Are heutige Dummer umfaßt 10 Seitm.
In Fünf
und das Rathaus Schaden gelitten.
gemacht wird, der Vertagung schädigung von
Uebrigens als scheußliches
Libul st ratze 7.
Redaktion 112
vertag u.(£$peb.e^51
Slbrefie für Depeschen:
Anzeiger «ietzeu.
Während des Kalenderjahres 1906 wird bei oder Schließung des Reichstages eine Ent- 2500 Dtark gemährt.
bringt die „Begründung" ein ebenso neues
Entwurf wegen Abänderung der Artikel 28 uitb 32 der Verfassung bestimmt: Artikel 28 erhält folgenden Zusatz: Beschlußfassungen über den Geschäftsgang sind, soweit sie nicht selbst Gegenstand der Tagesordnung bilden, von der Anwesenheit einer bestimmten Anzahl von Mitgliedern nicht abhängig. An Stelle des Artikels 32 treten folgende Vorschriften: Mitglieder des Reichstages dürfen als solche keine Besoldung beziehen. Sie erhallen Entschädigling nach Maß- gäbe dieses Gesetzes.
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Die serbische Ministerkrise.
Die durch die vom König angenommene Demission des Kabinetts Gruitsch hervorgerufenc Ministerkrise ist die fünfzehnte seit dem Regierungsantritt Peters I. und 311. gleich die schlimmste üuk allen. Die beiden radikalen Gruppen sind sich, obgleich nicht koaliert, in der Verschwörerfrage völlig einig, indem sie die Entfernung der KonigSmörder aus dem Heere verlangen. Der König wünscht die Entscheidung in dieser Angelegenheit vertagt zu sehen, weil er hofft, die betreffenden Offiziere noch auf gütlichem Wege veranlassen zu können, freiwillig aus dem Heere und dem politischen Leben auszuscheiden. Diese werden aber durch ihre im bürgerlichen Lager stehenden Mitschuldigen und Anhänger zum, Widerstande ermutigt, vor allem durch den ehemaligen Minister Gentschitsch, der den König in den Glauben zu versetzen sucht, daß eine Beseitigung der Königsmörder eine große Gefahr für die Dynastie heraufbeschwören würde. Unter den wenigen Politikern, die der König empfing, befanden sich der Jungradikale Rikolilsch, der Präsident der Skuptschina, sowie der Redakteur Prodanowitsch und der entlassene Justizminister Petschitsch. Es handelt sich hier im Grunde um einem Kampf zwischen österreichischen und englischen Einflüssen. England benutzt die Frage der Kömgsmörder, um Serbien diplomatisch und kommerziell zu boykottieren, bis es ein dienendes Organ seiner in neuerer Zeit lebhaft hcrvortretcndcn Balkanpolitik geworden ist. Ein Anschluß an Oesterreich, den der König befürwortet, würde aber nach Ansicht fast der gesamten serbischen Presse einer Aufgabe der staatlichen Selbständigkeit Serbiens gleichkommen.
von 3000 Mark erhalten, die am 1. Januar, 1. Februar, 1. März und 1. April mit je 500 Mark und am Tage der Vertagung oder Schließung des Reichstages mit 1000 Mark zahlbar wird. Für jeden Tag, den ein Alitglied des Reichstages der Plenarsitzung fe rng eb lieb en ist, werden 30 Mark abgezogen. Bei der Vertagung oder der Schließung der jetzige« Session erhält jeder Abgeordnete 2500 Mk. Mitglieder, die erst nach dem Inkrafttreten des Gesetzes neu einlrcten, sollen 20 Mk. Tagegelder erhalten. Die Anwesenheit ist durch eigenhändige Eintragung in die ausliegende Anwesenheitsliste und, sofern namentliche Abstimmung staltfindet, diirch Teilnahme daran nachzuwcisen. Verzicht auf Aufwandsentschädigung ist unztilässig. Ein Mitglied des Reichstages darf als Mitglied einer anderen polit. Körperschaft, wenn beide Körperschaften gleichzeitig versammelt sind, nur für diejenigen Tage Vergütung beziehen, für die auf Grund dieses Gesetzes ein Abzug von der Entschädigung
Deutsches ^Lch.
Berlin, 22. April. Der Kaiser hörte auf der Fahrt von Schlitz nach Homburg v. d. H. die Vorträge deS Vertreters deS Auswärtigen Stintes Gesandten Frhrn. v. Jenisch, des Vertreters der Staatssekretärs des Reichsmarineamts Vizeadmirals v. Ahlefeld und des Vertreters des Chefs des Marinekabinetts Kontreadmirals v. Müller.
— Im bulgar. Schlosse Euxinograd werden Vorbereitungen für den bevorstehenden Besuch des Prinzen Heinrich von Preußen getroffen.
— Ein Leitartikel des Pariser ,$emp§" bespricht den Rücktritt des Herrn "v. Holstein. Er schreibt ihm die Hauptschuld an den Vorgängen der letzten Jahre zu und schließt mit den Sätzen:
Wir glauben, daß der Kaiser, Fürst Bülow und Herr 0. Tjchirschky, die einen weiteren Horizont und ein feineres Ser* ständuls besitzen, leichter jene freundliche und verbindliche Politik zur Geltung bringen werden, die wir im allgemeinen Interesse wünschen. Diese für uns angenehme Auffassung kann die deutsche Empfindlichkeit nicht verletzen, beim wir äußern sie in der aufrichtigen Hoffnung auf kourtoisieoolle und glatte Beziehungen zwischen unseren Nachbarn und uns."
— Zur Vorbereitung der nach Berlin einzuberufenden Konferenz für Revision der Berner Internationalen Urheberrechts-Uebereinkunft sollen über eine Reihe von Fragen Sachverständige gehört werden. Zu diesem Zwecke ist eine große Anzahl von namhaften Persönlichkeiten aus Kreisen der Schriftsteller, Verleger, Komponisten, Künstler, Photographen, sowie von Vertretern der Presse berufen worben.
— Der »Reichsanz.i veröffentlicht eine Bekanntmachung
kirchen (Ungarn) wurde ein 41 Sekunden dauernder Erdstoß verspürt, ebenso in Fiume und Abbazia, Dort fiel leichter gelblicher Regen, der cit.c dünne Schicht rötlicher Asche ziirücklleß. Man bringt dies mit dem Vesuvausbruch in Zusammenhang. Auch in Lecce und Tarent wurde ein leichter Erdstoß verspürt.
Professor Matteucci meldet, daß der Vesuv immer ruhiger werde und daß die Instrumente des Observatoriums sehr ruhig seien. Wenn sich nicht unvorhergesehene Hindernisse einstellten, habe er die Absicht, heute (Montag) den Weg zur Ersteigung de§ Bergkegels zu suchen.
Aus Honolulu wird berichtet, daß dort Erdstöße wahrgenommen wurden, die die Bevölkerung in große Aufregung versetzten, da diese das Schicksal von San Francisco fürchtete. .
Tas Erdbeben in Kalifornien
hat insgesamt 20 größere oder kleinere Ortschaften vollständig oder fast gänzlich vernichtet.
Am 21. April war das Feuer in San Francisco auf eine kleine Fläche am Wasser beschränkt. Der westliche Bezirk der City ist gesichert, ebenso die Gebäude für den Fährbetrieb und die anstoßenden PierS. Die Züge verkehren jetzt mit verhältnismäßiger Regelmäßigkeit. Zahlreiche Leute sind unaufhörlich damit beschäftigt, die Eisenbahnstrecken wieder herzustellen. Man hofft, daß diese bald wieder ]ür den Verkehr geöffnet werden können.
General Funston telegraphierte, daß Truppen, Polizisten und Feuerwehrleute von der Rettungsarbeit fast erschöpft sind. Die meisten Verluste an Menschenleben fanden in den ärmeren Vierteln statt. Die Truppen bewachen die Trümmer der Banken, in deren Gewölben viele Millionen liegen. Von den großen Schiffen wurde jeder zu Gebote stehende Mann gelandet.
Am ersten Tage der Katastrophe drängten sich in San Francisco Tausende nach jeder Uebersähre, um auf Schiffe zu gelangen. Die Menge warf sich voller Verzweiflung gegen die geschlossenen Tore. Die Vordersten wurden durch den Druck der hinten nachdrängenden Menge tot gedrückt. Zwischen den Flüchtlingen entstand ein furchtbarcrKampf. Frauen und ftinber wurden geschlagen, um sie zu vertreiben. .Zahlreiche Personen wurden niedergetreten. Viele starben aüf der Stelle.
Man meldet aus Oakland, daß sich im Golden Gate Park, wo Tausende von Flüchtlingen im Freien untergebracht wurden, schreckliche Szenen abspielten. Hunderte von Flüchtlingen verhungern buchstäblich, wenn nicht rasch Hilfe geleistet werden kann. Viele sind bereits vor Hunger und Durst umgekommen. Als der Durst ansing, die Unglücklichen zu quälen, tranken sie schmutziges Wasser aus einem Teich im Park. Mehrere Bäcker, die 2 Dollars für ein Stück Brot verlangten, wurden von den Unglücklichen halb tot geprügelt und ihnen das Brot weg» genommen. In der Nähe der Pr'sidio-Kaserne liegen Hai.sin Don verstümmelten Leichen, die bereits anfangen in Verwesung viberzugehen. Aus dieseni Grunde wird die Gefahr von «Epidemien immer größer. Ja, es werden bereits in den Zeltlagern mehrere Blattern- und Typ hu S fälle kon- ‘natiert. Die Befürchtung herrscht, daß eine schlimme Kala- onität entliehen könne, da die sanitären Vorkehrungen in den Lagern sehr primitiv sind, und die Zelte sehr dicht zusammen fslehen. Der Sicherheitsausschuß erließ infolgedessen drakonische Verordnungen.
In den zerstörten Stadtteilen herrscht völligeDnnkel- f)eiL mit Ausnahme von den Stellen, wo daL Feuer noch .brennt. Die Behörden halten die Lage für so bedenklich, daß 'sie sich entschlossen haben, tausend Mann mit Flinten bewaffneter Spezialpolizei einzustellen. Bei dem Absuchen der Trümmerstätten werben sehr viele Leichen von Verunglückten gefunden. So sind aus den Trummen eines Logierhanses nn bet Minnastraße 75 Leichen heroorgeholt worden. Eben- jjoüicle hat man auch in zwei anderen Gebäuden gefunden. 11 Postbeamte wurden lebend aus den Trümmern des Post- gebäudcS hervorgeholt, wo sic seit Mittwoch unter Balken eingeklemmt lagen. Alle waren besinnungslos. Sic konnten r'.ideß ins Leben zurückgerufen werden. — Die Polizei öffnetp sämtliche Wirtschaften und ließ die geistigen Getränke in den Rinnstein laufen. 10 000 Polizisten wurden neu angestellt uud mit Gewehren ausgerüstet.
ES verlautet, daß m San Francisco vielePcrsonen, die den behördlichen Anordnungen z u w i b e r handelten, gehängt worden seien, darunter mehrere Japaner. Ein Ausländer, der, weil er nicht englisch verstand, dem Befehl der Soldaten beim Baumfällen zu helfen, nicht Folge leistete, wurde von den Soldaten durch einen Schuß schwer verwundet. Eine Bande von Dieben versuchte Soldaten, welche die unter den Trümmern des Unterschatzamtes begrabenen dreißig Millionen Dollars bewachen, zu überivältigen. 3 5 Diebe wurden hierbei von den Soldaten erschossen.
Die Behörden sind ohne -Nachricht über das Verbleiben deS Schatzverwallers von San Francisco. Der bekannte Violin-Birtuose Kubelik, über dessen Schicksal man beunruhigt war, ist unversehrt, da er San Francisco einige Tage vor der Katastrophe verlassen hatte.
Die Opern-Gesellschaft Caruso, welche ans Rcwyork nach San Francisco gekommen war, um ein Gastspiel zu geben, hat 150000 Dollar Schaden an Re- qimsiten zu verzeichnen.
Amerikanische und englische Versicherungs-Gesellschaften hmben versprochen, unverzüglich 110 Millionen Dollar anszu- z^lhlen. In Oakland hat eine Versammlung von Vertretern der amerikan. Feuerversicherungsgesellschaften den Beschluß gefaßt, den Eindruck zu verhindern, als ob die Fencrver- si.cherungsgesellschaften überflüssiges Geld hätten, oder daß icgenb welche Verluste vergütet würden, bevor sie nicht in rsgelrechter Weise festgestellt wären. Auch soll klar gemacht rooerben, daß nur biejenigen Verluste vergütet würden, für welche die Gesellschaften ersatzpflichtig seien.
Besonders auch die 9xü ab cr[i 1 u'r u ng5g cfclffefjaften sind stark iw Anspruch genommen, und diese Aussicht ha: auf die Kurse
derselben deprimierend gewirkt, obwohl man noch gar ni-^t weiß, inwieweit die einzelnen Dcrsichcrungsgescllschasten direkt oder indirekt betroffen sind. So sind die Mtien der Münchener Rückversicherungsgesellschäft in kurzer Zeit um nicht weniger als 700 Mark gefallen. Der Kurs der Aktien der Aachen - Münchner Feuerversicherungs-Gesellschaft ist vom Freitag zum Samstag um 1700 Mk. gewichen; er notierte 10.500 Mk. Tie AAien der Preußischen Natio- nal-Bersicherungsgesellschast verloren 50 Prozent. Arn schwersten betroffen von allen deutsche 11 Feuerversicherungs- Gesellschastcn wurde die Versicberungs-Gchellschaft Rhein-Mosel in Straßburg, deren Jahrcspramien 60 000 Doll, und deren Wagnisse mehr als das 50igsachc betragen. — Unter den Ver sicher- ungsaknen gingen seit lebten Donnerstag die Mtien der Böhmischen Nüctversicherungsbank von 270 ftt. auf 180 Kr. zurück, obwohl der Umfang der Beteiligung an San Francisco noch nicht feststeht. Der „Standard" setzt die voraussichtliäien Maximal- Berlufte der britischen Versicherungsgesellschaften aus 10 Millionen Pfund fest.
Präsident Roosevelt sandte an den Kvngreß eine Botschaft, in welcher er die Bewilligung von noch IV2 M il l. D 0l l. zur Unterstützung der von der Katc.strophe von San Francisco be- twssenen Bevölkerung empfiehlt. Tie Botschaft ist begleitet von einer Mitteiluna des Kabinettsfekrctärs für Handel und Industrie, aus welcher hervorgeht, daß die Katastrophe schrecklicher ist, als irgend eine in der Geschichte der Bereinigten Staaten. Am 21. erreichten die privaten Subskriptionen in Amerika 7 Mill. Dollar; die Zeichnungen hoher Beträge laufen fortgesetzt in großer Zahl ein.
Die Behörden von Chicago haben zu Gunsten der Notleidenden große Festlichkeiten geplan, u. a. eine Theatervorstellung, in welcher Sarah Bernhard mitwirken wird. Der Millionär Astor zeiclnrete 100 000 Dollar. Dem Newhorker Harald zusolge wird der S ch a d e n in San Francisco auf 3—500 M i l l. Dollar veranschlagt.
In Ohio und Cleveland wurden am 20. d. M. Erdstöße verspürt. *
Erdbeben in Europa und Australien.
, Rach verbürgten Nachrichten fand am 21. d. W. in der ital. Provinz Siena (Toscana) ein Erdbeben statt. Etwa 13 Stöße wurden verspürt. Das Zentrum des Erdbebens war das Städtchen Poggibonsi. Dort haben die Kathedrale
Wort. Wir bemerken darin folgenden Satz:
Ta durch die Pauschsummc der gesamte JahreSauswaud des Abgeordneten abqegottsn ist, wird eine besondere Vergütung für eine etwaige außerordentliche Sitzungsperiode nicht gewährt.
Der im Zusammenhang mit der Ttälenvorlage eiugcbrachte
Nr. 94
«-scheint täglich außer Sonntags.
Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Gießener Kamillen, blätter viermal in der Woche beigelegt.
Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Unioers.-Buch-u.Stem- bruderet. R. Lange. Redaktion, Ervedition
Lagesschan.
Der Staatsvertrag über die Mainkanalisation, über den die Mainuferstaaten Bayern, Baden, Hessen und Preußen seit Jahren verhandelten, wurde am Samstag in Berlin unterzeichnet.
Der Vertrag besagt im wesentlichen, daß die von Kostheim bis Offenbach auf Grtrnb der Vereinbarung von 1883 bereits ausgeführte Kanalisierung des Maitis bis Aschaffenburg fortgesetzt wirb, und zwar wirb die preußische Regierung die Kaitali- fienmg der Strecke Offenbach-Hanau, bie bayerische Regierung jene der Strecke Hanau'Ajchasfenburg übernehmen. Die badische und hessische Negierung beteiligen sich nicht an den H erst e l l u n g s k 0 st e n. Das Fahrwasser erhält eine Mindesttiefe von 2,5 Pieter und cs wirb Sorge getroffen, daß bis Aschaffenburg die Nheinschtffe bis zu 1500 Tonnen Fassungsraum verkehren können. Ans die Strecke Offenbach-Hanau treffen 2, von Hanau bts Aschaffenburg 4 Schleusen. Die Schleusen erhalten eine Lange von 300 ra und eine für sich allem zu benutzende kleine Kammer von 100 m Länge (zur schnelleren Turchschleusunq der Heineren Schiffe), sowie 12 m Tor- und Sohlenbreite. Die Wehre erhalten Flntoffnungen und Schiffahrtsöffnungen, Floßschlcusc und Fischpasse. Für die allg. Projekte der Rnnaüftexung wird die Zustimmung der vier Uü'rstaaleu ,lotwendig. Die preußliche und die bayrische Regierung teilen sich für die bezeichneten Tellstrecken in die Kosten der Herstellung des Betriebs uni) der Unterhaltung der Kanalisierungs- anlagen einschließlich der Unterhaltung des Fahrwassers. Auf der preußisch-hessischen Strecke van Hanau dis Kahl werden Betrieb lind Unterhaltung durch die pretlßljchc Regrerung auf Rechnung des bayerischen Staates besorgt, wobei die Wünsche der bayerischen Regierung ntaßgebend sind. Ter Zeitptmkt der AnSiührtlng der Arbeiten formte noch nicht fixiert werden, da die Zustimmung des preußischen Landtages zur Verausgabung der Baukosten nur dann zu erlangen ist, wenn die Frage der Erhebung van Schissahrts- a b g a b e n aus den im Interesse der Schiffahrt regulierten Flüssen überhaupt gelöst ist.
Die ReichStagsdiateu-Vorlage ist fertig. Der Bundesrat hat den Vorlagen des Reichskanzlers über die Abänderung der Artikel 32 und 28 der Rcichsoerfassung zugestimmt. Die Vorlage ist den Reichstagsabgeordneten bereits zugegangen. Am DienStag nimmt übrigens der Reichstag seine Beratungen wieder au f.
Die Vorlage, die uns gütigst zur Verfügung gestellt worden ist, bestmmtt u. a., daß die Mitglieder des Reichstages für die Dauer der Sitzungsperiode sowie 8 Tage vorher und nachher freie Fahrt auf den deutschen Eisenbahnen zwischen dem Wohnorte und dem Sitze deS Reichstages, sowie während des Kalenderjahres eine Aufwandsentschädigung
Erstes Blatt 156. Jahrgang Montag 23. April 1906
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