WM
u.Herrm (SttaW Ö f TenMM
I Ächklduxu ÄM Zss
_____-
-—TT^t-hW jgfiem von ocr t bis rurStMaA ÄBlS' TZTyare.n jer’insesteW® richtskursen S*X . des ^«"LttSoc* ilUfegkS
» M-HkN WK'N
Mtopianagafieä. -rbeMlün^M ielncrSameiünqeiti E> gut enmfohto «11. Ätai geiuchl. ttwungen unter W ner wiger erbei<?.
e« gegen Vergüt !. ftnan ir„ Kreuzt
W. ^'Mty -^§ak§ Nft, Atz - . ^$555 sssSä
■Ütling
AilZN ufineä
M-Z'
rM türmen «feil ••» werden. W !uenweg38,HmM
LleicheMvriM ifragcn unter dra 'rAmzLMeck.cn xt wüMLniiio» anidil. ö-anw^
ire für einige Lm >. tig.d.SMlard.M- \
•jjcbtetitiilUtihf .ngebote m. Pre^ en Geß-Anz. ercr,
„ emer hoherW l-uvLeauinchm» beiten ein-Lori-M ilbctontt^kL^ |
ASSm
Sä’»"«' ln der BÄ für ^tifimäbditn iS*Ä M T^LLonnennrA W iH undenimLag gesucht. Zungen muer 024%
Ss^-
Kerls
ms Mädlhli^ I lle als HlmSMiä lob.ält.filjepaßrfiüü.
Pariser GasseS.nt
Donnerstag 11* April 1907
K 37. Jahrgang
Zweites Blatt
Nr. S4
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberhchm
Rotatwnsdruck und Verlag der Brühl'icheu UnwersitätS »Buch» und EkemdruckereU R. Lange. Greßea.
Redaklton, Expedition und Druckerei: Tckul- straße 7. Expedition und Verlag; 61»
Redaktion: 113. Lel.-Adr>AnzeigerGreben.
Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntag?.
Die „Eietzener LamMenblättcr" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das '.Krctsfclatt für den Kreis Sieden" zweimal wöchentlich. Der„ffesfifche Landwirt" erscheint monatlich einmal.
in»
Stodvo. Löber bemerkt, er habe gegen bie einmalige^ (£r- hebrmg von 2 und 1 Million gestimmt, weil er sich geiagt habe.
fügung.
Dieser Mann bewies in seiner Person, daß starke tellektuelle Kräfte die unbemittelten Volksklaffen besitzen.
änden bei uns in höherem Maße statt als in dec Schweiz. Der Minister erklärt sich weiter mit dem Vorredner darin
Ignaz Auer t
Der sozialdemokratische ReichStagsabg. Ignaz Auer, der den 17. sächsischen Wahlkreis (Glauchau-Meerane) vertrat, ist am Mittwoch in seiner Wohnung im Berliner Vorort Zehlendorf den Folgen des Schlaganfalls, der, wie gestern gemeldet wurde, ihn am Dienstag abend betroffen hatte, erlegen.
Mit Auer ist eine der interessantesten und charakteristischsten Gestalten der Sozialdemokratie dahingegangen. Er wäre am 19. ds. Mts. 61 Jahre alt geworden. Ec war 1846, und zwar in Dommelstadt bei Passau, geboren, besuchte eine Volksschule, lernte ba§ Sattlerhandwerk und starb als einer der kenntnisreichsten Führer der Sozialdemokratie und zugleich als einer ihrer klügsten Köpfe und besten Redner.
Schon in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts hatte er sich in München der Sozialdemokratie angeschlossen. Zum erstenmal gehörte er dem Reichstage 1877 und 1878 au; bann wieder von 1880 bis 1887 und zuletzt seit 1890. Auer hat in manchen großen Reichstagsdebatten die Anschauungen seiner Partei in wirkungsvollen, an tatsächlichem Material reichen Reden verfochten. Auch aus bem Parteitage hat er als langjähriges, einflußreiches Mitglied deS Partei» Vorstandes m allen kritischen Momenten nachdrücklich den Standpunkt der Einheitlichkeit der Partei vertreten. Seine Beredsamkeit hatte einen Stich ins Biedere und eine starke Gabe kräftigen bajuvarischen Humors stand ihm zur Ver-
sozialdemokratische Agitation habe sich so feindlich benommen, daß es seine Pflicht scr, die Truppen von den Lokalen, wo
parlamcntarifctycs*
Berlin, 10. April. Tie Budgetkom Mission des Reichstages setzte die Beratung des Heer-Etats fort und bewilligte baS Kapitel ber .Gelbverpflegung ber Truppen'. Im Lause ber Beratung erklärte u. a. Staatssekretär Fchr. o. Stengel, baß er bie Resolutionen im Reichstag betreffend die Bewilligung von Teuerungszulagen für Reichs- bea mtc auch bezüglich ber Beamten der Heeresverwaltung als bindend angesehen habe. Bezüglich ber Unteroffiziere hätten sich bie Regierungen noch nicht mit der Frage beschäftigt, er erkenne aber bie Notlage ber verheirate» ten Unteroffiziere an. Der Kriegsininistec erklärte, bie Frage der Erhöhung ber Löhne der Unteroffiziere und Mannschaften unterliege der Prüfung durch die Ber-
auf unseren Universitäten. Es spielten hier aber auch internationale Rücksichten mit. Zurückweisungen von Ausländern
politische Tagesschau.
Landwirtschaft und Industrie. .
Der sächsische konservative Landtagsabg. Bankbirekto r Ulrich veröffentlicht unter der Ueberschrift »Ohne Scheuklappen^ einen Artikel im .Tage", in dem er sich mit den letzten Reichstagswahlen beschäftigt und zu folgendem Er- aeöniffe kommt:
QJlit der Ausbreitung der Industrie geht das Wachstum der Sozialdemokratie Hand in Hand, und je mehr die Landwirtschaft zurückgeht und je mehr Arbeuskräfle sie an die Industrie abgibl, um so mehr steigt auch die Wählerzahl der Sozialdemokratie bei entsprechender Abnahme der national gefilmten Wählerschaft. Es gewinnt den Anschein, als ob sich die ländliche Bevölkerung ihre gesunden nationalen Empfindungen in der Regel nur so lange bewahre, als sie in der Landwirlschast tätig bleibt. Sobald der Landarbeiter zum Jnduslriearbeuer wird, geschieht es meist auf Kosten ferner an sich nationalen Gesinnung, und er verfällt in den Fabriken ber industriellen Wahlkreise der internahonalen Sozialdemokratie.
Solange man zu keiner neuen Wahlkreiseinteilung schreitet und der in ber Landwirtschall tätigen Bevölkerung den wesentlich größeren Einfluß erhält, den die obwaltende Entwicklung der Ver- hältnisje zwischen Stadt und Land gleich einem selbsttätigen Regulator glücklicherweise zur Folge hat, wird man vielleicht auch vom nationalen Standpunkte aus mit dem bestehenden Reichs- tagswahlrechl auskominen. Da,in soll man aber auch offen bekennen, daß wir in Wirklichkeit ein gleiches Wahlrecht nicht be= scheu, und daß die beit Baterlandsireund noch einigermaßen bc- sriedigende Zusammensetzung des Reichstags an wesemlichen dadurch herbeigeiührt worden ist, daß das Wahlrecht ber ländlichen Wähler in demselben Maße an Einfluß gewonnen hat, wie das Wahlrecht ber industriellen Wähler au Bedeutung und Gewicht nach und nach herabgedrückt worden ist und bei Andauer ber bestehenden Verhältnisse noch mehr vermindert werden wird.
Es wird zugegeben werden müssen, daß die Schlüsse, welche sich vom monarchischen und vaterländischen Standpunkte aus vor- stehendkn Zahlen und Ausführungen ergeben, sehr günstig für die Landwirtschaft und sehr ungünstig für die Industrie find. Bei rinern mit allen Konsequenzen durchgesührten allgemeinen, direkten und wirklich gleichen Wahlrecht würde die Industrie als Sturmbock gegen die bestehende Staats- und Gesellschaftsordnung, die Landwirtschaft aber als einziges Bollwerk dagegen erscheinen. _ t .
Gleichwohl ist Ulrich ber Meinung, baß bie Jnbustrtc zum Wohlstände des Volkes wesentlich beigetragen habe und beSwegen gefördert werden müsse. Er schließt ferne Darlegungen mit folgenden Sätzen:
Je bedauerlicher und unabänderlicher aber diese Erscheinungen sind, die offenbar auch durch unsere Sozialpolitik nicht genügend gebannt werden können, um so weniger darf man sich der Einlicht verschließen, daß eme hochentwickelte und weitverbreitete Industrie ihre notwendige und natürltcheErgänzung finden muß, in einer auf gesunder Grundlage beruhenden Landwirtschaft. Wer unter dem Eindrücke unierer industriellen (Si> iolgc bie Bedeutung der Landwirtschaft für tue nationale Wohlfahrt des deutschen Voltes verkennt und ihr den erforderlichen staatlichen Schutz und die nötige Forderung ihrer Lebensbedingungen versagt, der versimdigt sich an dem Gesamtwohl unseres Voltes und laßt den Gesundbrunnen versiegen, aus dem ihm die nötige Kraft und Frische zuflleßt, um eine so viel Lebensenergie verbrauchende Industrie auf die Dauer ertragen zu können."
der 'Jluftrieb wieder mehr als 30 000 Stück, darunter über 12 000 Schafe und fast 12 000 Schweine. Die Schweine kosteten 47 bis 63 M. für 100 Pfund mit 20 Prozent Tara-Abzug.
ihnen sogar beim Examen angerechnet.
Abg. Dr. Wagner (frf.) bittet um Errichtung von Lehrstühlen für Kolonialrecht.
Abg. Dr. Rügenberg (Z.) verlangt eine ProfessurI für soziale Medizin.
Geheimrat Elster hebt hervor, bic medizinischen Fakul- täten hielten eine besondere Professur für soziale Medizin für nicht nötig. Trotzdem hätten in Bonn und Berlin Pro- fefforen Lehrauftrag nach dieser Richtung bekommen.
Abg. Schiffer (ntl.) verlangt für das Vers ich erung s- wesen einen besonderen Lehrstuhl.
Geheimrat Elster sagt wohlwollende Prüfung des Wunsches zu.
Abg. Zi esche(Z.) bittet um Besserstellung der Kanzlisten und Kanzlcisekreläre bei den Universitäten.
Die laufenden Ausgaben werden bewilligt. Bei den einmaligen und außerordentlichen Ausgaben liegt eine Petition um baldige Errichtung eines Neubaues für das zahnärztliche Institut in Berlin vor. Em Reglerungs» kommissar hofft, daß ein solcher in den nächsten Jahren werde ausgeführt werden können. Es mürben sodann die Ausgaben für die Universitäten Breslau und Halle bewilligt. _______
Neber die Preise der wichtigsten Lebensbedürfnisse liegt preuß. Blattern zufolge eine neue amtliche Nachweisung vor. Die Preise für die Rohmaterialien der Industrie und die Getreidepreise sind weiter gestiegen, die Fleischpreise dagegen gefallen. Im Durchschnitt, also
unter Berücksichtigung der Schwankungen an den einzelnen Marktorten gerechnet, waren die Erhöhungen am beträchtlichsten bei Roggen und Hafer, die Ermäßigungen bei Rindern, Schweinen und Kälbern. Der allg. Durchschnittspreis sämtlicher Waren ist in den letzten 10 Jahren um fast ein Drittel gestiegen. Auch nach dem Bericht für den Berliner städtische^ Viehhof sind die Viehpreise im ersten Vierteljahr 1907 durchweg gesunken. Schweine waren mit 10 6,33 M. für 100 Klg. Schlachtgewicht so billig wie seit einem Jahre nicht. Damals war der Preis 121. Ter Auftrieb von Schlachtvieh auf den Berliner Zentralviehhof hat in den letzten Wochen ganz gewaltig zugenommen. Während früher selten mehr als 12 000 bis 15 000 Stück Vieh an einem Tage zum Auftrieb kamen, sind jetzt mehrfach doppelt soviel zum Verkauf gestellt worden. Am letzten Sonnabend betrug
hätte für viele zu Jnfvrmatwns- zwecken "gebient. Mit Herrn Wohlmuth sei er und wohl alle von der Notwendigkeit der Kanalisation überzeugt. Vielen Hausbesitzern, auch solchen, die vielleicht aus geschäftlichen Gründen ein Haus besitzen müßten, ginge es nicht so gut, wie viele glaubten, denn die Mieten seien hier durchaus nicht hoch, und reden- falls niedriger, als in den anderen hessischen Städten. Es gebe auch zahlreiche Mieter, die mit der jetzigen Lösung recht zufrieden feien, denn im andern Falle wurden sie jedenfalls mehr gesteigert, als die Kanalgebühr ausmache. An die Richtigkeit der furisllschen Ausführungen, daß die Abgabe dem Mieter nicht direkt auferlegt werden könne, habe Herr Wohlmuth nicht recht geglaubt, auch er glaube nicht daran, zumal in anderen Städten bereits bie Gebühren direkt von den Mietern erhoben würden. Daß die Mieten hier nicht hoher seien sei den Bauunternehmern zu verdanken. Ein gewisser Widerspruch liege in der Behauptung des Herrn Wohlmuth, die Gebühren hatten die Hausbesitzer zu tragen, mit der anderen, der Ausschlag aus die Kom- munalfteuem sei wegen der Höhe der letzteren Nicht möglich. Der Kanal sei als ein Geschäft zu betrachten, nach biclem Gruud- satz solle man auch die Gebühr bemessen. Die Erregung über den in der letzten Sitzung gefaßten Beschluß rühre hauptsächlich daher, daß der Betrag der Gebühr auf 5-4 Proz. angegeben worden ]et. Das sei bloß schätzungsweise geschehen, es sei in jener Sitzung nur ein prinzipieller Beschluß gefaßt worden, nach welcher Art die Gebühren zu bemessen seien. In der Kommisswn sei nunmehr ein Vorschlag angenommen worden, der morgen tzur Verhandlung flehe. Er wolle nicht im einzelnen den Beschluß hier tlarlegen, tonöem nur mitteilen, daß damit ein Weg gefunden fei, der die Erregung bedeutend mildern werde und der namentlich auch die [Leinen Leute, die Geschäftsleute usw. entsprechend berücksichtige.
Zweite uügim. gUietiiveifuinmlum. Gießen, 11. April.
Die 2. allgemeine Mieterversammlung, die gestern abend im Neuen Saalbau [Lltfanb, war ebenfalls reckt gut besucht. Der Vorsitzende, Herr Bräutigam, begrüßte die Anwesenden, insbesondere auch die erschienenen Stadtverordneten (von denen die Herren Haubach, Kirch, Krumm, 235er und Örbig anwesend waren) und sprach die Hoffnuna au§, bafjjidj in letzter Stunde noch ein Weg finben werde, ber beide Teile befriedigen könne. Herr Wohlmuth teilte iobann mit, daß St.dto. Dr. Schäfer ihn zu ber Erklärung autorisiert, habe, er hätte in der Icßten Sitzung der Stadtverordneten-Versammlung gegen jede direkte Belastung der Mieter gestimmt, wenn er nicht dicn.-.lich an d.r Teilnahme bar an verhindert gewesen sei. Ferner tci.te er mit, daß sich die Stadtvv. Petri, Leib, Loos uni) Eichenauer entschuldigt hätten. In einer Zuschrift teilte Herr W. Hornberger, der in der ersten Micterversamnilung nicht anwesend war, mit, daß er wegen Zeitmangels verhindert sei, an den Vorbereitungen zur Begründung des Mieterocrcins leilzu- nehmen und er deshalb nicht in d.s vorbereitende Komitee ein- treten tönnc. Im übrigen halte er den Mieteroerein für genau so berechtigt, wie den Hausbcsitzervcrein. Ferner teilte Herr Wohlmuth mit, daß er das Material, das er in der ersten Ver- malh.no. Auf «nf--»-n bezüglich des V-.bol- »ew.fi-- Sot.k I ÜÄÄ
für Militär erklärt der Kciegsmimller, die polnische wie bic unb 8)DQr nQ£fj ber vorwöchigen Sitzung, erhallen habe.
Sodann ging er zu seinem Referat über die Kaualge- bührenfrage über, das naturgemäß sich im wesentlichen mit dem am Montag erftatlcten deckte. U. a. führte er darin aus, daß in ber St. dtverordneten-Versaminluna zwar viel von der Lage und der Not der Hausbesitzer die Rede gewesen fei, aber nicht von der der Mieter. Das sei nicht richtig gewesen, denn bic Stubtucrorbneten hätten die Interessen ber Allgemeinheit zu vertreten, das sei aber in biefer Frage nicht geschehen. Auch er wolle wünschen, daß es zu einer Verstänbigung kommen werde und nach dem, was aus den inzwischen abgeoaitenen Kvmmissionssitzungen durchgesickert sei, sei das wohl möglich. Von Juristen sei ihm! inzwischen gesagt worden, die Erhebung der Kanalabgaben von den Mietern sei möglicherweise juristisch anfechtbar, beim es handle sich dabei um eine Gebühr für eine Leistung, die nicht dem Mieter, sondern dem Hausbesitzer zukomme. Wenn, gesagt werde, die Mieten feien j)\cr zu niedrig und nach ben hiesigen Verhältnissen feien Mieisteigerungen meist nicht durch- sührvar, so könne er nach seinen Erfahrungen und Umfragen nur sagen, daß im letzten Jahre vielfach Steigerungen erjolgt seien, i in einem Maße, die die für den inneren Hausanschluß erforderlichen Aufwendungen mehr als ausreichend verzinsten. Bis jetzt habe sich in Gießen der Wohnungspreis zumeist nach Angebot und Nachfrage gerichtet, das könne aber jetzt, wo man einen Hausbesitzerverein Habe, leicht anders werden, ähnlich wie in Wiesbaden, wo man trotz vieler leer stehender Wohnungen stets dieselben hohen Mieten habe. Sehr teuer seien hier vor allem die kleinen Wohnungen. Die Ableitung des Regenwajsers, die vielfach recht kostspielig sei, sei unbedingt Sache des Hausbesitzers. Die Kanalsteuer sei ungerecht, gerade so ungerecht,' wie die Verbrauchsabgaben auf Lebensmittel. Die Steuer sei auch volkswirtschaftlich falsch, weil sie den einzelnen Steuerzahler nicht nach seiner Leistungsfähigkeit belaste, weil sie den Geschäftsmann, den Kaufmann und Gewerbetreibenden stärker belaste, als den reichen Mann, ber bloß eine Wohnung brauche. Wie bic Steuer gestaltet werbe, gehe bie heutige Versammlung nichts an. Em I Ausschlag nach Maßgabe ber birekten Steuern habe in vieler Beziehung etwas Bestechendes, aber sie sei bedenklich für die fernere Entwicklung der Stadt. Die Abgaben hätten die Hausbesitzer zu tragen, denn seither hätten die Kosten der Fäkalien-, absuhr und Entwässerung ihnen obgelegen und wenn man nur einen Teil davon den Mietern auf erlege, mache man damit den Hausbesitzern ein Geschenk. Die Anlage, die der HanÄbesitzer im Haus gemacht habe^ei eine Wertsteigerung für das Haus, die
--- - - auch in der erziellen Mehrmiete zum Ausdruck komme. Auf die
einverstanden, daß bie Provinzialunwerfitaten unter keinen Interessen der Bauspekulanten, der Häusersabrikanteu, solle man Iml'iänöcn zurücklreten sollen. eine derartige Abgabe nicht aufbauen. Die Stadwervrdneten sollten
Aba. Dr. Beiimer (n(.) erklärt, seine Freunde hätten einen Weg finden,. der die Mieter von den ihnen angesonnenen den Wunsch, M das Utrecht gegen d.e Ausländer aus «£
unseren Universitäten nicht ausgeübt werde aus Köllen der Hausbesitzern zu tragen. Er fei ein großer Freund der Selbst- deutschen Studenten. Redner tritt dann für Ausbildung der Verwaltung, aber wenn eine Vorlage angenommen werde, bic Studenten in der Kunst der freien Rede ein, sowie für harte Ungerechtigkeiten enthalte, nxrbe man eine neue Versamm- SLUOe < IT p h 11 n A 0 n nnf hon llninpr. lung emberufen, um über emen Protest an das Ministerium oU
Pflege der körperlichen Uebungeu auf den Umver &eIüten, ^nb er habe zum hessischen,Ministerium das Vertrauen, sitäten. daß es einem ungerechten Beschluß seine Zustimmung versagen
Geheimrat Elster erwidert, für die Immatrikulation werde. Man werde weller arbeiten und auch Stellung zu den der Ausländer seien besondere Vorschriften erlaffen, einige Stabtoerorbnetemvahlen nehmen, nicht so, daß man die alten Er-°.cht-!ung-n m der V°rb.ldung feien zt.g.la,s-n 3üj b.e “äÄ
Ausbildung in der freien Rede und im Sport geschehe schon aussprechen, daß der heutige Abend Früchte zeitigen möge, bic viel. der Stadt Gießen zum Segen gereichen würden. (Lebhafter
Abo Dr Müller-Berlin (frs. Vp.'i wünscht, daß dem Beifall.) , „ , , . .
..b' ' . ninf fsffhullehret nicht so viel 3n ber Diskussion sprach zunächst Stadtv. Haubach fernen
Umver,itatsstudium der Vollsschulleyrer nicht Jo D,el Sanf ba|är aus, baß Herr Wohlmuth gejagt hat, er habe zu Schwierigkeiten in den Weg gelegt werden sollten. Zn ber ben Stadtverordneten bas Vertrauen, sie hätten bei ihrer Ent- Bebanbluna der Ausländer solle man vorsichtig, aber nicht scheidung sich nicht von ihren Interessen als Hausbesitzer leitm pnÄpr,in tpin lassen wollen. Die Vorbesprechung im Kaisersaal sei kern Unrecht
engherzig sein. nur die Volksickmllehrer gewesen, sie sei nicht anders aufzufasien als die r5raktwnsbe-
Geheimrat Elfter erklärt, meyl nur die ck5oirs,cyuueyrer, ^chungen im Reichstag und halle für viele zu Jnforrnatwns- fonbern auch alle Staats- und Gememdebeamten feien oon1* - - — • — — " " - —k
bet Immatrikulation ausgeschloffen. Die Lehrer können als Gaste den Vorlesungen beiwohnen, diese Semester werden
solche Agitationen getrieben wurden, sernzuhalien. Tie Kom- miision bewilligte dann noch bas Kapitel ber Raiuial- Verpflegung und das Kapitel Betteibung und Ausrüstung der Truppen.
_ Dem Abgeordnetenhause ging der Entwurf eines Richter -B es old iingSgeseizes zu, nach wetchem bie Richlergehälter, soweit sie nicht Emzelgehätter sind, nach Dienstatlerssiusen geregelt werben sollen. Das Gesetz soll am 1. April 1908 in Kraft treten.
Die Universitäten vor dem preuß. Adgeorduetenhaufe.
Berlin, 10. April.
Auf der Tag^Sorbnung steht die Fortsetzung der Beratung des Kutiusetats beim Kapitel „Universitäten'.
Äbg. Trirn born (Ztr.) möchte die schon in der Bud-! getkommiffion angeregte Vermehrung von Professuren nod)1 erweitert wissen. Em besonderer Lehrstuhl für soziales Recht sei wünschenswert, namentlich dec Arbeiteroer- sicherung wegen.
Geheimrat Elster sagt Erwägung zu.
Abg. von Arnim (kons.) bemerkt, die Zahl der Ausländer an den deutschen Universitäten wachse fortwährend. Dieser Umstand gebe zu Bedenken Anlaß. Die hohen Rtehr- sorderungen namentlich für bie Berliner Universität müßten sorgfältig geprüft werden. Die Stärkung der Berliner Universität un Gegensatz zu anderen Universitäten müsse ver- mieden werden.
Kultusminister v. von Studt ist mit dem Vorredner einverstanden in der Beurteilung der Frage der Ausländer


