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Ale heutige Yummer umfaßt 10 Seiten.
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Dem Gießener Anzeiger * Jt ~ ^BSfcx ™ monatlich7bPf.,viertel-
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Sietzen. Fernsprech-An- UM W V M Mr Ltf auswärts 20 Pfennig,
chlub s.d. Redaktion NLf IVX Es Verantwortlich
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i'j oonnU?ags"iü"uh" Rotefiottsbrud und Verlag der vrühl'schen Aniv.-Vuch- unb Steinbruderei. R. Lange. Rcbattton, Expedition unb Druckerei: Schulstrahe 7. Anzciqcnl^b'>>
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Aas Keld und die Kriegsgefahr.
Ein Konflikt zwischen den Vennnigten Staaten und iapan wird von fast allen Seiten als Faktor in die polt- ische Wahrscheinlichkeitsrechnung eingestellt. Unter den ''reßäußerungen in dieser Sache erscheint das Urteil der auf ■ eil)ciing Bismarckscher Tradition bedachten Hamburger tüchr." bemerkenswert. Sie erklären, nur wünschen zu .'imen, daß die Amerikaner sich mit aller Macht und iit allen Mtteln, die ihnen ihr großer Reichtum zur v- fügung stellt, aus den Zusammenprall mit den Japanern echtzeitig vorbereiten, damit sie siegreich daraus hervor- eh en und die Scharte wieder auswepen, die dem Ansehen ei Weißen durch die Niederlage der Russen zugesügt woran ist.
Soweit der große Reichtum der Iankees in Betracht immt, haben sie sich, wie man wohl sagen darf, besser uf einen Konflikt mit Japan vorbereitet, als hinsichtlich er Verstärkung ihrer militärischen Machtmittel. Seit ahren schon verhält sich die Stewyorker Hochfinanz ab- nnenb gegen die japanischen Anleihebestrebungen. Die orseusürsten in Wallstreet wollten den Gelbert nicht die ritiel zur Vervollkommnung ihrer Rüstungen liefern, offener in der Voraussicht, daß sie andernfalls dem intimsten cgner der Union das Schwert schürfen würden. Wie durch Heime Uebereinkunft der internationalen Finanz fand der panische Staatsrredit auch an den anderen (Geldmärkten i-r beschränktes Entgegenkommen. Ein Blick in die Kur9- -ttel der deutschen Börsen zeigt, daß der Preisstand der spanischen Fonds nicht hoch jst, verglichen mit den poli- - ii Erfolgen und der staatlichen Aufwärtsbewegung -s JnselreiclM. Selbst sein Alliierter, England, legt sich cserve auf in der Bereitroilligkeit zu finanzieller Hilfe- i'slung. Ob in dieser Beziehung eine Aenderung eintreten ürde, wenn es zum Kriege zwischen Japan imd Amerika nimen sollte, laßt sich natürlich nicht sagen.
Zeitgemäß, auch int Hinblick auf die Ziele der Friedens- »nserenz, erscheint der in einer Broschüre niedergelegte or sch lag eines holländischen Politikers, kriegslustige und iegstüchtige Staaten Durch eine Art von finanzieller errusserklärung lahmzulegen. Die internationale Hoch- na iz solle cs ablehnen, diesen Staaten das zum Krieg- 1)ten nötige (Veld zu geben. Mit Recht bezweifelt die treuzztg." die praktische Durchführbarkeit des in der heorte ganz plausibel erscheinenden Vorschlags, denn die :ternationale Hochfinanz dürste sich nach wre vor mehr »m geschästlichen Interesse als von weltsriedensfreundlichen iiWandlungen bestimmen lassen. Doch gesetzt selbst den ah, das Prinzip der finanziellen Verrusserklärung würde ■l einem japanisch-amerikanischen Konflikt anerkannt, so tebe das praktisch doch bedeutungslos. Die Union ist '.n reich genug, um die Kosten eines Krieges in jeder '»he auy eigenen Mitteln bestreiten zu können, und vom .panischen Volk darf man überzeugt sein, daß es immer nie Kriegs steuern willig auf sich nehmen würde, denn es >.nbcL sich für dieses Volk um eine nationale Ehrensache, n die Anerkennung der Gleichberechtigung der gelben ässe. Da würde der Fanatismus der Asiaten das Un- :härteste vollbringen.
Alles in allem: wie in der Menschheitsgeschichte wenige riege durch Unterbindung der Geldquellen verhütet worden ui), so würde auch und am wenigsten einem Waffengange O'scheu Japan und den Ver. Staaten auf solche.Art vor- i eugt werden können.
Politische Tagesscharr.
Ein Beitrag zur Geschichte des deutsch-französischen Krieges.
Anläßlich des Todes des Grasen Nigra ist von einer ourrnacherrivalitüt zwischen dem verstorbenen Gesandten unb -in Fürsten Metternich, ehedem Botschafter in Paris, bei ■l Kaiserin Enge nie die Rede gewesen. Dazu schreibt ein ter Diplomat der „Neuen Fr. Pr.", indem er einen inter- f anten Beitrag zur Geschichte des deutsch-sranzäsischen Lieget liefert: „Die Kaiserin Eugenie war die wenigst kokette tau, die es gegeben, und die Rivalität Metternich-Nigra ac eine von den Attaches unb Sekretären erfundene Salon- kanterie ohne Unterlage von Wahrheit. Beide Diplomaten aren von der Kaiserin gern gesehene Freunde. Nigra nüsierte sie mehr mit seinen Anekdoten und Erzählungen, 'n Fürsten aber schätzte sie als Freund und Vertrauens- 'rson. Sie hatte dessen Diskretion oft erprobt unb ihm Tinientlid) in schweren Tagen Dinge anvertraut, bie niemand ißec ihm erfahren. Zum erstenmal sei hier mitgeteilt, was jetzt unbekannt geblieben unb für bessert Wahrheit ich ich verbürge. Als Napoleon III. zu Beginn des Krieges :70 aus dem Kriegsschauplätze eingetrofsen rvar, depeschierte am Tage nach seiner Ankunft der Kaiserin die drei Worte: laut est perdu.“ — Alles ist verloren. Und der einzige Zaun, dem die Kaiserin baS schreckliche Telegramm zeigte, - i.c Fürst Metternich, dem sie e3 mit den Worten über- ichte: „©eben Sie mir Ihr Ehrenwort, daß Sie jetzt nie- cmbem dies mitteilen werden als Ihrer Frau." Der Fürst tb bie Fürstin haben bas Geheimnis treu bewahrt, unb als rnz Paris baoon sprach, baß bie Deutschen demnächst eine rchtbare 'Niederlage erleiden würden, waren sie die Einzigen, e die Wahrheit kannten. Nigra hat erst lange, nachdem •r Krieg zu Ende war, von der Depesche erfahren. Unb er liegt der Unterschied in der Wertschätzung der beiden reunde: das Vertrauen hatte nur der Oesterreicher/
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Ein Geheimbnud katholischer Laien.
Dic klerikale »Corrispondenza Romana" macht Enthüllungen über einen angeblich in Münster begründeten Geheimbund katholischer Laien für Verbreitung von Kultur und Abschaffung des Index. Diese Enthüllungen werden als ein Versuch zur Rechtfertigung des päpstlichen Brieses an Commer ausgefaßt. Es soll damit die Gefahr einer Art Verschwörung gegen die Kirche glauben gemacht werden, deren ursprünglicher Anstifter Schell gewesen sei. Vorläufig sieht man noch nicht klar in der Sache, doch verlautet, der Vatikan sei durch Hofrat Pastor, den Direktor des österreichischen Jnstitut'S, über den Geheimbund unterrichtet worden. Die ^Köln. Volksztg." bestätigt in ihrer letzten Nummer, daß in Münster tatsächlich eine solche Bewegung eingeleitet wurde, daß der Plan aber, der noch im Stadium der streng vertraulichen Vorberatung war, durch einen Ver- trauenSbruch vorzeitig in die Oesfentlichkeit gelangt ist. Eine Aussicht auf Verwirklichung des Planes ist, wie daS Blatt bestimmt versichern zu können glaubt, in keiner Weise vor» Händen; selbst in den Kreisen der ersten Anreger des Planes habe der Gedanke an eine Laienorganisation inzwischen entschiedenen Widerstand gefunben. Die „Volksztg.", die sonst eine gewisse Selbständigkeit unb eine eigene Meinung gewissen kirchlichen Vorgängen gegenüber zur Schau zu tragen liebt, stellt sich ebenfalls auf den ablehnenden Standpunkt unb hält eine besondere Laienorganisation nicht bloß für ein durchaus verfehltes, sondern auch grundsätzlich verwerfliches Unternehmen. Böswillige Leute könnten daraus schließen, daß sich die ^Volkszeüung^ damit selbst zur Unzuständigkeit verurteilt in allen den Fragen, bie mit der Index-Angelegenheit zusammenhängen.
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Finnemann unb Sohn.
Unter dieser Ueberschrift wird der „Boss. Ztg." aus Schlesien geschrieben:
Tie Regelung der Angelegeuheit der beiden Finnemann, des Vaters und des SvhneL, stößt vielfach auf Tadel und Verurteilung. In den „Hamb. Rachr." wird erklärt, daß die Nachricht von der Aufhebung deS Ausweisungsbefehles bei der loyal gesinnten Be-- völkerunq wie ein Schilag ins Gesül>t gewirkt habe. In einem anderen Artikel desselben Bwtt s wird von einem „Kotau Ä>r Dänemark^ gesprochen und sodann gesagt: „So ist denn der härteste Schlag gefallen, der im Verlaufe des neuen Tänenkurses die deutsche Sprache in der ^icrbinarf und zugleich Preußerr- Teutschl,and treffen konnte! Eine gewaltige Erregung durchzittert unsere staatlich gesinnte Bevölkermig, die bisher tapfer und treu die deutsche Position gegen den unoersöhnliä)en dänischen Feind gehalten hat. . .1. Jetzr ist der 9bibi£on überschritten, und es bleibt eigentlich nur noch die wiröliche Rückgabe 9chrd- schleswigs jan Dänemark übrig, um den jetzigen dänenfreundlichen Kurs zu seinem logischen Ende zu führen."
Wir sind der Meinung, daß eine solche Beurteilung der Sache auf einer großen Uebertreibung beruht und von ganz unrichtigen Voraussetzungen ausgeht, und halten es' daher für nützlich, die Sache auf das richtige Maß zurückzuführen. Die beiden Fmne- mann sind zunächst keine in Schleswig einaewandertcn Dänen, sondern eingeborene Nordschleswiger. Ter ältere Finnemann saß bei der Annexion auf seinem großen, vom Vater überkam menen Hofe, eben östlich von Christiansfeld in der Nahe der dänischen Grenze. Er wtar ein angesehener Mann, der ganz erklärlich einen gewissen Einfluß in seiner Umgebung erlangen mußte. Wenn er dänische Gesinnung hatte, so teilte er diese mit dem größeren Teil seiner twrdschleswigschen Landsleute, und daraus kann ihm ein Vorwurf nicht gemacht werden. In der ersten Zeit stach der Annexion hat er sich jedenfalls sehr ruhig ver- IjalteH. Im Jahre 1867 hat er eine Optionserklärung auf Grund des Artikel XIX des Wiener Friedens vom 30. Oktober 1864 abgegeben, eS scheint aber, daß es zweiselhaft fein kann, ob die Option perfekt geworden ist, denn das Oberappellationsgericht in Kiel hat dementsprechend entschieden. ES wurden nun seine staatsrechtlichen Verhältnisse untersucht und dabei gefunden, daß er Optant sei. Tie Folge war nun, daß er brö1 Landes verwiesen wurde. Bon seinem großen Besitz und seinem Heim mußte er also scheiden. Wenn der Vater Optant war, so war der Sohir als Optantensohn auch nicht preußischer Unter* ton. Es mag ja der Fall gewesen sein, daß die beiden Finne- ntami, wie behauptet wird, einen gewissen Einfluß gehabt und ausgeübt haben. Ihre Tätigkeit kann aber doch schwerlich eine so gefährliche gewesen sein, daß eine so harte Maßregel, als die Verjagung aus ihrem Besitz, aus ihrer väterlichen Scholle und aus dem Lande ihrer Vorfahren gerechtfertigt erscheinen konnte. Hier muß eine sistrke Ueberschätzung vorgelegen haben. Biele gute deutsche Männer haben die Sache so aufgefaßt und begrüßen jetzt die Ordnung der Finnemannschen Sache als eine notwendige und gereclste. Eine Schädigung des Deutschtums in dieser Regelung zu finden, ist unverständlich und eine grundlose Uebertreibung. Je ruhiger man im nördlichen Schleswig berfäljrt, je mehr jede Schürse vermieden wird, desto rascher wird die schon so stark fortgeschrittene deutsche Gesinnung in der eingeborenen nordschleswigschen Bevölkerung zunehmen. Eine solche harte Maßregel als die Landesverweisung der beiden Finnemann, hat uniercr Meinmm nach die von selbst fortschreitende Enllvickelung im deutschen s^iiine nicht wenig gehindert und ihr daher geradezu geschadet. ____________________;
Aus SeaOt uuo Luno.
Gießen, 10. Juli 1907.
*' Plakette zur Jubelfeier der Landes- Universität. Die von der Großh. ©taatSregierung aus Anlaß der 300 jährigen Jubiläumsfeier unserer LandeSuni- oersität gestiftete ErinnerungS-Plakette ist n. b. Darmst. Ztg. von bem auSführenben Künstler, Bildhauer Jobst von der Darmstäbter Künstlerkolonie, im Entwurf nunmehr fertiggestellt und zur Zeit in einer Nürnberger Münzprägeanstalt in Arbeit. Die Plakette wirb in Bronze anSgesührt unb zeigt auf der Kopfseite daS vortrefflich gelungene BitbniS S. K. H. des Großherzogs, beS Rector LlL§uiticenti88imu8 der LanbeLiiniversität, während die Bildseite eine allegorische
Darstellung zeigt, eine nackte Jünglingsgestalt mit Speer unb' Fackel, siegreich auf einem Drachen stehend unb umgeben von dem Wahlspruch der Universität „Armis et litteris ad utriimque parati“. Die Plakette, ein künstlerisch höchst wertvolles, die Eigenart beS Verfahrens in bas beste Licht setzendes Erinnerungszeichen an die bevorstehenden Festtage, wird den offiziellen Gästen deö Festes bei diesem behändigt werden. Außerdem ist eine beschränkte Anzahl dieser Plakette zur käuflichen Abgabe an sonstige Festteilnehmer (Stubierende, ehemalige Studierende tu a.) bestimmt worden. Der Preis wird erst in Kürze festgesetzt werden können, doch kann jetzt schon mitgeteilt werden, daß er im Verhältnis zu dem künstlerischen und materiellen Wert deö Gegenstandes außerordentlich mäßig sein wird. VorauSbestellungen auf die Plakette empfehlen sich in Anbetracht der beschränkten Zahl der verkäuflichen Stücke und können schon jetzt bei dem Sekretariat der LanbeLiiniversität schriftlich angebracht werden.
•• Ehemalige, noch jetzt a11iüc Offiziere des Infanterieregiments ft'aifer Wilhelm, Nr. 116. Die folgenden Zeilen sind eine Ziisammenstellung der in den letzten zehn Jahren — vom 4. Mai 1897 bis 2. Mai 1907 — in unserem Regiment abgegangenen höheren Offiziere und Sanitätsoffiziere, die sich zurzeit noch in aktiven Dienststellungen befinden, und zwar in zeitlicher Reihenfolge des Abgangs vom Truppenteil, unter Angabe der letzten Rang- und Dienststellung in diesem unb bet jetzigen Rangun d Dienststellung nebst gegenwärtiger Garnison. Frhr. von Dalwig: zul. Hptm. d. 11. Komp., jetzt aggr. Maj. b. 161 er in Trier. Hiepe: Maj. b. 1. BatS., jetzt Oberst d. 10. Gendarm. Brig. i. Hannover. Dr. Wolff: Stabsarzt d. 2. B. — Oberstabs- u. Rgtö.-Arzt d. Dragon. R. 7 i. Saarbrücken. Dr. Richter: Stabsarzt d. 3. B. — Oberstabs- u. Rgts.-Arzt b. 31 er in Altona. Clausius: aggr. Maj. — Oberst-Lt. b. Stabe b. 150 er i. Allenstein. Müller: Hptm. b. 9. Komp. — Oberst-Lt. z. D., Bez.- Kombr. i. Recklinghausen. Gr. von Hertzberg: Hptm. d. 6. Kp. — Maj. z. D., Bez. Off. i. Frankfurt a. M. Petzel: Oberst-Lt. b. Stabe — Gen. Maj. d. 68. Jus. Brig. i. Metz. Pavel: Oberst-Lt. b. Stabe — Gen. Maj. d. 60. Inf. Brig. i. Straßburg. Clö ßner: aggr. Maj.— Maj. z. D., Bez. Kombr. i. Deutz. Pampe: Hptm. d. 2. Komp. — Maj.z. D., Bez. Komdr. i. Wetzlar, von Haustein: Hptm. — der 3. Komp. b. 81 er i. Frankfurt a. M. von Winterberger: Oberst-Lt. d. 1. B. — Oberst d. 55 er i. Detmold. Ziegler: Hptm. — der 6. Kp. d. 85 er i, Rendsburg. Dr. Schrade: Stabsarzt d. 3. B. — Ober- stab§- u. RgtS.-Arzt d. Feldart. R. 47 i. Fulda, von Schlemmer: SDlaj. b. 2. B. —• Oberst-Lt. z. D., Vorstand d. Artill.-Depots i. Munster. Brandenburg: Hptm. d. 6. Kp. — der 11. Kp. b. 132er i. Straßburg, von dem Busch: Maj. — Lehrer an d. Kriegssch. i. Potsdam. Kreut er: aggr. Maj. — Maj. d. 2. B. d. 144 er i. Metz. Hoffmann: Maj. d. 3. B. — Oberst-Lt. b. Stabe d. 129 er i. Graudenz. Stein: Hptm. — der 12. Kp. ü. 150er i. Allenstein. Dr. Friedrichs: Stabsarzt b. 3. B. 2. Garnis.-Arzt i. Metz. Frhr. von Gillern: Hptm. d. 9. Kp. — Hptm. z. D., Bez. Off. i. Beeskow.
** Von b er Gendarmerie. Fußgendarm Bender von Gießen ist für den verstorbenen Fußgendarm Sandmann nach Gedern versetzt worden.
** Die Dienstbezirke der FelbbereinigungS- sekretäre sind burch eine Bekanntmachung des Großh. Ministeriums bcs Innern neu geregelt worben. In Zukunft haben zwei FelbbereinigungLkommissare ihren Amtssitz in Friedberg; ihr Dienstbezirk umfaßt das ganze Land mit Ausnahme der Kreise Büdingen unb Lauterbach. Diese beiben Kreise bilden den Dienstbezirk eines weiteren Feld- bereinigungSsekretärs, der seinen Amtssitz in Büdingen hat. Beamten deS einen Dienstbezirks können Geschäfte im anderen Dienstbezirk überwiesen werden.
** Der Hessische Schutzverein für entlassene Gefangene hält, wie auS der Bekanntwachimg in Nr. 154 vom 4. d. M. ersichtlich ist, Donnerstag den 11. Juli, nachm. 3Vz Uhr, in Gießen im Sitzungssaal der Provinzialdirektion (auf dem Brand) seine ordentliche R!itglieber- Versammlung ab. Der Verein hat in beu letzten Jahren feine Organisation ausgebaut unb seine Tätigkeit auf eine breitere Grundlage gestellt. Die Zahl der ölitgüeber hat bedeutend zugenommen, Helfer auS allen Kreisen der Be- völkenmg haben sich ihn: zur Verfügung gestellt. So konnte es nicht fehlen, daß die Arbeit auch viele und erfreuliche Erfolge gezeitigt hat. Unb fürwahr, neben dem Kampf gegen den Alkoholmißbranch unb ber Fürsorge für bie verwahrloste unb die gefährdete Jugend darf bie Arbeit, bie barauf abziclt, entlassenen Gefangenen bie Rückkehr zu einem geordneten Leben zu erleichtern, als einer der Hauptfaktoren zur Minderung der Kriminalität bezeichnet werben. Wlle — Männer unb Frauen — bie Interesse für bie gute Sache haben, die sich insbesondere dafür interessieren, einen Einblick in das umfangreiche Arbeitsgebiet des Schutzvereins zu gewinnen, auch Nichtnntglieder sind zur Versammlung freundlich eingeladen.
** Ein teurer Haftpflichtfall. Ein DolkSschullehrer in Jasenitz bei Stettin hat vor etwa 2 Jahren bei einem Schulfeste die Knaben mit Pustrohren nach der Scheibe schießen lassen, bie Rohre nach beendetem Schießen aber nicht genügend verwahrt, so daß ein Knabe sich eins holte und einem andern ein Auge aiwschog.


