Samstag 18. Mai 1907
Drittes Blatt
Nr. 115
Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.
an,
man von einer
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pro qni und Woche 10 Pf.
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folgende Konferenz mit der Sachlage beschäftige Ausschuß gewählt würde, der sie genau prüfe entscheide, was zur Förderung getan werden
daß seiner vorgebracht dürfe mau Seiten der
Dellkatesse sei nötig, verhindern und man dafür 8ii sorgen, daß
bis den
157. Jahrgang
des or-
etwas zu tun, nicht aushalten.
Der Vorsitzende bemerkt, die Einrichtung habe sich jetzt bewährt. Die Leute hätten übrigens auch ine Aufgabe, Zustand der Straßen zu überwachen.
Bei
* „Kanäle"
Anlage-Wegen werde es so gemacht und diese seien viel besser.
Der Vorsitzende erklärt, daß es sich wegen der Kanalisation vielfach um Provisorien bandle, weshalb gründlicheren Herstellung der Kosten halber a . ,
Die Stadtvv. Löber und Heichelheim unterstützen die An-
Tie „Siehener ZamlllenblStter" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt fflr den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Der „kjefsische £anböirt" erscheint monatlich einmal.
zusammen, daß a) eine einheitliche Besoldung aller Hedrer ohne die bisherige unbillige Berücksichligiing der örtlicheii Verhältnisse nach der Art der Besoldung der Lehrer an höheren Schulen geschaffen werde, daß b) den Lehrern ein Einkommen gewährt werde, ivelcheS und) Höhe und Art des Anwachsens dem der nichllechnischen Sekretäre in den staatlichen Betrieben lind Verwaltungsbehörden gleich ist, evtl, mit den Abänderungen, welche durch eine etwaige frühere endgültige Anstellung der Lehrer und die Gewährung der vollen Mietsentschädigung an sie bedingt sind, und daß c) bei den dauernd mit einem kirchlichen Amte verbundenen Stellen das an§ diesem fließende Einkommen nicht aus das Lehrer- gehalt angerechnet werde." Dem Lehrerlag wird am Freitag eine Vorstandssitzilng und eine Sitzung des geschäslssührenden Ausschusses vorangehen.
g Ü A X A in der Entwicklung oder beim Lernen zurückbleibende Kinder, sowie blutarme, sich mattfühlende und nervöse überarbeitete, leicht erregbare, frühzeitig erschöpfte Erwachsene gebrauchen als Kräftigung«- mittel mit großem Erfolg Dr. Hommel'S Haematogeu.
2er Appetit erwacht, die gecstigru uud rörperttcheu Kräfte werden rasch gehoben, das Gesamt-Rerveusystem gestärtt. C%
Man verlange jedoch ausdrücklich das echte „Dr. Hommel's" Haematogen uud lasse sich keine der vielen Nachahinungeu aufreben
Rotationsdruck und Verlag bet Brühlfchc. UnwersilätS • Buch» und Steindrucke.«t» 9L Lange, Sieben.
^vielfach -nachgeahmt, nid erreicht> hilft Zacherlfrä roahrlichstaunenswert gegen ssüsInsektenplage.
(Es ist niemals in der Düte, sondern nur m q D Flaschen zu taufen, wo Zacherl-Plakate aushän^en.
volbck ge- 1 " ludjt e Angebote unt W) lerünzeiger erbeten.
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Menicto jeder Tagebzelt niit, Tanzlehrer Hsteiugasse 31
fRebaftton, E^vedttton und Jrudfreii Schul- stratze 7. ErpediNon und Vertag i r»» 6L Redaklwme^ 112. teL-Slbt- An»etgerGietzen.
rUrche und Schule.
Magdeburg, 15. 3)lai. Aus dem am Psistgstsamstag Hierselbst zusammenlretendeu vierten Preußischen Lehrer- t a g werden zahlreiche Delegierte von Lehreroeremen aus allen Teilen der Monarchie anwesend jein. Der geschäslssühreiide Ausschuß wird dem Lehrertag folgende Erklärung unterbreiten: 1. »Wenn die preußische Volksschule ihrer Ausgabe im Dienste der Volksbildung und Volkserziehung vollauf gerecht werden soll, jo ist in erster Linie eine LehrerbesolduNg erjorderlich, die der Bildung der Lehrer und der Bedeutung ihrer Wirljamkeit, sowie den atlge» meinen wirtschastlichen Verhälmisien unserer Zeit entspricht. 2. Demnach 'aßt der preußische Lehrerverein angesichts der bevorstehenden Revision des Gesetzes vom d. März 1897 seine Wünsche «ezüglich der 9k e u r e g e l u n g der L e h r e r b e j o l d u n g dahin
müsse sich darauf sich wenigstens
im Haag besteht." Er führt dann weiter auS, Ansicht nach bie Frage nicht einmal offiziell werden würde und selbst wenn bieS geschähe, darin doch wenig mehr als eine Anregung von
fragt Beig. Georgi an, ob schon etwas über das Schicksal Ortsstatuts über die Kanalgebühren bekannt sei. Der V sitzende erwidert, das sei nicht der Fall, die Sache sei am Kreisamr und könne der Zeit nach auch noch nicht erledigt sein. Beig. Georgi hält es unter diesen Umstanden für sehr zweifelhaft, ob der angesetzte Gebührenertrag von 50 000 Mk. auch wirklich erreicht werde.
beschränken, die nächst- und daß ein und darüber könne. Sir
um ein ablehnendes Votum zu
politische Cagesscha«.
Die Gäste aus England.
Das Festprogramm für den Gegenbesuch der englischen Journalisten stellt, soweit die Reich sh a up tsta dt in Betracht kommt, an die physische Leistungsfähigkeit der Gäste starke Ansprüche. An Zweckessen und Besichtigungen wird schier übermäßig viel geboten in diesen drei Tagen. Wenn alle in erlesenen Tafelgenüssen sich darbietenden Kultur- errungeuschaften die Zunge lösen zur entsprechenden Zahl von Toasten, dann wird der Superlativ des Ausdrucks sehr bald erreicht fern. Hoffentlich hält man hier deutscherseits an Besonnenheit gleichen Schritt mit den Gästen. Gegen lieber« treibungen erscheint jedenfalls wirksam der Hinweis darauf, daß die englische Presse sich zeitweilig überhaupt Nicht mehr erinnert hat an die friedfertigen Trinksprüche gelegentlich des vorjährigen Besuches deutscher Journalisten in London. Am wenigsten die liberale Presse, in der man die Trägerin de§ VersöhnungsgedaukenS sab. Das Festprogramm zu Ehren der englischen Gäste läßt einen Besuch der Berliner Armee-, Manne- und Kolonialausstellung vermissen. Vielleicht wäre dieses Arrangement zweckmäßiger gewesen, als die Hinzuziehung der Bnten zur großen Frühjahrsparade in Potsdam. Die richtige Würdigung eines Parademarsches fällt dem Ausländer nicht leicht.
Sitzung der Stadtverordneten.
Gießen, 16. Mai.
(Schluß.)
Beim Titel Denkmäler regt Stadtv. Heichelheim daß das
Licbigdcukmal
^rauicin10017 lenieitifle Vergütung l einer kleinen SlaLl Kfrnetlernen-
Laichmchkn belmltr. 5, II, [03327 rrdeutliches [ü$7b tmadchen 4 für (tatet gesucht rel, Slepsaim. ll
britischen Regierung sehen. Ein Teil diplomatischer
AtUl^chluno und öle Kaagcr Konftrenz.
Heute trennen uns nur noch wenige Wochen von der am 15. Juni zusammentretenden Haager Konferenz, aber je näher sie rückt, desto größer wird das verzweifelte Kopfschütteln unserer zünftigen und nicht zünftigen Diplomaten. Auf Fürst BülowS selbstbewußte Ankündigung im Reichstag, Deutschland werde sich an AbrüstungSdebatten im Haag nicht beteiligen, kam auS England ein Echo. Ein mißliebiges. Es war in der Form höflich, im Prinzip desto weniger zufriedenstellend, da man darin Deutschland den nur schlecht versteckten Vorwurf machte, einer Aussprache mit England aus dem Wege gehen zu wollen. „Deutschland in nicht offen", meinte — allerdings verklausuliert, Herr Campbell Bannerman in Manchester. „Sonst wären wir ihm gewiß und ohne Hintergedanken auf halbem Wege begegnet." Daß der englische liberale Premier ein aufrichtiger Friedensfreund und fein Jingo ist, wird fein ernsthaftes Blatt der deutschen Preffe, die wiederholt feine Sympathien für deutsche Kultur, deutschen Charakter verzeichnen konnte, bestreiten wollen. Aber auch ein nnS so wohlgesinnter Mann wie Sir Thomas Barclay, einer der Pioniere der Politik der internationalen Kordialität, vermag seine Enttäuschüng über die weniger als lauvarme Haltung der Reichsregierung nicht zu verbergen. Auch er vertritt die Ansicht, die Frage der Beschränkung der Rüstungen müsse auf der Konferenz unbedingt zur Erörterung kommen. „Aber ich glaube nicht", so schreibt er uns, „daß irgendwelche Aussicht auf nur die geringste Förderung der Angelegenheit während der Tagung
besser im Stand gehalten werde. Es zeigten sich verschiedentlich Rostslecken, die anscheinend von Eisenteilen an der Umhüllung herrührten.
Beig. Hehligenstaedt führt aus, daß es ein Wunsch Schapers, des Schöpfers des Denkmals sei, daß man die Winter- Umhüllung ganz weglasse, da sic mehr schade als nütze.
Der folgende Titel, gemeinnützige Zwecke, gibt Stadtv. Helm Veranlassung, auf die gemeinnützige Tätigkeit der
Lauitätskoloune
hinzuweisen und zu bitten, für einen besseren Aufbewahrungsort von deren Gerätschaften zu sorgen und außerdem einen Barzuschuß zu gewähren. Vielleicht könne das von Herrn Kil- binger vis jetzt innegehabte Lokal der Kolonne eingeräumt werden.
Der Vorsitzende bemerkt, daß zurzeit. Verhandlungen Ödjcn der Bürgermeisterei und der Ärmenverwaltung dieser- schwebten. Der Antrag wegen Bewilligung eines Zuschusses müsse zunächst von der Finanzdeputation vorberaten werden.
Stadtv. Dr. Haberkorn hält ebenfalls eine andere Unterbringung der Gerätschaften für erforderlich.
Beim Titel
Lttaßennutcrhaltung
macht Stadtv. I a n n darauf aufmerksam, daß ein Teil des Schisfenberger Weges, der erst vor wenigen Wochen hergestellt worden sei, jetzt wieder aufgerissen werde. Das solle man doch vermeiden.
Stadtv. H a u b a ch weist darauf hin, daß vielfach die Fußwege nicht richtig angelegt werden. Man solle die Wege erst ausheben und dann mit Schlacken aussüllen. Auch bei den
GerLchtssaat.
sd. Darmstadt, 17. Mai. Das Kriegsgericht verhandelte gestern gegen den im Jahre 1901 als unsicheren Heeres- pflichtigen bei der 11. Kompagnie Inf. - Negts. N r. 116 in Gießen eingestellten Musketier Eugen Hotel aus Send- lingen im Elsaß. Er hatte sich damals bald nach seinem Eintritt wieder von seiner Truppe entfernt und sich wieder in die franz. Fremdenlegion begeben. Bis nach Holland hatte er die Flucht mit einem Kameraden gemeinsam betrieben, indem sie nachts gewandert sind. Die Kleider ließen sie vor der Kaserne zurück, nachdem sie vorher die von dem Kameraden Kappler verschafften Zivilkleider angezogen hatten. In Algier ging es dann auch wieder schlecht, sodaß er auch dort aus dem Gefängnis ausbrach und sich in der Heimat stellte. Aus einem Bries an seine Eltern geht der Kummer und die Not hervor, unter der er zu leiden hatte. Er erhielt eine Gefängnisstrafe von 1 Jahr 8 Monaten und wird in die 2. Klasse des Soldatenstandes versetzt. Er nimmt die Strafe an. Er macht den Eindruck eines unruhigen Geistes, der nirgends Ruhe hat.
Thomas Barclay tritt ferner energisch dafür ein, daß Schiedsgerichte in Fragen, die nicht nationale oder vitale Interessen berührten, obligatorisch gemacht werden sollten; daß man Mächte, die einen Schiedsspruch ablehnten, boykottieren müsse und daß die Negierungen für jede zu Rüstungszwccken aufgewcndetcn 20 000 'Mark 20 Mark zu Gunsten der Förderung des Friedens zurücksetzen sollten. Er bezweifelt nicht, daß wenigstens die erste Klausel zur Annahme gelangt, will aber noch einen Schritt weiter gehen und meint, cs sei die Möglichkeit vorhanden, die Haager Konferenz würde zur Auf- fafjung gelangen, daß die Gewährung einer Anleihe an einen kriegführenden Staat eine Verletzung der Neutralität bedeute. „Die Zeit ist außerordentlich kritisch" schließt Sir Thomas sein beachtenswertes Schreiben. „Wir befinden uns am Abhang eine8 großen Krieges, wenn wir uns nicht vorsehen. Deutschland ist ein großes, weit ausholendes Land mit einem sich riesig ausdehnenden Handel; aber leider wird die Frage des Bedürfnisses Deutschlands nach Kohlenstalionen auf der Konferenz nicht zur Sprache kommen. In Frankreich ist man sich in weiten Volksschichten bereits klar, daß etwas getan werden muß, um den legitimen Ansprüchen, den unbedingt notwendigen Bedürfnissen Deutsch» lands Rechnung zu tragen. England muß hierin Hand in Hand mit Frankreich und Deutschland gehen und dies ist eines der größten Probleme, die sich un5 auf der kommenden Konferenz entgegenstellen werden."
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regung des Stadtv. Haubach.
Die Ltraßeureiniguug
gibt Stadtv. Haubach zu der Bemerkung Anlaß, daß bei dem gegenwärtigen Zustand der Straßen die Kehrmaschine keinen Zweck habe. Man solle deshalb ihren Betrieb vorläufig einstellen.
Der Vorsitzende erwidert, gerade jetzt arbeite die Kehrmaschine in vielen Fällen recht gut, da man mit den Handbesen die durch die Kanalisationsarbeiten entstehenden großen Schmutz- mengen nicht beseitigen könne.
Beig. Georgi meint, daß man an der Kehrmaschine bessere Bescn anbringen müsse, während Stadtv. Dr. Ebel daraus hin- weist, daß eines der benutzten Gießsüsser mehr Staub aufwirbele als ein Automobil.
Beig. Heyligcnstaedt hält die Kehrmaschine für die Straßenreinigung für recht gut und ist eher für Anschaffung einer zweiten Maschine zu haben, wie für die Außerbetriebsetzung der vorhandenen.
Beig. Georgi hält die Einrichtung der nur auffichtführen- den Vorkehrer sür unnötig und meint, man solle den Leuten Besen in die Hand geben, damit sie ab und zu mitarbeiten könnten.
Stadtv. Krumm ist derselben Ansicht und meint, auf die Dauer könne ja ein normaler Mensch das Zusehen, ohne irgend
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Eichener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberhejsen
Die Position
Vertilgung schädlicher Tiere
veranlaßt Stadtv. Krumm zu der Bemerkung, daß es dank der Bemühungen der bett. Kommission mit der Schnakenplage bedeutend besser geworden sei. Eine gänzliche Beseitigung werde aber nicht möglich fein, so lange die alten Gruben am Weg nach Launsbach erhalten blieben. Der Vorsitzende bemerkt im Hinblick auf ein Eingesandt im „G. A.", daß die darin beanstandeten Wasserbottiche am Philosophenwald gerade zum Zweck der Schnakenvertilgung angelegt worden seien. Sie würden von Zeit zu Zeit nachgesehen und die Brut bann vernichtet.
Beim Titel
Polizei
weist Stadtv. H a u b a ch auf die starke Belastung der Stadt durch die Polizeikosten hin und regt an, sich event. dem Vorgehen der Stadt Mainz wegen Uebernahme der Polizei auf den Staat anzuschließen. Ter Vorsitzende hält dies für aussichtslos, zumal die Sache dann leicht für die Stadt noch teurer werden könne.
Zur Aufbewahrung der Fundsachen wird sür Erwerbung eines gebrauchten kleinen Kassenschranks ein Betrag von 100 Mk. neu bewilligt.
Tie Ausgaben für die
Allgemeine Verwaltung
werden auf Vorschlag des Vorsitzenden um 120 Mk. (je 60 Zulage für 2 Schreibgehilfen) erhöht.
Bei der Rubrik
Kapitalzinscu
weist Stadtv. H e i ch e l h e m darauf hin, daß der Stadterweiterungsfonds laut Statut nur 31/» Proz. Zinsen bezahle, wahrend die Stadt selbst jetzt 4 Proz. gelten müsse. Um ein klares Bild zu belpmmen, solle man das Statut entsprechend ändern. Beig. Georgi und Stadtv. Haubach Pflichten dem bei. Die Angelegenheit soll in einer der nächsten Sitzungen beraten werden.
Der Titel Oktroi gibt dem Stadtv. Kr umm Veranlassung, auf das
Torhäuscheu
am Theater zurückzukommen. Das Häuschen könne unmöglich
4°/o mündelsichere
Rheinprovinz Anleihescheine
31. Ausgabe.
Stücke za 5000, 2000, 1000, 500, 200 Mark erlassen wir, solange Vorrat reicht a“/« zum Kurse von 100 °/0 netto.
Bank iür Handel und Industrie
Depositenkasse Giessen (Darmstädter Bank).
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gesucht.
Aa^Ludanu^ Mädchen nachH§ Leuten geL 1 erhrniH*. . tirr
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stehen bleiben und er fei deshalb gegen jede Bewilligung für seine^ bessere Instandsetzung.
Stadtv. H a u b a ch ist dagegen der Ansicht, nachdem man zweimal beschlossen habe, das Häuschen vorläufig stehen zu lassen, müsse man auch für sein anständiges Aussehen sorgen.
Auf eine Anfrage des Siadtv. 2 ch a f f st ä d t, wie lange daS Häuschen wegen des Oktrois noch stehen bleiben müsse, erwidert der Vorsitzende, das sei noch unbestimmt.
Tie Stadtvv. Kirch und Schafsstädt erklären sich aus prinzipiellen Gründen, gegen die Bewilligung der für die bessere Instandsetzung des Häuschens geforderten 500 Mk. stimmen zu wollen.
Bei der Abstinrmmig wird mit Mehrheit beschlossen, die 500 Mk. für die bessere Instandsetzung des Häuschens zu bewilligen.
Bei Titel 55,
Landgrnbe, Lteinbruch uud Steinbrecher, erkundigt sich Stadtv. Huhn, au welchen Preisen die Stadt, die doch der Hauptabnehmer der Betriebe sei, den Sand und die Steine sich berechne, da nur hierdurch die wirkliche Rentabllität festgestellt werden könne.
Der Vorsitzende erwidert, die Preise für die städtischen Betriebe würden nach dem billigsten Submissionspreis berechnet Die Stadt mache durch den Regiebetrieb ein sehr gutes Geschäft, da sie Sand Usw. billig bekomme und noch über den früher erzielten Pachtzins hinaus einen hübschen Mehrerlös erziele. Die Einrichtung des Betriebes I>abe sich durch den Reingewinn des Betriebes bezahlt gemacht.
Titel 74,
Anlage eines neuen DiehmarttPlatzeS, gibt dem Stadtv. Emmelius Veranlassung zu der Frage, ob angesichts der hohen Kosten für den neuen Viehmarktplatz nicht das Standgelo erhöht werden solle.
Ter Vorsitzende erfiärt, daß allerdings diese Absicht bestehe, zumal das jetzt erhobene Standgeld sehr niedrig sei.
Verschicveues.
Die Verbrauchsabgabe für alkoholfreien Wein wurde seither so berechnet wie die für anderen Wein und ebenso wäre man mit alkoholfreiem Bier verfahren, wenn dieses hier zur Einführung käme. Das Reichsschatzamt hat dies beanftanoet, da als Wein int Sinne des Reichsweingesetzes nur alkoholhaltiger Wein anzusehen ist, und ebenso Bier nur dann steuerpflichtig ist, wenn es dem Reichsbiersteuergesetz unterliegt, um das jetzige Verfahren beibehalten zu können, bedarf deshalb der Oktroitarif einer entsprechenden Ergänzung, der genehmigt wird. Sonstige alkoholfreie Getränke, die in weit größeren Mengen konsumiert werden, zahlen nach wie vor kein Oktroi.
Zur Deckung des 1906 entstandenen Fehlbetrags der Omnibusgesellschafr werden entsprechend einem früheren Beschluß nunmehr 4033.16 Akk. bewilligt.
Einige Rechnungen über freihändig vergebene Arbeiten und Lieferungen wurden genehmigt.
Ein Gesuch von August Helfenbein um Erlaubnis^ zum Schankwirtschaftsbetrieb für das Haus Wiesecker Weg Nr. 40 soll nicht befürwortet werden; ein weiteres Wirt- schajtskonzessionsgesuch (von Anton Koch für Plockstt. 40) wurde zurückgestellt, da bic Baupläne für das Haus noch nicht vorlieaen.
Stadtv. Löber kommt noch auf das Gerücht zu sprechen/ daß die Eisenbahnverwaltung hier eine Werkstä11e bauen wolle, aber wieder von den Plan abgekommen sei, weil die Stadt sich ablehnend verhalte. Er könne sich dies nicht denken und bitte deshalb um Aufklärung.
Der Vorsitzende erwidert, wenn solche Sachen erzählt würden, wüßten die Leute wieder einmal viel mehr als die städtische Verwaltung. Er könne nur sagen, wenn die Absicht, der Ersenbahnbehörde nicht ausgeführt werden sollte, seien nur die hohen Preise schuld, die für das in Frage kommende Gelände am Rodtberg verlangt werden.
I. Maim lucht Stell, o. sonst. Lertrauens- eres in d. GeschW- ;e>ier Anz. sML
in Küche u. HauS- ‘.tof mit gut. Seugn. 'M. strau Schmidt.
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