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Amtliche Nachrichten über Viehseuchen.
Ju einem Gehöfte zu Burg- Gemünden (Kreis Alsfeld) ist die Schweineseuche amtlich festgestellt worden und über dieses Gehöft die Sperre verhängt.
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Partei anzunehnten. t ,
Abg. Dr. Hie der (irntl.) erklärt, auch seine freunde lehnten den Antrag des Zentrums in allen feinen Seilen ob. Sie hielten die Ausdehnung des Reichsgesetzes auf das kirchliche Landesrecht für durchaus unerwünscht. In einer Reihe von Bundesstaaten lvürden nach Annahme dieses Antrages Kornpeteuzkouflikte zivischen Kirche und Staat entstehen und der fontc|fionel(c Friede würde nicht gefördert fouderu gefährdet. Auch seine freunde bcflrittcn die Körnpeteuz des Reiches für diese Frage. ... .
Abg. Schrader (freis. Vgg.) erklärt, die sreismnige Vereinigung halte an ihrem früheren Staiidpunkle fest; sie nimmt den ersten Teil des Antrages Hompesch an, lelpit aber den zweiten bezüglich der Religionsgememschafleii ab. Wir stimmen aber auch dein Anträge der beiden Volksparielen zu, weil er eine schätzens werte Erweiterung des ersten Paragraphen bietet.
Graf Posadowsky ist. inzwischen im Saale erschienen).
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Abg. Gamp lRp.): Das Zentrum ermögliche es seiner Partei nicht, ihm einfach zuzustimmen. Jlw erscheine der Weg, den der Antrag Stöcker zeige, gangbarer. Er glaube, eine Rcsa- lution wäre überhaupt unnötig. Tie einzelnen Landesregierungen sollten von selbst die Schärfen der Gesetzgebung vermeiden. Tie Toleranz lasse bei den einzelnen Vertretern der Konfessionen sehr viel zu wünschen übrig. Seine Partei lehne den Antrag ab.
Abg. Stöcker (wirtsck. Vg.) befürwortet die von ihm eingebrachte Resolution, welche den berechtigten Beschiverden deS Zentrums abhelfen werde. Tie vorhandenen kleinlichen Beschränkungen sind doch nur die Reste einer früheren Zeit. Ich bezweifle, ob jetzt der richtige Zeitpunkt zur gesetzlichen Regelung des ungeheuren Gebietes bev Verhältnisses von Staat und Kirche ist.
Wg. Frhr. v. Her kling (Ztr.): Das Zerrtrum werde nicht aufhören, den Antrag immer wieder einzubringen, um die Beseitigung der rückständigen Bestimmungen auf dem Gebiet der Religionsübung zu erreichen. Das sei das Ziel seiner Freunde. Der Antrag dos Abg. Dr. Müller-Meiningen erscheine überflüssig, denn er wolle nick^ anderes als das Zentrum. Es sei selbstverständlich, daß der Staat den Begriff Neligionsübung auszulegen und zu bestimmen habe. Die Freiheit der ReligionÄ- übuiig solle allen Staatsangehörigen gleickMästig zu Gute lammen. Die heutige Verhandlung sei vom Geiste der Versöhnung getragen und er, Redner, sei für die Zukunft mit den besten Hoffnungen erfüllt.
Damit schlließt die Debatte. §T wird nach dem Anträge Dr. Müller-Meiningen angenommen. Der Paragraph hat jetzt im Wesentlichen folgenden Wortlaut: „Volle Glaubens- und Gewissensfreiheit ist innerhalb des deutsch en Reicks jedem gewährleistet. Der tpenust der bürgerlichen und staatsbürgerlichen Reckte ist unabhängig von dem Zicligionsbekennt- nis. Den bürgerlichen und staatSbürgerlickren Pflichten, darf durch die Ausübung der Religionsfreiheit lein Abbruch geschehen." Außerdem soll und) dem Anträge derselben ^geordneten ein Sin eingeschaltet werden: „Niemand ist verpflichtet, seine oder jciner Angehörigen Glaubensmeinung oder Zugehörigkeit zu einer Glaubensgemeinschaft einer Behörde zu offenbaren. Auch dürfen keine regelmäßigen Auszeichnungen über Glaubensmeinung oder Glaubensgemeinschaft von staatlichen oder komnmnalen Behörden vorgenommen werden. Unberührt bleiben reickSgesetzliche Bestimmungen."
Wg. Dr. Müller- M c i n i n g c it begründet kurz den § la.
Abg. Dr. Spahn (Str.) erklärt, die Bestimmung tun Schluß
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trumsantrag etwas abweichende Fassung vor.
Wg. Bachem (Ztr.) befürwortet dw Fassung des Zeutrums- antrageS. Man darf die Dissidentenkinder nicht zur Teilnahme am Religionsunterricht zwingen, wenn man sie nickt direkt zu religionsfeindlichen Menschen erziehen will.
Wg. Hof smaun-Berlin (Soz.' polemisiert gegen die Vorredner, namentlich gegen Stöcker und sagt: Stöcker bedauerte einmal eine meiner Reden int Interesse der Religion und Bildung, er nahm Anstoss Sn „das" schleckte Deutsch Stürmische Heiterkeit). Ick denke: besser schlechter Grammatiker und ein freier Manu, als ein Kneck i des Großkapitals und eine Physiognomie und Manieren eines l>errschaftlicken Mischers! (Stürm. Heiterk.)
Nach weiterer Debatte lehnt das'Haus den freisinnigen Antrag ab und nimmt bim § 4 mit dem Antrags der Sozialdemokraten au.
Nunmehr vertagt sich das Haus. Näckste Sitzung Donnerstag : Interpellation der Sozialdemokraten wegen A u s w e i s u ng der Russen und Fortsetzung der heutigen Beratung.
KekmmtmachMg.
Vom 8. Mai ls. Js. ab bis auf weiteres beginnt der Auftrieb von Vieh auf den Viehmarktplatz am jeweiligen ersten Viehmarkttage um 6 Uhr vormittags, am jeweiligen zweiten Viehmarkttage um 7 Uhr vormittags. .
Gießen, den 3. Mai 1906.
Groß',). Pvlizckamt Gießen.
Herberg.
liehen- bar.
acht
r. 10.
des § la „unberührt bleiben reichsgesetzliche Borfck'ristcn" nriirbe den Inhalt des Paragraphen zwecklos machen. Seine Freunde könnten den Paragraph in dieser Fassung nicht annehmen.
Wg. Dr. David (Soz. : Die Sozialisten stimmen für den freisinnigen Antrag, <y>eiiti>ei( in oj^rer Fassung,
Aog. Xi. Müli^r-Mefn inZei' (fr. Vp.) zieht den Antrag betreffend den § la zurück und behält sich die Wiederein- cinbriugung bei der 3. Lesung vor.
Das Haus nimmt debattelos die §§ 2 und 3 des Zentrumsantrages an, wonach die Eltern d as R el i g ionsb eken ut- n i s, in dem ein Kind zu erziehen ist, zu bestimmen haben. § 4 des Zentrumsantrages verbietet die zwangsweise Heranziehung des Kindes zum Religionsunterricht oder zum Gottesdienst, welcher der religiösen Ucber- zeugung der Erziehungsberechtigten nicht entspricht. Die Sozialisten beantragen die Streichung der Worte hinter „Gottesdienst". — Die beiden Vollsparteicn schlagen eine vom Zeit
lich dem Studium der Theologie zuwenden, immer geringer. Zur theologischen WahlfähigkeitSprüsung, die in den nächsten Tagen vor dem Landeskonsistorium in Dresden stattfindet, haben sich diesmal nur 15 Kandidaten der Theologie angemeldet, und von den 517 Abiturienten, die diesmal an den sächsischen Gymnasien daä Reifezeugnis erhielten, haben sich nur 51 gegen 67 im Vorjahre für das Studium der Theologie entschieden. Während vor 20—25 Jahren stets 500 bis 600 studierende der Theologie an der Universität Leipzig immatrikuliert waren, betrug deren Zahl trog erheblicher Zunahme der Gesamtzahl der Studierendeii (mindestens 30 v. v.) im letzten Winter nur 332. Man geht sicher nicht fehl in der An« nähme, das; diese wachsende Abneigung gegen das Studium der Theologie in erster Linie auf die ft r c g orthodoxe Richtung zurückzuführen ist, die in den leitenden und maßgebenden theologisehen Streifen Sachsens schon seit Jahren
Heer ttttfc Flotte.
- Eine ganze Reihe alter Generale, die vor 50 Jahren, am 2. Mai 1856, aus dem Kadettenkorps in das prcmmd.c^ecs ein* getreten find, begingen gestern ihr sÜnfzigjähri Militär- ubrtäum, tust er ihnen Generalleutnant z. 2. Hermann v Ehappuis. Dieser zeichnete sich 1870 als Kompagniechef int Kaiser Franz-Regiment hervorragend aus und erhielt für seine besonders bei Le Bourget am 21. Dezember bewährte Tapferkeit das Eiserne Kreuz I. Klasse. Später hat er das Inf.-Regt. 115 in Dar m stadt und die 44. Jnf.-Brigade in Kassel kommandiert. 1893 lrat er als Generalleutnanl in den Ruveuaud.
Karl^inentarLsches.
Berlin, 2. Mai. (S t e u e r k o m m if s i o n des Reichstages.) Bei der Beratung des M a n t e l g e s e tz e s zu den Steuervorlagen hält Reichsjchatzsekretär Freiherr v. Stengel es nicht uir möglich, das Gesetz vom 1. Juli 1906 ab in Kraft treten zu lassen. Das Umdrucken der Fahrkarten nehme allein schon eine geraunte Zeit in Anspruch. Der 1. April 1907 sei der früheste Termin. § 1 wird angenommen. Die Beratung deS § 2, Anteil des Reichs an der Er b j ch a f ts st e ii e r und deS 8 3, ungedeckte Matrikularbeiträge wird verbunden. -nnanz- minister Freiherr v. Rheinbaben bittet, noch in letzter Stunde den Wünschen der Regierung bezüglich dieser Paragraphen gerecht zu werden. Tie Bundesstaaten wären geneigt, zwei Drittel der Erbschaftssteuer an das Reich abzugeben. Es sei daher der Wunsch derselben auch gerechtfertigt, vor lingemessenen Matrikillarbeiträgeii gesichert zu sein. ,
— DieBudgetkommt, slon des Reichstages nahm bei der Beratung der M i l t ä r p e n s i o n S g e s e tz e § 10 des MannschaftsgesetzeS an, der die Vollrente für die Taner völliger Erwerbsunfähigkeit für Feldwebel auf 900, Sergeanten 720 Unteroffiziere 600, Gemeine 540 Mk. festsetzt. Em höhere Sätze verlangender Antrag der Sozialdenrokraten wird a b cclclmt.
utjd/cr Reichstag.
92. Sitzung vom 2. M a i 1906.
Auf der Tagesordnung steht die zweite Beratung des sogenannten
Tolerauzantrageö.
Antrag Hompesch betreffend Freiheit der Religions- Übung. — Stöcker (wirtschastl. Vereinig.) und Genossen bringen eine Resolution ein, wonach die in den einzelnen Bundesstaaten noch besteheiiden Beschränkungen der Freiheit des Bekeuut- nisses usiv. im Wege der Landesgesetzgebung beseitigt werden sollen. — Ferner liegen zu dem ZentrumSainrage einige sozialdemokratische Abänderungsänträge vor. — Die Freisinnige V olkspartei und die Deutsche Volkspartei beantragen folgende tfQffuiig bc5 § 1: „V olle Glaubens- und G ; w i s s c >' s f r e r h e > t ist innerhalb des Deutschen Reiches jedem gewährleistet. Danach steht die Freiheit des religiösen Bekenntnisses jedem Emwohuer deS Reiches zu. Der Genuß der bürgerlichen und staatsbürgerlichen Rechte ist unabhängig von dem religiösen Bekenntnis". — Ferner beantragen fie einen neuen § 1 a., wonach niemand seine Zugehörigkeit zu einer Glaubensgemeinschaft ii offenbaren braucht oder von den Behörden da- r über betragt werden darf, und sodann eine andere Fassung des § 4 a. betreffend den Religionsunterricht.
Abg. G r ö b er (Zentr.): Tie Gleichberechtigung aller Religionsbekenntnisse der Angehörigen des Staates ist anerfaimt durch eine Neichsgerichtsentscheidung ans dem Jahre 1898. Leider bestehen nber'nod) in einzelnen Bundesstaaten andere Grundsätze und landesgejetzliche Bestiinnitnigen, die die Religionsübung von staatlicher Erlaubnis abhängig machen, lieber die religiösen Bedürfnisse der Angehörigen einer Glaubensgemeinschast sollte der Staat iilcht entscheiden. Es bestehe ein Widerspruch zivischen der staats- rechtlich gewährleisteten Gleichheit aller Staatsangehörigen und der" ungleichen Behandlung der Glaubensgemeinschasteii. Die hier zu elitscheidende Frage sei ferne Frage der Gnade, sondern eine Frage des Rechtes. Seitdem unser Antrag zuerst eingebracht worden ist, ist Alles beim Alten geblieben. In Sachsen wie in Braunschweig sind nach luie vor viele deutliche Intoleranzen nicht von der Tagesordnung verschwunden.
qlbq Dr. David (Soz.): Wenn schon Mitztraiien im all- nemenieit keine politische Tugend ist, dem Zentrum gegenüber niuß fie geübt werden. Das letzte Ziel der Antragsteller wird nicht betont und von den Antrag-Gegnern vielleicht besser ertaimt als von den Antragstellern. Will das Zentrum sich auf einen moderucu Standpunkt stellen, wie es der Freiherr v. Hertling letzthin aus- ae'prochen hat, so soll es sich dann aber hüten, nach nuttelalter- licher Art zu kämpfen. Tarin stimmen wir dem Zeutriim zu, das; der religiösen Propaganda von den staatlichen Behörden kein Hindernis in den Weg gelegt werden darf. Im Gegeiisatz zu der katholischen Kirche fehlt es der evangelischen an dem Selbstvertrauen ui ihrer werbenden Kraft. Sie entbehrt jeder Exlstenzberechtignng und besteht nur noch von Staatsgnaden. Wir verwerfen jeöe Glaubens- und Freiheits-Beschränkung, zumal jebc Beschränkung eine Kraftquelle für das Zentrum und lebe G aubensgenieinschaft ist Wr möchten der katholischen Kirche gern die bisherigen Gemüts- erschütterungsmittel ncljmen. Sie sollen nicht sagen können, daß man ihre Freiheil nehme, um damit Proselyten zu machen.
"stbg Hennig lons.): Wir haben uni er e ablehnende Haltung nicht'geandert. Zunächst bestreiten wir die Kompetenz des Reiches m dieser Frage. Wir haben im Jnterefie der evangeltzcyen Landes- tirche alle Ursache, uns gegen diesen Antrag zu wehren und du nvel Drittel der Bevölkernng, die evangelisch fei, vor der Heber- macht der katholischen Kirche zu schützen.
Abg Dr. M ü 11 e r - Menungen sagt, seine ^reunde lehnten nach wie vor den zweiten Teil deS Toleranzantrages ab, erkennen aber in seinem ersten Teil eine Grundlage, um auf ihr brauchbare Besiimmiingen auiziibauen. Sie fordern in ihrem Anträge gesetzliche Garantien voller Freiheit deS Glaubens, aber auch der Kon- iessionslosigkeit. Da fei eine ausschlaggebende Grundbedingung. Im Interesse des religiösen Friedens bitte er, die Anträge seiner
Hauptübimg bet Wehr statt.
** Die Tabakskreuzer des alten 58 e t e r a n e it. Ein Geistlicher aus dem S ck l i tz e r L ä n d ch en erzählt falgenbe Begebenheit, die er vom Bürgermeister von Hartershausen (Kreis Lauterbachs erfahren hat. Ein dortiges Gemeindenntglied begegnete dem Kaiser auf einem Spaziergang in der Nabe des gräflid Görtzscken Schlosses. Ter Kaiser redete den alten Mairn an und fragte ihn, ob er nock> recht fleißig fei. „Ach, cs geht e so" „Wieviel verdient Ihr denn täglich?" „Ich verdien'eigentlich nichts: ich toerde von der Gemeinde unterhalten, manchmal gibts noch ein paar Tabakskrciizer." „Wieso, könnt Ihr denn nimmer arbeiten?" „Ach, nein! ?sct> hab drei Z-eldzüg' mst- g'macht' 64, 66 und 70." „Und Ihr fliegt teilte Invalidenrente^ „Nein. Tie Kugeln haben mich alle versckont, keine hat mich getroffen; aber ick kann nicht mehr so recht fort." Einen Blick auf den Kaiser werfend, fuhr der alte Veteran fort: „Gelte, Sic find wohl ggr fo einer von des Küsters feine £cut int Schlosst so ein, na, wie hecht man's denn: Adjutant." Ter Kaiser "antwortete darauf ausweichend, griff in die Tasche und drückte dem alten Krieger ein Goldstück tn die Hano: „Ein Verblüfft srutzte Der ein Weilchen, dann
cii, Hechte, de,«abltau, ujiD. ztz de« isen. Tagl^ f) vom hang' jschhas
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vorherrscht.
Ans SiaOt uno tt-ano,
Gießen, den 3. Mai.
" Ordensverleihungen. S. K. H. der Groß- herzog haben dem Hofkutscher Friedr. Papst das Dienst- ehrenzeicheti für 25 Dienstjahre, dem cvang. Pfarrer und Kirchenrat Eduard Koch zu Fränkisch-Crurnbach anläßlich seiner Versetzung in den Ruhestand die Krone zum Ritter- kreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des GroßmütigeM und der Krankenpflegerin deS Alice-Fraucnvereins für Krankenpflege Schwester Will). Toffel zu Rimbach i. O., fowie der Krankenpflegerin der Schwesternschaft des Stadtkrankenhauses zu Offenbach (außerord. Zweigvereins des Lllice-Frauen- vereins) Schwester Luise Muelenz zu Offenbach das Goldene TienstauZzeichnungskreuz für Krankenpflege verliehen.
** D ie K reiS-Ausschuß-Sitzung des 9. M ittel- rheinkreises der deutschen Turnerfckaft fand am! 28. April in Eltville am Rhein mit einer erschöpsendett Tagesordnung statt. Der Kieisvcrtrcter, Großh. Tnrninspektov Schmuck von Darmstadt, eröffnete die Sitzung mittags 2¥i Uhr und der 2. .Kreisvertreter Iiuvelier Otto Sckatl von Hanau, scktoß sie nackts 1 Uhr. Die längste Zeit der eingehenden Beratung beanspruchte die Erledigung von Grenzregulierungen, sowohl zimschen einzelnen Gauen wie im ganzen MtciS; man hofft im Lause des Jahres diese dringlicpe Augelegenheit spruchreif zu gestalten. Das Gesuch des Turnvereins Gießen unc Erlaubnis, Turner von Nackbaraauen zu dem geplanten Muster- I rieg^i. tö eti u rite a gciegc.:\. oes 60 jähr. Stiftungsfestes im! August d. I. einzustellen, mußte nach dem § 25 der Kreise satznngen abgelehnt werden, dagegen bleibt es aber dem Turnverein unbenommen, santtliche Turnvereine des Kreises zum Turnen ohne Wettbewerb zum Stiftungsfest einzuladen. Am Wettbeiverb bei dem Musterriegenturnen nehmen, nur Turner des Gaues Hessen teil. Das Gesuch- des Fel d b c r g g a u c 5 um Ausnahme in den 6)au Hessen mußte vorerst zurückgefetzt werden, dagegen wurde dem gleichen Gesuch von dem Rkain-Spesfartgau entsprochen. Die Eingabe des Turnvereins Marburg an die Rotbermel-Stiftung fand wünschenswerte Berücksickckigung.
** Die Gi eßen er Fre iw. Feuerwehr hiett ant Montag abend im Hotel Einhorn ihre diesjährige H a u p t- Versammlung ab. Braudinspektor Wigand eröffnete die Versammlung, indem er die anwesenden Kameraden aufforderte, auf den hohen Protektor der hessischen Wehren^ unseren Groß Herzog, ein dreifaches Gut Wehr auszubringen. Sodann erstattete er den Jahresbericht. Die We-Hr besteht aus 174 aktiven, 15 Ehren- und 35 außerordentlichen Mitgliedern. Es fanden 10 Hauptübungen und außerdem noch! Hebungen der einzelnen Zöschzüge statt. Zur Brandhilfe alarmiert wurde die Wehr fünfmal. Ferner wurden noefy* maß die Kameraden erwähnt, die ihr 25- und lojährigeH Tienstsubiläum int ab gelaufenen Jahre feierten, ebenso die, welche gelegentlich des 50jähr. Stistungsfestes mit Ordens* auszeichnungen bedacht würben. Bei der Rechnungsablage wurde dem Rechner für die Rechnung 1905/06 Entlastung erteilt, auch wurde der Voranschlag für 1906/07 genehmigt. Sodann wurde zur Borstandswaht übergegangen. Auf weitere drei Jahre lvnrde zum Brandiuspertor F. Wigands zu Brandmeistern des ersten Löschzuges Z. Faber, des zweiten Zöschzuges A. More, zum Rechner W. Riebel, zum Schriftführer A. Bourgeois und als Beisitzer K. Moll und G. Schneider durch Zuruf wiedergewahlt. Ferner wurden gewählt: Beim 1. Löschzug zur mech. Drehleiter K. Neuling, N. Rödiger: Gerätewagen der Steiger: E.Däoll, F. Wenzel; Metzer Spritze: K. Bender, W. Balser; Hhdran- tenroagen: W. Dechert, Z. Friedrich. Beim 2. Löschung: mech. Leiter K. Gutbub, F. Schmitz; Gerätewagen der Steiger: W. Rühl, F Gauß; Aachen-Münchener Spritze: P. Berg, R. Greb. Eine Tienstauszeichnung für 20jähr. Dienstzeit erhielten die Stamerabcn Brandmeister Faber, für 10jährige P. Berg, W. NeeS, W. Sommer lad und E. Urback. Zum Schlutz wies Brandülspettor Wigand die Kameraden auf den fleißigen Besuch der int Sommer statd- findenden Hebungen hin und schloß mit einem Gut Wehr die Versammlung. 5lommenden Montag findet die erste
Meche rind Schule.
— Der Mau getan j u n g c n 2 ij c o l o g e n tritt neuer- " iStaatSsetre'tär I dinas auch im Königreich Sachsen recht fühlbar zu Tage und - . Schienen) ! trotz alledem wird auch die Zahl der Gymnastalabuurienten, die I paar ^abakstreuzer.
Nr. 103 Erstes Blatt 156. Jahrgang Donnerstag 3. Mai 1906
Erscheint täglich M mo^alUch75Pi^me^rlel-
Gießentk Anzeiger
Unwers.-Buch-u. Stein- <V __ A® j&sgrS ZerlenpreiS. lokallSP^
brueferei. St. Lange. «Swaris Lv Mg.
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und Druperet: v w den poliL und aUgem.
sl Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Metzen MW
Anzeiger Gießen. ______ V V ___jcigeuteil: HanSBe^
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Aie heutige Dummer umfaßt 8 Seiten.
Amtlicher Teil.
Dekannlmmyimg.
Vetr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Daubringen.
Donnerstag, den 10. Mai l. Js., vormittags 9 Uhr, findet im Gemeindehaus zu Daubringen die Versteigerung der letzten Atafsegrundstücke statt. Ebenda werden auch die Verstcigerungsbedingungen bekannt gegeben.
Friedberg, den 26. Llpril 1906.
Ter Großherzoglich. ereinignngskommissär:
S p a m e r, Kreisamtmann.


