Ausgabe 
11.4.1907 Zweites Blatt
 
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Aristokratie im Slapitol durch einen zwei Domen des italienischen Hoch- Infolge einer Diskussion zwischen em Pferderennen gerieten die beiden damit endete, dog eine Dame der

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Ein Damenduell! Aus Rom wird gemeldet, dog

Betrugs^ ' und Unterschlagung zu einer Gefängnisstrafe mm ^rthr Iinb sechs Monaten verurteilt. Von der Anllaae einä Diebstahls zum Nachteil ihrer früheren Drenst, h5m'r?aft mti) einer weiteren Unterschlagung erfolgte Frenpruch.

tan toümn ergehn« ber S5ab<mbluna tat -hr der SWhrtiS Seten und will er wieder in nähere Berietzungrn m ijTfcS S nwhl seinen Grund in den Jr-lg-n de- Berhällnisses hat,

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Revolver zu ta? rurteilte ihn ur Rk. Geldstrafe. c * «Ul W» I«® Handlung jalle rtc die FesMurO r aus Grund der W >egenKörpervet. shung auf la

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" Mutter und Tochter. Jn Rew-Pork erregte die Verhaftung der Frau L ottie Wo llau großes Aus­sehen die unter dem Verdacht, ihre kranke Mutter, Frau da' Dinge, mit Quccksilbersublimot vergiftet zu haben, sestaenommen wurde. Frau Wallau wurde vor em Ge­schworenengericht gestellt, und dieses Hot jetzt nach ein­gehendster Untersuchung beschlossen, die Anklage des Gift­mordes fallen zu lassen.

Großmutter, Mutter und Tochter als Braut. Der seltene Fall, daß Großmutter, Mutter und Tochter zu gleicher Zeit ihren Hochzeitstag feiern können, traf bei einer Familie in Pforzheim ein. Der 7Sjahrige Privatmann Gottlieb Pfrommer erneuerte mit seiner Frau, einer 74jährigen Grcinn, dos Ehebündniß, doS sie vor 50 Jahren geschlossen hatten. T.e Tochier feierte ihre silberne Hochzeit und eine junge Enkelin ging am gleichen Tage mit einem dortigen Aausmann

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dem (rmtritt in da .ehen. s)tachdcm die rch Mischlag an die Strailammer zu je Veichlugnohme ihres eS zur Tulung

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d-Nauheim toi echter der Besitzair. vcrheiratä bat, to lutigen Sacha br Rede stellte. Je

erhielt von Frl.

itr Flasche auf k erwiderte, FL. Schlägerei beteil?, rletzimg zu 50 M.

den Berletzla M It, ro'Mnb L irit Lsrr erN Äniimg aM gehai^eU . L-MgKn beton tum ani den ersta Wcht des Gerichts von sich zu hckL den, was Frei«

üch alS tuiDerbenerliche Sünder. Tie übrigen Fälle darren noch der Ertediaung, da der cnbqültiqe Straferlaß naturhef) erir nacbm ebr- jähriger guter Führung eintritt. Ter bedrngN; «rtaf- auffchub ist im letzten Jahre, wie schon erörtert, 313 Mal anaewendct worden. Bon je 100 Personen gehörten 80 den männlichen und 20 dein weiblichen Geschlechte an; 6S davon waren noch nicht 18 Jahre alt, während 31 bereits über 18 Jahre waren. Noch nickt vorbestraft waren von je 100 V7 Personen, drei batten schon vorher mit dem Strafgesetz einen Konflikt gehabt..44 Personen ivar durch die Aussetzung der PoÜstrcckung die Möglichkeit gegeben, einer Haitstrafe zu entgehen und 296 Personen um baS Gefängnis herum zu kommen und -war zum j.eu tue recht beträchtliche Zeit. Einer Begnadigung wurden nn Jahre 1906 36 Verurteilte teilhaftig und zwar waren es biS auf 3 solche, die bei der Verurteilung noch nicht 18 Jahre alt waren. Emer von ihnen kam dadurch um eine Ha'tstrafe, die anderen 3d um Gefängnis st rasen herum. Tie Straf vol l ft r ed u ng trat m 28 Fallen in Kraft. Diese Zahlen beweisen das Legens­reiche der Einrichtung, denn es ist bekannt, baß berjemge, welcher cmmal im Gefängnis gewesen ist, nicht als g e des s e r t heraus- fommt sondern als ein durch den Verkehr mit den .Berufsarbeitern

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Arbeiterbewegung«

* Die Aussperrung t m Schnerderg e w erbe ist auf gehoben. Tie Arbeit wurde hier m Gießen und in allen anderen Orlen wieder anfg eno m men. > ,

M ünchen, 10. April. Tos Einigungsamt des Gewerbe ccridits beschäftigte sich heute mit einer Silage des 2"'""'^^' hanbes des S chn e i d e r g e w e rb e s, m welcher der 1in u n g s Vorsitzende des TarrfbrueheS beschuldigt wurde. Benn Eintritt in die Verhandlung bemerkte der Jimungsvorsitzenbe, das Eimgungsamt wolle konstatieren, daß der Arbeitgeberverband die Aussperrung unter Nichtachtung des Tarnvertrages in Szene gesetzt und dadurch Tarisbruch begangen habe, ^as 0migung6aint lallie ben Schiedsspruch, die Silage des Arbeitgeberverbandes abznweisen und erkannte an, daß der Verband der Sckneidergehulien den Tarif­vertrag nicht verletzt hat. Dieser Schiedsspruch spricht also aus, daß während der Taner eines Tarifvertrages Aussperrungen unb$®:?ie V ^,'l "»f&Um.M, d°s Belchlnl», 6ctnB.nl»

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DerM 0 nch von S e n d 0 m i r." Wie aus Karlsruhe gemeldet wird, fand die Cyer .Ter Viönch von Sendomir^ von HoikaoeUmeister Alfred Lorentz bei ihrer Uraufführung mr dortigen yostheater eine sehr warme Aufnahme. Ter Stoff behandelt m der Bearbeitung von Franz Slatbel Grillparzers E t g a -^ragod e, die bekanntlich auch Gerh Hauptmann »um etofie eines ydiau- jpiels sich wählte. Die Oper ist m «citmotiotorin aufgebaut, en - hält aber auch reich melodisch Qusgearbeitete Latze und musik- dramatische Schönheueii. gffnSflmt»

Varis, 10. April. In der gestrigen Sitzung der Akademie teilten die Professoren V a i 11 a r d und T 0 p t e r mit, daß es Urnen gelungen fei, em Serum zur wirksamen Bekämpfung der Dysenterie herzustellen; von 243 gatten, welche wnt ihrem Serum behandelt worden seien, hatten nur 10 einen tödlichen Aiis- < 1 nng gehabt. .

die Aussperrung sämtlicher Dachdeckergesellen Groß-Berlins wurden heute abend über 1000 Gesellen tn 220 Be­trieben entlassen. ,, ., .

Halle a Saale, 10. April. Zahlreiche Gruberrverwal- tungen in Zeitz, Weißenfels und Naumburg erhöhten die Löhne ihrer Bergarbeiter um täglich 20 Pfennige, nachdem sie den Konsumenten höhere Preise vereinbart hatten.

Marseille, 10. April. Ter gestern proklamierte Streit der Bäcker Hal bisher zu Zwischen»ällcn nicht geführt. 300 Sol­daten und Slrbeiter wurden den Bäckermeistern zur Denugiing gestellt, damit in der Herstellung von Brot keme Unterbrechung eintritt. Die Bäckereien werderr von Polizei und Gendarmerie bCFDOd)t« .e .. rv * r r r m ,,

Lille 10. April. Hrer streiken die Tischler, Arret)- b r u"d e r 1111 b Erdarbeiter. Man befürchtet, daß ber etreit auch auf die Angestellten der Lebensmittelbranchen über greift.

_ D1 e Streikbewegung in Italien breitet sich ralch ans A11 Term ist der Ökncralftreit ausgebrochen, 5000 Seg tla t bei .erstreiken m der $rooinS Gomo. Ein Ausstand ländlicher Arbeiter verbreitet sich über die Provinz Brescia. Ebenso wird in der Provinz Ferrara em Agrarstreik von beiden Seiten nut großer Erbitterung ge'uhrt 400 Grundbesitzer beschlos en dort den Berkanf des Viehes und Aufgabe der diesjährigen Ernte.

Universitäts-Nachrichten-

Dr oec publ. Max Laus Hof er, Professor der National- ökonomie an der Technischen Hochschule zu München, ist am 10. d. Alts, ui Gries bei Bozen g e ft 0 r b e n. H. war em gebar. 'JJlü 11 diener. Er wäre am 20. d. Alts. 67 Jahre alt geivordcn. Viel Verbreitung fanden seine weitere Kreise arenren wert- vollen SchriftenTer Heine etaatäburger undLebe v.funit unb "ebensiragen-. Auch als Lyriker und Verfasser von «chritten über Tirol, 'München und das bayerische Hochland hat er sich wetten Ruf verschafft. -----

Die bedingte Begnadigung im Großherzogtum Hessen.

Ausaehend von dem Gesichtspunkte, daß es unter Umftänben insbesondere gegenüber einem noch nicht uorbcftraUen Verurteilten, dem Zwecke der Strafe besser entspricht, wenn otsi den-vtra,Vollzug rnuer der Bedingung verzichtet wird, daß sich der Verurteil e während einer ihm bewilltgten Probezeit gut fuhrt, haben alle Rutschen Bundesstaaten (nut Ausnahme bet beiden reuß. dien Fürstentümer und Mecklendurg-Strelttz den bedingten ^uaiaid- khub emgefübrt. Im Großherzogtum Hellen besieht diese Emrich- ung feit bem 29. g.mi 1895 und bat ihre fegeneeetchen Folg n gehabt *, beim seit dem Tage der Emsithrung bis outn 81.3ta. l9ü6 ift in 1167 Fällen der Stra'anischub bewilligt worden. Wahrend

den e r st e n I a h r e ii durchschnittlich 2? Verurteilte dieser Ver- aünstigung zuteil wurden, ist imolge der guten Erfahrungen, dw mail bamit gemacht hat, ihre Zahl in den folgenden^ Jahren ständig gewachsen und betrug in den Jahren 190o imb 1906 949 benu9 313. An 152 Verurteilten brauchte infolge guter Fuhnmg die Strafe nicht v 0 11 st r e ck t zu werden, und nur 120 ze^gien _ ^»1W ........ -TZ

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nndern ins G-sicht schlug. Ti- bcleibigte und tötltch angegriffene Dame forderte die andere durch zwei weibliche 2clunbauten zum Duell auf. Die Täterm ernannte ihrerieus zwei weibliche Sekundanten, unb bie vier Damen vereinbarten ein Pistolenbueil. Der Ehegatte der einen Streiterin ver­suchte das Duell zu verhindern; aber die weiblichen Sekun- danlen, welche ihre Pflichten nut großem Eifer erledigen, arrangierten das Duell, welches in Acquacetosa m der 3iahe

Kird)!id>c Nachrichten.

Jsraclitische NeligionSgcmctnde.

LoitkSdient in der Sy-agag, (5-ödansage).

Samstag, den 11. A p r i l 1907;

Vorabend 7.00 Uhr.

Morgens 8.30 Uhr.

Nachmittags 4 Uhr. SchrifterNarung.

Sabbatausgang 8 Uhr. .

Israelitische Rcligiousgesellfchaft.

Sabbatfeier am 13. April 1907:

Freitag abend 6.45 Uhr.

Samstag vormittag 8.00 Uhr.

Nachmittag 4.00 Mr-

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yanvet und Verkehr, Volkswirtschaft.

Märkte.

? ® ebern, 9. April. Ter heutige Schwein cmarkt war gut beiahren und entwickelte sich alsbald em ziemlich (ebgaftec öanbel. Sechs Wochen alte Schweine kosteten im Durchschnitt 34 Mk., 10 Wochen alte 40-45 Mk., Einlegschweine 75-90 Mk. baä Paar. Fette Schweine waren nicht aufgetrieben.

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