Ausgabe 
16.8.1907 Erstes Blatt
 
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den nächstjährigen Genossenschaftstag in Frankfurt a.

schaflstag empfiehlt

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zu sich zu rufen.

a. d. Sieg, den 15. August 1907.

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findet in Giessen auf dem alten Friedhof, am Sonntag den 18. d. Mts., nachm. 3 Uhr vom Bahnhof aus statt.

Die Beerdigung

Danksagung

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vom Portale des neuen Friedhofs aus statt.

Giessen, den 16. August 1907.

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Giessen, den 16. August 1907.

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der des Ge-

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem schweren Verluste unseres treuen, unvergesslichen Gatten und Vaters, für die überaus vielen Blumen- und Kranzspenden und für die zahlreiche Begleitung zur letzten Ruhestätte besonders von Seiten des Grossh. Polizeiamts, der Beamten der Stadt Giessen, des Kriegervereins, des Vereins städtischer Beamten und des Katholischen Gesellenvereins sagen wir hiermit allen unseren herzlichsten Dank.

Gießen, den 15. August 1907.

Senßfelder Kreisstraßenmeister.

dies geschehen, zu ihnen zurückzukehren."

Verbandsdirektor und Stadtättester K l e t k e - Breslau lvies darauf hin, daß die in diesen Thesen ausgesprochenen Grund­sätze in den auf Selbsthütfe beruhenden deulscyen Erwerbs­und Wirtschaftsgenossenschaften allgemein anerkannt und beachtet werden, daß aber die Nachteile, welche die Nichtbeachtung in sich birgt, von der obengenanntenNeuen Richtung" nicht erkannt werden. Die Genossenschaften der neuen Richtung huldigen der Kontrahierung von Schulden, der Borgwirtschaft und vernach­lässigen die Barzahlung. Nach dem Geschäftsbericht der Ein­kaufsgenossenschaften hatten diese im Jahre 1905 ausstehende Forderungen von 3 400 586 Mk. bei einem allgemeinen Ge­schäftsumsatz von 38,8 Millionen Mark. Die Summe der aus­stehenden Forderungen stieg im Jahre 1906 um 26 Proz., während der Umsatz nur um 20 Proz. stieg. Da sei es richtig, wenn man behaupte, daß dort das Borgsystem und das Schuldenmachen fortschreire. In den Jahren 1902 bis 1905 ist der Kredit der Kreditgenossenschaften um 9,1 Proz. gestiegen, während er un allgemeinen Verband um 16 Proz. abgenommen habe.

Bei der Besprechung wies Weichsel- München darauf hm, daß die im Zentralverband zusammengeschlossenen Konsumvereine Förderer der Bestrebungen der Sozialdemokratie seien. Der An­

im Namen der trauernden Hinterbliebenen

Elisabeth Roth geb. Einig- sind Kinder

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48. Genossenschaftstag der deutschen Erwerds- und Wirtschastsgenossenschaften.

(Unberechtigter Nachdruck verboten.^

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen.

Karli SemmeSnraeyer, Königl. Gerichtsvollzieher.

oder dauernd Bestände in Wertpapieren anlegen, die BUdung einer besonderen und ausreichenden Effektenreserve, aus der etwaige durch Kursrückgänge entstehende Verluste Deckung finden können." Morgen werden die Verhandlungen zu Ende geführt werden.

(Fortwtung folgt.)

oder Mobiliar-Kredit) der Rückzahlungstermin nach der normal^ Verwertung der Ergebnisse der einzelnen Produktionen zu bemessen, bei festen Kapitalanlagen (Real- oder Jmmobiliar-Kredit) da­gegen auf den allmählichen Wiederumsatz in einer größeren Zahl von Produktwnen Rücksicht zu nehmen sei, ist auch heute noch als! gesunde Grundlage für die Tätigkeit der genossenschaftlich organi­sierten Bankinstitute anzuerkennen; 2. danach kann die Ent­schuldung des, ländlichen Grundbesitzes von Hypotheken seinen ^hürfniiicn entsprechend nur herbeigeführt werden durch unkündbare, m regelmäßigen Abzahlungen zu tilgende Hypotheken- Tarlehen; 3. solche Darlehen entweder selbst zu gewähren oder für ihre vertragsmäßige Tilgung Bürgschaft zu übernehmen, ver^ langt die Eingehung für Jahrzehnte int voraus berechneter Ver­bindlichkeiten, die außerhalb des gesetzlichen Rahmens der Per- sonalgenossenschaft liegen, und ist deshalb den KreditgenoN'en- schäften dringend zu widerraten; 4. ebenso muß dringend wider­raten werden die Ueberlaftung mit Hypotheken ersetzen zu wollen durch einen erweiterten Personalkredit, weil das eine bedenlliche Verquickung von Personalkredit und Realtredit zur Folge hat und die Liquidität der Genossenschaften gefährdet, die man all­seits aufrechterhalten will; 5. vielmehr gehören solche die Ent­schuldung des ländlichen Grundbesitzes bezweckende Darlehen üt den Wirkungskreis der genossenschaftlich organisierten, mit un­kündbarem Kapital ausgestatteten Landschaften und sonstigen Pfand­briefinstitute sowie der Hypothekenbanken, die Beteiligung der Perivnal-Kredttgenossenschaften dabei kann sich nur auf die Ver­mittelung von Zahlungen ohne eigenes Risiko beschränken."

Die Besprechung des Antrages nahm den ganzen Vormittag in Anspruch. Er wurde schließlich nach Zuständiger Debatte zurückgezogen.

Im weiteren Verlaufe der Verhandlungen kam ein Antrag des Gefanttausschusses zur Beratung:Der Allgemeine Genoffen- scyaftStag erblicke in dem vorläufigen Entwurf zum Scheck­gesetz ein Mittel, welches geeignet ist, dem bisherigen Zustande der Rechtsunsicherheit auf dem Gebiete des Scheckverkehrs ein Ende zu machen und hofft, daß der Entwurf bald Gesetz werde." Der Antrag fand allgemeine Billigung, ein Beschluß wurde je­doch nicht gefaßt.

Darauf sprach der Berichterstatter Dr. Peter (Karlsruhe) über denScheck- und Ueberweisungsverkehr und, die Kreditgenossenschaften". Er richtete die Mahnung an alle Kreditgenossenschaften, alles zur Förderung des Scheck- und Ueber- weisungsverkehrs zu tun unter Hinweis auf die Förderung des Gemeinwohles und der direkten und indirekten geschäftlichen Vor­teile, welche den Kreditgenossenschaften aus der Pflege des Scheck­verkehrs erwachsen werden. Die Kreditgenossenfchaftsvorstände sollen das Interesse für den Scheckverkehr zu wecken suchen und aus eine zweckmäßige Verwendung des Schecks Hinweisen durch Zirkulare, Ausgabe von Merkbüchern, Inserate und öffentliche Vorträge.

Schließlich kam noch ein Antrag der Genossenschaftsbank

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Lebensjahre sanft entschlafen ist.

Die tieftrauernden Hinterbliebenen. In deren Namen;

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Giessen (Moltkestr. 28), den 16. August 1907.

Die Beerdigung findet Sonntag, 18. August, nachm. 4yg Uhr

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Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, heute mittag 121/2 Uhr nach langem, schweren Leiden meine innigstgeliebte Frau, unsere gute Schwester, Schwägerin und Tante

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abzuhalten.

Hierauf wurde in die Beratung der Angelegenheiten Konsumvereine eingetreten. Hierzu lag ein Antrag Verbandes schlesischer Konsumvereine vor:Der Allgemeine nossenschaftstag bahnt im Interesse des Gemeinwohles an: 1. die Konsumvereine Deutschlands auf die ideellen und materiellen Nachteile hinzuweisen, lvelche ihnen erwachsen durch: a) das Kontrahieren von Schulden und die Borgwirtschaft; b) durch Vernachlässigung der Barzahlung; c) durch Gründung und Aus­dehnung von Konsumvereinen ohne Vorhandensein des, Bedürf­nisses der nötigen Kräfte und Mittel; d) durch Ausschaltung der Offerten leistungsfähiger Lieferanten; e) durch leichte Her- betführung von Konkursen in Folge Nichtbeachtung nicht bewahrter geiwsienschaftlicher Grundsätze und Verquickung mit ernsecugeu wirtschaftspolitischen Bestrebungen. 2. Allen Konsumveretnen zu raten, die Schulze-Delitzschen Lehren nicht zu verlaßen und wo

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Arlseirsverizehung

Die Weißbinderarbeiten am Schulhause zu Großen- Buseck veranschlagt zu 1158 Mk. 47 Psg. sollen im Sub- nnfstonswege vergeben werden. Angebote sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum 21. August l. Is., nachmittags 2 Uhr auf Großh. Bürgermeisterei Großen-Buseck abzugeben.

Moabit" zu B er lut zur Besprechung.Der Allgemeine Genossen- , ? ; denjenigen Genossenschaften, die zeitweise

Frühkartoffeln.

L ZenMer 2.75 Mk., hat abzugeben (Larl Puth Nachs., 05807!_________Marburgerstr. 24.

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bürg erstatteten Kassenbericht ist zu entnehmen, daß der Vor­anschlag des Verbandes für 1908 sich auf 71630 Mk., das Vermögen auf etwa 116 000 Mk. beläuft. Dann wurde beschlossen, -------- . - ----- - M.

Todes-^nzeEge.

Hierdurch machen wir die traurige Mitteilung, dass unser lieber, guter Sohn, Bruder, Schwager und Onkel

nach kurzem, schweren Leiden heute morgen 3 Uhr im

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Watt Dr. Krüger vermißt den Nachweis, baß diese Genossen­schaften sozialdemokratisch seien. Was gegen sie einzuwenden sei, daß sei die politische Gesinnung, die Tendenz, von der sie geleitet werden. Sie smd gegründet ohne Rücksicht auf das Bedürfnis um den kleinen Gewerbetreibenden auszuschalten. Welcher politischen Richtung sie angehören, sei ganz gleichgültig. Ebensowenig wie man in der Oitmarc nur aus nationalen Gründen Genossenschaften errichten soll, ebensowenig soll man es aus parteipolitischen Rücksichten tun. Jeder Konsumverein sei will­kommen, der auf dem Boden der heutigen Wirtschaftsordnung stehe. Die Konsumvereine müßten sich hüten, sich mit den Ge­werkschaften solidarisch zu erklären. Die Produktivgenossen­schaften, wie sie der Zentralverband fordere, seien dummes Zeug. Der Antrag wurde schließlich angenommen.

Es wurde dann folgender Antrag des Konsumvereins Gör­litz beraten: Mit Rücklicht darauf, daß auch die beste Waren­kenntnis nicht vor Benachteiligung durch Verunreinigung und Verfälschung der Waren schützt, daß vielmehr die chemische bezw. mikroskopische Untersuchung die taufmännischen Erfahrungen ergänzen nruß, erscheint es Pflicht der Konsum­vereine, sich im weitesten Umfange der chemischen Warenunter­suchung zu bedienen. Verbandsdirektor I 0 rd a n - Görlitz be­tonte, daß auf diesem Gebiete Selbsthütfe eintreten müsse. Die Konsumvereine und Genossenschaften seien die Berufsanwälte gegen Lebensmittelfälschung. Der Antrag wurde angenommen.

Ebenso stimmte die Versammlung im wesentlichen einem An­trag des Konsumvereins Holzminden zu, welcher Grundsätze bei der Feststellung der Liquidität der Konsumver­eine aufstellt. Danach soll zur Aufrechterhaltung der Liquidität der Konsumvereine die Dividende mit mindestens Ve des Betrages in barent Gelde oder Scheckguthaben vorhanden secn. Das Be­streben jedes Konsumvereins muß darauf gerichtet sein, unaus­gesetzt eine Liquidität der vorhandenen Mittel zu unterhalten.

Schließlich wurde noch ein Antrag des Breslauer K 0 n - sumVereins besprochen, der den Koniumvereinen empfiehlt: Auf Erzielung eines möglichst oftmaligen Umschlages des in Waren angelegten Kapitals, der für Kolonial- und Materialwaren ein minde|tens siebenmaliger sein soll, Bedacht zu nehmen, all­jährlich die Umschlagzahlen nach folgenden Grundsätzen zu er­mitteln und in den Geschäftsberichten bekannt zu geben: 1. der Ermittelung ist lediglich der Wareicumsatz im eigenen Geschäft zu Grunde zu legen; 2. von seiner Summe ist der Betrag des im eigenen Geschäft erzielten Beuttoüberschusfes zu kürzen, bevor festgestellt wird, wie oft in ihr die Summe des nach den Ein­kaufspreisen ermittelten Warenbestandes enthalten ist."

S. u. H. Leipzig, 14. Aug.

Der Genossenschaftstag beschäftigte sich heute mit den Ange­legenheiten der Kreditgenossenschaften. Hierzu lag em Antrag des Anwalts Dr. Erüger vor mit folgendem Wortlaut: In Erwägung, daß die Bestrebungen für Entschuldung des ländlichen Grundbesitzes wegen der nach seinem Beschlüsse des preußischen Abgeordnetenhauses den Erwerbs- und Wirtichafts- genossenschaften dabei zugedachten Mitwirkung insbesondere für die Kreditgenossenschaften größere Bedeutung gewinnen tonnen, beschließt der allgemeine Geuofsenschaftstag: 1. Der von Schulze- Delitzsch vertretene Grundsatz, oatz oie Befristung des Kredits mit der Wiedererzeugung des Kapitals in Einklang stehen müsse und deshalb bei Darleihung von umlaufendem Kapiral (Personal-

{Danksagung.

Für die herzliche Anteilnahme an ihrem schweren

Verluste danken aufrichtig

Geschwister Tasche

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Aue Hkükl'Fivskli

per Pfund 38 Pfg.

L. Steinhäuser, Selterswcg27. Neue-Bäue17. 15204 whhhhhhhhhhii

Verbandsdirektor Justizrat Dr. Alberti-Wiesbaden und Verbandsdirektor Suber» München berichten dann über einen Antrag:Die Schulze-Delitzschen Genossenschaften legen den größ­ten Wert auf wohlwollendes Verhalten der Behörden ihren Be­strebungen gegenüber. Sie erheben insbesondere den Anspruch, daß gut fundierte und gut geleitete Genossenschaften bei Be- w ' Ziehungen zu Kommunen, öffentlich rechtlichen Körperschaften, -' 4 sowie bei der Pflege des Kautionskredits geschäftlich nicht zurück­gesetzt werden hinter anderen Kreditinstituten." Beide Refe- .D k reuten begründen den Antrag mit Rücksichtm der Billigkeit. Der Genosfenschaftstag stellt sich auf den gleichen Standpunkt. Aus dem vom Verbandsdirektor O pperm ann-Magde-

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