Ausgabe 
5.7.1907 Drittes Blatt
 
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Nr. 155

Freitag 5. Juli 1007

Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntags.

Seine

neter Kredel brachte ihr den Gruß der Stadt

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auf sämtliche Damentaschen und Gürtel in einfacher und eleganter Ausführung.

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Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul' straße 7. Expedition und Verlag r eo 6L

Eletzener §amilienbl81ter" werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das Krcisblatt für den Kreis Gießen" zweimal wSchmUtch. Der..ljejsische Landwirt" erscheint monatlich einmal.

Rotationsdruck und Verlag der Brühlfchen UniversiLäts - Buch- und Eteindruckerei» R. Lang«, Gieße«.

ALittst uns Wissenschaft.

Aus Frankfurt o. M. schreibt mau uns unter dem 3.* b. Nits.: Mit lebhafter Freude ist in Frankfurt die Meldung ausgenommen worden, daß unserem Landsmann, dem Maler und Radlerer Fritz B ö h l e die große goldene Medaille für Kunst

Enorm billiges Angebot vom 3. bis 15. Juli :: wegen vorgerückter Saison ::

IO Frozent 3S>a,ll>a,*t

Liz. Dr. Bert-Weisenau hielt einen Vortvag überDas Evange­lium in Brasilien", Pfarrer Ringelshausen-Kostheim überTie deutsch-evangelische Gemeinde in Edinburg" und Stadtpfarrer Seriba-Crbach überTie Reformation im Odenwald"/ Morgens 9% Uhr nahm der Gottesdienst in der dichtbesetzten Kirche seinen Anfang. Tie packende Predigt hielt Pfarrer Schmaltz-Beuern über Hebräer 12, 1 und 2:Lasset uns laufen durch Geduld in den Shamps', der uns verordnet ist, und aufsehen auf Jesum, den An­fänger und Vollender des Glaubens". Er führte dabei folgende Hauptgedanken aus: 1. In unserem Kampf, in dem es durch Ge­duld zu laufen gilt, wollen wir uns stärken durch den Aufblick auf Jesus; 2. das dürfen wir, denn wir kämpfen seinen Kampf. Professor Trümpert trug als Schriftführer des Hauptvereins den Bericht des Vereinsjahres 1906 vor. Ter Hauptverein nahm an Beitragen und besonderen Gaben 1688 426 Mk., an Vermächt­nissen 52 842 Mk. ein. 33 Gemeinden schieden aus seiner Pflege aus, 39 traten dafür ein, sodaß die Zahl der Pfleglinge nunmehr aus 2246 gestiegen ist. Aus der Reihe der hessischen Diaspora- gemeinden ist Seligenstädt ausgeschieden, nachdem es seit 1845 nahezu 97000 Mk. an Vereinsunterstützungen empfangen hat. Neu treten in diese ein: Amöneburg, Gau-Algesheim und Ober- Mörlen, Filiale von Bad-Nauheim. Von den 27 177 Mk. Bei­trägen gingen 10 237/21 Mk. aus Starkenburg, 8640,91 Mk. .aus Oberhessen und 8399,87 Mk. aus Rheinhessen ein, von den 4706,27 Mk. Reformationsfest-Kvllekte 1693,21 Mk. aus Starken­burg, 2193,56 Mk. aus Oberhessen und 819,50 Mk. aus Rhein-

vom Kaiser verliehen worden ist. Die Ehrung trifft einen Würdigen. Bohle zählt nicht bloß unter den Frankfurtern, nein unter den deutschen Malern der Gegenwart zu den bedeutendsten.

monumentale Gedrungenheit, seine straft und Urwüchsiakei

Seitenweg W* IßllZMlöli, SeHe^we«

Gießens TeLcgraphenverkehr.

In den Dienst der veoorstehenoen Jubelfeier der Uni­versitätsstadt Gießen muß auch die Statistik gestellt wer­den., Sie kann nach verschiedenen Richtungen bin den Einfluß beleuchten, den die Hochschule auf Handel und Verkehr der Stadt ausübt. Die,er Einfluß ist nicht gering und zeigt sich namentlich in der Post- und Telegraphen­statistik, und zwar ganz offensichtlich. Kürzlich sind die Zahlen der eingelausenen und ausgegangenen Telegramme der hessischen PostansLalten veröffentlicht worden. Hier ist ein Vergleich von Gießen mit Worms, das anderthalb mal so groß ist wie Gießen, und mit Offenbach, das doppelt soviel Einwohner hat, interessant. Aus Gießen kommen im Jahre 1906 rund 108 000 Telegramme, aus Worms 84000 und auf Ossenbach 92 000. Gießen macht also besonders stark in Drahtnachrichten, was nicht etwa damit zusammen­hängt, daß dort die gewerbliche Tätigkeit (Handel und Industrie) stärker ist, als in den zum Vergleich heran­gezogenen Städten, denn Ossenbach ist viel industrieller als Gießen, und Worms, ebenfalls der Sitz einer groß­artigen opezialinduftrie, dürste an grobgewerblicher Tätig­keit hinter Gießen nicht zurückstehen. Auf den Kopf der Gießener Bevölkerung kommen, wenn man der Berechnung die Zahlen der Volkszählung von 1905 zu Grunde legt, 3,7 Telegramme, auf Worms 1,8, auf Offenbach sogar nur 1,5. Gießen erhält und versendet also doppelt soviel Tele­gramme wie Worms und Ossenbach. Aus Darmstadt, die Residenz des Landes, dem Sitze aller Zentralbehörden und einer blühenden technischen Hochschule, kommen pro Kopf 2,7 Telegramme, also ein Telegramm weniger als auf Gießen. Die genannten Zahlen sind um so ausfallen­der, als sich nachweisen läßt, daß namentlich in den letzten Jahren der Telephonverkehr in Gießen stark zu- genommen hat; die Zunahme neuer Fernsprechstellen ist in Gießen erheblich größer als in den anderen Städten des Landes gewesen. Man wird also keinen statistischen Fehl­schluß machen, wenn man sagt, daß die Universität mit ihren 1200 Studenten, 85 Dozenten, den großen Kli­niken, den vielen von auswärts kommenden Patienten usw. zur Belebung des Telegraphenverkehrs besonders beigetragen hat. In einem späteren Artikel soll auch der Eisenbahnverkehr, der ähnliche Verhältnisse ausweist, Berücksichtigung finden. Noch interessanter wäre wahrscheinlich die Steuerstatistik, insbesondere der Anteil der Universitätsangehörigen an der auszubringenden Ein­kommen- und Kapitalrentensteuer. Leider werden die hier­für notwendigen zahlenmäßigen Unterlagen sekret behandelt. Aus einer früheren Untersuchung sei die Tatsache hervor­gehoben, daß dre Hälfte der Personen, die zur Kapitalrenten- steuer veranlagt sind, dem Beamtentum und den mit ihm eng verwandten anderen liberalen Berussarten angehören. Auch hier dürfte der Universitätslehrkörper die Hauptrolle spielen. Noch aktueller wäre eine Untersuchung, was die Universität, Dozenten wie Studenten, in Gießen jährlich ausgeben, aber hier kann man nur eine rohe Schätzung an­stellen. Die Gesamtsumme dürfte zwischen 3 und 3i/2 Mil- honen Mark jährlich liegen.

monumentale Gedrungenheit, seine straft und Urwüchsigkeit, seine herbe Große stechen auffallend ab von den tastenden Experimenten so vieler Zeitgenossen. Er hat nichts Tastendes, Unsicheres, Experimentierendes, er hat nie gekünstelt und kokettiert, sondern isi mit stolzer Sicherheit seinen Weg gegangen, mit den Füßen aus der Erde und mit dem Scheitel den Himmel rührend. Es lebt in ihm etwas von dem Künstlergeist unserer großen deutschen Meister der Renaissancezeit. Deutsch und volkstümlich, im besten Sinne des Wortes ist sein Wesen und dabei stets von einer Größe des Sttls, an die kein Lebender heranreicht. Seine Landschaften sowohl wie seine Figuren haben immer typische Züge, Kleinigkeiten und Nebensächlichkeiten haben an ihnen kein Teil. Der Grundzug seines Wesens macht es begreiflich, daß er nicht beim Malen

Airchr nnd Schule.

49. Versammlung Deutscher Philologen und Schulmänner.

Soeben ist das vorläufige Programm der vom 23. bis 28. September dieses Jahres in Basel tagenden 49. Ver­sammlung Deutscher Philologen und Schulmänner erschienen. Auf den Empfangstag (23. September) sollen vier Arbeits­tage (24.27. September) folgen. Der letzte Tag der Woche ist für eine Rundfahrt auf dem Vierwaldstättersee bestimmt. Es sind drei allgemeine Sitzungen vorgesehen. Die übrige Arbeitszeit steht für die Sitzungen der zehn Sektionen zur Verfügung (klassisch-philologische, pädagogische, archäologische, germanistische, historisch-epigraphische, romanisüsche, englische, indogermanische, orientalische und mathematisch-naturwissen­schaftliche Sektion). Ein zentraler Beratungsgegenstand ist das Verhältnis von Universität und Schule, insbesondere die Ausbildung der Lehramtskandidaten. Als Vertreter von Mathematik und Naturwissenschaft wird dabei Prof. Klein (Göttingen) sprechen, während die Altertumswissenschaft durch Prof. Wendland (Breslau), die neueren Sprachen durch Prof. Brandl (Berlin), Geschichte und Religion durch Prof. Ad. Harnack (Berlin) vertreten werden. Die archäologische Sektion wird wichtige Ausgrabungsberichte entgegennehmen und sich besonders mit der mykenischen Frage beschäftigen, der sie eine Sitzung mit vier Vorträgen widmet. Am 26. September wird sie zusammen mit der historisch-epigraphischen Sektion einen Ausflug nach Windisch (Vindonisia) machen.

Im ganzen sind für allgemeine und Sektionssitzungen 85 Vorträge angemeldet. Das Versammlungsprogramm, daß nähere Angaben daräbsr bringt, ist bei Prof. Münzer (Basel, Marschalkenstraße 26) oder bei Dr. G. Ryhiner (Basel, Holbeinstraße 92) zu beziehen.

Vortragsanmeldungen sind u. a. von folgenden Gelehrten eingetroffen: Mors (Frankfurt a. M.), Körte (Gießen), Pfaff (Freiburg i. B.), Osthofs (Heidelberg), Thurncysen (Freiburg i. B.), Ad. Harnack (Berlin), Aly (Marburg i. H.), Lamprecht (Leipzig), Wechßler (Marburg i. H.), Wackernagel (Göttingen).

** Die 6 3. Jahresversammlung des hessischen Ber­eu.s der Gustvv Ado lf-St i ftun a wurde am 25. und 26. Juni zu Michelstadt abgehalten. Sie nahm am 25. Juni um 5 Uhr nachmittags mit einer Sitzung des Verwaltung Ävats ihren Anfang. Tie aus dem Vorstand satzungsmäßig ausscheiten- den Herren Grosch, Tingeldey, Bayer und Euler wurden auf drei Jahre wiedergewählt. 8»n der Gemeinde Guntersblum in Rhein­hessen war eine Einladung ergangen, sie als Festgemeinde für 1908 zu wählen, die von dem Berwaltungsrat mit Dank ange­nommen wurde. Tie Gemeinden Amöneburg, Gau-Algesheim und Ober-Mörlen wurden in die Zahl der Pfleglinge des Haupt­vereins ausgenommen. Nun erfolgte die Besprechung des von dem Vorsitzenden vertretenen Unterstützunasplans des Vorstandes. Es sind 33 450 Mk. zu verteilen. Diese setzen sich zusammen aus 1160 Mk. Vorlagen, 27 177 Mk. Beiträgen aus Hessen, 4706 Mk, Resormation^-Kollekte und 3262 Mk. Kapitalsumme. Von dieser Summe gehen für Ausgaben 2855 Mk. ab. 6000 Mk. werden dem Zentralvorsrand zugewieselt, 2500 Mk. für die Verzinsung und Tilgung der Schulden 7 hessischer Gemeinden verwendet, 18 500 Mark an 31 hessische, 6450 M. an auswärtige Gemeinden ge­geben. Als Empfänger der Jahresfesckollekte von 1908 wurden Ober-Mörlen (Kapellenbaufonds), Ober-Roden (desgl.) und Gau- Mgcsheim (desgl.) vorgeschlagen. Abends 8Vs Uhr begann die sehr stark besuchte Vorversammlung imKaisersaal". Beigeord-

Gerichtssaat.

X Marburg, 4. Juli. Eine besonders Wirtekreise interessierende Entscheidung fällte heute das hiesige Landgericht. Ein hiesiger Gastwirt war in eine Polizeistraie genommen worden, weil er einem aus der Trinkerliste stehenden jjtann Schnaps verabfolgt hatte. Das Schöffengericht entschied ebenfalls zu Ungunsten des Wirts, der geltend machte, daß er den Mann nicht gekannt habe. Tas Landgericht hielt dies für nicht widerlegt und nahm auch keine fahrlässige Handlung an, weil der tetr. Mann sich anständig betragen und keinen Verdacht erregt hatte. Es erfolgt deshalb Aufhebung des ersten Urteils.

ihre eigenen kirchlichen Bedürfnisse brachten unsere 31 Pfleglinge an Drchenopfern und freiwilligen Gaben 14 686 Mk. an freiwilligen Leistungen für evangelische Vereine und Wohl- ^^ettsanstalten 9624 Mk. auf. Unsere Frauenvereine brachten 8977,05 Mk. aus. Davon wurden 662,10 Mk. dem hessischen Hauptverein zur freien Verfügung. 3427,90 Mk. hessischen, der Rest 'auswärtigen Gemeinden zu verschiedenen Zwecken zuaewiesen. Endlich ift zu erwähnen, daft aus einer oberhessischen Gemeinde 10 Mk .für die evangelische Schule in Rom eingesandt wurden.

Jahresfeste feierten sämtlicheZweigvereiiw außer dem Schottener und Wimpsener. Tie dabei eingegangenen Festkollekten ergaben 1624,12 Ai art, also 501,29 Mart weniger als 1905. Davoi^ kommen 480,81 Mark auf Starkenburg, 750,65 Mark auf Oberhessen und 392,66 Mark auf Rheinhessen. Tie größte Kollekte erzielte der Zweigverein in Butzbach mit 134 Mark. Die Gemeinden Rocken­berg und Ober-Aiörlen erstreben die Erbauung eines Gotteshauses.

Er folgten Begrüßungen durch Superintendent D. Flöring im Namen des Oberkonsistoriums, die Abgeordneten der Haupt- vereine Baden, Kassel, Nassau und Pfalz und Pfarrer Liz. Watz- Darmstadt als Vertreter des Evangelischen Bundes.

Um 1 Uhr begann imHotel Friedrich- das Festmahl, an dem sehr viele Festgäste teilnahmen. Gegen 4 Uhr wurde die sehr stark besuchte N a ch v e r s a m m l u n g in Schmetters Garten eröffnet, bei der Stürmer- Vielbrunn überEvangelisches Leben in Aegypten", Pfarrer Möller- Rendel überDeutsches Gemeindeleben in London" und Pfarrer Sell-Erbach über Evangelische Bewegung in Oesterreich" sprachen. Auch an musi- kattschen Genüssen fehle es nicht.__

Airchlichc Nachrichten,

Evangelische Gemeinde.

Sonntag den 7. Juli, 6. Sonntag nach Trinitatis: Gottesdienst.

In der Stadtkirche.

Vormittaas 8 Uhr: Pfarrer Schwabe.

Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Mattus- gemeinbe,

Vormittags 91/, Uhr: Professor D. E ck.

Vormittags 11 Uhr: Milttärgottesdienst. Pfarrer Euler.

Nachmittags 2 Uhr: Kinderkirche für die Matchäusgemeinde. Psarrassistent Steiner.

In der JohanneSkirche.

Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Euler.

Zugleich Christenlehre für die Neukol^firmierten au§ der Lukas- gemeinte.

Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer Kraus.

Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannes- gemeinde. Pfarrer KrauS.

Abends 8 Uhr im Konfirmandensaal: Versammlung und Bibelbesprechung.

Katholische Gemeinde.

Samstag den 6. Juli 1 907:

Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte.

Sonntag den 7. Juli, 7. Sonntag nach Pfingsten:

Vormittags von 61/, Uhr an: Gelegenheit zur hell. Beichte.

, um 7 Uhr: Die erste heil. Atesse, vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion.

um 8 Uhr: Die zweite heilige Messe.

, um 99, Uhr: Hochamt mit Predigt.

Nachmittags um 2 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht.

stehen geblieben ist. Ein p l a st i s ch e r Zug hat immer in fernen Bildern gelebt, da ist es fein Wunder, daß er sich auch als Plastiker versucht hat. Sein Reiterbild Karls des Großen, das vielleicht einmal unsere alte Mainbrücke schmücken wird, »eigt, daß er aus diesem Gebiete noch sehr Großes leisten wird. Wer weiß! vielleicht ist es überhaupt sein eigentliches Gebiet? Auf jeden Fall ist er einer der größten unter den lebenden Künstlern, und es ist sehr erfreulich, daß eine hohe staatliche Ehrung diesmal auf einen gefallen ist, der sie verdient. G. Z.

Breslau, 3. Juli. Das au§ Sammlungen Breslauer Bürger in der Promenade an der Liebigshöhe errichtete Gustav F r e y t a g - D e n k m a l, ein Brunnen mit Reliesbildnis, ist gestern abend in Anwesenheit der Spitzen ter städtischen Behörden, der erschienenen Ehrengäste unb eines zahlreichen Publikums enthüllt worden. Die Festrede hielt Profeffor Siebs, der Freytag als Adott Menzel des Wortes und den deiitschen Dickens feierte.

Paris, 3. Juli. Ter Präsident der Republik unterzeichnete die Benennung von Richard Strauß zum Ritter der Ehren- l e g t o n.

Universitäts-Nachrichten.

Von der Akademie zu Frankfurt a. M. DaS zu Ende gehende Sommerfemester ergibt eine starke Zunahme der Frequenz im Vergleich mit dem Sommerfemester des Vorjahres. Die Gesamtzahl der Besucher ist von 455 auf 616 gestiegen. Die Zahl der Besucher (immatrikulierten Studierenden) ift von 168 auf 230 gestiegen, womit auch die Ziffern des letzten Wintersemesters ubertroffeii finb, die Zahl der Hospitanten ist uon 198 auf 279, die der Hörer von 89 auf 107 gewachsen. Dem Beruf nach waren unter der Hörerschaft 167 Kaufleute, 35 Industrielle, Ingenieure, Technifer rc., 93 Juristell und höhere Verwaltungsbeamte, 95 Lehrer, 69 Aerzie und sonstige gelehrte Berufe und 119 Frauen, davon 35 Lehrerinnen. Die Zahl der Ausländer unter den Bestichern ist mit 30 gegen 29 des vorigen Sommersemesters nahezu gleich niedrig geblieben. Von den Besuchern besaßen 27%, von den Hospitanten 60% bereits eine akademische Vorbilduirg.

Drittes Blatt 1S7.J<chrga«g

GMtzLKer Anzeiger

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