Universitäts-Nachrichten.
Salzburg, 9 Sept Der deutsche Hochschullehrer- ,den nächstjährigen Hochschullehrertag m der ersten Halste des Oktober m Jena abzuhalten.
Sport.
— Der Kosteuanschlag der geplanten Rennbahn tm H u n dsrück i|i dem larserl. Automobilklub Darnach ivürde die Rennstrecke 45 Kilometer, 2 385 000 Pik. koften. Innerhalb des gesamten, für die Anlage in ckrage kommenden Geländes liegen weder Dörfer, noch Gehöfte noch Wiesen und Felder; cs sind nur dem preußischen Staat gehörige Waldungen. /m, y \
vermischter.
• Schmugglerinnen. Bei der Ankunft des französ. D a inp fs ch i ff es ,La Savoie" in New-Vork rvurdc von. ben Behörden das Gepäck von 20 Damen beschlagnahmt. Sie mußten sich auch einer Leibesolsitation durch Angestellte | des Zollamts unterziehen. Es stellte sich heraus, daß die Damen große Wiengen der wertvollsten französischen Roben, Hüte und Spitzen, auf denen ein sehr hoher Zoll lastete, em- schtuuggeln wollten. Tie Hüte sind konfisziert worden. Anführerin der eleganten Schmuggelbande ist eine junge Dame der reichsten Rewyorker Kreise, die in Amerika und Europa einen gewissen gesellschaftlichen Ruf genießt. Die Zollbeamten behaupten, daß von derselben Schmugglergruppe schon französische Luxuswaren nu Böerte von Millionen eingeschmuggelt worden seien. (B. T.)
wußte Reisende, da gerade durch gesteigerten Fremdenverkehr ide arme ländliche Bevölkerung sich von den Irredentisten wirtschaft-
(—) gegenüber der Vorwoclic folgt:
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wie
Weizen
Roggen
Hafer
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Weltmarktpreise:
Dez. 226.50 (-f- 6.50).
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5
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meriebezirks Oberhessen, eiugesunden. Das Töchterchen des Schloßverwalters Obst überreichte nach dem Bortrage eines Gedichtes I. K. H. der Großherzogin ein herrliches Blumen- bukett. Die Herrschaften unterhielten sich mit den erschienenen Herren und sprachen sich sehr erfreut über die Schmückung der Straßen und den schönen Empfang aus. Sie erklärten sich bereit, die Huldigung der Einwohnerschaft in Form einer Serenade in den nächsten Tagen entgegenzunehmen. Morgen MH fahren die Herrschaften im Automobil in das Manövergelände bei Windecken, wo die Pferde bestiegen werden. Nach Schluß der Manöver erfolgt die Rückkehr hierher im Automobil. Mittwoch den 11. d. M., 1 Uhr nachmittags, findet im Kürhause zu Bad-Nauheim eine Mittagstafel statt, zu der die Generale und Stabsoffiziere der 25. Division geladen sind. Einen wunderbaren Anblick gewährt die herrlich geschmückte Kaiserstraße, insbesondere der nördliche Teil, wo an dem Eingang der Usagasse eine Ehrenpforte errichtet ist. Bon da ziehen sich Flaggen-, masten, durch Girlanden verbunden und mit Fahnen und Wimpeln in Licher und hessischen Farben verziert, bis in die Burg, wo sie am Schloßtor ein Ende nehmen.
Königsberg Danzig Stettin Posen Breslau Berlin Magdeburg Halte Leipzig Hamburg Düsseldorf Mannheim Stuttgart Straßburg München
genommen. >
Der Alldeutsche Verband fordert, daß die Reichsregicrung 1. in deutlicher, auch den Marokkanern zur Kenntnis gelangender Weise das Vorgehen Frankreichs mißbilligt, 2. den Schuh der deutschen Handelsinteressen in Marokko selbst in die Hand nimmt und sür die Gleichberechtigung des deutschen Handets mit dem anderer Nationen im Sinne der Akre von Algeciras wirksam eintrüt, 3. die Entschädigung der in Casablanca geschädigten Deutschen durch den Schaden stifte r, d. i. Frankreich, mit allem Nachdruck betreibt, 4. wenn jedoch die Gefahr näher tritt, daß Frankreich auf den Etappen der zeitweiligen und dann verlängerten Besetzung des Landes tatsächlich politisch und wirtschaftlich Besitz von marokkanischen Gebieten ergreift, so hat Deutschland eine gleichwertige territoriale Entschädigung zu be- ansprucAn-
Diese Entschließung wurde mit lebhaftem Beifall angenommen.
Am Abend fand eine Festkneipe im Festsaale der „Wartburg" ' statt-
Ein Markstein in der Geschichte der Tuberkulosebekämpfung
230 226
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lich frei machen könne. Die Irredentisten würden durch einen Boykott nicyt geschädigt werden, da sie ihre Einnahmen aus landwirtschaftlichem Gruridbesitz ziehen. (Beifall.)
Zur Marokkofrage wurde eine Entschließung einstimmig an-
Arrs Stadt uitO Land.
Gießen, 10. Sept. 1907.
Dann sprach Rechtsanwalt Putz-München über die Heb erfülle auf Deutsche in Südtirol am 26. und 27. Juli ds. Js. in Per sc n und Calliano. Er betonte, daß die Täter fast ausschließlich aus eigens zu den Uebetfällcn zugereisten Tricntinern und Rovreitern bestanden, und daß die eingeborene ländliche Bevölkerung sich gänzlich fern gehalten habe- Redner wandte sich mit aller Schärfe gegen den verschiedentlich aufgetauchten Vorschlag eines Boykotts Welschtirols, verlangte vielmehr im Gegenteil verstärkten Besuch durch deutsch bc-
einep Annäherung an Dänemark zum Januarvertragc 1907, wonach die Nachkommen der Optanten Preußen werden können, geführt. Diese Politik ist nicht als Milde, sondern als Schwäche und Furcht von den Dänen em Pfunden worden und Hot nur die Begehrlichkeit der Dänen geweckt. Ein Ausgleich mit Dänemark ist erst möglich, wenn nach hinreichender Eindeutschung Nordschleswigs der dänische Chauvinismus nicht mehr die Neigung spüren wird, sich an deutschem Gebiet den Magen zu verderben. .Auch die Regierung dürste inzwischen beobachtet haben, daß sie die dänischen Wünsche nie voll erfüllen kann.
Die Versammlung .nahm einstimmig eine Kundgebung -an, die die in Mrdschlcswig plötzlich bekundete Politik der Schwäche verurteilt, die um vermeintlicher Vorteile der äußeren Politik willen die bisherige ruhige, dem Deutschtum günstige Entwickelung in Frage stellt-
heblrcher Besserung chres Zustandes, nachträglich abgcletmt und |o blieben für den Beginn der Jüvalideufürsorqe im Großherzogtum Hessen zwei Kranke übrig. Für die baldige gänzliche Belegung der für lungenkranke Rentenempfänger zur Verfügung ftehenden Betten ist aber bereits Sorge getragen. Der Vorsitzende der Landesversicherungsansra" Großh. Hessen, Geh. Regierungsrat Dr. Dietz in Darnutadt vollzog selbst die Ausnahme der ersten Krauten una- einigen Worten der Ermunterung an die Patienten, der An- eiferung an Arzt und Pflegepersonal. Der erste bedeutungsvolle Schritt auf dem für Hesfeu neuen Gebiete ist nun getan. Möge die neue Fürsorge sür Invalide, die der Versicherungsanstalt erhebliche materielle Opfer auserlcgt, den Kranken und der Menschheit zum Segen gereichen!
Getrerdewochenbcricht des Deutschen Landwirtschaftsrats.
Die erregte Stimmung im Getreide handel hält an. Einer Wits scheinen Befürchtungen hinsichtlich der Weizenernte irn Now- westen dcr Vereinigten Staaten und in Kanada auf eine Schmälerung der nordamerikanischen Leistungsfähigkeit hinzudeuten, an dererseits gibt die Verkaussenthaltung Rußlands andauernd Veranlassung zu ermsten Erwägungen. Für die Versorgung d s westeuropäischen Bedarfs kommen aber vorerst nur diese veiden Gebiete in Betracht, denn Argentinien beteiligt sich schon feit längerer Zeit nur in bescheideneiii Maße am Weltexport und von der Donau wurde zuletzt manches zurück gehaudelt- In den Importländern aber sind die alten Vorräte erschöpft und die Lage wird außerdem noch durch den Umstand verschärft, daß das Erzeugnis der ohnehin spät gereisten eigenen Ernten um einen Monat später als in normalen Jahren seiner Bestimmung zuge- suhrt werden kann- Es ist 'dies namentlich in Deutschland der Fall, wo sich die restlichen Ernt-arbeiten unter sehr schwierigen Berhaltnisien vollziehen. Die in der Berichtswoche zu täglich gediegenen Preisen erzielten Umsätze bestanden daher nur zum kleineren Teil aus inländischem Weizen- Der Berliner Markt Hai der Notwendigkeit, sich den ausländischen Forderungen anzupass rn mit einer Wertbesserung von 7—8 Mk- nicht in vollem Maß^ Rechnung getragen- Der Roggewmarkt steht liach wie vor unter dem Eindruck russischer Rückkäufe. Auch m diesem Artikel bleiben Zufuhren aus dem Jnlande noch immer gering, während die Kauflust wieder lebhafter hervortrat, so daß sich die wesentlich erhöhten Forderungen, sofern es sich um einwandfreie Qualitäten^ handelte, meist glatt durchsetzen ließen . In Berlin hat der^eptentbertermiN i zumteil infolge der schwierigen Beschaffung tontrattttcycn moggens seit 8" Tagen unt ungefähr 8 Mk- ange- iOQen. Hafer wurde von dcr allgemeinen Festigkeit weniger berührt, trotzdem sich namentlich in Süddeutschland noch ziemlich viel von dieser Frucht auf den Feldern befindet und durch die ^ditteruug gelitten haben dürfte. Immerhin war die Nachfrage darin weniger lebhaft als das Angebot- Für Braugerste wurden von Händlern höhere Preise bewilligt, namentlich die schönen Qualitäten, die Nieder-Bayern, Mittel- und Unterfianken liefern bereitwillige Aufnahme. Die Brauereien standen dem Geschäft noch fern- Für Futtergerste unb Mais mpßte der lebhafter cmgreftende Bedarf den erl-öhten Preisansprüchen des Auslandes folgen-
im Großh erzogtum Hessen ist der 2. Sept. 1907. Während die bisherigen Bestrebungen auf diesem Gebiete dahin gingen, das volksverherende Uebel durch im Anfang der Krankheit einfetzende Kuren in der Ernst-Ludwig-- und Elevnvren- Heilstätte an der Wurzel zu fassen, war für die schon länger an dieser Krankheit Leidenden wegen vorgeschrittenen Leidens aber nicht oder nicht nochmals zur Heilstättenbehand- lung geeigneten Versicherten der Landesversicherungs-An- nichts geschehen. Es unterliegt keinem Zweifel, daß die an der schwereren Form der Tuberkulose Erkrankten eine außerordentlich große Gefahr sür ihre Umgebung find. Die Ansteckungsgefahr für die Mitmenschen, besonders' für die nächsten Allgehörigen des Erkrankten durch seine Jfolierung zu beseitigen, ihm außerdem durch ausreicheude Verpflegung und ärztliche Behandlung in dafür geeigneten Krankenhäusern allenfalls die Möglichkeit zur Erholung und Kräftigung zu geben, sollte und mußte der Zweck des iveite- ren Mittels gegen die Ausbreitung der Tuberkulose sein. Um zu sehen, ob und inwieweit in den Kreisen der Erkrank-
ten ein Bedürfnis nach solcher Fürsorge vorhanden ist, hat der Vorstand der Landesversicherungsanstalt Großherzogtum Hessen anfangs Februar d. Js. an etwa 500 tuber- ^1O|rJ^n?ertem^'än92r bie Anfrage gerichtet, ob sie den Wunsch haben, gegen Wtretung ihrer Rente auf Kosten )er Versicherungsanstalt Aufeilthalt in einem Sanatorium zu nehmen. Tas Ergebnis dieser Rundfrage war verhült- Ni^maftig erfreulich. Tie sehr zahlreich eingegangenen > Zuschriften lassen ersehen, daß die Erkenntnis, welche dre an Tuberlmlose Ertränkten für ihre Mitmenschen hinsichtlich der Ansteckungsmöglichteit sind, tief in alle Schichten der Bevölkerung eingedrullgen ist, und daß dieser Gefahr, soweit es die Wohnungsverhaltllisse und die. Mittel der einzelnen Kranken gestatten, auch entgegengetreten wird.
m Iallen verzichteten verheiratete Erkrankte lediglich mit Rücksicht auf ihre Familienverhältnisse unter dem Aus- druck des Tankes auf die ihnen angebokene, für vorteilhaft uvtrg erachtete Unterbringung in einem Sanatorium, io (11 mannlrche und 5 weibliche) Rentenempfänger erklärten sich ogne ^verkeres zur Aufnahme bereit, 17 andere wünsch- FnnfräUÜsSX lln? Verpflegung nährre Aus-
sv irr.9 udj-?c‘“ tlsfc gejiajert war, konnte der
Anstalt-vorftand mit den als Sanatorien in Betracht kommenden Mantenhausern des Landes in Verbindung treten. biyci: ^niühungen entsprach zwar nicht ganz den gehegten Erwartungen, doch ist es infolge dankens- werren Lntgegenioinmens einigen Anstaltsverwaltunaen ae- sungen, loutel Raum sür lungenkranke Rentenempfänger zu Ochern, als zunächst nötig sein icirb. Zur Unterbringung haus Är" lft ^läufig das Kreiskranke?,
olvita E Zgenstadt a. M für die weiblichen das Hospital in lernt) exm ausevseheu worden. Tie Be- ^stcrcu tonnte bisher nicht erfolgen, weil nötige baulla-e Veränderungen noch nicht beendet sind; im Laufe dev nächsten Monats wird das voraussichtlich möglich fein. 9 E ^ogung des Hospitals Viernheim ist aber am - . Dll An>ang gemacht worden; von den 5 zu- 1 ,1 Ö‘ECI.9C kommenden Personen sino inzwischen Mvei eine hat, anscheinend .infolge eingekretener er-
11 wurde bestimmt, daß der nächstjährige Sängertag in T e ck e n b a ch abgehalten werden soll. — Nach Erschöpfung öer Tagesordnung blieben die Sänger bei fröhlichem Gesang noch einige Stunden in heiterster Stimmung beisammen. Erst mit Einbruch der Dunkelheit trennte man sich mit dem Bewußtsein, einen schönen Tag verlebt zu haben.
Za Butzbach, 9. Sept. Ein Menschenauflauf entstand heute nachmittag zwischen 5' und 6 Uhr vor der Wohnung des Oberamtsrichters, da dessen Tochter laut um Hilfe schrie. Tie bald anwesenden Beamten der Gerichtsschreiberei konnten feststellen, daß das Tiensimädchen des Ober- amtSrichters auf dem Flur an Kopf und Arm blutend mit krampfhaften Zuckungen am Boden lag. Nach einigen Minuten erfuhr man, von der Verwundeten, daß sie überfallen worden sei. Ter Täter sei ein ihr von früher her bekannter Strolch, der sich Brachmann schreibe. Ta nun die Tat unmittelbar vorher begangen sein sollte, so gingen alle Anwesenden auf die Suche nach ihm. Tas Resultat war erfolglos und außerdem konnte man inzwischen seststellen, daß der N a u b a n f a l l von dem Tienstmädchen selbst fingiert war und daß es sich die Wunden selbst beigebracht hatte.
b. Friedberg, 9. Sept. II. KK. HH. der Großherzog und bie Großherzogin trafen heute mittag nm 121/2 Uhr vom Jagdschloß Wolfsgarten kommend hier ein. In ihrer Begleitung befanden sich die Prinzessin Viktoria zu Schleswig-Holstein, die Prinzessin Ludwig von Battenberg mit ihren beiden Söhnen, den Prinzen Georg und Franz Ludwig. Der Erbgroßherzog traf mit dem Zug um 1.13 Uhr ebenfalls hier ein. Im Gefolge der Herrschaften befanden sich die Oberhofmeisterin Freiin von Grariei, Hofdame Freiin von Rotsmann, sowie die Hofdame der Prinzessin zu Schleswig-Holstein Miß Loch, ferner Oberstallmeister Riedesel Freiherr zu Eisenbach, General- Adjutant von Wachter, Hofmarschall F-reiherr von Ungern- Sternberg, Flügeladjutant Rittmeister Freiherr von Massenbach und Ordonnanzoffizier Leutnant von Schröder. Zur Begrüßung der fürstlichen Herrschaften hatten sich im Schlosse Kreis rat Fey, Bürgermeister Stahl und Oberstleutnant Schmidt aus Gießen, Kommandeur des Gendar-
** Der Verein Edelweiß-Gießen feierte am LI. Aug., 1., 7. und 8. September l. I. sein 15. Stiftungsfest. Es wurde eingeleitet durch einen Festkommers am 31. August im dekorierten Saale des „Frankfurter Hofs" Er verlief unter zahlreicher Beteiligung der ihm befreundeten Vereine aufs Beste. Sonntag, 1. September er, tanb tafelt ft Frühschoppen mit Musik und nachfolgender photographischer Aufnahme statt. Am Samstag, 7. l. Mts., verewigte man sich wiederum im festlich geschmückten Saale des ^Hotel Einhorn", um bei Konzert, Gesangs-Vortragen und darausfolgendem Ball zusammen zu sein. Ter Abend wurde durch die Gesangsvorträge des G-ejangvereins Gemütlichkeit" aufs Beste verherrlicht. Zum Schlüsse fand Sonntag, ein Ausflug nach der Karlsruhe statt.' Allen Fest- teilnehmern werden die schön verlebten Stunden noch lange in Erinnerung bleiben.
. /in Langsdorf, 10. Sept. Am Sonntag, 8. Sept., wurde hier eine Station für Krankenpflege errichtet und zu diesem Zwecke eine Kranken-Schwester durch den Pfarrer Deggau vom Diakonissinnenstist zu Darmstadt, der früher selbst Pfarrer zu Langsdorf war, durch einen kirchlichen Akt eingeführt. Vom Kirchenpatro- nat war die Frau Mrstin zu Solms-Lich und der kleine Erbprinz Philipp zu Solms erschienen. Tie neue Einrichtung verdankt ihr ursächliches Bestehen der Initiative des früheren Biirgermeisters Köhler-Langsdorf, der vor Jahren schon die Bewilligung eines Zuschusses von jährlich 500 Mk hurch dre Gemeinde zum Zwecke der Armeupflege beantragt .hatte. Außerdem gelang es ihm, bei dem Großh. Finanz- iNiNisterium irrtümlicherweise zuviel augeforderte und gezahlte 500 Mk. Erbschaftssteuer der Erben des ver- ftorbenen Fruchthändlers Christian Köhler VII. in Rück- A?huw9 zu bringen und dem guten Zwecke zuzusühren. Dafür wurde dem neuen Bürgermeister Schiel und den: Gememderat der sich dieser Bewilligung nicht widersetzt batte, der öffentliche Tank durch Pfarrer Mahr ausgesprochen und auch des Alt-Bckrgevmeisters Erwähnung getan. Wir wünschen der Krankenschwester Gottes Segen und dem ganzen Unternehmen das Vertrauen und die reichlichste Unterstützung der Gemeinde.
(4- 10) (+ 1) (+ b) (— 14) (+ 10) (+ 5) (+ 7) (+ 2)
s^Aten ich die für inländisches Getreide am letzten in Mark pro 1000 Kilogramm je nach Qualität, loo- ber das Mehr (+) beziv- Weniger ' — Klammem ( ) beigefügt ist.
Weizen: Berlin Sept. Budapest Okt. 195.35
Edel sei der Mensch, Hilfreich und gut.
-r. Stangenrod, 9. Sept. Gestern tagte in dem geschmückten Saale des Gastwirts Bock hier der 19 Sängertag des Ohm-Lumdatal-Sangerbun- be§. Bon den 12 Bundesvereinen waren anwesend die Vertreter, d. h. die Präsidenten und Dirigenten der Gesangvereine von Bernsfeld, Deckcnbach, Groß-Eichen, K'esselbach Lehnheun, Merlau, Nteder-Ohmen, Sellnrod, Stangenrod' D-eitershain und Wettsaasen. Bon Burg-Gemünden waren keine Vertreter erjchieiien. Bon fast jedem Bnndesvereine waren außerdem noch einige Sänger mitgekommen: der Gesangverein „Konkordia"-Stangenrod war vollzählig erschienen, so daß im ganzen etwa 75 Sänger anwesend waren Der Bundespräsident, Lehrer Ge mm er-Merlau, hieß die Vertreter und Sänger willkommen und alsdann wurde in die Beratung der reichhaltigen Tagesordnnng eiuqe- treten. Ter Präsident erteilte zuerst dem Schriftführer des Bundes, Lehrer Bender-Stangenrod, das Wort zur Verlesung des Protokolls vom 18. Sängertag. Alsdann wurde durch den Bundesrechner, Schreinermeister Hofmann - Nieder-Ohmen, die Rechnung für 1907 verlesen unb ba sich kein Anstanb ergab, auch genehmigt. Dem Rechner wirb Entlastung erteilt. Die finanziellen Berhält- niise bes Bunbes sind gut. Das bare Bereinsvermöcien betragt über 400 Mk. Das 14. BuudeSfesi sand am 30. Juni oiefes Hahres in Merlau statt. Mit diesem Feste verband der Gesangverein „Eintracht" daselbst sein 25 jähriges Stif- her9wm SelbeX f,attC ^st sehr unter der Ungunst der Witterung — cy regnete saft den ganzen Tao — Z leiben, o daß der Verein mit einem Defizit abschloß. Der Sangertag bewilligte daher - statt wie seither 25 Mk - emstiimmg dem Verein eine Untcrstüaung von 50 Mk 2a alle 12 Bunde-verei.ie )etzl im Wi£ °ou Fahn n fmb, jo »urbc alle zwei Jahre ent LmideS est
abzuhatten; Ausnahmen finden statt bei 25- reip. 50> jährigen Jubelfeiern der einzelnen Vereine. .Durch das Los
Märkte.
Gießen, lO.Sept Aiarktberickt. Auf heutigemWocbemnattte 9Ü£e/?lnn ^nnSP1'- D L20-L30 Hühnereier 1 Sl. 8-9 Vsg., 2 Stck. OO-OOPsg., Gauseeier 10-00 Psg., Euteneier 8 Pfg, Käie Pr- Stck. 6—8 Pf-, Kasematte 2 Sick. 5-6 Psg., Erbseu p.M. 18-24 Pfg.
^ailbeupr.Pr.0,80-l,OOAck.,puhtierpr.St. 1,00—1,60 Mit., Hahne pr. Stäck 0,80—1,80 Wck., Enten vr (Siiicf 0O-WPsg., OchliMfL ZZ. P'd 82—88 Pfg Kuh- und Rmdsleifch pr. Pnmd 80—82 Pfg., Schweine- -O—64^Pfg., Schwcmefleisch, gefaizen, pr. Pfd.
^albflepch pr. Pfd. 80—90 Pfg., Hammelfleisch pr. PW. ß4 o-cI,^c pcv ^Ilmb —Kartosselu pr. lOOKg.
6—7 Pik., Zwiebeln pr. Zlr. 6/00—7,00 Pir., Milch per Lilei 2l> Psg., Nüsse 100 Stück 50—00 Pfg., per Ztr. 9—15 Mk., Weiß' fmut per Stuck 15—30 Pfg., per Zentner Pik. 0.00—0.00. — Marktzen von 7—1 Uhr.
. « - Kartofselmarkt-Bericht vom 9. Sept. Für Kar- tofteln m Wagenladungen von 10 OOü Kilogr. ist bezahlt worden ^ %rUUrsrn5° ßlI°9r* - Friedberg (Hesse.i): Role Sorten 1.75-2.00, Piagnum boiuim 2.10—2.30, weiße runde 1.75—1.90 Frankfurt M.: Rosen (frühe) 2.25, frühe weiße Kaiserkrone 2.50, Fruhgelbe 2.75.
230.50 (Z- 7.75),
Sept. 190.90 (4- 2.75). Liverpool Dez. 178.40 (-k~1.9(j) ^ Clücaao
Sept. 148.40 (+ 6.35), Dez. 156.10 (+ 5.40).^loggen:
207.50 (+ 7^-) Dez.198.50 (4- 7.25). Hafer ^Bctti.r Sep!!
17o.2o (4- 3.—), Dez. 170 (fi- 4.50) Mark.


