(n den Nordecker Wald, wo in der Nahe des Schlosses die Liedervorträge fortgesetzt werden.
? Bingenheim, 26. Juli. In der vergangenen Nacht wurden die Bewohner, unseres friedlichen Dörfchens plötzlich durch Feuer lärm auS dem Schlafe geschreckt. Es brannte die in diesem Jahre neuerbaute Scheuer des Forstwarts Hinkel. Die rasch bcrbeieilende und tatkräftig eingreifende Feuerwehr hatte das Feuer bald auf seinen Herd beschränkt, sodaß das dicht angrenzende Wohnhaus außer Gefahr kam. DaS Vieh wurde, bis auf eine Anzahl Hühner, gerettet. Der Schaden wird durch Versicherung teilweise gedeckt. Die Ursache des Brandes ist noch unbekannt.
R.-B. Darmstadt, 26. Juli. Die heute nachmittag abgehaltene Sitzung der Stadtverordneten-Versammlung beschäftigte sich eingehend mit der Beratung über Schlachthofangelegenheiten. Zunächst wurde beschlossen, auf dem Schlachtviehhof für 57 000 Mk. ein Häutemagazin zu erbauen, sowie eine Wasserreinigungsanlage und einen Kohlenlagerplatz zu errichten. Die Verzinsung und Amortisation dieser Summe mit jährlich 4000 Mk. fällt der Fleischerinnung zur Last. Ferner wurden die auf Grund der neuen Reichsgesetze nötig gewordenen Polizeiverordnungen über die Schlacht- und Fleischverkaussordnung, die Fleischbeschau- und Trichinenschauordnung, die Freibank, die Gebührenordnung 2C., genehmigt. Nach einer in der Sitzung gemachten Mitteilung schweben z. Zt. wieder Verhandlungen zwischen Stadt und Staat über die Erwerbung der im Privatbesitz befindlichen Dampfstraßenbahnen durch die Stadt.
St. Goarshausen, 26. Juli. Wie der „Frist Ztg.* gemeldet wird, brach in Ehrenthal neben der Rheinbahnstrecke, zwischen den Stationen St. Goarshausen und Kestert Großfeuer aus, wobei mehrere Wohn- und Nebengebäude in Asche gelegt wurden. Die um diese Zeit fälligen Schnell- und Personenzüge konnten erst die Brandstätte passieren, als alle Gefahr beseitigt war, wodurch erhebliche Verspätungen t entstanden.
Frankfurt, 27. Juli. Die Frankfurter Molkereibesitzer chatten an süddeutsche Molkereibesitzer Fragebogen versandt, :um feststellen zu können, ob sie bei einem Milchkrieg auf .auswärtige Milchlieferung rechnen könnten. Von 100 Fragebogen wurden 35 beantwortet, 14 Molkereien erklärten sich bereit, Milch abzugeben. Im ganzen könnten täglich 33 000 Liter geliefert werden. Die Molkereien und Milchhändler glauben mit dieser Hilfe die Forderungen der Landwirte um Erhöhung deS MilchpreiseS ablehnen zu können. Eine Milchpreiserhöhung für das Publikum ist also vorläufig nicht zu befürchten. (Frist Ztg.)
[] Wehrda, 26.Juli. Gestern abend ging ein Luftballon hier nieder. Die Insassen, drei Offiziere, waren vormittags auf dem Truppenübungsplatz „Senne" aufgestiegen. — In Gisse lb er g wurde das dreijährige Kind des Landwirts Gerhard durch den Schlag eines Pferdes getötet.
fc. Weilburg, 26. Juli. Gestern wurden drei Maurer, die Streikposten standen und Arbeitswillige von der Arbeit abhalten wollten, verhaftet. Einer der Verhafteten ist der Vorsitzende der Streikkommission. Die Lage der Streikenden ist im wesentlichen unverändert. Einer der Arbeitgeber bewilligte 38 Pfg. Stundenlohn.
vermischtes.
• Köln, 27. Juli. Zu groben Ausschreitungen kam eS zwischen einer Rotte betrunkener junger Burschen und Bahnbeamten derFrechener Eisenbahn, die den Excedenten die Mitfahrt verweigerten. Diese gingen darauf mit Messern auf das Personal und das Publikum los. Schutzleute zu Fuß und zu Pferde mußten zur Wiederherstellung der Ordnung eingreifen. Sechs Burschen wurden verhaftet, mehrere von ihnen verletzt.
• Ein schweres Automobilunglück. Am 26. ds. nachmittag? überschlug sich zwischen Waldsassen und Mitterteich in der Oberpfalz das Automobil des Prinzen Eugen Murat auS Paris. Der Prinz war sofort tot, der Chauffeur blieb unverletzt. Der Verunglückte ist ein Nachkvmme Joachim Murats, des Schwagers Napoleons I. und späteren Königs von Neapel.
*KleineTageschronik. In Bruckhausen bei Esten schüttete die Frau eines Arbeiters Petroleum in das glühende Heerdfeuer, wobei die Petroleumflasche explodierte. Die Frau wurde tätlich verletzt. 'Ihre drei Kinder, die der Mutter helfen wollten, wurden ebenfalls lebensgefährlich verbrannt. — Ein entsetzliches Eifersuchtsdrama hat sich in T u b i a in Brabant abgespielt. Der Fabrikarbeiter Grisez erdolchte dort auf dem Bahnhofe den Brüsseler Professor Camus, den er irrtümlich für den Verführer seiner Frau hielt. Sodann lief er nach Hause und erstach seine Gattin vor den Augen ihrer sieben Kinder, worauf er sich selbst entleibte. — In Passau fuhr in einem Walde ein Blitzstrahl in eine Holzarbeiterhütte, in der vor einem Unwetter 6 Arbeiter Schutz gesucht hatten. Ein Arbeiter wurde getötet, ein anderer am Auge verletzt, sodaß er die Sehkraft verlieren dürfte, die übrigen wurden betäubt. — Artur Vacca, der Kassierer der Filiale der Banca d'Jtalia in Neapel ist mit seinem Bruder Alfred, der ein Beamter der Volksbank war, geflüchtet. Beide haben Fälschuugen
von mehreren Millionen SZitt begangen. Die Banca d'Jtalia ist u. a. mit 180000 Lire, die Banca commcrciale mit 130000 Lire geschädigt. — In Leeds brach eine große Feuersbrunst auS, die einen Augenblick drohte, auf daS Great Northern Hotel überzuspringen. Nur mit großer Mühe gelang eS, daS Hotel zu retten. Der durch daS Feuer angerichtete Schaden beträgt über 2 Millionen Mark. — Der Newporter verstorbene Multi-Millionär Sage vermachte sein ganzes Vermögen im Betrage von 20 Millionen Pfund seiner Witwe. — Beim Brigadeexerzieren auf der Pahlinger Heide wurde ein Ludwigsluster Dragoner durch ein Sturz getötet. — In Barmen wurde von der Eisenbahn der Kaufmann Karl Lefarth, als er einen kürzeren Heimweg über den Bahndamm nahm, überfahren und getötet. — Frau Lidicke aus Treptow betrat am 25. Juli in Nürnberg die Bayerische Jubiläums - ausstcllung als die Millionste unter den Besuchern. Sie erhielt die ausgesetzte Prämiee, ein Fahrrad.
Aas Trfdjüttetnb eKamUiendrama, das sich am Mittwoch in dem Villenviertel des Darmstädter Vorortes Niedcrramstadt ereignete und drei junge Menschenleben forderte, hat, wie uns heute auch unser Darmstädter Mitarbeiter schreibt, doch allgemeine Teilnahme mit dem unglücklichen Ehegatten erweckt. Der im Ministerium als Hilfsarbeiter beschäftigte Regierungsbauführer Hofmann auS München hatte vor einigen Jahren gegen den verständigen Willen seiner Eltern die, wie eS heißt, vergnügungssüchtige Tochter des Inhabers der Pension „Waldesruh* bei Nieder- ramstadt, Böning, geheiratet und sich auch ganz in der Nähe, in dem Gartenhäuschen der Villa „Jngfried* ein kleines, sehr bescheidenes Heim gegründet. Sie besaßen zwei Kinder von 7 Monaten und 2 Jahren. Der 27jährige Gatte machte öfter photographische Aufnahmen von drolligen Familienszenen und hatte kürzlich auch seiner Frau, die erst im nächsten Monat 21 Jahre alt geworden wäre, ein Fahrrad zum Geschenk gemacht, so daß sie nun gemeinsam häufig größere Radtouren unternehmen konnten. Da die junge Frau oft mit den Kindern den Tag über bei ihren Eltern verweilte, so fiel es auch nicht weiter auf, daß am Mittwoch auf mehrfaches Pochen an der Wohnung nicht geöffnet wurde. Als am Abend der Gatte heimkehrte, fand er Frau und beide Kinder in weißen Kleidern neben einander auf dem Bette liegend tot vor; die Frau hatte erst den beiden Kindern und dann sich selbst eine Kugel inS Herz gejagt und hielt den Revolver noch krampfhaft in der Hand.
lieber die nähere Veranlassung zu der grausigen Tat fehlt jede Aufklärung. Die Gatten hatten am Mittwoch ihren Hochzeitstag und eine unangenehme Erinnerung mag einen Schwermutsanfall bei ihr erzeugt haben. Mit längerer Ueberlegung ist die furchtbare Tat jedenfalls nicht geschehen, denn die Unglückliche hatte in gewohnter Weise auch für die folgenden Tage ihre häuslichen Dispositionen getroffen. Die sichere Handhabung des Revolvers verdankte sie ihrem Manne selber, der sie im Gebrauch desselben unterrichtete, damit sie sich event. auch in dem ziemlich einsam gelegenen Häuschen allein verteidigen könnte. Jetzt hat sie die Waffe in so grausiger Weise gegen sich und die eigenen Kinder gebraucht und sofort sicher ins Herz getroffen. „Mein letzter Wunsch ist, verbrannt zu werden*, schrieb sie vor der Tat auf einen Zettel, und dieser Wunsch soll auch erfüllt werden, denn alle drei Leichen werden heute (Freitag) nach dem Mainzer Krematorium überführt.
Univerditäts-Nachrrlchten.
f 1 Marburg, 26. Juli. Als P r i v a t d o z e n t der philosophischen Fakultät habilitierte sich am Dienstag Dr. L. Schieder- m a i r nach einer Antrittsvorlesung über „Die Bedeutung der neapolitanischen Oper im 18.'Jahrhundert/
Sport.
H o m b u r g v. d. H., 26. Juli. Den Kaiserpreis im Ossi- ziers-Lawn-Tennis-Turnier gewann heute nachmittag Leutnant Lange vom 2. Fußarlillerie-Regimeut in Danzig.
Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.
Voraussichtliche Witterung in Hesse» für Samstag, den 28. Juli 1906: Zunächst noch trüb, jedoch trocken. Am Tage Aufheiterung und etwas wärmer. Schwache veränderliche Winde.
Näheres durch die Gießener Wetterkarte.
Orrginol-Drahtmeldungen.
Berlin, 27. Juli. Mit dem lenkbaren Luftschiff unternahm Major v. Parsefal vom Tegeler Schießplatz aus eine Auffahrt, bei der er jedoch infolge Havarie des Steuers zur Landung an unbeabsichtigter Stellung gezwungen wurde. Der Major und sein Begleiter blieben unverletzt. DaS Luftschiff wurde etwas beschädigt.
Berkin, 27. Jüli. Der Zentralverband deutscher Industrieller hat dem Minister der öffentlichen Arbeiten ein Gesuch um AufbebungderAnschluß- frachten (Uebcrführungsgebühr), welche die Inhaber von Privatanschlüssen zu errichten haben, sowie einen Antrag auf Herabsetzung der Abfertigungsgebühren für alte Massengüter, die auf Geleis-An tag en der Abnehmer oder Em- pfanger verluden oder entladen werden, unterbreitet. Der Verband betont mit Rücksicht auf den immer schwieriger werdenden Wettbewerb der deutschen Industrie auf dem
Weltmarkt, sei die beantragte Verbilligung der Transporte kosten auf den Eisenbahnen dringend notwendig.
Köln, 26. Juli. Der „Köln. Ztg." wird aus Berlin: telegraphiert: Zu Mitteilungen des „Flensborg Avis", des- Blattes des kürzlich verstorbenen dänischen Abg. Jessen,: erfahren wir aus bester Quelle folgendes: Der Unterstaats» sekretär v. Mühlberg hat allerdings in den ersten Mo» naten dieses Jahres zweimal mit Jessen die dänische Optantenfrage besprochen und Jessen die Versicherung gegeben, daß in der Optantenfrage allmählich eine mildere Handhabung der einschlägigen Bestimmungen Platz! greifen werde. Es könne sich hierbei natürlich nicht umj plötzliche Maßregeln handeln, denn die Kontinuität ber; preußischen Verwaltung müsse gewahrt werden. Aber da! der Reichskanzler im Einvernehmen mit dem preußischen! Ministerium ein Abgehen von der bisherigen strengen Durch-: führung der Optantenbestimmungen bereits erwäge, so sei eine parlamentarische Anregung in dieser Hinsicht nicht'; mehr erforderlich. Es ist selbstverständlich, daß bei dieser! Unterredung durch den Unterstaatssekretär Wendungen, wie! die: das Köllersche Regiment sei vorbei, nicht gefallen sind.! Wenn der „Flensborg Avis" andeutet, es seien in ber, Optantenfrage bei der preußischen Regierung und der Reichsregierung Strömungen vorhanden, die auszugleichen wären, so ist das, wie wir nach unseren Informationen feststellen können, zurzeit nicht der Fall.
Eisenach, 27. Juli. Der Bürgermeister Bachmann von Grospenroda wurde zü drei Monaten Gefängnis verurteilt, weil er eine Anzeige gegen den Ortspfarrer mit einem falschen Namen unterzeichnet hatte.
Plauen, 27. Juli. Die 22jährige Krankenpflegerin Hedwig Spränge stürzte von der Geratalbrücke ab und verletzte sich tätlich.
Ludwigstal, 27. Juli. Im bayerischen Walde ging, gestern abend ein sch wereS Gewitter nieder. In Böhmisch- Eisenstein wurde ein kleines Mädchen vom Blitze erschlagen. In Zwiefeler zündete der Blitz ein Haus und tötete zwei Kinder.
London, 27. Juli. Daily. News berichtet auS Aixles BainS, daß der sich zur Kur dort aufhaltende Graf Witte feine Ansicht über die gegenwärtige Lage in Rußland dahin äußerte, daß der Zar diesmal den richtigen Mann als Ministerpräsidenten gefunden habe. Der Zar habe keine bessere Auswahl treffen können. Witte lobte den neuen KabinetSchef, dessen Tüchtigkeit ihm wohl bekannt sei und hob insbesondere die Willenskraft, Energie und politische Ehrlichkeit Stolypins hervor. Witte wünschte dem neuen KabinetS- chef besten Erfolg.__________________________________________
Markte.
Butzbach, 26. Juli. Der heutige Schweinemarkt war mit etwa 1850 Stück Jungvieh befahren. In Ermangelung von Käufern wurden kaum einige hundert Stück abgefetzt. Die Preise waren daher sehr gedruckt. Man bezahlte für sechs bis acht! Wochen alte Ferkel das Paar 35 bis 50 Mack. Einleger wurden fast garnicht gehandelt.
ke. Frankfurt a. M., 27. Juli. Qrrg>Telegr. des „Gieß. Anz/h Viehmarkt. Zum Veckaufe standen 00 Kälber, 00 Schafe und Hämmel, 301 Schweine: 1. Qual. 75—00 Pfg. Lebendgewicht 58.00—00.00 Pf., 2. Qual. 74—00 Pf., Lebendgewicht 57.50—00 Pfg., 3. Qual. 63—65 Pfg. Kälber 1. Qual. 00—00 Ps., Lebendgewicht 00—00 Pfg„ 2. Qual. 00—00 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg., Schlachtgewicht 00—00 Pfa. Schafe 1. Quaftlä: Schlachtgewicht 00—00 Pfg., 2. Qualität 00—00 Pfg. Geschäft: gut, kein lleberftand.
Telefonische Kursberichte
des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Giessen.
Frankfurter Börse. 27. Juli. 1.15 Uhr.
3)6% Reichsanleihe . . 99.25 356 do. . . 87.70 3)6% Konsols .... 99.25 356 do 87 80 3)6% Hessen .... 98.15 3)4% Oberhessen . . . —.— 4 56 Oesterr. Goldrente. . 100.25 4% 56 Oesterr. Silberrente 100.40 456 Ungar. Goldrente . . 95.50 456 Italien. Rente . . . 103.55 356 Portugiesen Serie I . 70.00 356 Portugiesen „ III 70.60 4)6% russ.Staatsanl. 1905 87.10 4)6% japan. Staatsanleihe 94.70 4 56 Conv. Türken von 1903 95.60 Türkeulose 146.50 456 Griech. Monopol-Anl.. 53.70 4 56 äussere Argentinier . 90.50 3% Mexikaner .... —.— 4)6% Chinesen .... 98.40
Aktien:
Bochum Guss 242.70 Buderus E. W . ... 123.70 Tendenz : fest.
Berliner Börse,
Canada E. B 162.40 Darmstädter Bank . . . 138.90 Deutsche Bank .... 235.70 Dortmunder-Union C. . . 85.30 Dresdner Bank .... 157.60 Tendenz: fest.
Elektriz. Lahmeyer . . . 144.00 Elektriz. Schuckert . . . 129.75! Esch weil er Bergwerk . . 250 20 Gelsenkirchen Bergwerk . 222.801 Hamburg-Amerik. Paketf. 157.10 Harpener Bergwerk. . . 209 70 Lanrahütte...... 232.00
Nordd. Lloyd 126.20 Oberschles. Eisen-Industrie 126 50 Berliner Handelsges . . 168.90 Darmstädter Bank . . . 138.50 Deutsche Bank . . . 236.00
Deutsch-Asiat. Bank . . 175.00 Diskonto-Kommandit. . . 182.00 Dresdner Bank . . . 157.30 Kreditaktien 209.40 Baltimore- und Ohio-
Eisenbahn . . . 118.00
Gotthardbahn —.— Lombard. Eisenbahn . . 34.20 Oesterr. Staatsbahn . . . 143.50 Prince-Henri-Eisenbahn . 140.00
27. Juli. Anfangskurse.
Harpener Bergwerk. . . 209.40 Laurahütte 231.80 Lombarden E. B. ... 34.30 Nordd. Lloyd 126.30 Türkenlose —.—
Heuchelheim, den 26. Juli 1906.
[4557
Die Beerdigung findet Samstag nachmittag 6 Uhr vom Sterbehause, Gießener Straße, aus statt.
Todes-Anzeige.
Hiermit Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Gatte, unser lieber Vater, Sohn, Bruder und Schwager
Herr Wilhelm Römer III
Schmied
heute nachmittag 1 Uhr nach längerem Leiden sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen:
Katharine Römer Witwe.
Verein Contentia Giessen
Bekanntmachung.
In unser Handelsregi7er Abt. B wurde bezüglich der Bank für Handel usö Industrie, Depositenkaffe Gießen eingetragen: Der stellvertretende Direktor Eduard Schwarzmann in Straßburg i. Elsaß ist aus dem Vorstand ausgeschieden. Die seitherigen stellvertretenden Direktoren 1. Hermann Marks, 2. Georg von Simson, beide in Berlin, sind zu Direktoren bestellt. Der seitherige Prokurist Siegmund Badenheimer in Berlin ist zum stellvertretenden Direktor bestellt.
Gießen, den 20. Juli 1906.
Großherzogliches Amtsgericht. b®%
Bekanntmachung.
Tas Pachtgeld von Triebvierteln und anderen städt. Grundstücken ist innerhalb 8 Tagen bet Vermeidung der Beitreibung zur hiesigen Stadtkasse zu zah en.
Gießen, den 27. Juli 1906.
B17/r Doepfer, Stadtrechner.
Samstag, den 28. Juli d. I., abends 9 Uhr
HÄjHrlilde @eneralutrianimlung
im Felsenkeller (Bahnhofstraße)
<T\ie Arbeiten einschl. Materiallieferung zur Erbauung eines Dienst- Wohngebäudes mit Nebengebäude für 2 Weichensteller auf Bahnhof Dutenhofen sollen ungeteilt vergeben werden. Verdingungsunterlagen liegen bei der unterzeichneten Geschäftsstelle zur Einsicht ans und können von derselben für 1,50 Mk. ausschl. der Zeichnungen bezogen werden. Eröffnung der mit entsprechender Aufschrift ver-
wozu mit der Bitte um vollzähliges Erscheinen ergebenft einladet I sehenen und vorher einzusendenden verschlossenen Angebote erfolgt v h Der Borstand. am 10. August d. IS., nachmittags 4 Uhr. Zuschlagsfrist 3 Wochen.
■■■■amHHHfiHUiiramKHBal War, 24. Juli 1906. Kgl. Eistmb.-Betriebsirrspettiorr. [DOT/r
Bekanntmachung.
Die Lieferung von 70—80 Zentnern Heu erster Qualität, zur Fütterung des im Schlachthause eingestellten Viehes, soll vergeben werden.
Angebote sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift bis zum 1. k. Mts. bei uns einzureichen.
Gießen, den 25. Juli 1906.
Grvßherzoalick'-e Bürg''rinc'isterei Gießen.
I. V.: Curschrnann. B17/?
Arbeitsvergelmng.
Die nachstehenden Arbeiten zur Erbauung einer höheren und erweiterten Mädchenschule sollen
Montag den 6. August d. Js., vormittags 10 Uhr, öffentlich vergeben werden.
Los II: Schreinerarbeiten im Kellergeschoß
, III: , „ Erdgeschoß
, IV: „ „ 1. Obergeschoß
„ V: „ 2. Obergeschoß
v VI: „ 7 Stück äußere eichene
Eingangstüren.
Zeichnungen, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bet uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitptmkt an uns eiuzureichen.
Zuschlagsfrist 3 Wochen.
Gießen, 26. Juli 1906.
Städtisches Hochbauamt.
Gerbest


