Ausgabe 
22.12.1906 Viertes Blatt
 
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SamStag Dezember 11W6

Viertes Blatt.

1S6. Jahrgang

Nr. 301

Mtzexer Anzeiger

Erlcheinl ISgllch mit Ausnahme deS Sonntags.

General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

Hotel Grosse

TieClefiener Somillenblötter* werden dem Anzeiger viermal wöchenllich deigelegt. Der hejstlche Landwirt" erfchenu monculich einmal.

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'lcherr UnwersilälSdruckeret. 5L Lange. Dieben.

Redaktion, Expedition ».Druckerei: Cchuksir.7.

Lei. Nr. dl. Telegr.-Adr.r Anzeiger Dieben.

empfiehlt seine Säle für grössere und kleinere -------------^estiiciikeiten.

2ürd?e unO Sci-ule.

Weimar, 21. Dez. Der Landes-Senat nahm gestern einstimmig bezüglich des Falles Eesar folgenden Antrag an: die großh. Staatsregierung wolle bei dem evangelischen Kirchenausfchuß eine gemeinsame Prüfungsord­nung der Theologen für die deutsche evangelische Kirche beantragen.

* <y,(ui verlange zedoch ausdrücklich da? echte ,,Dr. Hommel s" Haematvgeu und lasse sich keine der vielen Stachahmungen auf- reden. _______________

männerjüchtig, und der Vater wollte sie durch die Ehe heilen. Am 22. April fand in Wien die Trauung statt, nach der sofort die Reise nach Salzburg angetreten wurde. Die Neuvermählte Frau wollte anfangs gar nicht mitreisen, musite aber dem Vater gehorchen. Bls Linz fuhren sie in demselben Coups, während welcher Zeit bit- junge Frau ihrem (Lallen bte Augen öffnete: Sie teilte ihm I nut, sie habe sich nicht nur einmal an fremdem Gute vergriffen, sondern auch mehrfache sillliche Verfehlungen^ auf dem Gewissen. Ter Vater habe sie gezwungen,! ihn zu heiraten, und sie mit Stock und Peitsche bearbeitet und nut Fußtritten traktiert, wobei er ihr drohte, sie in die Besserungsanstalt zu bringen, wenn sie seinen Willen nicht erfülle. Nur ans Angst vor weiteren Prügeln, insbesondere aber vor der VcsserungSanslalt, und anch, um aus dem Elternhause zu kommen, sei sie m die Kirche gegangen. Schließlich erklärte sie ihrem Gatten, daß sie feine Steigung zu ihm empfinde, im Gegenteil, von Abscheu gegen ihn erfüllt jei. Von Linz an reisten die Neuvermählten Gatten schon in verschiedenen Waggons, in Salzburg blieben sie drei Tage

Au» S.aSt uuo Luno.

Sprechstunden der bicbait .i 11 t lib; vor..:., 1 _>7V28 Uhr abds.

Gießen, den 22. Dezember 1906.

CL in der Eulwicklimq ober beim Lernen

WivUCI/1iU/C gmiicfblcibcnbe Kinder, sowie blut- s,ch matifüblenbe und nervöse überarbeitete, leidit erreg- bflie, irsibzeilig erfcbovüe Erwachsene gebrauchen als firmiißungs- inittel mit grosiem Erfolg Tr. Hom.ncl's Hacniatvgen.

Der Appetit erivacht, die geistigen und körperlichen Kräfte werden rasch gehoben, das Gcsamt-Ncrvensustem

Adresse mit. Als er ihr bald darauf den ersten Brief schrieb, Ständige Ännstgcwcrbe-Ausstelluug in Gießen gegenüber kam dieser dem Vater deS Mädchens in die Hände, der die dem allen Schloß. Au dieser Sielte wurde vor einiger Zen ein -ach- B«n» --Ust n°hn. und dem Unieroff.^r - die Hand

der Tochter anbot. Dieser war sehr erstaunt, er kannte freilich QU5lUQrt5 Werfen, dies umsomehr, als nicht nur die damals ge- das Vtotiv des Vaters nicht. Alane war nämlich äußerst' ' '

g von dessen §

drachieu Anerkennungsschreiben, sondern auch die hiermit veröffent­lichten zur Genüge bartun, m welcher Weise man bei der hiesigen Dtöbelfirnia Th. Brück bedient wird. Herr Genchtsrat G. in B. schreibt: Erbine Rechnung über alles. Insbesondere ist die Bolsie- ruiifl zum neuen Ben sehr gut ausge'ührt. Ersuche feiner die vor 20 Fahren gelauste Matratze, die sich sehr gut gehalten hat, um- Auoibeuen eic. - Herr v. T. in W.: Teile ergcbenst mit, bau ich bte Möbel geilem erhallen habe. Tie Lieferung ist zu meiner ^vollen ^uuiebenljeit ansge'allen etc. Frau Proi. Z. Tie für meine rochier rftau Dr. E. von Ihnen nach unseren Wünschen eniworseuen und angcicrtigicn WohrnrngSernr Achtungen haben sowohl im Entwurf wie m der Ausführung innere volle Anerkennung geiunben mw. 'llicht nur die teneriien Einrichtungen bis 6u0ü Mk.^ und hoher, sondern auch Zwci-Zimmetemrichiuugen, Wohn- und ectila',ummer nut Studie zu Dif. 280. sind ausgestellt. Ganz besonders preiswerte rulng moderti gehaltene Wohnungseinrichtung ist zu ern..fehlen für Akk. 1740., bestehend aus Herrenzimmer, eiche geräuchert, -Lchreib- tisch, Büscherichrauk, Tisch, Chaiielongue,^Spei>ezimmer: Bützet eiche gebeut, Ausziehtisch, 6 Stühle, Divan, Salon mahagoiiiomüet | vollen: 1 Soia, 2 Sessel, 1 Uebeibau, 1 Satouichrauk, 1 oalonuid).

Schlaizimmer: Saliimusjbaum oder eiche beliebig gebeizt: 2 Bett­stellen, eiigl. Spiegelschrank, 2 Vlachttische, 1 Wajchlomobe weiß -JJinimor mit Siachehyicgcl, 2 Stühle, 1 Handliichständer, 2 Paieut- matratzen, 2 Slapolmatiagcii, 2 Keilkrsfeii. Tie Ausführung ist tn beiicr Qualität gemacht. Einsichmehmeu von den behaglich mobern gehaltenen Zimmeremridnungen, die in 10 Schauieuueiu unb großen Aiissielliiugsräumcn nuigeüelli sind unb ledern Geschmack Rechnung tragen, ist ohne Kau'verbmdlichkeit jedermann gestattet.

c8/n

an anderen Orten bei entsprechender Beteiligung abge- I berechtigt gewesen, er habe in Wahrung der Interessen hatten werden. der entarteten Tochter die Ehe als geeignetes Mittel zur

Mainz, 20. Dez. Tie Mehreinnahmen des Stadt- Besserung betrachtet. Das Oberlandcsgcricht hingegen theaters sind von den städt. Kontrolleuren für die lebten crtannte auf Stattaebung der Berufung und erklärte die 7 Jahre Susammengestetlt^worden: Spielzeit^ 1899/1900ifüc uuaültiq. Tie Gatten dankten dem Senat mit

/n« iksfiqmf ^lOOS/O^ä 83^63 siealtcten Händen. In der Urteilsbegründung hieß es,

fei rechtsirrtümlich, anzunehmen, daß die väterliche

sind die Einnahmen aus den Ausführungen an auswärtigen Gewalt eine berechtigte Ahndung fand;

Bühnen micht mitenthalten, da sie der städtischen Kon- G weit gehen, bet einer Eheschließung die Willensfreiheit trolle nicht unterliegen. In den Ausgaben der Jahre zu hemmen.

1899/1900 bis 1902/09 sind ungefähr 19 000 Mk. für An---- ------ -

schassung von Dekorationen und Garderobe enthalten, aus AliSjlltz 115 ilD lorrufluu Ütlblfill

deren Verkauf noch namhafte Summen erlöst worden sind: Aufgcboto.

beispielsweise von der Stadt Mainz für einen Teil dieser Dezember. 15. Abolf Achenbach, Spengler und Scheren- Dekoration und Garderobe 5539.41 Mk., um die der Rem- fchleller, mu Magdalene Jochrnn, beibe dahier. 15. Peter Schouibert, neminr» sich erhöbt Ebenso erhöbt lieb der Reinaewinn I Schlosser, mit Johanna 'JJlülIer, beide IN Schwalheim. 16. Philipp ObWMN M) eryoyt ^ensc' eryvtzt iiw 0« Taglöhner ui Annerod, mit Karol.ne Margarethe Funk m

oes Jahres 1904/0o um ^.4» Mk. Mr von 0er UtClDt I s,nnöc'nt)Quyei,. i9.AlexanberHild, Stukkateur dahier, mit Elisabeth, Mainz von dem früheren Th^a. rdrrektor Stemcrr CLtooi> ^nnmer Ul Reiskirchen. 19. Start Lorenz Ludwig Heinrich Kinkel, bene Dekorationsstücke usw. Restaurateur dahier, mit Marie Burrichter in Altenesseu. 20. Karl

= Dutenhofen, 20. Dez. Ca. 74 000 Mk. sollen Von ($-u[eV/ Glasermeister dahier, nut Marie Wenzel Hierselbst. 21. Konrad dem Bahnfiskus für Veränderungen auf u n s e r e r Iwanin, Schneider dahier, mit Alane Lich hierielbst. 21. Ludwig Eisenbahnstation für das nächste Jahr zur Verfüg- Füßler, Truckereigehilje dahier, mu Ehnstme Wenner in Rordeck. una gestellt worden sein. Die Dienstwohnung für die beiden , ,, Ehejchliebuugen.

Stationsbeamten steht bereits im Rohbau da. Zunächst wird Dezember. Io. Max Lehmann, Metzger. mit Minna Ramn^ jetzt" wohl eine Rampe zum Ein. und Ausladen der Güte- L

angelegt werden. H-erner macht fid) llLberholungsgeleiv ^jchchmenschlosser, mit Minna Stein, beide bahier. 15. Heinrich

nötig. Kommen nämlich Züge von Köln dczw. Koblenz ^^^^1, Schlosser, nut Mathilde Rühl, beide bahier. 15. Maximilian und es ist in Gießen auge.t0Uu.lich kein Raum vorhanden, Pohl, Eijengieper, mit Johanna Müller, beide dahier.

so können sie einstweilen aus dem°genannten Geleise ruhen. Geborene.

Man spricht davon, daß unsere Eisenbahnhaltestelle von Dezember. 11. Dem Hilisbremser Heinrich Karl Rethwisch eine s.eüen aus Ensches Licht bekommen soll,

handene Glul)lampe doch eigenticch liur em Notbel)els ist. iod ,er telja Rali)Qnue «Uiarie Paula. 14. Dem Gasihoibesiyer Wahrscheinlich erhalten wir auch eine Pecronuberdachung. ->neDri^ Wilhelm Schmidt eine Tochter, Wiargarettje Sophie In absehbarer Zett w.rd auch die Erweiterung des warte- Rnrohne Marie. 15. Dem Kellner Johann 'Dlarfert ein Sohn, raumes eine Notwendigkeit. 10. Dem Taglöhner Karl Hirthe eine Tochter, Anna Hedwig,

v. Wetzlar, 20. Dez. Am 1. Januar 1907 wird 15. Dem Kau'mann Karl Benner Zwillinge lSohn und Tochter,.

XV.»- mnhriHu'inliHr em ^erlitsschuNbureau erriclitet lb. Dem Kaiiimaim Georg Hüttenberger eine Tochter. 17. Lern h er wahrscheinlich em Jted.) ts 1 a uy 0 ur cau err a)iei sjjureQuget)ilicil ^nreb Heller eme Tochter. 18. Dem Taglöhner 9iach den Ausführungen des Gewerkschaflssckrelars Schmidt Ludwig Wilhelm Etm em Sohn, Willy.

zu Dillenburg auf dem in unserer Stadt abgchaltenen Gestorbene.

Beraarbeiterlag sind nämlich im Knapvschaflswesen, der Dez. 1b. Johannes Ctterbem, bb Jahre alt, {Rat5bfencr, Neu- Jnvul.d°n- unb UnfaUDCtfidjexüng die Ärdeiler nicht g°- st-d- 3L - 13.-iLMmnä

nugend orientiert, um m richtiger Weise ihre ev. Ansprüche Bepperimg, 1 Jahr alt, Woikengasse 11. 19. Ernst Heinrich vertreten zu können. Auf dem zu errichtenden Bureau Hartmann, 1 Alonat alt, Wesentr. 13. -19. Joh. Euler, 41 Jahre soll in solchen Anliegen der einzuschlagende Weg gewiesen att, Taglöhner, Wetzstemgasse 19. 21. Lina Büttner, 1 Jahr alt, werden. Grünbergerstr. 32.

politische Tagerschatt.

500 000 Franken.

Der Münchener Stiftspropst und päpstliche Protonotar Dr. v. Türk schreibt über die 500 000 Franken an die Mün­chenerAllg. Zig.", daß die Erwägimgen der Berliner Kreise, was dem Papste zu schenken sei, nach seiner Annahmesehr einfacher und verständlicher Weise dem goldenen Biichofsjiibi- länm Leos Xlll. (1893) galten. Unsere Zeit vergißt rasch, daher die Verwirrung. Dies zur Steuer der Wahrheit".

Dazu bemerkt dieVoss. Ztg." :

Mit derAnnahme" des Herrn v. Türk ist gar nichts bewiesen. Nach dem Bericht über die Hohenloheschen Aiüzeichnungen handelt es sich nicht um Ertvägungcn der Berliner Kreise, ivas dem Papst zu seinem Jtlbiläum zu schenken, sondern was auf den Wunsch des Papstes, im Zusammenhang mit der 9)1 i l i t ä r v o i läge, eme halbe Million zu erhalten, zu tun sei. Auchdies ziir Steuer der Wahrheit". Daß man das Bischoisjubiläum des Papstes leinesivegS vergessen hatte, könnte der Stiilspropst au§ der Presse wissen. Ebenso sollte er ivifien, daß Fürst Hohenlohe die halbe Million in Aussicht zu stellen, aber erst zu zahlen vorschlug, wem» die 'Dhlitärüorlage angenommen sei, auch daß der Pap ft unb dieKurie akleHebelau setzten, um dasZentr u m z u ihrer .. n n a h rn e z u b e ft t in m e n. Tas Bischofsilibiläurn sollte also höchstens bie äußere Gelegetiheit zur Uebcvgabe des Geschenks bieten.

IColonialpoft»

Frankfurt a. M., 21. Dez. Aus zuverlässiger Quelle erfährt die Tägl. Nundschau: Bei den Bersaba-Holtcntottcn, bei denen schon während des Herero-Ausstandes Durch­stechereien vorgekommen sind, soll es nicht ganz ge­heuer sein. Der Stamm der Bersaba-Hottentotten hat über 600 Gewehre. Der Kapitän Goliath für seine Person denkt ja nicht an den Aufstand, aber unter den Isaak- Leuten ist eine starke Kriegsparlei und es wurde schon einmal erzählt, daß der K a p i t ä n G o l i a t h von der Kriegs­partei ermordet sei. Sollten die Bersaba-Leute auch in den A u f st and treten, so wäre das Ende des Krieges in Süd- wcstafrika nicht abzusehen und alles ginge von neuem los. Einmal werden die Bcrjaba - Leute sich wahrscheinlich doch erheben, wenn nicht bald bie völlige Niederwerfung der Bondelzwarts gelingt. Es wäre auch von großer Bedeutung für uns, daß der Abfall erst einträte, nachdem bie Bahn Kubiib-KetmanShoop fertig gestellt ist.

in der gemeinsamen Wohnung, doch uniinterbrochen in ver­schiedenen Zimmern. Tann enlflob die Frau. Turch Schläge zivang sie der Vater, zum Gatten znrückzukchren, dieser wollte sie nicht aufnehmen, mußte dies ober auf Weisung seine» militärischen Vorgesetzten tun. So blieben sie wieder vierzehn Tage beisammen, aber stets getrennt, dann entfernte sich arme fyvau wieder und kehrte nicht mehr zurück. Tic Mutter bei Klägerin bestätigte unter Eid, der seither verstorbene Vater habe die Tochter durch Schläge und Atchrohung der Korrektionsanstalt gezwungen; noch vor der Trauung habe sie lniefällig gebeten, sie nicht zu dieser Ehe zu zwingen sie hatte nämlich ein Liebesverhältnis mit einem Offizier, der Vater habe aber seine Drohung wiederholt. Andere Zeugen geben an, der Vater habe die Klägerin oft ge­bunden und so geprügelt. Das Landgericht wies die Ehe­trennungsklage trotzdem ab, mit der Begründung, der Vater sei vorliegend zur Züchtigung und zur Drohung

** Kleine M it te i l n n a e n aus £> e f i en und den-,----

Nachbarstaaten. In H ö ch st bewilligten die Farbwerke TNrchlichS Nacl)rtcl)teN»

ihren Beamten, die weniger als Mk. 3v0o Gehalt beziehen, eme iinthnliiAe ßlemeinbe

Teuerungszulage in der Höhe ihres Aw.iatsgehatts. - In Kathvlt,che VemetNve.

G n n t e rs b l u rn schlug während eines Slreites eme j u n g e Frail Montag, den 24. Dezember:

emer 50jährigen gebrechlichen Person nut einem Hauimer den Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit Schädel ein und flüchtete dann. Bei Lleu-Jsenburg zur hl. Beichte.

wurde das 3'/, jährige Kind des Bahnmeisters Hirsch von Dienstag, den 25. Dezember:

einem Schnellzuge er'aßl mid getötet. WeihuachtSfcst.

' ... 1sj_ Vormittags von 5 Uhr au: Gelegenheit zur hl. Beichte.

Dermiicbfcefi- um 5 Uhr: Christ melle,

vermnwe®» * , 6, b'/ 7 unb 8 Uhr finb hl. Messen.

' Erne Ehetr eunungsklage von er- - Uhr: Hochanu nut Predigt,

schütternber Tragik beschäftigte kürzlich das Wiener NachtnittagS um 5/2 Uhr: Fest-Andachl mit Segen. OberlandeSge richt. Tas Referat förderte folgendes Ehe- Mittwoch, den 26. Dezember:

örama zutage: Ter Gatte war früher in Salzburg als Unter- bcö tjl. StcManuö.

Offizier stationiert, mußte eines Tages dienstlich nach Wien ormt von? ^ste^h?lll Messe, ^r und m derselben

reisen und lernte auf der Ringstraße die damals 19 jährige " AilSleililng der heil. Kommuniow

Vlarie geb. F. kennen. Er sprach mit ihr kaum fünf Minuten um 8 Uhr: Tie zweue heilige Liesse, und bat, ihr von Saljbnrg aus fdjreiben zu büvfen. Sie E »'/. Udr:

stellte ihm das lalonijch frei, teilte ihm aber dann ihre ___. ' ° 1

* Museum. In le;.;r Zeit sino Dem hiesigen \ Museum totcoer erfreuliche Bereicherungen zuteil geworden. ; Apothekenbcsitzer Schwieder schenkte eine größere An- 1 zahl beachtenswerter Stc ingutgefäße des 18. Jahr- 1 hunderts, die in der alten Engelapotheke aufgesunden wur- : den. Durch den Oberhess. Geschichtsverein wurden sehr ' schöne Stiche des berühmten Kupferstechers I. G. Wille, geb. 1714 in der Obermühle bei Rodheim a. d. Bieber, angekauft. Die Sammlungen her Wilhelm Gail-Stiftung bekamen einen wesentlichen Zuwachs durch Erwerbung von Zahlreichem alten Hausgerät aus dem Schwalmgrund. Wir nennen u. a. eine kunstvoll geschnitzte sehr große Bauerntruhe mit der Jahreszahl 1714 (aufgestellt aus dem zweiten Treppenpodest) unb sonstige Bauernmöbel, so ein Brautstubl, Bekleidungsstücke, Biwer, Bcleuchtungsgegen- lände usw. Hervorzuheben sind noch zwei schöne Bern­reinketten. Die Gegenstände sind am Sonntag, 23. Dez., in )em sog. Universitätsraum des Museums zu besichtigen. Wir machen ferner daraus aufmerksam, daß die Samm­lungen am Sonntag, 30. Dez., nachmittags von 2 bis ' u V- C fftifch-nMeist-rkurs-für H°ub. werksmeister, die von der Großh. Zentralstelle für die Gewerbe in Darmstadt bei ausreichender Beteiügung und rechtzeitiger Anmeldung in den Monaten Januar und Fe­bruar veranstaltet werden, sei nochmals ausmerksam ge­macht. In diesen Kursen wird den Handwerksmeistern, aber auch älteren Gesellen Gelegenheit geboten, sich in einzelnen Zweigen ihrer praktischen Arbeitstätigkeit weiter zu vervollkommnen. So wird unter anderem gelehrt: in Den Kursen für Schuhmacher das Schnittmusterzeichnen und das Herrichten von Leisten für abnormale Füße, in solchen für Schneider das Grundmodellzeichnen und Kuschneiben, in denjenigen für Sattler die Herstellung der verschiedenartigen Kummete, in den Kursen für Lackie- rer unb Weißbinder, sowie für Schreiner und Glaser das Auffärben bezw. auch das Durchfärben von Fournieren, in anderen Kursen für Weißbinder und Lackierer wieder das Entwerfen von Firmenschildern oder das Holz- und Marmormalen; den Luchb inder und P or teseuiller s ist eine Möglichkeit zur Aus­bildung im Hand- und Preßvergolden in einem besonderen Unterricht im Anschluß an die Lehrwerkstätte für Porte- feuillers in Offenbach geboten, während die dem Holz­bearbeitungsgewerbe angehörenben Handwerks­meister sich in beionders eingcricytetcn Lehrkursen unter Leitung eines erfahrenen Fachmannes mit den im Ve- triebsraume der He^s. Handwerwr-Zeutraigenossenschaftaus­gestellten Motoren und Werkzeugmaschinen vertraut machen können. Hierbei sei wiedcrutn daraus hingewiesen, daß die irattischen Ui.terweifungen auch auf andere Berufe aus- ledehnt werden können, sofern ein Bedürfnis »hierfür be­lebt und bezügliche Wünsche frühzeitig der Gvoßy. Zentral­telle für die Gewerbe mitgeteilt werden. Kurse in gewerb- icher Buchliihrung tönuen sowvA in Aarmji-avt,. üis auaj