Ausgabe 
8.3.1907 Erstes Blatt
 
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LS 7. Jahrgang

Bai

5ie Veulige Kummer umfahr 10 SeiLev

politiicbc Cagesschan.

HauL setzt

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Anhänger sprechende- Zeugnis lautet:

tffr. 57/ ' Erstes Blatt

verheirateter Mann von 25 Jahren vertrauens, würdiger sei als ein Junggeselle von 45! Viele glauben, daß die wirtschaftlichen Verhältnisse zu Gunsten der

dem Wege geschasst werden sollten, in- siechloroformiert"! Dieser Vorschlag sand

sogar Verkörperung in einem Beschlußantrag, dec in dec StaatS-L'.giSlatur von Connecticut vorgelegt wurde. Er wurde , vorläufig * für außer der Ordnung erklärt. Der Be- fürworter des BeschlußantragS hatte das Alter auf über 40 angesetzt, weil dec Sprecher der- Legislatur, ein Junggeselle, gerade 40 Jahre alt ilt!

ik°foen, Koks 'Brüetts.Uöti, briketts, Bolz

)lt ßieier,

Marlijirabe 6. uy

Marteau-Fronzert.')

Gießen, 7. März.

egelirtre, wie TreiK, JO«k uck., Zog Nele«. Wihi ieIM, Ww-fgiTM, Birte etc besten u. bilhpi-n b i all ommiert.Fa.Hch.Blam, fibLEIchiiail.Bajcm.

Preii'nite omsonil

Elen uoneilijajt:

Setblluterlaqen,

Mädchen würden ausgesprochene Konkurrentinnen der Männer. Viele Männer seien mfolgedesien finanziell nicht in der Lage, eine Ehe ein zu gehen. Dieser Geistliche erkennt wenigstens die wirtschaftliches Umstände, welche viele Männer, die nicht ausgesprochene Gegner des weiblichen Ge­schlechts sind, daran hindern, sich zu verehelichen. Unbarm­herzig sind dagegen die Vorschläge, daß bei der Besetzung von amtlichen Stellen und bei der Erwählung von Kandi­daten verheiratete Männer oorgezogen werden sollen. Ein T-Harlesioner Blatt erklärt sogar, daß im Durchschnitt ein

Iunggeselleufleuer.

Dem Junggeselleudascm droht in Amerika eine ernste Dcsahr. Seit einiger Zeit wird wieder vielfach die Zweck- i.iißigteit der Eimührung einer Junggesellensteuec erörtert, inm dadurch die Hagestolze zu bewegen, sich in Hymens Fclseln schmieden zu lassen. Em Geistlicher in St. Louis hat ausgerechnet, daß es in den Vereinigten Staaten nicht weniger al-, eine Million Jungfrauen gäbe, die keineswegs ans Mangel an Männern keinen Mann bekämen. Ihr llelofes Lasem führt er zum großen Teil mit auf den Um- stand zurück, daß das weibliche Geichlccht immer mehr Be- nißszweige ergreife, welche früher nur von Männern besetzt wLiren. Tis Arbeitslöhne würden dadurch reduziert und die

Z e n t r u m S p a r t e l l

Zur Ansklärung der Wähler lür die ReichStagSwahl.

Wir flcllen einen eigenen Kandidaten nicht au'. Slichwayl ist sicher. Komml nun der Ronservaiive mH dem Liberalen in oie Lucdwahl, so siegl vermiillich der liberale, und tonuni der Ehrisl- Ici-ooAiale mit dem liberalen in die Lüchwahl, so siegt der Liberale rci niu'lich edcniatts. Deshalb müssen d e r tt o n s e r v a t i o e und der E h r i st l t ch - S o z i a l e miteinander in die -v t i ch- wähl gebracht werden, damit der Liberale auS- '1 Um die« gu erreichen, teilt daS Zentrum die Stimmen seiner Wähler nach einer wohlüberlegten Berechnung aus die Kandidaten

K o r i und Behrens.^

Wir ersuchen unsere Parteigenossen, den Stimmzettel ab- ?,Hieben, der ihnen durch unsere Vertrauensmänner Her unsere Boten übermittelt wird. Verschiebungen LÜtjcn nach der ersolglen Verteilung nicht mehr eintreteu.

Aus zur Wahl! Alle Wähler müssen erscheinen! Keiner darf idjlen!

Wissen, den 20. Januar 1207.

Tas Komitee der Zentrumspartei.

Der Erfolg davon war demnauch bie Wahl des Christ- -ch-Sozialcn, Herrn Behren«, gegen den langjährigen national* Oralen bisherigen Abg. Krämer.

auohen Sie

Mtt!

(Vertraulich! In der Pkarre Wisien zu verteilen am Tage vor der Wahl.)

die Wahl deS Ehrissiich- Nat.-Ztg." ein von der verbreitetes Flugblatt mit, und den Gehorsam ihrer ablegt. DaS Flugblatt

millotz'j

') Aus technischen Gründen erfolgt der Abdruck verspätet.

L. Red.

Ter Wahlkreis Wetzlar

ist in dem hinter uns liegenden Wahlkampfe ein ganz be­sonderes Versuchsfeld der politischen Agitation gewesen. Var einigen Tagen brachten Berliner Blätter ein höchst seltsames, bie Person des Kaisers in die Wahlbewegung ziehendes, auf bie Beeinflussung der Wähler berechnetes sogenanntes .Wahl, trlegramm' ziun Albdruck. ES war darin ziemlich unzwei­deutig behauptet, daß der Kaiser Sozialen wünscht! Jetzt teilt die Zi ittruuiSpartei vor dec Hauptwahl do« für bie Taktik dieser Partei

BüS ;Cr Sa61'1 CU' ^UW / Vchivlimmr, uuUm len, Theruiomun, watte u. |. w. ui da iftona-2)tofltne

Kefstsche Zwkilc Kummer.

K-B. Darmstadt, 7. März.

Am Ministertische: Staatsminister Ewald, Finanzminister Dr Gnauth, Minister des Innern Braun, Geh. Staatsrat Krug n. Nidda, Geh. Rat Milbrand und mehrere Muiiste- aül tefibent LaaS eröffnet bie Sitzung um 91/* Uhr. Das

oxmVidi

t iebtt ben svanüchn ittoeinValencia , pro Fluide 1 .

ißenb FlMeii t ulasÄ 90 Psg. frei Haus- bonblunn Seibel, ®l* r-udiri^'vlaü. __

E. Walthere hr*. fennadelbonbons a Htieniiltiisti (avew&hrtiSOELwnw [av wytefJJÄ

' käu^Vnndlu^

prima CI. leWeE^ ffüst WalleüleiSj

Freitag 8. März 1907

Bezugspreis: moc nl>ch7d Pi^viertel- iähltich Alk. 8.20. durch Abhole- u. Zweigstellen nionaihct) 65 lit; durch die Post Mk.S. otertel- jährt. au«ld)L Bestellg. Annahme von AnzeigeA für die Lagesnninmer

Vieles, was ansiangs zerrissen, unklar und allzu herb er­scheint, mag sich bei näherer Bekanntschaft wohl gerade als inter­essant und reizvoll erweisen, wenn auch vielleicht ein abschließendes Urteil im ganzen eine größere Einfachheit sich wünschen möchte. Jedenfalls steht fest, daß solch subtile Musik nur von einem Ensemble in der Qualität des Atarteauschen wiedergegeben, aber auch genossen werden kann, das alle Finessen so fein und exakt bringt, daß Unklarheiten, die bet der geringsten Unreinheit und Unkorrekt­heit entstehen müssen, vermieden werden.

Und in dieser Hinsicht teiltet das Eniemble durch bte Künstler- schast jedes seiner Mitglieder erftaunlid). In dec Leidenschaft des Allegro, im raffinierten Humor des Scherzo, im Orgelklang des Adagio, stets ergab sich eine frappante Gesamtwirkung. Da hörte man nicht etwa einen Solisten, der sich von anderen be­gleiten läßt, Herr Marteau ordnete sich stets dem Ganzen unter, sein Spiel war ihm nur Mittel zum Zweck, so herrlich es auch hier zur Geltung tarn, und so siegreich seine Töne, wv es die Kom­position sordcrte, über dem Ganzen schwebt.

Tas Quartett Op. 9 (Ddur) und Trw Op. 12 (Fmoll) rahmten eine Nummer von ganz besonderem Reize ein: 8 Lieder für Sopran mit Quartcttbeglcitung. So heisst es auf dem Pro­gramm; in Wirklichkeit sind es zum Test grog angelegte Musik­stücke, in denen dies Streich-Quartett durch längere Bor-, ötoiiajcn» und Nachspiele au,s giückuchjte die Stimmung schildert^und,damit einen ungemein wirkungsvollen Untergrund für die -singltimme schasst. Wie diese teils 1 ertaub ig geführt, teils in d.e Hßenen der Instrumente Vers lochten wird, ist ganz delikat und von unmittel­barer Wirkung, Hat doch der ztvmpvnist diese Werke gaiu bewndcrs con anwre gesckstisjen, denn außer eurem liegen den Liedern seine, sinnige, rnusilaliich empsundcne T^xte der Frau Agnes Stenn 'Dlarteau zu Grunde. . _ .

Solch seine SHopfungen Dürfen nur einer so mitempsindenden Sing er ui aiwer traut werden, als die uns Fran Tilly Cahn-

Ein Antrag der Adgg. Heid en re ich und Gen. beantragt folgenden Zusatz zu diesem Kapitel: Tie Grvtzh. Regierung wutx msbald die bestehenden KreisvermcssungSämter aufzu- heben'und bagcaen den ursprünglichen, in dec Denlschiist (Drucö- ache 774, 31. LindLag) festgestelitcn Plan durchzusuhren, nnmach die Kreisgeometer in die Organisation der Kreisverwaltung tuv aefüqt werden sollen. ,,

2. Alsbaid in eine Prüfung der Frage emzutreten, m welcher Weise eine wesentlich Berbllligung der geometrud/en Arbeiten für Gemeinde und Kreis herbei-mühren und diejenigen Stellen, die von dein JnstUut der Kreisgeometer Gebrauch machen, zu einer angemessenen finanziellen Leistung heranzuziehen sind.

Abg. Ttz. Heiden re ich (natl.) weist zur Empfehlung sem^ Anttags daraus hin, daß die Gcmeiiiden durch die Kreisvermeisungs- ämter stark belastet würden; die letzteren hatten eme Entwickluna genommen, die von der Kammer nicht vorauszusehen mid auch, nicht^beobsickstigt ^)rt die seit Jahren geübtes

Kritik an dem Institut der Kreisgeometer berechtigt [ei; eintz Schuld trage allerdings weder die Regierung, wich die Kammer. Es frage sich sehr, ob es angemessen sei, das Vermessungswescni im Bereich des Finanzministeriums zu belassen, ihm scheine das Justizministerium dafür besser am Platze, da esi sich hier doch zuerst um eine Sicherung des Eigentums handle. Er habe kürzlich gezeigt, wie der Staat sährlich 1UU UÜU Mk. ersparen könne. Dies Geld solle der Staat dem KreisvennesfungÄvesen zuwenden, es> sei nicht angängig, die Kosten sür seine Arbeiten aus die Gemeinder, abzuwälzen. Redner stellt schließlich einen Antrag, nach meldjent bie Regierung er,acht werden ioii, eine Herabsetzung dec Gebühren der Privatgeometer in die Wege zu leiten, sowie einen Staatszi zuschnß vorzusehen und einige Abänderungen ui der Organisation ber Kreisvermessungsämter, Unterstellung derselben unter daS Finanzministerium usw. vorzunehmen, -pen Antrag Heidenreich bittet der Redner abzulehnen.

Abg. Tamm (frei,.) bespricht die U eb ung en der Pflicht' feuerwehr mid kritisiert die zahlreichen Bestrasungen der 'Mannsdmsten bei Versäumnissen. Der lwmmandeur sollte die 'Mannschasien nicht ein,lach zusammenberusen, wie es ihm patzt, sondern Rüdsicht auf deren Beruf nehmen und nur Sonntags oder in den Abendstunden Hebungen ab halten, damit bie Leute nicht in ihrem Erwerb geschädigt würben.

Abg. Ulrich (Sozd) weist au, bie Wichtigkeit der vvm Vor­redner berührten Frage hin und stimmt demselben zu.

Minister des Innern Braun empsiehlt die Annahme dess Antrags Dr. Heidenreich unb die Ablehnung des Antrags Wolst

Präsident Wg. H a a S spricht ebenfalls für den Antrag Heiden­reich Plan sollte doch einen Versuch medjen, bie Kreisgeometer an das Kreisamt anzuschlleßen. Redner stellt den Lllitcag, bie Regierung zu ersuchen, die Vereinigung des gesamten Bermelsungsl- wesens in einer Hand, ähnlich wie das des Jnstlluts für Landes­kultur, in Erwägung zu ziehen. ,

Nach weiteren unwesentlichen Aussuhrungen verschiedener Redner beschliesst das Haus mit schwacher Aeehrheit, sämtliclst An­träge bezüglich der Kreisgeometer an den Finanzausschutz zuruck- zuverweisNi^. Gendarmerie, Einnahme 750 Mk., Ans- gäbe 549 400 Mk., ersucht

Abg. Senßselder, bie Pferde der Gendarmert-2 1 abzuschaffen und dieselbe mehr aufStahlro sse" zu,

II

Äbg Bahr (Bb.) wünscht die Slnbringung von Telephon- anschlüsien an die Wohnungen der Gendarmen und fragt weller, wie es mit den wasserdichten Umhängen für dieselben stehe.

Ministerialrat B e st weist verschiedene Angriffe des Abg,. Ulrich : auf die Gendarmerie zurück. Die AbschsiffunA ber Pferde für bu> . selbe sei nicht angängig. Sie seien notwendig sür viele-L-trecken und = vor allem zur Aufrechterhaltung des Ordnungsdienstes auch im Falle von Manövern. Dem Abg. Bähr bemerkt Redner, bag dw , wasserdichten Umhänge bereits auf Anordnung des Grotzherzogs

blei)-'hinten von früher bekannt ist, uns bie uns diesmal von 'ieu^ie^e^^'Auffassung, die überaus modulationsfLhige sym­pathische Stimme, bie ihren größten Reiz in dem lugen, Ehngenbin mezza voce entiaüet, brachte jebeS Lieb zu tieier ^lrtu»ig. ^er ungeteilte Beifall, der sie zur Wiederholung eines der Lieder veranlaßte, glall nicht zum wenigsten der Scingerin

Zn gewissem Ginne aber als Höhepunkt des Abends ist die Einlage "u bezeichnen, mit bet Serr Watteau alS Sollst, und-war alä aänAlidicr Solist, aus seiner Ensemble-Reserve heraustrat: das Ä X reiner Liolinmusik, die Äach sche Ehaeonne. So markig deutsch, so voller Klang ung Glanz wird sie kaum einer schon gehört haben. Wie ein Orchester klang es, was er aus einem herrlichen Instrument zauberte; da tonte in den reichsten, chwierigsten Passagen jedes einzelne Tünchen mit, alles war sauber unb klar bis ins kleinste und doch mühelos unb aus einem Guß. Bon welchem Umfange bie ÜlÜarteau schL Ton-Skala ist, wurde einem hier klar, wenn man bie Wucht bie er Töne mit den silberhellen Häden verglich, die er am Schluß -des Liedes ,^Jn dem Garten meiner Seele" aus der Geige zog.

wurve die, leider üiio.ge des Uebermaßes von Veranstal­tungen aller Art und ber Jn,luenza viel zu lleine Zuhorerschiast reichlich bewhnt, und wir wollen wünschen, baß auch bie Künstler bie Anoacht ihrer llemen Gemeinde wie den von Herzen lommenden Beisall, den ceickser und echter ber Klubsaal nicht ost gehört hat, als Tank sür den genußreichen Abend ljingeiwmmen Haven.

Möchte Herr Marteau reckst bald zu besserer Zeit wieder- komuien, einer srendigen Ausnahme darf er sicher (ein. B.

Tas Altonaer Sladloerordneten-Kollegium beschloß ein­stimmig, dem plalldeniichen Lichter Kari Retbwijch emen jähr­lichen Ehrengehalt von 1500 Act. zu zahlen.

gierung in dieser Angelegenhell bisher wenig Ltitgegenlommest O^^^as^HauS bewilligt bnauf bie Kap. 23, Ministerien, persön­liche Ausgaben 231 150 Mk., sachliche Ausg-aben 25 000 Mk., Kap. 24, Allgemeiner Fonds für Verttetungs- und Aushulss- kosten usw. 104 000 Mk., Kap. 25, Regierunas- und Neichsgesek- blatt 9350 Mk., Kap. 26, Porto, Telegraph usw 91000 Mk, Kap 27, Hausverivaltung: -Lüd.iches K^nzleigebaude 11 <05 Mk., Hessisches Haus 4200 Mk., Kap. 28, Zentralbamveien, für lausende Unterhaltung 187 000 Mk., für allgemeine Verivaltungskvlien 4600 Mk., für Neubauten unb größere Verstellungen 4v 300 Mk. unb Kap. 29, Nichtswatliche Bausachen 3000 Nik. Bei Kap. 30, Provinzialdirektionen unb Kreisämter Ein- iialjmc 318 890 Mk., Ausgabe 863 2b5 Mk., entspmnt sich eine ehr umständliche Debatte über

Da- Iustltut dec KrctSgeometer.

bis ponnitiaü« 1U Uhc. ßedenpvcie. lokal Ibift, aueiDÜvte rill P'ennig. Veranlwortlich stsi den polu. unb allgem. ieil: P. Wliiko tüt ,Siadl unb l'anb' unb -chenchlsfaal* . i nft > Heß, für den An- e jeiqenteil; £>an« Beck

gltöi

^iiferei Emen Genuß eigner Art bot das Extra-Konzert des Gießener

IE®n«jt»S8ttcinä. , . m t r . ,

^5-, Wenn ein Künstler vom Range Henri MarteauS, der feine#

fLlflHliO burchschlagenden Erfolges als Solistallerorts sicher ist, als pNllUaill w Daartcttgeigcr aujtritt, so zeugt dies schon ohne weiteres von g IU1]* feinem gediegenen musikaiischen Streben. Wohl waren es ledig-

, ,etprhllCi stch eigene Kompositionen, an deren Betanntwerden ihm ge-

ßnllMu^^ o-. kgen sein muß, aber wenn andere Solisten komponieren, so

1 j olhuiH 6® siegen es meist leicht hingeworfene Stücke zu sein, in denen sie

irit Moden31 ihre Bravour glänzen lassen können. Hier haben wir es mit

x i.mnndaltJUm ' fiüerken intensivsten Sckwjiens zu tun, die an bie Ausübenden jrlt pingetroä01, Ivie Zuhörer ungewöhnliche Anforderungen stellen. Daß letztere

inll soeben ew» diesen Aniorderungen wohl nicht so gececkst werden tonnten, wie

« lArtnll & V«1 er'iterc, ist nur zu natürlich, beim um solcher Musik auf den Grund « ju bringen, ist gründlichstes Studium erforderlich DieS soll v durchaus nicht heißen, datz die Werke beim erstmaligen Anhören

. js)Le Wirkung versagten, im Gegenteil, man ist ohne weiteres je bannt durch den Klangzauber, die Farbenpracht dieser leben» lügen, stimmungsvollen, rassigen Musik, der auch wohl ein ganz fcLoftänbiger Charakter zuzusprechen ist, will man nicht mehr nach Ärt ber Verarbeitung, als inhaltlich an die späten Vrethovmschen Quartette denken. Musik, aus der man Ruhr mb Behagen schöpsi, ist es nicht; die Lerschlungenhell der Duelodie unb Haniwnie, das lange Ausbleiben ber Auflösungen llullen den Hörer unausgesetzt in Spannung, unb es wird ihm, Vie gesagt, kaum gelingen, zum erstenmal jeden der Quartett- Wib Lrioiätze in Zusammenhang und Durchführung zu überidjauen.

bei der 8. Hauptabteilung, Ministerium des Innern, fort ' Abg Adelung lSvzd.) gibt in Ergänzuna feiner gestrigen

AuSführungeii die ErAärung ab, baß er sich nicht gegen die Unu iessioiiellen Erziehungsanstalten gewandt und auch mayt gegen bie Kindererziehung in den Anstalten ausgeiprochen habe; er |ei nur der Pieinung, daß die Erziehung ber MmDec m den ^annlien i vor der Anstaltserziehung den Vorzug verdiene Redner wi-der- l«lt dann sein Verlangen nach 83c)icrflellung der zur Gewerbe, aussicht herangezogeiien Arbeiter unb erläutert feine Ansicht des näheren, daß eine größere Zentrali|ierung ber Gewerbeauflicht

Abg ^Dr^S ch j t (Zentr.) spricht sich für die Errichtung eine- pädagogischen SeminarS in M ä i n z aus und jühn dann Bemiiwerde darüber, daß man drei Mainzer Damen, die an der Lehrerinnenprüfung teilnehmen wollten, zurück­gewiesen habe mit dem Hinweis auf ihre ungünstige torpersich: Etitwicklung. Weller wünscht der Rediier, datz die Regierung bei der Anstellung von Oberlehrern mehr Rücksicht aus die Wuisick-e und die Autorität der Städte nehme, für welch« die An­stellung erfolge. .. t er,« <

Geh. Rat Dr. Eisenhuth erwidert, datz über den Ort bet Errichtung eines pädagogischen Seminars noch Erwägungen schwebten und noch nicksts näheres darüber bestimull sei. Ter Anschluß werde nicht an ein Gymnasium, fonbcrii an eine Neal- anftalt deabsickstigt. Die vom Redner geäußerten Wünsche wurden nach Mglick/keit berüäsichtigt werden. Bezüglich ber Zurückweisung der Damen von den Lehreriimcnprüsungen bemerk: er, es bestehe die Vorschrift, daß jeder, der sich der |txtiatlid)en Prüfung unter­ziehe, ein ärztliches Zeugnis beizubringen habe, ob toui geistiges ober körperliches Leiden vorliege, durch welches der Prusling an Der Ausübung des Berufes verhindert werbe. Es sei niajt^ ge­boten, von dieser Bestimmung abzugehen. Es seien mitunter pralle eingetreten, daß andauernd kränklick-e Lehcermnen nach kurzer Ttenstzeit ihre Tätigkeit wieder einstellen, mutzten, unb deshalb fei es notwendig, daraus au achten, daß die Prüssinge auch in körperlicher Hinsicht den Anstrengungen des Berufes geivachsen seien. Die physijchen Anforderungen an die Angeyörigen des Lehrerstandes wurden vielfach unterschätzt. Die iLchuibehor!^ sei stets bereit, die Wünsche ber Städte bei Besetzung ber Oberlehrer­stellen möglichst zu bcrücksickstigen. Man dürfe leboch nicht so iveit gehen, ber Regierung bezüglich der Anstellung Borschruten machen zu wollen. , , .

äliinifter des Innern Braun tonunt auf den Wunsch des M,g Adelung betreffs Schaffung einer besonderen Behörde für das Gebiet ber Kinderzwungsersiehung zurück unb erklärt, daß er bie Angelegenheit mll ben anderen Ministerien in Erwägung ziehen werde. Er halte es aber für richtiger, anstatt einer de-> io oberen Zentralstelle bie Lokalbehöcden weiter zu Kräftigen.

Abg. Dr. Frenay (Zentr.) wünscht eine Abänderung der Fer ienorbnun g; die jetzige Anordnung ber Schul- serienzell sei eine Rücksichtslosigkeit gegen bie Ju­risten. .

Abg Dr. Leidenreich (natl.) ist ber entgegengesetzten Mei­nung und bittet, die jetzigen Ferien zu belassen; es sei ganz ^an­genehm, daß die Ferien irühzellig ihren Anfang nehmen.

Abg Dr. Osann (natl.) stimmt bezüglich ber Fenenabanbe- rung dem Mg. v. Brcntaiw zu. Dann beklagt Redner, daß sich bie Regierung ben seit Jahren wiederholten Bitten dec O Ker­le h r c r um Regelung ihrer GehaltL-und Anstellungs­verhältnisse gegenüber noch immer nicht geneigt gezeigt habe. (£§ sei doch von beiden Ständclammern längst der Beschmutz gefaßt worden, dem Ersuchen der Oberlehrer stattzugeben.

Minister des Innern Braun weist den Vorredner darauf hin, daß die von ihm gewünschte Regelung ber Angelegenheit eine sehr schwierige Materie fei, die sehr umfangreiche Feststellungen und Ermittelungen erforbere. Die Fertigstellung könne bemente sprechend auch nur langsam fortschrellen.

Abg. Molthan (Zentr.) ist der Meinung, datz die Re- .. III Illi IHIBI'I Till33W »«FMIIIMI

Lanzen-KJbe

(in allenGroteiu ymuvm, v«d .....w- -......- ---

nalflabaSt aiänncr durch Einführung einer Junggesellensieuer geändert

rnkOSStricKe werden könnten. Barbarisch ist aber der Vorschlag, daß

Msenstange g«ngg-icll°n i», An-- » (OSvO ,auig Jahren au 8 öauflpV ben

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Erscheint täglich außer Sonntag».

Tein Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt oie Siebener fiamllten- blätter viermal tn ber Woche beigelegt und zweimal wöchentlich daS aS General-Anzeiger für Oberhesfen n'b'rfle Wk Tepeidjen: HofflfIonstinl4 un4 Verlag btt vrllhNcht" llnlv.'vuch. und SteinömtftreL R. fange. vedaMon. «spedilisn und Drudereh Schulstratze 7 «uzciger Gießen. --