Ausgabe 
21.11.1906 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Au-kanv.

London, 20, Noo. Unterhaus. Ashley richtet an den Staatssekretär die Frage, ob er bei der deutschen Regierung Vorstellunge n machen wolle, um eine mehr entsprechende Ueberwachung der Südgrenze von Deutsch-Südwest-Afrika zu sichern. Grey erwidert: EZ ist sowohl von der Verwaltung der Kap-Kolonie, als auch der von Deutsch-Südwestafrika anerkannt worden, das; die große Ausdehnung der Grenze in Berücksichtigung ge­sogen werden müsse, wie auch die Unmöglichkeit, ge­nügend Mannschaften auf beiden Seiten zu unter­halten, um jeder Möglichkeit von Bewegungen über die Grenzen vorzubeugen.

Paris, 20. Rov. Aus der Garnison der Festung Mont Valerien ist der Soldat Cacabau plötzlich ver­schwunden. Er war in der Festung dem Telegraphendienst Zugeteilt und soll chiffrierte Depeschen für den Mobilisierungsfall sowie Pläne und Dokumente mitgenommen haben.

Madrid, 20. Rov. Es verlautet, in einer heute ab­gehaltenen Besprechung des Marineministers mit dem Minister­präsidenten und dem Kriegsminister, sowie mit dem Minister deS Aeußern habe der Marineminister die marokkanischen Angelegenheiten zur Sprache gebracht, und es sei beschlossen worden, da? LinienschiffPelayo" heute abend oder morgen nach Tanger zu senden mit 600 Mann Marine-Infanterie an Bord, um sich mit den fran­zösischen Schiffen zu vereinigen und sie nötigenfalls zu unterstützen. Außerdem würde daS englischcGeschwader, daß sich augenblicklich an der Küste Spaniens aufhält, un­verzüglich nach Tanger abgehen. Die erste Feindseligkeit von Seiten der Marokkaner heißt es weiter würde das Zeichen zu einer allgemeinen Truppenlandung von allen fremden Schiffen sein.

Russisches.

Im russ. Ministerium des Aeußern fand am 19. die vierte Sitzung der japanisch-russischen Konferenz zum Abschlüsse eines Handelsvertrages statt. In der Sitzung gelangten einige Grundartikel des Vertrages, denen zufolge die gegenseitigen Handelsbeziehungen beider Nationen möglichst gefördert werden sollen, zur zweiten Lesung und wurden end­gültig festgestellt.

In russischen Regierungskreisen ist die Rede von einem Skandal, in dem ein Mitarbeiter des Ministeriums des Innern kompromittiert sein soll. Dessen Maitresse soll mit Angestellten des Ministeriums große Lieferungen für Getreide für die durch Hungersnot geschädigten Bauern übernommen haben. Die hungernden Bauern haben diese Getreidelieferungen aber nicht erhalten. Hierdurch soll der Staatskasse ein Schaden von zwei Millionen ent­standen sein.

rcirche ttnfc Schule.

Im Falle Cäsar hat der Oberkirchenrat den Protest der Neinoldi-Gemeinde in Dortmund abschlägig beschieden und die Entscheidung des Konsistoriums in Münster anerkannt.

Aus Stadt und Land.

Gießen, 21. Nov. 1906.

** Großherzogs Geburtstag. Wir machen unserer Leser darauf aufmerksam, daß in diesem Jahre auch das Festessen in dem Gesellschaftshause nicht am 25., sondern am Tage vorher, Samstag, 24. Novem - ber, stattfindet. Anmeldungen zur Teilnahme nimmt der Hausverwalter bis zum 23. entgegen.

* Eine Sitzung des P r o v i n z i a l - A.u s - schuss es findet Samstag, 1. Dezember d. I., vorm. 9 Uhr mit folgender Tagesordnung statt: Aufbringung der Kosten des Geländeerwerbs für die Teilstrecke Stockheim-Höchst a. N. der Nebenbahn Stockheim-Vilbel.

** Aus dem Militär-Wochenblatt. Versetzt: Frhr. v. Knobelsdorfs, Lt. im Königs-Jnf.-Negiinent (6. Lothr.) Nr. 145, in das 5. Großh. Hess. Jnf.-Regimenl Nr. 168. Befördert zum Lt.: Baron von der Recke im 1. Großh. Hess. Inf.- (Leibgarde-) Ngt. Nr. 115. Ab­schied mit Pension bewilligt: v. Goerne, Major und Bat.-Kommandeur im 1. Nass. Inf -Ngt. Nr. 87, mit der Erlaubnis zum Tragen der Uniform des 1. Großh. Hessischen Inf.- (Leibgarde.) Rgts. Nr. 115. Befördert zum Assist.- Arzt: Unterarzt der Res. Dr. Nagel (Erbach). Der Ab­

von Dänemark, die über einer weißsilbernen Robe das blaue Band deS Elephantenordens trug. Der König, in der Uni­form seines Husarenregiments, führte die Kaiserin, die daß Band deS Roten Adlerordens über der lacksarbenen Robe trug. Aufgesührt wurde der zweite Teil von GlucksOrpheus und Eurydice*. DaS dänische KönigSpaar reifte um 11 Uhr 35 Min. abends nach Kopenhagen ab, vom Kaiserpaare zum Bahnhof geleitet.

Die Ueberreichung der goldenen Jubiläums- Denkmünze an den Kaiser durch den Verein deutscher Ingenieure ist jetzt erfolgt. Der Kaiser bezeichnete die Widmung als eine besondere Ehrung, über die er sehr erfreut sei. Die weitere Unterhaltung bei der Audienz erstreckte sich hauptsächlich auf die Dampfturbine und ihre Verwendung für Marinezwecke. Der Kaiser gab der Hoffnung Ausdruck, das; auch bald die Gasturbine eine praktisch verwertbare Ge­stalt erhalten möchte, und sprach die sichere Erwartung aus, daß auch diese Leistung den Ingenieuren gelingen werde.

Infolge deS Ersuchens von Kolonialdtrektor Dcrn- burg begab sich der Altonaer RechtSanwakt Levi, der im Auftrage von Akwa die Sache der Akwale ute vertritt, nach Berlin, um mit Dernburg über die Maßnahmen, betreffend die Rechtsmittel gegen die über die Akwaleute gefällten Urteile zu beraten. Dernburg teilte dabei mit, daß bei der Kolonial­verwaltung nur das Urteil eingegangen ist, die Urteils­begründung aber noch auSsteht.

Braunschweig, 20. Noo. Nach der hiesigen ,Landes­zeitung" verlautet aus zuverlässiger Berliner Quelle, es habe eine unverbindliche Vorbesprechung wegen einer etwaigen Kandidatur deS Prinzen Eitel Friedrich für die Regentschaft stattgefunden.

schied bewilligt: Stabsarzt der Res. Dr. Reißner (Fried­berg). CcllariuS (Friedberg), Oberlt. ber Res. des In- fant.-Ngts. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, zum Hauptm. befördert.

**Aus dem Bureau des Stadttheaters. Nach dem außerordentlichen Erfolge, den Herr Büller gestern als (5triefe errungen es ist wohl selten auf unserer Bühne so viel gelacht und applaudiert worden dürfte das zweite Gastspiel heute Abend sicher ein zahl­reiches Publikum in CHarleys Tante führen.

** Logisschwindler. Bei einer hiesigen Familie nahm am verflossenen Montag ein angeblicher Elektrotechniker Schlafstelle, verschwand aber dann am anderen Morgen unter Mitnahme eines Paares Stiefel. Der Vermieter hatte unterlassen, den Fremden nach Namen und Spcrhinft zu fragen. Ter Dieb ist 50 Jahre alt, groß, hat graumeliertes Haar und gleichen Schnurrbart.

** Verhaftet wurde gestern hier der von der Staatsanwaltschaft in W ei mar wegen Diebstahls steckbrief­lich verfolgte Arbeiter Karl Mehrung aus Hamm.

** Ab gefaßt wurde gestern morgen eine Milch- Verkäuferin, als sie einer Kollegin M i l ch vom Wagen entwendete. Ebenso wurde heute morgen ein Bröt­chen aus träger ertappt, als er Brötchen eines anderen Bäckers aus dem an der Haustür hängenden W ckbeut'l entwendete und sie den seinen zum weiteren Verkauf bei­fügte.

** Eine neue Beigeordneten-W ahl steht in Offenbach bevor. Der unbesoldete Beigeordnete Weber, der 70 Jahre alt ist, will zum 1. Januar 1907 sein A m t niederlegen. Da die Sozialdemokraten in der Offenbacher Stadlverordneten-Versammlung die Macht haben, den Beigeordneten-Posten nach ihrem Guldünken zu besetzen, darf man gespannt darauf sein, ob sie abermals einen Genossen" wählen oder ob sie durch die Wahl eines Bürgerlichen den Beweis erbringen werden, daß ihnen ein einseitiges kommunales Partei^Regiment fern liegt.

** Der Sonderausschuß für die Revision der Verwaltungsgesetze begann am Dienstag die endgiltige Beratung über den Gesetzentwurf, die Land- gemeindcordnung betreffend, und vollzog die Ab­stimmung über die ersten 22 Artikel der Vorlage. Die Ar­tikel 1 bis 4 behandeln die allgemeine Einrichtung der Ge­meindeverwaltung und bestimmen u. a., daß den Gem^indc- rat einschließlich der in ihm sitz- und stimmberechtigten Bürgermeister und Beigeordneten die Gemeindever­tretung bilden. Im II Titel des Gesetzentwurfs, Art. 8 bis 14, wird die Gc m e i n d e v er f a s s un g behandelt, und zwar der Geltungsbereich der Landgemcindeordnung, die Begreif,ung der Gemeinden, die Bildung, Umgestaltung und Auflösung der Gemeinden und die ?lbtrcnnung ein­zelner Gemarlungsteile und deren Vereinigung mit einer Nack'bargcmeinde. Ter III. Titel bestimmt in einem län­geren Artikel 15 das Ortsstatut, der IV. Titel behandelt im ersten Abschnitt (Art. 16 bis 22) die allgemeinen Bestimm­ungen über die Angehörigen der Gemeinde, und ihre Rechte und Pflichten.

O L a u t e r b. Grünberg, 20. Nov. Nachdem nun der bereits geplante Schulhausplatz von der Gemeinde an­gekauft ist, hat der Gemeinderat beschlossen, das SchnlhauS bis nächsten Herbst im Rohbau fertig stellen zu lassen. Mil der Ausarbeitung des Projekts ist Baurat Diehm zu Gießen beauftragt.

? Laubach, 20. Nov. Die Vorarbeiten für Kana­lisation unserer Stadt, sind feit Wochen im Gange. Die Arbeit soll, wenn möglich, nächstes Jahr in Angriff genommen werden.

§ Alsfeld, 20. Nov. Einen schweren Unfall erlitt ein Fuhr kn echt aus einem Nachbardorf. Seine Pferde scheuten, er fiel vom Wagen und wurde überfahren. Außer einem Beinbruch trug er weitere innere und äußere Verletzungen davon.

Aus N h e i n h e ss en, 20. Nov. In der ganzen Provinz finden soeben landwirtschaftliche Bezirkßoersammlunqen statt, in denen in Bezug auf das dem landwirtsch. Provin- zialverein gehörige Vermögen von rund 74 000 Marl Stellung dagegen genommen wird, daß das Vermögen der Hessischen Landwirtschaftskammer zufalle. In der vor kurzem in Mainz abgehaltenen Versammlung des 9(u§= schusses deS landwirtschaftlichen Provinzialvereins hatte dessen Vorsitzender, Oekonomierat Lichtenstein u. a. mitgeteilt, der Vorsitzende der Landwirtschaftskammer, Geh. Negierungsrat Haas habe bei einer Besprechung über das Vereinsvermögen erklärt, daß selbstverständlich das Vermögen der Landwirt- schastskammer gehöre. Die Mitglieder des Landw. Provinzial­vereins sind aber nicht gewillt, das Vermögen der Land­wirtschaftskammer auszuliefern; sie sind vielmehr der Ansicht, daß eS erhalten bleiben müsse oder nur für Rheinhessen ver­wendet werden könne. (Frkf. Ztg.)

Wetzlar, 19. Nov. Heute nachmittag fand, wie wir dem »Wetzl. Anr." entnehmen, auf dem Stadtbauamte die Eröffnung der Angebote für die Ausführung der Dill- regulierungSarbeiten statt. Die Angebote weisen nach­stehende Endsummen auf:

W. ©entert, Neuwied

122 099,70 Mk.

Franz Backling, Metz

132 041,90

I. F. Schneider, Netphen bei Siegen

132 153,50 _

Franz Heigert, Grobleben

137 791,95

I. G. Müller, Wetzlar

150 471,50

A. u. G. Blischung, Niederselters

167 689,50

C. u. G. Panse, Wetzlar

172 195,-

R. Derlich, Wetzlar

187 239, ,

H. Stock, Gerresheim

187 592, ,

C. Busch, Marburg

189 244,

F. Schneider u. Co., Wetzlar

200 572, _

H. Weimer, Gießen

212 966,50 ,

Kolk u. Co., Wetzlar

241 247,

Fr. Fix, Duisburg-Meiderich

286 277,

(Sehr. Gries, Denklingen

300,838,

122,099 Mk. und 300,838 Mk.! -

- eine so tolle Sub°

missionsblüte dürfte wirklich zu den allerseltensten Seltenheiten gehören.

Frankfurt a. M, 20. Nov. Ende dieses Monats legt Landgerichtspräsident Wilhelm Dcuhard seine Dienstgeschäfte nieder, um, wie die Fkf. Ztg. meldet, zum 1. März in den Ruhestand zu treten. Seine Ver­tretung übernimmt der älteste Landgerichtsdiriktor Geh. Justizrat Grabau. Dcuhard, ein Cohn des früheren Stralsunder Bürgermeisters, wurde am 31. Oktober 1841 in Greifenstein (Kr. Wetzlar) geboren. Seine juristische Laufbahn war: 1862 Auskultator, 1865 Referendar, 1869

Gerichtsaffeffor, 1871 KreiSricbter in Bergen, 1877 Kreis- riditer in Stettin, 1886 Landgerichtsdirektor in Limburg, 1894 Landgerichtspräsident in Neuwied und Oktober 18991 Landgerichtspräsidcut in Frankfurt. Im Jahr 1902 erhielt Dcuhard den Titel Geh. Oberjustizrat. Der Lokomotiv- beamten-Vereiu hat beschlossen, wegen der herrschenden Teuerung von jeglicher Winter-Festlichkeit Ab st and zu nehmen.

** Kleine M i t t? ilu n a en aus Hessen und den N a cb b a r st a a t e n. Tie in M e r l a u abgehaltene Bürger- meiste r>w a h l hatte das Ergebnis, daß der seitherige Bürger­meister Magel mit 77 Stimmen wiedergeivahlt wurde; auf Heinrich Becker I. sielen 23 Stimmen. In S cb w a l h e i m bei Bad-Nauheim ereignete sich ein schreckliches Unglück imSchiefen (EdÄ. Ein dreijähriges Kind, das ferner Gewohnheit gemäß sich immer am heißen Ofen aushielt, wurde von der Glut ergriffen und vollständig von den Flammen aufgezehrt. Ein in König- ft ein zur Kur weilender, zcitweife geistesgestörter Rentner er­hängte sich im Falkensteiner Wald.

Vermischtes.

"Zttnr Fall Graf Pückler Gras Neventlow veröffentlicht die »Tgl. Ndsch.* folgende Erklärung des Grasen Ernst zu Neventlow:

Gras Pückler-Klein-Tschinie hat in öffentlicher Versammlung sich in pöbelhafter Weife über meinen verstorbenen Bruder, Graf "ubivig zu Neventlow, M. d. R., geäußert. Graf Buckler hat der '.'lufforberung, jene Beschimpfung mit dem Ausdruck des Bedauerns öffentlich zurückzuziehen, nicht entsprochen, sondern sie in seiner öffentlichen Versammlung ausdrücklich als gerechtfertigt bezeichnet. Ia Graf Pückler auf die Aufforderung, seine pöbelhafte Aen- ßerung in einer üblichen Form persönlich zu vertreten, überhaupt nicht reagiert hat, so sei hiermit öffentlich festgestellt, daß ihm auch die zur Sühne einer ehrlosen Handlung nötigen Eigenschaften fehlen.

Graf Ernst zu Neventlow, Kapitänleutnant a. D/

"Der Eisenbahnmörder Rücker in Hamburg ist dringend verdächtig, vor einigen Monaten a»lch das Dieust- viädchen Dora Burmeister ermordet zu haben. In seinem Koffer, welcher bei einer früheren Vermieterin a(§. Logispsand , blieb, wurden bhitbeflecfte Kleidungsstücke ge­funden, welche die LogiSwirtin RückerS als dessen Eigentum bezeichnete. Aiißerdem erkannte sie auch das bei der ermor­deten Burmeister gefundene Messer als das des Rückert. llcbrigcnS heißt cs, daß Rücker einen falschen Namen trage. Er soll ber Sohn eines östtrr. Edelmannes sein.

Zur Ermordung der Frau Geheimrat Molitor in Baden-Baden hat die Wiener Polizei (Er­hebungen gemacht, die den Verdacht, daß die Witwe des Geh. Medizinalrats Molitor durch ihren eigenen Schwiegersohn Dr. Karl Hau erschossen wurde, wesentlich unterstützen. Es tourbe festgestellt, baß Hau sich am 16. Oktober auf der Durchreise von Konstantinopel in Wien aushielt, einen Check auf eine hohe Stimme einzog, später aber dies ableugnete. Hau behauptet, der Check sei ihm gestohlen worden. Ten Check über 400 Pfund hat Hati bei einer großen Wiener Bank präsentiert, für den er anstandslos 9592 Kronen erhielt. Einige Tage spater empfing die Bank ein Telegramm aus London, in -dem mitgefeilt wurde, daß der Check zwar echt sei, jedoch dem Eigentümer Hau gestohlen morben wäre. Tas Diebstahls-Telegramm wird indes für fingiert gehalten. Da? Signalement des Mannes, der den Check einlösle, paßt genau auf Hau.

* Kleine Tageschronik. Die Hamburger Staats- amvaltfchaft verfolgt steckbrieflich den R e f e r e n d a r B r u m in wegen betrügerischer Schulden in Höhe von 35 000 Mk. Zwischen Schenkendorf und Krummensee auf der Mittenwal d e r Bahn (Brandenburg) wälzten Schurken nachts schwere Holzklötze auf die Schienen, um den Nachtzug zur Entgleisung zu bringen. Ter Zug wuibe rechtzeitig gerettet. In Köln sollen bei dein Bau eines großen Vorortsammelkanals erhebliche D i e b st ä h l e vorgekommen sein, in welche mehrere Fuhrunternehmer und stobt. Aufseher verwickelt seien. Tie Slaatsanivaltschafl verfolgt diese Angelegenheit. In Kuez bei Temesvar (Ungarn) wurden nenn Frauen, unter dem Verdachte, ihre Männer und andere Personen v e r g i f t e t zu haben, verhaftet. Bei dreizehn aiisgcgrabenen Leichen wurde Arfenikvergifttmg festgestellt. Ans New-Port wird getueldet: Ter frühere Rad-Champignon Tom Cooper nebst Gattin, sowie Mister Barkalow, der Freund beS Präsidenten Roosevelt käme n bei einem Automobil- Unfall um. Am 19. Nov. wurde auf eine Entfernung von 80 Meilen zum erstenmale die elektrische Kraft von den Niagarafällen n n cb Toronto geliefert; es sind 40 000 Pferdestärken verfügbar.

LMrdwsrtschaft.

tBaatenftonb in Preußen zu Mitte November (2 be­deutet gut; 3 bedeutet mittel). Winterweizen 2,4; Winterspelz 2,3; Wiiiterroggen 2,4; (im November 1905: 2,9, 3,5, 2,9; im Oktober 1906: 2,5; 2,4; 2,5). In den Bemerkungen der .Stauslischcw Korrespondenz" heißt es: Vielfach werde der Wunsch zum Ausdrucks gebracht, die Aecker möchten vorläusig noch offen bleiben, damir sowohl die niancher Orten i,och nicht ganz fertigen Bestellungsar- beiten zu Ende geführt werden könnten, wie miet) die letzten Ein­saaten aufgehen könnten und auch die Bestockung ermöglicht würde. Wohl könnten nach der Meinnng der betreffenden Vertrauensmänner während des anhaltenden schönen Welters die Arbeiten trotz des Lentemangels beendet fein, wenn die T r o ck e n h e i t die d e s s e r e n Böden nicht zu sehr verkrustet hätte, ihnen also früher beizukommen gewesen wäre. Allerdings. betreffe dies nur die Weizenäcker; die Roggenbestellung war überall beendet. Eine e rs ch r e ck e n d e V e r m e h r u n g zeigten die tier is chen S ch ä d - l i n g e. Tie Mäuse hatten überall derart angenommen, daß sie als allgemeine Landplage zu bezeichnen seien. Was die jungen Saaten anbelange, so habe aus dem vorher erwähnten Grunde eine Beurteilung des Weizens auch diesmal nicht überall stattsinden können; immerhin liege jedoch eine so große Anzahl von Noten au5 allen Landesteilen vor, daß auch die für ihn berechnete Be­gutachtungsziffer seinen Stand mit hinreichender Genauigkeit be­zeichnen dürfte. Bezüglich des Roggens sei wohl kaum eine Note ausgeblieben, da selbst der spät bestellte sich schon so weit entwickelt halte, daß er ein Urteil zuließ. Uebenviegend seien die Nachrichten, denen zufolge die Noggensaat einen schönen, üppigen Stand habe, wie es noch selten zu beobachten war.

Gerichtssaal.

Der Abschluß einer Stu deute nliebschaft bildete den Gegenstand eines Prozesses, der in einer mehrstündigen Sitzung hinter verschlossenen Türen vor der vierten Strafkammer des Landgerichts II. zu Berlin verhandelt wurde. Unter einer schweren Anklage mußte sich der Arzt Dr. mein Heinr. Goldberg in Gemeinschaft mit einer Frau Klara G. verantworten, die wegen oollenbeten und versuchten Verbrechens wider das keimende Leben angeklagt war, während Dr. G. der Beihtlfe in beiden Fällen be- schuldigt wurde. G. lernte vor etwa drei Jahren die G ... z kennen, die von ihrem Manne getrennt lebte. Trotzdem G. da­mals noch Student war, unb auch ein gewisser Attersunterschieb zwischen ihm unb der G. bestand, trat er schon nach kurzer Zeit mit ihr in ein Verhältnis, das von den Eltern des Angeklagten mit aller Energie befampft wurde. Um den jungen Mann dem Einflüsse der Frau zu entziehen, entschloü sich der Later, feinen;

rat btt filtfifl leger ss t

-t Buchltt ist die Ü

Ck

Amur an Bo an bet empsan begrüß Obglei- Mensch Sttaße leditio ie rese eine 8 verösfei Abend an ber

flui flro6, W W*" bfilin'81 Verlink Jahre?

mH«'11 holten 8 habe, j Folge.

die M der ®(t geladen loend'in möM sich vm oorban Verbre- naten l Monat' littenen

vo, 22. 91odi südliche

htni

08606

Die Gießen Einsicht neten. st? offen.

Gie

Der

De^ ©legen Einsicht neten stc offen.

Gie Der Bo

-I.5

G

ber tzgf To

Hm'm Slfle

D

««5