Taktik Delcaffßs und der Zickzack-Politik RouvierS, welche eigentlich
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Weißbrot 2 Kg. 54 Pfg.
Schwarzbrot 2 Kg. 50 Pfg.
Weizen 100 Kg. 19.00-00.00 Mk.
Roggen 100 Kg. 17.35-00.00 Mk.
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Intismiis hält die Gewalt durch drakonische Alaßnahmen ausrecht, das Schreckensregiment der p!lindernden, raubenden und mordenden Revolutionäre wird aber von den Deutschen in Rußland wert mehr gefürchtet als die strenge Hand, der Regierung. Eine Zirknlar- devcsche de§ Ministers des Innern ermächtigte die Gouverneure, bekanntzuaeben, daß mit deit Wahlen die Delegierten zu den Wahlen sür die Duma am 5. M ä r z begonnen werden kann, da- mit sie etwa am 23. März, iveim möglich, beendet sind. In dem Prozesse gegen den Leutnant Schntidt sind von 130 Zeugen bisher zwanzig verhört worden. Durch die Versügting des Admirals Tschuchnin, daß auch gegen die Entscheidung des Kriegsgerichts in diesein Falle kein Kassationsgesuch zulässig sei, erhoben die Verteidiger Beschwerde beim Minislervräsidenten und dein Justizminister und erklärten, daß sie die Verteidigung niederlegen würden, falls diese rechtswidrige Verordnung aufrecht erhalten würde.
1. Die Molkercischule Lauterbach wurde in den 7 des Bestehens von 93 Schülerinnen besucht;
2. Die Vlolkereischule Fulda tbic mit Lauterbach in Verwaltungsbeziehuug steht) wurde in dieser Zeit
in 2llgeciras.
Rußland bietet daS alte Bild des Verialles.
Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 26 Februar 1906.
hessischen Schülern besucht •
3. Von beiden Schulen wurden seit ihrem Bestehen 43 Schüler und Schülerinnen ausgebildet, die später im Großherzogtuw Hessen Stellung fanden.
Was die weitere Frage des Einsenders anbetrifft, welchen Zuschuß wohl der preußische Staat für das fragt kardellierte Institut gibt, so können wir auch diesbezüglich den Herrn Eiw sender beruhigen: es sind 15 000 Mk.
Hatten die Vertreter der 17 Molkereien in Frankfurt, den guten alten deutschen Sinnspruch befolgt: „Eines Mannes Rede ist keine Rede, man soll sie hören alle beede", dann nrürben sie wohl kaum zu ihrem eigenartigen Beschluß gekommen sein, von dem, wie wir dem Einsender noch mittcilen wollen, die Molkerei Eichcnrod, in besserer Erkenntnis, schon z-urückgctreten ist.
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Arbeiterbewegung.
Berlin, 26. Febr. Die aus ständigen Droschken^ kutsch er beschloffen in einer heute mittag abgehaltenen Versammlung, auch morgen noch zu streiken und Mittwoch früh dis Arbeit wieder auizunehmen. Der Streik ist veranlaßt durch verschiedene polizeiliche Maßnahmen betreffend den Straßenverkehr, die von den Troschkeukutscherit als lästig empfunden werden.
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Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
In Nr. 47 des Gieß. Anz. vom 24. d. M. befindet sich unter „Eingesandt" aus dem Kreise Lauterbach eine Zeitungsnotiz- welche sich mit dem Beschlüsse deS Ausschusses des landw. Prvvinzialvereins vom 15. Febr. über die Molkercischule Lauterbach beschäftigt. Diesem Beschlüsse wird der Beschluß der hessischen landw. Genossenschaften, bezw. der Vertreter der Molkereigenossenschaften, gefaßt in Frankfurt am! 10. Februar, gegenüber gestellt und gefragt,, worin die segensreiche Wirkung des fragt. Instituts wohl bestände. Wir können hier auf Einzelheiten, welche für den Beschluß des Provinzial- vereins-AusschusseS maßgebend waren, nicht eingchen, "der cntspr. Raum wiirde uns hierfür von der Redaktioit wohl kaum zur Verfügung gestellt werden, sondern müssen auf einen Artikel „Die Molkercischule Lauterbach" in Nr. 8 der , Hess, landw. Zeitschrift verweisen. Auch das Protokoll über die fragt Sitzung, das in einer folgenden Rummcr dieser Zeitung veröffentlicht wird, dürste dem Einsender Gelegenheit geben, sich bestens zu unterrichten. Um aber dem Feruerstehendcu Gelegenheit zu geben, sich ein Urteil zu bilden, mit welchen Mitteln der Kumpf gegen die Molkercischule Lauterbach geführt wird, wollen! wir auf die Behauptung des „Einsenders", daß in den letztem 9 fahren (die Schule besteht 7 Jahre) nur 11 Personen ausgebildet worden seien, folgende Tatsachen mitteilen:
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handel uttb Verkehr, Volkswirtschaft.
Ein kleiner Krach. Die Anspr a ch e, die der Kaiser an seine Generale am Sonntag gehalten hat, hat die Börse, die durch die Marokko-Angelegenheiten schon sehr nervös geworden ist, aufs äußerste deprimiert. .Dazu kam noch, daß mau auch eine Rede Loubets in kriegerischem Sinne deuten konnte, aus China n e u e B e u n r u h i g u n g c n der Fremden gemeldet werden und schließlich Präsident Castro ebenfalls eine kriegerische Rede lvsgelassen hat, und alle Rationen, auch den Deutschen drohte, sie aus Venezuela zu treiben. Die meisten Werte, die sonst im Vordergründe des Interesses stehen, hatten empsindlich zu leiden. So die Montanaktien und eine Anzahl andere erste Papiere. Weiter gingen auch die ersten, Bankaktien zurück: so Berliner Handelsgesellschaft, deren Abschluß erst heute bekannt geworden ist und, trotzdem er besonders günstig lautete, be.it Aktien einen Verlust von 2i'o Prozent brachte. Darmstädter Bank sind von 149,90 auf 148.20 zurückgegangen, Deutschs Bank verloren 1'/,' Pro;., Schaaffhausenseiter Bankverein 2 Proz., Dresdener Bank gingen von 165,70 bis 163.30 zurück usw. Die deutschen Staatsfonds haben nur geringe Verluste erlitten, dcr der neueste Reichsbankausweis verhältnismäßig günstig lautete. Jedenfalls ist der Börse der, Schrecken etwas zu stark , in die Glieder gefahren und weder die Rede des Kaisers noch die Ma- rokko-Angetegenheit verdienen die fragliche Auffassung, die ihnen die Börse zuteil werden ließ.
Märkte.
Gießen, 27.Febr. Marktbericht. Auf heutigem Wochenntarkte kosteten: Butter pr. Pst>. 1.00—1.05 Mk., Hühnereier 1 St. 7—8 Psg., 2 Stck. 00—00 Psg., Gänseeier 00—00 Pfg., Enteneier 0—0 Pfg., Käse vr. Stck. 6—8 Pf., Kasematte 2 Stck. 5—6 Pfg. Erbfeu vr. Liter 21 Pfg., Linien pr. Liter 32 Pfg., Tauben vr. Paar 0,80— l,00 Alk., Hühner pr.St. 1,00—1,60 Mk., Hähne pr. Stiick 0,80—1,80 Alk., Enten pr. Stück 1,80—2,20 Mk., Gänse vr. Pfd. 00—00 Pfg., Ochsenfleisch pr. Pfd. 74—82 Pfg., Kub- und Rindfleisch pr. Pfund 70—72 Pfg., Schweine-, fleisch pr. Pfund 86—90 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 94 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70—80 Psg., Hammelfleisch pr. Pfund 60—76 Pfg. Welsche per Pfund —.— Kartoffeln pr. 100 Kg. 5,50—6,00 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 6,00—8,00 Mk., Milch per Liter 20 Pfg., Aepfel per Pfund 18 bis 30 Pfg., in Körben 00 Pfg., Nüsse 100 Stück 30-40 Pfg., Birnen per Psd. Mk. 0.15—0.20, Weißkraut per Stück 10—30 Pfg., per Zentner Mk. 0.00—0.00. — Marktzeit 8-2 Uhr. ’ ’J.
wird. _
Die Feierlichkeiten zur silbernen Hochzeit des K'ai- scrpaares und der Vermählung des Prinzen Eit el Friedrich begamten am Samstag in Berlin mit einer Fest- vorstellurrg an Opernhanse. Eine Reihe von F-ürstlich- Teilen ist in Berlin in diesen Tagen zur TeilnalMe an den .Feierlichkeiten versammelt, darunter auch unser Großher- 'Herxo g spa-ar. König Oskar von Schweden hat am Samstag Berlin verlassen und seine Weiterreise nach Kap Martin angetreten. Er war als Gast des Kaisers in Berlin. ES sei daran erinnert, welche bedeutsame Rolle König Oskar als Friedens- und Vermittlungspolitiker schon oft gespielt hat. Vielleicht ist sein Aufenthalt in Berlin auch jetzt nicht ganz ohne 'politische Bedeutung gewesen, vielleicht nicht ohne Einfluß auf daS Verhältnis zwischen dem deutschen Kaiser und seinem Onkel, dem König Eduard.
Auf kolonialem Gebiete wurde ein seltsamer Vorgang gemeldet: Cornelius hatte ferne Unterwerfung angekündigt: ald er aber die Bringungen erfuhr, zu d-nen er ausgenommen toerden sollte, gab er seine Absicht wieder auf und ritt wieder davon. Entrechtung und Knechtung ist der stärkste Anreiz zur Empörung und zum Widerstande. Das Beispiel Cornelius' hat diesen allen Erfahrungssatz wieder einmal bestätigt. Wieder muß der Kampf ausgenommen, müssen zahlreiche deutsche Opfer an Blut und Gut aufgewendet werden, nur weil man den Ern- geborenen ihr Vieh nicht lassen, weil man ihnen ihren einzigen Besitz nehmen wollte. Wenn so weiter verfahren wird, wird noch eine Million en not über das Reich hereinbrechen, die eine ernste Reichsgefahr bildet.
Leutwein und Puttkamer haben nacheinander auf der Anklagebank der öffentlichen Meinung Platz genommen. Nach der „Staatsb.-Ztg." geht die Unterfuchnng gegen Leutwein wegen des Falles Jobst und anderer Angelegenheiten weiter und dürfte erst vor dem Ehrengericht des Ofsizierkorps seinen Abschluß finden. Putckarner halt man für einen „toten Mann". Ans der Beschwerdeschrift der Dualahäuptlinge sei einer der 24 Fälle angeführt :
„Schändlicher Gebrauch der Amtsgewalt. Zwei junge eingeborene Mädchen, welche bereits von 2 jungen eingeborenen Männern verlobt waren und nach Landessitte für jedes dieser beiden Mädchen bereits eine Hälfte des Kaufpreises an die Eltern bezahlt war, wurden zu unserem Schrecken im Lause dieses Monats von den Höch st en Beamten des hiesigen deutschen Gouvernements gewaltsam von den Eltern wucherisch abgefanft und zu Frauen geheiratet. Das erste Mädchen, die Tochter des „Mududu Eyum", welche Srant des „RudolfMasako" war, wurde von Regierungsrat v. Brauchitsch am 22. d. Mts. für 650 Mark g e - kauft und geheiratet. Das zweite Mädchen, Tochter des „Ekwe Ntone", Braut eines jungen Mannes in „Dibombari", wurde am 27. d. Mts. von O b e r r i ch t e r D r. Meyer in Buea für gleichen Betrag wie oben gekauft und g e - heiratet/
Puttkamer ist für feine Beamten verantwortlich. Die g r o ß e Reinigung in dem Beamten ft ab unserer Kolonialverwaltung wird übrigens, wie man vernimmt, nicht bei den Außenposten Halt machen, fonbern sich auch auf d i e Berliner Zentral st elle er st recken.
In Oesterreich wurde die große Gcnttschsche Wahlrechtsreformvorlage eingebracht. Sie ist das Produkt einer vom Sinne der Gerechtigkeit und der Absicht der Durchführbarkeit geleiteten Arbeit. In Sachen der zollpolitischen Disierenzen werden von serbischer Seite keinerlei Schwierigkeiten mehr gemacht. Der serbische Gesandte Vuitsch überreichte eine Note der serbischen Negierung, worin sie die von Oesterreich-Ungarn geforderten Modifikationen des serbisch-bulgarischen Zollvertrages zugesteht und eine baldige Wiederaufnahme der österreichischserbischen Handelsvertragsverhandlungen erhofft.
Der ungarische Reichstag wurde bnrd) Militär und Polizei geschloffen und von der Regierung aufgelöst. Fejervary übt nun diktatorische Gewalt bis zur Einberufung des neuen Reichstags. Die Lokalbehörden wurden angewiesen, Wähleroer- sammlungen nur in geschlossenen Räumen zu gestatten. Ueberall wird Militär bereit gehalten und die Gendarmerie konzentriert. Ein Manifest der Koalition enthält eine pragmatische Darstellung der letzten politischen Ereignisse. Tie Auflösung des Parlaments, 'so heißt es darin, sei sowohl in ihrer Entstehung als auch in ihrer Konsequenz eine Erniedrigung der Nation und eröffne die Periode des absoluten Absolutismus, gegen den man mit allen Mitteln kämpfen müsse.
In der französischen Kammer hörte man wieder einmal den Ruf: LBerlin. Er galt dem Deputierten Jaurös. Mit den Nationalisten wetteiferten die Gemäßigten, um den Jauräs applaudierenden Sozialisten heftige Schmähungen zuzuschleudern. Inmitten dieses Lärms nahm Rouvier seine Vorteile wahr. Er trug der Stimmung der Majorität Rechnung, indem er Jaures vorhielt, den Gegnern Frankreichs in der M a r o k k o - F r a g e das Wort zu reden. Gereizt war Rouvier besonders durch die Zaurössche Gegenüberstellung der verwerflichen, aber zielbewußten
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Ans Stndt nnd Land.
Gießen, den 27. Februar 1906.
** Personalien. S. K. H. der Großherzog haben den Kreisassistenzarzt bei den Kreisgesundheitsämtern Schotten und Büdingen Dr. Gg. Langer mann in Gedern zum 2. Kreisassistenzarzt bei dem Kreisgesundheitsamt Gießen und den praktischen Arzt Dr. Ludw. Heid in Nierstein zum Kreisasnsteuzarzt bei den Kreisgesundheits- amtern Schotten und Büdingen mit dem Amtssitz in Gedern ernannt.
•• D i e Ermächtigung zur Annahme eines fremden Ordens erhielt von S. K. H. dem Groß- h erzog Domkapttular Prälat Dr. Friedr. Schneider in Mainz für den ihm von S. M. dem Kaiser verliehenen Kronen-Orden 2. Klasse.
" Eine Sitzung des Prov inzialausschttsses findet am nächsten Samstag mit folgender Tagesordnung statt: 1. Schulhausneubau zu Massen heim; 2. Klage des Orts- armenverbandes Rödgen, Kreis Friedberg, gegen den Orls- armenverband Wiffelsheim wegen Unterstützung der Wilhelm Stötzer Ehefrau von Rödgen; 3. Anschaffung des Faselebers zu Alteitburg in (Eigentum der Gemeinde.
** Aus dem Bureatt des Stadttheaters wird uns geschrieben: Ztir Festvorstellung am morgigen Mittwoch sind durch die Liebenswürdigkeit des Herrn Regimentskommandeurs eine Anzahl Mannschaften zur Verfügung gestellt worden, um das Feld von Fehrbellin zu einem möglichst lebendigen Bild zu gestalten. Die Theaterzettel zur Festvorstellung werden nicht attsgetragen, sondern nur im Vorverkauf und abends im Theater abgegeben. Sie bilden durch ihre aparte Ausstattung ein hübsches Andenken an den Abend. — Frl. Lily Donecker ist von der Direktion ein Benefiz beivilligt ivorden. Es gelangt als solches am nächsten Freitag „Die versunkene Glocke'' mit Herrn Heinz Hetebrügge vom Wiesbadener Residenztheater als Heinrich zur Aufführung. Vorbestellungen werden im Vorverkauf entgegengenommen.
’• Der letzte große Maskenball de8 Fechtver- bandeS Gießen-Lahr findet heute abend im prächtig dekorierten Saale des (Safe Leib statt. Wie man unS mitteilt, füllen die originellsten Damen- und Herrenmasken prämiiert werden. Als ecftt* Preise sind je eine hochfeine Damen- und Herren-Taschenuhr ausgesetzt.
** Vom Karneval. üoit dem Turnverein (1846) am Sonntag veranstaltete karneval. Konzert verlief in der schönsten und humorvollsten Weife. Tie geräumige Turnhalle war bis auf den letzten Platz besetzt. Punkt 4 Uhr 11 Miit. verkündeten Glockenschläge die Zeit und die Musik setzte mit dem Rarhallamarsch ein. Eine äußerst humorvolle Eröffnungsszene folgte. Tas reichhaltige, sich glatt abwickelnde Programm, bestehend auS humoristischen Vorträgen, humorvollen turnerischen und tnufikalischen Aufführungen, verfehlte auf die Anwesenden seine. Wirkung nicht tmd dürfte noch lange Zeit in ihrer Erinnerung bleiben. Auch trugen zur Hebung der karneval. Stimmung die gemeinschaftlichen Lieder sehr bei. Sehr gut gelang ein haus-- machendes Straßen-Zdyll, bei dem drei Straßenkehrer Gelegenheit hatten, ihre Meinung auszutauschen.
(—) Lauterbach, 26 Febr. Am Samstag trafen hier 22 Studentett der Giessener Universität unter Leitung des Geh. Hofrats Pros. Dr. Heß ein und unternahmen eine Exkursion in das Freiherr'lich Riedeselsche Forstrevier Z i e g e n b e r g. Sodann sand eine Besichtigung der Hutfabrik von R. n. M. Wegener zu Blitzenrod statt. Am Abend sind die Herren wieder nach Gießen zurückgereist. — Im 8 8. Lebensjahr verschied heute nacht der Freiherrlich Riedeselsche Forstinsvektor i. P. Kullmann.
Dcr Verstorbene wurde am 2. September 1818 als -Lwhn des Ricdescl'schen Försters — nachmaligen Oberförsters — Küllmann zu Ersrode im Kreise Rotenberg a. F. geboren. Er studierte auf dem kulbcssischen Forstinstitut Melsungen und bestand dort im Jahre 1837 die Staatsprüfung. Hierauf besuchte er die Universität Gießen und legte im Jahre 1840 die Hessen-Darm- städtische Staatsprüfung ab. Im Jalire 1842 trat er in Riedeselsche Dienste. Rach Bildung des Riedeselschen Reviers Oberwald im Jahre 1844 wurde er mit der Verwaltung dieses Reviers beauftragt mit dem Wohnsitz in Engelrod. Gleichzeitig wurde ihm die Verwaltung des Kommunalreviers übertragen. In seiner mehr als 50 jährigen Tätigkeit bewährte sich der Verstorbene als tüchtiger Jvrstmann. Auch bat er es verstanden, sich die Liebe und Achtung seiner Mitmenschen zu erringen, was sich bei der Jeier seines 50 jährigen Dienstjubiläums im Jahre 1892 zeigte, bei dem ihm von allen Seiten und besonders von den Gemeinden seines Reviers Beweise treuer Anhänglichkeit dargebracht wurden. Die Freiherren Riedesel ehrten ihren langjährigen tüchtigen Beamten dadurch, daß sie ihm im Jahre 1887 mit Genehmigung des Großherzogs den Charakter als „Forstinspekto^ verliehen. Aus Einlaß seiner 50 jährigen Tätigkeit im Revier Oberwald im Jahre 1894 wurde dem Verstorbenen von S. K. H. dem Groß Herzog das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Clavßmütigen ver'liehen. In demselben Jahre wurde er in den wohlverdienten Ruhestand versetzt und nahm seinen Wohnsitz in Lauterbach. Der Verstorbene erfreute sich bis zu seinem Lebensende völliger Rüstigkeit. Von allen die ihn kannten, wird ^ihm ein ehrendes Andenken getoahrt werden.
Friedberg, 26. Februar. Billige Eier waren hier am Samstag morgen zu haben. Einer Bauersfrau aus dem nahen W. passierte das Unglück auf dem glatten Trottoir auszugleiten und hinzufallen. Der von ihr auf dem Kopfe getragene, an 200 Eier enthaltende Korb entleerte seinen Inhalt ziemlich heftig auf die harten Steine und ein in Aussicht flehendes, gutes Geschäft war f»'tsch. Die hilfsbereit mit allen möglichen Schüsseln und Schüsselchen herbeieilenden Nachbarn aber machten einen vorteilhaften Einkauf. (Ob. Anz.)
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ten definitiv au, her Reichsauz." dieses Gesetz. -—, . . .
Abessinien uud das H a u d e l s pr o v 11o r i u m mit icn VereiniateuStaateu von Amerika wurdnraugcnemmeu, und der Bundesrat Tyal bereits beschlosst!^ das Gfel1 < Handelsbezich-ingen zu den Vereinigten Staaten zur allerhöchsten
in der »trgangenen Woche grotzc Entscheidende Fragen erörtert. Wieder einmal zeigte suh die Möglichkeit einer deutsch-französischen Kvisis, bte Verhandlungen Txmnt''H i-'ber. Augenblick abgebrochen werden, ein europäischer Wikt jeden Moment ins^ Leben gerufen sein. Tsrmttttid)* Vorschlag, die Polizei von Marokko an Fraukreuh und Spanien flSfant ',h übertragen, erfuhr die Ablehnung der deutschen Regiernn.i. ^-raukreich (rHärte, den Konslckt vor das offene Fvuum der Konferenz bringen zu wollen. Deutschland betonte, daß dies nur das Scheitern der Kouferenz, die Erhaltung des flatus auo zur Folge faben könne. Man vertagte abermals den Kvnfutt. Wie 'es heißt, sollen JnterveutwnsbemnHungen Italiens und Amerikas tätig sein. Ter b e lgisme Siontg foll nach einer Pariser Meldung zum ^chlcdsrmhter an^enehen sein. Rack einer Wiener Nachricht wurden in Bcrlm von verschiedenen Mächten, darunter auch Rußland, Vernutteluugs- versuche gemacht, um Deutschland z-u bewegen, den frauzös. Forderungen eütgegenzukommeu. Diese Veiffucke, d-e sehr ernster und eindringlicher Natur waren, bl,eben indes bisher erfolg os. Nach einer Petersburger Meldung empfing dcr Z a r den ehemaligen französischen Preßleiter Jules Hansen einen Dänen und naturalisierten Franzosen. Der Zar gab der Zuueracht Ausdruck, daß Deutschland und Frankreich sich D Crjt u it bi g c n werden und daß eine lauge F-riedeus-Aera zum »eil Europas hervorgehe. Hansen fand übrigens den Zaren siark gealtert.— ÄM der Konferenz ging mau iuzwisck>en zur Bauksrage liber. ^as ihr vorgelegte marokkanische Bankprojekt steht eine von seiner scherifischeu Majestät kouzeffiouierte Bank vor unter dem Namen „Nattonalbauk von Marokko". Nach einer Tepesck>e aus Algeciras scheint Aussicht vorhanden, daß Frankreich nicht daraus heftebe, vier von 15 Bankauterlen den französischen Interessenten Au sichern Größere Schwierigkeiten biete, wie Graf Tattenbach in einem Privataespröch betonte, die von Deutschland für unerläßlich gehaltene 'Schaffung eines internattoualen diplomatische Banikaufsichtsrates in Tanger. Im frauzös. Ministerium des Aeußereu wird versichert, neue diskittierbare Vorschläge habe Baunr de Courcel aus Berlin nicht mttgebracht. Dies hätte auch 'bet Tendenz seiner Unterredung mit dem Fürsten Bülow nicht entsprochen, aber wichttger als papierne Elaborate Jet, ber allgemeine Eindruck, den Courcel gewann, und dieser lasse sich dahin präzisieren, daß die leitenden deutschen Greife wohl an dem internationalen Charakter der den beiden Hauptfiagen zu gebenden Lösung festhölten müssen, daß aber innerhalb dieses weit genug gesteckten Rahmens eine Anzahl Möglichkeiten für allseitige Verständigung vorhanden wäre. — Nach der „Nat.-Ztg." darf nach wie vor ertvartet werden, daß über die Bmikfvage und auch über' die Pvlizeifrage schließlich ein Einvernehmen erzielt werden
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und .am ^^^^^^^^lElsvertrag ^mit ober hinterhältig instruierten diplomatischen Vertretern Frankreichs
Der nachstehende vom Notar Meine Kettung! ää g“ brauch des Bioson die Kör- perfräfte gehoben wurden: B r e s l a u - B r i g i 11 e n t a l 2, den 4. Mai 1905. Teile Ihnen mit, daß ich infolge eines Blutverlustes so blutleer war, daß ich lange Zeit das Bett hüten mußte. Da betam ich auf Veranlassung des Herrn Dr. B. von Ihnen 2 Pakete Bioson zugeschickt, welches für mich eine wahre Rettung mar, da ich schon viele Präparate gebraucht hatte, aber immer ohne Erfolg. Da ich aber mm Bioson regelmäßig und nach Vorschrift genommen habe, war ich schon nach einem Paket soweit hergesteltt daß ich wennfflens em paar Stunden aufstehen konnte, und nach dem zweiten Paket kointte ich schon laufen und spreche ich meinen besten tausend- faeften Tank Werde auch Bioson in Freunden- und Bekannten- kreisen auw Wärmste empfehlen und spreche nochmals meinen besten Dank aus und zeichne hochachtend Frau Minna Eckel t geb. Westphal. Unterschrift amtlich beglaubigt: August Schneider, Notar, Breslau. ° '
Bioson ist erhältlich in Apotheken, Drogerien re. das halbe Kllo-Paket zu drei Mark, nut Bouillonextraet oder mit Caeao. er)teres zur Suppenberettung, letzteres als Morgengelränk. Man verlange vom Biosonwerk Bensheim die Broschüre nut den Berichten über tne von Öen Prosefforen, Aerztei: und m Krankenhäusern erzielten Erfolge. 1 1
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Höchste Schlachtviehpreise in F r a n k f u r t a. M.
Fleischpreise in Gießen
Ochsen
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50 Kg. Schlachtgewicht 75—77 Mk.
7? Kg. Schlachtgew. 89—93 Pf.
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'/, Kg. 72-80 Pfg.
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Getreidepreise in Mannheim
Brotpreise in Gießen


