Redaktion, Expedition u. Druckerei: Sckn'lKr.A, Tel. Nr. 6L Telegr.-Adr.: Anzeiger Gretze»,
Nr. 125 Zweites Blatt 156. Jahrgang Mittwoch 3V. Mai 1 «06
Lrlchetnl «Glich mit Ausnahme des Sonntags. . J Rotationsdruck und Verlag der Brü hllchem
Die «er La^^tter" werden dem llt I 0 iZ B | T M Unwersttät-druckertt. N. Lange, Ei-8«.
.Anzeiger viermal wöchentlich beigelegl. Der V . K p, P f VC p Zn j.'j fS V- fc. 3 !h 8
^elßlch« La»»wttt" erscheint monatlich einmal. ▼ W" WJ# V ■ V NT ■ V H V
General-Anzeiger, Amts- und AnzeigeblatL für den Kreis Gießen.
Bekanntmachung.
Betr.: Die Biebertalbahn, hier: Anschluß an die Staatsbahn auf Haltestelle Abendstern.
Die Pläne des Entwurfes für die Erweiterung der Haltestelle Aberrdstern der Nebenbahn Gießen—Bieber liegen auf der Großherzoglichen Bürgermeisterei Heuchelheim bis zum 9. Juni l. Js. einschließlich zur Einsicht auf.
Gleichzeitig wird hierdurch landespolizeilicher Prüfungstermin auf
Montag den 11. Juni l. Js., 3% Uhr nachmittags,
ans dem Bahnhof Abendstern anberaumt.
In diesem Termin können Beschwerden, Anträge und Wunsche zu dem bezeichneten Projekt vorgebracht werden.
Gießen, den 29. Mai 1906.
Grossher?,ogsichcs Kreisamt Gießen.
I. V.: Dr. Merck.
Ausland.
Stockholm, 29. Mai. Der König gab in dem heute abgehaltenen Ministerrat die Erklärung zu Protokoll, in welcher er dem soeben unter dem Präsidium von Lindemann neu gebildeten Ministerium die Gründe darlegt, weswegen er entgegen dem Vorschläge des vorigen Kabinetts seine Zustimmung zu der mit Rücksicht ans .die ablveichenden Beschlüsse beider Kammern in der Wahlrecht sfragse erbetenen Ausschreibung von Neuwahlen zur 2. Kammer versagte. Der König fordert das Ministerium auf, die wichtige Wahlrechtsfrage sofort einer gründlichen ernsten Prüfung zu unterziehen, um der Volksvertretung möglichst schnell Gelegenheit zu geben, einen Proportionalwahl rechtsientwurf für beide Kammern des Reichstags zu beraten.
L o n d o n, 29. Mcki. Nach Meldungen aus Tanger finden im Süden Marokkos hartnäckige Kämpfe zwischen den Truppen des Sultans und denen des Thronprätendenten statt. Verstärkungen werden au s Fez entsandt, u m den siegreichen Vormarsch der Aufständischen cmzuhalten. Große Stämme Marokkos organisieren Armeen, um den Sultan vom Throne abzusetzen. Berittene Krieger des Prätendenten dringen nach Fez vor und liefern den Anhängern des Sultans blutige Schlachten. Die Stadt Mo- gador ist an der Landseite von den Aufständischen umzingelt. Aufständische plündern, brennen und morden unter den Thoren von Mogador.
Rom, 29. Mai. Heftige Kämpfe zwischen römisch- und griechisch-katholischen Mönchen haben auf dem Oelberge bei Jerusalem stattgefunden. Nach einer förmlichen Schlacht, die über fünf Stunden dauerte, mußten die griechischen Mönche den lateinischen Franziskanern das Feld räumen. Der Stteit datiert aus alten Zwistigkeiten zwischen den beiden Kongregattonen über die Frage, wer auf dem Oelberge an den hohen Feiertagen die geistlichen Zeremonien zu vollziehen habe.
Wien, 29. Mai. Heute wurde hier der erste öfterr. landwirtschaftliche Genossenschaftstag ab gehalten, an dem auch Vertreter ber deutschen und anderer ausländischer Genossenschaften teilnehmen. Namens der deutschen Genossenschaften sprach Generalcuupalt H a a s aus Darmstadt, der den Wunsch aussprach, daß sich die Beziehungen zwischen den deutschen und den österreichischen Gensosenschaften noch inniger gestalten mögen.
Budapest, 29. Mai. Im Ab g e o r dn t en hau se wurde heute ein Gesetz en ttourf betreffend den Zolltarif eingeveicht, ferner ein 'Gesetz, welches die Regierung ermächtigt, die mit Deutschland, Italien, Belgien, Rußland und der Schweiz geschlossenen Handelsverträge bis zur weiteren Verfügung in Kraft zu setzen. W e k erle entwickelt ein reickchalttges Resormprograrnlm. In erster Reihe wird die Regierung die Wahlreform auf der Grundlage des allgemeinen Stimmrecht? durchführen. In volkswirtschaftlicher Beziehung wird u. a. eine Ergänzung des Gesetzes zur Förderung der Jndusttie sowie Hebung des Ezports und Reorganisation der Staatsbahnen geplant. In finanzieller Hinsicht kirn di gt Welerle die Einführung einer prgretvsiven Personaleinkommensteuer an. Ferner soll der Umlauf der Noten zu 10 und 20 Kronen verringert werden. Was das Verhältnis mit Oesterreich betrifft, so sollen Verhandlungen eingeleitet werden, um das Zollbündnis durch einen Zollvertraa äu ersetzen. (Lebhafter Beifall.) Der Ministerpräsident fand die Unter stützu ng aller Parte i e n.
Konstantinopel, 29. Mai. Als Nachfolger Generals Madschid Paschas, der Selbstmord begangen hat, wurde General Se ki Pascha Aixnx Präsidenten der Kommission zur Regulierung der türkisch-persischen Grenze ernannt.
T o k i o, 29. Mai. Wie berichtet wird, sollen zwischen Japan und Rußland Schwierigkeiten entstanden fein, da Rußland den Versuch macht, den zwischen Japan und Koriea abgeschlossenen Vertrag zu ignorieren.
Das parlamentarische Kußlanf.
Petersburg, 29. Mai.
Zu Beginn der Sitzung der Reichsduma verlas der Präsident einen Antrag, den Ministerpräsidenten zu interpellieren wegen der im „Regierungsboten" veröffentlichten Telegramme an den Kaiser, wodurch ein Teil der Bevölkerung gegen den anderen aufgehetzt und außerdem die oberste gesetzgebende Körperschaft beleidigt wird. Die Duma nahm den Antrag auf Einbringung der Interpellation an.
Hierauf trat das HauS in die Beratung der Interpellation wegen des Verhaltens von Ottsbehörden in Hungersnot- gebieten ein, wo diese in den von Hungersnot heim- gesuchten Orten der privaten Wohltätigkeit Hindernisse bereiten. Die Debatte nahm eine schärfere Tonart an nach einer Rede des Vertreters der Kosaken, Ssdel n ikoff, welcher erklärte, alle Interpellationen seien unnütz, wenn das Ministerium weiter im Amte bleibe. Der Bauernvertreter
L osseff erklätte, die Verwaltung wolle da§ Land nicht beruhigen und lasse eS Hunger leiden. Der Redner wurde zur Ordnung gerufen. Ter sozialistische Arbeiter Michailischenko fühtte auS, die Regierung sei allein schuld an den Agrarunruhen, man müsse sie vor Gericht stellen. (Trotz Glockenzeichen des Präsidenten fuhr der Redner unter Beifall auf der Linken fort: .Die Duma ist ohnmächtig. Man muß daS dem Lande mitteilen." Anhaltende Schlußrufe, Ordnungsrufe des Präsidenten.)
Das Haus trat bann zur Agrarfrage über. Ter polnische Deputierte Skirmund lenkt, obwohl er die Notwendigkeit einer Verbesserung der ländischen Wirtschaft anerkennt, die Aufmerksamkeit auf die große Gefahr und führt aus: Gesetzt, daß wir Ländereien den Bauern bereinigen, fo werben roir boch nicht bic Frage gelost haben. Es gibt zahllose Arbeiter in ben Städten, die ohne Land bleiben werden, die von uns Häuser und Fabriken verlangen werden. Wir werden nicht das Recht haben, es ihnen abzuschlagen (Lärm auf der Linken.) Der Präsident tautet. Skirmund schließt: Rußland hat an dem Abenteuer mit Japan und unter dem von seiner Regierung hervorgerufenen inneren Krieg gelitten. Will die Duma das Land zu einem neuen wirtschaftlichen, sozialen, und noch gefährlicheren Abenteuer fortreißen? (Anhaltender Lärm und Zischen.) Der Präsident erklärt, er könne den Ausdruck „Unzufriedenheit nicht zulassen. — Die Autorität der Duma beruhe auf der Tatsache, daß sie alle Ansichten hort. (Anhaltender Beifall.) Der Bauernabgeordnete Paulo ff erklätt, man soll ben Versicherungen ber Regierung, baß Sanbenteignungen unmöglich seien, keine Aufmerksamkeit schenken, daß der Kaiser uns Land geben wird, wenn wir ibn darum bitten und ich schlage vor, daß die Duma an den Kaiser die Bitte richtet, den Bauern Land zu geben.
*
Ein Petersburger Korrespondent meldet, daß der Zar von dem Teile seiner Umgebung, der stets für Mäßigung eintrat, beschworen wird, keinen offenen Bruch mit der Duma zu provozieren. Man befürchtet, daß ein derartiger Konflikt zwischen Regierung und Volksvertreter den Sturz der Dynastie zur Folge haben könnte. Diese Personen suchen dem Zaren begreiflich zu machen, daß eine Auflösung der Duma die entlaßenen Abgeordneten zu Aposteln der Revolution machen würde, die eine gewaltsame auflehnung gegen die Obrigkeit in allen Teilen des Landes befürworten würde. Roditfchew hat ein Manifest erlaßen, in dem er ausführt, daß nur weitgehende Reformen die Katastrophe verhindern werden und die Dynastie retten könnten.
Wie verlautet, erfolgt die Auslandsreise des ehemaligen Ministers Durnows hauptsächlich deshalb, um die russische Geheimpolizei im Auslands zu revidieren und den Geheimagenten die Möglichkeit zu geben, daS Heer der russischen Revolutionäre im Auslande genau zu beobachten. In Begleitung Durnowos befindet sich Manulow Manassewitsch, ein vorzüglicher Kenner des ausländischen Detektivwesens.
Durch Erlaß deS Zaren wurden nach Meldungen aus Petersburg 469 718 Mann zur Ableistung der Wehrpflicht für das Jahr 1906 in Armee und Flotte einberufen.
AuS Odessa wird gemeldet, daß die Militär- und Marine-Behörden in Sewastopol auf die Spur einer weit verzweigten Verschwörung gekommen sind, deren Ziel dahin ging, sämtliche Offiziere zu ermorden und das große Kriegs-Arsenal in den Besitz der Revolutionäre zu bringen. Ein großer Teil der Garnison von Sewastopol scheint an dieser Verschwörung beteiligt gewesen zu sein. Die Mannschaften der Kriegsschiffe der Schwarzen Meer-Flotte sind ebenfalls vom Geiste der Empörung erfüllt. Angesichts dieser neuen drohenden Bewegung ist die Obrigkeit ratlos.
In Warschau wurde der Polizeikommissargehilfe Kowalski erschossen. Obwohl selber Pole, war Kowalski in der ganzen Stadt wegen seiner Polcnvcrfolgungen verhaßt und schon seit längerer Zeit von den sozialistischen Organisationen zum Tode verurteilt.
Ans Stadt Hitb Land.
Gießen, den 30. Mai 1906.
•• Persona lien. Eisenbahnassistent Wahl in Herdors wurde zum Bahnhofsverwalter ernannt und znm 1. Juli nach L i ch versetzt. — Ucberfragen wurde dem Lehrer Gg. Müller zu Hörgenau die Lehrerstelle an der Genwindeschule zu Mcß- bach-Ronrod, dem Lehrer Christoph Hofmann zu Lecheiin eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Worfelden.
** Einen Ehrenrat und ein Ehrengericht Hal die Ortsgruppe Hessen der deutschen Äntiduell- Liqa, wie aus Darmstadt geschrieben reitb, geschaffen, dessen Vermittelung nicht nur den Mitgli ebern der Liga, sondern jedem Ehrenmann zugänglich sein soll. Zu Ehren- richtcrn wurden u. a. gewählt Graf Adalbert zu Erbach- Fürstenau, Oberlandesgerichtsrat Forch-Darmstabt, Justizrat Dr. Lucius-Mainz und Landgerichtsdirektor Praetorius- Gießen.
** Die Hauptversammlung deS deutschen Flottenvereins (Kreisgruppe Gießen) findet nicht heute, andern morgen, Donnerstag abend im Cafs Edel statt.
— Der Verband hessischer Finanzbeamten hielt am Sonntag in Darmstadt seine 8. Jahres- Versammlung ab, zu der sich auch Angehörige der Brudervereine auS Württemberg, Baden und Elsaß-Lothringen zahlreich eingesunden halten. Am Samstag abend war ein Fest- kominers im Kaisersaal, bei welchem verschiedene Ansprachen gehalten und Konzert und Gesangsoorträge u. s. w. statt
fanden. Die heute um 10 Uhr begonnene Hauptversammlung eröffnete der stellv. Vorsitzende, OberrechnungSrevisor Reitzel, mit einer herzlichen Begrüßung, die mit einem Hoch aus die „alten Herren", die bereits 40, resp. 25 Dicnstjahre hinter sich haben, schloß. Der Redner konnte dabei auch die erfreuliche Tatsache konstatieren, daß im hessischen Rechnungswesen noch nie ein Kassendefekt vorgekommen sei. Es folgte darauf die Verlesung des Geschäftsberichts und die Erledigung einiger Standesfragen. Eine längere Debatte ging dem Beschluß voraus, den Mitgliederbeitrag von 2 auf 3 Mk. zu erhöhen. Bei der Neuwahl der 22 Ausschußmitglieder wurden die meisten wiedergewählt. Die nächstjährige Hauptversammlung soll in Offenbach stattsinder. Bei dem gemeinschaftlichen Essen toastete Min.-Neoisor Bruchl)äuser auf Kaiser und Großherzog, Min.-Revisor Keim auf die Gäste und die Bruder- vereine. Später war noch geselliges Beisammensein und Tanz im Kaisersaal.
•• DaS Sommerfest des Athletenklubs Einigkeit nm Sonntag war trotz der ungünstigen Witterung stark besucht. Lebhaftes Interesse rief des Knaben st em men hervor; cs waren 50 Knaben dazu angetreten, von denen 9 als Sieger hervorgingen.
a Rodhcim ä. d. Bieber, 29. Mai. Ain SamStag abend wurde hier eine freiwillige Feuerwehr gegründet. Da auch Bürgermeister Bechthold den Verhandlungen beiwohnte, ist zu erwarten, daß auch die Gemeindevertretung bicscm neuen Institut eine Unterstützung gewähren wird. Bei der Vorstandswahl wurde Heinrich Bender VI. als 1. Hauptmann, Gg. Gerlach als 2. Hauptmann, Eduard Bender als Rechner und Ferd. Schulze als Schriftführer gewählt. 50 Mitglieder traten bis jetzt der Wehr bet.
+ RüddingShaufen, 28. Mai. Bei der am 25. d. Mts. hier abgehaltenen Submission des Schul- Haus-Neubaues konnten sämtliche Arbeiten ttotz der jetzigen hohen Preise mit einigen Prozenten Abgebot vergeben werden.
RB. Darmstadt, 27. Mai. Der Verein Hessisch es Lehreri nn en heim, dessen Protektorin die Fürstin zu Erbach-Schönberg ist, hielt am Samstag nachmittag unter Vorsitz der Frau Lollo Wolsskehl im Rachaussaal seine Generalversctmmlunaab. Nachdem von Frl. Marie Müller erstatteten Jahresbericht waren während des verflossenen Jahres 12 ständige Pensionärinnen in dem Heime untergebracht, baut kamen noch 62 vorübergehend Aufgenommene mit 571 Verpflegunas- tagen. Neber die Einrichtung und Verpflegung dasewst wurde von mehreren anwesenden Pensionärinnen mir Gutes berichtet. Die alsdann erstattete Jahresrechnung schließt in günstiger Weise ab; es wurden dem Verein auch aitsehnliche Spenden von mehrerer Hundert bis zu tausend Mark überwiesen. Den Gebern, sowie der Oberin des Heims, Frl. Bindere ald und den Herren Oberbürgermeister Moriterecg, Otto Wolsskehl u. a. wurde für ihre fürsorgende Tätigkeit der wärmste Tank ausgesprochen. Die Protektorin hatte ihr Ausbleiben entschuldigen lassen; sie Hat sich zur Teilnahme an der Vermählung des Königs von Spanien nach Madrid begeben.
Mainz, 28. Mai. Die Untersuchungen im Pasteurschen Institut in Berlin haben ergeben, daß der vor einigen Tagen dahier wegen Verdachts der Tollwut erschlagene Hund tatsächlich von der Tollwut befallen war. Die auf die Dauer von 3 Monaten über Mainz und eine Anzahl Nachbargemeinden verhängte Hundesperre bleibt daher aufrecht erhalten. (Franks. Ztg.)
Frankfurt a. M-, 29. Mai. Zu der sensationellen Angelegenheit der „Leiche im Koffer" erfährt ber „Gen.-Anz.", es stelle sich nunmehr heraus, baß es sich bet ber Leiche ber Witwe Vogel nicht um einen Raub- morb handelt. Vielmehr sei jetzt auf Grunb ber Sach- versränbigen-Gutachten anzunehmen, baß bie Frau Vogel eines natürlichen Todes gestorben ist. Meyer hat barauf bie Leiche in ben Koffer gepackt unb mit Chlorkalk überschüttet, um sich bas Vermögen ber Toten, welche mit ihm nicht verreanbt war, zu sichern. Alsbann flüchtete Meyer mit seiner Geliebten nach Amerika.
ü) Wetzlar, 28. Mai. Heute sand im „Schützengarten" die General-Le hrerkonscrenz für den Kreis Wetzlar statt. Dcit Vorsitz führte Kreisschulinspektor Pfarrer Trauthig-Obcrwetz. Als Gäste wohnten den ^Beratungen bei Geh. Regicrungs- und Schulrat Anderson zu Koblenz, Re- gierungsassessor Hohberg in Vertretung des Landrats, Seminardirektor Vorbrodt mit dem Lehrerkollegium des Seminars und der Präparande, Superintendent Wicber- AHlar, emeritierte Lehrer und Vfarrcr de§ Kreises. Das von der Regierung gestellte Thema lautete: Wie kann die Freude am deutschen Volksliede bei unserer Jugend geförbert werden? Nach einer in vielfacher Hinsicht anregenden Diskussion folgte ein Referat und Korreferat des durch einen Ministerial-Erlaß gegebenen Themas: Wie kann die Schule bei der Fürsorge um die schulentlassene männliche Jugend mitwirken? Eine Debatte sand der vorgerückten Zeit wegen nicht statt. Geheimrat Anderson sprach allen Vortragenden seine Anerkennung aus. Es folgte nun noch ein kurzer Bericht über den Stand der Kreislehrer, bibliothck und einige amtliche Mitteilungen.
** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den N a rf) b a v ft a a t e n. Der Kreisfeuerwehrtag des Kreises Büdinaen sinder am 24. Juni in Verbindung mit bem 25jäh- riflen Jubiläum der irehv. Feuerwehr zu Büdingen finit. — Ter Firma Gg. S ch r e f e r ft e i n , Maschinenfabrik tu Lich , wurde ouf eine neu konstruierte Backstein-Trockenpresse mit automatischer Teckelöffnung Deutsches Reichspalent erteilt. — Bei Nieder-


