Mutant
""ll9t
*b,n >°dr
Leibarzt a 'w**x
te$? b'«
Mchlq^ mS;
nachmittag üer.
^chl°b Friedrichs, adurch, b£?
"Mein 1.8 total Oberarm, die , ^"letzungen '' weil die
Nd.
chea kenntlich fle. ucrQuellenangabe
13. Juni.
t Mit Bezug auf er Frauenklinik einem Ruf nach . daß die Heber- ahreS erfolgt.
)e dem Schulamts, 'ne Lehrerstelle an Mannt wurde der Liarienschloß Karl
)er Vorstand der eser Tage eine bis in der er eine An. iiten, insbesondere nnzclnen Provinzen
ischer Arbeiter. 8e[d)luB gefaßt, daß ■r StaatSangel)öu$- ’ine beftimmte ßeit> versicherungsMÄ nd- und forftroirt' wohl nun bereits au\ex Bundesrats- denen der Au^m- \\t WW Än- itt ist, und datz dis ns Hessen derartige von einer Amen- lroßherzogtmn Hcsi-n itt gerade in bot stündliche AuMg > MarlenverwÄÄg Interesse der W- ife auch die MMM flicht unterliegen L rversicherungsbeM Arbeiter durch M .[arte geleistet beftintmung des 51« rfen Der tr°M
in den östlichen ten Arbeiter. . s’S'SS
K«! erstüöung des S- 3l
Htat studieren nach
i06 bi«*"1, •SM* tf»* 23'
1,R*r9 toppe»
Hessen), A (i2),
(18)' Vf. /26b di^«i‘ , PH«" Ä
yä*
.st S’" muni®-
x Leihgestern, 12. Juni. Am vergangenen Sonntag feierte der hiesige erst vor einem Jahr gegründete Radfahrer- klub „Schwalbe" sein Stiftungsfest. Tie Radsahrer- vereine aus Londorf, Lollar, Steinbach, Garbenteich, Klein-Linder, und Großen-Linden hatten fick eingesunden und auch die hiesigen Vereine, wie Kricgerverein, Gesang- und Turnvereine haben sich an dem Feste beteiligt. Gegen 3 Uhr bewegte sich der Festzug durch unsere Ortsstraßen zu dem Festplatze. Nachdem die Vereine vom Vorsitzenden Brückel mit einem „All Heil" begrüßt waren, gedachte Herr Krapf des Zweckes und der Pflege des Rad- [ahrsports und brachte auf den gesamten deutschen Radsahrsport ein „All Heil" aus. Unterdessen hatte sich dank des prächtigen Wetters der Festplatz dicht mit Menschen gefüllt; Tanzvergnügen und Gesangsvorträge veranlaßten die Vereine, bis zum Abend bei uns zu verweilen. Das Fest nahm einen schönen Verlauf.
— Friedberg, 12. Juni. Am 6., 7. und 8. Juli findet hier das 13. Kreis fest des 2. Kreises des Deutschen Athleten-Verbandes statt. Tie Vorbereitungen hierzu hat der 1. Stemm- und Ringklub Friedberg übernommen. Am Samstag, 6. Juli, findet Empfang der Gäste und großer Festkommers aus dem Festplatz (städt. Seewiese) statt. Sonntag vormittag beginnen die Wettkämpfe in drei Gewichtsklassen, Klassenringen, Meisterschaftsstemmen, Meisterschaftsringen. Beim Bestzug kommen Führungsprcise zur Verteilung. Abends ist reisvcrteilung, Montag vormittags Meisterschaftsstemmen und Meisterschastsringen. .Alle Uebungen werden nach den Vorschriften des Deutschen Athleten-Verbandes ausgeführt. Zur Verteilung kommen 36 Medaillen, 190 Diplome und Kränze für Trcikampf, Klassenringen und Musterricgenarbeitcn, ferner 18 Meisterschaftsmedaillen, zwei Vereinspreise für die Vereine, deren Sieger die höchste Punktzahl tm Dreikamvf erreicht haben. Während der Festtage konzertiert die Kapelle des 6. Thüring. Ulauen-Regiments. Auch andere Belustigungen und Vergnügen oller Art sind vorgesehen. Die Vorbereitungen sind in vollen-. Gang. Nach den eingelaufenen Meldungen ist eine sehr starke Beteiligung zu erwarten, namentlich auch deshalb, weil' im Ringen die Meisterschaft von Hessen zum Austrag kommt. Verschiedene Ehrenpreise sind gestistet. Den Ehrenfestausschuß bildet die gesamte Stadtverwaltung Friedbergs.
-ck Ulrich ft ein, 13. Juni. (Tel.) Der hier sehr beliebte Bezirkskassier Strack erschoß stch gestern abend. Er hatte vorher von seinen Freunden Abschied genommen, als ob er eine Reise antreten wollte. Die Ursache des Selbstmordes dürfte in einem nervösen Leiden zu suchen sein. Strack war wegen diesen Leidens in der letzten Zeit beurlaubt.
L. Bad-Salzschlirf, 12. Juni. Von dem Einbrecher, der in voriger Woche im Laden der Uhrmacherswitwe Becker hier eingebrochen und Uhren und Ketten im Wert von zirka 500 Mk. stahl, fehlt bis letzt noch jede Spur.
sd. Darmstadt, 12. Juni. Gegen den Rechtsanwalt Mainzer II., der kürzlich von der Strafkammer von der Anklage der Ueberoorteilung seiner Mandanten freigesprochcn wurde, sind inzwischen wieder von anderer Seite Beschwerden über ähnliche Vorkommnisse bei den zuständcn Behörden eingelaufen. Voruntersuchung ist deshalb eingeleitet worden.'
Frankfurt a.M., 12. Juni. Rach Unterschlagung eines großen Geldbetrages ist dec 18jährige Angestellte der großen Speditionsfirma Egan u. Co. geflüchtet. Er hat mit zwei Wertbriefen, die er aufliefern sollte, da§ Weite gesucht. Der eine Bries enthielt einen Scheck auf Paris über 45 000 Franks, der andere acht Tausendguldenscheine.
Homburg, 12. Juni. In der heutigen Stadtverordnetensitzung wurde der Beigeordnete Lü b k e - Elberfeld einstimmig zum ersten Bürgermeister von Homburg gewählt.
♦* Kleine Mitteilungen aus Hessen und den N a ch b a r st a a t e n. InBernSburg wurde Landwirt Magnus Kore11 einstimmig zum Bürgermeister gewählt. — Während eines schweren Gewitters schlug bei Groß-llmstad t der Blitz auf freier Chaussee m em Fuhrwerk. Ter F u h r w e r k s b e s i tz e r und beide Pferde imirben erschlage n.
Vermischte».
* Berlin, 12. Juni. Der angesehene, im besten Mannesalter stehende F r a u e n a r z t D r. Sch ä f e r machte gestern abend durch Gift seinem Leben ein Ende. Tie Gattin des Selbstmörders geriet derart in Verzweiflung, daß auch sie mit ihren beiden Söhnen im Alter von 10 und 12 Jahren einen Selbstnror ober such unternahm. Sie schtoß sich mit ihren Kindern in ihr Schlafzimmer ein und p ssnete den iGashahu. vtur durch das rechtzeitige Da- zwischentreten von Nachbarn wurde dieses zweite üngmef verhindert. Hierauf verfiel die Frau in Tobsucht und mutzte gefesselt einer Klinik zugesührt werden. Tie Gründe, die den in guten Vermög nsverhältnissen lebenden, sehr stark beschäftigten Arzt in den Tod getrieben haben, find Vorläufig unbeiannt. — Wie die „B. Z." erfährt, i)t der Rechtsanwalt und Notar Otto Ull ermann, dessen Flucht aus Berlin seinerzeit Aufsehen erregte, in London verhaftet worden und hat sich alsbald im Gefängnis mit einem Rasiermesser die Pulsaderngeöffnet. Doch wurde der Selbstmordversuch noch rechtzeitig bemerkt, und der blutüberströmte Häftling konnte in das Gefängnisspital überführt werden. — Aus dem Stadtbahngleise Bahnhof Charlottenburg fuhren heute zwei Maschinen zusammen. Ein Zugführer und ein Heizer erlitten Verletzungen und mutzten nach dem Krantenhause transportiert werden. Ter Stadtbahnbetrieb war längere Zeit ge- ftort. — Heute vormittag brach ein Teil des Gewölbes Dom Stadtbahnbogen 9 des Ausstellungsgcländes neben dem Gleis Richtung Lehrter Bahnhof-Bellevue ein. Tie Ursache ist auf ungleiches Setzen des Pfeilers zurückzuführen. Der Zugverkehr zwischen Lehrter Bahnhof und Bellevue wird eingleisig auirechterhalten, zum Teil werden Stadtbahnzüge über Ferngleise geleitet.
* Das neueste Automobilunglück. Bei Sil- lery (Frankreich) rannte ein Automobil, in dem sich Engländer befanden, gegen einen Baum. Ter englische Journalist Krops blieb sofort tot, das Ehepaar Popee wurde schwer verletzt.
* (Sine russische Gräfin ermordet. Tie Peters- bnrger Gesellschaft ist gegenwärtig durch eine sensationelle Mordaffäre in Aufregiing versetzt worden. Tre junge und fchöne Gattin des Gardeoffiziers Tarnowsky, der im Zarenpalais Tienst tut, wurde auf der zu ihrer Wohnung führenden Treppe ermordet auf- geftinden. Eine Kugel im Hinterkopfe machte ihr em augenblickliches Ende. Von dem ober den Mördern fehlt bis jetzt jebe Spur. Es wurde nur soviel von der Polizei festgestellt, baß einige Tage vor dein Morde eine ziemlich starke und übermäßig hohe Same in den Abendstunden in der Toreinfahrt des Wohnhauses Tarnowskys auf und ab ging, oftmals sogar vor der Wohnung des Gardeoffiziers Halt machte. Die Geheimpolizei behauptet, Anhaltspunlte dafür zu besitzen, daß die ungewöhnlich starke und hohe Taine ein verkleideter M a n n war, der tm Auftrage unbekannter Personen den Mord vollbrachte. Es fragt sich nun : in wessen Auftrag. Viele wollen in dieser^Mordtat ein Todesurteil der Terroristen erblicken, die in Frau Tarnowsky ihren Mann treffen wollten, der zurzeit Trepows in Petersburg mit fernem Garbedeiachemeni Pcurouillcndienste besorgte. Doch die Terroristen haben bis jetzt niemals die Frau für Vergehen ihres Mannes gestraft. Unaufgeklärt bleibt immerhin die Tatsache, rote der Portier des Hauses, der
auch nm Abend der Katastrophe Frau Tarnowsky hinaufbegleitet, die Mordtat nicht bemerkt hat.
• Der verprügelte Bischof. Italienische Blätter wissen folgendes zu melden: In Vitonto bei Bari hatte vor einiger Zeit ein Priester namcnS Antonio Vuquinchio sich ge- weigert, dem Bischof Barardi Geld — cS handelte sich um eine größere Summe — zu borgen; kurz darauf wurde er auf Veranlassung des Bischofs aus nichtigen Gründen „adivinis“ supspendiert. Zwei Schwestern des Priesters versuchten oft, aber immer vergeblich, sich dein Bischof zu nähern, um ihn zu fragen, weshalb er ihren Bruder au5 dem Amt gejagt habe. Dieser Tage trafen die beiden Fraiien den Bischof am Strande von Santo Cpirito, wo er (Bommer- aufenthalt genommen hat und begannen ihn nach einer lebhaften Diskussion tüchtig zu prügeln, wobei sie an seinem Kopf einen Sonnenschirm zerbrachen. Auch die Kette mit dem goldenen Kreuz, die er auf der Brust trug, wurde ihm zerbrochen. Der geistliche Herr hat jetzt gegen die beiden Damen Strafantrag gestellt.
* Die neueste Mode der Dollarkönigin. Aus Newvork wird berichtet: Mrs. George W. Vanderbilt hat sich vorgenommen, die säst ausgestorbenc Kunst der Handweberei wieder zu Ehren zu bringen, die Flauen der Blue-Ridge-Berge sollen Arbeit bekommen und die Handweberei wieder modern werden. 2ie Millionärsgattul hat sich aus gelbem, handgewebtem Stoffe ein Kleid machen lassen, und in dieser Robe erschien sie kürzlich in Asheville in der Gesellschaft. Tas Beispiel tat Wunder: alle 2 am en wollten es Fran Vanderbilt nachum, ^uud eine förmliche Razzia auf handgewebte Stoffe hat begonnen. Sorgenbeladene Männer können übrigens diese neue Mode nur willkommen heißen, sie bringt emc ansehnliche Ersparnis, beim der Stoss ist verhältnismäßig seht: billig. Fran Vanderbilt hat für ihr Kleid nur 100 Mark bezahlt und gleich eine Reihe von Nachbestellungen erteilt.
* „Geschnitzt e" Rücken. Auch im Kongostaat bringen die Frauen der Schönheit ihre Opfer, erdulden schmerzen und Pein, um „hübsch" zu fein und dem Schönheitsempfinden ihrer männlichen Stammesgenvssen zu genügen. Tie Kvngofrauen aber begnügen sich nicht damit, der Natur mit schönen $etoänbern oder bunten Glasperlen allein machzuhelsen, sie gehen gleich radikal vor und lassen sich ihren Rücken mit einer „Schnitzerei" versehen. Tas ist ein langweiliger und schmerzhafter Prozeß, mit dem schon in frühester Jugend begonnen werden muß. Kleine runde Holzstücke werden hart auf den Rücken gepreßt und dort jahrelang gehalten, bis die buijti) die Quetschung hervorgerufenen Hauterhöhungen nicht mehr schwinden. Mit den Holzstückchen und Stäbchen lasten sich so auf dem Rücken die schönsten Ornamente eingraben und sorgsame Mütter mühen ihre Phantasie, nm den Rücken ihrer Töchter besonders schäme Muster einzugraviercn.
• Unerschütterl ich. Der Oberstabsarzt eines Wiener Regiments liebt es mit feinen Likörspezialitätcn versehen zu sein, bemerkt aber, daß sie auch seinem Burschen recht zu schmecken scheinen. Er klebt also, diesem Uebcl zu steuern, aus die neuen Flaschen Etiketten mit dein Totenkopf und mit dem Worte „Gift". — Zwei Tage später überrascht er den Burschen bei einem tüchtigen Schluck aus einer der Flaschen. — „Schubjak," schreit er ihn an, ,was unterstehst du dich?!" — Aber der Bursch antwortet prompt mit trübseliger Miene: „Herr Oberstabsarzt, i meld' gehorsamst... i bin lebenSmüd'l"
* Kleine Tageschronik. Beim B r ü ck e u b a u, welchen das Eifenbahnregiment auf dem ©perenbeiger See (Prov. Brandenburg) vornahm, geriet das Gerüst ins Wanken und stürzte in den See, Offiziere und Mannschaften unter sich begrabend. Während es allen gelang sich zu retten, ertrank der Rekrut Fockenheim, der unter einen Träger geraten war, obwohl Offiziere und Mannschaften sofort nach ihm tauchten.--Der Kaufmann
Max Bötlge aus Magdeburg, der nach einem bei ihm vorgefundenen Briese zuletzt bei einem Doktor Zeh in Eisfeld in Stellung gewesen war, hat sich mit seiner Braut, deren Name nicht bekannt ist, in der Negnitz bei Bamberg ertränkt. — In Winzingen bei Neustadt a. d. Hardt erfolgte die Verhaftung des Weinhändlers Erlewein, welcher gerichtlich angelegte Siegel an beschlagnahmten Weinfässern gelost und deren Inhalt verwendet hatte. — Ein großer Erdrutsch im V i s p e r- t a l (Wallis) hat die Bahnlinie Visp-Zermatt verschüttet und das Bett des Vispaches derart ausgefüllt, daß das Wasser zu einem See aufflaute. Eine zahlreiche Arbeiterkolonne ist bemüht, dem Wast'er langsam einen Abfluß zu verschaffen, damit die Dörfer im Rhonetal nicht durch plötzlichen Ausbruch gefährdet werden. — Nach Meldungen aus Paris soll sich Johann Orth, der frühere Erzherzog Johann Salvator, in Europa befinden; er fei kürzlich Von Paris nach England gereift und werde demnächst wieder in Paris eintreffen. (Dieses Gerücht ist absolut un- glmibl;,üit.>
Arbeiterbewegung.
a Lauterbach, 12. Juni. Der Maurer streik ist seit heute beendet. Die Maurer haben ihre Arbeit wieder auf-t genommen. Von den Meistern wurden für Maurer 38 Pfennig, für Handlanger 30 Pfennig die Stunde bewilligt, bei 10 stündiger Arbeitszeit.
bervoragenden Vertretern der Wiffenfchalt, Adorvnungen von italienischen und zahlreichen ausländischen Universitäten und Akademien, wurde heut die Feier dcS 3 0 0. Todestages des Naturforschers 911 b r o d r a n b t obgehalten^
Kandel.
— Im Zentralausschutz der Reichsbank äußerte Präsident Koch sich über die Lage dahin, daß die 9lnlagen feit 1900 nicht so hoch waren. Befonders die WechscLansprüche feien bedeutend. Tic steuerfreie Notenreferve sei nickst genügend und die Teckungsoerhältnisse noch schlechter als im Vorjahre. Auchs zeige die Höhe des Privatdiskont» den großen Bedarf. Ter ini ternationale Geldmarkt liege sehr unsicher und gebiete Vorsicht, sodaß _num keine Tiskontermäßigung ein treten lassen Tonne. Auch stehen wir vor den regelmäßig wiederk.'hrenden Ansprüchen zum Semesterschlusse. Von 1 einer Seite wurden Einwendungen: hiergegen laut. Tie Abschkagsdividende wurde wie üblich auf 1 3/i Prozent festgesetzt. — Demnach sieht es beinahe aus, alsl wenn eine Tiskontermäßigung überhaupt für dieses Jahr nicht mehr zu erwarten sei und sowohl die Börse wie die Industrie und der Handel sich nur noch auf eine Diskonterhöhung gefaßt zu machen hat.
— Berliner Börse. Interventionen und Deckungen; sorgten zu Beginn der heutigen Börse für eine etwas festere Haltung, obgleich die Provinz wiederum Diele Berkaussordres gesandt hatte. Bald nach Eröffnung Tarn aber doch wieder die übliche Abschwächung besonders auf das starke Angebot in Kassaware, und das energische Vorgehen der Conttemine, die nun glaubt, das Terrain bald ganz beherrschen zu können und eine stütze in den Auslassungen des Reick-sbankprasidenten Tr. Koch über die Sage des Geldmarktes fand. Tas Geschäft mürbe nach und nach lebhaft, namentlich als Exekutionen für die Kreuz- nacher Banliirma Sahler u. Co stattfanden. Selbstverständlich bewegten sich die Kurse in weichender Richtung, obwohl speziell bei Montanalrien auch hie uno da eme Gegenströmung zum Turch- bruch kam. Teutsckt-Luxemburger waren stärker angeboten und notierten abgest. 171.90. Phönix notierten zuerst 195.10 und dann gebessert 196.—, Rheinische Stahlwerke gingen von 184 bis 184.75, Harpener schlossen 189, Laura Hütte 220.75, Dortmunder Union 71.10, Bochumer 219.10. Banken waren gleichfalls abgeschwächt. Bon Trausporrwerlen waren Schiff- fahrtsaliien nach ansänglicher Schwäche gebessert, Staatsbahn luiebtr matter, hingegen Lombarden in guter Frage. Baltimore Pennsylvania waren abweichend. Privatdiskont 4»/,' Proz.
Märkte.
fc. Frankfurt a. M., 13. Juni. (Tetegr. Orig.-Bericht des „Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen Viebmarkt- v reise. Zum Verkaufe standen: 27 Ochsen, 00 aus Oesterreich 0 Bullen, 0 ans Oesterreich, 72 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder 0 aus Rumänien, 632 Kälber, 33 Schafe und Hämmel, 6 Ziegen, 5 Ziegenlämmer, 0 Schaftämmer. Bezahlt wurde für das Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1 Qualität 76—80 Mk., 2. Qualität 70—74 Mk., 3. Qualität 63—66 <Dlf.; Bullen: 1. Qual. 00—00, 2. Qual. 00—00; Kühe 1. Qualität 73—75 Mk., 2. Qual. 70—72 Mk., 3. Qual. 61—63 Alk., 4. Qual. 00—00 Mk., 5. Qual. 00—00 9)?f. Kälber 1. Qual. 96—100 Pfg., Lebendgewicht 58—60 Pfg., 2. Qualität 88—90 Pfg., Lebendgewicht 50—54 Psg., Schlachtgew. 65—70 Pfg. ; Schafe: 1. Qual. 82—00 Pfg., 2. Qual. 78—80 Psg. Geschäft: bei Hornvieh mittelmäßig, Ueberflanb unbedeutend, bei Kleinvieh lebhaft, fern Uebersland.
Limburg a. d. L., 12. Juni. F r n ch t m a r k t. Durchschnitts-, preise pro Malter. Roter Weizen (Nassauischer) 17.43 Mk., weißer Weizen 17.40 Mk., Korn 15.50 Mk., Gerste 00.00 Mk., Hafer 9.75 Mk. Erbsen 0.00 Mk., Kartoffeln 0.00 Mk.
WüMMkWrrM brr inörrStnbtSiefen,
22. Woche. Vom 26. Mai bis 1. Juni 1907. Einwohnerzahl: angenommen zu 30 000 (inkl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 22,91
nach Abzug von 9 Ortsfremden: 7,08 Voo.
Kinder
Es starben an: Zusammen: Erwachsene:
im
vom
1. Lebensjahr: 2.-
-15. Iah»
Diphtherie
1
—
—
1
Liiugentuberkulose
KI)
1 (1)
—
—
Lungenentzündung
2(1;
2(1)
—
—
Herzkrankheit
1
1
——
—
Nierenerkrankung
2(2)
Kl)
—
1 (1)
Krebs
2(1)
2(1)
—
tm Wochenbett
Kl)
1(1)
—
——
Darmverschlingung
Ul)
1(1)
—
Lebeiisschiväche
1 (1)
—
1 (1)
—
Verunglückung
Kl)
1(1)
—
Summa:
13 (9)
9(6)
2(2)
2 (1)
21 nm.: Tie tu
Klammern gesetzten Ziffern geben an,
, ivie viel
der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach
Gießen gebrachte Kranke kommen.
■ -....... -- -- -...... - ■ -■ -I
Israelitische Neligionsgemeinde.
Gottesdienst in der Synagoge (Südaulage).
Samstag, den 15. Juni 1907;
Vorabend 7.45 Uhr.
Morgens 8.30 Uhr:
Nachmittags 4 Uhr. Schrifterkläruug.
Sabbatausgang 9.35 Uhr.
(Bcricbtsfaai«
Hanau, 10. Juni. Ein hiesiger S i l b e r w a r e n s a b r i k a n hatte im Auftrage eines Stuttgarter Kaufmanns Ringe angefertigt, die so ausgeführt waren, daß sie eine Beziehung ans das menschliche Geschlechtsleben bildeten. Tie Ringe waren für einen Abnehmer m Spanien bestimmt. Turch einen Zufall erhielt die Polizei davon Kenntnis und beschlagnahmte die Sendung, auch ein in der Bearbeitung befindlicher Stockgriff ähnlicher Art wurde beschlagnahmt. Tie Folge war eine Anklage gegen den Fabrikanten wegen Vergehens gegen § 184 Abs. 1 des Str. G. B. und gegen den Stuttgarter Kaufmann tvegen Anstiftung dazu. Beide Angeklagte haben sich deshalb vor der Hanauer Strafkammer zu verantworten. Tie Ringe sind eme Nachbildung eines nn städtijchen historischen Ntuseum zu Frankfurt besindlichen Rmges. Tas Urteil lautete auf die beiden Angeklagten auf je 2 0 Ai k. Geldstrafe, und außerdem wurde die Vernichtung der Ringe ausgesprochen. In der Urteilsbegründung wurde u. a. gesagt, die Ringe soivohl als der Stockgriff seien unzüchtige Darstellungen, die geeignet seien, das Sittlichkeitsgefühl zu verletztett. Etwas aiiders sei es mit der Ausstellung des entsprechenden Ringes tm städtischen historischen Museum zu Frankfurt. Eine solche Ausstellung bezwecke, Kenntnis zti geben von der Anschauung des KunstgewerbeS und der Anschaiuing des PitblikumS ui früheren Zeiten. Gegen das Urteil wird Revision eingelegt. Fki. Ztg.
München, 12. Juni. Zn dem mehrere Wochen währenden Wucher-Prozesse stellte heute der Staatsanwalt seinen Antrag, die Angeklagten mit Gefängnisstrafen von 8 Monaten bis zu 4 Jahren und Geldstrafen von 1500 bis zu 9000 Mk. zu belegen. Das beantragte Strafmaß umfaßt un ganzen 24 Jahre Gefängnis und 57 000 Mk. E^ldstrase.
Uliiverjitäts-rrachrichten.
D Marburg, 12. Juni. Nachdem vor zwei Jahren hier eine Jaffanerin ihr Doktor-Examen bestanden, wurde heute der Studentin der Medizin, Frl. Hildegard V ö l s ch aus Magdeburg, das Doktor- Diplom ausgehändigt.
Munft «nv Wissenschaft.
Generalmusikdirektor Felix Mottl bleibt München erhalten ; ein neuer Vertrag, der dem Künstler bessere Bedingungen als bisher zusichert, ist in Vorbereitung.
Bologna, 12. Juni. In Anwesenheit des Unterstaats. sekretärS des ^andwirtjchaitsministeriums, Professors Sanarelli,
Gießeitcr Wetterdienst.
Borauösichtliche Witterung für Hetzen am Freitag den 14. Juni: Wechselnde Bewölkung. Leichte Regenfälle. Temperatur ivie heute. Westliche Winde.
Grigittal-Drahtmeldungen.
Tas Automobrlrenncn im Taunus.
Kloster Thron, 13. Juni. Um 9 Uhr 44 Min. wurde die 2. Serie der Rennwagen vom Start gelassen. Der Kaiser beobachtete den Verlauf mit größter Aufmerksamkeit. Die 20 besten Wagen kommen morgen in das Entscheidungsrennen. Ter Fiatwagen 8 A erzielte mit 176 Min. 17 Sek. bis jetzt die beste Zeil, der Opelwagen 3 A erzielte ebenfalls eine recht gute Zeit (181 Min.). Der Rennwagen 36 A liegt bei der Saalburg im Graben, der Wagen 30 A liegt demoliert bei Niederems, Wagen 4 A ist ausgeschieden, Wagen 1B vor Grävenwiesbach verunglückt und der Fahrer verletzt, Wagen 11 Alst ebenfalls verunglückt, aber wieder gehoben worden und nimmt am Rennen weiter Teil. Der Wagen 39A erlitt einen Maschinendefekt.
«
Gotha 13. Juni. In Schwabhausen stieß in der Nacht ein Automobil mit einem Bauernwagen zusammen. Ter Cl-aufseur und ein Pferd wurden getötet.
Paris, 13. Juni. Der „Newyork Herald" berichtet aus angeblich autoritatioer Quelle, König Eduard von England werde dem Zaren einen Besuch ab ft atteu. Tie Zusammenkunft, welche aus der Ostsee erfolgen werde, soll unter denselben Bedingungen stattfinden, wie die Begegnung vor anderthalb Jahren.
Paris, 13. Juni. Die Sensationsnachricht des „Figaro" über den verschollenen Johann Orth wird von kompetenter Seite als purer Schwindel bezeichnet. Die Handschrift, die der „Figaro" reproduziert, ist gefälscht.
Karlsbad, 13. Juni. Tie Schriftstellerin Sidonie Grünbaum-Zerkowitz, deren „Lieder einer Mormonin" ihr einen eigenartigen Nus einbrachten, während ihr zweites. Buch „Gretchen von heute" wegen Unzüchtigkeit konfisziert wurde, ist gestorben.


