Nr. 157
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Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessische» Landwirt die Gießener Familien» blätter viermal in der Woche beigelegt und zwennal wöchentlich daß Krcisblett für ben Kreis w "V m w ™ w W 'vy w' «W kzs w on qh»m„;V
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KW General-Anzeiger für Gberheffen WZ bis n°rnut?°g?7ouhL Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen Uni".-Buch- uud Steindruckerei. R. Lange. Redaktion, Lrpedition und Druckerei: LchulftraKe 7. E.H-b^M°r>«
? ' u Anzeigentell: H. Beck.
Erstes Blatt 157. Jahrgang Montag 8. Juli 1907
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Siebener Anzeiger M
General-Anzeiger für Oberheffen
politische Wochenschau.
Es hat neuerdings den Anschein, als wenn wir die bisherigen Begriffe von Erb- und Urfeindschast unserer Grenznachbarn korrigieren müßten und als wenn die lebendige Gegenwart mit ihren mannigfaltigen Forderungen allen Haß dtzr früheren Generationen verscheucht hätte. Der alte traditionelle Haß unserer dänischen Nachbarn im Norden hat allmählich immer mehr und mehr dem Verlangen nach freundschaftlicher Annäherung Platz gemacht. Die letzten Reichstagswahlen haben zwar gezeigt, daß noch große nationale Gegensätze in der Nordmark vorhanden ;ind und daß das ehemals dänische Gebiet noch ziemlich weit davon entfernt ist, ein sicheres deutsches Grenzland genannt zu werden, aber die Verhältnisse haben sich doch unzweifelhaft gebessert. Die Bevölkerung ist noch dänisch, aber sie hat doch schon begonnen, sich auch innerlich zum deutschen Reiche zu bekennen. Auch jenseits der Grenze hat man sich endlich mit den Verhältnissen abgefunden und die jahrzehntelange Entfremdung zwischen den Höfen von Berlin und Kopenhagen ist einer herzlichen Freundschaft gewichen. Der Besuch unseres Kaiserpaares am däni- ,chen Hofe und der herzliche Empfang, der ihm dort zuteil geworden ist, haben auch jetzt wieder von neuem gezeigt, jap im Dänenlande von dem alten Hasse nichts mehr zu spüren ist. Aus die Bevölkerung unserer Nordmark wird diese Tatsache sicherlich nicht ohne Einfluß bleiben.
Auch unsere Beziehungen zu England haben sich erfreulicherweise seit dem jüngsten Journalistenbesuche gebessert. Man hatte das wohl kaum zu hoffen gewagt. Die englischen Zeitungsschreiber, die sich sonst nicht genug tun onnten in gehässigen und lügenhaften Artikeln über uns, scheinen seit ihrem Besuche bei uns davon belehrt worden sein, daß wir im Grunde genommen doch nicht so chlimm sind, wie sie uns bisher geschildert hatten. Die nglischen Zeitungen enthalten sich neuerdings der bösen Ausfälle gegen Deutschland und das englische Volk, das ivie kaum ein anderes blindlings seiner Presse folgt, sieht nun die Sache ebenfalls mit anderen Augen an. König Eduard aber, der uns Deutschen wohl nie recht hold gewesen ist, obgleich er selbst einem deutschen Fürstenhause entstammt, hat, wie mau sagt, ein feines Empfinden für Jie zartesten Regungen der englischen Volksschule; dieses Empfinden mag es rhm eingegeben haben, der augenblick- ichen Volisstimmung Rechnung zu tragen und den äußeren -ahmen für das schöne Bild der deutsch-englischen An- mherung zu schaffen. Noch vor wenigen Wochen schien :s, als wenn König Eduard eine Koalition aller Mächte legen Deutschland zustande bringen wolle, und jetzt ist ;r selbst es gewesen, der den deutschen Küiser nach England -ingeladen hat, nachdem jahrelang ernsthafte Verstim- nungen zwischen dem Onkel und dem Neffen bestanden hatten.
Dem Zuge der Zeit ist nun aber auch Frankreich gefolgt. Auch dort ist man anscheinend zu der Erkenntnis gekom- iien, daß ein festes Zusammenhalten der ersten europäischen Staaten über kurz oder lang eine unumgängliche Notwendigkeit sein wird. Ter alte Haß, der Deutsche und Franzosen u lange getrennt hatte, ist unzweifelhaft im schwinden ^earisfen. Mit der Annäherung zwischen Leiden Landern zeht es zwar noch langsam, aber man spürt sie doch schon. Auch die letzten Tage haben wiederum manche kleine Zeichen )ieser allmählichen Sinnesänderung unserer westlichen Nachbarn gebracht.
UeLen des Zeitpunktes der Arichstagssttzungen )at, wie schon kurz mitgeteilt wurde, unser Reichstags- abgeordneter Köhler bem Präsidenten des Reichstags den Vorschlag unterbreitet, die Sitzungsperiode alle 14 Tage durch nie einwöchige Pause zu unterbrechen. Diesem in mehrfacher Hinsicht beachtenswerten Vorschlag hat Abg. Köhler folgende Begründung beigesügt:
Langsdorf im GVßh., Hessen, den 5. Juli 1907.
An,
den Herrn Präsidenten des Deutschen Reichstags', Sr. Exzellenz Graf zu Stolberg-Wernigerode, Erlaucht in Berlin.
Infolge der Wirkung des Gesetzes vom 21. Mai 1906, die ^Währung einer Entschädigung an die Mitglieder des Reichs- ags betreffend, ist eine wesentlich vermehrte Anzahl von Männern in den Reichstag eingetreten, die mitten im werktägigen, ärgerlichen und bäuerlichen Leben sich befinden, daraus sie hren gesamten Lebensunterhalt beziehen und denen nicht einig und allein, wie früher oft es der Fall war, die Erledigung wlitischer Ausgaben Hauptlebenözweck ist.
Diese Erscheinung dürfte bei künftigen Neuwahlen in noch )iel einleuchtenderer Weise hervortreten.
Aus dieser veränderten Sachlage heraus erwächst meines trachtens nunmehr für den Senioren ko nv ent des Reichstages rnd die verbündeten Regierungen die Verpflichtung, entsprechende Vorkehrungen zu treffen, die sowohl den Zwecken deS Reichs vie der einzelnen Mitglieder des Reichstages zu dienen gleicher- naßen geeignet erscheinen.
Diese Gründe veranlassen mich, Hochgeehrter Herr Präsident, §w. Exzellenz die Bitte vorzutragen, meine vorliegenden AuS- ührungen dem Seniorenkonvente deS Reichstages und end« p rechend dessen Beschlüssen sie den verbündeten Regierungen zur weiteren Erwägung anheimzugeben.
Wie verlautet, so beabsichtige man, um bestehenden Wünschen >er Abgeordneten auf zeitweilige Entlastung von den Geschäften res Reichstags entgegenzukommen, alle 14 Tage den Samstag, Sonntag) und Montag fr ei zu geben.
Diese Maßregel würde jedoch nur den Abgeordneten zugute !ommen, die in engem K'reise um Berlin herum wohnhaft sind, vahrend den Abgeordneten aus dem übrigen Deutschland, aus Ostpreußen und ganz Süddeutschland alsdann höchstens der Sonntag zur freien Verfügung bliebe, während Samstag rnd Montag durch die Reise hin und zurück aufgcbraucht würden. Lenn Freitag- und Montagnacht können für viele der älteren rntz auch der inneren, .von Grundherr schwächeren Herren als
Reisezeiten nur in sehr beschränktem Maße inbetracht gezogen werden.
Aus diesen Erwägungen heraus möchte ich bitten, inssAuge zu fassen:
Inder Reget
1. Beginn der Session Anfangs Novemberr
2. Schluß der Session M^tte bis Ende Mai;
3. Vierzehntägige Sitzungsperioden.
Hierbei die Sitzung des Samstagsi der 2. Woche schon beginnend morgens um 10 Uhr: damit auch die entfernt wohnenden Herren möglichst am selbigen Tage und in der Nacht noch die Heimat erreichen könnten;
4. Alle 14 Tage eine Woche frei.
Man nimmt an, daß eine Session 100—120 Sitzungstage umfaßt.
Tie nachfolgende Aufstellung bringt den Beweis, daß bei der vorgeschlagenen Neuordnung annähernd diese Zahl ebenfalls ev- reicht werden kann.
Ich stelle hiermit zum Vergleich beispielsweise die Zeit von Anfang November 1906 bis Mitte Mai 1907 und erreiche folgende Ergebnisse:
1906 November 6., 6., 7., 8., 9., 10., (Sonntag 11.), 12., 13., 14., 15., 16., 17
, 18.-25 frei,
, 26., 27., 28., 29., 80.,
Dezember 1., (2. Sonntag), 8., 4., $>., 6., 7., (8. kath. Feiertag) . . .
v 9.—16 . frei,
„ 17., 18., 19., 20., 21. u. 22. .
v 23. bis 6. Januar 1907
(W eihuachte n),
1907 Januar 7.—19. einfchl
„ 20.-27. „ .... frei,
„ 28. bis 9. Februar einschl.
Februar 10.-17. einschl. . . . frei
, 18. bis 2. wlärz einfchl. . .
März 3.-10. einschl frei
, 11.-23. einschl
, 24. bis 7.April einschl. (Oster
ferien)
April 8.-20. einschl. .....
21.-28. „ .... frei
# 29.-11. Mai einfchl.
(9. Himmelfahrt) ....
12 SitzungStage
11 ,
6 9
12 „
13 v
12 „
12 ,
12
11
Zusammen 100 Sltzungslage, eventuell weiter:
Mai 12.-26. einschl. (Pfinast-
f e r i e n)
» 27. bis 8. Juni (30. Frohn-
leichnam) 11 r
Zusammen 111 Sitzungstage.
Da§ Ergebnis also wäre in diesem Beispiel:
1. Zeit der Session .... 5. November bis 11. Mai,
2. Sitzungen an...... 100 Tagen.
Hierzu wäre noch zu benrerken, daß darum, weil den Mitgliedern ausgiebige Zeit (d. i. j e e i n e v o l l e W o ch e) zur Be- wältigung ihrer eigenen Arbeiten im hier vorgetragenen Falle verbliebe, die Eröffnung des Rerchslages schon Aniangs oder Mitte des Oktobers wohl auf keinen Widerstand fettens der Abgeordneten, soweit sie bürgerlichen oder bäuerlichen Kreisen angehören, stoßen würde. Auch wäre in diesem Falle eine frühere Erledig- u n g desBudgets und f r ü h e r e r S ch l u ß d e r S e s f i o n e n zu erwarten.
Schließlich bitte ich noch besonders dem Umstande Ihre geneigte Beachtung zu schenken, daß es den Inhabern oon Doppelmandaten in Preußen, ja dem Herrn Präsidenten des preußischen AbgeordnetendauseS selber, möglich ist, am selbigen Tage abwechselnd an den Verhaiidlungen von Reichslag und Landtag teilzunehmen, wahreiid ein gleiches allen den Reichstagsadgeord- rieten, die Mitglieder der übrigen deutschen Volksvertretungen sind, durch die jetzige Gepflogenheit versagt ist.
Schon allein um diese Ungleichheit auch nur zum Teile zu beseitigen, wäre es angebracht, den Niitgliedern der außerpreußischen Landtage alle 14 Tage wenigstens während einer Woche die Mög- lichkeit zur Teilnahme an den heimischen Landtagsverhandlungen zu verschaffen.
Zu bemerken wäre außerdem noch, daß durch die etwa ein- geiührte freie Reichstagswoche gleichermaßen den Herren Mitgliedern des Bundesrats eine nicht zu unterschätzende Eittlastung zuteil iverden dürite.
Uebrigens darf ich Eiv. Exzellenz noch bitten, diese Ausführungen säintlichen Herren Abgeordneten zur Kenntnis bringen zu wollen, damit die einzelnen Fraktionen Stellung zu nehmen veranlaßt werden, ehe der Seniorenkonvent seinen Beschluß faßt.
politische Lagerschim.
Die Strafprozeßreform.
Fast jeder Sensationsprvz»ß in der letzten Zeit, auch der Münchener, hat deutlich die Unhaltbarkeit des heutigen Gerichtsverfahrens gezeigt, dessen Reform schon seit Jahren angestrebt wird, ohne haß die Dinge vom Fleck kommen wollten. Bor mehreren Jiahren war bekanntlich auch eine Kommission für Reformvorschläge eingesetzt worden, die laber infolge der wett- vuseinandergehenden Meinung m kein greifbares Resultat gezeitigt hat. Darauf war es für längere Zeit still geworden und Staatssekretär Nieberding schien die Angelegenheit nicht mit besonderer Eile zu betreiben, twtzdem im Parlament immer und immer wieder auf die Notwendigkeit einer Beschleunigung hingewiesen wurde. Mit einemm,ak kommen nun in einem oft zu offiziösen Auslassungen benutzten rhein. Blatte eingehende Mitteilungen über die Reformvorschläge, deren Gründlichkeit erkennen läßt, daß diese Mitteilungen aus amtlichen Quellen geschöpft waren. Wie sich nun herausstellt, scheint eine Indiskretion feiten# eines Beamten vorzuliegen, über den im Reichsjustiz amt die ganze Schale des Zornes anSgegossen wird; daß man sich darüber so ereifert, ist 'bezeichnend, denn es deutet darauf hin, daß Herr Nieberding sich noch immer nicht beeilen will, denn andernfalls hätte er den tioiliegenben Entwurf im Interesse der Sache schon längst der Oeffentlichkeit zur Kritik unterbreiten können, wie das schon mehrfach in den letzten Jahren bei Entwürfen, welche für die weite Oeffentlichkett großes Interesse hatten, der Fall ge- toefen ist.
Mag die Indiskretion als solche nicht zu billigen sein, o wird sie aber doch das gute schaffen, daß die Oeffentlichkett ich mit den Plänen des Reichsjustizamtes befassen kann; über» )ieS ist ein Grund für die Geheimtuerei kaum ersichtlich, da dis .Vorschläge teilweisi einen .bedeutenden Fortschritt in sich beinem
Airche rrnd Schule.
h. Herb orn, Juli. Auf Veranlassung der Bezirkssynode wurde zum erstenmal am hiesigen theologischen Seminar ein Verwaltungskursus abgehalten, dec den Zweck hatte, den Geistlichen in weiterem Maße wie bisher Gelegenheit zu geben, sich mit den einschlägigen Verhältnissen der kirchlichen Vermögensverwaltung, insbes. des kirchlichen Rechnungswesens, sowie ferner mit den auf den Geschäftsverkehr mit den Behörden bezüglichen allgemeinen Einrichtungen bekannt zu machen. Die Leitung lag in Händen des Konsistorialsekretärs Keerl-Wiesbaden. Außer den 7 Kandidaten des Predigerseminars nahmen 14 Geistliche des Bezirks an diesem Kursus teil. Es ist mit dieser Einrichtung soweit uns bekannt ist, die nassauische Landeskirche allen anderen preußischen Kirchen vorangegangen.
^o ist es vor allem, zu begrüßen, daß die Strafkammern nickt mehr, wie bisher,, lediglich ans Richtern bestehen sollen, sondern daß auch zu diesen schössen hinzugezogen werden sollen. Es gibt vielfach Gegner der Hinzuziehung von Laien zur R^cht- fprechung, aber man wird nicht umhin können zu erklären daß gerade die Hlnznziebuna von Personen, di- im alltäglichen Erwerbsleben stehen, mehr Fühlung mit der Volksseele besitzen >als der Richter, der leicht durch die langjährige Berufstätigkeit zur Einseitigkeit geführt wird; einen Beweis hierfür bilden die hausig überaus strengen Urteile der bisher lediglich aus Richterir zusammengesetzten Strafkammern, während Entscheidungen von Schwurgerichten oft weit milder waren. Ebenso ist es ein bedeutender Fortschritt, wenn gegen die Urteile der Strafkammern Berufung gewährt wird. Der Tendenz, dem Laientum in der Rechtsprechung den , ihm gebührenden Pliatz einzuräumen, entspricht auch die Absicht, die Schwurgerichte in ihrer jetzigen Zu^ sammensetzung beizubehalten, während ein früherer Entwurf eine wesentlich andere Ausgestaltung .vorsah.
Auch was man sonst 'aus den Mittellungen erfährt, klingt durchaus erfreulich, so enthält der Entwurf u. a. die bereits in der Wmtersession zugefagte Einschränkung des Zeugniszwanges, ebenso entspricht einem allgemeinen Wunsche die Milderung der Bestimmungen über Angabe von Vorstrafen der Zeugen. Desgleichen ist auch eine erhebliche Einschränkung der Eidesleistung zu begrüßen, namentlich die Einschränkung des Nachweises vor den Gerichten unterer Instanz. 92otwendig wäre indessen auch, daß die Reform manche Mißstände in der Verhandlungsführung selbst 'beseitigte, und auch eine Reform der Voruntersuchung brächte, insbesondere die Zulassung des Verteidigers bei den Vernehmungen des Angellagten. Alles in allem aber bringt der Entwurf anscheinend erheblichere Verbesserungen, wenngleich man vielleicht nicht allzufrüh frohlocken darf, da es immerhin auf die definitive Ausgestaltung der neuen, Bestimmungen ankommt.
Ter Entwurf muß erst und) die einzelstaatlichen Regierungen beschäftigen und er dürfte schwerlich vor der Winter- fesfion 1908—1909 M den Reichstag gelangen. Hoffentlich wird der Entwurf in einer Form an die Volksvertretung gelangen,, daß er von dieser als ein hochbedeutsamer Fortschritt angesehest und akzeptiert werden kann.
Aus Stadt mü» Land.
Abdruck unserer durch Korrespoudenzzelchen keuutlich gemachten vrginalartikel ist nur unter genauer Quellenauqave (Gieß. Anz.) gestattet.
Gießen, den 8. Juli.
•• Lebensretter. Der Dachdecker Karl Schmitt in Mainz hat am 2. April d. I. einen Knaben vom Tode des Ertrinkens gerettet. Als Anerkennung hierfür ist ihm von S. K. H. dem Großherzog eine Geldprämie verliehen, worden.
** Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen durch Entschließung S. K. H. des Großherzogs dem Hch. Hebbel VII., Karl Suhl, Hch. Streuber, Aug. Klaum, Karl Meuer I., Hch. Walther, Gg. Hebbel III., Gg.' Schmidt II. und Gg. Engel, sänltlich zu Ortenberg.
** EineSitzung des ProvinzialausschusscA findet am Samstag, 13. d. M., Dorrn. 9 Uhr mit folgender- Tagesordnung statt: 1. Ablösung der fiskalischen Jagdberechtigung in dem Pohlgönser Gemeinde- und Kirch- gönser Gesellschaftswald „Bo den h a rd t". 2. Die Entwässerungsanlage der Stadt Ortenberg; hier Einwendung der Gemeinde Lindheim gegen die Einleitung der Abwässer in die Nidder. 3. Rekurs des Leonhard Jünglinb Zu Usenborn gegen einen Polizeibeseht Großh. Kreisamts Büdingen wegen Un tau glich mach ung eines Brunnens.
** Sie Gießener Vi ehmärkte sind für das Jahr 1908 wie folgt festgesetzt: 14. und 15., sowie 28. und 29. Januar, 11. und 12., sowie 25. und 26. Februar, 10. und 11. März, sowie 31. März unb 1. April (1. April FrühjahrS-Pferdemarkt), 14. und 15., sowie 28. und 29. April, 12. und 13., sowie 26. und 27. Mai, 16. unb 17. Juni, 7. unb 8., sowie 21. unb 22. Juli, 4. unb 5., \o* wie 18. unb 19. August, 1. unb 2., sowie 22. unb 23. September (2 3. September Herbst-Pserbemarkt), 6. und 7., sowie 27. unb 28. Oktober, 10. unb 11., sowie 24. unb 25. November, 8. unb 9. Dezember. Die Markttage fallen immer auf Dienstag unb Mittwoch. Mit Ausnahme ber Märkte in den Monaten Januar unb Februar ist an jebem Markttage am Mittwoch auch Krämermarkt.
** Gewerbeinspektion. Wie bie Darmst. Ztg. erfahrt, werben als Gew er beinspektions-Ge hülfen aus bem Arbeiterstand in Tätigkeit treten: Bei ber Gewerbeinspektion Darmstabt ber Werkführer H. Spelt aus Darmstadt; bei ber Gewerbeinspektion Offenbach ber gelernte Portesemller Franz Mabr aus Offenbach; bei ber Gewerbe^


