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folgt.
bie Industrie hlü.ht, das Gedeihs« des einen Erwerhzweiges ist
Eommnete die Gäste.
Tann ertyob sich der Reichskanzler. Bülows Rede.
Aus Anlaß der Tagung gab der Landwirtschaftsrat heute abend ein Festmah l, zu welchem der Reichskanzler, 5-erzog Johann Albrecht von Mecklenburg, Minister v. Rbein- baben, Lmidwirtschastsminister v. Arnim-Criewen, Handelsminister Delbrück, Mlonialdirektor Ternburg, Reichstags- Präsident Graf Stolberg, Professor v. Behring und andere hervorragende Persönlichkeiten geladen waren.
Ter Präsident des LandwiNjchaflsrats, Gras Schwerin-Löwitz, wies in seiner Rede auf den wirtschaftlichen Aufschwung hin, den die deutsche Landwirtschaft unter den Einfluß des neuen Zolltarises oenommen und der sich auch in der Steigerung der Biehproduktion und in der Erteilung bedeutender Aufträge an die der Landwirtschaft nahestehenden Industrie geäußert habe. Toch auch in nationaler Hinsicht sei ein Aufschwung zu verspüren gewesen, denn erst nachdem die wirtschaftliche Sorge von den Landwirten genommen sei, sei es ihnen möglich gewesen, sich an der Lösung der nationalen Aufgaben zu beteiligen. Tiefe Tatsache sei aus den Ausgang der Wahlen nicht ohne Einfluß geblieben, die zugleich eine B i l l i g u n g d e r w i r t s ch a f t l i ch e n P o - litik des Fürsten Bülow enthielten. Redner schloß mit einem Ho ch auf d en Aaiser.
Ter stellvertretende Vorsitzende M eh wert bewrll-
n1Tx ftnHfhTdi daraetan. ' Tie Nutzanwendung dec Vcrsuchs- ergebMe im Interesse der Mensch en tuberkulöse könne bloß eine Frcme der Zeit sein.
Ter deutsche Landwirtschaftsrat stimmte tm werteren Verlaufe seiner heutigen Sitzung dem Anträge zu, den Reichskanzler dringend zu bitten, baldigst dafür zu sorgen, daß die Fo rs ch uu gen B e hr i n g s v om Reich e u n - terstützt werden, damit namentlich ähnliche Verbuche, wie solche in Argentinien in Aussicht stehen, auch bei uns vorgenommen werden können.
den 8329 Beamten werden im ganzen 756 mit Dienstwohnungen versorgt; ob dabei viel mehr herauskäme, wenn em Aeil bcrielben etwas höher eingeschätzt Wörde, sei doch recht, fragliche Wenn man jetzt sage, daß eine Reform der Beamtenbesoldung besser gewesen wäre, so habe man jetzt schon einen ichönen Petitionssturm erlebt. Eine Beamtenbesoldungsreform würde einen „bTrieg aller gegen alle" bedeuten und dann wäre auch der Hauptzweck der jetzigen Vorlagen, die rasche Hülfe, vereitelt, denn eine Besoldungs- resorm würde jahrelange Bearbeitung erfordern.
s Abg. U e b e l wendet sich gegen einzelne Ausführungen des Ministerialrats Dr. Becker und präzisiert seme Stellungnahme bezüglich der Lebrer und deren unbeftiedigte Wünsche.
Abg. v. Brentano bemerkt, daß er nur ein wenig mehr -Entgegenkommen für die bescheidenen Wünsche der Beamten bezüglich der Wohnungsfrage^ gewünscht habe.. .
Abg. Bähr meint, batz die Gefetze durch eine fUWige -Beratung nur leiden würden, es komme auf 14 Tage früher oder später doch nicht an. Im Ausschuß seien bei der Beratung auch bisweilen nur 3 Mitglieder zugegen gewesen. Redner stellt alsdann den Antrag, den ganzen Nachtrag (Kap. 11,6) an den Finanzausschuß zurückzuverweu en. Es leien w auch von anderer Seite noch neue Anträge gestellt worden und da tollten Ausschuß und Negierung noch einmal alles recht genau prujen.
Finanzminister Dr. Gnauth bemerkt dagegen , batz man das Kapitel 116 nicht einfach aus dem Etat herausschälen rönne, es würde damit auch die rechtzeitige Fertigstellung des ganzen Budgets sehr in Frage gestellt werden. .
Abg. Dr. Gut fleisch erklärt, wenn man einen io wüver- Wiegeuden Antrag stelle, wie Abg. Bähr, so müßte man doch muh wenigstens die Punkte näher angeben, über welche der Auvl^utz noch einmal in Beratung treten soll. Im übrigen schließe er sich ganz den Ausführungen des Ministers an. 9r n =,
Abg. Bähr verteidigt seinen Antrag und wirst dem ckus schuß vor, daß er mit Leichtfertigkeit seine Beratungen 06 DieÄgg. Molthan und Dr. Osann erbeben energischen Protest gegen die dem Ausschuß gemachten Vorwurfe. .ter Letztere weist auf die lange emsige Arbeit des sonders aus die eingehenden sachlichen Berichte des Abg. ^r. Gutsleisch hin. .. «f P
Abg. Bähr erklärt daraus, e8 mutze demnach über die Ans° fchußberatungen salsch berichtet worden sein und er ziehe darnach seinen Antrag wieder zurück.
Abg. Reinhart meint, daS Verhalten der Abgg. Wolf und Bähr lasse die Vermutung zu, daß sie das Zustandekommen bei Vorlagen nur verschleppen wollten. Er sei gern bereit, dem Abg. Bähr die Protokolle des Ausschusses zur Versügung zu stellen, aus welchen er die inlenstve Arbeit desselben erkennen könne.
Rach kurzen persönlichen Betnerkungen zwischen den Abgg. BLHr und Reinhart hält der ~ ,, „
Ausschußreferent Dr. Gutsleisch das Lchlußwort. Derselbe weist den eben gehörten Vorwürien gegenüber darauf hin, daß er und mehrere andere Ausschußmilglicder schon seil Oktober fast unausgesetzt mit den Vorlagen beschäftigt gewesen wären und die Beratung garnicht gründlicher hätte von stallen gehen können. Man habe alle vorgeschlagenen Wege zur Anfbrmgung der Mittel geprüft und er habe sich nur schwer zur Erhöhung der Stempelsätze entschlossen, weil sie ihm als freisinnigen Mann kehr fern liege. Aber angesichts der ganzen Sachlage müsse sich auch hier in der Beschränkung der Pleister zeigen. Er hoffe, daß hier nut den möglichst besten Mitteln ein gutes Werk im Interesse einer Be- völkerungsklaffe zu Stande gebracht werde, die es verdient habe. (Bravo!)
Damit schließt die Generaldiskuffion um 61/« Uhr und Die Sitzung wird vertagt.
Nächste Sitzung: Freitag früh.
Berlin, 14. März.
In der heutigen Sitzung hielt Staatssekretär Graf ÄZvfadowsky eine Ansprüche, worin er die Versammlung Degrühte, den hohen Wert der Tätigkeit des Landwirt- schnftsrnts hervsorhob und weiter ausführte, btc heute auf der Dcrgesiordnung stechende Frage, die Bekämpfung der Mindertuborkulvse, sei besonders wichtig für die Entwicklung der deutschen Viehzucht, die eine der akutesten fragen der deutschen Landwirtschaft sei. Er hoffe, daß es mit Hülfe des im Herbst dieses Jahres dem Reichstage dorzulegenden Viehs euch engesetzes und gestützt auf die fortschreitende Erlenntnis der Wissenschaft möglich sein werde, die Rindertuberkulose ebenso wirksam zu bekämst,en wie die Lungenseuche und andere Viehkrankheiten nieder- vekämpft worden seien. Seinerseits werde stets alles geschehen, um die technischen Bestrebungen des deutschen Landwirtschastsrates wirksam zu unterstützen.
Im Lause der dann folgenden Debatte über die Bc- räuipfung der Rindertuberkubose führte Geheimrat von Pehring uns, die Parole für die Öffentlichkeit solle nicht sein, mit schädlichen Keimen durchsetzte Milch nicht in den Verkehr zu lassen und. hinterher unschädlich zu machen, sondern die Parole nrüsse lauten: es darf überl)aupt keine Milch mit KrankheitsLeimen, ipeziell mit Tuberkulosebazillen in den Verkehr Lammen. Der Redner stellte ferner fest, daß das Bovivaccinatiousversahren Anerleunung erfahren seine Unschädlichkeit sei erwiesen, seine Nützlichkeit
Bei dem heutigen Festmahl deS der Reichskanzler Fürst Bülow folgende .
Nach einem für das Hand und für mich bewegten Jahr stehe ich wieder vor dem deutschen LandwirtschaftZvat. Ein ernster und schwieriger politischer Kamps liegt hinter uns, der viel Aufregung hervorgernsen, aber auch gefunben Sinn, lrästiges Nationalgefühl im deutichen Volke von neuem hervortreten ließ, denn der Kampf ist der Vater «aller Pinge. Ein Band ist in diesem Kampfe nickt gelockert worden, wie ich hoffe, sondern noch befestigt worden, das Vertrauen zwischen dem deutschen Reich und der Landwirtschaft. (Leöha,tes Bravo.) Dieses Vertrauensverhältnis wird auch leinen W a n d e 1 erfahren, dessen bin ich sicher, wenn ich mich a n s ch i ck e W ü n s ch e zu erfüllen, die bertiiS seit langer Zeit von den Parteien der bürgerlichen Linken gehegt werden. Wenn ich int Reichstage unter Anderem meine Bereitwilligkeit erklärt habe, eine Reform des Vereins- und Versammlungsrechtes, des S t r a s re ch t e s und der Strafpozeßord- nung durchzuführen, so leitet mich dabei die Ueberzeugung, daß ein führender und verantwortlicher Staatsmann nicht zögern soll, U'M unzeitgemäße Zustande durch sachgemäße Reformen zu ändern. Ich gehöre nicht zu denen, die altes Fremde, weil es fremd ist, bewundern, aber es war, wie mir scheint, eine große Weisheit der englischen Aristokralle, notwendige ^ivnzen'wnen rechtzeitig zu machen. Als eine Folge dieser Weisheit sehe ich es an, daß England seit mehr Ms 200 Jahren von reoolutioimren Erschütterungen verschont geblieben ist, die die römischen Länder in diesem Zeitraum so oft heimgesucht haben. Ich sehe hierin auch den Grund, das in England die große Menge in den Städten, die kleinen Leute in Stadt und Lanv glanz überwiegend staatserhaltend gesonnen sind. Auch über die von mir im Reichstag angekündigte Reform des Börsengefetzes werde ich mich hier ganz vfseti aussprechen. Wir werben bei dieser notwendigen und dringeiwen Reform nichts bringen, was die Jnterefjen der Landwirtschaft schäbigen könnte. (Bravo.) Ich erwarte deshalb piuch, daß die Vertreter der Laridwictschast im Reichstage den Enuour, vorurteilslos prüfeii werden. Die Landwirtschaft hat kein Jntevefse bUvan, baß durch bie Börsengesetzgebung .treue und Glauben im Geschäftsverkehr erschüttert werden. Auch die Landwirtschaft h!at Interne daran, daß unsere Börse gegen- ab.r d.n Blrf.n d.s A>..sia-d.s ni^t in den Zustand der Inferiorität gerat, baß der hohe Bankdiskont der mit eine Folge unserer Börsengesetzgebung ist, erniebrigt wirb; auch die Lanbwirt- fchast hat kein Interesse daran, bay die Börsen twn Paris unb London bie Berliner Börje ganz überflügeln, kein Jntevefse, daß das deutsche Kapital ins Ausland wandert, kein Jnteresie, daß bie kleinen Banken ausgejogen werben durch bic großen; auch bie Landwirtschaft hat ein Interesse daran, baß bie Börse als hochwiastiges wirtschaftliches Instrument erhalten unb leistungs- ,ähig erhalten bleibt. Wir haben in Deutsächmb noch zu viel Vorurteile in allen Lagen, bei allen Parteien, in allen Schichten ber Ve ölkerung. Wir haben zu viel vorgefaßte Meinungen, die als Scheuklappen den Blick eunmgen. Vor Jahren sagte mir einntal ein liberaler Professor, ein ganz verstänbiger Mann (Heiterkeit): Wie rönnen Sie, Herr Reichskanzler, eine agrarische Politik machen, wo Sie doch
so gebilbet sind (Heiterkeit), als ob man Nicht
gebildet und dabei ein Agrarier sein könnte. (Sehr richtig!) Ich kenne aber auch Konservative unb Agrarier, welche in Hanbel und Börse, wenn nicht ein unsittliches, jeboch vielmehr ein verderbliches Element sehen. Das sind Scheuklappen, die wir ablegen müssen, Einseitigkeiten, die man in anderen Ländern nicht kennt, wo bas Gefühl ber Solidarität der verschiedenen Seiten des vielseitigen Wirtschaftslebens unb ihre Vereinigung im hohen Interesse des Ganzen stärker entwickelt ist, als dies bei uns seither der Fall war. Wenn iü) Ihnen Resocmeii in Aussicht stelle, so bleibt unangetastet das W i r t s ch a f t s p r o g r a m m, das ich seit bald 7 Jahren vertrete unb burchsühre: Schutz ber internationalen Arbeit, Schutz unserer Probuktion, Schutz unb Fürsorge insbesondere für die Landwirtschaft. (Lebhafter Beifall.) Ich habe vor Jahren einmal gesagt, daß ich die Bezeichnung als Agrarier als Ehrentitel ansehe, als rühmliche Anerkennung. (Bravo.) Und wenn ich mich einmal aus dem öfsentlichen Lebeii z u r ü ck z i e h e, dieser Augenblick wird ja mal kommen, wenn auch vielleicht nicht sobald, wie bas Dieter ober jener zu wünschen scheint (Giwße Heiter- leitst so mag man auf meinen po litis chen Leichen st ein schreiben: Dieser ist ein agrarischer Reichskanzler gewesen. (Lebhafter Beifall.) Unb warum will ich bad unb werbe ich bas unb werbe es b£ eiben? Weil eine vernünftige Agrarpolitik meiner vollen Ueberzeugung entspricht, weil biese sich ioinschaftlich unb Politisch wohl bewährt hat. Ich sage politisch, auch im Rückblick auf bic Wahlen. Mit Recht hat mein Freunb, Herr v. Olbenburg, barauf hingewiesen, baß wir bem braven Schwein Dank schulben. (Stürmische Heiterkeit.) Gar inancheii Abgeorbneten hat es durch ben reißenden Wahlstrom getragen. Schon darum gebe ich es nicht preis, sondern schütze cs vor ber Pest. Daß aber diese Politik sich auch Ivirtschastlich bewährt hat, bqioeift bic gegenwärtige Lage. (Sehr richtig.) Die Laiibwirtschast fängt an, sich enblich z u erholen,
Derücksichltigung der trio.
land wir tschastliche ....
wert bezeichnet. Außerdem fand noch ein Antrag des Majors Enoell Annahme, den Reichskanzler zu ersuchen, baldigst die Kommission zur Begutachtung der Rechtsver- fhältnisse der Landgesellschaften wieder in Tätigkeit treten tzu lassen. Morgen: Fortsetzung der Beratungen.
haß die Berbesserutrg aller Verkehrsmittel, insbesondere durch den Eisenbahnbau, zur Erschließung der Kolonien gefördert werden müsse. In einem gleichsaNs angenommenen Zusatz wird die Vorbereitung der Aufforstung kahler Flächen in den afrikanischen Kolonien, sowie die pischen Agrikultur auf den n Hochschulen als wünschenL-
terfeit), denn für mich als Reichskanzler kann es nur eine einzige Richtschnur geben, das wohlerwogene Gesamtinteresse des Landes, daher fann ich mich nie einer Partei, einer Richtung ganz zu Eigen geben unb Der Bund der Landwirte ist seiner» jeitS kem offiziöses ober offizielles Organ; er steht auf eigenen Füßen. Wohl möglich, baß bie Deulsche Tagesz., bereit Haltung ich neulich verbleute Anerkennung gezollt habe, mal wieder mit mir ins Gericht gehen wirb (Heiterkei:). Ich werbe aber irotzbern dem Bund ber Üanbwirte stets Gerechtigkeu wibersahren lassen und ich hoffe, daß er fortiahren luirb, tapfer aber auch klug, mit Ent- schiedenheit, aber auch mit politischem Geschick unter Anerkennung Der berechtigten ForDerungen anderer Erwerbsstände für die Landwirtschaft einzutreten. (Lebhafter BeiwU.) Die Landwirtschast aber möge überzeugt sein, daß ihre wiilfchaftliche, fozialpolitische und politische Bedeutung von den verbündeten Regierungen v e r st a n d e n und gewürdigt wird. Sie wird auch an Derjenigen Stelle gewürdigt, eeren Graf Schwerin joeben in fo schönen unb beredten Worten gedacht Hal.
Als ich vor einigen Jahren die Söhne unseres Kaisers in Plön besuchte, führten sie mich nach einer Insel im Plönsee, wo ihnen ein kleiner landwirtschaftlicher Betrieb eingerichtet worben ist. Auf dem Häuschen, bas in bresem Betriebe liegt, standen bie Worte: nihil melius nihil nomine libero dignius quam agricultura. Nichts besseres gibt es, nichts, was b es freien Mannes würdiger wäre, als die Landwirtschaft. Landwirtschkiitsrates hielt <Slürimschcr Beifall). In dieser Gesinnung erzieht ende Rede: nnjerKaiserieineSöhne. Sol cheGesin nung hat
er s c l b st. (Lebhaüer Bestall.) .
Wir aber, meine Herren, vereinigen uns auch heute m Dem Rufe und bem Wunjche: Die oeutjche Landwirtschaft, sie blühe und gedeihe, Der deutsche Landwirtschciüsiat, er lebe hoch!
ober kein Schaden für den andern. Die Industrie kann um so gewisser aus eine ruhige unb stetige Entwickelung rechnen, je mehr sie sich ben inneren Markt sichert. Die Landwirtschaft kann eine blühende Industrie ertragen, denn ,ie hat in der Industrie einen h e r v o r r a g en d en Ko n su- menten. Ich weiß wohl, daß eine industrielle Hochkoniunitur Nachteile für die Landwirtschaft mit sich bringt msolge des Arbeitermangels; da ist es die Aufgabe des Staates und der berufenen Organe, der Landwirtschaft durch planntaßige )ln* siedelung und Scßhaftmachung der Arbeiter Wan- Ter' Äandwirtj'chaftsrat del zu schaffen. Ich vertraue darauf, daß der ganDroirt' in dem d^zuv er sicht liehe s Ä N W g e r s f O l (StürmisÄ Bekfalh," auch L
Vertrauen zu der Reichsregierung ahu§Se^ Fr?gc wie das Problem der Entschuldung zu einem günstigen
bei neuer Aenderung der bestchendeu Bor)enge,etzaebung Anschluß führen wird. An meiner Hülfe wird es ihm.nicht fehlen, keinesfalls eine Abschwächung des Verbotes ^un noch eins, ich will dankbar anerkennen, daß mich die Land- des börsenmäßigen Term in Handels in Ge - wirtschaft unb daß mich insbesondere der Bund der Land- treide und in Mühlenfabrikaten und keines- wirte nicht im Stich gelassen hat, vor allem nicht in f n r r a bie Aufhebung! des Börsenregisters er- einem Kampfe gegen die Sozialdemokratie. (Lebhaftes I11115 ° l v b Bravo.) Mein Verhältnis zum Bunb ber Lanbwirte war ja
anfangs etwas stürmisch. (Große Heiterkeit.) So geht es jedoch in guten Ehen, daß man sich zunächst kabbelt und zankt, bis man sich kennen gelernt und aneinander gewöhnt unb i n - einanbergefunben hat (Heiterkeit), bann geht cs umfo besser. Ich halte es trotzdem nicht sür ausgeschlossen, daß auch in Zukunft gelegentlich M ein un g s v erschi ed e n h eiten zwischen mir unbi) em Bunbe ber Landwirte vorkommen werden (Große Hei-
35. deutscher ^andwirtschaftstttg. n.
Berlin, 13. März.
Der Teutsche Landwirtschaftsrat beschäftigte sich in seiner heutigen zweiten Sitzung mit der Entwicklung der Besieoelunig der deutschen Kolonien. In der Diskussion hierüber führt der Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg aus, wir könnten die Kvlonien nur halten, wenn sie sich auf einen festen Bauernstand stützten, und bat, daß die Leiter der deutschen Landwirtschaft sich der Landwirte drdußen annehmen. Gouverneur Graf Götzen legte die Verhältnisse in Ostafrika, Gouverneur v. Lindequist diejenigen in Westasrika dar.
Im Laufe der Ausführungen regt Gouverneur von Lindequist an, daß die M.itglieder des Laudwirtschaftsrats selbst nach Afrika hinausgehen und die Verhältnisse studieren möchten. Präsident Gras Schwerin erwidert, der Land- wirtschastsrat würde der Anregung gewiß gern Folge geben, freilich unter der Voraussetzung, daß seinen Mitgliedern dieselben Vergünstigungen hinjichtlich der Reisegelegenheit und Kosten gewährt würden wie der Studienkommission des Reichstages. Schließlich wurde ein von der Kolonml- tzesellsckaft vorgelegter Antrag angenommen, dahingehend, daß eine tatkräftige, zielbewußte Entwicklung der Landwirtschaft in den für dieselbe geeigneten Kolonien herbeigeführt werde, damit die deutschen Auswanderer in den Kolonien des Mutterlandes sich einen neuen Wirkungskreis suchen könnten, und ferner,
MvchlLche Nachrictzren» Evaugeiische ^emeinoe.
Arn Sonntag Judica, den 17. März; Vzoltesdienff.
In der Stadtkirche.
Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer Schwabe.
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde.
Pfarrer Schwabe.
Abends 6 Uhr: Siehe Johanneskirche.
9){ontag, ben 18. März, abenbS 8 Uhr: Vereinigung der ton* firmierten weiblichen Jugend ber Matthäusgememde.
Dienstag, den 19. Aiärz, abenbs 8 Uhr: Vereinigung der fon- ftrmieiten weiblichen Jugend der Wlarfusgemembe.
In der Iohanueölirche.
Vormittags 91/, Uhr: Professor D. E ck.
Vormittags 11 Uhr: Kmdertirche für die Lukasgemeinde.
Pfarrer Euler.
Nachmittags 6 Uhr: Pfarrafsistent Steiner.
Abends 8 Uhr mr Konftrmanbenfaal: Versammlung unb
Bibelbefprechung. t _
Abends 71/, Uhr im Lukassaal : Vereinigung der konfirmierten männlichen Jiigend der Lukasgemeiilde.
M i t t w o ch , den 20. März, abends 6 Uhr:
6. Passionsandacht.
Freitag, den 22. März, nachmittags 51/, Uhr, im Lukassaal: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Lukas- gememde.
Nächstkünitigen Sonntag, Palmarum, wird der Landes- Buß- undBetlag gefeiert werden. Dabei wird eine Kollekte zum besten hülfsbedüriuger Gemeinden unseres Landes, die an Orten mit überwiegender katholischer Bevölkerung bestehen, erhoben werden.
An Palmarum: Beichte unb heiliges Abendmahl für die Lukas- und Johannesgemeinbe im Abcnbgoltesdienst. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gememde erbeten.
Weitere Abendmahlsfeiern finden statt: Am Gründonnerstag, abends 73/4 Uhr; am Karfreitag im Vormittagsgottesdienst.
Katholische Gemeinde.
Samstag, den 16. Diärz 1907:
Nachmittags um b Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte.
Sonntag, den 17. März 19 07: Passionssonntag.
Feier deS Großen Gebetes.
Vormittags von 6'/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beichte.
r um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor unb in berseiben Austeilung ber heil. Kommunion.
Beginn ber Betstunden.
um 8 Uhr: Tie zweite heilige Nieffe. Niilitärgottesdienst nut Predigt.
, um 10 Uhr: Tie dritte heil. Messe.
Die Betstunden werden ununterbrochen gehalten bis abends 6 Uhr. Tie letzte Betstunde ist nachmittags um 5 Uhr; darauf feierlicher Schluß des Großen Gebetes nut Te Deum.
Mittwoch abend um 6 Uhr ist Fastenandacht.
Freitag abend um 6 Uhr ist Mutter-Gottes-Andacht.
Israelitische Religionsgesellschaft.
Sabbatfeier am 16. März 19 0 7:
Freitag abend 5.50 Uhr.
Samstag vormittag 8.30 Uhr.
Nachmittag 3.80 Uhr.
Sabbat-Ausgang 74.0 Uhr.
WochengotleSbienst: morgens 7.00 Uhr, abenbs 8.00 Uhr.
Israelitische NeligionSgemeiude.
Hottesdien»! in der Synagoge (Südantage). Samstag, ben 16. Dlärz 1907.
V o r a b e n b 0.15 Uhr.
Morgens 0.00 Uhr.
Nachmittags 3.30 Uhr. Schrifterklärung.
SabbalaiiSgang 7.20 Uhr. , _________________________
Märzenstaub und Märzenschnee
su, tun nicht, wie die Vanernregei jagt, nur Korn unb Wein- stock weh — die schaden auch den Dlenschen und wer nicht vorsichtig ist, erkältet sich: er hustet, ist heiser und verschleimt und der ganze Organismus leidet. Dian muß sich also £7*vorsehen und Fays ächte Sodener Mineral-Pastillen zur Ze Vorbeugung und Beklimpfung immer zur Hand haben.
Wer's noch nicht erprobt hat, maa>e einen Versuch — die Schachtel kostet ja nur 85 Pfg. UeberaU erhältlich. Nach' ahmmigen weise man zurück. hv*/o


