Ausgabe 
26.5.1906 Zweites Blatt
 
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Samstag 26. Mai 1906

Nr. 122

Zweites Blatt

156. Jahrgang

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger, Amts- imd Anzeigeblatt für den Kreis Giehen

mehr alS 50 Ztm. vorspringt.

Der dem Joh. Gg. Pfaff in Liebigstraße befürwortete DlspenS setzung erfolgt, daß der Nachbar

Erscheint »glich mit Ausnahme des EonntagS.

Die©iefctntt LamillrndlStter" werden dem ^Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der ^hesstlch« Landwirt- erfchetm monaUich einmal.

RvtationSdrnck und Verlag da Vrühlfck« UnioerfitätSdruckerei. R. Sange, Gieße».

Redaktion, Expedition «.Druckerei: SchuMr.7.

Tel. Nr. 5L Telegr.-Udr. r Anzeiger Gießen.

der letzten Sitzung für die war unter der VorauS- temcn ©infprud; erhoben irrig, der mündlich vor»

Gesundheit dafür, den Wünschen der Leute möglichst Rech­nung zu tragen. Durch die Benutzung von Brunnenwasser liege immer die Gefahr vor, daß TyphuS entstehe. Dies habe sich in der Lahnstraße gezeigt. Deshalb meine er, daß man bei solchen Fragen die Rentabilität in den Hintergrund treten lassen forte. Vielleicht könne man den Leuten durch Anlage emeS Ventilbrunnens helfen. Er schlage vor, daß sich die Deputation nochmals mit der Sache befaßen solle. Der Vorsitzende weist daraufhin, daß Ecke der Grünberger und Licher Straße ein Ventilbrunnen sei. Stadto. Löber ist ebenfalls dafür, daß den Leuten Rechnung getragen wird.

anlegen. Oberbürgermeister Mecum weiter als den bestehenden Brunnen, und Leib sprechen sich ebenfalls für kommen aus. Letzterer weist noch auf

Die Stadto. Petri möglichstes entgegen» die Notwendigkeit hin, zu sorgen. Stadto.

Sitzung der Stadtverordneten.

Gießen, 26. Mai.

Anwesend: Oberbürgermeister Mecum, Beigeordneter Curschmann, die Stadtverordneten: Brück, Dr. Ebel, Eichenauer, EmmeliuS, Euler, Faber, Dr. Haberkorn, Haubach, Helfrich, Helm, Huhn, Jann, Jughardt, Keller, Kirch, Krumm, Leib, Löber, Loos, Orbig, Petri, Dr. Schäfer, Schaffslaedt, Schwall uud Wallenfels.

Mitteilungen.

Es wird mitgeteilt, daß für den Stadtermeiterungsfonds zwei Wiesen in der Nähe von Wieseck angekauft wurden, die an anderes städtisches Gelände ansloßen. Für die 4500 Quadratmeter großen Wiesen wurden 1500 Mk. bezahlt.

Der Vorstand der Elisabeth-Kleinkinderschule hat schriftlich für die ihm gewordene Bewilligung von 100 Mk. gedankt.

Daugesuche.

Baruch Strauß hat darum nachgesncht, seine Plockstraße 14 und 16 befindlichen Läden, die beide an die Firma Jttmann vermietet sind, durch eine Tür mit» einander verbinden zu können. Da hierzu die Durchbrechung der Brandmauer nötig ist, ist Dispens erforderlich, der unter der Bedingung erteilt wird, daß die Tür aus feuersicherem Material hergestellt wird.

Joh. Gg. Pfaff will an seinen Ecke der Wilhelm» und der Ebelstraße ander letzteren Straße beabsichtigten beiden Neubauten je einen Erker anbringen. Der erforderliche Dis­pens wird erteilt unter der Bedingung, daß der Erker nicht

hatte. Diese Voraussetzung war

gebrachte Einspruch war nur nicht zu den Akten genommen worden. Der Einspruch wurde inzwischen auch schriftlich er- hoben. Die Versammlung beschließt nunmehr, den DiSpenS

im Philosophenwald für Trinkwasser

Kirch weiß nicht, wohin es führen wird, wenn man anfange,

Vielleicht könne man an der Eisbahn einen Sentilbnmnen hält diese Stelle für

nicht zu befürworten.

Das Gesuch des I. Jttmann um Belastung deS Firmen­schildes am Haus Plockstr. 14/16 wird genehmigt gegen eine Stimme. Sto. Krumm sprach sich gegen die Genehmigung aus. Sto. Schasfstädt bemerkt, daß er es (wie in der letzten Sitzung Stv. Haubach) für nötig halte, die Be­stimmung über die Schildergröße von der Breite der Straße abhängig zu machen. Stv. Jann meint, man solle keine nachträglichen Genehmigungen erteilen. Stv. Kirch will die jetzigen Bestimmungen beibehalten wisten.

Städtische Straßenangelegenheiten, Banken und Lieferungen.

Es hat sich die Zweckmäßigkeit der Aenderung des Bebauungsplans zwischenMi11elwegundVeterinär- klinik herausgestellt, und die Versammlung stimmt den vorgeschlagenen Äenderungen zu.

Der Vertrag über einen bereits früher abgeschlossenen Geländetausch zwischen der Stadt und Hch. Becker II. Eheleuten in der Löwen- und Katharmengaste findet Ge­nehmigung. Die Stadt erhält 18 Quadratmeter Gelände und

außerhalb deS Bebauungsplans die Wasserleitung hinzulegen, ist aber auch dafür, daß den Leuten entgegen gekommen wird. Stadtv. Schmal! bemerkt, die in Frage kommenden Leute hätten ein gewisteS Recht auf Wasserversorgung und wende! sich dagegen, die vorhandenen Ventilbrunnen zu beseitigen. Die Stadto. Schm all und Wallenfels sind ebenfalls für nochmalige Prüfung der Sache in der Deputation. Auf die Frage des Sladtv. Emmelius, ob die Wasterversorgung auch für den durch die 5 analisation hervorgerufenen Mehr­bedarf ausreiche, antwortet der Vorsttzende bejahend. Auch für diesen Sommer sei fern Wassermangel zu befürchten, da man jetzt schon bedeutend mehr Wasser habe und durch die :m Gang befindliche Vergrößerung der Anlagen sei eine weitere Vermehrung der Wastergewmnung gesichert

Der Antrag auf nochmalige DeputationSderatung findet Annahme.

Kabellegung für daS Theater.

ES hat fich als zweckmäßig herausgestellt, für die Zu­führung deS elektrischen Stromes in das Stadttheater ein selbständiges Kabel zu legen, damit bei den dort nötigen plötzlichen und gleichzeitigen Ein- und Ausschaltungen zahl­reicher Lampen Schwankungen in der Lichtstärke bei den anderen Abnehmern vermieden werden. Es wird beantragt, für die freihändige Beschaffung der erforderlichen Kabel einen Kredit von 43 000 Mk. zu bewilligen. Ferner wird die Be­willigung von weiteren 20 000 Mk. für den Fall beantragt, daß die 'staatliche Irrenanstalt an das Elektrizitätswerk gleich­zeitig angeschlossen wird, was zweckmäßig wäre. Eine baldige Bestellung der Kabel roäfe umsomehr angebracht, als aller Voraussicht nach die gegenwärtig stark schon steigenden Kabel-

meister Mecum führt auB, bis jetzt sei daS Jugendfest glücklicherweise ein allgemeines Fest gewesen. Nur einzelne Lehrer hätten fich ausgeschlosten, aber die Kinder seien sämt­lich beteiligt gewesen. Man solle das Fest nicht auS der Hand geben und in der seitherigen Weise feiern, damit es nicht das Fest einer politischen Partei werde. (Bravorufe.) Stv. Eichenauer wird auS den vom Oberbürgermeister angeführten Gründen für das Jugendfest in diesem stimmen. Sto. Schmal! bemerkt, die Politik habe nichts mit dem Fest zu tun und man solle die politischen Gegen­sätze nicht schon in die Jugend hineintragen. Sto. Kirch wendet sich ebenfalls gegen Krumm. DaS gute Gelingen des Festes werde der beste Beweis dafür sein, daß Krumm un­recht habe. Stv. Krumm spricht nochmals im Sinne seiner früheren Aeußerungen. Er habe damit gesagt, wenn die Stadt das Jugendfest wegen anderer Feste aiiSfallen laffe, werde seine Partei so frei fein, in ihren Kreisen ein Jugend- fest zu feiern. Von einer politischen Beeinflussung der Kmder könne dabei keine Rede sein.

Nahezu einstimmig wird darauf beschloffen, daS Fest

preise noch mehr steigen werden.

Stadtv. Schasfstädt regt an, angesichts der hoben geforderten Summe lieber mit der Sache zu warten, bis sich der Staat bezüglich des Anschlusses der Irrenanstalt fest ent- chlassen habe. Wenn dies nicht der Fall sein werde, fei zu erwägen, ob die Versorgung des Theaters nicht auf einem anderen billigeren Wege erfolgen könne. Stadtv. ® m m e l i u y pricht sich in ähnlichem Sinn au5. Auch Stadtv. Löber will nochmals geprüft haben, ob die geplante Versorgung des Theaters in dem vorgeschlagenen Umfange unbedingt nötig fei. Stadtv. Krumm hält e§ für zweifelhaft, ob das Theater oviel Licht brauche und vermißt eine Rentabilitätsberechnung. Stadtv. Haubach führt au5, eine Rentabilität der Anlage ei vorhanden, wenn auch faum in der sonst üblichen Höhe. Die heutige Forderuiig falle nicht dem Theater zur -alt, sondern dem Elektrizitätswerk, das aus der Anlage ja auch Einnahmen erziele. Stadtv. Schmal! hält den heutigen Vorschlag für einen Sprung ins Dunkle und meint, man solle zunächst bei auswärtigen Städten, in denen ähnliche Verhältnisse seien, Erkundigungen einziehen. Stadtv. Li r u m m meint die Sache bleibe auf alle Fälle an der Stadt hängen und fragt, ob die vorhandenen Kabel nicht für den Anschluß des Theaters ausreichend seien. Der Vorsitzende verneint dieses Stadtv. Haubach erklärt, alle heute vorgetragenen Bedenken seien auch in der Kommission schon besprochen worden und erklärt auf eine Frage des Stadtv. Petri, da,; selbst- verständlich auch Notbeleuchtung vorgesehen sei. Nach^we.teren Bemerkilngen des Vorsitzenden sowie der Stadtvv. L-chaff- städt, Krumm und Kirch wird der Antrag der Deputation mit Majorität genehmigt.

reichende Löhne sorgen.

Gesuche um Erlaubnis zum Schankwirtschafts- betrieb von Adolf Kremer für Hammstraße 14 und E. L. Fei del für Sonnen st raße 8 (Kaiserhof) werden befürwortet. . , .

Stadtv. Haubach regt an, Vorkehrungen gegen das Staubaufwirbeln bei dem Betrieb der Kehrmaschine zu treffen, Stadtv. Brück wünscht das gleiche, wenn die Straßen zn naß und schmutzig sind. .

Stadtv. Euler erinnert an den früheren Beschluß, keine Schaubuden u. s. w. mehr auf Oswalds Garten zuzulaffen. Nach einiger Debatte wird erneut beschloffen, mit Ausnahme von größeren Zirkusiinternehmungen Oswalds Garten nur noch, soweit Abschlüffe bereits vorliegen, für Schaubuden m Anspruch zu nehmen. .

Stadtv. Faber regt an, die Brunnen am Krieger- denkmal gleichmäßig laufen zu lassen. Stadtv. Hau b ach unterstützt dies und schlagt vor, den Springbrunnen tn der Cftanlage nachts abzustellen. Das dort gesparte Waffer könne mn Kriegerdenkmal verwendet werden. Stadtv. Petri regt ein zeitweiliges Bespritzen des Kriegerdenkmals an, um den Ruß zu entfernen.

eine Erklärung.

Stadto. Hanbach verlieft in Verhinderung des Stadto. Dr< Schäfer folgende, von diesem verfaßte Mitteilung über die Beilegung der Differenzen zwischen Beig. Georgi und Stadtv. Helfrich: t

Meine Herren 1 Sie hatten in der letzten^tadtverordnelensitzuna den Wunsch ausgesprochen, daß sich ein vchiedsgerfcht dude nut der Ausgabe, die zwischen den Herren Georgi und Hennch schwebenden Tinerenzen auszugleichen und zu befestigen. .

In dieses Schiedsgericht sind ans den Wunsch der Beteiligten eingetreten für Herrn Georgi, Kollege Haubach, und für Herrn Helirich, Kollege Kirch, die wieder als dritten oder Domtmn mente Person bestimmt haben.

Im Namen des Schiedsgerichts und unter der Zustimmung der Herren Georgi unb Helirich habe ich nun folgendes mitztstellen:

Herr Beigeordneter Georgi erklärt: Es sei ihm nicht mehr erinnerlich, ob er in der Stadtverordneten sitzung vom 5. April den Ausdruck gebraucht habedie Lokalkommission und in ihr Herr Helirich habe bei der Abschätzung des iraglichen Geländes gewisse Nebenrücksichten genommen*. Auch habe er den Bericht des (Siebener Anzeigers über diese Sitzung nicht gelesen. Wenn er aber

Das Jugendfest.

Der Schulvorstand hat kürzlich darüber verhandelt, ob das Jugendfest in diesem Jahr gefeiert werden soll. Die Mehrheit (6 Mitglieder) hat Bedenken, dies zu tun, weil zwei grötzere Feste in Aussicht stehen (Lahntal-Sängerfest und 60 jähriges Jubel» fest des Turnvereins) und schlägt deshalb vor, das Jugend­fest auf das nächste Jahr zu verlegen. Die Minderheit (3 Mitglieder) ist für Abhaltung deS Festes m diesem Jahr.

Stv. Schasfstädt hält es für praktischer, das Fest zu einer früheren Jahreszeit zu halten, da eS im August im Philosophenwald zu staubig sei.

Die Stv. Helm und Wallenfels sprechen dafür, das Fest im nächsten Jahr zu halten, ebenso Stv. Petri. Stv Jann ist der Ansicht, das Jugendsest set m gewißer Beziehung ausgeartet. Es werde nicht >nehr so allgemein gefeiert, wie früher. Im Mai und Ium das Fest zu halten, sei zu früh, auch würden die Schulen wegen der damit ver» bundenen Störungen kaum darauf eingehen. Stv. Krumm meint, daß sich ein Teil der Leute von dem §est fernhielte, .veil sie an einem allgemeinen Fest nicht teilnehmen wollten. Er und seine Freunde hätten kein Jntereffe an dem Jugend­sest, seine Partei werde, wenn das Fest ausmlle, schon da.ur sorgen, daß die Kinder des eigentlichen Volkes ihr Jugend- fest bekämen. Die Zeit des seitherigen Jugendfelles iei vor» bei dazu sei die soziale Zerklüftung zu groß. Oberburger-

gibt 13 Quadratmeter ab.

Die Einrichtung von Räumen für das Archiv m der vormals Dr. Weberschen Besitzung hat gegen den Voran­schlag 50 Mk. Mehrkosten verursacht, die benötigt werden.

Für die höhere und erweiterte Mädchenschule wurde bei der Ausschreibung der Unterhaltungsarbesten ver­schiedentlich der Voranschlag überschritten. Für^d.e zu 115 M . veranschlagten Schreinerarbeiten wurden 119 Mk. verfangt, die bewilligt werden. Für die zu 175 Mk. veranschlagten Zimmerarbeiten wurden 278 Mk. bezw in emer weittren Offerte, die nachträglich einher, 267 Mk. verlangt V beschloß, die Arbeiten von städtischen Arbeitern aussuhren zu lassen und daS Holz freihändig zu kaufen und hofft, hierbei innerhalb der Voranschlagssumme zu bleiben.

Bei der Erbauung einer israelitischen Zeichen- Halle hat der Unternehmer Schmoll bei der Stemhcferung nicht den städtischerseits gefielen 9(nforberungen

Da der Briefwechsel mit ihm kein befriedigendes Ergebnis gehabt hat, beschließt man, den Vertrag zu lösen. zunächst erforderlichen Steine sind inzwilchen schon anderwe,t g bestellt worden, sodaß der Fortgang des Baues gesichert ist.

Der Vertrag mit der Militärverwaltung wegen Er­bauung militärischer Gebäude durch die Stadt wird nut den gegen den Vertragsentwurf des MilitarstSkuS von bet Misst- sch-n Kommission 'beschloff°n-n Sknberungen guigetje-Ben Gs bandelt sich um Wohnungen für verheiratete Unter off ixiere die zwischen die Kaserne und den Schutzenho uff iLgen D°r Vertrag lauf. aus so Jahre m.

kann dann gekündigt werden, der Grund und Boden st nut 4 Proz und der Gebäudewert nut 6 Proz. zu verzinsen.

Wasserleitung in den Eichgarten.

Von einer Anzahl Anwohnern in den Eichgärten (un ganzen 8) liegt ein Gesuch »>- dortigen Hauser und (Bärten an di- städtische Wasserleitung anzuschl.eßen. Die Sache würde 1650 Mk. Anlagekoslen erfordern Em An- lieaer bliebe unangeschlossen, wenn dieser eben,all? ange- schloffen iverden'womE würde die Anlage 2050 Mk -r.ordenn <^ie Wasserdeputation beantragt Ablehnung des Gesuchs. C handelt sich um Grundstücke die außerhalb des^ Bebauungs­plans liegen, deren Besitzer sich asto selbst frn Waffer uno SX foraen haben. Die Zuleitung mußte aus einem Weg X ' d?r wohl niemals in städtischen Besitz überge b die Anlieger sich zu einer Zahlung von ,ahrstch kb Mk wie sein^-it die Bewohner d-S NohrungSberges. verst^ehen würden, würde eine genügende Aerzm(ung des -In- ^'^Lw."^H°berk7rn ist im Jntereffe der öffentlichen

diesem Vergleich zu. , Ijr ,

Dasselbe geschieht wegen der gleichartigen Forderung der Firma E.'Pistor Nachfolger, die sich auf 5000 Mk, beläuft. . ,

Die seinerzeit beschlossene Uebernahme der Kosten der Hauptfeldwege und der Hauptabzugskanäle bei der Feld- bereinig ung rechts der Lahn wird insgesamt 80000 Mk. erfordern. Nunmehr liegt die genaue Abreck)- nung für einen Teil der Arbeiten vor, der 56000 -UtE. erfordert. Der Betrag wird bewilligt, abzüglich der Kosten für 2 Gräben, die nicht als Hauptentwässerungsgraben anzusehen sind. Stadtv. Helfrich hält die Kosten nicht für übermäßig, zumal die Grasnutzun^ erheblich gestiegen ist und die Wertsteigerung des Geländes bei der Ver­mögenssteuer zum Ausdruck kommen wird.

' Die Ar beit er au den Fundament ierungs ar beiten des Stadttheaters bitten um eine Entschädigung, da sie nach der schweren Arbeit im Winter nicht an dec leichteren Sommer­arbeit am Theaterbau teilnehmen können. Man beschließt Ablehnung des Gesuchs, nachdem sich Stadto. Krumm für Ablehnung ausgesprochen hat mit der Begründung, die Ar­beiter sollten sich nichts schenken (affen, sondern sich für auS*

in diesem Jahr abzuhalten.

Verschiedenes.

Der Abschluß des K a u f v e r t r a g e s mit den H. W i n n, Eheleisten über Straßenland zur großen Mühlgasse hat sich durch Verhältnisse, die außerhalb des Verschuldens der Stadt uud des H. Winu liegen, verzögert. Winn fordert deshalb den Ersatz von ihm entgangenen Zinsen in »öhe von 101,95 Mk. Man beschließt Ablehnung.

c (Siu Gesuch des Hch. Kröck V. von Heuchelheim um Erlaubnis zur Wasserentnahme aus dem Krop- bach zur Füllung seines Eisteichs wird unter der Be> bingung der Sicherung des Ufers unt> Zahlung einer jährlichen Anerkennungsgebühr von 1 Mk. genehmigt.

Der Schadenersatzanspruch des H. Fortsch für den ihm bei den Kanalisationsarbeiten entstandenen Schaden ist vom Reichsgericht anerkannt worden. Die Eiitschädigimg ist im Vergleichungsweg auf wXXJ _UIL festgesetzt morden, für welchen Betrag ausreichende Deckung für die Stadt vorhanden ist, einmal durch die von Jager u. Rumpf einbehaltene Summe, ferner durch die be­stehende Haftpflichtversicherung. Die Versammlung sttmmt