Samstag 11. Mai 1907
Viertes Matt
Nr. 109
157. Jahrgang
Erscheint täglich mit Aufnahme beS Sonntags.
Ai
Heinrich Hochstätten
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toeorg, 7u Jahre nlt, <sd)iieioeunei|ier, Leuietsluugarlcheii 28 Elisabeths Kehl, geb. Birkenstock, 31 Jahre alt, Schützenstraße 8. 6. Marie Rinklage, 40 Jahre alt, Bahnhofstraße 45. 7. Ottilie Alwine Krombach, 6 Alte. alt. Bruchstraße 13 a; Elise Rath, geb. Krall, 68 Jahre alt, ffiintf[traue 11.
Dre „Hiebnrer ZamlllendlStter" werden dem »Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das „Krclsblatt für den Kreis Sieben" zweimal wöchentlich Der hessisch« tantolrt" erschemt monatlich einmal.
Gemarkung--, Flnr- und G e ro a n n - G r e n z e n. gäbe 200 (200) Mk. sür Anschaffung von Grenzsteinen.
Redaktion, Expedition and Druckerei: Gchut- stratze 7. Expedition und Verlag i 5L Redaktion: fcÄ 118. Tel^ALra LnDeigerDietze».
Rotationsdruck und Verlag der vrühPschen UnwerfttätS - Such- and vremdruckeret.
R. Laag«, Dietzen.
— Der Männer-Turnverein unternahm wie alljährlich am Himmelfahrttag« einen Turngang, an dem sich ca. 75 Turnerinnen und Tltrner beteiligten, und zwar dieses Jahr auf die Saalburg. Der Zug 6.64 Uhr brachte die Teilnehmer nach Bad 9lauE)eim, von wo aus um 8 Uhr bei prachtvollem Wetter zunächst über die JohanmSburg, Forst- hauS Winlerstem durch friichgrünende Frühlingslandschaft
In
Tapeten
und
Lincrusta
Aus Stadt unO» CanO.
Gießen, den 11. Mai. Dom städtischen Voranschlag.
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Filialarbeitshaus. Einnahme und Ausgabe belaufen sich auf 3514 All. Tie Einnahiueu bestehen au6 Beitrag aus der Polizeikasse der Provinz Obcrhessen 2314 Alk., Geldanschlag der Dienstleistungen der Korrigenden 1200 Mk.; die Ausgaben aus: Besoldung des Lorarbeuers 1000 (950) Alk., Verköstigung der Punri- genden bet Amiahrne einer Besetzung von 61 Mann 1801,50 (1642,50) Alk., Kleider 300 (250) Alk., Wäschereinigung 150 (150- Alk., Arbeitsgeräte 100 (150) Mk.. sonstige Ausgaben 52,50 Alt., Vergütung aus dem Arbeitsverdienst bei Entlassung der Korrigenden 50 (50) Alk.
Die To.r n e n a n st a 11 erfordert 110 Mk. Ausgaben.
Feuerlöschanstalten. Der Einnahme von 18180 (18180) Alk - darunter 18 000 Mk. Vergütung auS der Brand- versicherungskaffe (2 Psg. für je 100 Mk. Uinlagekapital, das sür 1905 u8 020 850 Mk. betrug) — stehen 4460 (4940) Mk. Ausgaben gegenüber, u. a. Besoldungen 1120 Mk., der Gießener (retro. Feuerwehr für Uniformen 600 Dlk^ für Stellung einer Sonntags- Brandwache von 8 Mann während der (Sommermonate 450 (450) Mark, Anschaffung und Unterhaltung der Löschgerätschasten 1000 (1200) Alk.
Faselvieh. Ausgaben 1600 Mk., davon für 2 Bullen Simmentaler 9laffe, die vertragsmäßig Lekonom Gg. Simon zu unterhalten Hal, 1200 (1200) Alk. und Zuschuß an den Ziegenzuchtverein 400 (400) Mk.
Oenentlicb.es
♦ Braten und Kuchen-Backen ♦ ohne Feuer im
Heinzelmännchen
Koch-, Brat- und Backapparat am Dienstag, den 14. Mai von 3 Uhr an im Haus- und Küchengeräte-GeschÄft von August KröU, Selters weg 12.
tyür Vertilgung von Tieren, die der Landroirlschafi schädlich sind, sowie von Ratten und Schnaken sind 2000 (2000) Alk. Ausgabe vorgesehen.
Armenpflege. Die Gesamtausgabe von 46 550 (44 450) M. besteht im wesentlichen aus: Zuschuß zur Armenkasse 44 200 (42 200) M., Zuschuß zu den Kosten der elektrischen Beleuchtung zu den Kosten bet Provinzialsiechenanstalt 1400 (1300) Al.
Vers ichrrung der Arbeiter. Einnahme 7900 (6700) 9JL, nämlich 3600 (3300) M. Beiträge der Grundbesitzer für die land- und sorslwirtsch. Berufsgcnossenjchaft, 2800 (2200) M. von den slädiischen Arbeitern Ersatz der für sie oorgelegten Krankenkaffenbeüräge und 1500 (1200) Al. von den städtischen Arbeitern Ersatz der uoc- gelegten Jnvalidenoersicherungsbeiträge. Ausgabe 18150 (10 920) Al., nämlich für Unjallversicherung an die land- und sorstwirtsch. Berufsgenossenichaft Beiträge 4350 (4020) M. und für die Unfall- Versicherung der städtischen Arbeiter und Bediensteten 1600 (1200) Al., für Krankenversicherung an die Ortskrankenkasse Beiträge für die städtischen Arbeiter 4200 (8300) 9JL, für Invalidenversicherung der städtischen Arbeiter 3000 (2400) M.
Impfung. Die Jmpjgebühren für den Kreisarzt sind mit 700 (650) M. engesetzt.
Stiftungen. Bon den unter Verwaltung der Stadt stehenden Stiftungen sind 18 208,25 M. Zinsen zu erwarten, von denen bestimnwngSgemäß 972,02 M. für einzelne Stiftungen zu lapüalisieren sind, während der übrige Betrag von 12 229,23 (11 772,73) M. den beir. Stiftungen gemäß verwendet wird.
Zwecke des Kreises und der Provinz. Vorgesehen sind 135 000 M. Ausgaben, während 1905 126 745,76 M. und 1906 129 087 M. erforderlich waren.
Börfenwochcubericht.
Frankfurt a. M., 10. Mai.
Durch die Bör.> ging diese Woche ein etwas festerer Zug. Die Besorgnisse, dnisi in der Industrie ein rascher Rückschlag eintr^tcn könnte, treten mehr unb mehr zurück unn man gewinnt, wieder mehr Vertrauen zum Fortbestand der guten Geschäfte läge. Trotzdem toagt sich die Unternehmung iwch nicht recht berDor, einerseits w-ül die fortgesetzten Arbeiterbewegungen für die ganze Industrie ein Moment der Unsicherheit bilden, bauit aber auch weil verschiedentlich Melduiigen über unbefriebigenben Saatenstand einliefen, die gleichfalls dämpfend wirkten. Auch der Geldmarkt will sich immer noch nicht recht erleichtern, besonders in Deutschland halten sich die Sätze noch hoch, Privatdiskonto auf 41.1 YÄ^zent. Unter diesen Umständen ist noch nicht einmal sicher, vatz die Reichsbank ihre für diese Jahreszeit ungewöhnlich hohe Rente von 5 Vs Prvz. nächste Woche wird ermäßigen Sännen. In London erwartet man für nächsten; Donnerstag eine Ermäßigung des Bankbiskontos auf 3 V» Prvz., vorausgesetzt, daß nicht Amerika größere Anforderungen stellt,! ivvrauf man immer gefaßt sein muß, beim diese Woche sind wieder verschiedene Emiisionen angctünbigl worden, womit man sich wohl nach Europa wenden wird. ES können also jederzeit neue Störungen auf dem Geldmarkt egetreten und diese Unsicherheit hält die Börse auch fortgesetzt im Schach. Diese Woche fand nur auf dem Markt für Montanpapier a etwas angeregteres Geschäft statt, wobei auch Deckungskäufe eine Rolle spielten. Die Kurse sind frier durchweg mehrere Prozent gestiegen, Deutsch-Luxemburg er sogar 14 Proz., was mit der an- geftrebten Bildung eines internationalen Trägerverbandes motiviert wurde, wovon das Unternehmen bei seiner großen Trägerproduktion erheblich profitieren würde. Auch Kaliaktien wurden auf die besseren Aussichten für die Verständigung des Kalii syndikats mit dem Outsidrewerk Sollstedt 5—6 Prvz. höher bezahlt. Andere Jndustrieaktien gleichfalls fester. Kunst», feite erhollen sich um 25 Proz., Steglitz Photographische stiegen 12 Prvz. Banken mäßig gebessert, Bahnen teilweise schwächer, ebenso Schiffahrtsaktien auf den Ausstand der Schauerleute in Newyork. Deutsche Fonds erholt, fremte preishaltend.
Eichener Anzeiger
General-Anzeiger für Gderheffen
gewandert wurde. Singend und frohgemut wurde der Weg bis zur Kapersburg zurückgelegt. Eine kurze Rast wurde sich hier nach dem tüchtigen Marsch gegönnt. Von der KaperS- durg auS ging eS nach der wunderbar gelegenen Lochmühle, woselbst sich die Gesellschaft zu einem gemeinsamen Mittagsmahls versammelte. Punkt 2 Uhr erfolgte der Aufstieg nach der Saalburg. Ueber das berühmte alte Römer-Castell mehr zu sagen, wurde zu weit führen, doch jeder, dem es noch nicht vergönnt war, dort zu weilen, hätte nicht versäumen sollen, eine so günstige Gelegenheit, wie sie der diesjährige Männer-Turnvereins-Ausflug bot, mitzumachen. Gegen 4 Uhr stieg man nach Bad Homburg ab; auch hier sah man sich die Hauptsehenswürdigkeiten an und nm 8.20 Uhr erfolgte per Bahn die Heimreise. Alle Teilnehmer werden noch lange an den wohlgelungenen Ausflug mit Freude zurück- deuken. Gut Heil!
-j-Leihgestern, 10. Mai. Gestern wurde der Grund, stein zu unserer Kirche gelegt. Zu der Feier hatten sich viele Gäste aus der Umgebung eingefunden. Der Orts- Geistliche, Dekan Strack, hielt die Weiherede, nach dieser wurde die Urkunde eingelegt; ihr wurden eine Bibel, einige Bilder und Münzen und eine Zeitung beigelegt. Sodann wurde der Kasten verschlossen und emgemauert. Maurerpolier Schäfer übergab dem Pfarrer den Hammer, dieser führte iin Namen der Kirchengemeinde die drei ersten Hammer- schlage, sodann Bürgermeister Heß für die bürgerliche Gemeinde, ihm folgte Kirchenbaumeister Hof m ann aus Herborn als Baumeister und Baiiführer Tritsch für dre Bauftrma Abermann u. Kling.Gießen.
Au-jvk -ms de» rlimillsaullsrrky^Ä der -lkdt GikijtL.
Aufgebote.
SRf’ L Dr. phil. Georg Koch, Hül'S-Bibliotfrekar dahier, mit Hilda Charlotte Marie Dorett Endres in Weilburg. 4. Carl Hirsch, Kauimann m Cöln, mit Lina Hanau dahier; Heinrich Loos, Schneider, mit Auguste Margarete Scheider, beide dahier. 10. Johannes Braun, Straßenkehrer, mit Luise Weigel, beide dahier; Wilhelm Reuschling, Taglöhner, mit Lina Jockel, beide dahier.
Eheschließungen.
Mai 4. August Hauck, Kau'niann, mit Elisabeth Scherff, beide dahier; Paul Jung, Hülfsbremser, mit Luise Stock, beide dahier; Georg Friedrich Gerhard, Straßenbahnschasiner in Biebrich, mit Elise Grad dahier. 8. Reinhard Petry, Straßenkehrer, mit Anna Schmidt, geb. Fuchs, beide dahier.
Geborene.
April, 29. Dem Metzgermeister und Wirt Ludwig Klein ein Sohn, Ernst Ludwig. Alai, 1. Dem Zigarrenfabrikanten Ernst Pietz eine Tochter, Elly; dem Lagerarbeiter Heinrich Lemberger eine Tollster. 2. Dem Schreiner Zadik RemirooSki ein Sohn, Heinrich; dem Dreher Franz Joseph Gauß eine Tochter; dem Hülssbremser Georg Möller em Sohn, Georg Heinrich Christian. 8. Dem Fuhrmann Johannes Koch eine Tochter, Margarete Katharine; dem Schutzmann Wilhelm Naumann ein Sohn, Wilhelm. 4. Dem Kauimann Jakob Hengst ein Sohn. 5. Dem Fuhrmann Michael Baunach eine Tochter, Wilhelmine Helene. 6. Dem Postboten Konrad Roth em Sohn; dem Agenten Heinrich Pfeiffer eine Tochter, Johanna Minna. 7. Dem Alaurer Heinrich Schmitt ein Sohn, Heinrich Karl. 8. Dem Fabrikarbeiter Wilhelm Schönfeld eine Tochter, Franziska Katharine.
Gestorbene.
Mai, 8. Katharine Zecher, 45 Jahre alt, Ederstraße 4. 4. Margarete Schmidt, 73 Jahre alt, Noonstraße 80. 5. Martin Fuhr, 72 Jahre alt, Schuhmachermeister, Hundsgasse 4; Ludwig
Gingesatt-t.
Auf einem Gange durch den Philosophenwald sehen wir hx die Erde eingegraben mehrere viereckige Wasserbehälter, die von einem Geländer umgeben sind. Wir treten näher und (ragen uns, welchen Zweck diese neue Einrichtung habe. Aha l Die edlen Freunde der Vogelwelt und des Tierschutzes bieten den Vögeln hier Wasser zum Trinken! Bei näherem Zusehen finden wir aber die Einrichtung, wenn sie diesem Zwecke dienen soll, sehr unpraktisch; denn die kleinen Vögel können unmöglich vom Rande des Behälters aus das Waffer erreichen, und im Wasser selbst ist keine Gelegenheit für den Vogel, festen Fuß zu fassen. Bei roeitever Ueberlegung1 sehen wir nun über die Oberfläche des Waffers eine gaiize Menge der gefürchteten Stechschnaken fliegen, die hier auf die Stroh- Hälmchen und Holzteil-ben im Waffer ihre Eier ablegen, also eine ausgezeichnete, künstliche Brutstätte für die Stechschnaken, die im Winter durch Ausbrennen unserer K-llergewölbe sollten oeriiichtet werden. In anderen Städten werten die stehe,»den Waffertümpel in der Nähe der menschlichen Wohiiimgen mit Petroleum über»! gossen, damit die Schnakenbrut vertilgt wird. Und hier? Oder, haben die Wasserbehälter einen anderen Zweck, den man nicht so». gleich erkennt. Ten Vögeln an diesen Stellen Trinkgelegenheit zu> geben, ist nicht nötig; denn nicht weit weg ist die Wteseck mit ihrem stiebenden Wasser, das die Vögel diesem stinkenden Waffer vorziehen. Also weg mit den stinkenden, künstlichen Schnakenbrutstälten, aus dem herrlichen Philosophenwald. G.
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