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Mögen nun Diejenigen die Verantwortung für die Folgen tragen, die Arbeiter so übel beraten haben.
- Auf die persönlichen Angriffe in einem dieser Tage von dem Tabakarbeiterderband zur Verteilung gelangten Flugblatt, dessen niedrige Tonatt sich selbst richtet, stelle ich hiermit fest:
EZ ist unwahr, daß meine Firma hinsichtlich der Löhne irgendwie rückständig geblieben sei. Vielmehr gehört dieselbe, wie ich durch meine Lohnlisten nachweisen kann, zu den üestzahlendstcn des Gießener Bezirks.
Da ich in Bezug auf die Höhe der Löhne an der Grenze des mir unter den gegenwärtigen Umstäirden Möglichen angekommen war, mußte ich weitere Ansprüche ablchnen, was keineswegs schroff, sondern in ruhigster, sachlichster Aussprache geschah.
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Nachdem mir dann mitgcteilt worden, daß über meinen Betrieb auf höhere Weisung der Stteik beschlossen sei, habe ich lediglich die Konsequenz der Sachlage gezogen, wenn ich den streiklustigeu „Organisierten" kündigte. Es legten darauf die Wickelmacher, Sortierer und Hilfsarbeiter sofort die Arbeit nieder, in der Absicht, solchergestalt durch Lahmlegung des Betriebes die gelehnte Lohnforderung zu erzwingen.
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Aus Anlaß des Tabakarbeiterstreiks und der Aussperrung wird unsere Firma in zahlreichen Artikeln, il^besondere aber in einem dieser Tage erschienenen Flugblatt in solcher Weise angegriffen, daß wir uns verpflichtet halten, der Oeffentlichkeit gegenüber Folgendes zu erklären:
In unseren Filialen Wieseck und Wißmar war der Streik der Zigarren- und Wickelmacher, soweit solche der Organisation angchören, beschlossene Sache und cs ist eine grobe Unwahrheit, wenn gesagt wird, daß nur die Wickclmacher, nicht aber die Zigarrenmacher hätten streiken »Zollen. Der Besitzwcchscl in der Wieseckcr Fabrik war nur ein günstiger Moment zum Streik und es half auch nichts, daß ivir die Arbeiter «kch am Abend vor Ausbrnch des Streiks -ermahnten, wenigstens bis zur darauffolgenden Woche zu warten, es werde sich bis dahin wohl ein Ausweg finden. Es wurde anderntags gestreitt.
Es ist unrichtig, wenn fortwährend behauptet wird, wir hätten die Löhne in der neu erworbenen Fabrik Wieseck reduziert. Wir haben während der sechs- wöchentlichen Arbeitszett in diesem Betriebe zirka 60 pCt° der Gesamtfabrikation in ntten Gür.ther'fchen Marken n-it den gleichen Tabaken und z» den gleichen Lohnsätzen wie bei dem Vorgänger arbeiten lassen und mußten schon hierbei die unangenehme Wahrnehmung machen, daß zum großen Teil weniger als bei dem Vorgänger fertiggesteUt wurde. Der Rest der Fabrikation von zirka 40 pCt. setzt sich ans Marken zusammen, die wir schon seit vielen Jahren aus anderen Fabriken arbeite» lassen und wobei die betreffenden Arbeiter auf einen Verdienst kommen, der dem früheren in der Güuther'fchen Fabrik keineswegs nachsteht. Um aber den bei neuen Sorten für die Uebergaugszeit immerhin erklärlichen Ausfall, der, nebenbei bemerkt, im Durchschnitt bei weitem nicht die Hälfte der angegebenen Beträge ausmacht, für längere Zeit zu verhüten und um die Aussperrung zu vermeiden, haben wir «ns am Tage vor Ablauf der allgemeinen Kündigung bereit erklärt, einen etwaigen LohuauSfall für die nächste Zeit nach Wiederaufnahme der Arbeit jeweils extra zu vcrgüteu. Erne Antwort hierauf ist uns nicht geworden, das Gesagte beweist aber zur Genüge, wer die -Hand zum Frieden geboten hat.
In dem Wißmarer Betriebe können sachliche Gründe für die Berechtigung 'des Streiks absolut nicht vorgebracht werden.
Unsere Firma zum Kontraktbrecher stempeln und der Nichterfüllung gegebener Versprechen zeihen zu wollen, setzt allen Verdrehungen der Tatsachen !die Krone auf.
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Im Anschluß an vorstehende zwei Richtigstellungen erklären wir, daß wir es uns versagen müssen, auf die Angriffe und Beschuldigungen, welche in der gehässigsten und schamlosesten Weise, in Wort und Schrift, namentlich in einem dieser Tage verbreiteten Flugblatt seitens der organisierten Zigarrenarbeiter gegen uns geschleudert werden, überhaupt ein Wort zu erwidern.
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