(mit Ausnahme
Völi,kvMkÜkdkrHL,t der Wrsfällt in örr Siniit5 ientn
1
des
3
3^o Portugiesen Serie 1 .
<5% Portugiesen
111
. 140.80
97.70
r nnce-Henn-hiticn bah n . 136.50
220.
iierliuer iborse, 3.
April 1907.
Großherzog
27 40
141.75
49 70
85.50
65.90
96.45
April Anfangskursa. iiurpener Bergwerk. .uuraiiUtte . . umourden E. B.
.\ordd. Lloyd . . . i uraeulose .
lilrkenlose ...
Gliech. Älonopol-Anl.
4/o Uesterr. Goldrente. . 4‘/s '0 Uesterr. Sil betreute
94.60
102 60
67.20
68.40
90.6ü
92.00
93.70
4>iü/0 russ. Staatsaul. 19üo 4>6° 0 Japan. Staatsauleihe 1 /o Conv. Türken von luu3
Ungar. Goidrente Italien. Bente .
178.80 165.3t 2oO.
75.7t
145.10
. . 208.50 . . 223.20 . . 27.40
. . 125.70
. . 140.25
Canada E. B.....
Uarmstadter Bank . .
Veutscue Bank . . .
Durtuniuuer-Lnion C. . uresduei Bank . . .
Tendern.; schwach.
3>s7( ö% W°l e
96.35
85.40
96.35
85.45
94.50
95 00
99.20
4>o
4 J»6
Unterricht an höheren Mädchenschulen und höheren Bürgerschulen widmen wollen. Es darf angenommen werden, daß bei dieser Entwickelung des Lehrerbildungswesens der Lehrermangel in einigen Jahren gedeckt sein wird.
an und wenn das Feuer erst sie er- kein Einhalt wehr geboten werden ein Areal von 600 bis 700 Morgen
haben den Bureauassistenten bei dem Hydrographischen Bureau Ludwig Hammann zum technischen Revisor bei diesem Bureau und den Registrator i. P. bei der Direktion der norm. Hessisch - Thüringischen Staatslotterie, Rechnungsrat Joh. Hallstein in Darmstadt, zum Ministerialregistrator bei dem Ministerium der Finanzen ernannt.
’• Ober hessische Viehzucht. Nach dem in den letzten Sitzungen der in Hessen neu organisierten Landwirtschastskaininer der Beschluß gefaßi ivorden ist, daß auf der in diesem Sommer zu Düsseldorf statlfmdendeu A u s ste l l u n g der deutschen Landwrrtschastsgesellschast sich auch die Provinz Oberhessen mit einer Anzahl ihrer h e i mi s ch en Viehzucht (Vogelsberger) beteiligen möchte und nachdem zugleich von der Landwirt-
äussere Argentinier .
Dienaauer . .
AVI» Chinesen . . .
Aktien:
Bochum Guss.....
Buderus K W . . . .
Tendenz: schwächer.
Oandel tntfc verkehr, Volkswirtschaft.
Köln, 2. April. Um dem Verfall der bisher zufriedenstellenden Lage der deutschen T a p e t e n i n d u st r i e rechtzeitig vorzubeugen, haben sich, wie der „Köln. Ztg." von beteiligter Seile geschrieben wird, die Tapetenfabriken zu einem einheitlichen Verbände zu- samweugeschlosien, der den Zweck hat, die Gründung einer Aktien- Gesellschaft, der alle deutschen Tapetenfabriken angeschlossen werden sollen, vorznbereiten. Die nötigen Mittel zur Durchsührwig dieses Plaues seien bereits sichergestellt. Tuich dre Gründung beabsichtige man der immer mehr überhaudnehmcudcn Ueberproduknon Herr zil werden, und gleichzeitig durch Vereinheitlichung des Betriebes die übergroßen allgemeinen Unkosten der einzelnen Fabriken auf ein iiormalcs Maß zurückzubriugen. Ta die neue Gründung im Frühjahre nächsten Jahres in Erscheinung treten soll, hat der Verband bereits Bestimmungen über die Einschränkung der Produktion und den Abschluß von Lieieruugsverträgeu erlassen, um einer Belastung der neuen Gese.Schaft durch dieselben vorzubeugen.
Märkte.
?. Lich, 2. April. Der heutige Markt hatte sich eines so starken Zuspruchs zu erfreuen, wie er wohl seit Jahren ui bt vor- gekommen ist. Aus dem S ch w e i n e m a r k t waren 793 Stück aufgetrieben. Trotzdem der Handel etwas schleppend ging, behaupteten sich die seither üblichen Preise doch. Es kosteten Ferkel 6—7 Wochen alt 28—32 Alk. das Paar, 7—8 Wochen alt 30 bis 40 Alk. Läufer das Stück 30—48 Alk., je nach Qualität. Auch der Krämermarkt war wohl des schönen Wetters wegen so lebhaft besucht, wie es lange nicht der Fall gewesen ist.
Bleich en b ach, 2. April. Der heutige O st e r m a r kt war von ganz kurzer Tauer. Obwohl aus nächster Umgebung über 300 Ferkel und Einleger ailgetrieben waren, kam in 3 bis 4 Stunden der ganze Bestand zu ganz annehmbaren Preisen zum Verkauf. Tie Preise gingen von 30—40 Alk. für 7—8 Wochen alle Ferkel; Einleger fanden zu 75-85 Alk. raschen Absatz. Händler aus Vilbel, Echzell nsw. brachten Leben in den Alarkt.
O L o m b a ch, 2. April. Bei dem heutigen Inngschweinc° markt waren 20-'Stück aufgetrieben. AlsVeikänier waren viele Bauersleute aus der Umgegend erschienen. Die Ware fand flotten Abiatz, innerhalb zwei Stunden war sie verkauft. Eine geringe Zahl sechs Wochen alte Ferkel standen das Paar auf 30 Alk., während die größere Zahl der zuni Verkauf gebrachten Schweine, 10—12 Wochen alt, zu 50—55 Alk. Absatz fanden.
Woche. Boni 10. bis 16. März 1907.
angenommen zn 29 500 tinkl. 1600 Alaun Militär) Sterblichkeitszisser: 24,66 °/00,
Abzug von 6 Ortsfremden: 14,10Vw.
Kinder
vom
2.—15. Jahr
richtung gespielt hatten, verließen sie unter fröhlichen Zurufen der Angei'animelten den Turm.
sd. D a r m st a d t, 2. Avril. Die Sterbekasse für Mitglieder des Hessischen L a n d e s g e w e r b e v e r e i n s und des Verbandes id-eutscher Gewerbevereine hielt, heute unter dem Vorsitz von S a m e s - Darmstadt ihre 8. Delegiertenversammlung eib. Außer dem Vorstand waren Delegierte aus Gießen, Hungen, Offenbach, Bingen, Flonheim. Ovven- hcim. Beerfelden, Büdingen re. erschienen. Der Geschäftsführer, der Svndikus der Handelskammer Engelbach gab einen Ueberblick über das verflossene Geschäftsjahr, ans dem hervorgeht, daß das finanzielle Ergebnis günstig war. Die Mitgliederzahl hat sich vermehrt. Das Versicherungskavital hat sich durch den Zugang von 74 neuen Mitgliedern um 59 800 Mk. vermehrt, durch Tod sind 22 Mitglieder abgegangen, an bereit Angehörige 12 040 Mk. Sterbegelder ausgezahlt wurden. Auf Vorschlag von Emmel- Hungen wurde unter dem Ausdruck des Dankes dem Vorstand Entlastung zuteil. Auf Vortrag des Geschäftsführers Engelbach wurde beschlossen, wie im letzten Jahre die beiden Herbstraten nicht zu erheben. Hierauf wurde die Errichtung einer Zahlstelle in Württemberg einstimmig gntgeheißen. Ferner wurde beschlossen. daß für die Folge den Ortsrechnern außer den bisherigen Bezügen etwa entstandener Mehrkosten für das Einkassieren der Beiträge für das Jähr und Mitglied des Erhebungsbezirkes 10 Pfg. besondere Vergütung ans der Kasse zugewiesen wird. Die seitherige Erhebungsgebühr bleibt bestehen. Der Vorstand wird weiter beauftragt, wegen der weiteren Erhöhung der Gebühren der nächsten Versammlung geeignete Vorschläge zu machen. Der Vorstand wurde sodann ermächtigt, wegen der Unterstützung eines Waldkurhauses in Bad Sulzburg, das den Mitgliedern dann ermäßigte Kurpreise zubilligt, Vorschläge zu machen. Der nächste Delegiertentag findet in Bingen statt.
Mainz, 2. 9(pri(. Aus dem an den Osterfeiertagen hier ab- gehaltenen Verbandstag der deutschen Werkmeister wurde der Antrag, den Verbandssttz von Düsseldorf nach Berlin zu verlegen, abgelehnt. Ter nächste Verbandstag findet zum 25jährigen Jubiläum in zwei Jahren in Düsseldorf finit. Am Samstag abend sand im „Schösterbof ein Bierkommers statt. Nachdem der Vorsitzende des hiesigen Bezirksoereins eine Begrüßungsansprache gehalten, hielt der Vorsitzende des Verbandes d'Hone einen Vortrag über Verbandsangelegenheiten. Seit Gründung des Verbandes wurden 1 Million Mark für Unterstützungszwecke ausge- aeben. In einem zur Verlesung gebrachten, Telegramm dankte S. K. H. der Großherzog für die Huldigung und wünscht den Verhandlungen besten Erfolg. Nachdem noch der Ehrenvorsitzende Zander-Düsseldor« gesprochen, wurde in den unterhaltenden Teil eingetreten. — Am Sonntag abend folgte in der .Liedertafel" em großer Festkommers, der sich zahlreichen Besuches erfreute. Nachdem Herr Megerlin eine zündende Begrüßungsansprache gehalten, sprach Reichstagsabg. Tr. Pott Hof, der Geschäftsleiter des Verbandes, in interessanter Weise über die Versicherung der Privatangestellten durch Reichsgesetz, unter welches Gesetz auch die Werkmeister fallen würden.
faßt hätte, würde ihm können und es wäre abgebrannt.
— 2 aubach, 2.
Telefonische Kursberichte
Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank (Ur Handel und Industrie, Giessen.
Frankfurter Börse, 3. April, 1.15 Uhr.
131.00
114.30
23190
198.- 136.50
208.- 222.25 126.- 112.- 158.25
135.50
230.-
169.—
172.40
145.-
212.40
Landwirtschaft.
— Köln, 2. April. Wie die „Köln. Volksztg." meldet, hat der Rheinische Rübenbaucrverband folgenden Beschluß gefaßt: „Der Verband steht nach wie vor auf dem Standpunkte, daß infolge der gestiegenen Löhne und Tüngemittelpreisc in unserer Provinz durchweg nicht unter 1 Mark, wo die Verhältnisse günstiger liegen, nicht unter 90 Pfennig vro Zentner gebaut werden können. Da nun die Zuckerhersteller behaupten, diß sie nach Lage des Zuckermarktes in diesem Jahre nicht imstande seien, den von uns geforderten Preis zu zahlen, so richtet der Rheinische Rübenbauvecband an alle Einzelver- bände, um Verluste, die in diesem Jahre beim Rübenbau entstehen werden, nach Möglichteit einzuschränken., die Mahnung, dort, wo die wirtschaftlichen Verhältnisse es gestatten, den R ü b e n« bau ganz einsu ft eilen, dort aber, wo das nicht tunlich ist, denselben nach Möglichkeit einzujchränken.
Elektriz. Lahmeyer . . . Elektnz. Schlickert . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Anienk. Paket«. Barpener Bergwerk. . . Lauranütte......
Aurdd. Llujd . . . .
U bei sch les. Eisen-Industrie Berliner iluuuelsges . .
Darmstädter Bank Deutsche Bank . . ,
Deutseli-Asiat Bank . ,
Diskuutu-KummandiL . Dresdner Bank . , . Kieuituktieu.....
Baitimuie- und Uhio-
Biseulann .
Guttuardbahn . . . .
Lomuurd. Eisenbahn . . Uesterr. Slaaisuami . . .
schaftskammer die hierfür nötigen Miltel zur Deckung der entstehenden Kosten in dankensu erter Weise bewilligt worden sind, hat in der letzten Woche durch eine hierfür bestimmte Kommission die endgültige Aussuchung von ca. 20 Stück schöner Vogelsberger Tiere in den Kreisen Gießen und Schotten stattgefunden. Außer den beiden Zuchthöfen Bing m ü b l e und Zwiefalten werden auch oeischiedene kleinere Viehbesitzer und Gemeinden au dieser Kollektion für die Ausstellung beteiligt fein. Tie Kommission hat auf ihren Reisen im Zuchtgebiet den freudigen Eindruck geivonueu, daß in vielen Orten der beiden Kreise das Vogelsberger Vieh noch in einer größeren Anzahl schöner Tiere heimisch ist und gezüchtet wird und konnte konstatieren, daß, was Pflege und Ernährungszustand der Tiere anbelangt, heute sehr erfreuliche Resultate erzielt werden! Nicht allem auf beiden Zuchthöfen war der vorhandene Viehbestand zum größten Teil mustergültig zu nennen, auch die kleineren Viehbesitzer sind in lobenswerter Weife bestrebt, die seither leider etwas im Rückgang begriffene Vogelsberger Vieh- zücht durch Ernährung und Pflege ihrer Tiere, sowie besseie Stall- emrichtung wieder auf den guten Standpunkt zu bringen, den sie in früheren Jahren hatte und der ihr auch mit Recht zuerkamit werden muß. — Wir dürfen hieraus den Schluß ziehen, daß auch in Zukunft unsere Vogelsberger Tierzucku den anderen schönen Viehrasfen auf Tierschauen würdig zur Seite gestellt werden kann. — Wünschen und hoffen wir daher fiir die Ausstellung in Düssel- dors unserer Provinz Lberhessen, befonders dem Vogelsberger Zucht- Verein die besten und glücklichsten Er'olge.
" Preußische K l a s s e n ° L o 11 e r i e. Die Erneuerung der Lose zur 4. Klaffe der 216. Lotterie muß mit Vorlegung der Lose 3. Klasse spätestens bis zum 4. ds. Alts, geschehen fein. Auch müssen die Freilose zur vierten Klasse gegen Rückgabe der Ge- wumlose 3. Klasse bis zum vorerwähnten Termin eingefordert sein.
-p. Ltch, 2. Aprtl. Am Karfreitag nachmittag wurde an der Grenze zwischen hier und Rieder-Bessingen auf einem Acker das dürre Gras und Unkraut in Brand gesetzt. Der Wind trieb das Feuer dem Walde zu und entzündete den Laubboden des Hochwaldes. Rur dem raschen Herbeieilen des Forstwarts Blei zu Rieder-Bessingen mit mehreren Hülfs- kräften war es zu verdanken, daß kein größerer Waldbrand entstand. Kaum oO Nieter von der Brandstelle geht eine große Fichtenpflanzung
11.
Einwohnerzahl: nach
einigen Wochen noch 7 Mk. für ein Raummeter buch. Scheitholz erzielte, wurden bei der letzten städtischen Holzveisteigerung durchschnittlich 8 Alk. bis 8,50 Mk. gelöst.
? Rainro d bet Schollen, 1. April. Ein Steinbruchs- bcsitzcr aus Ober-Widdersheim hat in unserer Gemarkung Gelände angekaust, um em Basaltwerk zu errichten. Es soll mit der Station durch eine Drahtseilbahn verbunden werden.
§ Schotten, 1. April. Eine rege Bautätigkeit entfaltet sich gegenwärtig hier, indem eine große Anzahl Reu- bauten errichtet wird. — Lehrer Schultheis, der /Begründer des Lchrerheims Vogelsberg", tritt in den Ruhestand.
m Friedberg, 2. April. Einen schönen Brauch, der seit etwa 100 Jahren nicht mehr geübt wurde, brachte am 1. Feiertag der eoangcl. P o s a u n e n ch o r zur Ausführung. Als am Morgen die Sonne ihre ersten Strahlen auf die noch in stiller Ruhe liegende Stadt warf, ertönten plötzlich dic Weisen des Posaunenchors von der Stadtkirche herunter. Eine weihevollere Stimmung konnte man sich nicht deuten, und wie durch Zaubertest waren alle Einwohner auf den Beinen. Nachdem die Veranstalter vier Choräle nach jeder Himmels-
Arbeiterbewegung.
Berlin, 3. April. Die im Tcirti^n '.Metallarbeiter- verba n 5 e organiiurten Arbeiter unu Arbeiterinnen dec Berliner Drahtindunrie beschwuen in einer gestrigen Versammlung in ge- heuner Abstimmung, am 3. April in den Aus st and zu treten, >a die neuen Forderungen für die Tariserneuerung am 1. April bisher nur von sechs Arbeitgebern bewilligt worden sind.
Köln, , 2. April. Der Verband der Maler und An- tr e icher für Rheinland und Westfalen begann am 2. April mit der Aussperrung sämt.ichcr organisierter Gehilfen, n^ch-
April. Aehnlich wie bei den Kohlenpreisen machte sich m letzter Woche auch bei den Holzpreisen eine wesentliche Steigerung bemerkbar. Während man vor
Summe 14 .6) 11 (5i 2(15 I
2(nni.: Tie m Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
Aus Sradt und Land.
Sprechstunden der Redaktion: 1/a 12—1 Uhr vorm., Vs 7—1/3 8 Uhr nachm., von Samstag und Sonntag).
Gießen, den 3.
** Personalien. Se. Kgl. Hob. der
Reichsanleihe do.
Konsuls . . do. . .
Hessen Überliessen
Die Baueriittiiruhen in Rumänien.
In bet Wallachei ist die Situation noch kritisch. In Kalafat fanden Kämpfe statt. Bei Cucuessi kam es, wie gerüchtweise verlautet, zu einer g r o ß e n S ch l a ch t. Es heißt, 100Bauern seien getötet. Wie der Adeverul meldet, haben sich Gutsbesitzer und Pächter zu gemeinsamen Vorgehen geeinigt und ein Memorandum mit folgenden fünf Poftulaten ausgearbeitet: Moratorium der Pachtzinsen und Steuerleistuugen für ein Jahr: Moratorium für Htzvotheken-Darlchen zu landwirtschaftlichen Zwecken: Sicherung der nickst zerstörten Güter: Garantie für den Beginn der Fruhlingsarbeit: Entschädigung für die bei den Revolten zerstörten landwirtschaftlichen Geräte, Werkzeuge und Maschinen.
In N e g e j fingen Bauern den Gutspächter Pavier, k r e u - zigten ihn lebend und schlugen ihm dann mit einer Hacke den Kopf ab.
Nach offizieller Darstellung find die Meldungen über die Anzahl der Toten und Verwundeten außerordentlich übertrieben. Die hauptsächlichen Banden sind zersprengt und eine ganz erhebliche Besserung der Gesamtlage eingetreten. Eine große Anzahl Iber Rädelsführer ist verhaftet. In den meisten Distrikten der Moldau und der Muntenie bemühen sich die neuen Präfekten persönlich, die Bevölkerung zu beruhigen und die Verständigung zwischen den Gutsbesitzern und den Bauern wieder herzuftellen. Sie fahren vvn Gemeinde zu Gemeinde, hören die Beschwerden der Bauern «.n und suchen begrün toten abzuhelfen. Viele Gutsbesitzer und Pächter zeigen hierbei Patriotismus und guten Willen, indem sie ihre Hand zur Beseitigung der ärgsten Mißstände bieten. Die Verlesung der Proklamation der neuen Regierung, welche die wichtigsten Agrarreformen antündigt, wirst überall beruhigend und wird überall mit Vertrauen ausgenommen. In der Hauptstadt herrscht vollständige Rübe. Die Sicherheit der Petroleumgebiete ist vollständig. Neue Fälle von Brandstistungen oder Plünderungen werden nicht mehr gemeldet. Ueberall werden die Unruhestister, Rädelsführer oder Verdächtigen den Gerichten übergeben. Tie Wiederherstellung des Einvernehmens zwischen den Gutsbesitzern und Pächtern und den Bauern macht in allen Teilen tos Landes Fortschritte. Es besteht begründete Aussicht, daß mit zunehmender Beruhigung die Feldarbeiten wieder ausgenommen werden.
dem der von ton Meistern aufgestellte neue Lohntarif nicht aiv, genommen worden ist.
Hamburg, 2. April. An Bord der Kasernenschiffe kamen beute zwischen den Arbeitern verschiedener Nationalitäten ernste Streitigkeiten vor. Llus der „Schaumburg" gerieten Deutsche und Italiener aneinander, wobei zwei Mann schwer verletzt und ins Krankenhaus gebracht wurden. Auf der „Hungaria" wurden, zwei Manu durch Messerstiche schwer verletzt. In Wilhelmsburg ent- stand zwischen englischen und polnischen Arbeitern eine große Schlägerei. Acht Arbeiter wurden so schwer verletzt, daß sie ins Krankenhaus geschasst werden mußten.
Reichen berg (Böhmen), 2. Avril. Die Aussperrung der Tuchweber in 30 Großbetrieben Nord-Bohmens mit über 5000 Arbeitern erfolgte heute.
R o in, 2. April. Tie 9(rljeiter der Stahlpanzergewerffchost Terni sind in den Ausstand getreten, weil sie die neue Dienstordnung nicht anerkennen wollen. Tie Zahl der Ausständigen beträgt 10 000. Tie Besatzung von Terni wurde um ein Regiment verstärkt.
vermischte».
' D e r K a i s e r ist nach der Schilderung des Franzofen Huret eine impulsive Natur Er plaudert gern und geistreich über alle Tinge, nur nicht über gewisse, nach seiner Ansicht fundamentale Wahrheiten, in denen er jede Biderrede abschneidct. Er lässt Opposition gelten, wenn auch nur gedruckte. Er lieft alles, was die „Z u fünf t" (Herausgeber Maximilian Harden) über ihn schreibt. Ter Kaiser macht sogar, wie es scheint, Randbemerkungen zu ihren Artikeln. Er ärgert sich nickst über die Kritiken. „Er kernst mich nicht", sagt der Monarch einfach. Ans der grotesken Schilderung Hurets über das Hofleben sei die folgende Charakteristik entnommen: „Der Kaiser v e r st e h t es nicht so gut wie sein ritterlicher Großvater mit den Frauen u m zugehe n. Tas macht, well ihm in seiner Jugend der Einfluß vornehmer Frauen auf feilte Ncuur gefehlt hat. Sein lustiges Leben in Bonn bewegte sich nur in gewöhnlichen Sphären, und auch hieran ist seine Schüchternheit schuld. In jedem Falle hat er die Tradition nicht aufrecht erhalten . ."
* München, 2. April. Der Chefarzt tos hiesigen Gisela- Kinder-Krankenhauscs, Tr. Nkoritz Hutzler, hat durch einen Pistolenschuß seinem Leben ein Ende gemacht. Dcr 34jähr. Arzt hatte zeitweilig Anfälle tiefer Melancholie. Unmittelbare Ursache zu dem Selbstmord mögen jedoch Differenzen mit ärztlichen Standesgenossen gegeben haben. Prinzessin Gisela Hat, wohl veranlaßt durch diesen traurigen Fall, ihr Protektorat über das Kinder-Hospital niedergelegt. Auch der Vorstand des Hospitals sowie die Aerzte und Schwestern sind vvn ihren Aemkern zurückgetreten. Dr. Hutzler war ein Stießohn tos berühmten Wiener Bühnenkünstlers Josef Kainz. — Gestern wurde eine vierjähriges Kind von der Trambahn getötet nnb heute ist neueroings ein tätlicher Straßenbahn-Unfall zu verzeichnen Ter Trödler Naßhofer stieß mit seinem Rade auf einen Straßenbahnwagen, wurde zu Boden geschleudert und war infolge eines Schadelbruches sofort tot.
* E i n d e n k s ch e s S a n a t o r i n in i n I e r it f a l e m. Arn 2. Oslertage wurde die feierliche Grundsteinlegung eines deutschen Lanatoruims auf dein O e 1 b e r g e vollzogen. Oberhoiprediger D. Tiyander aus Berlin eröffnete die Feier mit einer Ansprache und verlas ein Glückwunsch-Telegramm des deiltschen Kaisers und der Kaiserin.
* Kleine Tageschronik. In Dresden warf der in der Nacht mit feiner Jraii nnd zivei Kindern vom Tanzsaal heimkehrende Schlosjergeselle Paul Schröder seine dreijährige ~ o.ch ter in d i e Elbe. Er selbst sprang sofort nach, beide e rtr a n k e n, trotzdem soiort Reltungsoersuche gemacht wurden. Die Frau versuchte eben'alls, sich in die Fluten zu stürzen, wurde aber zurückgehalleu. Schröder war 30 Jahre alt. Ter Beweggrund sciner Tat ist Elsersucht gewesen. — Am Ostersonntag versuchte ferner der Alaichmemchloffer Franz Prokjch m Dresden lerne GeUebie Eli abeth Bäurlch aus Eiieriucht zu erschießeli, worauf er sich selbst zwei Schüsse m die Brust beibiartne. Beide sind leichl verletzt, der Tüier ist verhaftet. — Ain ersten Oslertag ivurden beim Gondeln auf der Saale bet Hatte zwei Fahrzeuge durch das Hochivaher über das Trothaer Wehr hinweggeriffen. Zwei Herren und eine Dame aus Leipzig sind ertrunken. — In Allen- stein verurteilte wegen S e l b st v e r st u m m e l u n g das Kriegsgericht den Dragoner Tzljcheivski, der sich den Atilielsinger der lmleii Hand abgeichnitlen halte, um vom Altlilär loszulominen, zu emem Jahre Ge'ängnis und gut Versetzung m die zweite Klahe des eolöaienfiQnöes. Ter Verurteilte will die Tat uerübt haben, 'veil er die Mißhandlungen beim Militär nicht länger ertragen tonnte. — Weil ihn feine einzige Tochter heimlich verlassen hatte, er 1 choß sich m '-Berit n der 47jährtge Schriftsetzer Strauß. — L urci) einen Sprung aus dem Fenster tötete s i ch ni einem An- talle von Geistesstörung der 46 jährige Klempner Solbrig in Bert i n. In Krefeld erschlug der Kolomalivarenhändlei pattne seinen ^chtviegersohn Güniher, der ffetne Ehestau mit dem 'Melier bedrohte. — Ter v\agbnui|eheu Saran e r | d) o B bet einem Kamp e mit drei Wildeiern bei Vienenburg (Braunschweig) öen Arbeiter Lkarzlak.— In Hilden (Rhein!.) wurde bei einem Kample zwilchen mehreren ^orstaufjehein und Forstdieben em tltöieb getötet. Zwei Au'jcher wurden erheblich verletzt. — Bet dein Bahnübergänge der Gemeinde Kray bet Esten wurden öiuei 'Manner vom Zuge er'aßt. Ter eine war sofort tot, bei anbere ist hoffnungslos verletzt. — In Sch111ighettn (Elsaß) ivurde der Tagelöhner Gärtner, der im Rausche seine Frau und «eine Kinder mit dem 'Diener angriff, von seinem Sck)iviegersohne, dem Brauer ^tahl e r > ch o s j e n.
Es starben an: Zusammen: Ertvachsene:
im
1. Lebensjahr:
Genickstarre
1
1
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Krebs
2
2
——
Lungenentzündung
2(1)
2(1)
—
Bruch
KD
1 (1)
—
Herzentziindung
KD
Kl)
—
Nierenentzündung
KD
KD
—
'Anämie
1(D
1 (1)
—
Lebensschwäche
2(1)
2(1)
Rhachnis
1
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Altersschwäche_____
2
2
—


