f)an3 gebracht; an seinem Auskommen wird gezweifelt. Der Täter wurde in Hast genommen.
4). U s ni g c n, 14. Aug. (Tel.) Im nahen Wilhelms- aors kam cs gestern abend zwischen Ortseinwohnern und böhmischen Arbeitern zu einem Straßenkampf, bei dem von beiden weiten mit Flinten und Revolvern geschossen wurde. Ein Böhme wurde erschossen. Tie Gendarmerie stellte die Ruhe uneder her und nahm 10 Verbaftungen vor.
Zum Aalle Kau.
Olga Molitor.
Ein Korrespondent der „N. Fr. Pr." hatte in Pont- resina zufällig Gelegenheit, mit Olga Molitor und deren Schwager, dem Oberstleutnant Bachelin, ein längeres Gespräch zu führen, in dessen Verlauf sich Olga Molitor auf das entschiedenste gegen die Vorwürfe Lindenatts sowie gegen die Anschuldigungen, die die Verteidiger Haus erhoben haben, zur Wehr setzte. Im Laufe des langen Gespräches gewann der Korrespondent die Ueberzeugung von der gänzlichen Unschuld Olgas.
Er telegraphiert darüber folgendes:
Wer könnte dieser heitere u, naive il, lebenslustigen, 26 jährigen Dame ansehen, daß sie unter der fürchterlichen 'Anschuldigung des Muttermordes steht? Dieses Mäd° chen weiß gar nicht, in welcher entsetzlichen Lage sie sich befindet. Es ist rührend anzusehen, wie sie über die Behauptung lächelt, daß sie stets einen Revolver bei sich getragen haben soll, sie, die im Leben noch nie eine Waffe in der Hand gehabt hat. Mit welcher leichten Selbstverständlichkeit widerlegt sie den gegen sie geschleuderten Vorwurf, indem sie darauf hinweist, daß ihre Mutter sie von einem Tee abgeholt habe, als sie mit ihr den verhängnisvollen Weg zu den Lindenstaffeln antrat. Die Anschuldigung, es habe zwischen Mutter und Tochter ein getrübtes Verhältnis bestanden, widerlegt Oberstleutnant Bachelin aufs entschiedenste. Im Gegenteil, Olga sei der Liebling und Augapfel d e r M rr t t e r gewesen. Ueber das angebliche Tragen des Revolvers gab Olga folgenden Aufschluß: „Ich habe nie einen Revolver besessen und hatte stets vor jeder Schußwaffe Angst." Sie findet es unbegreiflich, daß man glauben könne, sie sei mit einem Revolver zur Jause in ein benachbartes Familienhaus gegangen. Den Verdacht der Intimität nut Hau lehnt sie entschieden ab. „Wir nannten uns," so erklärte sie, „Alister Hau und Fräulein Molitor und redeten uns niemals anders als mit „Sie" an. Auch meine Mutter sagte „Sie" und „Mister Hau". — Frau Hau habe Dr. Dietz ein Fläschchen mit Opium gegeben, um es Hau im Gefängnis zu übermitteln, aber nur weil sie in Hau den Al ö r d e r der Mutter sah.
Soweit der Wiener Journalist, der freilich mit seine Interview die Lage keineswegs geklärt hat. Gleich die Einleitungsworte von der „heiteren, lebenslustigen" jungen Dame müssen verblüffen angesichts der entsetzlichen Aufregung, die ihr die letzten Zeiten brachten, namentlich aber angesichts des furchtbaren Todes ihrer Mutter!
Die Freiherren von Lindenau.
Ter Vater des vielgenannten Frhr. von Lindenau leitete die Strafanstalt in Trier und gab diese Stelle auf, als seine Tochter einen Gefangenen, den sie in der Strafanstalt kennen gelernt hatte, nach dessen Entlassung heiratete. Im Jahre 1864 floh der jetzige Zeuge Frhr. von Lindenau mit dem Sohne des Hauptmanns Perger aus dem Gymnasium nach Mainz und beide stellten sich m Oesterreich der Militärbehörde.
— Der Fall Hau auf der Bühne. Den Gipfel der dramatischen Fixigkeit hat eine Theatergesellschast erklommen, die unter der Direktion Wolff im Stadttheater zu — Köpenick gastiert. Schon für Donnerstag, 15. d. M. hat der allen überraschenden Ereignissen vorauseilende Bühnenleiter eine Tragödie angekündigt, die den verheißenden vollen Titel „Zum Prozeß Hau" führt und voraussichtlich sämtliche Rätsel der geheimnisvollen Affäre sprelend lösen wird. Ob Staatsanwalt, Verteidiger und Geschworene jenes Prozesses der Vorstellung beiwohnen werden, um sich endlich die einzig richtige Ausklärung zu verschaffen, wird nicht mitgeteilt.
Gießener Wetterdienst.
Voraussichtliche Witterung für Hessen am Donnerstag den 15. August: Wolkig, doch trocken, mäßig warm. Leichte südliche Winde.
Märkte.
k. Schotten, 13. Aug Am heutigen zweiten Som- wermarkttag waren aufgetrieben 65 Stück Rindvieh, 1'172 SZweme. Ter Handel in Rindvieh war nicht beachtenswert; Schweine Meten schwere ourch gern ästete der feineren Rassen 56, ausnahmsweise o7 Pfg. das Pfund Lebendgewicht, geringere 54 bis 5o Pfg. Gegen Schluß des Marktes wurden Käufe der besseren Qualität zu 55 Pfg. und 1 Mk. pro Kopf abge- schlossen. Mehrere Frankfurter Händler waren anwesend, griffen aber m der^Handcl nicht ein. Ferkel und Einlegschweine waren etwa 950 v=otucf vorhanden, die Nachfrage blieb hinter dem Angebot zurück.
, Z. Kirchhain 13. Aug Aus dcm gestrigen V i e h m ar kt herrschte flaues Ge chast Kühe und Rinder warm nur etwa 300 aufgestellt, wahrend die Zufuhr von Schweinen auf 700 geschätzt wurde. Ferkel kosteten pro Paar 22—30 Mk, Läufer 40—60 Mk.
Frankfurt a. M., 14. Aug. lOrig.-Telegr. des „Gieß. Anz.") V i e b m a r k t. Zum Verkaufe standen 00 Kälber, 00 Schafe n. Härnmel, 276 Schweine, 0 Ziegen. Schweine: 1. Qual. 74—00 Pf., Lebendgewicht 58—00.00 Pf., 2. Qual. 73—00 Pf., Lebendgewicht 57.00-00 Pfg., 3. Qual. 63—65 Pfg. Kälber 1. Qual. 00—90 Pf. Lebendgewicht 00-00 Pfg., 2. Qual. 00-00 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg., Schlachtgewicht 00—00 Pfg. Schafe 1. Qualität 00 00 Pfg., 2. Qualität 00—00 Pfg, Geschäft bei Schweinen: Markt gilt, Ueebrstand gering.
GerkchtssaQl.
X Grün berg, 13. Aug. Eine exemplarische Strafe wegen Tierquälerei gab das hiesige Schöffengericht in ferner letzten Sitzung. Der Dachdecker und Bürstenmacher Kaspar Christian Meier hier wohnt im städtischen Armenhaus, was ihn aber Nicht abhielt, einen oder manchmal zwei Hunde zu halten und sein Mütchen an den Tieren zu kühlen, wenn er m emem „Treffen" mit anderen Insassen der zahlreichen Armen- kolome an der Alsfelder Straße den Kürzeren gezogen hat. So hielt er auch im letzten Frühjahre einen Hund, der wegen der an ihm verübten Mißhandlungen mit seinem Geheul die Anwohner in Aufregung brachte. Wenn das arme Tier die rohe Behandlung durch Beißen abzuwehren suchte, stach Meier mit einem Messer nach seinem Maul und durchstach ihm die Zunge Als der Hund sich wieder einmal gegen die brutalen Mißhandlungen zur Wehre setzen wollte, knebelte ihn M. erst, indem er einen handlangen Eisenstab, an dessen beiden Enden sich je ein Ring befand, ihn quer ins Maul schob, dann mit einem daran befestigten Stricke das Maul zusammenschnürte und nun das arme Tier mit dem Kopfe an einem Pfosten aufhing, um es dann bequem und ohne Gefahr mit einem Prügel und mit Fußtritten zu bearbeiten. Wegen dieser brutalen Quälereien mit einem Strafbefehl über drei Wochen Haft bedacht, erhob M. dagegen Widerspruch. Die überaus gefühlsrohen Tierquälereien veranlaßten aber das Schöffengericht, M. anstatt der 3 Wochen zusammen eine Haftstrafe von 12 Wochen zu geben.
Grkginal-DrahLmeldringerr.
Lemberg, 14. Aug. In dem Badeort Szczawnica stürzte die hölzerne M a g d a 1 en en-Brücke ein, wobei 40 Personen, darunter 13 Kinder erheblich verletzt wurden.
Belfast, 14. August. Tas Militär und die Polizei wurden zurückgezogen. Gestern abend redeten Parlamentsmitglieder und Geistliche der Bevölkerung in den von der Unruhe betroffenen Bezirken zu, Ruhe zu halten. Bis 8 Uhr kamen auch keine Ruhestörungen vor, obwohl man Volksmassen in den Seitenstraßen sah, die Steine Herausriffen.
Paris, 14. August. Das Echo de Paris bestätigt den gestrigen Angriff auf Casablanca und berichtet, daß die Marokkaner unter dem Schutz des Nebels versuchten, die französischen. Truppen zu überraschen. Da. aber der Nebel bald wich, wurde die Stellung der Marokkaner offenbar und die Granaten der Loire zerstreuten schnell die Angreifer. In der Umgebung von Casablanca stehen 6000 Marokkaner.
Marseille, 14. August. In der sensationellen Mord- a f f ä r e G o o l d ist Klarheit geschaffen ; Goold gestand ein, unter Mithilfe seiner Frau Frl. Livey aus gewinnsichtigen Absichten ermordet zu haben.
Ottawa, 14. August. Die Telegraphisten der Nord- West-Kompagnie in Montresil und Taranto weigern sich, mit den Nichtorganisierten Telegraphisten in New-York zu arbeiten und sind in den Ausstand getreten. Der Telegraphenverkehr ist davon nicht betroffen.
Tang er, 14. Aug. Ten letzten Nachrichten aus Casa-
92.35 Elektriz. Lahmeyer .
81.80
91 55
Portugiesen
III
90.20
ISörse, 14. Aug. Anfangskurse.
Geradezu
Wunder
bewirkt.
wirb. Zu näherer Auskunft bin ich Frau Helene Selma Schindler. B
4% Öesterr. Goldrente.. .
4l/6 % Oesterr. Silberrente
204.00
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Ungar. Goldrente . .
Italien. Pente . . . Portugiesen Serie I .
Harpener Bergwerk Lanrahütte Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . Türkenlose . .
. 29 80
. 138.50
. 127.00
Deutsche Bank . . . Deutsch-Asiat Bank . Diskonto-Kominandit. . Dresdner Bank . . Kreditaktien . . .
Baltimore- und Ohio-
Eisenlahn . . . .
Gotthard bahn . . . .
Lombard. Eisenbahn . Oesterr. Staatsbahn . . Prince-Henri-Eisen bahn
. 163.60
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. 65.80
136.60
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3%
3M 7c
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do. Konsols do. Hessen Oberhessen
. 190.00
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. 114.40
. 142.40
4%7o russ.Staatsanl. 1905 4%7n japan. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903 Türkenlose ...... 4% Griech. Monopol-Anl. . 4% äussere Argentinier . 37<) Mexikaner < « .
4>$7o Chinesen . .
Aktien:
67.00
67.20
91.20
88.20
94.20
142.20
48.00 8150
61.20
94.50
Bochum Guss . . . .
Buderus E. W. . . .
Tendenz: fest.
Keriiner
Canada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . .
Tendenz: fest.
92.60
81.80
91.10
91.00
96.90
bl-Zca zufolge bestätigt, cs sich, das; 5000 Marokkaner gestern Die ^tadt Gnqrtfrcu. Es fanden insgesamt 10 Gefechte statt, des Kreuzers Loire intervenieren r a ral Trude I;ibc die französische!
Regierung benachrichtigt, daß erweitere 3 00 0 M a n n b e-, nvMqe, nm Herr oe.- eifitpiion zu werden.
des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Giessen.
. ---------------114.90
Elektriz. Schlickert . . 100.20
Eschweiler Bergwerk . . 199.80 Gelsenkirchen Bergwerk . 188.70 Hamburg-Amerik. PaketL 129.25 Harpener Bergwerk. . . 189.25 Lanrahütte. .... 91« nn
Nordd. Lloyd 1^40
Ubeigchles. Eisen-Industrie 98.30 Berliner Handelsges. . 150.00 Darmstädter Bank . , , ] 25.40 ' 222.40 . 141.20 . 167.00 . 136.30 . 199.00
Frankfurter Börse, 14. Aug., 1.15 Uhr.
Beichsanleihe
Die Unterschrift des nachstehenden Briefes rst amtlich beglaubigt: Bautzen, 5. April 1907. Otto Weiser, Kgl. Sachs. Notar. Bautzen, 11. März 07. Holz- mnnt 3, III. Ich bestätige Hhnen gerne, daß Ihr Broson bet nur geradezu Wunder bewirkt hat. Ich war durch meine drei hintereinander gehabten mit großem Blutverlust verbundenen Entbindungen gänzlich herabgetommen. Ta stellte sich auch noch ein böser Lungen- eüt Ich war völlig hoffnungslos. Mein Rücken hielt mich nicht mehr aus- „ recht) ich schlich nur so herum.
Mein Arzt verschrieb mir schon seit Langem nichts mehr. Immer wieder hörte ich von den Erfolgen, welche mit Bioson erzielt wurden. Als ich aber das erste Paket kommen ließ, reute es mich schon Aber was war denn das! Mein Körper richtete sich strammer in die Höhe, der Appetit nahm zu, die Schwindelanfälle hörten auf. O' letzt wußte ich, daß neues Leben in mir eingerehrt war. Und das schon nach Verbrauch des ersten Paketes. Einige weitere Pakete gaben mir auch meine Gesichtsfarbe wieder. Die Backen wurden runder — mit einem Wort — ich hatte meine frühere Rüstigkeit wieder erlangt. Ich betone ausdrücklich, daß ich absolut nichts weiter als nur Bioson gebraucht habe. O'möchten doch alle .Kranken einen Versuch damit machen und ich bin sicher, daß es auch ihnen Helsen w "ch gerne bereit. Hochachtungsvoll!
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Bekanntmachung.
Durch Beschluß der Stadtverordneten-Versammlung vom 12 August 1. Is. ist für das Gebiet zwischen Frankfurter Straße Leihgefterner Weg und Aulweg ein Bebauungsplan aufgestellt worden, und soll dazu die nachstehende Ortsbausatzung erlassen werden:
§ 1.
In Block I—XI sind Anlagen der in § 16 der Gewerbe- Ordnung erwähnten Art nicht zulässsg.
§ 2.
Die Baublöcke II—VI sind der villenmäßigen Bebauung Vorbehalten. Zu diesem Zweck werden folgende Sonderbesümmüngen getroffen:
a) Grundstücke von weniger als 700 qm Flächeninhalt dürfen mcht bebaut werden.
b) Von jedem Grundstück müssen mindestens 450 qm Flüche unbebaut bleiben.
c) Eine größere Vorgartentiefe, als im Bebauungsplan vorgesehen und eine von der Baufluchtlinie abweichende Stellung der Gebäude kann zugelassen werden.
( d) Alle Gebäude müssen von der Nachbargrenze mindestens 3 m und von anderen Gebäuden auf demselben Grundstück mindestens 6 m entfernt bleiben.
Bebauungsplan und Ortsbausatzung liegen bis zum 15. Sept, d. Js. bet unserem Ttefbauamt zur Einsicht offen.
™ .. Einwendungen dagegen find binnen der gleichen Frist bei Meldung des Ausschlusses bet uns oorzubringen.
Gießen, den 13. August 1907.
Großherzogliche Bürgermeisterei.
, ___________________ Meenm._______________________B14/s
Ortsstatut, betreffend Erhebung einer Bcsitzwcchsclabgabe in der Stadt Meßen.
Auf Grund der Bestimmungen in Artikel 3 des Gesetzes, zur Slbändernng des Gesetzes über den Urkundenstentpel vom 12. August 1899, vom 28. März 1907 wird auf Beschluß der Stadtverordneten- -bersammlung vom 4. Avril und 12. August 1907 und mit Genehmigung (ürogherzogltchen 'Ministeriums des Innern vom 27. Juli 1907 zu Rr. M. <1. J. 27456 für die Stadt Gießen folgendes bestimmt:
Bon der Stadt Gießen wird in Ansehung der in ihrer Gemarkung gelegenen Grundstücke ein Zuschlag zu dem nach den Nr. 45, 63 des Stempeltarifs sich bemessenden Jmmobiliarstempel für den nicht unmittelbar auf Erbfall (§§ 1922—1941 B. G. B. beruhenden Wechsel des Eigentums an einem Grundstück erhoben. Der Zuschlag beträgt die Hälfte des staatlichen Stempelsatzes.
Dieses Ortsstatut tritt mit seiner Veröffentlichung in Kraft.
Gießen, den 13. August 1907.
Großherzogliche Bürgermeisterei.
____________________________Meeum.___________________________[BI3/fi
Bekanntmachung.
An der Volksschule zu Gießen ist die Stelle einer
Handarbeitslehrerin
auf 1. Oktober 1907 anderweit zu besetzen. Diese Lehrerin soll auch zur Erteilung des Hausbaltungsunterrichtö befähigt sein. Mit der Stelle ist ein Ansangsgehalt von 1000 Mk., steigend von drei zu drei Anljren um 150 Mark bis zum Höchstgehalt von 1600 Mark verbunden.
Bewerberinnen wollen sich unter Vorlage ihres Lebenslaufes und ihrer Prüfungszeugnisse bei der unterzeichneten Behörde bis zum 1. September l. I. melden.
Gießen, den 13. August 1907.
Großherzogliche Bürgermeisterei.
Lllecum- [B14/s
Bekanntmachung.
Durch Beschluß der Stadtverordneten-Versammlung vom 12. August 1907 ist für das Gebiet zwischen Ebelstraße und Aulweg an Stelle des Bebauungsplans vom Jahre 1906 ein netter Bebauungsplan ausgestellt worden und soll dazu die nachstehende Ortsbausatzung erlassen werden.
§ 1.
Die Grenze der Bebauung wird gebildet durch den Leih- gesternerweg und den Aulweg,
§ 2.
Zur Bebauung werden eröffnet die Wilhelmstratze von C IV bis C I und die Vervindungsstraße B III, C III und B II, C II.
Der früher für dieses Gebiet ausgestellte Bebauungsplan ist aufgehoben.
Der Entwurf des neuen Bebauungsplans und die Ortsbausatzung liegt bis zum 15. September 1907 auf unserem Tiefbauamt offen. Einwendung gegen Plan und Satzung sind binnen der gleichen Frist, bei Meldung des Ausschlusses, bet uns vorzubringen.
Gießen, den 13. August 1907.
Großherzogliche Bürgermeisterei. ____________________________Meeu m.___B14, s
EMWr MeijMWeis Wen.
Garteustraße 2, Zimmer 2.
Cs können eingestellt werden:
3 Bauschlosser, 2 Bauschlosser (auswärts), 1 Schmied (austvärts), 1 Maschinenschlosser, 1 Wagner (ausw.), 1 Glaser, 1 Glaser (auswärts), 3 Schreiner, 6 Schreiner (auswärts», 1 Tapezierer, ein Drechsler (auswärts), 1 Anstreicher, 1 Bäcker (auswärts, 2 lattdw. Arbeiter (ausw.), 1 Flickfrau, 4 Schuhmacher, 3 Installateure, 3 Lauffrauen, 4 Dienstmädchen, 3 Hausburschen, 23 Arbeiter, 2 Kutscher.
Lehrlinge: 1 Kaufmann, 1 Mechaniker, 1 Glaser.
Es suchen Arbeit: B14/8
1 Gärtner, 1 Tapezierer, 1 Maschinenschlosser, 1 Schreiner, 1 Friseur, 1 Schuhmacher, 1 Schneider, 4 Arbeiter, 1 Hausdiener, 1 Haushälterin, 7 Lauffrauen, 4 Hausburschen.
Lelirlingc: 1 Mechaniker.
Bekanntmachung.
Die von dem Großherzoglichen Steuerkonttniffariat Gießen anfgestellten Hebregister für die Beiträge zu den Kosten der Handelskammer für das Rechnungsjahr 1907/08 liegen 10 Tage lang vom 15. bis einschließlich 24. August 1907, vormittags von 10—12 und nachmittags von 3—5 Uhr, im Bureau der Handelskammer, Nordanlage 15 (Kaufm. Vereinshaus) zur Einsichtnahme offen.
Einwendungen gegen den Inhalt der Hebregister sind innerhalb dieser zehntägigen Frist bei der Handelskannner schriftlich vorzubringen. Nach Ablauf dieser Frist wird die Handelskammer über die vorgebrachten Einwendungen entscheiden und die Hebregister nach Maßgabe dieser Entscheidungen, soiveit nötig berichtigen lassen. Gegen diese Entscheidungen ist innerhalb zweier Wochen Beschwerde an das Großherzogliche Ministerium des Innern zulässig.
Gießen, den 13. August 1907.
Die Großherzogliche Handelskammer.
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