Erstes Blatt
General-Anzeiger für Oberhessen
kommende schollenp siegende Bevölkerung geschädigt würden.
chaft und Mühlen^
ohne Schädigung für die La
Heute wurde der einzige Sohu.
fortgesetzten Be- die Negierung, noch m i t t e l jt
jährlich Mk. 2.20: durch Abhole- u. Zwergstellnr monatlich 66 Ps.; durch die Post M.2.— ckttlel- fährt. auäscht. Bestellg.
157. Jahrgang
den Telegraphenapparat unbrauchbar.
Petersburg, 9. Okt. Wegen der raubung von Eisenbahnzügen verfügte Geldtransporte nunmehr nur Panzer Waggons zu befördern.
auf sein 2 5j (ihriges ! zurück.
x Kirtorf, 9. Okt.
als Scnnuacdicner
ErkrattkuttH des Kaisers von £e$m*drf?»
Das „BerL. Tagebl." meldet aus Wien: Der Zustand des Kaisers wird hier als ernst äuge sc Heu. Im Laufe des Nachmittags ver- chliwmerte sich dec Zustand. Der Erntritt uon Lungenentzündung wird befürchtet. Ud wurde» sofort die Leibärzte des Kaisers gerufen.
das Schiff die Linden und fuhr zum Schloß, um nachher in das Depot zurückzukehren. Eine große Menschenmenge folgte den Bewegungen des Luftschiffes.
Köln, 9. Okt. In dem Verfahren wegen Lan-
Hirschel wies dabei auf die durch das Wasserwerk Sauter* Bad-Nauheim nahezu an den Rand des Ruins gebrachten Müller des Wettertals hin, denen bis heute noch keine Entschädigung zuteil geworden sei. Dr. Klee berg er vom Landwirtschaftlichen Institut der Universität Gießen zeigte an praktischen Beispielen in seiner Heimatgemeinde Södel, daß der Entzug bedeutender Wasscrmengen für die Landwirtschaft, speziell Miesenwirtschaft, schädlich fei. Die Gutspächter Alles- Nicder-Florsladt und Busch- Nie- der-Ursel pflichteten den Ausführungen der Vorredner entschieden bei, während Pachter Jacobi-Utphe betonte, daß die bei Inheiden zutage tretenden Wassermengen'
»otatlonsdruck und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und SteinörndereL 8. Lange. Redaktion, Expeditton und Druckerei: LHnistrsf;« t. £nXntÄ'%'.ü ae£
Warschau, 9. Ökt. Das Kriegsgericht verurteilte sechs kampforganisierte Sozialisten z u m T o d e, die im Oktober das Jahres 1906 in Wloclawsk zwei Postwagen berauben wollten und dabei einige Soldaten verletzten, sowie zwei töteten. Sie erbeuteten damals nur etwa 50 Mark. In einer zweiten Gerichtssitzung wurden auch Todesurteile gegen sechs Sozialisten gefällt, die Provinz- und Gemcindskassen beraubten.
....... ii ..................................................................wirm mr Der Obcrleibarzt bezog das Gemach neben den Schlaf- appartc nents des Kaisers.
Prag, 10. Okt. In den Kreisen des Prager Hochadels, der die Meldung von der Wendung im Befinden des greisen Kaisers in den Abendstunden empfing, ruft besonders die Tatsache Beunruhigung hervor, daß der Kaiser unter heftigen Fiebererscheinungen gu leiden hat. Es wird als ernstes Zeichen angesehen, daß dieses Fieber trotz aller Bemühungen der Aerzte keine Tendenz zum Sinken zeigt.
Hesse auf einer Stunt)reife nach Koblenz, Berlin und anderen Städten, um die in diese Angelegenheit verwickelten Persdnen oder Zeugen zu vernehmen. Erst nach Abschluß dieser Reise wird Schiwara einem längeren Verhör unterzogen werden. Er befindet sich noch im Kölner Untersnchnngsg^sängnis.
ßr.
-rrMe< n 1 1 a glich autfet Sonntag».
rem siebener Anzeiger oerdrn im Wechsel mit ..... ^cststcben tandwin
c.jebener Kamillen unter viermal m der v'oehe vergelegt und , cnnahvöct)cnrhcbbad ^reisblarl für den Kreis ijc!ien. xiernspreck-An- t>!ußt.d.Redakt,onI12 :erlag u. Expedition 51 treffe für Depeschen» unzetger Bietzen.
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auSwärt» 20 Pfennig, Verantwortlich
tÜT den politischen TetH E. AndersoU.; s. Feuille-s ton und ,Decnuschtes^ P. WiNko; für ,6tabt u. Land" und ^V.rrichts»
des L. Engel hier beerdigt. Ec brach, wie mitgetcilt lourbe, beim Latten eines Daches an einem Neubau zu Ober-Gleen durch, fiel auf einen Träger der nicht abgedeckien Trägerlage und von da zur Erde. Schwere innere Verletzungen führten sogleich den Tod herbei. Wäre die Trägerlage abgedeckt ge- wesen, so hätte der Sturz wohl kaum diese schwersten Folger^ gehabt. Wann iverben die Bauhandwerker endlich einmal die begehenden Vorschriften befolgen?
sd. Darmstadt, 10. Ott. Entsprungen aus dcrw Arrestloläl in Zwingenberg ist der 19 Jahre alte Bäcker A. Spreng von Unterschönmattenwag» der wegen zahlreicher im Odenwald verübter Betrügereien verfolgt wird. Man glaubt, daß er sich wieder im Odenwald herumtreibt.
** Kleine Mitteilungen aus Hessen und deM N a ch b a r st a a t e n. Der Bauunternehmer Koch aus Z w e st e nf ist infolge eines Sturzcs'voin Rade in der Marburger Klinik gestorben. — In Bosenheim ließ sich die 23 Jahre alte Maria W a l l h ä u s e r unweit des Bahnhofes von der straceg: Bahn in selbstmörderischer Absicht üb erfahren. Dem Mädchen, das geistig sehr beschränkt war, wurde der Kopf bunt Rumpfe getrennt und eine Hand abgefahren. Vor einigen Wochen schon hatte die Lebensmüde einen Selbstmordversuch unter- iwininen. — Auf dem Felde bei Klein-Welzheim wurde; nach der „Kl. Pr." ein SJcoiut verhaftet, der unter dem dringenden Verdacht steht, der Urheber des Eisenbahnunglücks von Strausberg zu sein. Er wurde bei einem Einbruchs in Klein-Welzheim erwischt und flüchtete, wurde aber eingeholt.- Die Äschafscnburger Staatsanwaltschaft hat, bereits umfassende Zeugen-Vernehmungen vorgenommen. — Des Hotel „D rej Schwerter" in Friedher g wurde mit Inventar für 98 OOj Mark an den KüdMchef Godel aus Frankfurt a. M. verkauft. — Die Stadtverordneten von Wetzlar beschlossen, den Beitritt zunr- Mitteldeutschcn ArbeitSnachweisverba:rd. Damit ist für Äetzlaö die Errichtung eines Arbeitsnachweises gesichert. — In der Nacht zum Montag stürzte auf der Lahn bahn gegenüber^ Hohenrhein der Metzgerbursche Fischer aus Lipporn im Kreise St. Goarshausen aus bem fahrenden Zuge und erlitt so schwere Verletzungen, daß -er jetzt im Krankenhanse zu Oberlahnstein starb. — Die hessen-nassauisck^e Stadt Ha ig er kann in Kürze ihr 10 0 0 jähriges Bestehen feiern. Sie erhielt imtcr Kaiser Konrad I. .Stadtrechte.
Aus Ltadt und LauO.
Gießen, 10. Ott. 1907.
** Zur Jubelfeier bcS Gy m uasiu m s. Die Anmeldungen zu den Festlichkeiten sind so zahlreich einge- gangen, daß viele noch spät vorgcdrachte Wünsche nicht mehr berücksichtigt werden konnten. Um Üpißverständnissen vorzubeugen, wird darauf hingewiesen, daß besondere Eintrittskarten nur für die Angehörigen der Schüler aiiSgcgc6cii werben. Für die übrigen Eitigeladenen gilt das übersandte Programm als AuSweis. Vielfach haben frühere Schüler und aridere Gäste and) noch Angehörige angemeldet. Diese sind bet ben Festlichkeiten am Samstag tvillkonnnen. Für die Aufführung der Antigone kann ihnen leider fein Platz zugesichert werden. Der Haupteingairg ist der durch das Unwersitätsgcbüude. Der Eingang von der Gvethestraße ist für die Galerieplätze bestimmt.
* • Bei dem Hülsäau 8 jchuß für die Abgebrannten in Herbstein ging ferner ein: (Sammlung in dec Gemeinde Burkhardsfelden durch Bürgermeister Hoffmann Mk. 6.60.
Donnerstag 1V. Oktober 1907 vezugSpret-r monatlich 7b Vs^Vierret-
Telegraphisch meldet man uns über die gegenwärtige 2age in Marokko noch folgendes:
Madrid, 9. Ort. Ministerpräsident Maura erklärte, >cr angebliche Konflikt zwischen dem Gouverneur Santa Ollata und dem General Drude beschränke sich auf rnver in eidliche Reibungen, die infolge des guten Linvernehmens beider Regierungen leicht beseitigt worden eien.
Tanger, 9. Okt. (Meldung der Agence .Havas.) Der '-wüschen fall wegen des von den Spaniern besetzten Seils von Casablanca ist übertrieben worden, er hat feinen ünlaß zu erheblichen Auseinandersetzungen gegeben. Es .-andelt sich um eine Prinzipienfrage, die Gegenstand -ines nach Madrid uttb nach Paris abgegangenen Sonder- -erichtes geworden ist. Ter Major Santa Ollala hatte zegen die Fort,ck)affung von Steinen aus dem in Trüm- nem liegenoen dcogerviertel Einspruch erhoben, weil dieses Viertel ihm unterstand. Er hat aber lediglich Einspruch -choben und seiner Regierung berichtet.
Paris, 9. Ol't.^ Aus Mazagan wird gemeldet: Mulay Hasid ließ sechs Notable von Äsemmur vergasten, unter Denen sich angeblich ein deutscher Schutzbefohlener befindet.
— General Drude telegraphiert aus Casablanca: Die bei Settat lagernde M a h a l l a M u l a y .H a f i d s hat । ich zurzeit aus 800 Mann vermindert. Ein Kaid der Dukala ist mit ihr in Verbindung getreten.
Z>ic Lage in Marokko.
Wochen und Wochen sind vergangen, seitdem die Exzesse t Eajablanca zu der französischen Intervention geführt abeu, ohne daß seit Einleitung der Operationen die F-ran- jjen einen Schritt vorwärts gekommen wären. Das Bom- (irbemenr von Casablanca h<rt in keiner Weise etwas genützt, ■Ä vk gen teil ist dem europäischen 5)andel dadurch der aller- hucrite Schaden gugefügt worden, und es wird jahrelanger rbeit bedürfen, ehe sich der dortige rege Handel von dem yweren Schlage erholt. Auch die Kämpfe in der Umgegend aücn zu nichts geführt, beide Teile stehen sich jetzt abwartend ; -cnüber, an irgend eine Entscheidung ist vorläufig nicht u.'denken; man will diese anscheinend in Paris auch gar ictzi, weil man befürchtet, daß die sronzösischen Truppen ncyr einen Mißerfolg haben könnten, der der französischen .uiorität ungemein Abbruch tun würde. Aber selbst ein .folg würde nicht von großer Bedeutung fein, da er nicht ungenützt werden konnte und es den Franzosen unmöglich t, gar zu weit in das Innere des Lv'rdcs vorzudringen, ’ian ist tatsächlich in eine Sackgasse geraten und Herr Cle- tenceau befindet sich in großer Verlegenheit, wie er wieder erauskommen soll.
Jetzt scheint man all sein Heil durch Unterstützung c v recht mäßigen Sul t ans Abdul Asis versuchen ii wollen, nachdem man sich bis vor kurzer Zeit abwartend erhielt, ob der Gegensultan Mulay Häsid seinen Bruder erbringen ober dieser seinen Platz behaupten würde. Man at aber wohl gemerkt, daß der Anhang des Gegensultanö achlüßt und sucht nun die Position des Sultans Abdul lsis zu starken, in der Erwartung, daß dieser sich dafür . tenurlich zeigen werde. Soll docy die Reise des Sultans ach Rabat aus Veranlassung Frankreichs ersolgt fein, das iid) die Kosten in Höhe von 1 Million trägt; Frankreich nll einen nachdrücklichen Einfluß aus ihrt ausüben und »irb ihn wohl sticht jo schnell wieder weglassen wollen. .ucnjaiU sucht man nach außen hin zu dokumentieren, daß .antreich ganz und gar auf seiner Seite steht und dieser .ellungnahme soll die Verleihung des Großkreuzes der hrentegivn Ausdruck geben.
Natürlich fehlt es nicht an allerlei Gerüchten über ge- ime Absichten, die Frankreich durch Entsendung ;ttgnaults nach Rabat verfolgt. Spricht man doch ogar davon, daß Frankreich dem Sultan nahe legen 'oile, ein französisches Protektorat anzunehmen. iese Meldung Dürfte aber kaum den Tatsachen entsprechen, nn Frankreich würde sich hüten, einen derartigen Schritt -n.e Die Zustimmung der übrigen Mächte zu unternehmen ,) von die,er Seite, speziell von Deutschland, wäre der <. iirfste Widerstand zu erwarten. Die französische Regie- ung hat sich während des ganzen Verlaufs der Maroito- ; (dre seit Deren Wieberaufrollung durchaus loyal verhalten lud eine derartige Torheit dürfte ihr kaum zuzucrauen ein.
Es ist aber nicht ohne Interesse, daß diese, Frankreich oenig freundlichen Ausstreuungen von „befreuicdeter" Seite iusgehen, nämlich von England, wo man mit schlecht 'erhehltem Ingrimm dem Laufe der Dinge zusieht, resp. ujehen muß, well man so gut wie ausgeschaltet ist. Heber* des ist man auch nicht sehr erbaut, daß b^r jüngste Bundesgenosse Englands, nämlich Spanien, durch die Franzosen >öllig in den Hintergrund gedrückt wird. Das Verhältnis .wischen Spanien und Frankreich hat sich in den letzten Sagen infolge der Marokwaffäre bedenklich verschlechtert, ja nein soll in Madrid sogar ernstlich die Abberufung der spani- chen Truppen in Erwägung ziehen. Diesem Konflikt können utr in Deutschland gelassen zusehen, er zeigt uns, auf wie chwachen Füßen die jo viel gerühmte Enllnte der Westmächte teht.
besitzer abgeführt werden könnten. Oekonomierat Weiz e l- Lich betonte, welche bedeutende Vorteile, besonders das so großartig gedachte Elektrizitätswerk bei Lißöerg für die Landwirtschaft bieten werde. Der Vorsitzende Oeronomie-^ rat Hepp von Unterbessenbach gab der Hoffnung Ausdruck- daß das große Werk zustande kommen möge.
□ £ i d), 9. Olt. Zimmermann Jakobi au» Birklar, der in dec Holzschnciderci Schmidt tätig ist, geriet mit der rechten Hand in die Kreissäge und diese riß ihm zwei Finger ab.
0 Friedberg, 9. Okt. Semiuarbiener Hofmaun, eine m hessischen Lehreclrciseu bekannte Persönlichkeit, blickt
yvuu .vuiyv“ begrüßten das großzügige Projekt, aber unter der Bebing- besverrats gegen Schiwara B-cf in bet sich der mit ung, daß weder die Triebwerksbefitzer noch die in Betracht der Voruntersuchung betraute Oberlandcsgerichtsrat Dr. kommende schollenpslcgcnde Bevölkerung geschädigt würden.
" Die Einstellung der Rekruten in unserem KaGr Wilhelm-Regiment findet morgen statt. Es werden 700 bis 8u0 Mann einrücken. — 41 Einjahrig-Freiwillige und 16 Staatseinjährige wurden am 1. Oktober beim hiesigen Regiment eingestellt.
* * Vom freisinnigen L a n d e s v e r e i n. Tie Vertrauensmänner der Freisinnigen Volkspartei, Freisinnigen Vereinigung und der 'National! ozialen Partei im Groß Herzogtum! Hessen halten am 2 0. Oktober eine Landesausschuß^ s i tz u n g in Frankfurt a. M. ab.
* * Jugendlicher Ausreißer. Der 16jährige Ausläufer N. von hier, der bereits wegen Unterschlagung mit gerichtlichem Verweis bestraft wurde, hatte Stellung in einer Fabrik gefunden. Gestern früh hatte er den Auftrag erhalten, auf der Post einen Geldbetrag für seinen Arbeitgeber'abzuholen, aber mit dem Geld in der Tasche packte ihn aua.) die Resielust, und er verschwand alsbald damit spurlos. Weit wird er wohk nicht kommen, denn der Betrag reicht nicht zur Ausführung seiner Idee, sich in Afrika anzusiedeln.
** Vom Wasserwerk Inheiden. Am vergangenen Montag sprach in der Monatsversammlung des Klubs der Landwirte in Frankfurt a. M. Geheimcrat Prodi.izial-Äirertor Dr. Vr c io er t-Gießen über das W a s s e r w e r k b e i I n h e i d c n im Kreise Gießen in Verbindung mit einem Elektrizitätswerk bei der Stadt Liß berg im Kreise Büdingen. Der Vortragende hob die Vorteile der beiden Projekte für die Landwirtschaft hervor. In der Diskussion erklärte Müh- lenbesitzer Bruckmann-Großlarben, daß er den Projekten nicht feindlich gegenüberstehe, gab aber seinen Bedenken Ausdruck, welche Gefahren die Ableitung enormer Wajsermengen für die Triebwerksbesitzer sowohl als auch für die Landwirte der südlichen Welterau bedeute. Die anwesendeu Landtagsabgeordneten Köhler und H i r s ch c l
Berlin, 9. Okt. Dem Vernehmen nach wird der Reichstag seine Sitzungen am 2 2. November nachmittags wieder aufnehmen. In dieser ersten Sitzung werden kleinere Vorlagen und Petttionsbc- richtc beraten werden, alsdann wird man in die wettere Verhandlung der am Schlüsse des letzten Taguugsaoschnit- tes unerledigt geb lieb en en Gesetzentwürfe eintreten. Wahrscheinlich wird einer der ersten Gegenstände die erste Beratung des Gssetzentwurss über ben Majestätsbeleioiguirgs- paragraphen sein.
— Wie der „Verl. Lokalanz." erfährt, sollen nach dem neuen Gesetzentwürfe betr. das Vereins- und Versa mm tun gs recht alle öffentlichen Versammlungen, in denen die deutsche Sprache nicht Vcrhandlungsiprache ist, verboten werden. Der Entwurf dürfte dem Bundes- rare schon in allernächster Zeit zugehen.
Rußland.
Jekaterinoslaw, 9. Okt. Das Bahnpostamt in Werchne Dnjeprowsk, wo sich ein Beamter und fünf Wachtleute aufhielten, wurde von zehn Bewaffneten überfallen. Diese warfen zwei Bomben und eröffneten ein Revolverfeuer, durch das ein Wachtmann getötet und der Beamte verwundet wurde. Durch Sprengung, des Geldfchranks gelang es ihnen, 6 0 000 Rubel zu erbeuten. Vor der Flucht machten sie den Fernsprecher und
Derrr?«chss Reich.
Bielefeld, 9. Ort. Der Kaiser übersandte dem Wirkl. Geh. Rat Hinzpeter zu seinem 80. Geburtstage mit einem eigenhändigen Glückwunschschreiben seine Bronzebüste auf schwarzem Marmorsockel, die den Kaiser in Marineuniform darstellt.
Trier, 9. Okt. Zum D o mp r o b st in Trier wurde na ch der „Trier. Ztg." der Militär-Oberpfarrer Dr. Scher- Hann ob er ernannt.
Mannheims. Ort. In einer heute abenb unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters Beck im Rathaussaale abge- halteuen Versammlung wurde behufs Errichtung eines Denkmals für den verstör benen Groß her zog vorbereitende Au sschüssegewählt. Aus Der gerschaft sind bereits 135 000 Mk. gezeichnet.
4?ccr nn- Llotre.
Berlin, 9. Okt. Das leurbare Luftschiff der Militärluftschisferavteilung manövrierte heute nachmittag mit völliger Sicherheit über Berlin. Gegen y25 Uhr passierte


