40 Pfg.
ä
b
des
Handel
. 113.00
Obei sohl es. Eisen-Industrie 100.70
Portugiesen
III
92.60-
Prince-Henri-Eisenbabn .
Berliner Börse, 16. Sept. Anfangskurse.
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•Thüringisches«
alphabetisch geordnet, nebst Armee-Einteilung und Verzeichnis!
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Dr. M. Scbnlze-Knhleyss, Nervenarzt. Sanatorium Hofheim im .Taunus,
Ungar. Goldrente .
Italien. Rente . . Portugiesen Serie I
Bochum Guss . . Buderus E. W. « Tendenz: fest.
Harpeuer Bergwerk Laurahütte Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . Tilrkenlose . . .
119.75
104.40
212.70
197.40
129.10
197.50
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Harpener Bergwerk Laurahütte . . . Nordd. Lloyd . .
Berliner Handelsges. Darmstädter Bank . Deutsche Bank . .
Deutsch-Asiat Bank Diskonto-Kommandit.
Dresdner Bank Kreditaktien . . .
Baltimore- und Ohio-
Eisentahn . . . Gotthardbahn . . . Lombard. Eisenbahn Oesterr. Staatsbahn .
93.70
83.70
94.00
83.70
92.10
91.00
98.30
98 20
93 60
102.60
66.00
66.70
91.80
90.75
93.50
141.80
48.10
84 50
62.20
95.50
4%
3%
3%
30.40
141,90
127.00
Canada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . .
Tendenz: lustlos.
3X% 3%
3X7o 3%
3M7o 3^°/0
Reichsanleihe do.
Konsols . . do.
Hessen Oberhessen
— Der wissenschaftlichen Stiftung zur Errichtung einer Ham- u r q e r Universität siel ein weiteres Vermächtnis in Höhe
4%°/o russ.Staatsanl. 1905 4%% japan. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903 Türkenlose......
4% Griech. Monopol-Anl. . 4% äussere Argentinier . 3°/0 Mexikaner « . .
4Chinesen . . « .
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xates Anderson-Koblenz war Seminardirektor Krämer-Neu toicb erschienen. Auch Landrat Dr. Sartorius, die Kreisschnl- Inspektoren des Bezirks, sowie viele Geistliche und mehrere «Seminarlehrer hatten der' ergangenen Einladung Folge geleistet. Als zweiter Vortrag stand „Das Turnen im Lehrplan der Volksschule", gehalten von Seminarlehrer G-ern- hVetzlar auf der Tagesordnung. Ter Referent verstand es, itn klarer Weise neue Ansichten über den bisherigen Turnunterricht der Konferenz mitzuteilen. Er führte aus, daß Nicht das Gerät, sondern der Körper des Kindes als Mittelpunkt für alle Hebungen gelten muß. Als solche kommen in erster Linie in Betracht: a) Laufen und Springen (Hebungen zur Kräftigung von Herznnd Lunge), b) Hebungen zur ausgiebigen Betätigung der Rumpfmuskulatur und endlich c) Hebungen zur Streckung der Wirbelsäule (Schwedisches Turnen). Das anstrengende Turnspiel gilt als die Krone des Schulturnens. Zum Schlüsse wurde die Frischholzsche Schulbank .mit geräuschlosem Subselliensitz vorgeführt. — Liedervorträge trugen viel zur Hnterhaltung der Konferenzteilnehmer bei.
Märkte.
Gießen, 14. Sept. Marktbericht. Aus heutigem Wocbemnarkte kosteten: Butter pr. Pfd. 1.20—1.30 Alk., Hühnereier 1 St. 8—9 Vfg., 2 Stck. OO—OO Pfg., Gänseeier 10—00 Vfg., Enteneier 8 Pfg., Käse pr. Stck. 6—8 Pf„ Kasematte 2 Stck. 5-6 Pfg., Erbsenp.Pfd. 18-24 Pfg, Linsen p. Psd.25-4OPfg., Tauben pr.Pr.0,80 — 1,00Mk.,Hühnerpr.St. 1,00—1,60 Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Stück
1,80—2,20 Mk., Gänse vr. Pfd. 00—00 Pfg., Ochsensteisch pr. Psd. 82—88 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 80—82 Pfg., Schweine- leisch pr. Pfund 70—84 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Psd. 88 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 80—90 Pfg., Hammelfleisch pr. Psd. 64—84 Pfg. Welsche per Pfund —.— Kartoffeln pr. lOOKg. 6—0 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 6,00—7,00 Mk., Milch ver Liter 20 Pfg., Nüsse 100 Stück 50—00 Pfg., per Ztr. 0—00 Mk., Weißkraut per Stück 10—20 Pfg., per Zentner Mk. 0.00—0.00. Marktzeit von 8—2 Uhr.
Zur LiriminaLstlUiftik im Großhcrzogtum Hessen.
(Nachdruck — auch auszugsweise — verboten.)
Mag es auch dem Rufe nach der „guten alten Zeit" vielfach au innerer Berechtigung fehlen, eins steht fest, die Statistik über Verbrechen zeigt ein ständiges Anwachsen in der Zahl der Verbrechen. 520 356 Personen wurden im Jahre 1905 im ganzen deutschen Reiche wegen Verbrechen und Vergehen gegen das Strafgesetzbuch abgeurteilt. Leider nimmt die Zahl der verurteilten Personen von Jahr zu Jahr zu. 1904 waren cs nur 517 000; vor 10 Jahren betrug ihre Zahl nur reichlich
4% Oesterr. Goldrente
41/e% Oesterr. Silberrente
TeEefomsche Kursberichte
Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie, Giessen.
Frankfurter Börse, 16. Sept., 1.15 Uhr.
GerichLsHasL,
fc. Frankfurt a. M., 11. Sept. Vor einiger Zeit wurde hier der Zahntechniker H. Plechatsch wegen Kuppelei zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Er wurde gegen Stellung enter Kaution von 6000 Mk. auf freiem Fuße belassen. Als er schließlich die Strafe antreten sollte, erschien statt seiner sein Schwager, der Anstreicher Bill, und ließ sich einsperren. Nachdem Bill einen Teil der Strafe verbüßt hatte, stellte sich der Betrug heraus und Bill wurde wieder in Frecheit gesetzt. Plechatsch aber wurde feftgenommen und hinter Schloß und Riegel gebracht. Beide werden sich nächstens wegen Hrkundensülschung bezw. Anstiftung dazu vor dem Schwurgericht zu verantworten haben. Zugleich aber hat das Landgericht die Kaution von 6000 Mk. für verfallen erklärt, da in der Entsendung eines Stellvertreters ein Entziehen der Strafvollstreckung zu erblicken sei. Die vom Verteidig er des P. gegen diese Entscheidung eingelegte Beschwerde beim Oberlandesgericht wurde verworfen.
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von 100 000 Mk. zu, die Frau Fides Brach, geb. Feist- Belmont, zum Andenken an ihren verstorbenen Gatten Rudolf Brach dem Kuratorium überwies. Tie Stiftung hat damit eine Höhe von rund 4 400 000 Mk. erreicht.
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Halle a. d. S., 13. September. Ter frühere Professor in Tokio, fetziger hiesiger Hniversitätsproiessor Ludwig Busse, Vorstandsmitglied der Kantgefellschaft, ist in der letzten Nacht an einer Tarmoperation hier v e r st o r b e n.
vermischtes.
* Ein entsetzliches Grubenunglück hat sich am Sonntag in einem lothringischen Bergwerk zugetragen. Wir erhielten gestern folgendes Telegramm:
F o r b a ch, 15. Sept. Durch Explosion schlagender Wetter in Grube Merlenbach wurden 15 Arbeiter betroffen. Davon sind wahrscheinlich 12 tot, 3 schwer verletzt.
Eine spätere Meldung lautet:
Die Explosion schlagender Wetter auf Schacht 5 der Saar- und Moselgesellschaft in Merlenbach hat sich als nicht ganz so schwer herausgestellt, wie die ersten Meldungen besagten. Es kamen bei der Explosion vier Bergleute im Alter von 21, 28, 29 und 46 Jahren um, drei Bergleute wurden verletzt, einer schwer, der jedenfalls seinen Verletzungen erliegen dürfte. Die Verunglückten, unter ihnen auch der Schießmeister, befanden sich nur 52 Meter von der Stelle, wo der Schuß gelöst wurde. Man nimmt an, daß durch den Schuß eine Gasansammlung getroffen wurde, die mit furchtbarer Gewalt explodierte. Die Toten sind entsetzlich verstümmelt. Im Moment der Explosion befanden sich 12 Mann im Querschlag, von denen sechs kurz nach der Katastrophe vermißt und deshalb tot vermutet wurden. Die Untersuchung durch den Bergmeister von Braunmühl-Saargemünd ergab, daß die Katastrophe nicht durch fremdes Verschulden herbeigeführt worden ist.
-Brände. In Könitz (Weftpr.) brannte wohl infolge böswilliger Brandstiftung, in der Nacht das Hotel Priebe vollständig nieder. Da das Feuer zuerst das Treppenhaus ergriff, mußten sich sämtliche Reisende, sowie die Hotelbediensteten durch Hinausspringen aus den Fenstern retten. Hierbei wurden der Kaufmann Adolf Friedländer aus Breslau und die Wirschafterin Gervin, die aus eine eiserne Treppe stürzte, schwer, mehrere andere Personen leichter verletzt. — In Mailand wurden die Gctrcidelagerhäuser der Damps- mühle Merello mit ihrem Inhalt im Werte von einer Million Lire durch Brand zerstört.
* Epidemien. In Antonienhütte (Oberschles.) gibt es z. Zt. viele Typ h us* Erkrankungen mit Todesfällen. — In San Francisco sind seit Ende Mai ds. Js. 2 4 Pestfälle festgestellt worden, die mit Ausnahme eines einzigen tätlich verlaufen sind. — Gerüchtweise verlautet, es breite sich die Cholera in Ungarn und Rumänien aus. In dem Krakauer Vororte Gai sind tatsächlich Erkrankungen an Cholera vorgekommen. Das russ. Gouvernement Wtatka wurde für choleraverdächtig erklärt. In Moskau und Umgegend sind vier neue Cholerafälle vorgekommen, von denen drei tätlich verliefen.
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Gottesdienst in der Synagoge (Südantage).
Mittwoch, den 18. September 19 0 7: Bersöhnungsfeft.
Vorabend 6.30 Nhr. Predigt nm 7 Uhr.
Morgens 7.30 Nhr.
Predigt mit Seelenfeier nm 11.30 Uhr.
Schlußpredigt um 5.30 Uhr.
Festesansgang 7.15 Uhr.
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Erdmann Graeser. Lemkes sel. Wwe. 1. Zur unterirdischen Tante. Hum. Roman a. d. Berliner Leben. 6. Aufst Berlin, Herrn. Seemann Nachf. Preis 1 Mk.
400 000 und vor 20 Jahren gar nur reichlich 300 000. Der größte Prozentsatz aller Verurteilungen betrifft die Körperverletzung; mehr als 125 000 Personen oder 24 Proz. wurden wegen Körperverletzung verurteilt uud bestraft. Am nächsten dieser Kategorie kommt der Diebstahl, wegen dessen mehr als 100 000 Personen abgeurteilt wurden. Auch die Beleidigungsklagen waren nicht gering, nahezu 60 000 Personen mußten ihre ehrabschneiderische Tätigkeit vor Gericht büßen. Am geringsten war erfreulicherweise die Zahl derer, die man des Mordes und des Totschlags anschuldigte. 271 Verurteilungen fanden dieses Verbrechens wegen nur statt. Nicht allzuhoch waren auch die Verurteilungen wegen Raub und Brandstiftung; wegen der ersteren Untat fanden 556 Verurteilungen statt, wegen Brand- tistung nur 443. Bemerkenswert ist der Rückgang wegen beider Verbrechen seit dem Vorjahre (1904), wo 70 Brandstifter mehr verurteilt wurden als 1905. Auffallend und der allgemeinen Ansicht nicht entsprechend ist ein, wenn auch nur geringer Rückgang, in den Verurteilungen wegen Sittlichkeitsverbrechen, den 5422 Unholden im Jahre 1905 standen 5433 im Jahre 1904 gegenüber. Was die Beteiligung des weiblichen Geschlechts an der deutschen Kriminalstatistik betrifft, so wurden im ganzen 81000 Frauenspersonen abgeurteilt. Den höchsten Prozentsatz finden wir bezeichnenderweise bei Bestrafung wegen Beleidigung, von denen 1/4 auf das Konto des weiblichen Geschlechts kam, während ihre Beteiligung am niedrigsten bei Raubanfällen war. Hervorgehoben sei noch, daß von den im Jahre 1905 Verurteilten mehr als 50 000 das 18. Lebensjahr noch nicht erreicht hatten.
Bei uns wurden im Jahre 1905 wegen Verbrechen und Vergehens gegen Reichsgesetze überhaupt 8703 Personen verurteilt. Im Einzelnen verteilten sich die Verurteilten auf folgende Gattungen. Wegen Wider st andes gegen die Staatsgewalt wurden 233 bestraft; des Hausfriede nsbruches machten sich 299 schuldig; Verletzungen der E i d e s p f l i ch t kamen 17 vor, Sittlichkeitsverbrechen mußten in 116 Fällen geahndet werden. Auch bei uns war wie im ganzen Reiche die Zahl der Verurteilungen wegen Körperverletzungen am größten. Leichte Körperverletzungen kamen 562 vor, gefährliche dagegen 1982. Die Ehreihrer Mitmenschen tasteten 1076 an; an fremdem Vermögen vergriffen sich 1298. Wegen Unterschlagung wurden 384 verurteilt, wegen Raub 6, Erpressung 6, Hehlerei 104 und Betrug 521. Schließlich sei noch erwähnt, daß wegen Urkundenfälschung 113, wegen Sachbeschädigung 441 und wegen Brandstiftung 11 Personen verurteilt wurden. Totschlag kam bei uns im Jahre 1905 6 vor und ALörder gab es 3!
. . 207.90
. . 116.30
nutzte, nahm unter der Garnison der Skorbut einen immer größeren Umsang an. Maßregeln dagegen ergriff Stößel nicht; dagegen beschäftigte er sich mit der Verteilung von Lob. So erließ er am 27. November einen Tagesbefehl an die Garnison, in welchem es unter anderem heißt: „Jetzt sind es gegen zehn Monate seit Beginn des Krieges. Zel)n Monate hält sich Port Artur, ohne Verstärkungen, ohne Geschosse und Mundvorrat, zu erhalten. Was kann höher stehen als diese Zähigkeit und Kühnheit? Ruhm sei Gott, dem himmlischen König, Ruhm euch ruhmvollen Helden, den Truppen des russischen Väterchens Zar." — Wes Geisteskind Fock war, von welchen Gesichtspunkten ec sich bei der Verteidigung Port Arturs leiten ließ, das bezeugt am besten die Denkschrift, die er am 21. Oktober 1904 Stößel einreichte. Wir wollen aus diesem geradezu komisch wirkenden Elaborat wenigstens einige Sätze anführen: „Eine belagerte Festung kann man mit einem vom Brand befallenen Organismus vergleichen: Wie ein solcher Organismus früher oder später zu Grunde gehen muß, so muß auch die Festung fallen. Der Doktor und der Kommandant müssen hiervon vom ersten Tage an durchdrungen sein, da man den Doktor zum Kranken ruft, dem Kommandanten die Festung anvertraut. Das hindert den ersten nicht, an ein Wunder zu glauben, und das hindert den zweiten nicht, eine Wendung zum Besseren zu erhoffen. Dieser Glaube ist für den Kommandanten noch notwendiger als für den Dottor. Der Brand ergreift den Organismus an feinen Extremitäten, z. B. an den Zehen. Der Doktor muß rechtzeitig den infizierten Teil entfernen. Die Ausgabe des Dortors läuft darauf hinaus, die Existenz des Organismus zu verlängern, die des Komandanten — den I ul der Festung hinauszusch ieben. Das ist die Tragik ihrer Lage. Der Dortor oars nicht einen jähen Tod zulassen, der Kommandant nicht einen unerwarteten Fall der Festung aus einer nicht vorhergesehenen Zufälligkeit. Der Organis- nms muß allmählich zu Grunde geben, beginnend mit den 'Extremitäten. Ebenso muß der Fall der Festung allmählich folgen, beginnend mit ihren äußeren Werken." In dieser schülerhaften Manier wird der Vergleich zwischen Arzt und Kommanoant noch weiter ausgesponnen, und die Quintessenz der Fockscheu Salbaderei ist, daß der Kommandant das Wesen seiner Aufgabe immer nur im rechtzeitigen Uebergeben erblicken muß.
Die Wahrheit über Port Arthur.
In Petersburg ist dieser Tage der dritte und letzte Band des großangelegten Werkes von E. K. Noshin „Die Wahrheit über Port Arthur" unter dem Sondertitel „Das Ende der Belagerung von Port Arthur"" erschienen. Aus der Fülle des Interessanten, das in dem Buche enthalten ist, wollen wir einige fleine Stichproben wiedergeben. Eine ganz eigentümliche Geschichte, von der man allerdings nicht weiß, ob sie ironisch oder ernst gemeint ist, erzählt Noshin von hypnotischen Versuchen der Generale Fock und Nikitin. „Man erzählt sich mit großer Bestimmtheit," schreibt er, „daß Fock nnb Nikitin bei ihrem beständigen Nichtstun unerwartet in sich einen Ueberschuß von tierischer Energie entdeckten und sich mit hypnotischen Seancen beschäftigten. Als Medium erwählten sie den Generaladjutanten Stößel in eigener Person. Nach einer Reihe von Seancen gelang es ihnen endlich, ihrem Ches einzuslößen, daß er in den Telegrammen an den Kaiser nur ihre Namen erwähne. Die Hypnotiseure kamen aber bald zu der Heberzeugung, daß dies doch zu auffällig sei, und fügten den Namen Kondra- tcnkos hinzu und dann von Zeit zu Zeit, je nach ihrer Stimmung, noch einen oder den anderen Namen; mit einem Wort, sie taten mit ihrem Chef, was sie wollten. Wiederholt flößten sie Stößel auch ein, die Festung zu übergeben; damit hatten sie zunächst aber keinen vollen Erfolg. Der Generaladjutant sprach nur von der Hebergabe der Festung, übergab sie aber noch nicht. Kondratenko fiel. 9hm vermochten sie Stößel zu suggerieren, daß er die Leitung dec Verteidigungslinie Fock übergeben müsse — und die Seance ergab ein günstiges Resultat: Fock wurde trotz des energischen Protestes von Ssmirnow ernannt. Wieder begann er ihn die Hebergabe der Festung zu suggerieren, und als die beiden Hypnotiseure erfuhren, daß Ssmirnow sich anschicke, Stößel zu beseitigen, daß er die Festung bis zum letzteti Bajonett verteidigen wolle und zu Reiß gesagt habe: „In Port Arthur werden alle Generale mit mir an der Spitze umkommen," beschlossen sie zum letzten Mittel zu greifen; sie veranlaßten in der Hypnose Madame Stößel, ihren Mann zur Hebergabe der Festung zu bewegen." Am 26. 9kovember gab Stößel ein Diner zu Ehren der Georgsritter. Der Kapitän (jetzt Oberstleutnant) Sheltenko schrieb darüber im „Nowy Krai" unter anderem: „Cs war seltsam und angenehm zugleich, die Tische zu sehen, auf welchem im Ueberfluß Gegenstände der kulinarischen Kunst prangten, von denen wir gegenwärtig nur träumen können. Und in der Tat, wer kann jetzt ein großes Diner ausrichten mit einer solchen Fülle von Fleisch und Ferteln? Aber die Wirtschaft der Gemahlin Stößels ist so groß und wird so gut geführt, daß Madame Stößel auch jetzt, nach einigen Monaten der Belagerung, bei sich ein großes Fest ausrichten kann!!" Das Pendant zu dieser -Beschreibung ist, daß Generaladjutant Stößel der Garnison auch die Tagesration von 1/4 Pfund Pferdefleisch pro Köpf entzogen hatte! Durch die Nachlässigkeit Stößels, der die vorhanoenen Vorräte nicht richtig aus-
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