Nr. 276 Zweites Blatt
156. Jahrgang
Freitag 23. November 1606
Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntags.
Die „Gietzener Zamilienblkitter" werden dem „Anzeiger viermal wöchentlich betgelegt Der -hessisch« Landwirt" erscheint monatlich etnmaL
Gietzemr Anzeiger
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universilätsdruckerei. 9L Lange, Gießen.
Redaktion, Expedition ».Druckerei: Echulsir.7.
Tel. Nr. 51. Telegr.-^ldr.: Aiizelger Gießen.
Eeneral-Anzeiger, Amt;- und Anzeigeblatt für den Kreis Eichen.
BekamUmachung.
Samstag, den 24. November bleibt wegen der Feier des Geburtstags S. K. H. des Großherzogs das Ortsgericht Gießen geschlossen.
Gießen, den 22. November 1906.
Gcoßh. Ortsgericht Gießen.
____________________Gros.________
Bekanntmachung.
Wegen Vornahme von Kanaltfatlonsarbeiten wird die Dleichstraße zwischen Südanlage und Wieseckbrücke von heute an bis auf Weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt.
Die unterm 15. November 1906 angeordnete Sperre des Großen Steinwegs zwischen Eichweg und Rootistraße wird hiermit aufgehoben.
Die unterm 15. November 1906 angeordnete Sperre der Steinstraße zwischen Schiller- und Weserstraße wird hiermit aufgehoben.
Gießen, den 22. November 1906.
Großh. Polizeiamt Gießen.
Herberg. •
politische Lagcsscharr.
Die Ostmächte und das Polentum.
In den öffentlichen Erörterungen der Polenfrage ist von deren Rückwirkung auf die deutsch-russischen Beziehungen selten die Rede, obwohl gerade dieses Moment beachtenswert erscheint, weil sich in der Stellungnahme zur Polenfrage die Interessen Deutschlands und Rußlands berühren. In unaufhörlicher Minierarbeit arbeiten die Polen diesseits und jenseits der Ostgren-e an der Schwächung des Staatsorganismus, und sie sind hüben wie drüben mit Erfolg am Werk der Ausbreitung des polnischen Elements. Die Kampfmittel sind die gleichen, nur sind die russischen Dolen in erster Linie bestrebt, in den Städten zu wirtschaftlichem und kommunalpoliti-- schem Einfluß zu gelangen, während die Taktik der preußischen Polen bekanntlich vorzugsweise aus den Erwerb von Landbesitz ab zielt. Gemeinsamkeit zeigt sich u. a. in dem Bestreben, das Schulwesen zu polonisieren. Der polnische Schulverein, dessen geistiger Leiter der auch in Deutschland vielgelesene Schriftsteller Sinkiewicz ist, hat in Westrußland bereits an 300 polnische Schulen gegründet, und die russischen Blätter sind voll von Klagen über polnischen Schulterrorismus. So wird, der „Kreuzztg." zufolge, von dieser Seile sestgestellt, daß die Polen derart mitten im Frieden bereits das Gouvernement Minsk erobern, wie sie in Preußen das einst fast ganz deutsche Westpreußen zu erobern drauf und dran futb. Der russische Minister für Volksausklärung hat die charakte- risn che Forderung einer polnischen Deputation auf Polo- nisierung der Universität Warschau zwar abgelehnt, den Petenten aber anheimgestellt, auf eigene Kosten h^ere Schulen zu eröffnen. Aus finanziellen Gründen würden solche Unternehmungen schwerlich scheitern, denn das Polentum verfügt über schier unerschöpfliche Geldquellsn. Stellen die Polen aber erst das Gros der Studierenden an der Warschauer Universität, dann werden die polnischen Besonderheiten derart berücksichtigt werden müssen, daß die Hochschule nur noch formell russisch sein wnd.
Die gesamte polnische Bewegung geht W, wie die K-reuzztg" zutreffend bemerkt, in der Leitung von einem Punkt aus, und deshalb sind die Parallelen zwischen dem russischen und preußischen Kriegsschauplatz des Pvlen- tums nicht nur lehrreich, sondern auch geeignet, Rußland und Deutschland zus ammenzufuhren in der Abwehr der großpoln ischen Bestrebungen. Oesterreich-Ungarn, dem das Polentum in Galizien ähnliche Streiche spielt, hat Veranlassung, solcher Aktion sich anzuschließen, sodaß also im Lichte der polnischen Gefahr ein Zusammenhalt der drei Großmächte O st e u r o p a s naturnotwendig erscheint. Dre Art des Vorgehens gegen das den Staatsorganismus angreifende Polentum muß sich natürlich nach der nationalen und staatlichen Besonderheit jeder der drei Mächte richten, aber die Tendenz muß die gleiche sein. Sv ist am Ende unausbleiblich, daß die polnische Bewegung sich als Deck jener Kraft erweist, die ungewollt Gutes schafft, das Gut- nämlich, daß ein Moment bleibt, welches gegenüber allen internationalen Verschiebungen den drei Großmächten des Ostens gemeinsame Sorge und damit gemeinsame Pflicht auf* erlegt. Unter dem Gesichtspunkt der Polenfrage erscheint sogar ein Dreikaiserbund, von dem jetzt wieder die Rede gewesen ist, nicht unzweckmäßig.
Tas Zentrum brachte übrigens im deutschen Reichstage eine Interpellation Gr astzompesch und Genossen ein, welche lautet:
Ist es dem Reichskanzler bekannt, daß in preußischen Volksschulen Kindern deutscher Reichsangehöri- aen die Erteilung des Religionsunterrichts in ihrer Muttersprache vorenthalten wurde, und daß die Fürsorgeerziehung gegen die Kinder angeordnet wurde, welche im Religionsunterrichte nicht deutsch geantwortet hatten? Was gedenkt der Reiskanzler zu tun, um diese mit den reichsgesetzlichen Vorschriften in Widerspruch stehenden Eingriffe in das Recht der elterlichen Fürsorge für die Person des Kindes zu verhindern?
Alkohol und Kolonialreform.
Dem Kolonialdtrektor Dernburg wird Gelegenheit gegeben weiden, sich auch über die für das Gedeihen der Schutzgebiete bedeutsame Alkoholfrage zu äußern. Eine vom Verein gegen den Mißbrauch geistiger Getränke gefaßte Resolution ersucht um Erhöhung des Spirituosenzolls und um strenge Maßregeln zur Verhtnderung der Alkoholeinfuhr in das koloniale Innere. Es ist nicht zu verkennen, daß in dieser Beziehung eine gewisse Gefahr heraufzieht durch die geplante Erschließung des afrikanischen Hinterlandes mütels des des Schienenweges. Rian fordert nun.
daß die Eisenbahn Frachtrate für geistige Getränke in der Höhe des gegenwärtigen Trägerlohnes festgesetzt wird. Mit den Alkoholgegnern sind Kolonialkaufleute, z. B. die Herren von der Bremer Handelskammer, der Meinung, daß sich auch ohne Branntweinumsatz gute Handelsgeschäfte in Afrika machen lassen. Zur Erziehung der Eingeborenen gehört jedenfalls ernste Würdigung der mit dem Alkoholgenuß verbundenen Gefahren, und eine ersprießliche Kolonialreform ist ohne vorbeugende Maßregeln gegen die Trunksucht undenkbar.
Politische Tagesneuigkeiten.
Man schreibt uns auS Berlin:
„Der Reichstag wird sich erst nach den Weihnachtserien mit dem Etat in erster Lesung beschäftigen. Im Reichsschatzamt scheint man diesmal einige Schmierigkeiten damit zu haben, die Forderungen au5 verschiedenen großen Verwaltungen, insbesondere der Heeresverwaltung, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln ins Reine zu bringen. Das wird der Hauptgrund der Verzögerung sein, nicht der Stellenwechsel im Auswärt. Amt, der, wie e5 heißt, die Arbeiten gehemmt haben soll. An und für sich ist eS nicht zu beklagen, wenn die EtatSdeb atten, die feinen- falls friedlich verlaufen werden, erst nach den Feiertagen an die Reihe kommen. Der Lärm dieser Auseinandersetzungen pflegt stimmungverderbend nachzuhallen. Andererseits haben die Abgeordneten Muße genug, sich auf kritische Bemerkunge,i zum Etat zu besinnen, sodaß die sachliche Erörterung der Regierungsforderungen umso gründlicher auSsallen kann.
Mit Heiterkeit ist hier allenthalben die mit gewohnter Promptheit aufgetischte Ecftndung der Londoner „Daily Mali" von einem deutsch-dänischen Geheim vertrag über die Schließung deS Sundes zunt Schutze Kiels ausgenommen worden. In Kopenhagen hat das Phantasiestück deS Berliner Vertreters der „Daily Mail" denselben Lacherfolg davongetragen. Die Londoner Presse würde unseres Erachtens viel mehr Ursache haben, statt mit deutschen Angelegenheiten sich mit der sehr unglücklichen und ungeschickten Verlegenheitsausrede des französischen Ministerpräsidenten, er „glaube nicht" an die Existenz einer militärischen Verabredung mit England, zu beschäftigen. Eine sophistische AuSrede, die daß Vorhandensein der Abmachung bestätigt und den Wert engl. Friedensversicherungen stark herabdrückt.
Au» Scaoe uns Luno.
Sprechstunden der äiebait^n 11—1 ll.l,r . rin., 1.-7—V38 Uhr abdS.
Gießen, den 23. November 1906.
♦* Der Gießener Ausschuß für Volksvorvorlesungen und verwandte Bestrebungen begann seine Wintertätigkeit am Mittwoch, 21. November. Nach einleitenden Worten der Begrüßung an d-ie Zuhörer und des Dankes an die Stadtverwaltung und die Direktion des Realgymnasiums und der Oberrealschule für die Ueber* lassung und Herrichtung der Turnhalle gab der Vorsitzende des Ausschusses das Wort dem Redner des Abends, Bibliothekar Dr. K. Ebel, zu seinem Vortrage über: „Die Geschichte der Stadt Gießen." Der Vortragende begann mit einer Schilderung der Siedlungen der Urzeit in unserer Gegend, die teilweise aus eine nrchrtausend- jährige Vergangenheit blicken konnten. Sodann ging er über aus die Gründung der Burg Gießen und ihre mutmaßlichen Ursachen, zeigte das Anwachsen der Stadt, ihren Umfang und ihre Befestigungen in der Zeit vor Philipp dem Großmütigen. Im Jahre 1264 ging Gießen ans dem Besitz der Pfalzgrafen von Tübingen in den der Landgrafen von Hessen über. Sie wurde ursprünglich von Burgmannen und Bürgern gemeinsam verwaltet. Beide Gruppen trennten sich um 1370. Eingehend wurde die Verfassung behandelt im Zusammenhang mit der VerfassungsgesHechte der deutschen Städte. Eine Darstellung der Verwaltung und des Finanzwesens schloß sich an. Hierauf ging der Vortragende über zu einer Skizzierung der kirchlichen Verhältnisse und gab im zweiten Teile feiner Ausführungen einen Abriß der Kulturgeschichte unserer Stadt bis zum 16. Jahrhundert. Hierin wurden mehr oder weniger eingehend behandelt das Armen- und Krankenwesen, Unterrichtswesen, die Einwohnerschaft, Ackerbau- und Viehzucht, Handel und Gewerbe, und die Marktverhältnisse, von denen sich einzelne Gewohnheiten bis aus den heutigen Tag erhalten haben. Den Schluß des Vortrages bildete eine Schilderung der Volksbelustigungen, des Grenzgangs und der Schützenfeste. Eine Anzahl Archivalien des städtischen Archivs und ein historischer Stadtplan aus dem Besitze des Tiefbauamts waren zur Besichtigung ausgestellt und wurden erläutert. Der lehrreiche und anziehende Vortrag wurde von seinen zahlreichen Hörern mit lebhaftem BeifvU ausgenommen; wir hoffen, daß der Herr Vortragende für seinen zweiten und letzten Vortrag am nächsten Mittwoch eine ebenso dankbare, noch größere Zuhörerschaft finden wird.
"Bülows Ziege. Ein Gießener Lehrer schreibt uns: Zu Ihrer Notrz über „Bülows Ziege" gestatte ich mir, das Nachstehende zu bemerken: „Daß es sich bei Bülows Ausspruch um leine Eigenschöpsung, sondern um em Zitat handelt, ist wohl klar. Aber vielleicht hat er denselben Autor zitiert, dem wohl auch Goethe den Ausspruch entlohnt bat, nämlich — das Volk, bei dem sich solche Redensarten bekanntlich durch Jahrhunderte iorterben. Ich erinnere mich, daß in meiner Heuiial — dem Odenwald — die Bauern sich des Ausdruckes häufig bedienen. Allerdings lautet er bei ihnen aus gut 'Aurewällisch": „Wer sich grreh inecht, den sresse die Gaase." Daß aber meine lieben Landsleute erst aut dem Umweg über Goethe aut die „(Saas" gekommen jein sollten, erscheint mir mehr als zweifelhaft; eher dürfte wohl Goethe bei dem „Volke" in die Lehre gegangen jein, und das hat vielleicht auch unser Reichskanzler getan".
Uetz Hausen, 22. Nov. Gestern sand hier unter sehr starker Beteiligung der Lehrerschaft des Bezirks die Einweihung des neuen Schulhauses statt. An der alten Schule hielt Lehrer Gomps, der dort 37 Jahre gewirkt hat,
eine ticfcrgreifenbe Abschicdsrede, sodann setzte sich der Feilzug nach der neuen Schule in Bewegung. Anwesend waren als Vertreter des Grafen von Schlitz der Chef der Hoihaltung Baron von und zu Egloffstem; ferner ftreiSrat v. Bechtold, Rcei§baumei|ler Hechler, der Schulmspcklor des Kreises, Schul- rat Andres, und andere. Mit den üblichen Zeremonien fand die Schlüsselüberrelchung und die Uebcrgabe beS Hauseö an die Gemeinde statt. Die Weihcrede hielt der Geistliche der Gemeinde, Stadipfarrer Hotz von Schlitz. Das Schulhaus ist ausschließlich von Schützer Handwerksmeistern unter Leitung des Herrn StraßenmeisterS Roth auSgeführt; es liegt hoch am Berge und ist eines der praktischsten und schönsten Schul. Häuser, die wir je zu sehen Gelegenheit hatten. Die Kosten sollen 26 000 Mk. betragen, wovon beinahe 2000 Mk. allein auf die prachtvolle, zum Berge führende 30|tufige Treppe kommen. Erne geschickte, fleißige Hand könnte durch gärtnerische Anlagen dies idyllisch gelegene Fleckchen Erde in kurzer Zeit zu einem der schönsten im Schlitzerland machen.
R. B. Darmstadt, 22. Nov. Polizei-Reviertomimssar Hermann Tietze ist heute nacht infolge eines Herzschlages im Alter von 56 Jahren gestorben. Mit dem Dahin- geschiedenen verliert die Polizeibehörde einen pflichtgetreuen und allgemein beliebten Beamten. Er wurde, nachdem er eine elfjährige Militärdienstzeit absolviert hatte und dann zehn Jahre bei der Schutzmannschaft in Frankfurt a. M., zuletzt als Polizeiwachtmeister angeslellt war, am 11. Mai 1889 als Polizei-Reoieckommisfar dahier angeslellt. Tietze machte den Feldzug 1870/71 mit und wurde am 26. August 1870 im Vorgefecht bei Rupingny durch einen Flintenschuß in den linken Oberschenkel verwundet. Wahrend seiner Dienstzeit wurde der Verstorbene mit verschiedenen Orden dekoriert.
Mrchttche Nachrichten.
Evangelische Gemeinde.
CamSlag, den 24. November 19 0 6. In der Stadttlrche.
vormittags 10 Uhr: Vereinigter Zivil- und DlilitärgotteS- dienst zur Feier d«S Geburtstags Seiner Königlichen Hoheit des GroßherzogS. Pfarrer Euler.
24. Sonntag nach Trinitatis, den 25. November: T o t e n f e st.
Hottesdleusi.
Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer Schwabe.
Vormittags 11 Uhr: Kmdertirche für die MarkuSgemeinde. Pfarrer Schwabe.
I« J>ct alte» Friedhofotapelle.
Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Kraus.
Abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der MarkuSgemeinde.
Montag den 26. November, abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Matthäußgemeinde.
Donnerstag, den 29. November, abends 8 Uhr. im MarkuS» faal, Klrchstr. 9: Bibel stunde. 1. Timoth.-Brieh Kap. 4.
Pfarrer Schwabe.
Nächstküilftigen Sonntag, den 2. Dezember, 1. Advent, findet Beichte und heiliges Abendmahl im Hauplgotlesdienst sürMatthäus- und MarkuSgemeinde genreinsam stall.
Weitere AbendmahlS'eiern werden gehalten:
Am 2. Advent im Abendgottesdrenst für die Matthäus- gemeinde.
Am 8. Advent im Abendgottesdienst für die Markus- gemeinde.
Zu beiden wird besonders auch die konfirmierte Jugend ein- geladen. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.
In der Iohavueskirche.
Vormittags 91/, Uhr: Professor D. DrewS.
Vormittags 11 Uhr: Klndergottesdienst für die Lukasgemeinde. Pfarrer Euler.
Nachmittags 5 Uhr: Pfarrassistent Steiner; Liturgische Andacht.
Abends 8 Uhr: Versammlung und Bibelbesprechung int Konfirmandenfaal der Johamieskirche.
Abends 7 7, Ubr im LukaSsaal: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Lukasgemeinde.
Montag, den 26. November, abends 8 Uhr, Bibelstunde im Konfirmandenfaal der Lukasgemeinde. L Petri 8, 1 ff.
Pfarrer Euler.
Freitag den 80. November, nachmittags 57, Uhr, im Lukas- saal: Verewigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Lukas- gemeinde.
Nächstkünstigen Sonntag, 1. Advent, Beichte und heiliges Abendmahl für die Lukas- itui) Johannesgemeinde im Haupt- gollesdrenst. Anmelduritzen vorher bei dem Pfarrer jeder Geuiemde erbeten.
Weitere Abendmahlsseiern werden gehalten:
Am 2. Advent im Abendgottesdrenst für die Johannesgemeinde.
Am 8. Advent im Abendgottesdienst für die LucaS- gemeinbe.
Zu beiden wird besonders auch die konfirmierte Jugend eingeloben. Anmeldungen werden vorher bei dem Pfarrer jeder Ge- niemde erbeten.
Nächstkünstigen Sonntag, den 2. Dezember, wird nach sämtlichen Gottesdiensten eine Kollekte zum Besten unserer Kirchen- kasse erhoben werden.
Katholische Gemeinde.
SamStag, den 24. Nove m bet 1906:
Vormittags 9 7, Uhr zur Geburtstagsfeier Sr. Kgl. Hoheit des GroßherzogS: Militärgotiesdienst.
Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hc»l. Beichte.
Sonntag, den 2 5. November 19 0 6:
2 5. und letzter Sonntag nach Pfingsten. VorniitlagS von 6H. Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beichte.
, um 7 Uhr: Tie erste heil. Meße, vor unb m derselben Austeilung der heil. Kommunion.
w MN 8 Uhr: Die zweite heilige Messe.
„ um 97, Uhr: Hochamt mit Predigt.
Nachmittags um 5'/, Uhr: Christenlehre; darauf Andacht.
Abends um 8 '/, Uhr: Im Neuen Saalbau, früher Steins Garren, Faniilienabend nut Vortrag des H. P'arrers F 0 rschner aus Al a i n z. Eintritt frei. Tie ganze kaiholijche toemeinbe ist hierzu emgeiaden.


