Danksagung.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste, sowie für bie zahlreichen Blumen- svenden und für die liebevolle Pflege der evangeuschen Schwestern sagen innigsten Dank
Die trauernden Hinterbliebenen.
In deren Namen:
2427 H. Sauer und Familie.
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raus unserem Leflckeii I Vtt wredergegeben sein euer* betitelten älrtild >en worden ist, sind ernte i i herausiordern.
die Herren Liadtve«^ maligen ÄeitrageS zu le '■ : ILrhebung der laujenöi Ilern, sondem die Aiisic ’ lile einer städtischen & Äennß davon Haden,; ie innere ^tnrichtmig r n auferlegt die roobik ' ragen die Kosten für itn llif. und darüber. ! träges von wteöer gegen i chein Housbesttz/r iflro« ich wenn auch nvch tm : Lust schwebt. Lai Mi gemacht.
immlung neblig beme: x die (Stgenroati unD h Hid) burdjaus richtig,li h öi« Hiestgen befoti"
©MflllOatl (XXXWr t schlossen, twfct; ■Wien mit au/..- Einkommen ein«0 nach dem Wett sw« immet nur an W1 J -saat, wie wenige PL- - ? Dennoch soll der v- ; ber Mieter, btr i«W L ma mietet, als er sie - ^i er aus anderen Sm- inalfleuetn aui bte -x benn der HausdeM -
d,e seinem Hause s ng der Wohnung,
ZSch
Frankfurter Börse
. 101.80
96.80
220.60
Bricfkcrften Oer Uedaktion.
2444
2445
Curschmann.
Qualitäten bet
Emil Fischbach
lL'/. 12067
126.50
139.90
. 6. April. 1.15 Uhr. Elektriz. Lahmeyer . . Elektriz. Schnckert . . Escbweiler Berit werk Gelsenkirchen Bergwerk
Börse, 6
. . 176.25
. . 136.70
. . 229.50 . . 75.50 . 145.30
Berliner Handelsges Darmstädter Bank Deutsche Bank . Deutsch-Asiat. Banki . Diskouto-Kommandit. . Dresdner Bank . . Kreditaktien . . . . Baltimore- und Ohio- Eisentahu .
Gotthardbahn . . Lombard. Eisenbahn . Uesten. Staats bahn . . Pnuce-Henri-Eisenbahn
April. Anfangskurse. Harpener Bergwerk. Lanrahütte • - Lombarden E. B.
Nordd. Lloyd . > • Türkenlose .
3^e/e 3%
•Wlo 3% 3K°f0
Beichsanleihe do.
Konsols do.
Hessen
(Auounme Einseudungen bleibe» nuberückflchtigt.)
Vermieter in G. Verbringt der Mieter m bie von ihm gemieteten Räume Gegenstände, deren Verbleiben in denselben einen
versteigert werden.
Großen-Buseck, am 4. April 1907.
Großh. Ortsgericht Großen-Buseck.
Schwalb.
4 XA °i0 russ.Staatsanl. 1905 4^° o japan. Staatsanleihe 1 ?0 Conv. Türken von 1903 Tttrkenlose.....
versteigert werden.
Großen-Buseck, am 4. April 1907.
Grosth. Ortsgericht Großen-Buseck.
Schwalb.
Uiiiveriitäts«'21ad?rid)ten.
Der Würzburger Universttätsproiessor der Augenheil- funbc. Orü, lehnte den Ru' nach S trän bürg ob.
3/4°Io Oberhessen . . . 4 96 Gesten. Goldrente. . 4l/5°6 Gesten. Silberrente 4 % Ungar. Goldrente . . 4% Italien. Rente . . . 3?6 Portugiesen Serie I .
. 159.30 136.90
. 230.20 . 169.75 . 172.90 . 145.80 . 213.90
. 27 60 . 142.30 . 136.-
Fimmel immer noch verbSltni'SmSßig sehr schöne und warme Frühlingstage genießen, kommen auS dem südwestlichen Europa Meldungen von neuem Winter. In ganz Miltelfrankreich herrschten heftige Schneefälle am 4. d. Mts., und ferner herrschte an der ganzen spanischen Küste starkes Schneetreiben: dort sind Nachtfröste einqetreten, die an Früchten und jungen Gemüsen Schaden anrichteten.
• E i n netter Druckfehler findet sich in der Heimatkunde von München und Umgegend, die in der Volksschule einqesübrt ist. Es beißt da bei der Beschreibung des imposanten Siegestores: .Auf dem Tore steht ein 51/. Meter hohes Standbild, die Bavaria, auf einem von Löwen gezogenen Viergespanns In München geht eben nichts ohne Bier!
* Kleine Tageschronik. Au? Eob lenz wird berichtet, daß ein au? Irankstirt stammendes Liebespaar (ich im SRhem ertränkt hat. Tie Le'cken wurden bei Rhens geländet. — In Karlsdorf ('Baben) hat die Feststellung eines Defizits im dortigen R a i s f e i s e n - V e r e , n große Erregung hervor- aentfen. Angeblich aus Mißerfolgen bet den Geschälten der dem Verein angegliederten Tabaks -Genossen schalt erwuchs ihm ein ungeheures Defizit, das nunmehr durch eine Umlage aui die einzelnen Vereine gedeckt werden soll. Roch bestehen Zweu'el darüber, ob nur die Mitglieder der Tabaks-Genossenschaft oder sämtliche Vereinsmitglieder herangezogen werden sollen — In Baran o w i h bet Soraü Schief.) ist in einem Arbeiter-Wohnhau'e das Deckengewölbe einqestürzt, wobei eine Witwe mit ihrer 40jäb- rigen Tochter und einem 13jährigen Enkelsohn veischüttet und g e - tötet wurden. — Die 15 jährige Richte des Kommer.ztenrats Steinthal, Elle Levy, welche bet dem gemeldeten Berliner Autoinobilunlall schwere Verletzungen davongetragen halte, ist ihren Verletzungen erlegen. — Ein zweiter S i m p l o n t u n n e l soll demnächst gebaut werden. Ter Stollen dazu ist bereits vorhanden. Im Juni wird der Bundesversammlung zu Bern das Kredu- begehrcn im Betrage von etwa 28 Millionen zugehen. — Em Telegramm aus Portsmouth meldet: Aul dem S ch l a cd t s ch t f f Dreadnought ereigneten sich während der letzten Vermchs- lahrten zwei K e s s e l r o h r e x p l o s i o n e n. Tie erste, tut Goli Arauci, machte einen Kessel lür den Rest der Wahrst unbrauchbar: die zweite ereignete sich aul der Heimreise vor Trinidad -rre> Heizer ivurbeit schwer verbrüht. — In Bad Mergent hei m wurde eine neue Heilquelle entdeckt, die nach dem König von Württemberg .König Wilhelm-Quelle" genannt werden soll. — Eine teilweise Grenzsperre wegen der MetzerV o ck e n - epidemie wurde von den Regieriingen Frankreichs und Murern- burgs verhängt. Die Metzer Reisenden diirlen nur bie ÖJrenje überschreiten, wenn sie vorher frisch geimvlt worden sind. Bet einer weiteren Ausbreitung der Seuche will man zur vollständigen Quarantäne schreiten. — Set Schwarza (Thür.) überfuhr em aUq die 17 jährige Tochter und das 4 jährige Löhnchen des Muhlen- besitzers Nestler. Ter Zustand der Geschwi'ter ist hoffnungslos.
. 131- . 113.30 . 230 50 . 199.20
. 208.70
. 223.-
auferfegt
Beleidigung eines Schutzmannes.
Ein hiesiger Kau fm a nn war einmal von einem Schutzmann angezeigt worden, weil er bei Glatteis auf dem Trottoir geschliffen hatte. Seit dieser Zeit hatte er es auf den Schutzmann gefaßt und rief ihm immer „Schleifer" und „Prosit Rcusahr" zu. Eines Abends bemerkte derselbe Schutzmann, als CT in einem CasS Feierabend bot, daß der Kaufmann einen Hund bei sich im Cafe hatte. Da dies verboten ist, teilte er ihm mit, daß er ihn zur Anzeige bringen werde. Aus Aerger hierüber hetzte der Kaufmann feinen Hund auf die Schutzleute. Bei dem Verlassen deS Lokals hielt er dem Schutzmann sein Zigarrenetui bin und bot ihm eine Zigarre an. Tiefer lehnte es jedoch ob, sich eine zu nehmen. Daraufhin rief der Kaufmann mit lauter Stimme zu den Anwesenden: „Sehen Sie, meine Herrn, diesen armen Menschen, diesen armen Staatsbeamten, wie er mich um eine Zigarre anbettelt". Mit Rücksicht auf die Schwere des dem Schutzmann gemachten, völlig aus der Lust gegriffenen Vorwurfes wurde der Angeklagte, der vom Erscheinen in der Hauptverhandlung entbunden worden war, da er sich zur Zeit in Heidelberg aushält, zu einer Geldstrafe von 30 Mk. event. 6 Tagen Gefängnis verurteilt. Auch erhielt der Beleidigte die Publikationsbefugnis zu- gesprochen.
Ein teurer Hase.
Eines Morgens fanden einige Leute auf dem Felde tn der Nähe von Heuchelheim einen zu Todeerschöpften Has t n. Als sie näher zusahen, bemerkten sie, daß er firn in Drahtschlingen verfangen hatte. Während sie mit dem Hasen weiter gingen, begegnete ihnen auf ber Straße ein Junge, ber Sohn eines borstigen Spenglers und rief: „Ach ben wollten wir uns ja braten!". Der Verdacht fiel auf dessen Vater. Nach anfänglichem Leugnen gestand er auch zu, mehrere Drahtfchlmgen on dem Gartenzaun befestigst zu haben. Er habe dies iedoch nur getan, um das Raubzeug abzuhalten, nicht um Hafen zu sangen. Er erhielt wegen Jagdvergehens eine Geldstrafe von 4 0 M l event. 8 Tagen Gefängnis.
Hofreite- und Mobiliai-Versteigerung.
Mittwoch, den 10. d. M., vormittags um 9 Uhr beginnend, sollen die zum Nachlasie der verst. Karl Wallen,tem Eheleute dahier czehöriqen Hofreiten bestehend in 2 Wohnhäusern mit Stallung, Schlachthaus und Laden, in welchem seit vielen Jahren eine Metzgerei mit gutem Erfolg betrieben worden ist, ferner alle zum Metzgereibetriebe gehörigen Werkzeuge und Gegenstände, 1 vollständige Ladeneinrichtung, Ladentheke mit Marmorplatte, Eisschrank, Dezimalwage mit Gewichten; mehrere vollständige Betten, Kleiderscyränke, Sophas, Kommoden, Schränke, Tische, Stühle, Spiegel, 1 Sekretär, 1 Regulateur, Kleidungsstücke, Weißzeuge, Porzellan, Glaswaren, Gold- und Silbersachen, Nippsachen, Küchengeräte und vieles andere, meistbietend gegen bare Zahlung
96.50
85.65
96.60
85.60
94.90
95 10
99.30
98.80
94.55 10-’.75
67.20 6810 90.60 92.50 93.60
141.—
Griech. Monopol-Aul. 50.80 4% äussere Argentinier . 85.30 3°/0 Mexikaner ■ • 65.70 4>st70 Chinesen . .
Aktien
Bochum Guss . . .
Buderus E. W
Tendenz: fest.
Berliner
Canada E- B. . • • Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . .
Tendenz: fest.
Telefonische Kursberichte
des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie. Glessen.
Arbeiterbewegung.
Magdeburg, 5. April. 80 "Arbeiter der Maschineusabiik Buckau, früher H. Röhrig L König, legten heute die Arbeit niebAa mbnrg, 5. April. Wie hiesige Blätter Mitteilen, wurden heute im Haien und ans den Schiffen Flugblätter verteilt mit der Unterschrift -Das Exekntivkornitec", in welchen die deutschen Arbeiter aufgefordert werden, die für bie englischen Arbeitswilligen bereitqefteUten K as e r ne n sch if f e s ch l e u n i g st zuverlas s e n, da diese in den nächsten Tagen in die Luft fliegen wurden. Tie Leitungen legen dem Vorfall nur die Bedeutnng einer nicht ernst gemeinten Trohiing bei. - Tie Vorstände deS Vereins Ham- biirger Reeder und des Schiffsmaklerverems beschlossen, ihre Mst- alieder nm Zeichnung eines Garantlefonds in Hohe von 500000 Mk. zur Deckung des durch den Ausstand der « ch a u e r l e n t e entstandeneil Schadens zu ersuchen. Von diesem Garantlefonds ollen die Reeder 400000 Mk. aufbringen im Verhältnisse zu ihrer Tonnage. t ,
M unchcn, 6. April. Beim Vorstand des allgemeinen deutschen Arbeitgeber-Verbandes für das S ch u e i b e r g e ro e r b e ist vom Hanvtoorftand der christl. organisierten Gehilfen em Annäherungs- vorschlag einaclauie».
Mühlen-Versteigerung.
Samstag, den 13. d. M., nachmittags um 3 Uhr, soll auf hiesigem Rathause die in hiesiger Gemarkung gelegene Scheidemühle mit guter Wasserkraft, in welcher eine oute Kundenmüllerei betrieben wird, mit etwa 20 Morgen Acker und Wiesen, freiwillig meistbietend unter den bei der Versteigerung noch näher bekannt zu gebenden Bedingungen
Bekanntmachung.
Am Montag, den 8. April ds. IS. nachmittags 2V, Uhr wirb im städtijcbcn «oipital, SclterSweg 11, eine Partie Mobcl, Küchengeräte, ttleidcr, Wäsche und Wcmzcug tifferstlich meistbietend versteigert.
Giegen, den 4. April 190/.
Armcnami.
Märkte.
Wicken 6 April. Alarktbericht. An' heutigem Wochenmarkte kosteten: Butter pr. Pfd. 1.00-1.10 Mk. Hühnereier 1 St. 6-7 Vfg.. 2Stck. 00-00 Psg.. Gänseeier 00-00 Vfg., Enteneier OPg., Käse pr Sick. 6—8 Pf., Käsen,atte 2Sick. 5-6 Psg., Erbsen p.Pfd. 18-24Pst^ Linsenv.Psd.25-4OPsq., Tauben pr.Pr.0,80-l,00Rlk., Hühner pr.Sl. 1 00__i 60 Alk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Stuck
1 80—2'20 Mk., Gänse vr. Pfd. 00-00 Psg., Lchsensteisch pr. Pfd. 82-88 Pfq., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfwid 80-82 Pfg., Schweinefleisch vr. Pfund 70-80 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen pr. Pfund 84 Psg., Kalbfleisch pr. Psd. 80-84 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfimd 6t—84 Pfg Welsche per Pfund —.— Kartoffeln pr. 100 Kg. 7L0—8,—Mk.^ Zwiebeln pr Ztr. 5,00-6,00 Alk., Rlilch per Liter 20 Pfg., Aepfel per Zentner 20 bis 2o Alk., m Korben 00 Pfd , Rüsse 100 Stück 50—00 Pig., Birnen per Pfd. Mk.0.20—0.2o, per Ztr. 9—15 Mk., Weißkraut per Stück 15—30 Pfg., per Zentner Mk. 0.00—0.00. — Marktzelt 8—2 Uhr.
fc Frankfurt a. föL, 5. April. Heu- und Stroh- markt. Man notierte: Heu Mk. 3.20 bis 3.40, Stroh Mk. 3.00, bis Mk. 3.10. Alle? für 50 Kilo. Tendenz fest.
Hamburg-Amerik. Paket!. 137.— Harpener Bergwerk. . . 208.50 Lanrahütte...... 224.50
Nordd. Lloyd.....12^.70
Gbeischles. Eisen-Industrie 109.75
l^o^nung^n0 7:3inmtcrrL 5 Wohnungen von 5 Zimmern, 4 Wohnungen von 4 Zimmern, 2 Wohnungen von 2 Zimmern, 4 möblierte Zimmer, 2 Werkstätten.
Zu mieten gesucht:
40 Wohnungen von.1—7 Zimmeru.
Oelfarben
in allen Nüancen, rasch und bart trocknend, sowie alle Materialien zum Anstreichen und Wichsen der Fußböden in hervorragenden
(Schote auf die diesjährige Loheinte
der Gemeinden Dorlcholzhausen---69, Ebm:sgöns — 90, Groh-Nechten- bach — 120, Hochelheim - 30, .Kletn-Nechtenbach — 30, Lützellinden — 90, yiiebertlecn — 30, Oberkleen — 300, Reiskirchen = 1Ä, Bolln- lirchen — 120, Volpertshausen — 45 und Weidenh amen — 75 Ztr. iinö oerfchlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum 13 d M., vorm. 10 Uhr, zu welcher Zeit Eröffnung errqlßt, biet- her einäureichen. Die VerLaufsbedingungen können hier eingesehen ^b^^^Groß-Rechtenbach, ben 2. Avril 1907.
Das Bürgermeisteramt._______________ , .
Der Vermieter kann in diesem Kalle ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist kündigen, d. h. sofortigen Auszug deS Mieters verlangen. VorailSietziing ist dabei, hast ungeachtet einer Abmahninig durch ben Vermieter der vertragswidrige Gebrauch von dem Tlietcc fortgesetzt wird, und daß dadurch die Rechte des Vermieters in erheblichem Maße verletzt merben; dies trifft insbesondere zu, roenn der Mieter durch Veniachlässigung der ihm obliegenden Sorgfalt die Sache erheblich gekährdet. derartiges dürfte im vorliegenden Falle anzmiehnieii sein.
Wenn dem Mieter nicht gehörige Gegenstände mit oder ohne sein Wißen in die von ihm gemieteten Ränmlichkeiten verbracht werden, so trifft den Vermieter hierfür keinerlei Verantwortung; er haftet auch insbesondere nicht für cm etwaiges Abhandenkommen derselben. Anders ist dies jedoch dann, wenn Sie ausdrücklich die Pflicht uir Aufbewahrung übernommen haben. § 688 ff. B. G.-B. Wenn die Verwahrung u n e n t g e 111 i ch ^erfolgt, bann haben Sie nur für diejenige Sorgfalt ei muff eben, die Sie in Ihren eigenen Angelegenheiten aiiwenden, tonn Hasten Sie für j e b e 6 Verschulden. § 690 B. G.-B.
W. in Gießen. Am 11. Februar d. I. haben Sie, nachdem Sie Ihre Wohnung zum 1. Avril gekündigt hatten, einen neuen Mietvertrag gegen einen Mietzins von 4n0 Mk. abgeschlossen. Ihre Abstcbt ging wohl dahin, ban bie’er neue Vertrag am 1. April d. I. in Kraft treten tolle, an welchem Tage der alte Mietvertrag ablief. 6me rückwirkende Krast des Vertrages vorn 11. Februar nut erhöhtem Tlietprctfe mürbe nach Ihrer Angabe nickst ausdrücklich vereinbart. Demgemäß dürste annmehincn fein, daß Sie nur 90 Mk. für das 1. Quartal 1907 zu zahlen haben. Die Entscheid buna wstd im wefentlichen davon abhanaen, daß Sie event. beschwören können, daß Sie dnrch denVertragschlnß vom ll. ^ebr. 1907 beu früheren Beitrag nicht a n f h e b e n, sondern daß Sie erst nach A b l a n f des alten Vertrages in das neue Mietverhältnis em- netcn ivcIHcn.
Kiesiencr Wetterdiettst.
ynrau6fld)tlid)C Witterung tflr Hcsfcn am Sonntag den 7. Avril: Meist trüb. Geringer Regen. Etwas wärmer. Mäßige südliche Winde.
tädtischer WsHnnngsimchiveis kiestn
Garteustranc 2, Zimmer 2.
IGeschästsstunden von 8—1 und von 3-0 Uhr.)
3% Portugiese!! „ III
knflrGtt ntfe 300 Mk und darüber ausgeben, und dafür soll et ' W 20 MI KanalLften zahlen? Einsender dieses zahl e^n - iebwNch 18 84 Mk. städtische Steuer, und für bie Kvnalnatwn . 20 Mk Bc rag: großartig. Denn dann Herr Eichenauer memL in Gießen seien t>:.e Mieten furchtbar gedruckt unv ,. 0 Mächte ich ' i?m r-ten einmal Nachfrage zu halten m tfybeiterTreifen, tn denen 1 Är fast ein Viertel seines Einlommens als Miete zahlen muß Iel t find sSmt iche Dobnungsmieten ganz raprd gestiegen, 2—3 Mark für Ncine Wohnungen. Rach icdem Umzug steigen die Preise 7mmer wieder. Der Hausbesitzer hält sich ganz beionders rn bie Heincrfn Wohnungsmieter, denn er weitz ganz genau, bafe er es bekommt, was er fordert, weil ein Mangel an kleinen ^^oHcut ich ist der Stadtvorstand doch so einsichtsvoll und wird d-n sehr gedrückten Arbeiterstand gänzlich mit Beiträgen für Kanalisations^wecke verschonen, denn das Heranziehen zum Zahlen L.-ior t fthan brr Hau^beiincr. Ein Arbeiter.___
Schöffengericht Gießen.
Gießen, 5. April.
Lottericvergchen.
Ein in Breinen wohnhafter Lotteriekollekteur schickte einem hiesigen Reisenden Lose einer in Hessen nicht zu- gelassenen Lotterie zu. Da der Reisende wegen Unterschlagung flüchtig ging, wurden die für ihn ankommenden Briepchaften beschlagnahmt und so bekam die hiesige Staatsanwaltschast Kenntnis von der Zusendung der Lose. Der Angeklagte, der schon über dreißig Mal wegen Lotterievergehens bestraft ist, bestritt, sich einer strafbaren Handlung schuldig gemacht zu haben. Er habe in Bremen mit dem Reisenden den Vertrag geschlossen, diesem Lose für sämtliche Klassen der betreuenden Lotterie zu liefern. Er habe durch Zusendung der 2ehe nur feiner Vertragspflicht, zu deren Erfüllung er zivtlrechtsich hatte gezwungen werden können, genügt. Eine Verletzung des Art. 2 des hessischen Lotteriegesetzes, das ein An bieten der Loie zum Erwerbe verlange, könne hierin nicht liegen Denn erworben hätte der Reisende vertraglich die Loje in Bremen: dort hätte er sie auch für die ersten Klassen erhalten. Dies sei nicht verboten. Tas Gericht hielt den Beweis, daß der Angeklagte sich eines Lotterievergehens schuldig gemacht habe, nicht für angebracht und fprach ihn daher frei.
Ein angenehmer Kollege.
Ein G a st w i r t aus L. fing in ber Wirtschaft eines Kollegen einen Wortwechsel mit ben übrigen Gästen an und suchte mit ihnen Händel. Da es zu einer Schlägerei zu kommen drohte, suchte der Wirt den Ruhestörer zu entfernen. Nachdem er mehrmals zum Verlassen des Lokals aufgeforbert worden war, ging er endlich weg. Plötzlich war er wieder an der Türe und trat mit dem Juße bie Türfüllung ein. Außerdem hatte er sich mit einer Latte versehen und schlug damit durch die halb geöffnete Türe seinem Kollegen wuchtig auf den Arm. sodann verübte er noch auf der Straße in erheblichem Maße ruhestörenden Lärm. Auch warf er der Wirtsfrau, die ihn beruhigen wollte, die gemeinsten Schimpfwörter an den Kops. Nachdem er in der heutigen Verhandlung zunächst alles in Abrede gestellt hatte, beauemte er sich zum Schlüße zu einem Geständnis. Mit Rücksicht auf die an den Tag gelegte Roheit und Brutalität des Angeklagten glaubte das Gericht von einer Geldstrafe absehen zu müssen und verurteilte ihn wegen Körperverletzung im Sinne des § 223, 223 a, 228 Str.-G.-B. zu einer Gefängnisstrafe von vier Wochen, wegen Sachbeschädigung itz 303 Str.-G.-B.) zu einer Geldstrafe von 20 Mk. event. 4 Tagen Gefängnis und wegen Ruhestörung zii einer Geldstrafe von 10 ?JZf. event. 3 Tagen Hast: außerdem wurden ihm die Kosten des Verfahrens einschließlich der dem Verletzten als Nebenkläger erwachsenen notwendigen Auslagen
Bekattutmachuttg.
«r>aö der Armenkasse Gießen gehörige Haus Maigafsc 7, zum Allcinbewohnen geeignet, ist zum 15. April 1907 neu zu vermieten. ~ .. .___
Gießen, den 3. Avril 190/. .
Tie Armen-Teputation der Stadt Gtetzen. „
Curschmann. B® /<
Vermischte».
• Nachwinter. Wahrend bei un5 zu Lande ein , ....... ______,
«erinaeS Sinken der Temperatur zu verzeichnen ist unter I graben fürTte Wohnung mit sich bringt, so ist hierin ein verständigem Steigen de§ Barometers, während wir bei bedecktem! tragswidriger Gebrauch nn Sums des § oo3 B. O.^. zii etbltcen.
Mriginal-Oraktinelduttgen.
London, 6. Avril. Arn 6. Mai treffen hier 150 Franzosen au§ Paris und verschiedenen Provinzslädten ein. Dieser Besuch ist von dem Verbände des internationalen Handels m London organisiert word-n z>l dem Zweck, bessere Handelsbeziehung e n zwiichen den beiden Ländern herbeizuführen. Arn Tag« der fÜnkunst der französischen Gäste findet ein großes Bankett statt. Verschiedene Minister, die auS Anian des KoloniackongreffeS in London weilen, werden an dem Danke« teilnehmen. Arn 15. Mai werden die französischen Gäste vom König empfangen werden.
Paris, 6. April. Ter Abg. PressensS hat den Minister beä Aeußern, Picbon, benachrichtigt, daß er ihn nach dein 'lijieber- zusammentritt der Kammer über die Haager Friedenskonferenz interpellieren werde, um Auskunft darüber zu erhalten, ob die französische Regierung beabsichtige, den Vor- chlag England? betr. die Abr ü ftung äh unter ft ü tzen oder eine widernatürliche Allianz mit D e u t s ch l a n d und Rußland einzugehen, um den AbrüstungSantrag im Haag zum Scheitern zu bringen.
Tr 0 ppau, 6. April. Der aus Graz fommenbe Personen- z u q fuhr infolge Versagens der Bremse bei der Einfahrt in den biefiaen Bahnhof mit großer Kraft auf den die Einfahrtsgleise abschließenden Prellbock. Mehrere Wagen wurden stark bc^ schädigt, ein Reisender tätlich und neun mehr oder mmber chwer verletzt. . x ,
9)1 0 § f a u, 6. April. Ter Akadenne-Senat beschloß, wegen der renitenten Haltung der Studentenschaft die Universität am 13. Mai zu schließen und kemerlei Eramina abzuhalten.
New york, 6. April. Ein Orkan hat die Brücke in Alexandria im Staate Louisiana zerstört, wobei eine Anzahl Personen u ms Leben kamen und viele verletzt rourben. Ferner rourben über hundert Häuser durch den geroaltigen Sturm demoliert. __________


