Ausgabe 
16.11.1907 Fünftes Blatt
 
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Nr. 270

Fünftes Matt.

LF 7. Jahrgang

Samstag 16. November 1907

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.

Die ..Gietzener Famtllendlatter" werden dem »Anzeiger* oiermai wöchentlich beigeUqt, das Kretsblati für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Der ..hessische Landwirt*' erscheint monatlich einmal.

Uetzemr Lvzeir

Eeneral-Anzeiger für Gderheffen

Rotationsdruck und Verlag der Brühllchen UnwersllätS Buch- und Grrtndruderet.

R. Lange. Bietzen.

Redaktion, Expedition und Druckerei» Schul- stratze 7. Erpedition und Vertag teEy t>L Redaktion: 112 Tel.-Adr. AnZ-igerGietzen.

Wie man Kolonisieren soll.

In diesen Tagen waren es zehn Jahre, daß im fernen Osten ein Stückchen Landes durch Marinesoldaten besetzt worden ist, als Strafe dafür, daß mehrere Deutsche von fanatisierten Chinesen ermordet worden waren, ohne daß man sich in Peling beeilte, hierfür Genugtuung zu geben. Ohne Schwertstreich ist damals Kiautschou besetzt worden uni) wenige Monate später kam einPachtvertrag" zu-«, stände, der uns das Gebiet für 99 Jahre sichert. Damals' handelte es sich um ein wenig ansprechendes Gebiet und man lächelte verschiedentlich über diesen Ausfluß deut-, scher Expanfionsgelüste; aber man hatte die Rechnung ohne den eisernen Fleiß der Deutschen gemacht. Es muß zwar zugegeben werden, daß der Besitz Ktautschous in militärischer Hinsicht nicht gar zu hoch zu veranschlagen ist, weil die entlegene Kolonie den Angriffen einer feind­lichen Flotte, insbesondere einer japanischen, ziemlich preis- gegeben wäre, da Deutschland nicht in der Lage ist, eine große Flotte in jenen Gewässern zu unterhalten. Aber hierin beruht auch nicht der Hauptwerk K'iautschous, dieser liegt vielmehr auf wirtschaftlichem Gebiete und da muß man es denn hoch anerkennen, daß in der verhältnismäßig kurzen Spanne von zehn Jahren aus dem öden und ver­rotteten Nest eine prächtige, saubere und blühende Han­delsstadt geworden ist; großartige Hasenanlagen sind ge­schaffen, durch welche die früher der Versandung preis­gegebene Bucht zu einem der besten Häsen Ostasiens ge­worden ist. Handel und Wandel nahmen zusehends zu, und vor allem trug der Bau der 400 Kilometer langen Schantungbahn ungemein viel dazu bei, den Besitz zu heben. Das reiche .Hinterland wurde auf diese Weise er­schlossen und vor allem ist die Errichtung von Kohlengruben für uns überaus wertvoll geworden. Hand in Hand damit ging eine zweckmäßige Behandlung der Eingeborenen, die ursprünglich der Wendung der Dinge nicht gerade sehr freundlich gegenüberstanden, jetzt aber hiermit äußerst zufrieden sind, weil ihnen hieraus selber bedeutende Vor­teile erwachsen sind; ist doch das Pachtgebiet, obwohl in nächster Nachbarschaft, in der Provinz Schantung, schwere Aufstände zu verzeichnen waren, stets von Unruhen frei geblieben. Diese Blüte wäre indessen kaum erreicht worden, wenn man nicht über eine geschickte Verwaltung verfügt hätte. Es ist bemerkenswert, daß die der Marine angehörenden Gouverneure es ganz vorzüglich verstanden haben, die Verwaltung den örtlichen Bedürfnissen an- zupassen, ohne in die übliche bureaukratische Schablone zu verfallen. Insbesondere nahm man auf die Bedürf­nisse der Handelskreise weite Rücksichten und suchte deren Winke zu beherzigen. Die Folgen sind nicht ausgeblieben, und während in unseren anderen Kolonien infolge des dort herrschendenAssessorismus" man kaum vorwärts kam, konnte aus Kiautschou nur gutes berichtet werden. Sollte das nicht auch anderwärts möglich sein? Staats­sekretär Dernburg hat vor wenigen Tagen nach Rückkehr von seiner ostafrikanischen Reise die Amtsgeschäfte über­nommen und will nun daran gehen, die dort gemachten Erfahrungen in praktischen Maßnahmen umzusetzen. Herr Dernburg ist bekanntlich nicht aus den amtlichen Bu­reaus hervorgegangen und man mußte von ihm in aller­erster Linie erwarten, daß er auf eine bureaukratische Ge- schäftshandhabung keinen allzu großen Wert legt. Bor- lausig ist er während des ersten Jahres seiner Amts­führung diesen Beweis im Großen und Ganzen schuldig geblieben und konnte ihn wohl auch noch nicht erbringen, aber jetzt dürfte der Zeitpunkt nahe sein, wo er zeigen kann, auf welche Weise er unfern Kolonialbesitz zu heben gedenkt. Die in Kiautschou beobachteten Verwaltungs- grundsütze bieten ein gutes Beispiel, an welches sich der Staatssekretär halten sollte; die Erfolge würden schwer­lich ausbleiben und die ganze Nation würde es ihm danken.

rrlernes FeuiUston.

Int. Sport- uni> Berkehrsausstellung tu Frankfurt a. M. Man schreibt uns: Der schon seit längerer Zeit schwebende Plan, im Jahre 1908 oder anfangs 1909 eine internationale Sport- und Verkehrsausstellung in Frankfurt zu veranstalten, nimmt jetzt greifbarere Formen an. Neben dem Automobilsport und kleinen Autamobil- Rennen soll der Reitsport (Pferderennen) vorgesührt werden. Auch das Fahrrad wird in sportlicher Beziehung vorge­sührt. Ebenso sollen Ballonfahrien veranstaltet werden. Olympische Spiele, ein Tennis-Tournier, Golf-Spiele, turne­rische Vorführungen sind vorgesehen. Die Ausstellung selbst soll Sportgeräte und Sportzubehör aller Art umfassen. Ferner Sportliteratur, auf einzelne Sportarten bezügliche Sammlungen, sportliche Musteranlagen und Modelle, Photo­graphien, Zeichnungen, Entwürfe usw.

Hauptmanns neue Dramen. Hauptmann ist eben dabei, ein Schauipiel ms Reine zu bringen, und wird, wie es heißt, in zwei Wochen damit fertig sein. Es ift ,, Kaiser Karls Geisel" betitelt. Die Uraufführung findet bei Brahm in Berlin statt. Weiter ivirb berichtet, bau Hauptmann sich mit dem Plan trage, Jan von Leyden zum Helden einer Dichtung zu machen. Hier Handelt es sich um einen früheren Plan Hauptmanns. Ferner heißt es, das SchauspielDas H i r t c n l i e b " mit dem Patri­archen Jakob, Ravel und Lea nähere sich der Ausgeitaltmig, und die dramatische EhestandsgeschlchteGabriel Schillings Flucht" sei im Entwurf vollendet. Dieses war dem Lesung- Theater schon überreicht; doch hat der Dichter selbst dieses Werk danials zurückgezogen.

Ein abergläubischer französischer Drama­tiker. Henry Bernstein, der erfolgreiche Autor desDieb , der am nächsten Freitag in unserem Gießener ^tadttheater zur Aufführung tontmch soll, glaubt an die geheimnisvolle Macht der Titel mit sechs Buchstaben. Und in der Tat haben seine Stücke, deren Tuet sechs Buchstaben hatten,Detour ,Nasale , .Holenr" großen Erfolg gehabt, während andere mit längeren

VernrZjch-es.

* Eisenbahnunfälle. In Stendal ist ein von Netzen kommender Zug bei der Einfahrt insolge falscher Weichenstellung mit einem Packwagen zusammengefroßen, wo­durch die ZugiokomotMl? sowie, eine andere Znglotomotive und insgesamt 25 Wagen entgleist' uno zum Teil erheb­lich beschädigt sind. Em Lokomotivführer uno ein Bremser wurden anscheinend leimt verle tzt. Der Materialschaden ist bedeutend. Jniotge dichten Nebels stiegen aus der elektrischen Kleinbahn zwischen Bol?ksdvrs und rw-ohldorf in Meiendorf bei Hamburg ein Personenzug uno ein Güter- zug zusammen. Ein Zugführer wurde schwer, fünf Fahr­gäste mürben leicht verletzt. Bei einem auf der Ccina- dischen Pacislcbahn in der Nähe von Pembroke (Ontario) zlvischen einem Zuge des Eastbound - Expreß unb einem Gülerzuge erfolgten Zusammenstoß wurden 7 Personen getötet und vollsländtg v er bra nnt. Acht Personen wurden außerdem verletzt.

* Straßen wasche auf elektrischem Wege. Die erste elektrische Straßenwaschmaschme war gestern in Berlin zu sehen. Diese neuen Maschinen haben gegenüber den jetzt noch gebräuchlichen, mit zwei Pferden bespannten Waschmaschinen große wirtschaftliche Vorzüge. Sie ersetzen Sprengwagen, Kehrmaschinen und Arbeiter mit Gummlschru dbern. Sie sprengen und reinigen gleichzeitig, und trocknen die gereinigten Straßen, ganz gleich ob diese mit Asphalt, Holz, Macadam, Wiener Pflaster 2C. belegt sind, sofort wieder. Eine Kiesbeslreunng ist also m vielen Fällen überflüssig. Durch den Fortfall der Bespannung wird die Verwaltung unabhängig von dem Fuhrunternehmer, und die Maschine kann ununterbrochen arbeiten. Während mit den bisherigen Waschmaschinen eliva 35- bis 40 000 Quadratmeter Fläche in einer Schicht geremigt werden, können mit diesem elektrischen Automobil 75- bis 100 000 Quadratmeter in derselben Zeil verkehrssicher gemacht werden. Die zwei vierpferdigen Motoren genügen für eine zehn- bis fünfzehnstündige ununterbrochene Arbeitszeit. Der Kessel faßt 2500 Liter Wasser. Tas Gewicht einer mit Wasser gefüllten Maschine stellt sich auf etwa 5000 Kilogramm. >

Kleine Tageschrouik.

Ein Eifersuchtsdrama spielte sich nm Donnerstag in G bar- tot tenburg ab. Tie m einer Weirigroßhcmdlrmg angestellte Verkäuferin Mathilde Mika wurde von ihrem Bräutigam, dem Ranhnann Achtznrck, durch einen Revolverjchuß schwer verletzt. Ter Ziistand des Mädchens ift besorgniserregend. Ter Täter flüchlete, wurde aber von Kriminalbeamten am Freitag früh aus dem Bett heraus verhaltet.

Ter Buchdrucker Paul Minow, der sich selbst beschuldigt hatte, die Kind ermorde in Berlin begangen zu haben, hat sein Geständnis roib er inten.

In Berlin ist am 13. d. Alts. Frau Emilie Krigar, die Schwester des großen Dialers Adolph von Menzel, gestorben. Heute, Samstag nachmittag wird in Gotha die Feuerbestattung der Verstorbenen stattsinden.

Am 14. November tiefen aus unaufgeklärter Ursache in Groß- Bült en (Braunschweig) vier Griibenarbelter in einen in Bewegung befindlichen Erdzug hinein. Drei Alaun wurden sofort getötet, der vierte schwer verletzt.

In Essen wurde ein gewisser Anton Muckel, der ein kleines Mädchen wegen 5 Alk. ermordet hatte, vom Scharfrichter Rein­hardt aus Magdeburg hingerichtet.

rZttiVEryrtäts-NcrchNsctzSevL.

Der Verband deutscher Hochschulen trat am 15. November in Eisenach, wie uns von dort ge­schrieben wird, zu einer außerordentlichen Tagung zusam­men. Der erste Punkt ift der Protest Eharlotienburgis gegen die Aufnahme Tübingens und M a r - burgs in den Verband; beide Universitäten haben näm­lich die sich loyal verhaltenden katholischen Korporationen in ihren Lokalverband ausgenommen! Der zweite Punkt gilt dem Austritt mehrerer Hochschulen aus dem Verbände, der dritte einer erneuten ^Beratung der konfessio­nellen Frage. Dabei hat Charlottenburg bereits seinen Aus­tritt angekündigt für den Fall, daß der vollkommene 2lns- schlnß ronfessioneller Verbindungen nicht durchgeführt werde. Diese Tagesordnung sowie der schon voüzoaene Austritt mehrerer Hochschulen aus dem Verbände (vor allem

Titeln, wieFröre Jacques" glänzend durchfielen. So hat sein neues Lrtuck wieder einen Titel mit sechs Buchstaben: Samson". Dessen Erfolg konnte also nicht ausbleiben.

- Ein bisher unbekanntes Aiozart-Quar- tett veröffentlicht, wie man aus Berlin schreibt, die von Josef Lldols Bondy und Fritz Wolff in Berlin heraus- gegebene HalbmonatsschriftNeue Revue" iu ihrem demnächst erscheinenden zweiten Novcmberheft. Es handelt sich unt ein lustiges Gesangs-Enjentöle (2 Soprane, Tenor, Baß), das im Nachlaß des im Jahre 1855 in Wien ver­storbenen Michael Bartenschlag gefunden worden ist und von dem bekannten Musikschristdarsteller Richard Batka mit­geteilt wird. Das Quartett, das eine der heitersten Proben der Jmprovisationskunjt des Meisters ist, gehört in die Gruppe der schalkhaften Kompositionen, die wie dasBandl- terzett" kleine Alltagserleonisse VTozarts künstlerisch ver­klären und für das Milieu des Wiener Bürgerhauses vom Ende des 18. Jahrhunderts charakteristisch sind. DieNene Revue" veröffentlicht die Noten und den Text dieses köst­lichen Merkchens mit Begleitworten Richard Batkas.

Gräfin Sophie Bigier ift in Paris gestorben, so meldeten die Pariser Boulevardblätter, und dieses oder jenes er­innerte daran, daß die Gräfin ißigier einst eine Sängerin mar, deren Ruhm die Welt erfüllte. Noch mehr Ursache, uns dies ins Gedächtnis zu rufen, hatten die Deutschen, denn die Gräfin Vigier, vor säst 60 Jahren alsSignora C r u v e l l i" der erste Stern der Pariser Großen Oper, war eine Deutsche von Geburt, 1826 in Bielefeld als die Tochter eines Tabak- fabrikanten geboren. Eigentlich hieß sie Sophie Eruwell; den Namen Cruvelli legte sie sich erst bei, als sie in Venedig, sozusagen von heute aus morgen berühmt wurde. Von Venedig wurde sie an das Italienische Theater nach London berufen, wo sic neben einer Henriette Sonntag unb einer Jenny Lind ebenbuLiig sang und »vielte. 1854 erschien sie zum erftenmal vor dem Publikum in Paris, unb fortab errang sie ihre höchsten Triumphe in beu Hauptrollen her Werke Meyerbeers.

Leipzigs- zeigen, wie verjeylt der Ver,uch war, aus dev Bekämpfung der katholischen Studentenkorporationen ein die gesamte deutsche Smdentenschaft einigendes Prinzip zu machen. Das Ergebnis konnte nicht anders sein als Reklame für diejenigen, die man bekämpfen wollte. 1905 ist der Verband von 16 Universitäten und 9 technischen Hoch­schulen begründet, heute gehören ihm noch 9 Universitäten und 10 technische Hocyschulen an, dazu 3 Bergatavemien und eine tierärztlicye Hochschule, insgesamt 23 Hochschulen also wenigs über die §ä(fte der rund 40 deutschen Hoch­schulen. Die Tagung in Eisenach wird den Zer rüttungs- Prozeß weiterführen, denn nichts könnte die deut­schen Scudenten zwingen, eine Politik der Unfruchtbarkeit fortzusetzen. Es gibt gegenüber den gewiß unerfreulichen konseffionellen Verbindungen nur eine Abhitfe: daß nämlich die übrigen Korporationen durch ihre Tüchtigkeit, durch ihrenAkehrwert" eine so starke Anziehungstrast auf die jungen Studenten ausüben, daß die konfefsionellen Ver­bindungen konkurrenzunfähig werden.

An der B e r 1 i^n e r Untrerjität ist die 17jährige Chinesin L i -1 s tt - z u n g, dte Tochter eines verstorbenen Arztes in Schanghai, auf besondere Empfehlung des chinest- fchen Gesanoten hin als Hörerin in der philosophischen Fakultät zugelassen worden. '

vlvzzrsMe oeoouihrurstzen der StaLron Gießen.

November

1907

Barometer au 0° reduziert

Temperatur der Luft

Abioluie Feuchtigkeil

Relative Feuchtigkeil

Windrichtung

Windstärke

Wetter

15. | 2

753,9

4- 8,0

6.9

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s

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Bed. Himmel

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Höchst

e Temperatur

am 1

4.15

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= +

8,1 C.

Riedriciüe

w

14.-1!

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= +

4.6 w C.

L- z.kbmcht örr Ohrefäilr m tUtju.

Monat Oktober 1907.

Einwohnerzahl: angenommen zu 30 0U0 (intl. 1600 Mann Militär.) Sterblichkeilsziffer: 21,2 °;00, nach Abzug von 25 Ortsfremden' 11,2 Voo.

Kinder

Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom

1.

Lebensjahr:

2.-15. Jahr

Masern

KD

1(1)

Noie

2(2)

KD

1(1)

Lungenschwindsucht

2

1

1

Limgeiientzündulig

2

2

.

Limgenlalarrh

2

1

1

Herzleiden

5(3)

5(3)

Schlag flliß

3

3

anderen Gehirnleiden 5 (3)

5(3)

Tarmkatarrh

1

1

anderen Tarmleideii

4(3)

4(3)

Nierenentzündung

3k2)

3(2)

bösartigen ü)keu°

bilbunqcn

10 (7)

10 (7)

Verunglückung

3(3)

3(3)

anderen Krankheiten

10(1)

3(1)

7

Summa: 53 (25) 41

An ni.; Tie m Klammem gejetzien Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle m der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen qebixiebte Kraule kommen.

Mvmß muö öeu ^MLrskiuisrktzifittii m slstu wttyku. Aufgebote.

November. 9. August Jockel, Weißbinder in Hungen, ^nit Heo nüne Karolme Lehn m Haieru. 9. Kart Heinrich Orth, Sergeant dahier, mit Hulda Minna Sauer m Altenseelbach. 11. Theodor Dörfner, Tapezier, mit Lina Ziegler, beide dahier.

Eheschließungeu.

November. 9. Richard Lüdtke, Rechtsanwalt und Notar in Recklinghausen, mit Anna Machalett dahier. 9. Wilhelm Balser, Schneider, mit Anna Moos, beide dahier. 9. Georg Steuß, Loko­motivheizer, mit Katharine Töpfer, beide dahier. 9. Johann Raiidenbiisch, Knecht, mit Anna Renkel, beide dahier. 14. Ernst Kaiser, Oberkellner m Wetzlar, mit Margarete Winnecker dahier. 14. Älichael Klupfel, Schlosler dahier, mit Maria Theiß in Weilers- t)ain. 15. Hugo Etsoffer, Rechtsanwalt, mit Johanna Rothenberger, beide dahtcr.

Geborene.

Oktober. 31. Dem Landrichter und Privatdozenten Dr. Julius Friedrich ein Sohn, Wolfgang Wilhelm. 9lovember. 2. Dem Gerber Wilhelm Becker em Sohn, Wilhelm Adolf Hans. 3. Dem Architekten Konrad Schiihmacher eine Tochter, Alargarethe Elisabeth Emma. 5. Dem Lehrer Gustav Wagner em Sohn, Friedrich Otto Ernst Beatus. 6. Dem Versicherilngsbeamten August Wilhelm Reuier em Sohn, Hermann. 6. Dem Installateur Otto Gustav Linset cm Sohn, Gustav Wilhetm. 6. Dem Kaufmann Ludwig Stern ein Sohn, Hans Joseph. 6. Dem Kaufmann Ludwig Stühler ein Sohn, Georg Kurt Waldemar. 8. Dem Hoboisten Bruno Herrmann eine Tochter, Auguste Margarete Erna. 8. Dem Schirr­meister Konrad Schomber em eol)n, Erwin Bertold. 9. Dem Schlosser Karl Reiber eine Tochter, Anna. 9. Dem Gutsverwalter Philipp Schußler eine Tochter, Frieda. 9. Dem Schneider Hermann Fleischer eine Tochter, Martha. 10. Dem Spengler und Installateur Wilhelm Stork eine Tochter, Lina Karolme Elise. 13. Dem Tag­löhner Ludwig Atüller eine Tochter.

Gcstordeue.

November. 8. Wilhelm Hojch, Mechaniker und Optiker, 66 Jahre alt, Ludwigslraße 35. 8. Johanna 'JJiarie Staffel, 7 Monate alt, Asterweg 9. 13. Gustav Lern, Krankenwärter, 25 Jahre alt, Licher Straße 74.

Die nach- A n r 7 t P sind Sonntag, den 17. Nov. von stehenden ö l Zi l v 1*2 Uhr mittags bis 12 Uhr nachts nur lür dringende Fälle sicher anzutreifen. Dl6/U

Dr. Ploch, Asterweg 9. F. Wagner, West-Anlage 51. ____________Dr. Schliephake, Guethestr. 44.____________

Sonntag von 49 Uhr

Nur EsrageMpothelce offen. § Geschäfts-Empfehlungen bete« mmgft vrühl'sche Untversttäts Druckerei, Sieben.