Ausgabe 
5.7.1907 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

den Wiederaufbau der Burg Zinat und die Kaltstellung seines, be^ Kcregsministersl Geb bas. Ter allgenieine Eindruck ist, daß Raisuli die 500 000 Franks erhalten werde, aber unter der Be­dingung, Marokko zu verlassen. Diese Abfindungssumme war ihm ohnehin läugist zugedjacht, nur suKe man stets nach einem Rechts- titeL Dieser scheint nun dank Macleans Ausflucht gefunden zu sein. Raisuli fordert die Garantie Englands für die Erfüllung seiner Bedingungen.

Tanger, 4. Juli. Die Bed in gun ge n für M a c le a ns Freilassung sind hier nicht bekannt. Die Verhandlungen werden von Fez aus geführt. Ter englische Gesandte, der von Maclean einen Brief mit der Mitteilung erhalten hat, daß Maclean gut behandelt wird, wird bei den Bemühungen für die Freilassung Macleans von der Hofpartei kräftig unterstützt. Eingeborene vom Stamm der Antjaras, die heute hier eintrafen, versrcherten, dtzrß Raisuli und Maclean von Leuten aus Elkmes beobachtet wurden, die mit dem Plane umgingen, je nach .den Umständen Maisuli auszuliefern oder mit ihm die Vorteile der Gefangennahme Macleans zu teilen. Eine Bestätigung der Nachricht bleibt abzuwarten. '

Aus Stadt und Land.

Gießen, 5. Juli.

** Professor Onckens Nachfolger. An Stelle von Prof. Dr. Hermann Oncken, der als Nachfolger von Erich Marcks nach Heidelberg übersiedelt, ist Professor Dr. Felix Rach fahl in Königsberg i. Pr. auf den Lehr­stuhl für mittlere und neuere Geschichte an der Landes- Universität berufen worden. Prof. Rachfahl wird voraus­sichtlich das Gießener Lehramt übernehmen. Dr. Rachsahl (geb. 1867 zu Schömberg in Schlesien), promovierte 1890 in Breslau mit der Dissertation:Der Stettiner Erbfolge- srreit 14641472", habilitierte sich Ostern 1893 in Kiel für Geschichte, wurde im Herbst 1898 auherordentl. Professor für Geschichte und historische Hilfswissenschaften in Halle als Nachfolger von Pros. Dr. W Friedensburg und Ostern 1903 ordentlicher Professor in Königsberg als Nachfolger von G. Erler. Sein Arbeitsgebiet ist mittlere und neuere Geschichte. Er schrieb:Die Organisation der Gesamt­staatsverwaltung Schlesiens vor dem 30 jährigen Kriege" (1894),Margarete von Parma" (1898),Deutschland, Kö­nig Friedrich Wilhelm IV. und die Berliner Märzrevo­lution" (1901),Oesterreich und Preußen im März 1848" (1903/04),Wilhelm von Oranien und der Niederländische .Aufstand" (1. Bd. 1906).

** Die Beerdigung des Lehrers Adam Lehr am Mittwoch nachmittag gestaltete sich zu einer erhebenden Trauerkundgeöung, die von der Achtung und Wertschätzung, die der Verstorbene in weiteren Kreisen genoß, besonders Zeugnis ablegte. Die Trauerrede hielt der der Familie befreundete Pfarrer Frenndlieb zu Vilbel, der die Stelle Römer 8,28Wir wissen, daß allen denen, die Gott lieben, alle Dinge zum besten dienen" seinen tiefempfundenen Worten zu Grunde legte. Am Grabe sprachen unter Niederlegung ivon Kranzspenden Direktor Dr. Stört ko für die höhere und erweiterte Mädchenschule, Beig. Curschmann für die Stadt und das Kuratorium der Anstalt, ferner ein Vertreter des Offizierkorps für das Regiment Kaiser Wilhelm und Lehrer Spitz für den Gießener Lehrerverein.

** Das III. Rhönturnfest wird am Sonntag, 11. August, aus der Wasserkuppe bei Gersfeld ab­gehalten; jedes Mitglied der deutschen Turnerschast kann sich beteiligen. Als Wettübungen sind bestimmt im Vierkampf Stemmen 75 Pfd., Stabhoch, Weir-Hoch und Hürden­rennen (100 Mtr. mit 4 Hindernissen von je 1 Mtr. Höhe). Im Sonderwettkampf ist Kugelschocken festgesetzt worden; hierbei werden die drei besten Turner ausgezeichnet. Am Vorabend ist in Gersfeld gemütliches Beisammensein im ,Deutschen Kaiser*.

Allendors a. d. Lahn, 5. Juli. Der Eisenbahn- !bedienstete Viehmann von hier wurde gestern auf dem lRangierbahnhof bei Klein-Linden beim Rangieren von -emem Wagen ersaßt und gedrückt, sodaß er am Rücken

und Kopf erhebliche Verletzungen davontrüg. Er mußte sich in die Klinik begeben.

0 Altenburg (Oberhessen), 4. Juli. Auf der B a h n - strecke GießenFulda ereignete sich gestern bei un­serem Dorfe eine aufregende Szene Kurz bevor der Zug von Lauterbach eintraf, stürzte das Pferd eines Fuhr­werks auf dem Bahnkörper zusammen. Schon brauste der Zug heran, und nur der Geistesgegenwart des Bahn­wärters gelang es, durch Notschüsse und Signalfahnen den Zug kurz vor der Unsallstelle zum Stehen zu bringen, andernfalls hätte sich ein schlveres Unglück zu- getragen.

= Burkhardsfelden, 5. Juli. Am Sonntag, 7. Juli, feiert der GesangvereinGermania" in Ver­bindung mit seinem 5jährigen Stiftungsfest das Fest der Fahnenweihe. Mehrere auswärtige Gesangvereine werden sich an dem Fest beteiligen und nach den getroffenen Fest­vorbereitungen ist bei gutem Wetter ein schönes Fest zu er­warten.

Märkte.

th. Gießen, 4. Juli. . Ter gestrige Schweinemarkt hatte einen Auftrieb von 450 Tieren. Trotz des für einen hiesigen Markt nur kleinen Auftriebs war das Geschäft so schlecht, wie auf keinem Markt in den letzten Jahren. Tie Kundschaft war aus- geblieben, wohl weil man auf dem Lande in der Heuernte ist. Unter den Umständen konnten die erzielten Preise nicht als Norm angesehen werden für eine solide Preisbildung.

x Butzbach, 4. Juli. Ter heutige Schweinemarkt war gegenüber seinen Vorgängern weniger stark befahren. Auch vermißte man mehr die ganz jungen 5 bis 7 Wochen alten Ferkel. Tas was angefahren war, bestand meistens aus stärkeren, besser entwickelten 8 bis 12 Wochen «alten Tieren, ein Beweis dafür, daß die Zucht in der letzten Zeit, wohl durch die gedrückten Schlachtvieh- preiie etwas eingeschränkt worden ist. Der Handel war anfangs stockend, später aber äußetft rege. Die Preise dürsten auch etwas -angezogen haben. Man erzielte für Tiere von 8 bis 12 Wochen für das Paar 32 bis 46 Mk.

[] Welter, 5. Juli. Bei dem gestrigen Schweinemarkt waren die Schweine so billig, daß man ein Paar Ferkel schon ii'.i 15/1^(11'1 fünfen ton nie.

Sport.

Radfahren. Gießen, 4. Juli. Bei der am Sonn­tag vom Nadler-VereiiiD i a n a" veranstalteten Zuver­las s i g k e i t s s a h r l wurden A. Flick erster unb F. Burck 2. Beide erreichten trotz strömendeni Regeii, ohiie jeden Desekt das Ziel.

Stuttgart, 4. Juli. Das 3. Renne n des hiesigen Motorrad-Klubs, das am 7. Juli aus der etwa 8 Kilometer langen Strecke Stnttgart--L-olitude statlsinden sollte, ist von der Regierimg v e r b o t e n worden. Das Rennen hatte iii den beiden letzten Jahren stattgefundeli.

Gießener Wetterdienst.

Voraussichtliche Witterung für Hessen am Samstag, den 6. Jiili: Teilweise heiler. Trocken, wärmer. Schwache südliche Winde.

Kuno Kischcr f.

Heidelberg, 5. Juli. Ter berühmte Philosoph Geheime« rat Professor Tr. Kuno Fischer ist nach mehrjährigem Siech­tum heute nacht gestorben.

Mit K. Fischer ist eine der markantesten Persönlichkeiten Heidelbergs aus dem Leben geschieden, aber weit über Heidelberg hinaus wird diese Todeskunde mit schmerzlichem Bedauern ausgenommen werden. Kuno Fischer wurde am 23. Juli 1824 zu Sandewalde in Schlesien geboren, studierte in Leipzig zuerst Philologie mid dann in Halle Theologie und Philosophie. Nach Beeudiguiig seiner Studien wurde er Hauslehrer in Piorzheun. Jur Jahre 1850 habilitierte er sich in Heidelberg für Philosophie, aber schon drei Jahre daraus wurde er durch ein Ministerialreskript gezwungen, seine Lehrtätigkeit ein- zustellen. Fischer wandte sich dann nacf) Berlin, wo ihm nach Lleberiüuibung vieler Schwierigkeiten im Jahre 1856 die Habi­litation erlaubt wurde; er machte von dieser Erlaubiiis jedoch keinen Gebrauch, sondern nahm erneu Rus als Professor nach Jena an und lehrte dort, wo einst Schiller, Fichte, Hegel und Schilling gelehrt halten, mit großem Erfolge. Im Jahre 1872 folgte er einem Rufe nach Heidelberg, wo er dann eine glänzende Lehrtätig­

keit entfaltete. Bei seinem 70. Geburtstage sagte Kuno Fischer seinen Zuhörern:Wenn ich einmal fühlen werde, daß meine Kräfte« nachlassen und daß ich meinem Lehramte nicht mehr ganz gewachsen bin, gehe ich." Kuno Fischer hat bann noch ein volles Jahrzehnt seine Lehrtätigkeit ausgeübt und erst vor wenigen Semestern seine« Vorlesungen eingestellt.

Griginal-DrahtmelSungen.

R. B. Darmstadt, 5. Juli. In dem Beleidig gungs-Prozeß gegen Fabrikdirektor Fischer zuV Gustavsburg, der in drei Artikeln im Mainz. Anz. denj Bürgermeister und dcnGemeinderatzuGins-'V heim beleidigt hatte, kam heule ein Vergleich zustandeII Fischer nahm die Beleidigungen zurück, zahlt eine Geld-Z I büße von 300 Mark zu wohltätigen Zwecken, übernimmt» sämtliche Kosten und verpflichtet sich, weitere Angriffe ßj gegen den Gemeinderat und den Bürgermeister von Gins-- l| heim zu unterlassen.

Reims, 5. Juli. Bei einem Manöver ritt das zehntes Dragoner-Regiment eine Attacke gegen das 132. Jnfan-I terie-Regiment, wobei mehrere Pferde stürzten, Ein«! Soldat ist tot, ein Rittmeister und ein Wachtmeister wur^K den schwer verwundet.

Toulon, 5. Juli. Gestern nachmittag explodierte» während der Schießversuche im Militärlager bonlj Orchardmond eine Granate, wodurch ein Offizier,» ein Unteroffizier und 2 Mann schwer verwundet wurden.« Das Geschoß explodierte in dem Augenblick, wo eS in den! Geschützlauf eingeführt wurde. Nach einer anderen BersionW soll die Granate explodiert sein, als Leutnant Manley fiel untersuchte.

Rom, 5. Juli. Während des Festzugs zur Garibaldi-I feier fiel es auf, daß die ö st e rreich is ch e Bo t sch a s bl nicht geschmückt hatte. Es ertönten aus der Menge Ruse:« Nieder mit Oesterreich! Hoch Trient! Hoch Triest!" Diel Versuche von Anarchisten, Gewalttätigkeiten zu begehend hatten keinen Erfolg. Die Botschaft wird militärisch beD wacht, der Botschafter ist gegenwärtig abwesend.

Rom, 5. Juli. Die Wärter der hiesigen Irren.» anstatt sind in den Streik getreten. Das Irrenhaus»' wurde militärisch besetzt. . j|

Mailand,5. Juli. Die letzten Verhaftungen in F e rJ I rara haben eine Abnahme^ der Agitation herbei-I^ geführt. In verschiedenen Teilen der Provinz wird diel- Arbeit wieder ausgenommen.

B o z e n, 5. Juti. Großes Aufsehen erregt hier die Aus--»! Hebung einer Lasterhöhle, in welcher 50 11- biss 13 jährige Mädchen zu unsittlichen Zwecken benutzt wurden.V! In die Affäre sind angesehene Personen der Stadt BozenD verwickelt.

B u d a p e ft , 4. Juli. Heute vormittag fand wegen politischer» I Differenzen Mischen den Abgeordneten L e v a s s y und F a r b a <5 * | hazi ein Säbelduell statt, bei welchem beide leicht verletzt^ wurden. Tie Gegner versöhnten sich darauf.

Sofia, 5. Juli. TieAgence Bulgare" erfährt aus Kon-ßl ftsantinopel: Von Kairo fei ein anarchistischer Anschlagj! auf das Leben des Sultans avisiert worden. Es seien»4 daher viele Armenier verhaftet und einem strengen Verhör unter-! 1 zogen worden. Tie aus demselben Grunde beranstalteten Haus^Ii suchungen seien hingegen ohne Erfolg geblieben.

Moskau, 5. Juli. Jümitten der Stadt beschlag­nahmte die Polizei eine Geheimdruckerei, in Wel-N cher die revolutionäre Zeitung Borba sowie revolutionäre I Proklamationen an die Bauern gedruckt wurden. DrerU Frauen und ein Mann wurden verhaftet. Die Verhafteten'! weigern sich, jede Auskunft über ihre Person zu geben./

N e w y o r t , 5. Juli. DemHerald" zufolge hat Admi^ ral Evans Instruktionen erhalten, das atlan-! t i s ch e G e s ch w a d e r für eine längere Kreuzfahrt bereit zu halten. Das Datum der Ausreise ist noch nicht bekannt. Hinsichtlich der geplanten Verlegung des atlantischen Geschwaders nach dem Stillen Ozean macht sich in Marinekreisen eine lebhafte Gegenströmung geltend. Als Flotten-Basis sind die Philippinen oder Ha­waii ausersehen.

Amtlicher Teil.

Bekanntmachung.

Zur Vornahme von Rohrlegungsarbcncn wird die O r t s ° -durchfahrt Treis a. Lda. int Zuge bet Kr eisstraße -Lollar-Londorf vom 10. bis20. 3 u l i für beit Verkehr gesperrt.

Gießert, den 3. Juli 1907.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

_____________I. V.: Froelich. _________________

Bekarmtumchsmg.

Dabrikkrankenkafse der Firma Gebrüder Hornberger und »soLne ist nach (Anstellung des Betriebs geschloffen, lieber das vorhandene > vermögen dieser Kasse ist folgendermaßen : verfügt worden.

' _ r Jür: jede \ die bei Einstellung des Betriebs mindestens ;3 Jahre bet der 6-irma Gebrüder Hornberger & Söhne tätig war, - wird em Sterbegeld von 50 Mark ausgesetzt, ohne Rücksicht darauf, ob ne in Gießen oder auswärts wohnt. Die Summe wird der Groghe^oglichen Bürgermeisterei Gießen mit dem Auftrage über* mieten, böS Geld verzinslich anzulegen und den Betrag jeweils nach dem Ableben der berechtigten Personen an deren Angehörige aus- zuzahlen. Der Rest wird der Ortskrankenkasse Gießen überwiesen. , Wir fordern hiernach alle Personen, die bet Einstellung des

Betriebs mindestens 3 Jahre bei der genannten Firma tätig waren, auf, das innerhalb 14 Tagen unter Angabe der inbetracht kommenden Beschäftigungszeit hier anzuzeigen.

Gießen, den 1. Juli 1907. b5/7

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

I. B.: Curs ch m a n n.

Bekanntmachung.

Betreffend: Die Ebelstiftung.

B5/7

Zur Ausführung der Cbelttistung sind in diesem Jahre im Wege des öffentlichen Ausschreibens zu vergeben:

1. Die Lieferung von etwa 20 Knabenanzügen aus kräftigem Stoff iJovve und Hose)

2. 60-80 m Stoff zu Winterkleidern für Mädchen

3. 7080 m Baumwollflanell zu Hemden

4- 5060 m wollene Lama zu Unterröcken

5. Die Anfertigung der Mädchenkleider, Knaben- und Mäüchen- bemden und der Unterröcke.

Angebote, mit entsprechender Aufschrift versehen, sind bis svatettnts Sv. d. Mts. beim Städtischen Armcuamt, Neuen Bäue 25, Zmuner Nr. 2. einzureichen.

Gießen, 2. Juli 1907.

Die Armen-Deputation der Stadt Gießen.

____________________Curschmann.

Bekanntmachung.

Der Plan über die Errichtung einer oberiiHischen Tete- graphenlime an der Straße von Gießen nach Wißmar vom Uebergang über die Main - Weserbahn bis zum Hause Am Rodberg Nr. 13 liegt bei dem Kaiserlichen Postaint in Gießen von heute ab 4 Wochen aus.

Darmstadt, 4. Jul: 1907. d5/7

Kaiserliche Ober-Postdtrektwn

3* V.: Dingeldey.

Bekanntmachung.

Anmeldungen zum Bezüge von Kleidungsstücken für arme Kinder aus der Ebclstiftuug sind bis spätestens 20. d. Mts. auf dem Städtischen Armcnamt, Neuen Baue 25, Zimmer Nr. 2, ein­zureichen.

Gießen, 2. Juli 1907.

Die Armen-Deputation der Stadt Gießen.

______________________Eurschmann.__________________B5/6

Bekanntmachung.

Von der Mitteldeutschen Kreditbank, sowie Herren L. & E. Wertheimber, hier, ist bei uns der Antrag auf Zulassung von Mk. 3,000,000 4% Schuldverschreibungen der Stadt Gießen zum Han­del und zur Notierung an der hiesigen Börse eingereicht worden.

Frankfurt a. M., den 4. Juli 1907.

Die Kommission sür Zulassung von Wertpapieren I>/7]______________an der Börse zu Frankfurt a. M.________

An der Provinzialsiechenanstalt in Gießen tft die Stelle eines Direktors nut einem Arzte zu besetzen. Der Gehalt beträgt 5000 Mark und steigt um je 500 Mark von 3 zu 3 Jahren bis 6000 Mark. Die Bestimmungen über unwiderrufliche Anstellung, Ruhegehalt und Hinterbliebenen- versorguug entsprechen den für die Hessischen Staatsbeamten geltenden Vorschriften. Bewerbungen sind unter Beifügung eines Lebenslaufs und der Prüfungszeugnisse bis zum 25. Juli d. Js. an

den Provinzial-Ausschuß der Provinz Oberheffen in Gießen

zu richten. ds/t

Gießen, den 3. Jult 1907.

NamenS des Pcovinzial-AusschuffeS: Dr. Breidert.

Arbeitsvergebung.

Die zur Unterhaltung der Marktlauben nötigen Weißbinder arbciteu sollen Mittwoch, den 10. Juli dss. Js., vorm. TI Uhr, öffentlich vergeben werden.

Die Verdingungsunterlagen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt au uns einzureichen. Zuschlagsftist 8 Tage.

Gießen, den 5. Juli 1907.

Städtisches Hochbauamt.

___________Ger bei. ________ _______BV7

Arbeitsvergebung.

Die zur Unterhaltung der Gebäude des Realgiimnanums und der Realschule nöligen Schreiner- und Weiffbinderarbeitcu sollen Ureitag, den 12. Jult Js., vormittags 10 Uhr, öffentlich vergeben werden.

Die Berbingungsunlertagen liege:i bei uns zur Einsicht offen. Angebote, aus Bororuck, ber oaselbu erhältlich, sind bis zum ge- nannten Zeitpunkt au uns emzureicycn. Zuschlagsftist 14 Tage.

Gieven, den 4. Juli 1907.

Städtisches Hochbauamt

Gerbet. B5A

Arbeitsvergebung.

Die zur Unterhaltung des Forsthauses Hochwart nötige

Schreiner- bezw. Zimmerarbeit

soll Mittwoch den 10. Juli d. Js., vormitt. 10 Ubr, öffentlich vergeben werden.

Die Berdingungsunterlagen liegen zur Einsicht der Inter­essenten bei uns offen. Angebote auf vor geschriebenem Formular, das daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt an miß1 einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage.

Gießen, den 3. Juli 1907.

Städtisches Hochbauamt.

____________ Gerbet. ... ____________ B*/r

Arbeitsvergebung.

Zum Neubau einer Nudelfabrik für Herrn A. W. Heil, Butzbach, sollen folgende Arbeiten auf dem Sub- missionswege vergeben werden:

1. Maurerarbeit (ohne Material), 2. Zimmerarbeit, 3. Dachdecker- und 4. Schlosserarbeit (mit Material), 5. Bruchfteinlieferung frei Baustelle am Ostbahnhof. Bau­pläne und Voranschläge liegen vom 6. bi§ 8. Juli d. Js. auf unterzeichnetem Bureau für die Interessenten offen. Zu- schlagsfrist 3 Tage. 4409

K. I. Wentzel.

Das Einmachen

der Früchte beginnt intb jede Hausfrau schützt die Früchte gegen Schimmel durch (ng5^

nr. Oetkers

«Salicyl ä 10 Pfg. Diese Menge genügt für

k 3H 10 Pfund Früchte mit Zucker.

Bk « Rezepte über das Einmachen gratis und franko von Dr. A. Oetker, Bielefeld.

Mein Holz- und Kohlen­geschäft befindet sich von Heute an in meinem neuerbauten Lager

Neustadt 35. Mühlgasse 26

J. Happel- L

3926