Nr. 104
157. Jahrgang
Drittes Blatt.
Samstag 4. Mai 1907
Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.
Die „Eiehener ZamMenblätter" werden dem .Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisbltitt für den Kreis Giehen" zweimal wöchentlich. Der „hessische Landwirt" erscheint monatlich einmal.
Giehener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberhejsen
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UnwersUäld - Buch- und Steindruckerei.
R. Lange. Ließen.
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: 5L
Redaktion: HL, Tell-Adru AnzeigerDießen.
entstandenen rentenpflichtigen Betriebsunfälle. Es lief die
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2.
Antwort ein, nur ermittelt, die sich durch eignet hatten.
blumige Bieberbaum eine bedeutende Höbe und gehört zu den schönsten immergrünen Bäumen. Als Sehenswürdigkeiten gelten die Magnolien an Washingtons Grabstätte, die sich Washington selbst gepflanzt hatte. Ihre Höhe beträgt über 20 Meter und ihre unteren Aeste haben sich zum Boden herabgeneigt, in dem sie wurzelten und wieder ausstiegen, wodurch ein förmlicher Magnolienwald von Blättern und Blüten in seltener Pracht gebildet wird.
einen Arzt, bei einer solchen Ausdehnung eines Bezirkes, eine Unmöglichkeit ist, aus die Tauer allen Anforderungen gerecht zu werden. — Es ist immer der Wunsch der Kranken
eine gute Praxis. Nachdem von hier wegzog, um sich Spezialarzt auszubilden, hat wieder niedergelassen, sodaß
Fleischpreisen Fleisch verkaufen zu können, und zum andern, der Landwirtschaft für ihr Schlachtvieh einen ihren Pro» duktionskosten entsprechenden Anteil an den
Fleischpreisen zu sichern; t .
3. die Landwirtschaftskammern zu ersuchen, durch belehrende und aujklärende Artikel eine zu befürchtende starke Einschränkung der Schweinehaltung zu verhüten.
Die Resolurion betont zum Schluß, daß vor allem das Augenmerk auf eine möglichst billige Haltung der Schweine und darauf zu lenken sei, daß die Selbstschlachtung von Schweinen durch die Landwirte und Herstellung von Dauerwaren durch Landwirte und Schlechter wesentlich zur sofortigen Entlastung des Marktes und zur Erzielung eines gleichmäßigen Preises für Schweine und Schweinefleisch beitragen.
Aus S»a0t uno tuno.
Gießen, 4. Mai 1907.
-Der la ndwirtschastliche Lokalverein Gießen beschäftigte sich in seiner letzten Sitzung auch mit der Frage: hat sich der Gebrauch lan d wirts ch a stl ich er Ma sch in en als so gefahrvoll erwiesen, daß seitens der land- und forstw. Berufsgenossenschast für das Großherzogtum Hessen der Erlaß von Ünfallverhütungsvorschristen als unumgänglich notwendig erwies? Bekanntlich hatten diese Vorschriften besonders für die Handhäckselmaschinen im Lande viel Widerspruch erfahren, denn diese Schutzvorrichtungen an Häckselmaschinen erschweren den Gebrauch derselben und werden von den landwirtschaftlichen Arbeitern als überflüssig und lästig von den Maschinen entfernt trotz des Widerspruches des verantwortlichen Arbeitgebers. Die Gemüter haben sich über die Schutz- Vorrichtungen an den Handhäckselmaschinen noch nicht be» ruhigt. Das führt dazu, daß diese Frage immer wieder auf der Tagesordnung der landwirtschaftlichen Vereine erscheint. fDer Vorsitzende des landw. Lokaloereins Gießen wandte sich daher an die land- und forstw. Berufsgenossenschast in Tarm- jstadt und erbat sich eine Statistik der durch Häckselmaschinen
in Halle an der Saale als sich ein zweiter Arzt hier nicht der derzeitige Arzt, Dr. Luft, bewältigen hat. Zu unserem
Dumps- u. Heißluftbäder, sowie Massage zus. 165 Manner, 25 Frauen.
Brausebäder 1. Klasse 847 Männer, 95 Frauen, 2. „ 1454 „ 180 „
Die Personenwage wurde von 220 Personen benutzt und das Bad von 4 Personen besichtigt.
daß eine solche Statistik nicht existiere. ES sei daß auf 6000 entschädigte Unfälle 260 kommen, den Gebrauch landwirtschaftlicher Maschinen er- Wenn man nun bedenkt, daß in jeder bauer»
die aanze Arbeit allein zu
Bezirke gehören folgende Orte: Homberg, Ober- und Niederofleiden, Gontershausen, Haarhausen, Deckenbach, Hömgen, Schadenbach, Büßfeld, Bleidenrod, Burg- und Niedergemünden, Maulbach, Appenrod, Arbeiterkolonie Neu-Ulrichstein und Dannenrod. Man kann sich also wohl denken, daß es für
-d- Homberg a. d. Ohm, 2. Mai. Schon lange wird es hier und in der Umgegend bitter empfunden, daß man hier nur einen praktischen Arzt hat. Von jeher waren im Bezirke Homberg 2 Aerzie tätig und jeder hatte vor 2 Jahren Dr. Lehmann
licht werden; , , ., „ u
b) daß zur Schaffung eines klaren, der wirklichen Marktlage entsprechenden und auch den Landwirten verständlichen Bildes der Viehpreise an den Schlachwiehyäusern der vom Landesökonomiekollegium wiederholt geforderte Wiege- und ^e- llarationszwang tunlichst bald gesetzlich eingeführt und damit neben der Notierung nach Schlachtgewicht auch eine Notierung juad) Lebendgewicht ermöglicht wird;
2. die genossenschaftliche Organisation der Landwirre auf dem Gebiete der Viehverwertung planmäßiger und einheitlicher als bisher durch die Landwirtschaftskammern auszubauen, um einerseits die Fleischer in den Stand zu b*—
politische Lagesscharr.
Kolonialdirektor Ternburg
tmrd noch im Laufe des Monats seine Afrika fahrt untreren unb zwar a l s Staatssekretär. Tie Bewilligung des oe- trefsenden Titels im Kolonialetat durch das Plenum des Reichstags steht außer Zweifel. Es bedarf nicht einmal mehr der Befürwortung seitens des Fürsten Bülow. Allerdings wird es noch etwas „Theaterdonner" geben. Tie Abgg. Frhr v. Herrling und Bebel haben sich die Begründung ihres unenrwegt ablehnenden Standpunktes für die zweite Lesung Vorbehalten. Auch Abg. Erzberger will nochmals mit einer kritischen Kolonialrede vor die Lcflentlichkeit treten, nämlich über die Ergebnisse der Untersuchung der bekannten „Kolonialfälle", deren Schattenseite jetzt zusammengeschruinpft erscheint. Dann werden endlich die Akten geschlossen werden können über den für die Entwicklung der innerpolitischen Verhältnisse so bedeutsam gewordenen Kolonialkonflikt. Für Ternburg hat der Ausstieg zum Staatssekretär vor allem eine beträchtliche Gehaltserhöhung — auf 44000 M k. — im Gefolge Der Geschäftsumsang tm Kolonialamt ist dermaßen gewachsen, daß sich für den Leiter dieses Ressorts die Anwartschaft auf den Rang eines .Staatssekretärs aus den Verhältnissen heraus ergibt.
Maientau macht grüne Au.
** D i e Magnolien oder Bieberbäume zählen zu den beliebtesten Zierhölzern; sie sind daher auch in vielen Gärten Gießens vorhanden. Der Grund ihrer Beliebtheit ‘ ist einerseits das frühe Erscheinen ihrer großen tulpenartigen, weißen, rosig angehauchten Prachlblüten, andererseits das jchöiie, durch ansehnliche dicke dunkelgrüne Blätter gebildete Tauerlaub, das immer erst nach dem Verblühen erscheint. Weniger zahlreich als im Frühjahre erblühen manche Plagnolienbäuine im Herbste noch einmal. Zu dieser Zeil wirken die köstlichen Blumen an den jungen Trieben mit hellgrünem Laube über den älteren Zweigen mit dunkelgrünen Blättern ourch ihr herrliches Kolorit auf den Beschauer doppelt angenehm. Wie bei dein diesfährigen kalten Frühling alle Frühblüher, so haben auch die Magnolien schwer gelitten. Im botanischen Garten z. B. sind die ärtßeren Blätter erfroren uiid dadurch gebräunt. „Magnolien" heißen die Prachtgewächse nach Magnol, der 1715 als Professor der
•• GießenerVolksbad. Im April wurden 8613 Bäder verabreicht gegen 8883 im März 1907 und 8899 im April 1906 oder im Durchschnitt pro Tag 287 Bäder gegen 287 im März und 297 im April 1906. Der Besuch im einzelnen hat sich wie folgt verteilt: . __
Schwimmbad: 3485 Männer, darunter 807 zu 10 Pig., o 803 Frauen, , 166 , 10 „
Wannenbäder 1. Klasse 263 Männer, 69 Frauen,
Zur Frage der Fleischversorgnng bat die ständige Kommission des preuß. Landesökonomie- rollegiums neulich in Berlin einen Beschluß gefaßt, dessen Wortlaut jetzt veröffentlicht wird. Er lautet:
„Die Ständige Kommission des Landesökonomiekollegiums erblickt in dem jetzigen Tiefstände der Schweinepreise eine a ußerordentliche Gefahr für den Fortbestand unserer Schweinehaltung und damit für die Fleischversorgung des Volkes und hält die Ergreifung besonderer Maßnahmen für geboten, um der fortwährend steigenden Spannung zwischen Vieh- und Fleischpreisen — namentlich den S chw e i n e preisen und Schweine f 1 eischpreisen — wirksam zu begegnen. Wenn auch AUAugcben ist, daß ein gewisses Anwachsen dieser Spannung infolge der höheren Ansprüche der Konsumenten und des Steigens der allgemeinen Geschäftsunkosten unvermeidlich und berechtigt ist, so ist doch in den letzten Monaten der Rückgang der Schweinesleischpreise dem Fallen der Schweinepreise so wenig gefolgt, daß dadurch die Spannung zwischen diesen beiden Preisen eine völlig unberechtigte Erhöhung erfahren hat. Die Zurückführung dieser Spannung auf ein normales Maß erscheint besonders deshalb geboten, weil anderenfalls durch die hohen Schweinefleischpreise eine wünschenswerte Zunahme des Schweinefleischverbrauchs ausgehalren, zugleich aber durch die niedrigen, den Fleischpreisen durchaus nicht entsprechenden Schweinepreise die Landwirtschaft zu einer unerwünschten Einschränkung der Viehhaltung veranlaßt wird." Die Ständige Kommission beschließt daher:
1. den Landwirtschaftsminister zu ersuchen, daß sofort eingehende Erhebungen über das Verhältnis der Schweine- fleischpreise zu den Schweinepreisen angestellt und die Konsumenten darüber aufgeklärt werden, welche Fleischpreise den jeweiligen Sck)weinepreisen entsprechen würden. Es ist hierzu erforderlich:
a) daß in allen größeren Städten von den Poltzetver- toaltungen allwöchentlich genaue und detaillierte Erhebungen über die tatsächlich gezahlten F1 eifchPreise angestellt und sowohl die ermittelten Tetailfleischpretse als auch die geltenden Großhandelspreise für Fleisch und Vieh im Interesse der Konsumenten in geeigneter Weise verö ff ent-
lichen Wirtschaft Tickwurzelmaschinen und Häckselmaschinen täglich im Gebrauch sind, daß auch in den rein bäuerlichen Wirtschaften der Gebrauch von Milchzentrifugen, von Säemaschinen, Erntemaschinen, Dreschmaschinen gewaltig zugenommen hat und immer mehr zummmt infolge der hohen Löhne und des Arbeitermangels, so erscheint die Zahl der Unfälle — von 6000 nur 260 ----- 4.33 Proz. durch landw. Maschinen — außerordentlich gering. Ter Landwirt fragt sich mit Recht, wie viel oder vielmehr wie wenige Unfälle mögen denn auf den Betrieb von Handhäckjelmaschinen kommen, deren Betrieb durch die vorgeschriebenen Schutzvorrichtungen so schwierig geworden ist und so viel Streit mit den damit beschäftigten Arbeitern hervorruft. Es war daher der Antrag berechtigt seitens des landw. Lokalvereins Gießen, von der land- und forstw. Berufsgenossenschast zu verlangen, daß Jahr für Jahr Erhebungen darüber an- gestellt werden möchten, wie viel entschadigungspflichtige Unfälle durch den Gebrauch der landw. Maschinen insbesondere auch der Handhäckselmaschinen vorkommen. Und daß weiter wenigstens für em Jahr diese Unfälle nachträglich fest- gestellt werden möchten, die v o r Erlaß der UnfalloerhütungS- vorschristen durch landw. Maschinen insbesondere Handhäckselmaschinen vorgekommen sind. Erst wenn diese Statistik vor- liegt, läßt sich entscheiden, ob die strenge Durchführung der Schutzvorschriften insbesondere bei Handhäckselmaschinen geboten erscheine oder nicht. Die vorstehenden Anträge sind auch durch den Ausschuß des landw. Vereins für dre Provinz Oberhessen befürwortet. Der Präsident des Vereins wurde gebeten, jene Anträge auch namens des AiisschusseZ einzureichen. Das ist bereits geschehen.
♦* Der Himmel im 9)1 a i. Tie Sonne tritt in das Zeichen der Zwillinge am 22. Mai 7 Uhr vormittags. — Ter Blond : Am 4. abends 11 Uhr letztes Viertel; am 12. vormittags 10 Uhr Neumond ; am 20. nachmittags 2 Uhr erstes Viertel; am 27. nachmittags 3 Uhr Vollmond. — Die Planeten: Merkur bleibt unsichtbar. Venus ist während des ganzen Monats nur wenig über eine Viertelstunde als Morgenstern un Osten zu sehen. — 9)lars geht von Mitte des Monats an bereits vor Mitternacht auf. Die Dauer der Sichtbarkeit nimmt wieder langsam zu bis auf nahe zweidrewiertel Stunden am Ende des Monats. — Jupiter ist am Ende des Monats nur noch eine Stunde lang vor seinem Untergang im Nordwesten sichtbar. — Saturn ivtrd 9)htte des Monats auf kurze Zeit des Morgens im Osten sichtbar. — '-Bauernregel: Ter Mat ist fetten so gut, er bringt dem Zaunpsahl einen Hut. — Viel Gewitter un Mai, singt der Bauer pichher. — Kommt Nebel, wenn die Bäume blühen, so wirst du nicht viel Obst erziehen. —
tn der Entwicklung oder beim Lernen zurückbleibende Kinder, sowie blutarme, sich mattfühlende und nervöse überarbeitete, leicht erregbare, frühzeitig erschöpfte Erwachsene gebrauchen als Kräftigungsmittel mit großem Erfolg Dr. Hommel's Haematogen.
Ter Appetit erwacht, ine geistigen und lörperlicherr Kräfte werden rasch gehoben, das Gefamt-Ncrveushslcm gestärkt. C4/i
Man verlange jedoch ausdrücklich das echte ,,Dr. Hommel's" Haematogcn und lasse sich keine der vielen Nachahmungen aufreden
und Aiigehörigen, daß der Arzt, sobald mein nach ihm geschickt hat, schnell kommt — erwartet man doch von ihm Hülse. In vielen Fällen mag dieser Wunsch auch seine Berechtigung haben, denn häusig kann nur schleiinigste, ärztliche Hülfe ein Menschenleben dem Tode entreißen, und wie oft ist ein sofortiges Eingreifen deS Arztes notwendig, um einen Erfolg zu sichern. Und wie niederdrückend muß es auf Kranke und Angehörige wirken; wenn der Arzt erst einige Stunden später oder gar erst an, nächsten Tage kommen kann, nachdem man ihn schon so sehnsüchtig erwartet hatte. Häufig sind auch Familien gezwungen, 311 den Aerzten der benachbarten Bezirke zu gehen, was für die Leute bei den großen Entfernungen recht unangenehm ist und auch mit großen Kosten verknüpft ist. — Es wäre darum im Interesse des ganzen Bezirkes sehr zu wünschen, daß recht bald wieder ein zweiter Arzt hierher käme.
sd. Darmstadt, 2. Mai. lieber die Verwendung des Ueberschusses der Gartenbauausstellung 1905 hier, der nach verschiedenen Abzügen 18 000 Mark betrug, sind s. Z. zwischen dem hiesigen Gartenbaiivecein, der der eigentliche Unternehnter der Ausstellung war, und den zur Leitung der Ausstellung berufenen Herren Differenz en entstanden. Während das Komitee die sog. Olbrich'schen Gärten kaufen und dem Großherzog zur Anpflanziing auf dem Luisenplatz schenken wollte, hatte der Gartenbau andere mehr praktische Pläne. Nach langem Stillstand find jetzt die Verhandlungen wieder ausgenommen worden und eine Einigung dahin erzielt, daß der Ertrag zur Ausschmückung des L u is e n p l a tz e s um das LudwigSmonuinent herum verwendet wird. Es sollen zwei künstlerisch ausgestattete Brunnen errichtet werden, die allerdings 25 000 Mark kosten sollen. Ter Restbetrag soll durch Spenden aufgebracht werden. — Nach langen schweren Leiden ist gestern abend der in weiten Kreisen bekannte kürzlich pensionierte Musikdirektor W. G. Hilge, früher Kapellmeister des Jnf.-Regts. 115, gestorben. H. war früher bei dem - Fuß. - Art. - Regiment Nr. 3 in Mainz und als tüchtiger Musikkenner und Arrangeur sehr beliebt.
Die Hauptversammlung des Allgemeinen Bercius für Armen- und ättantenpflege zu Gießen
fand, wie alljährlich, am Dienstag im Gemeindesaal der Matthäus- gemeinde statt. Ter Vorsitzende, Pfarrer D. Schlosser gedachte zunächst des verstorbenen Rentners Karl Schwan, der dem Vorstand in segensreichem Wirken seit 1888 angehörte. Aus dem darauf vom Vorsitzenden erstatteten Jahresbericht, der in Kürze erscheinen wird, sei folgendes mitgeteilt: Ter Verein blickt in diesem Jahre auf 25 Jahre seiner Tätigkeit zurück. Seine Organisation in der ausgedehnten Armen- und Krankenpflege hat sich bewährt, nacheinander entstanden die einzelnen Zweige der Arbeit' Armensürsorge, Krankeiipflege durch Schwestern, Krippe, Bau eines Schwesternhauses (1886 und 1899 , Wohnungsreform in der Form eines Mietspatronats, Nähabende, Hospiz für Damen, Mädchenherberge, Waisenpflege und in neuester Zeit die in Angriff genommene Säuglingsfürsorge. Eine große Anzahl von Helfer und Helferinnen standen besonders in der ersten Zeit dem Verein zur Verfügung. Ununterbrochen sind seit 1882 bis heute für den Verein tätig der Vorsitzende Pfarrer D. schlosser. Geh. Rat Baist, Fabrikant Kauffmann, Rechnungsrat Witter, Kaufmann Stuhl und Frl. A. Windecker. — AuS der Tätigkeit der einzelnen Abteilungen während des Jahres 1906 sei folgendes hervorgehoben: Die Helfer abtei1un g unter Vorsitz von Pfarrer Euler unterstützte 144 Personen und Familien in 722 Fällen und verausgabte 4 298,85 Mk., darunter für Badekuren 1500 Mk. Tie Schwestern pflegten in 645 Familien mit 25 849 Pflegebesuchen, 97 ganzen Tagepflegen und 666 Nachtwachen. Im Schwesternhaus wurden verpflegt 381 Kranke mit 4565 Verpflegungstagen und 68 Nachtwachen. In der Krippe wurden 37 Kinder ausgenommen. Für die Pflege der Kinder stellten sich dabei zum erfteitmal in nachahmenswerter Weise Damen aus der Stadt zur Verfügung. Die Abteilung f für Säuglingsfürsorge unter Vorsitz von Pfarrer Schwabe ' wird nunmehr am 1. Mai die Milchküche in der Wetzsteingasse 43 » eröffnen können. In der Abteilung für Waisenpf 1 ege unter Vorsitz von Beigeordneten Eurschmann erfüllten die Helferinnen die übernommene Aufgabe mit Ernst und Liebe. In der Abteilung für M ietspa110 nat trat insofern eine Aenderung ein, daß das Haus Kcttharmengasse 11 verlauft wurde. Im ganzen kann so der Verein im letzten Jahr auf eine erspießliche Tätigkeit zurücksehen. Bei aller dankenswerter Unterstützung aber bedarf her Verein bei seinen wachsenden Aufgaben weiterhin jeglicher Beihilfe in hohem Maße. — Die vom spatkassendirektor Doering geprüfte Rechnung schloß mit 62 799,01 Mk. in Einnahme und 61 777,72 Mk. in Ausgabe ab. Dem verdienten Rechner, Rechnungsrat Witter, wurde mit herzlichem Dank Entlastung erteilt. Weiter ermächtigte die Hauptversammlung den Vorstand, mit dem geplanten Erweiterungsbau des Schwesternhauses vorzugehcn. Die ausgeschiedenen Mitglieder des Vorstands wurden wiedergewählt und an Stelle des verstorbenen Herrn Karl Schwan Professor Walther neu hinzugewählt. Nachdem Oberstaatsanwalt Theobald noch einmal den „Jubilaren" und unter diesen besonders dem verdienstoollen Vorsitzenden, Pfarrer D. Schlosser, den warmen Dank des Vereins ausgesprochen hatte, schloß Icmercr i)ic diessahrige Hauptversammlung.
Vielfach uachgeahmt, nia erreicht, hilft Zadierlin wahrlich staunenswert gegen jsäs Insektenplage. ö ($s ist niemals in der Düte, sondern nur m 4 Flaschen zu kaufen, wo Zacherl-plakate aushängen.
11 Finzia altbewährtM
Hel 1WW [|e ||j WM 111 Man achte genau aus den Namen MAGGI
_______________________ ____ u. weise Nachahmungen zurück.


