Ausgabe 
30.6.1906 Zweites Blatt
 
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. t h 156. Jahrgang Samstag 30. Ium 1V06

Erscheint «glich mit Ausnahme des Sonntags. JBfc, v»¥ » * v

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DieSiehener §amittrnblätter" werden dem I S« | lz B? fiz 1B flz f | M / fäV UnwerstlätSdruSerei. 9L Lange. Gieß«.

Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der TP ® E 1» «L i B Ä B M --

Ehesfisch« Landwirt" erscheint monatlich einmal. 9r 'V' E Q H CVW Gäu £, VL Redaktion. Expedition u.Druckerei: Schulitr.R.

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General-Anzeiger, Amt;- und Anzeigeblatt für den Kreis Gietzen.

Apolitische Tagerscha«.

/c, , ... Lenzmanns Wahlkreis.

Es schemt tatsächlich, das; in Ai l t e n a - I s e r l o h n der freisinnige Kandidat nicht in die Stichwahl gelangt. Lenz­manns Wahlkreis wäre somit für den Freisinn ver- ^^ätj9un9 der gestrigen offiziösen Meldung enthalttm die Ungaben derGermania" und derKolm Ztg. . Das Msnltat des Wahlkampfes in dem heiß um­strittenen -teile ist also, wenn nicht doch noch eine Kor­rektur dieser Angaben erfolgt, Stichwahl zwischen dem So zrald em o traten Oberland, der 10 547 Stimmen erhleit, und dem Zentrumsmitglied Regierunqsrat blocke, der es auf ,774 Stimmen brachte.

lind das in einem Wahlkreis, dessen Bevölkerung zu drei Vierteln evangelisch ist. Daran trägt, >vie gesagt, zweifellos allem die U n e i n i g ke i t der l ib cr a l e n Parteien schuld DieTägl. Rundsch." sucht es zwar I? o.^öusi?Hdii, als sei durcki die Sonderkandidatur der O.hristlich-^ozialen das Mandat dem Zentrum in die Hände gespult tvorden. Die Partei Storkers hätte aber bei der Entscheidung gar nicht mitsprechen föiuicn, wenn es zu einer Verständigung zwischen der Freis. Vokkspartei, die das Mandat seit 1881 besaß, und den Natronalliberalen ge­kommen wäre. So geht durch Un friedenaltan ge­stammter" Besitz dem Liberalismus verloren und so wäre für die allgemeinen Neuwahlen mit der Möglichkeit zu rechnen, daß selbst der nur mit Hilfe des Zentrums zu haltende Richtersche Wahlkreis in Hagen der Volkspartei entrissen wird, nämlich dann, wenn jetzt bei der Stichwahl in Mtenw-Jserlohn die Freisinnigen dem Zen­trumskandidaten ihre Hilfe gegenüber dem Sozialdemo­kraten versagen. Es ist ein sehr empfindlicher Schlag d er Liberalen: daß er, wie dasBerl. Tgbl." hofft, zur heilsamen Lehre wird, wollen auch wir hoffen. Wenn jedoch die Erkenntnis von der Notwendigkeit der liberalen Einigung im Neide nicht im harten Ernst des Wahlkampfes zum Durchbruch konimt, dann wird der Libe­ralismus unvermeidlich von Position zu Position zurück- gedrängt, und sei der Besitz noch soangestammt". Im Reichstag gehen in neuerer Zeit Freisinnige und National- liberale häufiger zusammen als früher. Warum cklso die folgenschwere Trennung bei den Wahlen? Ains Eigen­sinn, der noch stets ein schlechter Berater war.

Der deutsch-österreichisch-ungar. Schiffahrtskongreß

hat sich in seiner Schlußsitzung für die Schaffung einer ein­heitlichen Binnenschlsfa hrtötaxe ausgesprochen und die Einsetzung eines Ausschusses zur Erörterung der Fragen deS Schifiahrtsbetriebes auf den durchgehenden Hauptwasser- straßen beschlossen. Der dereinstige Erbe der bayer. Krone, Prinz Ludwig, hat in der Reichsratskammcr davon ge­sprochen, daßletber' S ch iffa h rtsa b ga be n nicht zu lnngehen seien mit Rücksicht auf die große preußische Kanal- frage. Es läßt sich also nicht mehr daran zweifeln, daß den deutschewFlüssen das Joch der Schiffahrtsabgaben anfgezwimgen wird, von dem man sie einst unter so vielen Schwierigkeiten befreit hatte. Das ist bedauerlich im Interesse des Verkehrs. Alle Arbeit der interessierten Kreise, alle vernünftigen Vor­stellungen, doch die natürlichen Wasserstraßen abgabenfrei zu lassen, waren umsonst. Das reaktionäre Preußen hat den Sieg davongetragen über den Süden. Auch Oesterreich- Ungarn schließt sich anscheinend dem deutschen Vorgehen an.

Die Verkehrs feindliche Tendenz, die in der Er­hebung der Schiffahrtsabgaben liegt, wird nicht dazu bei­tragen, das Vertrauen jener Kreise, die am Verkehr interessiert sind, in die Reichsregierung zu heben, und man wird e§ bitter empfinden, daß man einmal rosige Zukunftsbilder ge­malt hat, die jetzt wieder von den Wänden geriffen werden. Freilich, in einem Zeitalter, da man den Po st verkehr ver­teuert, da man die Fahrkartensieuer eingeführt hat, ist nichts anderes und vor allem nichts befferes zu erwarten. Ostelbische Politik ist maßgebend und Handel und Industrie haben im deutschen Reiche nichts zu sagen. Sie dürfen ihre Steuern und Abgabep zahlen und das Mundwerk halten. Aber man spricht von den guten Zeiten und von dem Auf­schwung, den unsere Industrie, den unser Handel genommen. Die Berliner Negierung kann nichts dafür!

Die Gärung in Rußland.

Der Präsident der Rcichsduma hat auf die ihm tele­graphisch mitgeteilte Resolution der Berliner Protestversamm- lung, die sich mit den MassacceS beschäftigte, geantwortet, die Duma danke für dieses Mitgefühl und für die guten Wünsche und schätze sich hoch, die Freundschaften und Sym­pathien des großen Nachbarvolkes zu besitzen.

Kunstverein.

Gießen, 30. Juni.

Tie letzte Ausstellung dieses Sommers soll nicht ohne gebührende Reverenz vorübergehen, denn sie verdient diese Aufmerksamkeit durch manche nach Gegenstand und Auf­fassung eigenartige Stücke. Ilm von dem Ueberraschcudpen, vielleicht auch zum Widerspruch Reizenden zuletzt zu reden, gedenken wir lobend zunächst der tüchtigen Landschaften von I. H o ck - Kassel, E. Sch m i d t - Rostock, F. W u ch c r e r- Cronberg, §. M a y e r - Küsset, W. Barthel- Gießen, A. Stagura-Tießen, H. Kreyßig-München (Spachtel­malerei!) und der guten Bildnisse in Pastell (A. Soest, M. Felchner-Gießen) und Oel (I. Jung-Kassel). Aber beide Gattungen sind diesmal auch in vortrefflichen Leist­ungen graphischer Kunst vertreten, da O. Ubbe- lohde eine größere Serie seiner stets lebendig erfaßten und hübsch abgerundeten landschaftlichen Motive ausgestellt und G. Jahn- Dresden in Ra­dierungen und Handzeichnungen, die großes von diesem Künstler erwarten lassen, ganz besonders Schönes im Bildnis aufzuweisen hat. Ter Freund heimischer Kunst wird mit besonderer Freude die drei Baucrnbilder von H. Giebel- Marburg betrachten, der in unserer Ausstellung kein Frem­der^ ist, mit diesen prächtigen, echten Volkstypen aber einen

AuS den meisten Garnisonen des Reiches kommen Nach- richten über Zunahme der Meutereien.

In Warschau verurteilte das Kriegsgericht sechs Personen zum Tode, weil sie mit bewaffneter Hand reisende Händler überfallen hatten.

Zwei große Güter im Kreise AtarSkl sind total ver- wüstet worden. Die Gutsbesitzer des Gouvernements Saratow haben bisher eine halbe Million Rubel Schaden erlitten.

Ter Gemeinde-Vorstand von Ascheraden (Livland) wurde von Revolutionären ermordet, seine Frau tätlich verletzt.

Nnwettcr.

Der gestrige Sturm scheint in der Gegend von Gießen und überhaupt in ganz Hessen besondere Schäden nicht ver­ursacht zu haben. Es liegen indes aus anderen Weltgcgcnden Meldungen von Blitzschlägen und Sturmschäden vor.

Zu einer schweren Katastrophe hat das Unwetter auf dem Truppenübungsplatz in Döberitz (Mark Brandenburg) geführt. Tas Frühgewitter überraschte das erste Garde-Feldartillerie-Regiment aus Berlin, mitten in den Exerzitien. Ein Blitzstrahl fuhr in den Vorder- wagen eines Geschützes von der 6. Batterie, das mit 6 Pferden bespannt war. Die erschreckten Tiere gingen durch und rasten in den großen Sumpf im Uebungsplatz. In dem Morast bildete sich nun ein Knäuel von Tieren und Menschen. Es wiirde zwar sofort Hilfe gebracht, aber ehe sich das Ge- schirr löste, hatte der Soldat Hoffa den Tod gefunden. Ein anderer wurde schwer verletzt, die übrigen nur leichter. Auch ein Hauptmann erlitt schwere Ver­letzungen. Der Teltow-Kanal hat den ersten Wolken­bruch nach seiner Eröffnung schlecht bestanden. 9(n vielen Stellen sind Dammrutsche eingetreten. Große Stücke lösten sich infolge der herniederprasselnden Hagel- und Regen­mengen und stürzten mit Donnergepolter m den Kanal. Unweit der Lankwltzer Brücke haben sich längs des ganzen Dammes Riffe von 3 4 Meter Breste gebildet. Der durch das Unwetter entstandene Schaden wird auf mehrere Tausend Mark geschätzt. Hunderte von Arbeitern sind mit der Wieder­herstellung der Kanalufer beschäftigt.

In Berlin hat ein wolkenbruchartiger Gewitterregen in kurzer Zeit Straßen und Plätze überschwemmt. Zahl­reiche Kellerwohnungen füllten sich mit Wasser. Die Feuer­wehr mußte in vielen Fällen eingreifen. Auch der Straßen­bahnverkehr war teilwrise unterbrochen. In einem Orte bei Krossen wurde ein Eh ep aar vom Blitz erschlagen.

In Schlesien und Posen zündete der Blitz an zahl­reichen Stellen und äscherte Gebäude ein. Wasser drang in die Kellerwohnungen. Hagelschlag vernichtete vollständig die Halm- und Obsternte.

Ferner hat ein furchtbares Unwetter die ganze Obst» und Getreideernte im Sa al tat und auch bis Corbetha und Roßbach völlig vernichtet. Die Fluren sind vollständig ver­nichtet. Der Schaden beträgt mehr als 100 000 Mark. Auch die Sämereien und Bauiuschiilen wurden vernichtet. Ein Blitz­schlag legte drei Wohnhäuser in Asche.

Schwere Regengüsse bei starkem Sturm haben ganze Distrikte im Norden von London ilnter Wasser gesetzt, sodaß der Straßen- und Vorortsbahnverkehr zeitweise ein­gestellt werden mußte. In den Gärten und Feldmarken der Umgebung von Loudon wurde erheblicher Schaden angerichtet. Heber Wien und Umgebung, sowie Böhmen ging ein wolkenbruchartiger Gewitterregen mit Hagel nieder und über­flutete alle Straßen, Felder und Gärten mit stellenweise meter­hohen Wafsermaffen. Der Schaden ist bedeutend; die Ernte ist zum größten Teil vernichtet. Depeschen aus Lo- grono und Haro (Spanien) besagen, daß Regen, Sturm und Hagel die Weinberge des SorotaleS verwüstet, in mehreren Ortschaften große Verheenmgen angerichtet und Gärten, Felder und Olivenanpflanzungen schwer beschädigt haben. Aehnliche Nachrichten liegen aus Belgien vor.

Vermischtes.

Erdbeben in England. In der Londoner Vor­stadt Croyden wurden in der vorletzten Nacht zwei starke Erdstöße verspürt, die Erregung hervorriefen. Die Stöße dauerten mehrere Sekunden. Auch in Caterham fühlte man die Erderschütterungen, ebenso in Süd-Lancashire und Nord- Eheshire. Durch das bereits gemeldete Erdbeben in Wales wurden verschiedene Denkmäler stark beschädigt und weisen Riffe auf.

bedeutenden Fortschritt seiner Kunst bekundet, und mit ähn­lichem Interesse wird man sich der kleinen Sonderausstell- ung plastischer Kunst von M. Bergen zuwenden, die eine glückliche Gabe für gemütlich-humoristische Beobachtung uno Darstellung der kleinen Welt (Hessenkind, Schulkinder am Geburtstag des Landesherr n), aber auch der flotten Eleganz moderner Großstadtlypen (als Petschaftfigur) verrät und aus weitere Proben dieses Talentes neugierig macht. Inmitten dieser verschiedenen, aber doch auch durch Gemeinsames verbundenen Kunstwerke stehen wir plötzlich einem Fremdartigen und Einsamen gegenüber. Arthur Volkmann-Rom, der Bildhauer, der neuerdings sich eifrig als Maler betätigt, läßt uns einen Blick in feine Welt nm, in der es so ganz anders aussieht. Vollmann ist bekanntlich einer der ersten und erfahrensten Verfechter der farbigen Plastik und zeigt auch hier an einigen feinen, anspruchslosen Werken, wie der Marmor durch die Farbe Leben gewinnt, ohne auf seine besonderen Vorzüge verzichten zu müssen, die durch die ganz leicht ausgeiragene Farbschicht hindurch zur Gel­tung kommen. Wer den Eindruck bekommt, daß hier* das Experimentieren der unmittelbaren Wirkung des Kunst­werkes im Wege stehe, der erfreue sich umsomehr an dem prächtigen, auf dem Esel reitenden Silen, zu dem ein nun

* Devonport, 29. Ium. Ter speziell für ote Fiouen- manöoer in den Dienst gestellte PanzerkreuzerEssex* ist am Morgen hier emgetroffen. Wie es heißt, ereignete sich beim Abseuern eines blinden Schusses aus einem scchszölligcn Geschütz eine Explosion an Bord des Kreuzers, wobei ein Matrose getötet, ein Offizier und drei Matrosen verletzt wurden.

* Kleine Tagcsckronik. Ein F a in i l i e n d r a m a hat |id> in Bar m deck bei Hamburg abgespielt. Die Eheleute SarkowSki waren in heiligen Streit geraten. Daraus gab die 23 jährige Ehefrau ihren beiden Kinder n im Alter von l1, Jahren und 6 Wochen Lysol und nahsti selbst davon. Tie Frau liegt hoffnungslos darnieder, während man die Kinder am Leben zu erhalten hofft. Die 19 bezw. 18 Jahre alten Schwestern Erna und Margarethe, Töchter eines in E h a r l o t t e n b u rg wohn- hasten Bankbeamten, sprangen in der Nacht, nachdem sie sich mit einer Schnur zusammengebunden hatten, in den Landwehrkanal. Ein vorübergehender Kausnrailtr sprang den Lebensmüden sofort nach rmd brachte sie mit eigner Lebensgefahr wieder ans Ufer. In einer Droschke brachte man die Schwestern nach bem Elijabelh- krankenhause. Teil Beweggrund zur Tat verwetgerten betbc an- zugeben.

Gerichtssaal.

Leipzig, 89. Juni. Tas Reichsgericht hat die Revision des Ctationsafsistenten Ctnllgytz und deS Weichenstellers Schmidt, die am 23. Dezember 1905 vom Landgericht Kotlbus wegen ihres Ver- schttldens bei dein bekannten EisenbatznunglückbeiSpre in« berg, der erstere zu 1 Jahr und 4 Monaten, der letztere zu 1 Monat Gekängms, verurteilt wurden, verworfen.

Paris, 29. Ium. Tie Tischler Haberd und Beuchard, die am 8. Mai in dem Viertel Montrouge bei der Anfertigung einer Höllenmaschine durch deren unvermutete Explosion verwundet und kurz darauf verhaitet wurden, sind heute von dem Zuclupolizeigericht zu 5 Jahren Gefängnis und 100 Jrancö Geld­strafe verurteilt worden. Die Aussagen der Angeklagten, die be­haupteten, daß sie keine Arnarchisten seien und 'lediglich chemifche Versuche machen wollten, wurden durch die Beknndlmgen der Zeugen luiberlegt.

Lvsjllß m den ^lellSkogllUörrgljlkk» irr Stsdt Kietzen.

Aufgebote.

Juni. 22. Julius Fölsing, Postverwalter in Groß-Felda, mit Staroline Wilhelmine Kreitz dahier. 22. Andreas Nonand, Ober­kellner in Darmstadt, mit Marie Luise Kinkel dahier. 23. Heinrich Leib, Landwirt in Wißmar, mit Katharme Pitz dahier. 25. Wil­helm Buch, Schlosser dahier, mit Marie Elise Schmidt Hierselbst. 25. Heinrich Appel, Spengler und Installateur dahier, mit Auguste Pfaff Hierselbst. 26. Johann Baptist SchurgenS, Referendar in Bingen, mit Wilhelmine Helene Müller dahier. 27. Heinrich Adam Wenderoth, Stationsgehilfe dahicr, mit Justine Ochs hierselbst. 28. Michael Beith, Schutzmann in Bad-Nauheim, mit Lina Büttner dahier.

Eheschließnugen.

Jnni. 23. Karl Pirr, Metzgermeisler dahier, mit Hermine Bourgeois hierselbst. 23. Otto Seeger, Buchhalter dahier, mit Marie Hüttenberger hierselbst. 23. Alartin Will, Wagner dahier, mit Elijabethe Wagner hierselbst. 23. Ernst Ulrich, Färber in Butzbach, mit Klara Günther dahier. 25. Wilhelm Korn, Dr. phil. in Breslau, mit Anna Gljevlus dahier. 27. Heinrich Loh, Mechaniker dahier, mit Anna Marie Junker hierselbst.

Geborene.

Juni. 18. Dem Bizeieldwebel Friedrich Schmitt eine Tochter, Gertrnde. 21. Dem Jinmobilienagenten Sally Loeb ein Sohn, Manin. 21. Dem Metzgermeisler "August Htlgardt ein Sohn, Karl Wilhelm Augnst. 22. Dein Lackierer Heinrich Stühler cm Sohn, Wilhelm. 23. Dem Schriitjstzer Karl Skrzek ein Sohn, Paul Karl. 24. Tein Hilfswagenwärter Aiignst Seipp eine Tochter, Elsa Alaria Emma. 25. Tent Cchnhmacher Heinrich Pfeiffer ein Sohn, Hugo Friedrich Heinrich. 26. Dem Sattler Franz Josef Seidel em Sohn, Karl Josef.

(ijcstorbcue.

Juni. 23. Ludwig Pieiffer, 1 Jahr alt, Sohn des Schuh­machers Heiurich Pfeiffer dahier. 24. Wilhelm BonarinS, 18 Jahre alt, Kaufmann dahier.

Schwchfttzt, schwech- SS hSnde, NchjelschMih, «£ einen Versuch mit medizinischer Aasalan-Seiie, Rezept: Rasalan 25, Seife 75, das Stück 60 Pig. und Nasalan-Toilette-Streupulver, die Tose 50 Pfg. Bestandteile: Raialan 10, Magnesia 20, Talk 35, Stärke 27, Borax 3, Zinkweiß 5, Parfüm ü,Ö5, zwei erprobten Hautpflegemitteln. Der Erfolg wird befriedigen. Nur echt und rein mit Rctortcn-Markc und Namenszug Dr. Adolph List.

mitten in herrlicher (jebir&swaldunt^.

AltbewährtesSoolbad.^

auch-schon zu seinen Gottern versammelter Archäologe bäs Modell abgegeben hat. Ter Maler Volkmann kann und will den Plastiker nicht verleugnen. Diese Gricchenjünglinge auf oder neben ihren Pferden, die schlafende Bakchantin> die jagenden Arnazonen der großen Tcmprraskizze, sic alle erscheinen wie aus dem Relief auf die Leinwand über­tragen und bewahren eine feierliche Stilisierung, an die der Beschauer sich erst allmählich gewöhnt. Experimentierend zeigt sich der Künstler auch hier. Hans von Mareös hnt cs ihm angetan, und über diesen hinaus denkt man an den Malerarchitekten Schinkel. Und doch archaisiert Volk­mann so wenig wie das große Vorbild seiner Plastik, Adolf Hildebrand; mit seinem geistigen Auge sieht er solche Ge­stalten, er lebt in dieser Welt hoher, idealer Schönheit und kann sie nicht anders darstellen als in den g-ormen des unsterblichen Hellenentums. Es sei daraus hingewiesen, daß gerade diese Volkmannschen Werte nur noch bis zum nächsten Sonntag, 1. Juli, ausgestellt bleiben. B. S.

Tie Gemäldesammlung des verstorbenen Berliner Bankiers Oslar Hainauer, die vornehmlich alte deutsche und italienische Steiftet umfasst, ist zusammen mit vielen anderen Äurrstgegenständen des Hainauerschcn "Itachlasses für fünf Millionen Mark von der Londoner Kunsthandlung Gebrüder Auveen er­worben worden.