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12/01/1907 Erstes Blatt
 
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Samstag 13. Januar 1V07

157. Jahrgang

Erstes Blatt

Die heutige Dummer umfaßt 14 Selten.

Mb. ig- grlutz

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liberal gewesen.

reichen Besuch der Wirislolalc in Zeilen der Wahlkämpfe

mit 10 Psg. wahrlich teuer genug bezahlt gewesen.

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Einer alten, nach'.ischcr Sitte ft.rt bekolletierten Dame soll | ihm in Danipsern unb Gonde.n aus dem Canale ©ranbe ent-

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Kleine» Feuilleton.

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Grschelut täglich außer Bonnlage.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt b e Oirtzener Kamil len- blätter viermal in der LZoche beigelegt und zweimal wöchentlich das KreUblatl |Qr den Kreis Hieben. ^ernsprech-An» schlugi. d.Redccklion 112 Verlag u. Expedition 61

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i sich die Taschen der Gaslwirle ohnehin bccmaßeu, die Anrechnung von 30 Pfg. für ein (SlaS Trmkwasser ' . Die kleine Liühe der Bedienung wäre

ountag den loH

In einer VerirauenSmännerversammlung deS Bundes der Landwirte in Jileder-Saulheim trat LandlagSabg. Wals» Stadecken endgültig von seiner Kandidatur für den Wahlkreis Bingen zurück. DaS Zentrum, das bekanntlich für eine Kandidatur Wolf eintreten ivollte, wird nun wohl Wolf als ZentrumSkandidaten aufstellcn. Wolf ist Protestant!!,

DaS geschäftsführende Präsidium der firiegerTamerab» schäft Hassia erlaßt eine Bekanntmachung an die Hanieraöcn, die mit folgenden Worten schließt:

Kameraden l Wenn eS je bei einer ReichStagSwahl patrio­tische P i l i ch l war, das WahIrecht auszuüven, so M es bei dieser! Ächt Mann für Mann an die Wahlurne I Wähn Wiemanben, der nicht der Regierung die Miuel zur Aufrecht- crhaliung von Deutschlands Ehie bewilligen will! Wählt vor allem feine Sozialdemokraten! Wählt nur Männer, die über kleinliches Parteigetriebe die Xliebe hochhalten zu Kaiser und Reich!

Eine Zuschrift auS dem Kreise Wetzlar bezweifelt stark, daß der nalionaUiberale Kandidat Kram er den Sieg erringen wird. Ec meint, der 25. Januar müsse abgeioariei werden. TaS meinen wir auch. Jedenfalls ,vünschen wir penn Krämer, und nicht Herrn Behren« den Erfolg.

In Li ar bürg befehden sich leider aufS heftigste Links- und Ziechlsllberale. Prof. Rade erklärte am 10. d. Lils, in einer Versammlung, daß er noch in keinem Wahlkampfe so viel persönliche Hetze erlebt habe. 9lalionaUiberale und Bundler trügen Verleumdungen gegen v. Gcrlach von HauS zu HauS. Lian werfe ihm vor, er schmeichele den Zentrums- Wählern. Prof. Sieveking, der wann für v. (Verlad) ein- tritt, hielt den 9lalionaUiberalen vor, sie seien manchmal un-

Adresse für Depeschen: Y^afjon5druü und Verlag der vrühl'schen Unlv.'Vuch. und Steinbruderei. u. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstratze 7. VylCßcn

berufsmäßiger Ecometer, Wemhändler und Landivirt. Kandidat dc» Bundes der Landwirte, der von den 9iationalllberalen unterstützt wird, bleibt Keller auS Stein- bockenhelm. In einer Eeneraloersammlung des Rational- liberalen Vereins Bmgen berichtete Professor Jost über den bisherigen Verlauf des WahlfcldzugeS im Wahlkreise, iuobei er hervorhob, daß die Einigung auf eine Kandidatur Schmidt, trotz der anfänglich wirklichen Begeiste­rung der 9lahonalliberalen, an den» Widerstand der freisinnigen Parteileitung gescheitert sei.

Das ist völlig unbegreistich, ja unsinnig. Tie Frei­sinnigen haben doch Schmidt nominiert, aber die Rational- liberalen protestierten dagegen und stellten Lichtenstein auf. Dieser trat zu gunsten Schmidts zurück und die Bingener 91 a t i o n a 111 b e r a l e n versprachen ihren Gießener Parteifreunden, für Schmidt stimmen zu wollen, wenn die Gießener Freisinnigen die Kandidatur Heyligenstaedt anerkennen wollten. DaS geschah. Und nun treiben die Bingener Rolionalliberalen ein so seltsames Spul, das mchl nur unverständlich, sondern unverständig ist, weil eS den Liberalismus im Wahlkreise sehr gefährdet, der Bruch des Versprechens aber nun den Gießener Freisinn empören und zur schroffen Gegnerschaft gegen andere nalionaUiDerale Kan­didaturen für später führen dürfte.

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Ank Wahlbewegung.

Gießen, 12. Januar 1907.

Am Donnerstag abend sand, wie man unS schreibt, in Staufenberg eine gut besuchte Wahlversammlung stati, in der Stadto. ßöber und Herr Hopp sprachen. In längeren Ausführungen legte Herr Hopp die Geschichte der ReichstagSauflSjung dar und empfahl die Wiederwahl des Herrn Heyligenslaedt. Darauf sprach Herr Beckmann als Agitator der sozlaldemokc. Partei mit den bekannten lieber» treibungen in betreff der Kolonien Tippelskirch ufiv. Darauf sprach Stadlv. Löder über die Verdienste Heyligenslaedis für Landwirtschaft, Handwerk und Strödt und widerlegte in sachlicher Weise die Ueberireibnngen BeckmannS in bei Holonienfrage. Llit einem dreifachen Hoch auf Kaiser und Vaterland schloß Herr HeibertS hausen die Versammlung.

Ltan schreibt unS aus 9i u 1 te r 61) a u i e n, 11. Jan. :

Gestern abend sand hier im Saale deS Gastwirts Geißler eine gut besuchte liberale Wahlversammlung flau. Er­öffnet und geleitet ivurde sie von Lchueideemelfier Wl o o S. Tie Herren Weidner und Loder von Gießen redeten zu der Bei- sanuiiluug und verstauben sie zu begeistern. Außerdeiu hatten ftcb auch zwei Vertreter der eojialbemohaue, die Herren 91 o t l und F o ii r > e r von Ulicueu, emgeiundeii, sodaß es eine lebbane T is- hiifion gab. beider ließen sich die beibcn Vertreter der Variei bei »Freiheit- zu persönlichen Angriffen und Beleidi­gungen gegen Loder und den Kandidaten pe y t i g e n si a e d t himeiyeit, was m der Versainmlung einen inigiinjiiflen Eindruck machte und die Sympathie für diese Partei ßtiuib nicht verinehrt hau

Eine interessante Meldung kommt heute au8 Hanau. TorthatdieDeutsche 9iesormpartei die Kandidatur Köhler-LangSdorf zu Gunsten deS nationaüibcralcn Kandidaten Lucas zurückgezogen. Eine sehr verständige handlungSiveise im Interesse aller nationalen Parteien.

Lb-crlehrer 23er n er schreibt uns, daß eriveber in Trns a. L. noch sonsuov im ersten Hess. Wahlkreis eine W a h V Versammlung |ür Köhlerabgehalten Hube." Das ift Don Uiiserm Hassclihausciier Gewährsmann auch gar nicht f.,-l)auptet worden. Dieser teilte vielmehr nur m.t, daß Herr Wernerfür Köhler gesprochen habe. Das leugnet a.so Herr Wenter nichu Aber selbst wenn er dieses durch seine Zuschrift an und vielleicht hat in Abrede stellen wollen, so gibt er durch sie doch zum mindesten inbirtL 511, was auch durch die Marburger Presse bestätigt wird, biß er, tote unsere gestrige Korrespondenz auch mitteilte, im Wahlkreise ibuirburg jur den Gesinnungsgenossen Köhlers, Dr. Böhme, agitatorisch tätig ist. Was auf dasselbe Yin- auslommt.

Ter Gastwirt Franz Bauer in Allendorf a. d. Lumda nimmt in einem Schreiben an unS bezug auf eine Zuichnft ouS feinem Orte, die in unserer Rr. 6 zmn Abdruck gebracht wurde, und erllärt, daß er weder eine »gierige Geschäits- feele sei noch Sozialdemokraf. Er habe nur einem Gaste, der Trmkwasser bei ihm bestellt hatte, begreistich machen wollen, daß, wenn die Gäste von Wittslokalen fein Bier, Wem ober Selterswasser tränken, die Wirte ihre Lokale schließen müßten. Er habe dem betreffenden Herrn durch die 80 Pfg. begreiflich machen wollen, daß bann der Wirt auf andere Weise auf feine Rechnung kommen müsse. Dazu ist zu bemerken, daß nach der Darstellung unseres GewährS- mnnncS der nationaüiberale Redner vorher Bier und erst später, als er reden wollte, em Glas Wasser sich bestellt hatte. Aber Wahlversamnilungen sind doch überhaupt nicht da;u da, um den Alkoholgenuß zu fördern, und kein Gast­wirt kann verlangen, daß jeder Besucher einer Wahlversamm- | hing dem Gastwirt etwas zu verdienen gibt. Bei dem zahl-

-Mi. Sn®

Jnteressante Folgen dürste eine am 9. Januar in Potsdam stctttgchabte sozialdemokratische Versamm­lung haben. Man schreibt uns darüber von dort: Nachdem der Genosse Ledebour die bekannten Fanfaronaden gegen den Krieg gegen 300 Hottentotten mit 8000 Mann', den wir zum Geoeihen der Tippelskirch und Konsorten führen, los- gelafien und danach die Hungerzüchtung, den Kapitalismus, Knechtung und Ausbeutung der Arbeiter in U/2 stündiger Rede erschöpft und aus Dornburgs jüngster Rede nur die beiden Dattelbäume herausgehob--u harte, vor denen er dell Wald des anderen Hochbedeutsamen nicht sah oder nicht sehen wollte, trat ihm zunächst der Ingenieur Keidel- Potsdam mit dem treffenden Vergleiche entgegen, daß wie Brandenburg dieStreusandbüchse Deutschlands" hieße und doch den schönsten Ort Deutschlands berge: Potsdam so werde auch ganz zweifellos unsere Kolonie S.-W.-A. mit dem Wüstenrande" dereinst ein Gebiet von Höch st e r landwirtschaftlicher Tropen kultur, die unge­ahnte Fruchtmengen erzeuge und uns zuführe, darstellen. Dann verlas Keidel die Stelle aus Dernburgs Rede, welche gerade für Arbeiter kolontalsreundlich, aujtlärend wirten muß. Hatte dieses dem Gewaltigen schon das Blut aus dem Gesichte getrieben, so geriet er durch die den Genossen Ermler vom nächsten Redner, Herrn I., nachgewiesene Ab­lehnung der Sonntagsrul/e für Handlungsgehu.sen in Mühl­hausen L E. ganz- aus dem Häuschen, gebärdete sich als wilder Mann und vergaß sich so weit, daß er sich in den Reichstag verseht glaubte, wo man ungerächt schimpfen kann, wenn einem die gegnerische Logik zu stark an den Kragen geht. So gebrauchte Genosje Ledebour die freundlichen Aus-

gegen, und es entwickelte sich da wahrend des Wartens ein Stuck heiteren italienischen Volkslebens. Endlich nahte dec lange Zug der schwarzen, dem königlichen Hause gcl;urenoen Gondeln, mit den Gondviiecen in feiecltajer Galatracht, die bunte Schärpe um die Husten. Im ersten halben Dutzend Gondeln waren stumm und feierlich Dienerschaft und Gefolge. Die Gondel, m der er sewst, begleitet vom Burg-rmeißer und Pra,eiten, satz, wurde stürmisch begrüßt, aber es lag ein wenig Ulfiiimmung in dem Jubel. Der Schah beachtete ihn kaum: er Der!?arrte bewegungslos, zusammenge,unken und trotz der Wärme in eine Decke eingepackt. Dem fahlen, dunkel gelben Gefichte mit den dunkel umränderten großen fchwarzbraunni Augen sah man da­mals, schon vor vier Jahren, fchon die Merkmale oes todoringenden Leidens an, dem derKönig dec Könige" jetzt erlegenMin

In Frankfurt ist am 16. d. M. Profefior An on llrspruch nach zehntägiger Kranlheit infoige eines Herzfchiags gestorben. Urfprud), löoO in Frankfurt geboren, war einige 3eit Lehrer für mavierspiel am Hoch ch-en rwniervatorium und nat dann in den Lehrkörper des Räsiscyen -wmervawnums über, er war em arisgezeiu ncter Pianist umd hat >'ch auch^ots talenroolter lfeomponist eingeiuhrr. Auch seme L-per: ,,^as un­möglichste pon allen" harre starken Eriolg,.

drücke, die in dem folgenden Briefe sichen, den Jng. Keidel am folgenden Tage an ihn richtete:

'Gestern abend haben Sie Herrn I. einenfrivolen Bur scheu" unddummen Äengel" genannt und damit Fhre und die Roerensche Reichstagsgepfiogenl)clt m d e öiient» neben Versammlungen getragen. Im Auftrag einer Anc>ahl Ent­rüsteter richte ich hicnnck das Ersua/en an Sie, binnen drei Tagen diese Worte zurückzunehmen. Habe ich bis zum 14. d. M. keine Antwort von Ihnen, so nehme ich an, daß sie auf Ihrer Beleidigung beharre n."

Man dar, gespannt sein, welchen Ausweg der gewiegte ParlamentSredncr auS dieser kritischen Lage findet.

Auf Veranlassung des Grafen HoenSbroech und des Geh.-Ober- RegierungsratS Klein in Bonn oersamnielten sich am 10. d. M. hervorragende Katholiken deS Ri)einlandes in Düssel­dorf zu vertraulichen Besprechungen und oeröffenllichten einen Ausruf an alle Gesinnungsgenossen, bei der ReichötagSwahl nur solchen Kandidaten die Stimme zu geben, deren Gesinn­ung und politische Vergangenheit Bürgschaft geben, daß sie unbeirrt durch kleinliche Parteunteressen für des Reiches Ansehen und Li acht, für die Erhaltung der Sicherung des Kolonialbesitzes in gleicher Weife wie für die Wahrung des konfessionellen Friedens ein- fielen. Die Versammlung beklagte aufS tiefste, daß die Leitung deS Zentrums foivohl bei der letzten Abstimmung im Reichstage als auch beim gegenwärtigen Wahlkampf eine Haltung angenommen habe, die das patriotische, monarchische Empfinden weiter Kreise schwer verlegt.

In Gotha hielt am 11. I. 9)118. vor einer stark be­suchten Wähleroersammlung der Erbprinz zu ^oben sOhe-Laiigenburg seine Kandidatenrede.

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er dagegen die einen tiefen philosophifchen Sinn Verratendm Worte gesagt haben:Vous vieüle, laibe pourquoi?" (Sic alt, häßlich, warum Ball'?), worüber die ungereüete, eine Gräfin, jafi in Ohnmacht fiel. Es ließe sich ein ganzes Buch mit solchen Geschichten füllen. Viele davon sind ja längst be­kannt geworden, so die Weigerung Raffr-ed-Dins, zum 'Jieunen nach Hoppcgarten zu fahren, da er längst wisse, daß ein Pferd schneller laufen könne, als das andere. In Par.s ließ er fich die Guillotine erhören, verlangte dann aber, siein Gebrauch" zu sehen, und als man ihm dies für unmöglich e.starre,, be­fahl er einem feiner Adjutanten oder Minister, der gerade in Ungnade war, das Haupt unter das Fall­beil zu legen und sich, zur näheren Dcmonscratwn des incer- eifanten Apparates, rege.Käjt köpfen zu la Jen. Nur mit Muhe könnte man ihn haoon abbringen. .

Sein Soh.i Lluzasfer-ed-Uin, der ihm 1896 nach feiner Ermordung io.glc, war denn doch mit den Sitten und Georauchen abendlandifä-er Kultur ganz bedeutend vertrauter. Er war ein großer Kenner und Serener europ^isuier rauen!0>onheit^uno überall in Europa g-uen feine i.eman LiLbesabcaceurr Dud <^ton zum Medisieren. Ja) sah 1^1 19ü3 in L e neö i g an einem heilen Fruhringsrage. Seine Anrumt war ein Varls,eit. ^>n dichten Sa/ureii ftcitoen die Menfchen, Einheimische un£> Fremde, au, ixs öuG.jra degli KchMW öl-r juhrcu

MUslll. 1 . fallen daß d

13- Iannar, tadelnswert bleibt.

Schah Muzafjer-et^Din der jetzt nach langer Krankheit zu seinen Vätern versammelt ist, hat bei denen, die ihm in Europa näher traten, die der Zufall mit ihm in Berührung brachte, ober die ihn nur auf einer seiner Reisen, etwa in Venedig bor vier Jahren sahen, meyt den Eindruck eines orientalischen Lespoten, vielmehr den eines ruhigen^ und milden, ein wenig müden Herrschers erweckst UeberalL wo Schah Muzasser-ed-Din er­schien, mar er der Gegenstand lebhafter Neugier, und schnell toanb sich ein ganzer Kranz von Anekdoten und Aiiekdötck)en um ihn. .

Bon feinem Vater Nassr-eb-Din erzählt man sich noch letzt pllerlei. Der Zustanb, in bem er sich nach seinem eriien Ber­liner Besuche, Mitte der 70 er Jahre, bie ihui angewiesenen Räume bes Schlosses Bellevue zurückließ, soll ben alten Kaiser Wilhelm I. bewogen haben, nach seiner Abreise als Garnison-Parole des Wort:Schweinfurt" iu be- pimmen. Auf bem Hofball, den er besuchte, entsetzte ec die ihm lugeteilten Begleiter durch die gänzliche Nichtbeachtung der Kai- lemn Augusta. Er konnte sich augeiifcheirilia) gar nicht Dorfielien, X*6 der Kaiser sich nicht eure jüngere und schönere Frau geivührl ^ile. Unb man erzählt, baß er an einer jungen Hofdame Boid Gefallen fand, büß er chce sofortige Einstellung in 1 einen MW Witz liy). sehr wiMerje, das öies NiM sezchah.

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monatlich'ÜU viertel­jährlich Alk. 2.20; durch VIbhole- \u Zweigstellen mouadicb 60 Pj.; durch die Post Mk.2.vienel- jährst ausschst Besiellg. Annahme von Anzeigen für die 2age6mnninct bis vonninags 10 llhr. Zellenprcis: lokal lüPst, auswärts 20 Pieiuilg. Derantworllick für den poliL und allgem. Teil: P. Wlttko: für ,Sladl und i-'anb* und -Gcnchlsfaaf: Ernst Heß; für den An­zeigenteil: Hans Beck.

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Dcutjches Ueich.

Berlin, 11. Jan. Uwe bl a 11 e r und die Kaiserin besuchten heute die neuen Werke von Siemens & HalSke unu Siemens-Schuckert. 9kach mehr als dreistündigem Aufenthalt verabschiedete sich das Kaiserpaar. Der Kaiser empfing dann im Königl. Schloß den Staatssekreräc des Auswärtigen Amts 0. Tfchirschky und nahm darauf das Frühstück beim Fürsten von Ho henzoller n ein. Am Nachmittag besichtigte der Kaiser im Tom das Erinnerungsdenkmal für den Fürsten LiSmarck und einige neue Gemälde.

Fürst Karl zu Löwenstein-Wertheim aus Schloß Klein-Hcubach am Main ist während der Kommunion in der Klosterkirche zu Engelberg von einem Schlaganfall be­troffen worden. Der Zustand des im 73. Lebensjahre flehenden Führers der fübbeutiu^n katholischen Abeligcn ist bebenklich. Osfiziell wirb ein schwerer Lhnmachtsansall als Grund dec plötz­lichen Erkrankung angegeben. Ter Fürst ist auch als Gründer Der Antiduell-Liga bekannt. Er ist Mitglied der Ersten Kammern in Bayern, Württemberg, Baden und Hessen. Sein Sohn, Erbprinz Alvis, war der Präsident des Straßburger Katholiken­tages.

Aus Veranlassung des Stadtälteftcn und Prä,identen der Aeltesten der Berliner KausmannsckMft, Kaempf, ist eine Unter- suchung über die Auswanderung der deutschen In­dustrie nach dem Auslande veranstaltet worden, die bestätigt hat, daß die Besürchtungen berechtigt waren. Das gesammelte Wcateml ist sehr reichhaltig.

lieber Hebungen des Beurlaubten st andes und Reichstagsmahlen schreibt die amtlicheVerl. Korr.", daß für den Bereich der preuß. Militärverwaltung, allgemein an­geordnet worden ist, die Hebungen so zu regeln, daß die Hebungs- pslichtigen sich an der Reichstagswahl und etwaigen Stichwahlen beteiligen können.

Münch en-Gladbach, 11. Jan. Lizentiat Weber er­hielt als Vorsitzenoer des Gesanilverbaudes des evangelischen Ar­beitervereins ein Tank schreiben des Reichskanzlers, in welchem dieser seine Freude darüber ausspricht, daß die Mit­glieder des evangelischen Arbeitervereins am Wahltage bis zum letzten Manne ihre Schuldig­keit tun wollen.

Stuttgart, 11. Jan. Bei den erstmals vorgenommenen Proporswahlen zum Landtag wurden gewählt: 2 Deutsch- parteiler, 3 Konservative unb Bauernbund, 4 Lolksparteiler, 4 Sozialdemokraten und 4 Zentrum. Die Stärke der Fraktionen im Landtag ist nun folgende: Zentrum, Bolkspartei 2i, Sozial- Demolifltcn 15, Konservative unb ^auernbuno 14, Deutsche Partei 13, ein Wilber. ____

Eine glanzende Bersammlung

hatte sich am Freitagabend in Berlin auf Einladung beS deutschen Handelstages im Mvzartsaale zusammengefunben, um den Ausführungen bes Kolonial-DirettorS Dernburg