157. Jahrgang
Zweites
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!»pch«uttch. Der „heMche Landwirt" erlernt monatlich einmal.
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Anzeiger* viermal wöchentlich berge!egt, da-
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ä Die Zulasiung deutscher Papiere in Paris.
Berlin, 11. Okt. Die „Norddeutsche Allgemeine Ztg." schreibt: Gegenüber anderslautenden Meldungen fran- 3 vsischer Blatter erklärt der „Matin", daß die Krage der L Zulassung deutscher Staatspapiere zur No - ° rerunganderPariserBörsevondem französischen Ninisterrat keineswegs in Erwägung gezogen werde. Wir Lei 'önnen dieser Meldung hinzufiigen, daß von der deutschen ;cj Regierung auch keinerlei Anregungen zu solchen Er- oägungen ausgegangen sind. Erörterungen, die sich mit lel )iejem Gegenstand beschäftigen, sind also ohne praktische - öedeutung. Sie könnten höchstens die öffentliche Meinung dxi unseren Nachbarn irreführen, sofern sie aus Ansichten j aber eine finanzielle tzilssbedürftigkeit des deutschen Reichs • Tufgebaut sind, die in den tatsächlichen Verhältnissen keine Begründung finden. Wir glauben aber, daß sich die ernsten politischen Kreise Frankreichs von solchen Irrtümern freihalten.
SchrfsahrLsubvenLion in Holland.
Haag, 11. Okt. Die zweite Karnrner geneh - migte heute mit 39 gegen 23 Stimmen tue Vorlage betreffend die Subvention von 3 Millionen Gul- den an die niederländische Danrpserlinie nach Argentinien und Brasilien. — Die Linie soll konkurrieren mit der deutschen Linie nach La Plata. Die Liberalen van den Bergh, Plate und Piersen sowie der Sozialist van Kol bekämpften die Vorlage und wiesen darauf hm, daß sie eine Ungerechtigkeit gegen die ausländischen Schiffahrts- aesellschaiten bedeute, welche die niederländischen Häfen zu Wohlfahrt brächten, während die Anhänger derselben das Interesse betonten, das die Niederlande daran hatten, eure vom Auslande unabl)ängige, dauernde und direkte Schiff- sahrtsverbindung mit diesen Ländern zu hcibeii.
Koloniales.
Mrogoro, 11. Okt. Die abschließenden Beratungen zwisä^en Staatssekretär Dernburg und dem Gouverneur haben zu vollständiger U e b e r e i n st i m m u n g h i n s i ch t- lich der inOstasrika einzu schlagen den Politik gesührt. Da der Staatssekretär mit Rücksicht aus >en Beginn der parlamentarischen Verhandlungen seinen Aufenthalt im Schutzgebiet nicht, wie er wünschte, hat verlängern können, hat der Gouverneur vorgeschlagen, im Lause des Monats November für etwa zwei Monate nach Berlin zu reisen, um die gemeinsame Ausarbeitung verschiedener Verordnungen und gesetzgeberischen Maßnahmen mit dem Reichskolonialamt zu übernehmen.
Herzog haben der Vorsitzenden deS ZwcigoereinS Butzbach öc3 Alicc-FrauenveremS für Krankenpflege im Großherzogtum Hessen, Frau V.argarete Weick Hardt zu Butzbach, in Anerkennung ihrer langjährigen Verdienste um den Verein die Goldene Medaille des Ludcwigs-Ordeus und der Beruss- Krankenpflegerin Aüce-Frauenverems für Krankenpflege im Großherzogtum Hetzen, Schwester Lina Hoffmeister zu Gießen, das Silberne Tienstauüzeichnungskreuz für Krankenpflege verliehen, sowie dem Hostchauspieler und Regisseur Ä. H. Hacker zu Tarmstadt die Erlaubnis zur Annahme ulid zuiii Tragen des ihm vom Kaiser von Rußland verliehenen SlaiiiSlaiiSordens 3. Kl. erteilt.
** Frachtstempelmarken werden innerhalb Hessens von den Grogh. Hauptsteuerämlern, Steuerämtern und Salz- steucräintern verkauft.
** Neuerwerbungen des Museums. Das Museum hat wieder eine Reihe toertvotter Neuenverbungen zu verzeichnen. Eine Zinnkanne der Renaijsancezeit erfreut das Auge des Kenners. Schöne Schuhe und Schmuckkästchen aus dem 18. Jahrhundert sowie Heiligendildchen aus derselben Zeit sind zugleich mit einem Aquarellbild, den Land- grafen Ludwig IX. 1768—1790, darstellend, von einer hiesigen Dame geschenkt worden. Bilder aus der Umgegend von Gießen 1815 nach der Natur von Ernst Bieler kunstvoll gezeichnet und von einem Anverwandten des Künstlers dem Museum überwiesen, vermehren die Sammlung der Airsichten von Gießen in erfreulicher Weise. Erhebliche Bereicherung hat auch die Wilhelm Gailstistung ersahren. Wir heben besonders hervor: Steingutkrüge aus dem 17. und 18. Jahrhundert reich verziert. Gebäckformen aus der Renaissance-mrd Barokzeit, sehr schön geschnitzt. Kinderbadeschüssel aus Kupfer getrieben mit der Jahreszahl 1671 reich ornamentiert und mit Spruch versehen. Glas, Fayence und Tonware verschiedener Techniken und Zeiten. Ein wertvoller schmiedeeiserner Dolch mit Figuren als Griff sowie sonstige häusliche Gebrauchsgegenstände vervollständigen die Sammlung. Die Erwerbungen sind am Sonntag im sog. Uuiversitätsraum zur Besichtigung ausgestellt. Der Besuch des Museums wächst stetig und die vielen Zuwendungen beweisen, ein wie großes Interesse die Bevölkerung von Gießen an unserem Museum hat.
** Anlagemusik (Bo l ks k o n z e r t) f intet Sonntag vormittag liy2 Uhr in der Süd-Anlage. mit folgendem Spielplan statt: 1. Ouvertüre z. Optte. „Flotte Bursche" von Suppä; 2. Amoureuse Valse von Berger; 3. Fantasie a. Hofftnanns Erzählungen von Offenbach; 4. „Der Torgauer", Marsch von Fr. b. Gr.
** Die Saharet kommt nach Gießen! Herr Direktor Nappmann teilt uns mit, daß es ihm gelungen sei.
Befinden des Kaisers von Oesterreich.
Wien, 11. Okt. Im Befinden des Kaisers ist keine ; Wanderung eingetreten. Dor Katarrh hat sich nicht ausbreitet.
Das Ergebnis der durch Hofrat Neußer Vorgenom- en en ärztlichen Untersuchung, das durch Extrablatt be- ; nnt gegeben wurde, ist: Vollkommen gesundes Terz,gesunderMagen,keinZucker, keineVer- «nlkung. Konstatiert wurde lediglich Bronchialkatarrh, ! r bereits in Lösung begriffen ist. In den letzten Tagen 1 j ifcen die starken Hustenansälle, die starke Schmerzen in ; n Bauchmuskeln hervorgerusen haben, aufgehört.
Berlin, 12. Okt. Die Morgenblätter melden aus ien: Die Krankheit des Kaisers nimmt einen norma- 7 . n Verlauf. Der Appetit ist gering, die Stimmung .weilen gedrückt. Die mikroskopische Untersuchung dev putums ergab eine Verminderung der Jnsluenzakokkeil. t nhatationen beschleunigten die Lösung des Katarrhs. Der 1 uswurf ist reichlicher, der Husten leichter. Kaiser Wilhelm läßt sich zweimal täglich telephonisch in Schön- ' :unn nach dem Befinden des hohen Patienten erkundigen. '• Paris, 11. Okt. Die verwitwete Königin Maria Christine von Spanien ist heute abend nach Wien mereist.
' Madrid, 11. Okt. Mit Rücksicht auf den Gesundhells- lstand des Kaisers Franz Josef haben der König und 4 t e Ä ö n i g i n die Reise nach Wien auf einen spateren noch s i bestimmenden Termin verschoben.
er Mainz, wohin er sich zunächst begab, sofort verlassen und in Straßburg ein gastliches Asyl gesucht. Ms zu dem Augenblicke, da das erste Geschworenengericht zur Ab- urtellung über politische oder Preßprozesse in Gießen zu- ämmentrete, so sagt er, werde er „als ein freiwilliger Ausländer unter dem Schatten der französischen Trikolore die weitere Entwicklung der hessischen Zustände abwarten, dann aber sofort vor dem Forum in Gießen erscheinen". Der Brief, Straßburg, den 14. Oktober 1848 datiert, aber bei C. Schild in Gießen gedruckt, ist nicht ohne Humor und sprachlich gewandt, vor allem aber charakteristisch für jene Zeit der Reaktion in allen deutschen Landen, die don Ausspruch jenes Franzosen ins Gedächtnis zurückruft: „Wenn man mich heutzutage beschuldigte, die große Glocke.der Notre- Dame-Kirche gestohlen und in meiner Westentasche versteckt zu haben, ich würde keinen Augenblick säumen, die Flucht zu ergreifen"; oder an Richelieus Worte: „Gebt mir vier geschriebene Worte von einem Angeklagten und ich will ihn an den Galgen bringen!"
— lieber unfern Bismarckturm auf der Hardt schreibt Baurat A. Beäcr in Nr. 82 des „Zeutralblatts für Vauver- waltuug": Nachdem die Gießener Studentenschaft feit einigen Jahren Sammlungen zur Errichtung einer Bismarchäule unter ihren Mitgliedern und der Professorenschaft veranstaltet hatte, wurde im Frühjahr 1905 Baurat Becker mit Eutwurs und Errichtung des Bauwerkes beauftragt. Im Sommer 190o erfolgte die Grundsteinlegung, im Juli des folgenden Jahres die Einweihung. Die am geeignetsten erscheinende Baustelle „auf der Hardt" führte von vornherein dazu, den Bau gleichzeitig als Aussichtsturm auszubilden, der einen freien Blick über den Hardt- rücken nach den alten Burgen Gleiberg unD Vetzberg und den Bergen des Lahntales gewähren sollte. Eine den ganz-eu lichten Jnnenraum einnehmende steinerne Wendeltreppe führt bis 2 wceter unter die etlva 13 Meter über Erdboden liegende Aussichtsplattform, auf die mau über eine eiserne Wendeltreppe gelangt, die in einer Aussteighaube endigt. Aus ihr ruht die durch Leitern leicht 'beschickbare Feuerschate. Tie Brüstung der Plattform wurde möglichst hoch, 1,40 Meter, geführt, um die Austritts Haube, von außen gesehen, nicht zu weit hervortreten zu lassen. In den Ecken des Umganges sind zur besseren Umschau erlebte dritte angeorduetr Die untere Eingangstür ist von einer Terrasse zn-
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i Kleiner Feuilleton.
W — Ein interessantes politisches Doku- c- ment aus dem „tollen" Jahr 1848 legte uns ein
Ein neuer Unfall der ZarensamUic.
Petersburg, 11. Ott. Vor einigen Tagen wollte sich die Zaren s amilie von bec Kaiserjacht „Polarstern" in Dampfkutter ans Land begeben, um einen Spaziergang zu unternehmen. Ter Dampfkuttergerietauj einen Stein und erlitt dadurch eine Beschädi- gun g. Dio kaiserliche Familie bestieg sosort einen anderen Kutter und kam glücklich, aber in gewisser Erregung an Land. Ueber die neueste Havarie darf hier nichts bekanntgegeben werden. ______
Rußland.
Lodz, 11. Okt. Eine bewaffnete Bande grifs eine M i l i t ä r p a t r o u i l l e an; es fcr.n zu eurem heftigen Kugelwechsel, wobei ein Soldat und ö^oei Dngreijer getötet und ein Angreiser sowie ei :ij-^ Pa,sauten verlcht wurdetl. Der Vor,all ries große Panic hervor.
Moskau, 11. Okt. Der Herausgemr der „Moskows- kija Wjedonrofti", W.adimir Gringmuth, ist gestorben.
Petersburg, 11. Okt. Die Petersb. Teiegr.-Agenlur meldet, daß die Genehmigung des Grasen Pour- tales in seiner Eigenschaft als Botschafter in Petersburg erfolgte.__
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Samstag 1Ä. Oktober 1907
eAA RolaNonSdruck und Derlag bet Brühs^che« UntverfuätS - Buch- und Steindruck er et.
R. Lange, Gieße«.
Redaktion, Exvedttron und Druckerei.
straße 7. Expedition und Verlag: er-GK bl.
Redaktion:112. Tel.-AdraAn-eigerGießen.
freundlicher Leser unseres Blattes vor, einen Offenen / Brief an den großh. Hess. Kriminal-Richter _ Klingelhöfser zu Gießen", versaßt von Rudolf
Fe n d t. Dieser hat bekanntlich eine ziemlich große Rolle in der Gießener politischen Bewegung jener Zeit gespielt und mar später Besitzer der „Neuen Hess. Volksbl." in Darmstadt, wo er einen Prozeß führte, der ivetthin Aufsehen erregte, um schließlich als Prokurist in der Tapetenfabrik von 5^ochstätter in Darmstadt einen geruhsamen Lebensabend zu genießen. Fendt, der sich selber am Schluß 7( dieses Brieses mit Galgenhumor „Hochverräter und sonstiger *'! Verbrecher" nannte, war einer der hauptsächlichsten Mil- - arbeiter, später verantw. Redakteur des „Jüngsten Tages", jener von dem sog. roten Becker begründeten ultraradikalen 3 1848 er Gießener Zeitung, und bei den oberhess. Bauern wegen seines heftigen Kampfes gegen die Dureaukratie so angesehen, daß er, wie Oberbibliotherar Dr. Ebel in seiner im Roth scheu Führer enthaltenen „Geschichte der Stadt Gießew' erzählt, „Regent von Oberhessen" genannt worden sein soll. Er sott sich nun, jo erzählt er in dem uns vorliegenden „offenen Briese", 1848 in einer .Versammlung „unglaublicher Invektiven gegen den Großherzog und das Ministerium" schuldig gemacht haben. Fünf Gendarmen und zwei Polizeidiener besetzten am Tage darauf das Haus, in dem der so ftaatsgefährliche stad. jur. wohnte, erklärten seine leere Stube in Belagerungszustand und belegten, in Ermangelung seiner leibhaftigen Person", seine Papcere mit Beschlag. Er selbst beobachtete, so erzählt er, dieses Manöver in unmittelbarer Nähe; er spielte nämlrch, wie er selber sagt, „mit der hohen Justiz ein wenig Blindekuh' und trat dann „als wohlausstaffiertes Fräulein eine Promenade zu den Stadttoren hinaus an . . . Man hat die improvisierte Amazone unbeanstandet passieren lassen." Da ein Steckbrief gegen ihn erlassen wurde, hat
gänglich, die zur Aufstellimg der Chargierten mit Fahnen und der Redner bestimmt ist. Ter ganze Bau ist mit ober hessischer Basaltlava („Lungstein") in rauhen großen Blöcken verkleidet. > Das Gurtband des oberen Teiles trügt in erhabener Schrift den Namen Bismarck, die Fläche darüber einen Adler in straffer Linienführung nach einem Modell von Professor Varnesi in Frankfurt a. M., als Sinnblld des Deutschtums. Die Feuerschale, 1,90 Meter im Geviert mit abgestumpften Ecken, ist aus 11 Millimeter starkem Eisenblech und hat einen 30 Zentimeter hohen Rand mit einigen Wasserabftußlöchern. Sie ruht so am der massiven Steinabdeckplatte, daß ihr Boden von dieser durch eine 5 Zentimeter starke Sandschütttrng und noch einige Zentimeter freien Zwischenraum getrennt ist. Hierdurch ist eine ungünstige Einwirkung des Feuers auf den Stein vermieden. Als Brennstoff werden Holzscheite scheiterhanfeninäßig etwa manneshoch geschichtet, die Zwischenräume mit Fässern voll Hobelspänen und Gasteer ausgestellt; das Ganze, mit Petroleum übergossen, brennt rasch an und gibt ein lange haltendes helles Feuer. Die Baukosten betrugen rund 12 OCX) Mark, was also, ähnlich wie^ bet anderen Bismarcksäulen und -türmen, für ein Meter der Höhe etwas weniger als 1000 Mark ergibt .
— Tlus Gelnhausen, 11. Okt., wird uns geschrieben: Die von Prof. Dr. Konrad Platte vorgenommenen Ausgrabungen im Bereiche der Gela- oder Gudobertuskapelle, insbesondere die Wicderauftindung des Gudobertusgrabes, haben daS Interesse für ixe Erforschung der Geschichte unserer alten Kaiser st adt neugeweckt, so daß man zur Gründung eines Alter- tnmsvereins geschritten ist.
— Die Ausbltdung deS „K n n st rv a r r von einer Rundschau über die verschiedenen Künste zu einer Halbmonatsschan über die Airsdructtckullur aut allen Lebeusgebieten — das ist die Neuigkeit, mit deren Ankündigung diese Zeitschrift die Ausgabe ihres" druten LebenSjahrzehntes zeickmet. Ter Kunslwart gnindele außerdem Noienuuternedinungen, Bilderpublikauonw (bie allem vunb vier Millionen Kunstblätter verbreiten) und noch ben Dürer- bund, der jetzt schon weit über hundert Zweigvereiue hat, auch emen bet unS in Gießen, und dessen Aideilsausschuß zahlreiche Flugschriften imd emeZeittingskorresvoudenz herausgibt,AuSstellungeil veranstaltet ufw. Allen diesen Unternehmungen steht der Gründer des Blattes, der bekanntlich jüngst von unterer Universttäts bei ihrer Jubelseier zmn Ehrendoktor ernannte Ferdinand Avenarius vor. Bon der Entwicklung seiner Zeitschrift selber spricht am emsachsten die Ziffer, daß der Kuustwart seine Leserzahl tut lebten Jahrzehlite oervierztgiacht hat. Aus einem llunslblatt ist der Run|iiuart ein Multurblatt geivorden, das nicht nur Kunstwerke, das auch Tatsachen des öffetttlicheu Lebens sowohl aus ihre-
Vermehrung des Silbergeldrs.
Berlin, 11. Okt. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: : egenüber der in einem Teile der Presse verbreiteten ' °Lhauptung über die Erhöhung deS für Silber- sllünzprügungen bestimmten Höchstbetrages -^msünsMarkfürden Kops der Bevölkerung und über .He Verwendung des aus den vermehrten Prägungen sich Ergebenden Münzgewinnes wird darauf hingewiesen, daß u Erhöhung der gegenwärtigen Kvpsquote (15 Mk.) zwar emo gen wird, daß jedoch eine besttmmte Entschließung ü ach dieser Mchtung hin überhaupt noch nicht getroffen 3 t. Damit widerlegen sich auch die jeder Unterlage ent- i ährenden Angaben über die beabsichtigte Verwendung jenes lj ltünzgewinnes zur Deckung ordentlicher Ausgaben. Auch der die Schaffung eines neuen handlichen Hsünfmarkstückes sind die Erwägungen noch nicht J bgeschlossen. Daß diese Münze die Bezeichnung „Reich s- 4 a l e r" erhalten soll, ist a m t l i ch n i ch t bekanntt
Aus Siaöt und CatiO.
Gießen, 12. Ott. 1907.
*• Personalien. Se. Kgl. Hoh. der Großherzog haben den Kreisgeoineler des KreisvermessungSantteS Erbach, Phil. Hauck zu ÜNichetstadt, auf sein Rachsucheu unter An- cifennung seiner treu geleisteten Dienste in den Ruhestand versetzt und den Regieiungsbauineister Wilh. Kayser aus Darmstadt zum Eisenoahnbainnspektor in der He'sisch-Preuß. Eijenbahngcmeinichaft ernannt. — Uedertragen ivurde dem Schulamtsaspiianien Fuedr. Herr man au§ Offenbach eine Lehrersielle an der Gemcmdcschiile zu Bleichenbach. — Erledigt sind die mit einem eoangel. Lehrer zu besetzende 2. Lehrerstelle an dec Geuieuideichule zii Winterkaslen, die mit einem eoangel. Lehrer zu bcjetzeiide Lehrerstclle an der Gemeindeschule zu Weickartshain und die Lehrerstclle an der kulh. Schule zu 9tcu-Barnberg; mit letzterer Stelle ist Organ ucndiensl verbunden.
** 2luszcichnungen. Se. Kgl. Hoh. der Groß-
Arrsicruo.
London, 11. Ott. Die Abgesandten Mulav H a f i d s, Mohammed et Buusun und Mrkir Buscheuttrs, sind hier eingetroffen.
Paris, 11. Ott. Wie der „Temps" meldet, erhielt gestern Admiral Aube gemäß dem Beschlüsse der Re- §iemurg Befehl, die marokkanischen Gewässer zu verlassen mtd noch Frankreich zurückzu^hren.
Paris, 11. Ott. Der Marineminister hat 10 Unterseeboote vom Typ des „Pluviose" in Auftrag gegeben; sie werden in Rochefort, Toulon und Cherbourg gebuut werden.
Kingston (Ianraika), 11. Ott. Mbit dem Postdumpfer ttaf aus Haiti die Meldung ein, dotz 16 Personen wegen einer Verschwörung, die giegriming zu stürzen, zum Tode verurtellt worden sind.


