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31.3.1906 Fünftes Blatt
 
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ÄGGI

Samstag 31 Marz 1906

Fünftes Blatt

156. Jahrgang

Nr. 77

General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eichen

Redaktion. Exoedilion u.Druckerei: Bdiulftt.?.

Lei. Nr. 6L Lelegr.-Adr. r Anzeiger (Sießat

Erscheint »gll<6 mtt Ausnahme des Sonntag«.

Die »Oietzener LamttirnblStter" werden dem Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt Der ^esstsch« Landwirt" erscheint monatlich einmal.

5 - P. 5 X*. AA Rotationsdruck und Verlag de, vrübl'fch«

B az/y IM M OP^T UnlversttälSdruckerei. 8L Lang«, »letzen.

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(fr. Vp.) befürwortet die ch die strengen Strafen,

Kon der lünkwirlschastk-chen Ocvossen^chast in Zlriedberq.

Herr Oekonomierat Schiente schreibt uns heute:

Der Bericht vom 29. März über die Sitzung des Ans­si ch t s r a t e s und des B o r st a n d e s der l a n d w. Haupt- q e n o s s c n s ch a s t für Oberbessen ist so ziemlich in allen Punkten unrichtig. Ich berichtige mir, daß ich freiwillig und ohne danach gefragt zu fein, erklärte, Anzeige bet der Staatsanwaltschaft erhoben zu haben, um die Sachlage vor meinem Ausscheiden ans der Hauptgenossenschaft zu klären und um nicht hinterher das Opfer von Verleumdern zu werden. Ich hey mich ans Anfrage des Vorsitzenden bis zum L Mai 06 den r- landen und übergab die Kasse am folgenden Tage einem Vor- standsmitgliede. Erst die Gerlchtsverhandlimg kann Licht bringen über die 'Geschehnisse in dem Geschäftsgänge der Hanptgcnosken- schäft. Entstellte Berichte und Vertrauensvoten vermögen das nicht."

Von einem Juristen erhielten wir ferner folgende

Mrehe und Schule.

Bei dem vom 17. bis 19. Juni

parlamentarisches.

Berlin, 30. März. Tie Budgetkommission des Reichstages genehmigte den Ergänzungs­etat, durch den für verschiedene Gesandtschaften und Konsulate 31 700 Mk sowie für die Vervollständig­ung des Eisenbahnnetzes im Interesse der Landesverteidigung 6 3 30 500 Mk. nachgefordert wurden. Aus dem Staatsnotgesetz würbe die Forderung von 870000 Mk. für einen Truppenübungsplatz bei Ohrdruf gestrichen; das Gesetz selbst wurde für den Fall, daß es vor dem 1. April ordnungsgemäß erledigt wird, angenommen.

Arbeiterbewegung.

fc. Wiesbaden, 30. März. Tie Zahl der ausständigen Maler, Weißbinder und L a ck i r e r beträgt 1100. Ea 300 von den Ausständigen haben anderwärts Arbeit gesunden oder sind ohne Ziel abgereist.

Indianapolis, 30. März. Ter Lohnskala-AuS- s ch u ß der Anthrazitkohlenarbeiter ordnete die völ­lige E i n st e l l u n g der Grubenarbeit in den Anthrazit­kohlenbezirken am 2. April an und telegraphierte an die Minen­besitzer, daß er mit ihnen am 3. April in Nem-Aork zur weiteren Erörterung der Lohnskala zusammentreten wolle. Tiefer Schritt deutet auf die Absicht gleichzeitiger Ausstande der Arbeiter in den Anthrazit und in den Weichkohlenfeldern, der direkt oder indirekt 150 000 organisierte Anthrazit- und 260 000 organisierte Weich­kohlenbergleute umfassen würde. Die Weichkohlengrubenbesitzer, die sich der Lohnerhöhung widersetzten, beschlossen, den Präsidenten Roosevelt um Beilegung des Streiks zu ersuchen.

Mainz, 29. Mär; hier stattfindenden

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Ai tern64 3 2 7. General- Vertreter: A. Collin, Frankfurt a. M., Kaiscr<tr,<fl-'f* 60 I.

Zu der am Mittwocl) in Ihrer Zeitung erschienenen 9iohj, nach der von dem Genossenschoft-Ivorstand das Vorgehen Schlenkes mißbilligte, Hirsche! dagegen ein Vertrauensvotum erteilt worden sei, ist zu bemerken, daß bet Entdeckung der H irschel'scken Verfehlungen der Vorstand vielleicht mit Ausnahme eines Mitglieds einer Meinung über den Charakter der Verfehlungen war. die nichts weniger als geeignet schienen, Ver­trauensvoten zu Gunsten H's. im Gefolge zu haben. DasOmer der Gutmütigkeit", die wohl darin gefunden wird, daß H. die Genossen schäft stunden der Mühe Überbob, das schuldige Geld selbst an die (allein empfangsberechtigte) Genosstuscbaftsbank ab­zuliefern, im'rde durch diese Meinung anders gualifiziert. Sie ging einig mit dem Urteil des ersten Vorsitzenden des Auf- sichtsrats. Tas; das Vorgehen Scklenkcs mißbilligt wurde, hatte nichts Ueberrasckrcndcs. Es wurde 'ja erst dann betätigt, als er genau wußte, daß Hirschel geschont werden sollte....

ES wird neuerdings in die Welt gesetzt, daß der Charakter der Anzeige nahezudennneiativ" wäre, das soll heißen: aus irgend welchen unsauberen Motiven heraus zu erklären sei. Die Volksmacht" steht sogar nickt an, ein« ausRachsucht ge­scheheneDenuneiativn" zu unterstellen. Demgegenüber fei der wahre Grund der Anzeige dahin festgeftellt, daß Schlenke mit Rücksicht darauf, daß sein Vertrauen zu H. unter den Nullpunkt gesunken war, mit diesem nicht mefir zusammen arbeiten konnte der auf den 1. Mai 1905 aufgekündigte Direktorposten aber ohne Anzeige nickt oufgegeben werden durfte. Wenn Scklenke eine Klarstellung der gerüchtweise fdxm duvchgesichrten Vor^ lommnisse in der Hanvtgenossensckaft nickst in Fluß gebracht hätte, hätte er die einzige Möglickffeit, sich vor der Gefahr zn chützen, daß sein guter Ruf späterhin mitbesudelt würde, in gerade­zu sündhafter Weise versäumt. Ich meine, das wäre küur genug.

Soweit die beiden Zuschriften.

Wir haben die gestrige Friedberger Meldung, die Herr Oekonomierat Schlenke beanstandet, von einem Korrespon­denten erhalten, der mit dem Bauernbunde in Fühlung steht. Manches darin, namentlich daß derbeurlaubte* Herr Hirschel mit der Weiterführung der Geschäfte beauftragt worden sei, haben wir sogleich angezweifelt.' Ein Fragezeichen mitten in jener Korrespondenz legt von unseren Zweifeln Zeugnis ab. Die ,Frkf. Ztg.' hat die von uns in der Fassung hier und da abgeänderte Meldung des Korrespondenten wortgetreu zum Abdruck gebracht.

AuS den ständig einander widersprechenden Darstellungen des Friedberger Falle?, je nachdem ihre Urheber nach dieser oder jener Seite neigen, kann man sich vorerst kein rechtes Bild von den wohl überhaupt noch nicht ganz geklärten Dingen machen. Bezeichnend aber bleibt in jedem Falle das feste Vertrauen der Bauernbündler zu ihrem bisherigen Führer Hirschel.

,____,___________ _ , putschen Kongreß für

Innere Mission wird im Festsaal derLiedertafel" eine öffentliche Abendversammlung veranstaltet, in welcher Oberstaatsanwalt Theobald-Gießen über die gesetz­lichen Grundlagen der Jugendfürsorge sprechen wird, Frau Prälat Walz-Darmstadt über die Arbeit der Freundinnen junger Mädchen, Stadtv. Dr. Rautert-Mainz über die Frage:Was geschieht von der Stadt Mainz für die ge­fährdete Jugend" und Landeshauptmann Krekel-Wiesbaden überRettungsanftalten und Erziehungsvereinc". Ferner wird auf dem Kongreß von Pfarrer Wahl-Bingen ein Vor­trag überDie Aesthctische Gefahr" gehalten werden.

Zum Titel Kriegsminister liegt eine Resolution Müller-Mei- Ningen und Paper (jübb. Vv.) vor.

Abg. Dr. M ü l l e r - M e i n i n g e n lsr. Vp.) befürwortet bxe Resolution, bemängelt aber vornehmlich die strengen Strafen, mit denen der Soldat bedrolst ist, falls er eineunbegründete Beschwerde" erhebt. Tadurck sei das Beschwerderecht, geradezu illusorisch gemacht. Redner gibt sodann eine Anzahl praktischer Belege hierfür, dabei besonders betonend, welche O^efahr darin liege, daß einem Mißhandelten die Erhebung der Beschwerde sogar zur Pflicht gemacht sei. Zu fordern feien Reformen in sechs Richtungen: L Beseitigung der Bestrafung solcher Beschwerden, dieobjektiv unbegründet" sind, 2) die Beschwerde muß mündlich und unmittelbar beim Hauptmann angebracht werden, 3) die Belehrung über das Beschwerderecht muß ausschließlich direkt vom Hauptmann ausgehen, 4) jede Mißhandlung muß von der Kompagnie an das Generalkommando gerneldet werden, o) ist notwendig die Versetzung des Beschwerdeführers i>t ein anderes Bataillon, falls die Besckstverde begründet war, 6) sofortige Berichterstattung und strengste Untersuchung darüber, welche Vor­gesetzten die Verantwortung treffen in bezug auf mangelhafte Beaufsichtigung. Redner greift ans einer einzigen Wocke nur die krassesten vier Fälle von Mißhandlungen heraus, die auf das Beschwerderecht das ungünstigste Licht werfen. Unbegreiflich sei aber vor allem das Verhalten der Heeresverwaltung. Sei dock ein ehemaliger würltemvergischer Leutnant Haupt, der zu neun Monaten verurteilt worden war, und sicherlich auch schweres Belastungs-Material gegen ihn vorlag, nicht nur begnadigt, sondern sogar nachher wieder in die preußiicke Armee eingeitclU worden. Dafür treffe den Kriegsminister die Verantwortung. Redner reiht hieran noch andere ähnliche Fälle an.

Abg. Dr. Spahn (Ztr.) erklärt sich mft den Ausführungen des Vorredners einverstanden. Die Duell frage sei zwar sckwn im Januar hier zur Sprache gekommen. Damals habe aber der Kriegsminister im Auftrage des Reichskanzlers eine Erklärung verlesen, mit der er, Redner, und ]ine Freunde nch imrnöglick zufrieden geben könnten.

Kriegsminister v. Einem verliest im Namen des Reichs­kanzlers eine Erklärung, die im Wesentlichen dahm geht, daß Duelle zwischen Offizieren fast gar nicht mehr vor- kommen und zwar infolge der Verfügung von 1897. Von einem Duellunwesen könne absolut nickt mehr die Rede sein. Die Ehren­gerichte, denen die Offiziere alle Fälle unterbreiten müßten, in 21! Die 0115

KcluuinlnuMning.

-lmtStage in Grünberg und Hungen betreffend.

SamStag, den 7. April 1906, vormittag» 9

Uhr, findet im Rathause zu Grünb-rg, und

Mittwoch, den 11. April 1906, vormittags 9 % Ahr, findet im Rathause zu Hungen ein AmtStag der un­terzeichneten Behörde statt.

Anliegen der KreiSeingeseffenen auS den Amtsgerichts- bezirken Grünberg, Homberg und Laubach können am Amts- foqe in Grünberq, Anliegen der KreiSeingeseffenen auS den Amtsgerichtsbezirken Hungen, Lich und Nidda am Amtstage in Hungen voraebracht werden.

Die Grofth. Bürgermeistereien der in den vor­genannten Amtsgerichtsbezirken gelegenen Gemeinden des Kreises Gießen werden beauftragt, das Vorstehende in ihren Gemeinden wiederholt ortsüblich bekannt machen zu lasten, und daß dies geschehen ist, drei Tage vor dem Amtstag bc- richtlich hierher anzuzeigen.

Gießen, den 30. Marz 1906.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

__I. V .: Dr. Wagner.______________

Kelramstmachimg.

Im Staatsverlag ist erschienen und durch alle Buchhand- kungen zum Preis von 2,50 Mk. zu beziehen:

DaS Berfastungsrecht des Deutschen Reiches und des Großherzogtums Heften, enthaltend sämtliche hierüber bestehenden reichs- und landes­rechtlichen Beitimmungen.

Amtliche Handausgabe mit Erläuterungen, Verwei­sungen auf das einschlägige GesetzeSmaterial und einem Sachregister. (Bearbeitet im Auftrag Großh. Ministeriums deS Innern von Ministerialsekretar Dr. Valckenberg.)

Tie Ausgabe ist 186 Seiten stark und in elegantem Umschlag broschiert.

Gießen, den 30. März 1906.

Großherzogliches Äreisamt Gießen.

Dr. B r e i d e r t.

die Duelle obgenommen. Genugtuung werbe nur erwartet wer­den, wenn auch bet Gegner ein Ehrenmann sei. (Gelächter links, f Auch die Bestimmung, wonock cs verboten ist, einen Offiziers- Aspiranten nach seiner Stellung zur Duellfrage' zu fragen, sei nach wie vor in Kraft. Verstoye dagegen würben geahndet. In der Armee geschehe alles, um das Duell zu bekämpfen. Unser grundsätzliches Ziel bleibe, das Duell zu unterdrücken. Tie Neigung zu Mißhandlungen wird nicht in der Kaserne erzeugt, vndcrn in die Kaserne hineingetragen, finde allerdings durch >ie Einrichtungen im militärischen Leben einen gewissen Nähr­boden. Es kamen in die Armee auch rohe Elemente hinein, viel- äch auck schon vorbestrafte. Niemals wird es daher möglich ein, Mißhandlunasfälle gänzlich aus der Armee hinauszubringen.

Dek Minister weist dann auS einer Statistik zwischen 1903 und 1905 nach, daß die Mißhandlungen respektive die Bestrafungen aus solcken Anlässen abgenommen haben. Bezüglich des J-alles Haupt liege die Lache so: Wegen Mißhandlung wurde Haupt bestraft schvn im ersten Jahre seiner Offizierslaufbahn. Tann habe er sich drei Jahre vorurteilsfrei geführt und alsdann lediglich wegen Krankheft den Abschied nehmen müssen. Nach einer Wieder an stellung wurden ihm die besten Zeugnisse erteilt, als er in Preußen um Wiederanstellung einkam. Auch auf einige nnberc Fälle geht der Minister noch ein. Auf Vertrauen zwischen Untergebenen und Vorgesetzten sei unsere ganze Verwaltung auf- gebaut. Sie kömien ein Besckstverdereckt madicn, wie sie wollen, es wird immer umgangen werben. Jedermann muß anerkennen, daß c5 nirgendwo eine Armee gibt, in der ein größeres Interesse der Offiziere für die Mannschaften besteht als bei uns. Weiter wendet sich der Minister gegen die einzelner Punkte der Reso­lution Müller-Meiningen. Wenn jede Mißhandlung an bad Ge­neralkommando direkt gemeldet werden soll, so würde dies eine Schädigung der Autorität der Vorgesetzten herbeiführen. Jeden­falls beweise die Statistik, daß die Armee mit allen Kräften daran arbeitet, die Mißhandlung auszurvtten. Eine große Partei, mit der wir es zu tun haben, hat nicht versittlichend gewirkt, sondern dazu beigetragen, die Gemüter zu verwildern und zu berrofcn. Wenn Sie dafür sorgen, daß bessere Erziehung, bessere Lebens­führung, bessere Umgangssorinen zur Durchführung kommen, wer­den Sie sehen, daß auch die Mißhandlungen zurückgelien.

Abg. Bebel beginnt mit einer Erinnerung an Scharnhorst. Wenn dessen Armee-Organisation nicht hinterher verschandelt worden wäre, so hätten wir nickt die Mißhandlungen, nickt den Kastengeist, nicht den Paradeschritt usw. sondern jeden Mann an der richtigen Stelle. Der erste Beamte des Reiches habe llipp und klar im Januar erklärt: Das Duell ist zwar verboten, cs verstößt gegen die Gesetze, es ist aber in der Armee nicht zu beseitigen. Gegen diese Erklärung hilft keine nachträgliche Gegenerklärung und ebenso hat sich der Kriegslninister selbst geäußert. Wie verträgt sich dies alles mit dem, christlichen Staate? Der Reick^skanzler hat sick damit mit beit Geboten bes Staates und der Sittlichkeit in offenen Widerspruch gesetzt. Weiter geht Redner auf die Mißhandlungsfrage ausführlich ein. Er verteidigt u. a. auch 'beit bekannten Artikel in derMünchener Pos?', worin die Behandlung der Soldaten mit der Behandlung, die man Schweinen angedeihen lasse, verglichen wurde, gegen die Unterstellung, als liege darin eine Beleidigung der Soldaten. Im direkten Gegensatz hierzu atme der Artikel die Tendenz, sich über die Zu stände in der Armee, über die Mißhandlungen zu besagen. Daß das Leben au? dem Lande gesünder fei, als in den Städten, und daß dies auch tn der Rekrutierung der Armee zum Ausdruck komme, fei zugegeben. Umsomehr sollte der Minister soziale Reformen fordern. (Der Minister nickt lächelnd: Das tue ick auch.) 9hm, tun Sie dies, dann sind Sie unser Mann. (Große Heiterkeit.) Dann sorgen Sie für einen 9 und fbätet für einen 8 Stundentag ^der Arbeiter. Wenn Sie dies tun, werden Sie uns auf Ihrer Seite finden.

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Deutscher Reichstag.

79. Sitzung v o m 30. M ä r z 1906.

DaS Haus ist ungewöhnlich stark besetzt. Auf der Tagesord­nung steht der Etat für das Reichs-Kolonialamt. Tie Beratung beginnt mit der Wiederholung der namentlichen ?! b st i m m u n g über den Titel Staatssekretär beim ReichS-Kolonialamt, besten Wiederherstellung durch die Abgg. Baff ermann und v. Normann beantragt ist. F ü r die Wiederherstellung des Titels werden 12 7, dagegen 110 Stimmen abgegeben, loährend 12 Abgeordnete sich der Stimme enthalten. Der Titel ist also bewilligt. Ohne weitere Debatte werden fobann aus biefem Befchlutz die llonfeguenzen auch bei einigen ber weiteren Titel ge­zogen. Die Konimifsion hat fobann u- a. einen Titel ,,zu geheimen Ausgaben" gestrichen. Dlefem Befchluß, mit bem sich auch ein Antrag v. Normann beert, tritt das Haus bei. Ebenfo wirb einem 5lommifsionsbefchluß gemäß und auf Antrag von Normann ber koloniale Beirat bei der Botschaft in Vari s ge­strichen. Ebeiifalls im Einklang mit einem Komrnissionsbefchluß wirb auf Antrag von Normann ein Betrag von 50 000 Mk. ein­gestellt für Vorarbeiten zur Erschließung ber Schutzgebiete. Weiter­hin gelangt bie Regierungsvorlage überall unverändert zur An­nahme.

Sodann folgt

ber Militäretat.