Ausgabe 
9.7.1907 Zweites Blatt
 
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Nr. 158

Zweites Matt

157.$

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.

Eeneral-Anzerger für Gberheffen

Krieg zwischen RmeriLa und Japan?

Regierung BW übe hinsic

auf bie maurische Regierung einen Druck aus

hinsichtlich der Notwendigkeit, die größten Anstrengungen

511 machen, um die Befreiung Mac Leans zu erlangen, daß

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B sie jedoch die maurische Regierung davor gewarnt habe, irgend

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die neutralen Häfen und (über die Wegnahme von

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mA Handelsschiffen).

r Der^ deutsche Gesandte

welche Schritte zu tun, welche die persönliche Sicherheit Mac Leans in Gefahr bringen können.

Paris, 9. Juli. Nach einer Depesche aus Tanger er­hielt der englische Gesandte Lowther keine Antwort auf zwei an Mac Lean gerichtete Schreiben. Aus in­direktem Wege erhielt Lowther Kenntnis, daß Naisuli, dem Khmeß-Stamme mißtrauend, seinen Gefangenen zu den Beniaris führte. Raisulis Ansehen im Lande ist wieder im Steigen begriffen.

DieGießener Familicndlatter" werden dem Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, ba5 Kreisblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Derhessische Landwirt" erscheint monatlich etnmaL

Dienstag 9. Juli 1907

Rotationsdruck und Vertag bet Vrühlfchen UnroersualS Buch» und SkiMdructerel.

8t Lang«. Stehen.

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Redaktion, Expedition and Druckereir Schul- strotze 7. Expedition und Verlag i 5L Redakttom^E 112. Teb-Adr^ 81n»»ta<rSt*Tu

Ans Siaot uno tatto«

Gießen, 9. Juli 1907.

- Vom Großh. Hofe. II. KK. HH. der Groß­herzog und die Großherzogin speisten Montag, 1. Juli, mittags bei dem Herzog und der Herzogin von Eonnaught und waren abends mit dem KönigSpaar zum Ball beim Herzog von Westminster. Am Dienstag, 2. d. Mts. verab­schiedeten sich II. KK. HH. von den Majestäten und nahmen im Hotel Cavendish Wohnung. Abends besuchten die Herr­schaften mit der Königin die Oper. Arn Donnerstag, 4. d. Mts. folgten Ihre Königlichen Hoheiten einer Einladung der Königin zum Frühstück im Buckingham-Palace und fuhren, dann mit ihr zum Polo-Turnier nach Ranelagh. Am Frei­tag, 5. d. Nits. speisten die Herrschaften beim deutschen Bot­schafter Graf Metternich. Die Abreise des Gcoßherzogspaares ist, wie schon mitgeteilt wurde, nunmehr aus Mittwoch abend festgesetzt. Die Herrschaften werden über Vliesingen fahren und am Donnerstag nachmittag auf Jagdschloß Wolfsgarten wieder eintreffen. Von Samstag, den 13. Juli an wird n. d. Darmst. Ztg. S. K. H. der Großherzog Audienzen wieder in der gewohnten Weise erteilen.

** gum Universitätsjubiläum. Voraussicht* lich werden während der Tage des Universitätsjubiläums^ festes die Droschken und andere Gefährte der hiesigem Fuhrwerksbesitzer bei weitem nicht ausreichen, um den überaus starken Verkehr in der Stadt zu bewältigen. Das Großh. Polizeiamt ersucht deshalb in einer Bekanntmachung in der heutigen Nummer die Besitzer von Fuhrwerken, die beabsichtigen, ihre Wagen hier als Droschken aufzu­stellen, sich rechtzeitig mit dem Polizeiamt ins Benehmen, zu setzen.

* Militärisches. Im Monat August soll wieder eine Truppenschau auf dem großen Sande bei Mainz vor dem Kaiser stattfinden. Hierzu werden herangezogen: Der Stab der 21. Division, der 41. Infanterie-Brigade, der Stab der 42. Infanterie-Brigade, das Füsilierregiment 80, das Dragoner-Rgt. 6, der Stab der 21. Feldartillerie- Brigade, das Feldartillerie-Rgt. 27 und die zweite Abteilung des Feldartillerie-Rgt. 63, der Stab der 25. Division und der 49. Jnf.-Brigade, das Leibgarde-Regiment 115, das Infanterie-Regiment 116 und der Stab der 50. Inf.« Brigade, das Jnf.-Rgt. 117, das Jns.-Rgt. 118, die Unter* ossizierschule Biebrich, der Stab der 25. Kavallerie-Brigade, das Dragoner-Regiment 24, die erste Abteilung des Feld* Artillerie-Regiments 61, das Fußartillerie-Rgt. 3, die zweite Pionier-Inspektion und das Pionier-Battaillon 21. Der große Sand soll in seiner ganzen Ausdehnung für die Truppenschau benutzt und die Zuschauer erst zum Parademarsch zugelassen werden. Das Infanterie-Regiment 116 stellt die Leibkompagnie als Fahnenkompagnie, das Dragoner- Regiment 24 eine Eskadron als Standarten-Eskadron.

Die Haager Friedenskonferenz.

Haag, 8. Juli. Vor Ablauf der Frist für die Ein-

Zur Lage in Rußland.

Petersburg, 8. Juli. Aus Wladiwostok wird gemeldet, bewaffnete Räuber hätten mehrfach die Be­völkerung des russischen Teiles von Sachalin in Schrecken versetzt. Fischfang und Ackerbau sind eingestellt.

DieNowoje Wremja* teilt mit, daß 9 0 000 für Rußland beftimmte Gewehre in England kon* isz iert mürben. ,Swet* behauptet, die konfiszierten Ge­wehre seien in Deutschland für die russischen Revolutionäre angefertigt, obgleich die russische Regierimg nicht weiß, wohin und für wen die Sendung bestimmt war. Das Blatt kon­struiert einen Angriff gegen das benachbarte Deutschland, das das ganze Arsenal für die russischen Revolutionäre und Fremd­völker fabriziere.

Im Gebiete des Ladoga-Sees sind infolge Lohnstreitigkeiten zwischen den Schiffern und den Schiffs- cigentümern große Unruhen ausgebrochen. Die Polizei mußte mehrfach von ihrer Schußwaffe Gebrauch machen. Drittels Extrazuges sind Gardetruppen dorthin abgegangen.

Der Mi nist errat hat das Diarineministerinm er­mächtigt, von 1908 bis 1911 für den Bau von Kriegs­schiffen und deren Aiisrüstung mit Artillerie und Torpedos alljährlich 31 Millionen in das Marinebudget ein­zustellen und den im Biidget für 1906 vorgesehenen, aber noch nicht durchgeführte Draßuahmen eingestellten Kredit zur Inangnsfnahme der Knuten im lausenden Jahre zu bemitzen.

Riga, 8. Jilli. Der Ge neralg ouverneur hat die kürzlich gefällten acht Todesurteile aufgehoben unb fünf der Verurteilten zu 20jähriger und die übrigen zu lebens- länglicher Zwangsarbeit in Sibirien verurteilt.

Petersburg, 9. Juli. Auf Hofkreisen verlautet, der Zar werde in den nächsten Tagen eine längere Seereise antreten. Man glaubt, daß die Fahrt Gelegenheit zu einer Zusammenkunft des Zaren mit Kaiser Wilhelm geben wird, der sich gerade aus seiner Nordlandreise befindet. Ein bestimmter Ort der Zusammenkunft sei jedoch noch nich vereinbart.

» bringung neuer Anträge sind noch zahlreiche Anträge ein* * gebracht worden, darunter von Italien (auf die Blockade 3 bezüglich), von Spanien (betr.

4tJ Gewässer) und von Holland

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Deutsches Reich.

Berkin, 8. Juli. Reichskanzler FürstBülow ist mit seiner Gemahlin zum Kuraufenthalt in Norderney ein getroffen.

Wie has Berk. Tgbl. erfährt, lud gelegentlich der Teil­nahme an der Kieler Woche der Fürst von Monaco den Kaiser Wilhelm ein, der im nächsten Jahre stattfindenden Einweihung des seit sieben Jahren im Bau begriffenen Museums für Unterseeforschung beizuwohnen. Ter Kaiser habe diese Einladung angenommen.

Im Reichskolonial amt tritt morgen vormittag die Kommission für die Feststellung des Einge­borenenrechtes zusammen. Dieser Kommission gehören außer hervorragenden Juristen Mitglieder aller Parteien an: von Juristen Professor Kvhler und Oberlandgerichtsrat Dr. Meyer, von Parlamentariern unter anderen: Freiherr von Richthofen und Dr. Südekum, außerdem als besonderer Sachkenner, der Abt der Oblatenmission in Wien.

Von einer Ausdehnung der Fahrkartensteuer auf bie vierte Wagenklasse ist in den letzten Tagen die Rede gewesen. Tlas B. T. kann demgegenüber auf Grund von Zu­verlässigen Informationen mitteilen, daß weder im Reichsschatz­amt, noch im Finanz- und Eisenbahnministerium an leitender Stelle von einem solchen Plane auch nur das Mindeste be­kannt sei. 1 '

Ter Reichstagsabg. Dr. Arendt hat, wie derPost" mitgeteilt wird, gegen dieLeipziger Volkszeitung" wegen eines von ihr gebrachten, ihm beleidigeirden Artikels Strafantrag gestellt.

Ter Pliarteitag der preußischen Sozialdemo- Ernten wird am 21. November nach Bvelin einberufen.

Köln, 8. Juli. TieKölnische Zeitung" teilt mit, daß ihr Berliner Vertreter, Gouverneur a. T. R u d o l f v. Bennigsen, angesichts der Erörterungen, bie an den Münchener Petersprozeß sich ,angeschlossen haben, da sein Name in Verbindung mit den Vorgängen mehrfach in der Presse genannt worden sei, darum gebeten habe, ihn als Verfasser des Aufsatzes in Nr. 297 derKölnischen Zeitung", dessentwegen Peters eine Beleidigungsklage gegen dieKölnische Zeitung" anstrengte, dem Kölner Schöffengericht bekannt zu geben.

Kiel, 8. Juli. Heute mittag fand hier die feierliche Grün d- steinle g ung zur ne uen ka tho lischen M arin ekir che statt. Aw Vertreter des Kaisers" wohnte derselben der Ches der Marinestation der Ostsee, Admiral von Prittwitz und Gaffron, bei, außerdem Abordnungen der kaiserlichen Marine und Vertreter der städtischen und staatlichen Behörden.

Vechta, 8. Juli. Amtlich. Bei der am 4. Juli stattgc- habten Reichstagsersatzwahl im Wahlkreise Oldenburg3 wurden insgesamt 15 745 Stimmen abgegeben; hiervon erhielt Gras von Galen (Zentrum) 14 909, Woebken (Natl.) 686, Hennings (F-rs. Vpt.) 52, und von Frick en (Zentrum) 27 Stimmen. Zersplittert waren 71 Stimmen.

Straßburg, 9. Juli. Tie Gerüchte von dem bevor­stehenden Rücktritt des Statthalters der Neichsj- künde, Fürsten Hohenlohe-Langenburg erhalten "sich hart­näckig.

Bremen, 8. Juli. Tic Bürgerschaft lehnte mit allen gegen sämtliche sozialdemokratischen und ganz wenig bürgerliche Stimmen den so z ialdemo kratischen Antrag aufEin- führung des allgemeinen Wahlrechts für die Büv- gerschaftswahlen ab.

Bad Kissingen, 8. Juli. Staatssekretär des Innern von Bethmann-Hollweg ist zum Kurgebrauch Ister eingetrvffen. 1

Wien, 8. Juri. In den heutigen Ausgleicysoerhandlungen eitens der beiderseitigen Minister und Fachreserenten wurde )ie Veterinär-Konvention, der Patent-, Muster- und Marken- chutz, sowie die Frage der Schiedsgerichtsklausel im Handels­vertrag behandelt. Tie Verhandlungen werden bis Mitt­woch dauern.

Der Agr amer Landtag ist heute durch ein könig­liches Handschreiben vertagt worden.

Die ungarische Regierung wird im Herbst einen Gesetzentwurf zur Einführung des allge- meinenWahlrechts einbringen mit dem Grundprinzip, daß jeder ungarische Staatsbürger, der in seiner Mutter^ prache lesen und schreiben kann, wahlberechtigt ist.

Prag, 8. Juli. Die Rechtspraktikanten aller Gerichte Böhmens setzten heute mit der passiven Resistenz ein, um den Widerstand, den ihre Vorgesetzten der notwendigen Regelung ihrer Anstellungs- und Besol­dungsverhältnisse entgegenstellten, zu brechen.

Rom, 8. Juli. Wie aus dem Vatikan verlautet, wird demnächst eine scharfe päpstliche Enunziation über den von einzelnen deutschen Professoren begründeten Bund zur Förderung der katholischen Reform­bestrebungen erfolgen.

DerEclair" teilt mit, der Kommandant Alfred Dreyfus habe seinen Austritt aus der Armee nachgesucht und inzwischen Urlaub erbeten.

London, 8. Juli. Nach soeben eingetroffenen De-, peschen aus Lissabon hat Ministerpräsident Franco bei seiner Untersuchung der Finanzverhältnisse des Landes in der Absicht, eine Verminderung der Ausgaben herbeizuführen, Zustände ausgedeckt, die auf ernsthafte Korruption in den Kreisen der portugiesi­schen Beamtenwelt schließen lassen. Es bat sich herausgestellt, daß zahlreiche Personen mehrere Aemter, von zwei bis hinauf zu zwölf, zugleich in Händen hatten.

Sofia, 8. Juli. Man spricht mit Bestimmtheit von einer geplanten Begegnung des Fürsten Fer­dinand mit dem König Peter, wahrscheinlich wie üblich, am Belgrader Bahnhof bei der Heimreise des Fürsten. Die Begegnung verdient Beachtung, weil Fürst Ferdi­nand in letzter Zeit dem Serbenkönig ostentativ aus wich und deshalb sogar den Weg über Rumänien nahm.

Han kau, 8. Juli. Der Gouverneur von Anhut, Nganhwei, ist gestern in Nganking einem gegen ihn ver­übten Mordanschlag zum Opfer gefallen. Er wurde von dem Polizeidirektor und einem Studenten in dem Augenblick erschossen, als er gerade eine Schule be­treten wollte. Von mehreren Schüssen, die aus ihn ab­gegeben wurden, hatten drei tödliche Wirkung. Der Polizei­direktor wurde ergriffen und auf der Stelle enthauptet.

Peking, 7. Juli. Obgleich es noch nicht klar ist, ob die Veranlassung des Gouverneurs Nganh- w e i persönlicher oder revolutionärer Natur ist, ist der Gene-- ralgouoerneur von Tuanfang mit Truppen von Nanking nach Nganking abgcgangen.

Durch ein Edikt ist Fengshu zum Gouverneur von Anhu ernannt. '

S iflichtet haben, den Frieden im fernen Osten aufrecht zu rhalten und Japan in der Verteidigung seiner terri- orialen Rechte zu unterstützen.

leibe* Paris, 8. Juli. Hier findet die Tatsache Beachtung, - einige amerikanische Zeitungen, besonders dieWorld" en Präsidenten Roosevelt beschwören, keine Kriegs- Schiffe in den Stillen Ozean zu senden, um reiß, licht den Anschein zu erwecken, diese Flottendemonstration ei eine Provokation Japans. Die Regierung dürfe nicht en verbrecherischen Umtrieben der Sensationspresse nach- leben.

ög Washington, 8. Juli. In Kr e i s e n d e r M a r in c - )itß| - f f i i i e r e wird in unverbindlicher Weise erklärt, die 'ergkj Verstärkung der amerikanischen Mittelmeerflotte müsse bnnj icherlich zum Kriege mit Japan führen. rLtzDenn der Versuch, die Philippinen zu befestigen, durch-

! geführt werde, so werde man nicht lange auf den Ans­atz 'ruch des Kampfes zu warten brauchen. Die Regierung ec, st augenblicklich mit der Sammlung von Material über etbd ie Ursachen der Reibungen zwischen Ameri- a n e r n und Japanern in den Staaten an der Küste 5 es Stillen Ozeans beschästigt.

Newyork, 8. Juli. Nach einem Telegramm aus WLokio erklärte der japanische Admiral Sakamoto in nz.il iner Unterredung mit einem Berichterstatter des oppositio- udtz rellen BlattesBotschi Schimbun", wenn zwischen Japan M inb den Unionstaaten Feindseligkeiten ausorechen sollten, öw« 0 werde das Ergebnis wegen Fehlens einer geeigneten ^perationsbasis zweifelhaft sein. Solche Operations- Mttj lasen, wie sie zurzeit beständen, seien für praktische Zwecke jjeu u weit voneinander entfernt, selbst die am meisten benach- Ictlt warten, die Pescadoreninseln und Manila, lägen 600 Meilen 77 >on einander. Der Admiral soll ferner gesagt haben, auch uenn man sich in Washington für den Krieg entscheide, ihhli ei noch zweifelbast, ob die in der Flotte dienenden Ameri­kaner patriotiscy genug seien, um zu kämpfen. Die ameri- M 'anischen Flottenoffiziere machen brillante Figuren auf

Bällen und gesellschaftlichen Vereinigungen, aber seien so- M wohl bet Manövern wie im Ernstfall beruflich ganz ^unzulänglich. Es sei zu viel, von der amerikanischen W Flotte im Falle eines Krieges mit Japan brennenden nins Patriotismus zu erwarten.

Washington, 9. Juli. Admiral Brownson er- ~ klärte auf Grund einer Unterredung mit dem Präsidenten 3^ .'Roosevelt, daß die amerikanische Flotte erst im Oktober nach dem Stillen Ozean in See gehen werde. Das Urteil des japanischen Admirals Saka- jUjnioio über die amerikanischen Offiziere erklärte Brownson my für inkompetent und lächerlich.

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Bergen, 8. Juli. Der Kaiser unternahm vor­mittags einen Spaziergang bei Laxevaag und «onw dann später ein Frühstück bei Konsul Pdohr ein.

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Tie Befürchtung, daß die zetzigen Differenzen zwischen 'M) en Bereinigten Staaten von dLordamerika und Japan zum Kriege führen könnten, nehmen zu, wie aus nachstehenden 9g Reld.ungen hervorgeht:

London, 8 Juli. Die Politik Amerikas >be- eind ügttdj Japans, über die seit den letzten Tagen so wider- orechende Meldungen vorliegen, fängt hier umsomehrzu eunruhigen an, als die kriegerische Haltung des New- k .. orker Heralo nicht ohne Einfluß auf die Entschließungen er Washingtoner Regierung geblieben zu sein scheint. In rngianb und Frankreich, schreibt derDaily Graphic", muß >ie Entwicklung des Streites mit großer Sorge wahrge- tommen werden, da beide Mächte durch Vertrag sich ver-

vonSchlözer gab heute ^em Diner, an dem die beiden ersten französischen Delegierten Botschafter Bourgeois unb Baron b'Estournellcs de Constant, t Baron und Baronin Marschall von Bieberstein, der nieder- lydische Minister des Aeußern Jonkheer van Tets van t un3 Goudriaan mit Gemahlin, der türkische Gesandte Missak-Effendi, er^ der englische Militärbevollmächtigte Oberstleutnant Buller, i-cheß - * ' -

sowie andere Delegierte mit Gemahlinnen und Mitglieder der deutschen Gesandtschaft teilnahmen. _______________

Raisuli.

Tanger, 8. Juli. Die Nachricht von der Gesangen- riahme Mac Leans, die am 4. Juli in Fez ankam, rief dort eine lebhafte Bewegung hervor. Der Niachsen ver­sprach, alle erforderlichen Opfer zu bringen und bat nur, man möge weder zu Lande noch zu Wasser kriegerische De- monfirationen veranlassen, die bie Lage Mac Leans nur ver­schlimmern würben. Der Machsen bat um Geltend­machung des französischen Einflusses. Der franzö­sische Geschäftsträger hatte bereits im Einverständniffe mit der englischen Gesandtschaft Schritte getan, um mit dem Stamme, bei welchem sich Raisuli befindet, in Unterhandlungen zu treten. Raisuli soll aber aus Furcht, daß seine Interessen geschädigt werden könnten, eine andere Zuflucht gesucht unb daburch die Verhandlungen noch schmieriger gemacht haben.

Nach vorliegenden Nachrichten bewegt sich Raisuli nach der Grenze des Gebietes des Beniarosstammes hin unb sucht ein mögliches Vorgehen bes Stammes Hkmaß zu ver­meiden. Der Sultan nahm bie Nachricht von der Gefangen­nahme Mac Leans mit großer Besorgnis auf unb äußerte, er werbe alles, was in seiner Macht stehe, tun, um seine balbige Befreiung zu erwirken.

London, 8. Juli. Im Unterhause sagte Parlaments­sekretär Runciman in Beantwortung einer Anfrage, die Sicherheit des Kaids Mac Lean betreffend, daß die englische