Ausgabe 
16.11.1907 Zweites Blatt
 
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157. Jahrgang

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Glichest tLgltch mit Ausnahme des Sonnys.

D,e ..Siebener FamiNenblStter" werden dem ,tinjetfler* otennal wöchentlich beigelegt, daS llrelsdlatl für den Kreis Gietzen" zweimal wöcheiuUch. Derhessische Landwirt" erscheint monatlich einmal.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- ftraße 7. Expedition und Verlag 5L 9teöatnon:e^ll2. Tel.-AdruAnzeigerGießen.

aurstag H>. November 1907

a aa Rotationsdruck und Verlag der Brüh liehen Unwersitäts - Buch- und Skelndructerei.

j ffl R. Lange. Dietzen.

am Nachmittag fortgesetzt; sie betrafen lediglich innere Verwaltungsfragen und wurden vertraulich geführt. Unterstaatssekretär von Lindequist hat,

Triest, 15. Mv. Heute abend fanden hier Kund­gebungen statt zu Gun st en der Errichtung einer italienischen Universität. Die Demonstranten wurden von einem Wacheausgebot zurückgedrüngt und zer­streut. 50 Personen wurden verhaftet.

DemVerl. Lokalanz." zufolge ist der König von Rumänien wieder erkrankt. Er leidet außer an einer schweren Magenindisposition auch an Gelenkrheuma­tismus. Die Aerzte empfahlen dem Könige eine achttägige Bettruhe.

London, 15. Nov. Im Unterhause wurde eine von 136 Mitgliedern der liberalen Partei unterzeichnete Denk­schrift eingebracht, die den Ministerpräsidenten, Sir Campbell-Bannerman, dringend anfforvert, eine Herab­setzung der Ausgaben für Heer und Marine in ote Wege zu leiten. Die Denkschrift erklärt, daß das Land sich in geringerer Gefahr von feiten irgend einer Macht beftnde, . als daS während der lebten 25 Jahre der Fall war, dank den freundlichen Uebereinkommen mit Iiußland und Frankreich und dank den verbesserten Beziehungen zu Deutschland. Es wird deshalb beantragt, daß das Marine­budget für 1908 wesentlich herabgesetzt werde. Dem Volke müsse Gelegenheit gegeben werden, die Früchte des Friedens zu ernten.

ZarSkoje Sselo, 15. Nov. Der Kaiser empfing heute den Präsidenten der Neichsduma, Chomjakow, in Audienz.

Petersburg, 15. Nov. Die liberale wie die radikale Presse ist über die Antrittsrede des neuen Duma­präsidenten Chomjakow entrüstet. DieRetsch" widmet ihr einen Leitartikel, worin sie die Rede als einen unverzeihlichen Fehler hinstellt.

Sim la, 15. Nov. Eine Bande von 50 Askaris versuchte in der Nacht zum Mittwoch einen räuberischen Ueberfall aus die Ortschaften Lachi und Konak; sie ermor­deten einen und verwundeten drei Einwohner, durch­schnitten die Telegraphenleitungen und lauerten einer Ab­teilung der berittenen Grenzpolizei aus, von der sie zwei Mann töteten und zwei verwundeten. Die Räuber entkamen u nter der Mi tnahme von vier Gew e h renn nd Di elMun ition.

Ans Sxaot ubsc aano.

Gießen, 16. Nov. 1907.

Tuberkutose-Wander-Museurn der Landes- BersicheruugSarrstalt.

Im Frühjahr v. I. ist durch den Vorstand der Landes- Versicherungsanstalt Großh. Hessen ein Tuberkulosemuseum zu dem Zwecke zusammengestellt worden, weitere Kreise der Bevölkerung über das Wesen der Tuberkulose aus­zuklären und Mittel und Wege zu veranschaulichen, die uns im Kampfe gegen diese verheerende Volksseuche zu Gebote stehen. Diese Tuberkuloseausstellung wurde am 29. Juli 1906 in Darmstadt eröffnet und hat in der Folge als Wandermuseum eine Rundreise durch sämtliche Kreis­städte des Grvßherzogtums angetreten, wo sie jeweils einige Zeit zur Besichtigung ausgestellt und mit Unter­stützung seitens der Großh. Kreisämter, der Großh. Kreis- gejundheitsämter, sowie einer Reihe von praktischen Aerz- ten ihren belehrenden Zwecken dienstbar gemacht wurde. Von der Art und Weise, wie sich der Besuch und die Be­lehrung in den einzelnen Kreisen des Landes gestaltet hat, gibt die nachstehende Tabelle ein anschauliches Bild.

gleichfalls eine Denkschrift über die Ergebnisse seiner kürzlich beendeten Dienstreise nach Deutsch-Südwest- afrika ausgearbeitet. Der Bau der Eisenbahn Lüderitz- buchtKeetmanshoop ist nunmehr bei Sandverhaar fort­geschritten; es besieht Hoffnung, daß Keetmanshoop noch vor dem 1. Oktober 1908 erreicht werden wird.

DemBerl. Lokalanz." zufolge soll die zwischen Deutschland und England strittige Grenz­frage bezüglich der Wal fisch bai durch ein vom König von Schweden zu ernennendes Schiedsgericht ge­schlichtet werden.

DemBerl. Lokalanz." zufolge soll ein Teil der für den Kolonialdienst bestimmten Beamten in Hamburg eine besondere Vorbildung erhalten.

DerVoss. Ztg." zufolge beschloß die gestrige Kon­ferenz zur Ermittelung der Fl e i s ch p r e i f e, das Landwirtfchaftsministerium zu ersuchen, die Polizei-Ver­waltungen in größeren Städten anzuweisen, allwöchentlich eine genaue Erhebung über, die gezahlten Fleischpreise zu veranstalten. Aus Grund dieser Erhebungen sollen so­wohl die Preise des Großhandels für Fleisch und Vieh, als auch die Detailpreise im Konsumenteninteresse ver- össentlicht werden.

Posen, 15. Nov. Kaufmann und Rittergutsbesitzer Martin Biedermann in Posen ersucht das B. T. telegraphisch um die Feststellung, daß die in Posen um- lausenden Gerüchte, er sei in Bermögensversall oder gar in Zahlungsschwierigkeiten geraten, absolut falsch und aus eine böswillige Verleumdung seitens seiner Konkurrenz zurückzuführen seien.

Dresden, 15. Nov. Tas siDresd. Journ." meldet über die Erkrankung der verwitweten Königin Carola von Sachsen: Tie Königin-Witwe verbrachte die vergangene Nacht unruhig. Anhaltend gesteigerte Kör­pertemperatur und geringe Nahrungsaufnahme beein- flussen den Kxästezustanb.

wie derL.

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8 Prozent i Großherzog- tum^Hessen von 1 119 893 die Zahl der Kinder unter 14 Jahren ad, so veibleiben (1 119893 347 141) 772 752 Erwachsene. Das BerhaUms der geiaituen Besucher der Ausstellung (86 850) zu einer Bevölkerungszahl von 772 752 stellt sich sonnt aus 11 Proz.

Der Erfolg ist hiernach ein ganz bedeutender, zumal wenn man in Befracht zieht, daß durch die Besucher auch weitere Krei,e auf die Gefahren der Tuberkulose hin-« gewie.en, daß z. B. in säst alten Kreisen sämtlichen Lehrern von Aerzten Vorträge gehalten wurden und die Lehrer nun hinwiederum für Weiterverbreitung in allen Schich­ten der Bevölkerung, insbesondere der Heranwachsenden Jugend Sorge getragen haben. Erwähnt sei noch, daß 16 500 Führer durch die Ausstellung und je 24 000 Tuber­kulose- und Alkohol-Mertblätter in der Ausstellung ab­gegeben wurden. Das Tuberkulosemuseum hat nunmehr seine Wanderung beendet und wird, soweit möglich, in den Räumen der Landesversicherungsanstalt (Wilhelminen- straße 34) aufgestellt werden. Wir geben jedoch der Hoff­nung Raum, daß dem gesammelten Material demnächst vom Staat oder der Scadt Darmstadt eine geeignetere Heimstätte geboten und dort aus dem Tuberkulojemuseum im Lause der Jahre sich ein allgemeines Volkswohlfahrts- museum entwickeln wird, wie das auch anderwärts er­strebt wird, und teilweise bereits verwirklicht worden ift *

** Aus dem Bereiche der Schule. Das Mi­nisterium des Innern, Abteilung für Schulangelegenheiten, har eine Verfügung erlassen, wonach schulpflichtige Kinder (also Volks- und Fortbildungsschüler) hinfür nicht mehr vom Schulbesuche beurlaubt werden dürfen, um bei Treibjagden Verwendung zu finden. Auch in Hessen wird jetzt nach derDarmst. Ztg." eine Zählung der­jenigen Kinder vorgenommen, die infolge angeborener Fehler oder durch Verlust, Verkrümmung, Lähmung oder Muslelkrampf einzelner Körperteile, in der Bewegungs^ und Gebrauchsfähigkeit ihrer Gliedmaßen dauernd beein­trächtigt sind. Gezählt werden nur die K r ü p p e l k i n d e r, die im schulpflichtigen Alter sind, 6. bis 14. Lebensjahr. Die Zählung hat sich auch auf solche Kinder zu erstrecken, die privatim unterrichtet werden.

** Vom Philippshospital. S. K. H. der Großherzog haben den Oberarzt an der Landesirren­anstalt Philippshospital Dr. Johs. Dietz auf sein Nach-4 suchen aus dem Staatsdienst entlassen; den Assistenzarzt Dr. med. Jos. Peters aus Darmstadt zum Oberarzt an der Landesirrenanstalt Philippshospital ernannt.

** Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem Schulamtsaspiranten Karl Freund aus Eberstadt (Kr. Darmstadt) eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Pfafsen-Beerfurth; dem Lehrer Ludw. Allendörfer zu Helpershain die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Glashütten; der Lehrerin Hildegard Fer y zu Lampertheim eine Lehrerinstelle an der Gemeindeschule zu Gau-Alges- heim.

** Pensionsversicherung für Privat-An- g e stellte. Wie aus dem Inseratenteil ersichtlich, spricht Dr. Brunhuber -Köln nächsten Dienstag abend in Steins Garten überD ie Pensionsversicherung der V r i v a t a n g e st e l l t en". Das Thema ist augenblicklich Höchst aktuell, besonders, da heute uni) morgen in Frankfurt die grundlegenden Verhandlungen stattfinden. Weil nun in Gießen die Privatangestellten einen so ansehnlichen Prozentsatz der Bevölkerung darstellen wie selten anderswo, hat sich der Verein der nationalliberalen Jugend ent­schlossen, den Vortragsabend in eine öffentliche Volksver­sammlung umzuwandeln mit freiem Eintritt und freier Diskussion. Dabei wird natürlich auch auf starken Besuch der interessierten Kreise gerechnet, umsomehr, als es große Mühe gekostet hat, Dr. Brunhuber für unsere Stadt zu gewinnen. Dieser weit über die nationalliberale Partei hinaus geschätzte Redner ist fast jeden Abend in Anspruch genommen und hat erst letzthin in Darmstadt mit großem Beifall über das gleiche Thema gesprochen.

** Die neueste Bahnstrecke Oberhessens. Die Bahnstrecke GrünbergLich wird bestimmt in diesem Winter in Angriff genommen, nachdem fie schon vor drei Jahren beschlossen wurde. Die Pläne sind jetzt nach wiederholten Messungen vollendet und genehmigt und liegen in den beteiligten Gemeinden offen. Die Arbeiten sollen alsbald in mehreren Losen vergeben werden. Die

i*iiüuud5i)ai15eta l mc 1908.

DieNordd. Allg. Ztg." veröffentlicht bemerkenswerte Zahlen i-r.i Einzelheiten aus dem R e i ch s h a u S h a l t s e t a t für 1908.

Danach fordert das Auswärtige Amt bei einer Ein- : von 1,379,760 Mark tIas ist gegen das Vorjahr mehr

; ;,$,030 Mark) an fortdauernden ordentlichen Ausgaben j 7,569,032 Mk., mehr 694,550 Mk., an einmaligen Ausgaben ,0,950 Mk., weniger 409,400 Mk. Gehaltsaufbefse- , n g e n an höhere Beamte sind für den Gesandten und . neu Legations,etretär in Tanger vorgesehen. Von mittleren samten im Ausland erhält eine größere Anzahl Zulagen. 'jvc Fonds zur Förderung deutscher Schul-Unterrichtszwecke jfu Auslande wird von 650,000 auf 850,000 Mk. erhöht. Un- V x. den einmaligen Ausgaben sind Neuforderungen Pvn 30,000 jtßrf zur Unterstützung der deutschen Atedizinschule in Hanghai, 175,000 Mk. als erste Rade für das Konfulatsge- baude in Tientsin. Im Etat der Re i chs j u sti z v e rw a l- lang betragen die Einnahmen 863,755 Mk., mehr 60,000 Mk. Tie fortdauernden Ausgaben 2,463,930 Mk., mehr 46,240 Mk. elcrvorzuheben ist die Erhöhung des TiensteinLrmmens des Präsidenten des Reichsgcrichls Vvn 30,000 auf 36,000 Mk., die Forderung einer fünften Reichsanwaltsuelle, 35,000 Mk. für ^llMwstwung des Reichsgerichtsgebäudes.

Tas Reichskolonialamt weist ordentliche Ein­nahmen in Höhe von 260,665 Mk., außerordentliche 168,000 Mk. auf (die vierte Tilgungsrate des Reichsdarlehens an Togo). Tic fortdauernden Ausgaben betragen 1,899,147 Mk., mehr 250,119 Mk. H^rvorzuheben ist die Erhöhung des Fonds zur Vorbereitung von Kräften für den Kolonialdienst von 42,000 Mk. auf 130,000 9)tt In der Erläuterung wird gesagt: Eine umfassendere Aus­bildung des in den Kolonien zu entsendenden Personals sowoh. hinsichtlich der Zahl der Auszubüdenderl, wie in der Art der Vorbildung, erscheint im Interesse des Kvloirialdicnstes erforder­lich. Jnsoesvno>.ve ist eine größere Betonung des wirtschastlichcu Moments wünschensrvert. Die Vorbildung im Reichs ko lvnial- uint auf den orientalischen Seminar soll durch wirtschaftliche Vorlesungen ergänzt luei-betL Die Handelshochschule in Berlin erklärte sich bereit, besondere Vorlesungen in den Lehrplan auf- nmelMen. ferner ist beabsichtig!, einen Teil des vorzubildendrn Personals nach Hamburg zu entl'cwen zur besonderen Vorbil- Dung für den Kolonialdiensü Die Verhandlungen wegen der Schaffung entsprechender Einrichtungen in Hamburg sind gegen­wärtig noch nicht abgeschlossen. Es wird damit gerechrret, daß wahrend des Rechnungsjahres 1908 etwa 40 Beamte, Offiziere und sonstige Personen tecks in Berlin, teils in Hamburg vorzu­bilden sind. Die einmaligen Llusgaben des ordentlichen Etats der Schutzgebiete betragen einschließlich der Reichszuschusse 15,768,783 Mk., mehr 9580,326 Mark. Zur Erforschung des Eingeborenen rechts soll eine besondere Kommission von Rechtsgelehrten und Mitgliedern des Reichstags berufen werden. Für die Vvrarbeitei^ zur Erfchließung der Schutz­gebiete weroeu 100,000 Mark anstatt bisher 50,000 Mark go icrücrt. In ausführlicher Begründung wnd ausecnandergesetzt, daß der bisherige Zustand, wobei die Regierung wegen Mangels an Mitteln und Beamten auf die Bereitwilligkeit privater Un- ternehmer zu Erkundungen ohne Gewähr späteren Kvsten- ersatzes angewiesen ist, nicht langer beizubehalten ist. Die Reisekosten- und verwandte Fonds, ntit denen sich die Regierung bWr behalf, sind bei weitem nicht ausreichend. Daher wird beabsichtigt, den Fonds für Voraroeiten zur Erschließung der Schutzgebiete in erster Linie für Erkundungen größerer technischer Projekte nutzbar zu machen, soweit diese unter den Begriff der Erschließung der Schutzgebiete fallen und als Kosten der Zentralver- waüung anzusehen sino. Der Fonds beoar, einer Erhöhung. Einst­weilen werden 103,000 Dtark als ausreichend erachtet. Der Haushaltungsetat der Schutzgebiete schließt in Einnahme und Ausgabe mit 84,022,647 Morl ab. Die eigenen Einnahmen ves ostafrikanischen Schutzgebietes betragen 5,803,738 Mk., die fortdauernden Ausgaben 10,422,651 Mark, die einmaligen Ausgaoen 1,040,200 Mk., der ReservSsonds 14,149 Mark. Der Etat für Kamerun ist in Einnahme und Ausgabe auf 6,610,239 Mark veranschlagt. Die eigenen Einnahmen der Schutzgebiete betragen 3,830,100 Mark, der Reichszuschuß 2,780,139 Mark, die fortdauernden Ausgaben 5,511,664 Mark. Das Schutzgebiet Togo bedarf auch im nächsten Rechnungsjahre keines Reichszuschusses. Ter Etat schließt in Einnahme unD Ausgabe mit 2,070,060 Marl ab. Tie fortdauernden Ausgaben betragen 1,922,289 Mark, die einmaligen Ausgaben 143,575 Mark, der Reservefonds 4196 Mark.

Die eigenen Einnahmen in Sndw estafrika sind auf 4,904,600 Mark veranschlagt. Dazu tritt eine Ersparnis aus dem Rechnungschhr 1904 von 184,086 Mk. Zur Balanzierung der Ausgaben von 48,751,357 Mk. ist also ein Reichszu- schu ß von 43,6'33,271 Mk. erforderlich. An d^n fortdauernden Ausgaben ist die Zivilverwaltung mit 7,124,270 Mark.beteiligt. Tie Militärverwaltung erfordert 24,993,120 Mk., das ist ein Mehr von 11,467,580 Mk. gegen das Vorjahr. Die Mehrsorde- rungen ergeben sich im wesentlichen aus der 1907 beschlossenen Vermarkung der ständigen Schutztruppe. Den Hauptposten der einmaligen Ausgaben Bildet die dritte und letzte Rate der Fort- führung der Bahn Lüderitzbucht-Kubub nach Keet- mannshoop mit 8,200,000 Mk. Der vorläufige Abschluß des Fonds des Schutzgebiets für 1906 stellt eine Eriparnis von 1,804,182 Dik. in Aussicht. Die eigenen Einnahmen des Schutz­gebiets Neuguinea sind mit 381,900 Mar? veranschlagt. Als Reichszuschuß sind 1,141,569 Mark erforderlich. Für die Karolinen, Palau-, Marianen- und Marfchall- inseln ist bei einer eigenen Einnahnre des Schutzgebietes von 175,171 Mk. ein Reichszuschuß von 283,369 Mk. ersoroerlich Ter vorläufige Abschluß für 1906 läßt eine Ersparnis von 11,042 Mk. erwarten. Tie eigenen EinnalMen des Schutzgebietes Sa­moa icnd auf 560,100 Mark veranschlagt. Als Reichszuschuß find 144,482 Mark notwendig. Tür vorläufige Abschluß für 1906 lcllt eine Ersparnis von 116 306 Mk. in Aussicht. Für Kiaut- sä,'ou ist bei den eigenen Einnahmen von 1725 800 Mk. ein Neiehszuschuß von 10 601 600 Mk. erforderlich

Utut des Re.ichseisenb ahnamtes ist die Ein­nahme 1256 Mark, die fortdauernden Ausgaoen 4ö4,300 Mark, iin Etat des Rechnungshofs die Einnahme 180 Mark, die fortdauernden Ausgaben 1,072,746 Viark, im Etat der N e i ch s d r u et e re i die Einnahmen 10,929,800 Mark, die fortdauernden Ausgaben 7,434,565 Mark. Bei der Verwal­tung der Rei chseisenbahnen betragen die Einnahmen im oroentlichen Etat 125,532,000 Mark, im außerardentlichen Etat 6'0,910 Mark, die fortdauernden Ausgabm 95,148,000 Mark, Die einmaligen Ausgaben 6,832,870 Mark. Bei einer Geiamt- 0!'sgabe dcs ordentlichen Etats von 101,980,8i0 Mark verbleibt Ü|j ein Ueocrschuß von 23,551,130 Aiark. Im auBerüröent^ Mjeit Etat weroeu 19,736,500 Mark verlangt.

Deertictzes Reich.

Berlin, 15. Nov. Unter dem Vorsitz des Eisenbahn­ministers Breitenbach fand heule, wie bereits ange- fiinbigt, eine Konferenz statt, an der die 21 Präsidenten der preußisch-hessischen Eisenbahnen, Vertreter des Eisen­bahnzentralamts, der Reichseisenbahnen und des Sieichs- -eisenbahnamtes teilnahmen. Die Verhandlungen werden

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