Ausgabe 
1.10.1907 Zweites Blatt
 
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E. R. 8. V.

Die Proben nehmen Dienstag, den 1. Oktober, abends 8 Ubr, im Probelokal im Realgymnasium wieder ihren Anfang Unter Hinweis auf die bevorstehende Aufführung werden die Wcitgiieder ersucht, sich vollzählig einfinden zu wollen. Da eine Verstärkung aller Summen erwünscht ist, so werden sangeokundcge Mitglieder unserer Gemeinde herzlich gebeten, in unseren Chor eintreten und damit an ihrem Teil diesen wichtigen Dienst an unserem Gemeinde- leben fördern zu helfen.

v^/g Der Vorstand: D. Echloffer.

' Rheinisches ..'"'l

T«-L. j ,. Maschinenbau,Elektrotechnik,

I echniKUm D!nggn ^utomodilbau, Brückenbau.|

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Chttiiflenrknrsc.

Man lese den Sietzener Anzeiger

)söhte und reichhaltigste Tageszeitung Gberhessens.

Auflage über 12000 Expl.

Alle Briefträger, unsere Zweigstellen und die Geschafts- i teile des Gießener Anzeigers nehmen Bestellungen auf den Gießener Anzeiger entgegen. Neu hinzutretende £cfer er­halten den Gießener 2lnzeiger bis zum Tuartalsanfang auf '.vunsch gratis zugestellt.

* Zum Falle Hau. Als im August der Freiherr v. Linden au, der übrigens noch in Baden-Baden in Untersuchungshaft sitzt, wegen seines Brieses an Frl. Olga ! Molitor verhaftet wurde, meldete sich der Reisende M. Brumm bei der Berliner Polizei mit der Bekundung, er habe am 6. Nov. v. I., dem Mordtage, einen Herrn mit einem wahrscheinlich falschen schwarzen Bart und einen älteren Herrn mit einem grauen Bart zusammen tu Oos nach Baden-Baden umsteigen sehen. Dieser Zeuge ist jetzt von der Polizei über seine Bekundungen Vernom­men worden. Er erinnert sich ganz genau, daß der Herr mit dem falschen schwarzen Bart in Rastatt mit dem Herrn in grauem Bart im Zuge zusammen traf. In Oos seien beide ausgestiegen. Später, als der Zeuge von Appenweier wieder zurückkehrte, hätten sich die Beiden am selben Abend im Zuge wieder getroffen. Im Verlaufe des Gesprächs habe der Zeuge gesehen, wie der Herr mit dem falschen schwarzen Bart dem mit dem grauen Bart aus der Brieftasche Papiergeld gegeben habe. Später habe sich der Graubürtige selber aus der Brief­tasche noch mehr Geld genommen. In Rastatt sei der Mann mit dem grauen Bart wieder ausgestiegen. Der Zeuge vermutet in dem Grai'.bärtigen Herrn v. Lindenau, in seinem Begleiter den Angeklagten Hau. ,

* Unfall auf einer elektrischen Bahn. Aus New York wird gerneldet: In dem neuen, unter dem East-Rioer entlang führ«:den Belmont-Tunnel, der New- Jork und Long-Jsland-City verbindet, ereignete sich auf der durch den Tunnel gelegten elektrischen Bahn ein auf­regender Unfall. Als ein mit Fahrgästen an gefüllter Wagen sich mitten im Tunnel befand, gab es eine furchtbare Explosion, und der Wagen wurde von elektrischen Flam­men und erstickendem Qualm ein gehüllt. Unter den Passa­gieren brach eine Panik aus, sie versuchten sich aus dem Wagen in den flammenspeieuden Tunnel zu stürzen. Der Wagen, dessen Platten bereits glühend waren, raste mit 100 Kilomerer-Geschwindigkeit durch das elektrische Feuer- rverk dem Ausgang, zu, während die Passagiere, aus dem Boden liegend, nach Llteni rangen. Die Passagiere liefen nach den: Ausgang, und entkamen sämtlich unversehrt. Wie ihnen erklärt wurde, hatten auf dem Dache des Wagens angehäufte Eiserrfeilspäne einen Kurzschluß beivirkt und so den Unfall veranlaßt. | I

* Lieber den Tod. Man spricht jetzt viel von dem Begnadigungsrecht, von dem der Präsident Fallieres zu Gunsten des Mörders Solleilland Gebrauch gemacht hat. Dabei erinnert derGaulois" an eine alte Sitte, die bei primitiven Völkern und noch bis ins späte Mittelalter hinein Geltung hatte, und nach der dem zum Tode Verurteilten Begnadigung zuteil ward, wenn ein Mädchen sich bereit erklärte, ihn zu heiraten. Ein Dekret aus dem Jahre 1429 gesteht einigen französischen Städten dieses Vorrecht aus­drücklich zu. Gar oft haben heiratslustige Frauen von diesem letzten Mittel, einen Mann zu erlangen, Gebrauch gemacht. Aber nicht selten haben sich die Verurteilten noch im Angesicht des Todes geweigert, dieses Anerbieten anzu­nehmen. Heiraten erschien ihnen schlimmer als Sterben und mancher wandte sich von dem ihn begehrenden Weibe dem Henker zu, neigte seinen Nacken und bat:Henker, mein lieber Freund, ich ziehe deinen Dienst vor." Wahr­scheinlich waren die Frauen, die es mit einem solchen Ver­brecher als Ehegemahl versuchen wollten, nicht immer Muster an Schönheit und Tugend . . .

* Teure Freisprechung. In der Nechtsbeilage derPädagog. Ztg." wird ein lehrreicher Fall mitgeteilt: Ein Mitglied des Deutschen Lehrervereins war wegen angeb­lichen Sittlichkeitsverbrechens in Untersuchungshast genom­men worden. Das Verfahren endete aber mit Freisprechung, da die Zeuginnen sich als unglaubwürdig erwiesen. Die ^tosten des Verfahrens fielen der Staatskasse zur Last. Der Angeschuldigte hatte sich einen auswärtigen berühmten Ver­teidige r "verschrieben, dem er für Vormrtersuchung und Hauptverhandlung, an Reisekosten und Honorar rund 2 4 0 0 M k. zahlen mußte. Außerdem zog er einen berühmten Nervenarzt als Sachverständigen zu, der sich grade auf Reisen im Auslande befand und zurückkehren mußte. Dieser verlangte und erhielt für Auslagen und Gebühren 1750Mark. Nach beendetem Verfahren ersuchte der Lehrer die Rechtsschutzkommisfcon um Ersatz der gesamten Kosten. Nach den Satzungsbestimmungen werden aber Anwalts­

kosten, die über den gesetzlichen Tarif h'm ausgehen (etwa' 20 bis 30 Mark), nut ersetzt,' wenn die KommMmr vorher ihre Zustimmung zu der geforderten Summe gegeben hat. Die Kommission berechne Waus Grund ihrer Erfahrungen die Kosten, die der Fall betTwrnvrmLlen Verlauf verursacht haben würde, und bewilligte eine BeHilse von 500 Mark. .Der Lehrer hat also'seine Freisprechung teuer genug bezahlt.

* Das größte Schiff der Welt wird bald nicht mehr dieLusitania" sein, von der jetzt soviel die Rede war, sondern dieMauritania", ihr Schwesterschiff, das in den nächsten Tagen seine ersten Versuchsfahrten von Tyne aus unternehmen irnrb. Die Länge dieses Schiffes beträgt 790 Fuß, also drei Fuß mehr als die derLusi- tania"; dazu kommt eine etwas größere Breite, so daß das frühere Schiff in der Tat noch übertroffen wird. Die Breite beträgt 88 Fuß, die Tiefe 60 Fuß 6 Zoll, der Brutto- Tonnengehalt 33 200. Der größte Tiefgang ist 37 Fuß 6 Zoll, das Deplacement 45 000 Tons. Maschinen von 70 000 Pferdekräften sollen dem Schiff eine Geschwindig­keit zwischen 24 und 25 Knoten verleihen; auch diese sind nach den: Durbinensystem gebaut. Das Schiff wird 560 Passagiere erster Klasse, 500 zweiter Klasse und 1400 dritter Klasse aufnehmen können; mit einer Bemannung von 800 Köpfen wird es also im Ganzen 3260 Personen an Bord nehmen können. In Kriegszeiten soll es als Er- knndigungsschisf dienen und es ist daher mit zwölf sechs­zölligen Geschützen ausgerüstet. < , L

Kleine TageSchroni*.

Der Vorsitzende des Banker Bauarbeiter Vereins ist nach Unterschlagungen, Urkundenfälschung und Diebstahl flüchtig geworden.

In Ob er Hasen kam cd bei einem Turnfeste zu wüsten Raufereien, -bei denen ein Kellner durch einen Stich in den Hals getötet wurde. Der Täter wurde verhaftet.

Am Sonntag spielten 7 junge Leute auf dem Oesterberg bei Tübingen mit Schußwaffen. Hierbei wurde einer derselben durch einen Schuß in den Kopf getötet.

Der deutsche L u f t s ch i s s e r Clouth landete in Esquerdes (Departement Pas de Calais), nachdem er 20 4 Kilometer zurüügelegt hatte.

Bei Provinentown (Massachusetts) kollidierte der Kreuzer Des Maines" während eines Sturmes mit dem Proviantschiff Glacier". Ein Offizier wurde getötet, mehrere Matrosen wurden über Bord geschleudert.

Kandel.

3 um Getreideterminhandel. Die Börscngesetz- Novelle wird hinsichtlich des Getrechelerininhandels die neue Be­stimmung erhallen, daß solche Geschäfte nicht an'cchlbar sein sollen, die zwischen Erzeugern und Verbrauchern abgeschlossen werden, aber nur dann, sofern die ersteren selbstgcwonnen Produkte verlausen und die letzteren nur einmal den Betrag ihres Jahrcskonsnms lausen.

Märkte.

fc. Frankfurt a. 9)1., 1. Oktbr. £>eu- n n d Stroh- inarkt. (Org.-Tel. d. Gieß. Anz.) Angefahren warcir 12 Wagen Heu, 2 Wagen Stroh. Bezahlt wurde für Heu Mk. 3.40 bis Mk. 3.70, für Kormlangstroh Alk. 2.40 bis Mk. 2.60. Tendenz: leb- hqft, Markt sofort ausverkanll.

~ * 1 S-Nach?I

I* Der Privatdozent Lic. theol. Dr. phil. Hugo Gr e tz- m'an n in Kiel hat einen Ruf als außerordentlicher Pro­fessor für alttestamentliche Theologie an die Berliner Universität erhalten und angenommen; er tritt an stelle von Prof. Dr. H. Gunkel, jetzt bekanntlich in Gießern

Prvf. Dr. iireb. Ml. Robvh Kv ßman u in Berlin ist nach langem, feerem Leiden an Blutvergiftung ge­storben, Vie er sich bei einer Operation zugezogen hatte. Er war 1849 in DaN zig geboren, studierte in Heidelberg, Jena, Leipzig, Würzburg, Straßburg, Göttingen und Gießm zunächst Zoologie und später Medizin. Von 18731877 war er Privat­dozent der Zoologie in Heidelberg, in welchem Jahre er zum außer- orde tätlichen Professor ernannt wurdd. 1890 wandtest ich Kvß- maun der Medizin zu, ließ fich 1891 in Berlin als Spezialarzt für Gynäkologie und GCburishilse nieder, wo er bald eine große Klientel fich erwarb und größte Ansehen in der Aerztcfchaft genoß. Bekannt ist sein Kamps mit dem Polizeipräsidium in Berlin wegen angeblich unberechtigter Führung des Titels Pro­fessor, bat er schon ein totkranker Mann siegreich zu Ende führte.

Aus Hamburg meldet man uns: Edmund Sicmers, ein Gründer der Kvlvuie Edmuudsrhal, stiftete eine Million für ein zentrales Borlcsungs'gtbäude, düs später auch der Ham­burgischen Universität dienen soll. Der Senat be- aittragte bei der Bürgerschaft die unentgeltliche Hergabe eincs- Terraius im Stadtinncren.

!hk!ltli^e!lkbttW der

37. Woche. Pom 8. bis 14. September 1907. Einwohnerzahl : angenommen zu 30 000 linkt. 1600 Mann Militär.) Sterblichteitszisfer: 20,8 °/6o,

nach Abzug von 8 Ortsfremden: 6,92 °/on.

Kinder

ES starben an: Zusammen: Envachseite: im vom

1. Lebensjahr: 2.15. Jähr

angeborener Lebens- schwäche

Tuberkulose

1 (1) 4(2)

4(2)

-1(1)

_

Limgcnkatarrhen

1 (1)

1(1)

Krebs

2(2)

2(2)

Verunglückung

Kl)

Kl)

sonst. Todesursachen

3(1)

2

1 (1)

Sinnnw 12 (8) 9 (5) 2 (2) 1 (1)

An in.: Die tu Klammern gesellen Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle m der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

Spielpllns der vrrrimgten .frankfurter Zladtthroter.

Opernhaus.

Dienstag den 1. Oktober*):Tiefland." Mittwoch den 2. Oktober:Der flicgcutde Holländer." Donnerstag den 3. CHonet: ,Norma." Freitag den 4. Oktober geschloffen. Samstag den 5 Oktober:Tie Htigenotten." Cortntag den 6. Oktober, nach« miltaaS halb 4 Uhr:Künülerblut." Abends 7 Uhr:öamfon und Dalila." Montag deit 7. Oktober, abends halb 8 Uhr: »Die lustige Witwe."

Schauspielhaus.

Dienstag den 1. Oktober*):Tie Nabensteinerin." Mitd woch den 2. Oktober:Baccarat." Donnerstag den 3. Oktober: Salome." Hierauf:IohanniSfener." Freitag den 4. Oktober: ".Baccarat." Samstag den 5. Oktober:Ein Wintermärchen." Sonntag den g. Oktober, nachmittags halb 4 Uhr:Ter Dieb." Abends 7 Uhr:'Die Rübensteineruu" Montag den 7. Oktober: Baccarat.."

*) Anfang, wenn nickt anders^bemerkt. abends nm 7 Uhr.

Gießener Wetterdienst.

VorauSstchtliche Witterung für Hoffen am Mittwoch den 2. Oktober: Witterungsivechsel. Trüb und Regenfälle. Kühl. Starke südliche Winde.

FamUten-Na.,,e^htcn.

Gestorben: Herr Dr. August Trapp in Friedberg; Herr Heinrich Seim in Friedberg; Herr Markus Rosenbaum in Gambach; Herr 91. Supp in Darmstadt; Herr Hermann Siemon in Wetzlar; Herr 9lron Stamm in Gladenbach ; Frau Peter Neuhof in Bellersdorf.

Geborene: Herrn Heinrich Thiele unb Frau in Wetzlur ein Sohn; Herrn Professor Reinhard und Fran in Marburg ein Sohn.

Verlobte: Fräulein Dora Vnrck in Friedberg mit Herrn Albert Tacke in Hannover; Fräulein Atarie Becker in Bergermühle bei Lich mit Herrn Wilhelm Kohlhcyer in Hungen; Fräulein Marie Mobs in Eck^ell mit Herrn Hermann Renn in Eck?,eil.

München, 1. Okt. Der Vorstand der Akademie des 1. bayerischen Armeekorps, Hessel, ist bei einer Tour auf die rote Wand im Schlierseegebiet von einem Schlaganfall betroffen worden und oberhalb der Würzhütte auf der Stelle gestorben.

Wien, 1. Olt. Der Wiener Rechtsanwalt Leopold Wölflings erhielt gestern erst von seinem Klienten eine Verständigting von dessen beabsichtigter neuen Ehe. Wölfling teilte mit, daß er sich nach der Hochzeit nach Zug begeben und später einige Zeit an der Riviera Aufenthalt nehmen werde. Dann wird er sein Hans in Zug verkaufen und sich dauernd in Deutschland niederlasscn.

Budapest, 1. Okt. In etwa 30 Ortschaften sanden gestern Protest Versammlungen der Cristlich-Sozialen gegen den beabsichtigten allgemeinen BahnarbeitertTUsftand statt. In Steinamanger kam es nach einer Versammlung zu Zusammen­stößen mit den Sozialdemokraten. Die Polizei mußte von der Waffe Gebrauch machen, wobei 40 Personen verletzt wurden., Budapest, 1. Ott. Die hiesigen großen Geldinstitute votierten fünf Millionen Kronen zwecks Einleitung einer^ Hilfsaktion für die notleidenden Kreditge^ n o s s e n f ch a f i e n.

Rotterdam, 1. Okt. Der Hafenstreik hat imdurch größere Ausdehnung angenommen, daß die 600 dis 700 Dock­arbeiter einer Firma, die sonst Erzschiffe entlöschen, sich weigern, auf.Getreideschiffen zu arbeiten und in den Streik traten. In-, solgedessen mußte auch die Arbeit auf vielen .Erz- und Kohlen­dampfern ruhen.

Paris, 1. Okt. DieAgence Fourni^ veröffentlicht ein Telegramm aus London, wonach der Schriftsteller Lequeux, welcher Zeuge bei der Trauung des Ehepaares Toselli war, vor ca. 14 Tagen in Kopenhagen gesehen worden ist, wo er sich bemühte, eine Unterkunft für die Prinzessin Pia Monika zu finden.

Florenz, 1. Okt. Posel 1 i hat dus Angebot eines deutschen Impresario abgelehnt, der ihm für vier Konzerte, denen die junge Frau Toselli beiwohnen müsse, 12-000 Francs geboten habe. Toselli erklärte, er habe die Gräfin nicht geheiratet, um Geld aus ihr zu machen. Tie Carabinieri von Fiesole entfernte zwei deutsch sprechende Männer, in denen man Polizisten ver­mutete, die beauftragt waren, Erkundigungen über den Aufenthaltsort der Prinzessin Pia Monika einzulfi-len.

Paris, 1. Okt. Eine Feuersbrunst zerstörte die Fabriken und Remisen der elektrischen Straßenbahn m Ster­in ont Ferrand. Der Materialschaden ist bedeutend. Von fünf am Sonntag hier aufgestiegenen Ballons liegen Nachrichten vor. Am weltesten gelangte der Ballon Nord, der 40 Km. von Ostende von dem deutschen DampferPatani" gesehen wrn'de. Der Dampfer nahm die Bemannung auf, während man den Ballon seinem Schicksal überließ.

Bordeaux, 1. Okt. Minister Barth ou ist zur Be­sichtigung der überschwemmten Landesteile abgereist.

Madrid, 1. Okt. Bei den Ueberschwemmungen sind nach amtlichen Erhebungen insgesamt 116 Personen ertrunken, von denen bisher 86 gefunden wurden. Tie übrigen Leichen sind ins EOieer getrieben worden.

Barz eloua, 1. Okt. Auf dem int hiesigen Hafen ankernden österreichischen Dampfer Baron Kemeny wütet ein Brand. Bisher ist es nicht gelungen, denselben zu löschen.

1907er Meßmers Tbee vorzüglich an Geschmack und Aroma, ist durch die bekamüen Ver- tauf stellen crljüHUdj. Besonders empfohlen: Meimers Engluche und Ruffische Atischung, 100 Gr Pakete (sog. Probepakete) 60 bezw. 80 Pfennig. ____ss Ao _

Gemeinderatswahl zu Kl.-Linden.

Bürger, Arbeiter, geht morgen Mann für Mann znr Wahlurne und sorgt dafür, daß wir Manner in den Gemeindcrat bekommen, die nicht nur einseitige Interesse» vertreten, sondern für jeder­mann, Arbeiter, Landwirte und Beamte gleich cintretcn, und sich nur das Gemcindcwohl zur Aufgabe machen.

Wer dieses will, gche morgen zur Wahlurne und wähle:

Bekaurrtmachung.

Betreffend: Verkauf von Zuchttnaterial.

Aus nnlerer Ziegcnzuchtstation Lauterbach stehen noch eine Anzahl junge Ziegenböcke reinraiftger Saancr Abstammung zum Berkaus. Zch mache die Genieindcn mit beni Bewerten bieraat aufmerksam, daß dieselben auf der Weide in Vautcrbaaj emgesehen werden können und daß dem Wärter tue Verkaufspreise bekannt und.

AlSseld, den 30. September 1907.

Landwirtschaftstammer-AuSscyuf; für L^berheffen:

StorcU, Vorsitzender. DVw

Wilhelm Germer, Wagnermeister, Iohs. Wilhelm Renschling, Werkführer, Wilhelm Lenz, Konsumlagerhalter.

Von diesen dürfen wir überzeugt jein, daß sic Atser Vertreten.

dieses Ehrenamt voll und ganz zum

Viele Wähler.

Wohle

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