzeiger für Gberhesfen
Jtotöhon5brud* und Verlag der Brühl'sche» UnwersitätS - Buch- und EteraLruckersi» R. Lange. Gießen.
Redaktion, Exveditton and Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: 5L
Redaktion: 112. Tel.-Adr^AnzeigerGießen»
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kyCjüjuflyliii/uuti. unv mu;i gern dieser Anregung Raum, I Handlungsgehilfen in Leipzig i
eipzig zugeht. — Wer am Weihnachtsabend
vor dem brennenden Baume sich des Jubels seiner Kinder
Kauft mir
gebrochene
Derben mit
mi § strase kann, wird
hohen Geldstrafen und sogar mit Gefäng- geahndet. Wer die Strafe nicht sofort zahlen festgehalten. Diese Vorschriften werden sehr streng und Unkenntms wird niemals als Entschuldigungs-
*♦ Ordensangelegenheit. S. K. H. der Groß- Her zo g haben dem Bankoirektor Nathan Buchsweiler in Antwerpen die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm vom König von Rumänien verliehenen Offizier- krcuzes des Ordens Der Krone von Rumänien erteilt.
** Eisenbahnpersonalien. S. K. H. der Groß-
wenigen Mengen solcher Getränke, die sie beim Eintritt nach 'Frankreich mit sich führen, den Zollbeamten in jedem Falle ausdrücklich angeben und vorzeigen müßen. Es gilt dies
Aus Stadt und Land.
Gießen, 14. Dez. 1907.
WeihttachtswLiusche.
politische Lagesschau.
Die Emsührung von Spirituosen in Frankreich.
Die „Nordd. Allg. Ztg." weist darauf hin, daß gemäß
XX Hammha, Giessen |
üurktnlfttr. 11. Teleolioi! 407. M
gehandhabt
gründ zugelassen. Dieser Mitteilung sei daher weiteste Verbreitung und sorgfältigste Beachtung zu wünschen.
Zoll- usw. Vorschriften für
Len französischen
Branntwein, Likör und andere Spirituosen die Reisenden die
auch für noch so kleine Mengen, namentlich auch für an- Flaschen und Fläschchen. Zuwiderhandlungen
freut, der denke einmal daran, wieviel Menschen in demselben Augenblick am Ende ihrer Kruste angelangt sind, vor Müdigkeit fast zusammenbrechen, jedenfalls an die eigene Feier des schönen Festes nicht denken können! Das sind die Verkäufer, Vertäufe- rinnen und Diener der starkbesuchten Geschäfte, die in den letzten Tagen vor dem Feste und besonders ganz zuletzt in einer Weise in Anspruch genommen werden, daß sich der Fernstehende kaum eine Borstellung davon macht. Auf das anstrengendste Tagewerk folgt nächtlich das Aufräumen und Zurechtmachen für den nächsten schweren Tag; mit der natürlichen Notwendigkeit des Schlafens muß man sich in dieser Zeit irgendwie abfinden. Die Dame, die noch am letzten Tage einkaust, beobachte einmal die bleiche Lerkäuserin, die sich kaum noch auf den Füßen zu halten vermag. Ist es da ein Wunder, daß die Be- dienmig nicht mehr frisch und freundlich und befriedigend, wie man sie wünscht, von statten geht? Die Menschen können einfach nicht mehr. Das Publikum kann das liebel wesentlich mildern, schon allein wenn es sich abgewöhnt, alles bis zuletzt aufzuschieben. Also wer nicht aus besonderem Grunde noch am letzten Tage und in den letzten Stunden vor dem Feste einkaufen muß, besorge seine Einkäufe früher, schon Wochen vorher liegt ja alles bereit; man kaufe auch nicht spät abends und nicht in den Tageszeiten, wo bekamttermaßen der Andrang am stärksten ist. Der Käufer findet doch auch seine Rechnung dabei, benn er kann auf bessere Bedienung rechnen, und er kann bei weniger gelichteten Beständen ruhiger auswählen und sich entschließen als später im starken Gedränge. Bor allem aber: Wer sich selbst und den Seinen ein frohes Weihnachtsfest gönnt, der denke auch an seine Mitmenschen, an die vor allem, die für seine Weihnachtsfreude arbeiten müssen, und er belaste sie nicht mehr, als unbedingt nötig ist.
mbBrpiprk• /SAMail« darSohle.
Herzog Haven dem Eisenbahn-Bau- um) BetriebsinspektoL in o-er Hessisch-Preußischen Etsenbahngerneinschaft Karl Barth, Mitglied der Äseirbahndtrektion Essen a. R., bat Charakter als Regierungs- und Baurat verliehen.
** Lebensretter. Der Maschinenmeister Herrn, Lehnert in Worms hat am 20. Funi 1907 ein Kind vom Tode des Ertrinkens gerettet. ArS Anerkennung hierfür ist ihm von S. K. Y. dem Groß Herzog die tnngsmedaille verliehen worden.
-- Steinberg b. G., 13. Doz. Der Gesangverein Iu» genb f reunb beschloß auf Wunsch mehrerer Vereine üt ferner letzten Generalversammlung, sein 20jähr. Sts s- tungssest verbunden mit Ges augswettstreit am 31. Sinti, sondern am 8. uno 9. Juni 1908 (2. irn# 3. Psing,Feiertag) zu feiern. Im übrigen sind die Vorbes Leitungen zu dem Fest, das recht schön zu werden verspricht, im besten Gange.
X Grebenhatn, 12. Dez. Bei der lehien Vieh- zahlung wurden hier gezählt 32 Pferde, 546 Stück Nind- vieh, 403 Schweine, 19 Ziegen, 755 Stück Federvieh und 51 Bienenstöcke. Schafe sind m unserer Gemeinde nicht vorhanden.
bg. Kirchhain, 12. Dez. Durch das anhaltende Regen- ivctter der letzten Tage sind die Ohm, Klein und Wohra über die Ufer getreten und haben das weite Wiesen tal überschwemmt, das jetzt einem großen See gleicht. Ganze Scharen von wilden Enten tummeln sich in dem Gewässer, das jetzt immer noch im Steigen begriffen ist. Auf erhöhten Stellen, die gleich Inseln aus dem Waffer ragen, steht man zahlreiche Krähen, bie dort den vor dem Wasser flüchtenden Mäusen auflauern. Die Ueberschwemmung wird m den Wiesen mit der Mäuseplage gründlich aufräumen.
bc. Frankfurt a. M., 12. Dez. Wte wir hören, ist der Pnoatdozent für Psychiatrie an der Universität Göttingen Tr. Heinrich Vogt als Vorstand der hirnpathologischen Abteilung des Senckenbergischeu neurologischen Instituts berufen worden. Zu Oberärzten am städt. Krankenhause wurden ernannt: an der chirurgischen Klinik der Leiter des Krankenhauses zu Idar-Oberstem Dr. Amberger, an der Haut- llinik der Sekundärarzt Dr. Hübner und an der inneren Klinik der Sekundärarzt Dr. B i n g e (.
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Der A-vetit erwacht, tue gersttgerr und körpcrltchen 5rrr.-ftv werden raiw gehoben, das Gcirnnt ^ervcrwstetn gestärkt. - lütan verlange fedoch ausdrücklich das echte Dr. Hummel S' Haematogcn und lasse sich kerne der vielen Nachahmungen ausrederr
Der Marineetat.
Berlin, 12. Dez. Die Budgetkvmmisswn des Reichstages •efeic die Beratung des M arineetats bei Kapitel „Schiffs-' sauten und Armierungen" fort und nahm die ersten 10 Artilel m. Auf eme Anfrage Erzbergers, trat Staats'ckretür v. Tir°- piß nachdrücklich der in der Presse zum Ausdruck gekonnnerrm Auffassung entgegen, als ob unsere in Bau befirMichen Schiffe nicht auf b c r Höhe der Zeit ständen. Ferner äußerte 'ich v. Tirpitz über, den Umbau der Kaiserklasse und führte aus: Sie Schiffe müssten im Laufe ihrer Lebenszeit einmal ersahrungs- mäßig einer Grundreparatur unterzogen werden, dabei sei nicht amner zu treimen, was Reparatur und was technische Verbessermt- gen. Die Kaiserklasse sei schon bei ihrer Konstruktion zu tief gefallen, so baß der Panzergürtel eines Schiffes nicht hoch genug aus dem Wa,wr liegt. Dee Hauptzweck der llmbauren sei daher, Die Schiffe zu erleichtern. — Müller-Fulda (Ztr.) konstatiert, Da6 nach den Darlegungen, des Staatsstkretärs die Artikel in Der „Täglichen Rundschau" auf der llnkeuntnis der wirklichen Sachlage beruhen. Cs liege inü Interesse der Verwaltung und Des Lairdes, wenn einer Beunruhigung entgegengetreten rrerbe., Darauf erst arte Staatssekretär v. Tirpitz, er habe »sich nicht veranlaßt gefühlt, ber in der Presse geübten Kritik an unserem SostssSmaterial entgegenjutreien, weil bei derartigen Zndistretionen verschiedene durchaus gebotene Zläcksichten verletzt Werden müssten. Unsere Schiffe feien int allgemeinen viel Lesser gepanzert a l s d i e englische n. Paasche (diatl.) steift in .Anknüpfung an die Auslassungen des Staatssekretärs die Auffassung zurück, als ob die na t i o n all iber a l e Partei mit den Artikeln der „Täglichen Rundschau" irgend etwas zu tun hätte. Arendt (Rä>pt.) äußert, die Tiskreditie-' in n g unserer Flotte, wie sie betrieben in elfte, sei außcr- ordenttich ^bedauerlich. Sodann wurden die weiteren Titel betreffend „Schisi^banten" bewilligt.
Wiedereinführung der Taler.
Berlin, 12. Dez. Dem Reichstag gntg eine Resolution Kanitz zu, den Reichskanzler zu ersuchen, die mü Dan 1. Oktober cingezogenen Taler, soweit noch keine Umprägung istattgefuuden habe, wieder in Verkehr zu setzen und dem Reichstage einen Gesetzentwurf vorzulcgen, durch den der in Zahlung zu nehmende Höchstbetrag an Reicl)ssüber münzen be- wichtlich erhöht utth der auf 50 Mark für den Kopf der Be-- völkerung normierte Gesamtbetrag au. Reichssübermünzen zunächst auf '25 Mark herabgesetzt werde.
Die Majeftätsbeleidignng.
Berlin, 12. Dez. Die Kommission des Reichstages zur Beratung des Entwurfs eines Gesetzes betr. dieBeftrasungder Majestätsbelcidigung nahm heute das Gesetz endgül- iig in folgender Fassung an: „Tie Beleidigung ist nur dann auf Grmü) der Paragr. 95, 97, 99, 101 strafbar, wenn sie mit der Absicht der Ehrverletzung, böswillig und mit Ue b er» Regung begangen ist. Im Fall mildernder Umstände kann die Wefängnisstrafe oder die Festungshaft bis auf eine Woche er- imästigt werden. Tie Bersolgung verjährt in 6 Monaten. Zst die Strafbarkeit nach Absatz 1 ausgeschlossen, so finden Die Vorschriften des 14. Abschnitts des Strafgesetzbuchs (gewöhn- Lüche Beleidigung) Anwendung." Außerdem wurde der paragr. Zö, 2 Str-G.-B. dahin abgeändert, daß im Falle der Berurteilung die durch öffentliche Wahl erworbenen Rechte nicht Wehr aberkannt werden dürfen.
Wie alljährlich, riarten wir an unsere Leser die Mahnung, ihre Weih nacht sc in kaufe in den heimischen Geschäften zu machen, damit auch für unsere Geschäftswelt, für bie das Weihnachtsgeschäft oft geschäftliches Sein ober Nichtsein für die Zutunst bedeutet, Weihnachten zu einem gjt ber Freude iuirb. Die ferne Großstadt ist nicht so r auf das Weihnachtsgeschäft angeNxc,en uno kann bei r heutigen Verkehr ^Verhältnissen auch nicht besser und billiger liefern wie unser rühriger heimischer Kauiinanns- starrd. Dazu kommt, daß sich der Umtausch üon Waren glatter, müheloser und billiger gestaltet, toeitn er am Ort vor genommen werden kann. Also laufe man am Platze!
Eine fernere Bitte, die uns aus Kau ftnanns kreis en unterbreitet wird, gehl dahin, in der gegenwärtigen Wnhnachts- *eit möglichst alle Einkaufe gegen Barzahlung vorzunehmen. Die ^sich^bant verlangt jetzt von den Geschäftsleuten den unerhört hohen Zinssatz von 7ist Proz.; demerrtsprechenb berechnen die Privatbanken durchschnittlich 81/2 ProZ- — ein Zinssatz, 'welcher sich am Jahresschlüsse erfahrungsgemäß noch steigern dürste, während Außenstände in Höhe von vielen Tausend Mark zinslos in den Büchern der Geschäfts treibenden stehen. Die ganze mr- gewöhnlichc Sachlage rechtfertigt wohl bie Bitte, deren Berücksichtigung tuir dem kaufenden Publikum im Interesse der ganzen Geschäftswelt angelegentlichst empfehlen möchten.
Auch die Handlungsgehilfen haben ihren besonderen Weihnachtswunsch, der den besonderen Vorzug hat, daß seine Erfüllung nichts kostet. Er lautet:
Weihnachtseinkäuse frühzeitig machen — um menschlich zn handeln gegen seine Mitiriemchen und verständig im eigenen Znleresse! Wir geben ün Zw- teresfe der kaufmännischen Angestellten, aber auch der GesckMftsinhaber und niajt zuletzt des kaufenden Publikums l, die uns vom Verband Deutscher


