Nestle'51™
Für Säuglinge, Reconvalescenten, Magenkranke.- 1
Märkte.
Reichsanleihe
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Italien. Rente .
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Berliner Börse, 21. Sept. Anfan-rskarse.
Canada E. B. . .
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do. Konsols do. Hessen Oberhessen
Harpener Bergwerk Laurahütte Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . Türkenlose . . .
zuge in der Nähe der Station Encarnacion (Mexiko) sind 32 Personen getötet und 33 verletzt worden. Die beiden Maschinen und mehrere Wagen des Schnellzuges sind zertrümmert worden. Die Schuld an dem Unfall soll den Lokomotivführer des Güterzuges treffen, der die Vor-
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Deutsche Bank . . Deutsch-Asiat. Bank * Diskonto-Kommandit. . Dresdner Bank . , Kreditaktien .... Baltimore- und Ohio-
Eisenlahn Gotthardbahn . . . Lombard. Eisenbahn . Oesterr. Staats bahn . Prince-Henri-Eisenbahn .'
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' Zweck der weiteren Erwägung und Förderung der fachlichen Ausbildung zu der Armenpflege und sonalen Fürsorge.
Ueoer Kinder-Heil- und Erholungsstätten berichtete Tr. Lohse, Direktor des öffentlichen Armenwesens in Hamburg. Er konnte die ungeahnte Entwicklung, die dieser Zweig der Jugendfürsorge genommen habe, feststellen. 1876 waren es 800 Kinder, die ihrer teilhaft wurden, 1906: 66 000. Neben die Heilstätten in den Soolbädcrn und Seebädern sind die Wald- erholungsltätten (jetzt 19) teils nur für die Tagespflege, teils auch für Nachtpflege eingerichtet, die Waldschulen für schwächliche minder, und besonders die in einer großen Anzahl von Ltädten eingerichteten Ferienkolonien getreten. Trotzdem ist noch viel zu tun. Besonders müßte Gelegenheit zu längerer Kurdauer nach französischem Muster,, die allein volle Erfolge verspricht, geschaffen, auf eine sorgfältige Nachpflege, die allein den Kurerfolg dauernd sicherstellt, Bedacht genommen werden. Tie Rechtssprechung das Bundesamtes für Heimatwesen habe den Armen- verivaltungen nicht nur das Recht gegeben, sondern geradezu die Pflicht auferlegt, auch ihrerseits erkrankte .Kinder, die dessen bedürftig sind, sofern diese allein Heilung erwarten lassen, in Heilstätten unterzubringen. Davon müßte, wie die Berichte der Schulärzte ausweisen, noch viel mehr Gebrauch gemacht werden.
Der Mitberichterstatter Dr. Len nh off, Berlin wies nach, daß die vorhandenen Heilstätten gegenüber der Zahl, die ihrer bedürftigen Kinder bei weitem nicht genügen. Bon den etwa 16 Millionen Kindern in Deutschland seien etw<i5Proz. schwächlich, 40 Proz. von mittlerer Konstitution, also der Heilstätteubehand- luug bedürftig. Vor allem tritt er auch für eine wesentlich längere Kurdauer ein. Besondere Aufmerksamkeit sei den auf lymphatischer Konstitution beruhenden 'adenoiden Verherungen des Rachens zu widmen, da auf ihr eine besondere Empfänglichkeit für Infektion beruhe. Die Tuberkulose sei zwar bei allen Erwachsenen im Rückgang, nehme dagegen beim Kindesalter immer noch zu, und fordere auch auf dem Gebiet der Kinderpflege Gegenwirkung heraus. Besonders aussichtsvoll sei die Fürsorge für Krüppel- linder, denen unsere orthopädische Chirurgie bei genügend langer Behandlung eine teilweise Arbeitsfähigkeit wieder geben könne. Alle Kraft, alle Mittel, die auf die Kräftigung unserer Jugend verwendet werden, lohnen sich reichlich. Längst sei der Irrtum
Vermischtes.
* u e b e r die Brand-Katastrophe in der Lehrterstraße zu Berlin verlautet noch folgendes: Die inzwischen ihren Verletzungen erlegene Frau v. Riidczinsky war hochschwanger. Bei einem Besuche der Kaiserin in dem Augustahospital erzählte Geheimerat Krause, die schwer verletzte Frau Dornbusch sei auch schwanger und ihr Befinden noch besorgniserregend. Die Kaiserin erklärte, sie persönlich besuchen zu wollen, obgleich sie selbst durch die Folgen ihres Unfalles noch recht behindert war. Die Kaiserin sprach der Frau Dornbusch trostreiche Worte zu und schenkte ihr Rosen. Sie nahm herzlichen Abschied von den Kranken und von den Schwestern. — Nach späteren Meldungen erlag bei der Brand-Katastrophe auch der vierjährige Sohn der Frau Nudczinsky feinen Verletzungen. Die Kaiserin überwies der
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Tendenz • schwächer.
* Das neueste Eisenbahnunglück. Bei dem Zusammenstoß eines Schnellzuges mit einem Güter-
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weil sie hält, was sie verspricht.
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ber Fürsorge für die A u s I a n d sd i aspo r a ' . der Pflege des Gustav Adoli'-Vereins-Gedankcn bei der reiferen Jugend.
Um 7Vs Uhr abends begannen im Volkshaus und im Theatersaal zwei wiederum sehr gut besuchte offen tli che Versammlungen, in denen Diasporageistliche aus alter WrL über Leben und Arbeit in ihren Diasporabezirken berichteten.
Den 3. und letzten Festtag leitete die zweite öffentliche Hauptversammlung im groß m Vollshaussaale ein. Nach Besprechung des Jahresberichts und der Nichtigsp.echung der Zentra lkasscnrechnung nahm Pfarrer Sperl- Arzberg (Cbcrirnnfen) das Wort zu einem Vortrage über: „Evangelisches Leben im Bayerischen Walde".
Nachdem Pastor M e v e r - Antwerpen von dem Ableben eines der opferwilligsten Wohltäter des Gustav Adolf-Vereins, Louis Momm, in Forest bei Brüssel, Mitteilung gemacht hatte, der feit 1879 rund 212 400 Mk. für die Vereiusarbeit aufwendete, folgte die U e b e r r e i ch u n g der Gustav Adolf-Kinder- g a be im Gesamtbetrag.' von 10 273 Mark durch Pastor Bolck- mann-Bremen an die Gemeinde Gemünden, deren Beauftragter die Spende mit Dank.sworten entgegennahm. Für das große gemeinsame Liebeswerk, für welches vom Zentralvorstand die Gemeinden Ay-Senden in Bayern, Dittmannsdorf in Schlesien und L i p t h a l in M ihren in Vorschlag gebracht n orden waren, standen diesmal insae'amt 35 230 Marl zur Versügung. Davon waren 21 480 Mk. für die siegende, 6825 Mk. für die erste und 6925 Mk. für die ?-reite unterliegende Gemeinde bestimmt. In Ay-Scncen baue man, in Dittmannsdorf wolle man bauen und in Lipthal hat m -ri gebaut im Vertrauen aus die Hilfe der Glaubensbrüde'' im (i);n v Adolf-Verein. Er bitte die Abgeordneten zu entscheiden zi-.m Segen dem Empfänger wie der Geber.
107 Stimmen fielen für Ay-Senden, 123 für Dittmannsdorf und 64 für Liptl ck. Damit halte Dittmannsdorf die große Liebesgabe erhalten. (Lebhafter Veilall.' Prof, von H a a s e - Breslau stattete daraus den Dank der Schlesier ab. Auch die Vertreter der unterlegenen Gemeinden dankten für die willkommenen Gaben. Pfarrer Co r r e v o n - Genf lud dann zur Teilnahme an der Enthüllung eines Neforinationsdrnkmals int Jahre 1908 in Gens ein.
Gießen, 21. Sept Marktbericht. Ank beutigem Wocbemncnlu kosteten: Buttcrpr. Pid. 1.20—1.30 Mk., Hühnereier 1 St 8 9 2 Stck. 00-00 Pfg., Gänseeier 10-00 Psg., Enteneier 8 Pw. pr. Stck. 6—8 Ps., Kasematte 2 Stck. 5-6 Psg., Erbsen v. P'd. 18^24 Pin ümsenp.Pfd.25-4OPfg., Tauben pr.Pr.0,80-1,00Rck Hübnervr V-t 1,00-1,60 9)if., Hähne pr. Stück 0,80-1,80 Mk. Enten m
Psg.. CcRfenflcifcb v‘r. Pid vr. Pfund 80—82 Pfg., Schweine fleftchpr. Pfund ,0—84 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfd el C pr- dld. 80-90 Psg., Hammelfleisch pr. M - ^Welsche per Pfund —.— Kartoffeln pr. 100Kg.
0,x0rt fur I^ch verbrauchte. Später teilte her Te7,t° brieflich mit, er wolle Gr. zu seinem Genossen ernennen, or. l cm ^nedhofe trat dann eine vermummte Gestalt, die sich Luzwnke'/ nannte, mit Gr. zusammen und verhieß ihm 3 Million'!, Dann teilte der Angeklagte dem Gr. in der Hypnose mit hr. her Teufel ihm den Ort angegeben habe, wo die 500 Mk fnnV2 fcie ein Herr verloren habe Für 50 Mk. wurde dann briefL vom -teufel der Ort mitgeteilt. Als Gr an diesen Ort kam , ^ ^?Es Geldes einen Brief des NuftL in dem dies7r L teilte der Verlierer hübe leider das Geld schon selbst abaebön Gr solle aber nun endlich die 3000 Mk. geben Gr suchte m nneber Geld zu leihen Er erhielt dann vom Teufel einen Matz,' RÄ, ?^^°ttensur!l machte ihm Vrrwürie. daß er nenchiedcn
"bgehott habe und diktierte ihm dafür eine StJ bon 57 Mk. zu. Gr. gab dem Angeklagten 20 Mk. mit de- •^ra9CL ’14 be? 3U Seben. Ta er die weiteren 37 nicht auttreiben konnte, bat er, ihm Ratenzahlungen zu gestatten Der Kaiser Luzwnke gewahrte ihm brieflich in Gnaden die Er laubnis hierzu. Gr. konnte aber nur 2.50 Mk., seine letzte Bar schäft, zahlen. Ein Produktenhändler, den Gr. um Geld»' beten , hatte, zeigte den Angellagten an. Gritschek war ab - noch w von furcht vor der „Rache der Geister" erfüllt, da. er auf der Polizei rede. Auskunft verweigerte und erst beichten als nn Polizeibeamter ihm glaubhaft machte, daß er selbst mi- dem Teufel verbündet sei.
Die von Dreßler eingelegte Revision wurde vom Reichä- gencht verworfen.
Dje nach- Anprall sind Sonntag, den 22. Senf, von i ?? Uhr ^^8 bis 12 Uhr naclfts nur
lur dringende Bäile sicher anzutreffen. n21/
Dr. Geyer, Seltwsweg 64. — Dr Schliephake, Goethestr. 44, — Wagner, West-Anlage 49.
Die Briese des Teufels.
Aus Leipzig wird geschrieben:
Eiire absonderliche Strafsache war vor dem Landgerichte Dres- oeu verhandelt worden. Der Laboratoriumsarbeiter Johannes Dreßler war der Erpressung und des Betruges beschuldigt Er wurde für schuldig befunden und zu sechs Monaten Gefängnis imb drei Jahren Ehrverlust verurteilt.
Einer seiner Mitarbeiter, ein Mann aus dem Böhmerlande mit Namen Gritschek sagte ihm, er wolle rasch reich werden am liebsten mit Hilfe des Teufels, von dem sein Großvater einen magnetischen Taler erhalten habe, der immer wieder zu ihm zurückgekommen sei. Der Angeklagte machte sich den Aberglauben des sonst aufgeklärt erscheinenden (so heißt es im Urteile) Gr. zunutze und riet ihm, er solle ihn, Dreßler, hypnotisieren. Gr. tat das, und Dreßler stellte sich hypnotisiert. In diesem Zustande ließ er dem Teufel durch seinen, Dreßlers Mund, dem Gr. Mitteilen, mit einem Taler ließen sich jetzt keine Geichafte mehr machen, es müßten 3000 Mk. sein, die nachts an, emer bestimmten Stelle niedergelegt werden müßten. Gr solle sich unter einer gewissen Bank einen Brief wegholen, den der Teufel selbst ae,chrieben habe. Gr. holte den Brief, den Dreßler Mit Tinte geschrieben hatte, die erst durch Erwärmung an einer geweihten Kerze sichtbar wurde. Natürlich forderte der Teufel 3nnneiffr?rie 6 2?00 Mk. Gr. versuchte nun vergeblich
|P9P- äu ^chen Der Teufel ließ ihn nun einen zweiten 't? a3e r Luzio n ke" unterschrieben war. Der -teufet teilte ihm darin mit, er wolle ihm d<is Vermögen einer Frau sageii, wenn Gr. 50 Mk. unter die bekannte Bank lege, da er sonst blutige Rache an ihm nehmen werde. Gr I pab nun dein Angeklagten 5 0 M k. für den Teufel, die«
Für die Abhaltul'.g der nächstiäl"ügen Hauptvcrsamml'.ing verwendete sich Pfarrer Ernst für Straßburg i. E„ während Konsift.- Rat Zll(esen für 1903 Bielefeld zu wählen bat. Für 1910 lud Pfarrer Hein nach Greifswald ein. Die Einladung nach Straß- ibu'rig, wiiide mit Beiftckl angenommen. Zmu Schluß überbrachten Pfarrer Model-Vielitz und Pastor Medner-Madrid Grüße ihrer Gemeinden. — Geh. K'rchcnrat D. Pank sagte allen herzlichen Dank, dem Gros-Herzog, der Stadt Jena n.nd ihrer Bürgerschaft, den Festpredigern, den Gaben spende ru und bem rührigen Orts- ausfchuß. ^Generalftiperi»l.mdeut Tr. D. Dibbelius - Dresden hielt das Schluß geb et. — Ein gemeinsames Festes f en im großen Volkshansseale beschloß die Tagung.
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zuständigen Station der evang. Franenhülfe einen erheblichen betrag aus ihrer Schatulle zur Linderung der ersten Not der von dem Brande Betroffenen. — Nach einem Telegramm nu§ Hoßzumezö (Ungarn) sind dort 15 Wohnhäuser samt Nebengebäuden, sowie Getreide- und Futtervorräte nieder- gebrannt. Zwei Kinder werden vermißt.
1. Bei der wichtigen Stellung, welche die Armenpflege im gefaulten öffentlichen Leben einzunehmen berufen ist, muß sämt- lichen tu der Armenpflege Wirtenden eine sorgfältigere fachliche Boroildung als zurzeit ermöglicht werden.
fnrfcrnGtA? Die beruf»mäßioe Armenpflege ist eine gründliche, Vorbildung zil fordern. Für die ehrenamtlich Tätigen s*. l^ei! Fortbildung erforderlich, jedenfalls
dre Ausbildung und o'ortbildung durch Beratung und Belehrung fettens erfahrener,Organe unentbehrlich.
v.tr wünjchcnswert, daß an allen Hochschulen Lehrkurse
für praltliiye Armenpflege abgehalten werden, daß der prak- # «-rberett.mgrd-.mst ber Juristen, «(erste und Geistttchm L, s 1uf die Armenpflege erstrecken, und dnß ferner auch autzerhata der Bilduugsanstalten durch die Organisationen der Armenpflege praktiiche Ausbildungskurse veranstaltet werden.
Remttirr* ’;T°w T.f ftntra9 üon Schlosser beschlossen, dm üentrulai,^,ust zu beauftragen, eine Kominission zu bilden zum
Als Zusatz zur Milch eine ergiebige, leicht verdauliche Kinder- nahrung und zugleich ein bewährter Zusatz zu Puddings und feinen Backwaren.
A-te heute zur Verhandlung stehenden Themata beanspruchen beide ein allgemeineres Interesse in weiteren Kreisen. Das güt besonders von dem ersten: Berufliche und fachliche Ausbildung in der A r m e n p f l e g e. Das erste Referat lag in den Händen der verdienten und erfahtenen Leiters der Zentrale für private Fürsorge in Berlin, Dr. Lev y Er wies darauf hin, daß das Bedürfnis nach einer solchen Ausbildung erst in neuerer Zeit aufzutauchen beginne und zwar als Folge nder sich unter dem Einfluß sozialen Denkens vertiefenden Nuffapung der Armenpflege. Tie Armenpflege wolle heute nicht mir dem giiten Herzen genügen, sondern planmäßig und auf genauer Kenntnis aller persönlichen und wirtschaftlichen Verhol Nr lsse durchgreifend helfen. Dazu reiche der gute Wille so wenig ans, als zur Hebung der leiblichen Gesundheit. Es gehören dazu eine (Summe von Kenntnissen und ausgebildeten Fähigkeiten. Schon in der öffentlichen Armenpflege könne mi.iv bestens die Kenntnis der Gesetze, des Kassenwesens, aller Gelegenheiten und Veranstaltungen zur Hilfe u. a. nicht entbehrt werden. Daran fehle es bei den ehrenanrtlich tätigen Annen- pflegeru fn)t ganz. All der gute Wille und all die Tüchtigkeit die hier voryanden seien, würden bei entsprechender Ausbildung viel befteres leisten können. Bei den hohen Anforderungen, die heute an die Leiter des öffentlichen Armenwesens gestellt werden, g? ?or. allem diesen eine besondere Vorbereitung unentbehrlich Auch die Arbeit m der vielgestaltigen Hebung der Privatwobl- tatigleH in den Kirchen und freien Vereinen setze, wenn sie nicht Schar e'i anrichten solle, eine bestimmte Schulung dafür voraus. Vor allem die Leitung der größeren Organisationen sollten nicht nach Rang und Einfluß vergeben, sondern gründlich fach- llch ansgeoildeten Leuten aiiüertraut werden. Der auf diesem Gebiet so lchadlichen Zersplitterung der Kräfte und Mittel könne nur durcy genauen lleberölick über alle Bestrebungen und Arbeiten der Armenpflege gesteuert werden.
Der Mitberichterstatter, Stadttat von Fraakeabera aus Braunschweea vefluchtc die Wege zu solcher Ausbildung auszu- zeigcn. flr betonte m erster Linie die Notwendigkeit einer sorgfältigen Auswahl der Armenpflcgcr. Wenig halte er von einer eingehenden gedruckten Bcrufsanweisung. Wertvoll sei jedoch eine <5u)animcnheHnng der wichtigsten gesetzlichen Bestimmungen und der am Ort vorhanoenen Veranitaltungen der Wohltätigkeit. Die nächste gegebene schule sei das Zusamaienwirken mit erfahrenen ^rmenpflegern. Einen Stamm von solchen müsse sich jede Arinenverioaltung sichern. Sehr förderlich seien Verbände und Konferenzen aller in der Armenpflege tätigen Personen und Veranstaltungen, Ausgabe gedruckter Mitteilungen. Eine mehr ^" z V”,
ober minder spezielle unterrichtliche Vorbereitung werde nickft beachtet har.
mn<j3 von oerschiedenen Seiten in Kursen erstrebt und geboten ------'— ------5
-öiöljev )eien diese auf größere Städte beschränkt gewesen Es ftl zu wünschen, solche Kur,e auch in mittleren und kleineren Städten zu veranstalten. Besonders den berufenen Leitern in per Armeupsiege müsse Gelegenheit gegeben werden, an solchen Kursen teilzunehmen. Aue Verpflichtung dazu müsse dem im mristiscyen Vorbereitungsdienst stehenden Referendaren allgemein aufgelegt werden. Eine hohe Ausgabe habe unser eigener Verein Mn Kit Jahren für oie Heranbildung von tüchtigen Armenpflegern erfüllt. Nach eingehender Diskussion, an der u. a. jjultisrftt Ruland, Eotmar, Frl. Dr. Alice Salomon, Berlin Professor ^r Klnmker, Berlin, D. Schlosser, Gießen, teil* nahmen, wurden nachsolgende von Justizrat Ruland formulierten Leitsätze angenommen:
Kougrcs; des Deutschen Vereins für Armenpfiege und Wohltatigteit.
(Lriginal-Beritln h' - Gießener Anzeigers.)
II.
Eisenach, 20. Sept.
mitgeteilt von der Bank für Hande) und Industrie, Giessen«
Frankfurter Börse, 21. Sept., 1.15 Uhr.
noanloi hn HO Pt ni > . —
3% Portugiesen Serie I . 3% Portugiesen „ III 4 % °l0 russ.Staatsanl. 1905 4/4°ln japan. Staatsanleihe 4% Conv. Türken von 1903 Türkenlose 4% Griech. Monopol-Aul. . 4% äussere Argentinier . 3°/0 Mexikaner . . .
4^°/» Chinesen . . , .
Aktien:
Bochum Guss Buderus E. W. ....
Tendenz: fest.
.... «Msfrau«
widerlegt, als ob die Kindersterblichkeit eben nur die lebens- 6—0 Mk Zwiebeln pr Rtr 600—7nn 10£^-
unfähigen mitnehme, die zu erhalten keinen Wert habe. Durch 20 Pfg Nüsse 100 ©tikP*5o nn 7,00 \ ^IcLver 5ltec geeignete Pflege könne aus scheinbar lebensunfähigen lebens- ^nt %'er' ©tfirt 10-15 .fl-'n ”7 S'
kräftige Menschen gemacht werden. Äußerdem seien keineswegs ^wetschen per Ztr 4—5 M? ~~
nur die körperlich kräftigen Menschen für den Fortschritt der per Rtr 7—8 5j/f Markirpic nn« 10—25 Mg. Birnen
Menschheit wertvoll. Die Statistik bestä^e unleugbar den \— a ^arftAeit von 8-2 Uhr.__
fügen Einfluß der Hygiene auf die Abnahme der Kindersterblichkeit. T eiefonischß "
Mit der Wiederwahl ber ausscheidenden Mitglieder be§ des Giessener Anzeiffers - DeriC ite
Zentralansschusses, wobei die Zuwahl auch von Frauen aus der Anzeigeis,
Versammlung gewünscht und die Erwägung vom Vorstand zugesagt wird, schließt die Versammlung. S. 13^°^
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