Ausgabe 
22.5.1906 Zweites Blatt
 
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treten des Verbotes sollen solche VerschniLLweine dem Dekla­rationszwang unterworfen sein.

Kostheim, 22. Mai. Ein Groß feuer brach gestern abend 10V» Uhr im Sägewerk Hofmann aus. Die Fa- milie des Verwalters konnte kaum das Leben retten. DaS Feuer ging auf das Nachbargebiet, die Kunststeinfabrik von Zehrlaut über. Die Feuerwehr der ganzen Umgegend von Kastel und Biebrich und Militär war zur Stelle. Das Feuer war nach derFranks. Ztg." um Mitternacht noch nicht gelöscht.

Frankenberg, 21. Mai. Mit dem 20. Stiftungsfest des hiesigen Turnvereins war zugleich die Gau turn fahrt des Gaues Hessen verbunden. Leider war das Wetter nicht so günstig, wie man es gern bei solchen Festen wünscht; nichtsdestoweniger konnten sich die Veranstaltungen programm­mäßig abwickeln. Gegen Mittag trafen die Wettturner, etwa 150 an der Zahl, ein und wurden am Bahnhof in Empfang genommen. Gegen 2 Uhr stellte sieh auf dem Rurgplatz ein Festzug auf und bewegte sich von da ab durch die festlich geschmückten Straßen nach derBleiche". Nach der üblichen Festrede fand ein Wetiurnen in volkstümlichen Hebungen statt. Den 1. Preis erhielt Dort (Großen-Buseck), den 2. Diehl (Kirchhain) und den 3. Kujus (Marburg, T.--V.).

Die drohenden Aussperrungen in der Metallindustrie.

In der Metallindustrie ist die Entscheidung gefallen, es sollen mit dem Beginn des Juni 60 Prozent der Arbeiter ausgesperrt toerbett, wenn nicht vor­her noch die Differenzen zwischen Fabrikanten und Arbeitern in den einzelnen Bezirken geregelt werden. Man kann noch immer hoffen, daß der soziale .Stieg tn der Metall­industrie, der sich über ganz Deutschland erstrecken würde, nicht ausbricht, daß noch vorher durch Vermittlung von Behörden usw. oder auch durch die Einsicht der beiden Parteien eine friedliche Auseinandersetzung erfolgt. Würde aber die Aussperrung in dem setzt festgesetzten Umfange durchgeführt, so müßten rund 200 000 Metallarbeiter ent­lassen werden. Gleichzeitig würden aber auch aus anderen Berufen Zehntausende arbeitslos werden, die mit den Me­tallarbeitern Hand in Hand arbeiten oder bei der Material­lieferung von ihnen abhängig sind. Außerdem liegt die Befürchtung nahe, daß aus der Aussperrung der größeren Hälfte der Metallarbeiter weitere Differenzen entstehen, die auch eine Ausbreitung des Arbeitskampfes zur Folge haben müßten. Besonders groß wäre setzt der Schaden, weil es an Aufträgen nirgends mangelt. Wer der Stärkere ist, die Unternehmer in der Metallindustrie oder der Ver­band der Metallarbeiter und wer die größeren Chancen des Erfolges aus seiner Seite hat, läßt sich kaum sagen, denn beide Parteien verfügen über große Mittel und Kräfte, beide Parteien haben auch die besten Organisationen. Wie der Metallarbeiterverband mit seinen stark in das vierte Hunderttausend gehenden Mitgliedern den Arbeiterorgani­sationen als Vorbild gilt, so werden auch die Organi­sationen der Metallwarenfabrikanten als Musterbeispiele für die Unternehmervereinigungen angesehen. Die Arbeiter haben die große Zahl für sich, die Arbeitgeber das große Kapital und beide Parteien eine straffe Disziplin, die glatte Unterordnung unter die gefaßten Beschlüsse. Der Schaden würde sowohl für Unternehmer wie auch für Arbeiter riesig fein; eine Unterstützung von 200 000300 000 Arbeitern, noch dazu jetzt, wo allerorts Arbeitskämpfe ausgebrochen sind und wo die Gewerkschaftskassen schon infolge früherer Kämpfe nicht unwesentlich geschwächt oder doch wenigstens in der Ansammlung größerer Fonds gehindert worden sind, ist ein sehr schwieriges Unternehmen, wenn die Aussperr­ung mehrere Wochen dauert. Doch sicher würde der Scha­pen der Arbeitgeber noch größer sein, und wenn jetzt bei flottester Geschäftstätigkeit die Produktion einige Wochen aussetzt, muß nach dem schließlichen Friedensschluß umso flotter gearbeitet werden, und das gäbe den Arbeitern wiederum allerlei Pressionsmittel in die Hand, im einzelnen Vorteile zu erzielen. Ein günstiges Moment liegt für die Unternehmer darin, daß im Metallarbeiterverband als Folge ider Maifeier Uneinigkeit eingezogen ist. In einem der größten Betriebe Berlins, in dem gegen 8000 Arbeiter beschäftigt sind, war durch Zettelabstimmung die Arbeitsruhe am 1. Mai beschlossen worden, diesem Beschlüsse war aber nur ein verhältnismäßig kleiner Teil der Arbeiter nachgekommen. Diese wurden nun ausgesperrt, während die übrigen Arbeiter keine Nachteile hatten. Aus dieser Affäre hat sich jetzt ein erbitterter Kampf entwickelt, der zunächst die Berliner Metallarbeiter gespalten hat, sich aber auch weiter bemerkbar macht. Gegen tausende von Arbeitern, die die Maifeier nicht mitgemacht haben, sind Anträge auf Ausschluß aus der Organisation gestellt. Die weiteren Verhandlungen in dieser Sache bilden einen neuen Zankapfel unter den Arbeitern.

*

Berlin, 20. Mai. Die Vereinigung der Berliner Metallwarenfäbrikanten teilt mit, daß sie in ihrer General­versammlung einstimmig beschlossen hat, im Anschluß an den bekannten Beschluß des Gesamtverbandes deutscher Me-

tallrndustrieller am 2. Jurn 60 Proz. ihrer organisierten Arbeiter auszusperren.

Der Generalrat des Gelberkvereins der deutschen Maschinenbau -und Metallarbeiter sieht sich durch eine in einer Versammlung des-Ortsvereins Düsseldorf am Freitag, den 18. Mai, gefaßten und in der Presse verbreiteten Resolution, welche zu der geplanten großen Aussperrung in der Metallindustrie Stellung nimmt, veranlaßt, die Erklärung abzugeben, daß der Generalrat des Gewerkvereins der deutschen Maschinenbau- und Me­tallarbeiter nach wie vor jede Solidarität mit dem deutschen Metallarbeiterverband für alle aus der jetzigen Formerbewegung entstehenden Folgen ab- lehnt.

Kiel, 20. Mai. Die Germaniawerft, die Howaldswerke und andere dem Verbände angehörige Werke kündigten etwa 5000 Metallarbeitern zum 2. Juni.

Magdeburg, 20. Mai. Hiesige zum Verbände der Metallindustriellen gehörende Werke kündigten über 7000 Arbeitern zum 2. Juni.

Hannover, 21. Mai. Im Metallarbeiterkonflikt ist zwischen den beiden Siebenerkommissionen prinzipielle Einigung erzielt worden. Die Wiedereinstellung der Arbeiter soll sofort erfolgen, wie die Differenzen in ben anderen deutschen Städten beigelegt werden. Maßregel­ungen sollen auf alle Fälle vermieden werden. Tie Frie­densverhandlungen werden voraussichtlich noch diese Woche abgeschlossen werden.

Unwetter und Ueberschwemmungen.

-Stuttgart, 21. Mai.^ Das Hochwasser hat in ben am Neckar gelegenen Teilen ber Stadt Stuttgart großen Schaden angerichtet, ber sich auf etwa 100000 Mark beziffert. Bei Cann­statt ist ber Exerzierplatz und das Terrain bis Untertürkheim übersckvvemint. Die Badeanstalten wurden weggefchwemmt. In Cannstatt, Untertürkheim und Wangen stehen verschiedene Straßen unter Wasser, sodaß sie nur mit Kähnen fahrbar sind. Die Be­wohner fonnten in diesen Straßen die Häuser nicht verlassen und mußten gerettet werden. In einem Fabrikgebäude zwischen Cann­statt und Munster waren 10 Personen vom Wasser derart ein­geschlossen und in Gefahr, daß sie durch eine Abteilung der Berufsfeuerwehr gerettet werden mußten. Zahlreiche Keller und sonstige Räume sind unter Wasser. Die Oberrealschule in Cann­statt mußte geschlossen werden, da das Schulgebäude meterhoch unter Wasser steht.

Karlsruhe, 21. Mai. Aus dem Lande kommen infolge ber anbaltenben Regengüsse schlimme Hochwasser- nachrichten. Ter Pegel des Rheins bei M a x a u verzeichnete gestern morgen 4,64 Ctm., 6 Uhr abends 4,94 Ctm., heute früh 6 Uhr 5,29 Ctm. Auch der Neckar und die übrigen Nebenflüsse des Rheins sind im Steigen begriffen. In Dinglingen sind Gärten und Höfe überflutet. Das Wasser drang in die Keller ein. Zwischen Dinglingen und Niederschopfheim ist das Gleise seit gestern abend auf eine Strecke weit überflutet.

Buehl, 21. Mai. Im Buehlertal ertranken im Bach 4 Kinder, darunter drei Kinder des Spenglermeisters Weck, deren Mutter erst am Samstag gestorben mar. Ein Kind war in ben Dach gefallen, die anderen drei sprangen nach, um es zu retten, fanden aber ebenfalls den Tod in den Fluten. Zwei Kinder find bereits gelandet. Die R e n ch, die Buehler und die Acher traten über die Ufer und richteten in den Feldern und Wiesen erheblichen Schaden an.

Freiburg, 21. Mai. Wie gemeldet wird, ist die Elz gleichfalls über die Ufer getreten. Heber die Höhe des Ungerichteten Schadens ist noch nichts bekannt.

Waldshut, 21. Mai. Infolge andauernder Regengüsse ist der Rhein bis heute vormittag 1.60 Meter gestiegen.

Baden-Baden, 21'. Mai. Ein siebenjähriges Kind fand in der hochgehenden Oos den Tod.

Offenburg, 21. Mai. Das Hochwasser der Kinzig überflutet auf weite Strecken die Fahrstraßen. Felder und Wiesen stehen unter Wasser. In Schuttertal ist die Wasserwehr alarmiert worden. Das Wasser überschwemmte Höfe und Gärten und drang in die Keller ein. Unterhalb Dinglingen konnten die Züge infolge der Ueberschwemmung der Gleise nur äußerst lang­sam passieren.

Bingen, 21. Mai. Tas durch ben dauernden Regen im Gebiete des Oberrheins cingetretenc Hochwasser macht sich hier bereits bemerkbar. Der Rhein ist im Lause des Tages von 2.30 Meter auf 2.60 Meter gestiegen. Nach den letzten Aatn-ch'ler ffd't em ~tnaijn bettnr

Vermischtes.

* Ein Lawinenunglück in der Schweiz. In der Nacht zum Sonntag verunglückten am Glärnisch drei deutsche Chemie studierende aus Zürich, die trotz Warn­ung im Nebel eine Tour unternommen hatten. Zwei von ihnen, von denen der eine, Josef Kirsch aus Düsseldorf, (Sohn des Reichstagsabgeordneten Kirsch), tot ist, während der andere, Phil. Gerhard aus Frankental (Rheinpfalz), eine Rippen- und Schlüsselbeinfraktur erlitt, und Engen Steigelmann aus Rhodt (Rheinpfalzl, leicht verletzt wurde. Die Touristen wurden beim Abstieg unterhalb der Klubhütte von einer Lawine überrascht und etwa 14 Meter über einen Felskopf gerissen. Gerhard arbeitete sich aus dem Schnee und befreite Steigelmann; beide machten den weiter oben bewußtlos liegenden Kirsch vom Schnee frei. Steigelmann eilte zu Tal und holte Hilfe aus dem Hotel Kloental. Die Rettungskvlonne fand um 12 Uhr nachts die Leicbe Kirschs'

Märkte.

Gießen, 22.Mai. Marktbericht. Auf heutigem Wockenmarkte kosteten: Butter pr. Pfd. 1.151.20 Mk., Hühnereier 1 St. 67 Vfg., 2 Stck. 0000 Pfg., Gänseeier 0000 Psg., Enteneier 7 Pfg., Käse

vr. Stck. 68 Vf., Kasematte 2Sick. 56 Pfg. Erbsen v.'Pfund 22Psg., Linsen p. Pfund 32 Pfg., Tauben vr.Päar0,80 l,00Mk., Hühner pr.tät 1,001,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,801,80 Mk., Enten pr. Stück 1,802,20 Mk., Gänse vr. Pid. 0000 Pfg., Ochsenfleisch pr. Pfd. 7684 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 7072 Psg., Schweine­fleisch pr. Pfund 8690 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 94 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 7080 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 6080 Pfg. Welsche per Pfund. Kartoffeln pr. 100 Kg. 6,000,00 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 6,008,00 Mk., Milch per Liter 20 Psg., Aepfel ver Pfund 35 bis 50 Pfg., in Körben 00 Pfg., Nüsse 100 Stück 50-00 Psg., Birnen per Pfd. Mk. 0.000.00, Weißkraut per Stück 2030 Pfg., per Zentner Mk. 0.000.00. Marktteit 71 Uhr.

Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.

Boransstchtliche Witterung tu Hessen für Mittwoch, den 23. Mai 1906: Nach vorübergehender Aufheiterung wieder Trübung und Regen. Windig. Temperatur wenig verändert.

Nähere? durch die Gietzener Wetterkarte.

Mriginal-Drahtmel-ungen.

Wiesbaden, 22. Mai. Wie derRhein. Kour." meldet, ist der Reichstagsabgeordnete Gras Reventlow heute nacht im städtischen Krankenhaus hier gestorben. (Graf Reventlow gehört der deutsch-sozialen Partei an und ist seit 1903 Ver­treter des Reichstagswahlkreises Rinteln-Hofgeismar. Er er­hielt 6426 Stimmen, Vetterlein (Soz.) erhielt 3488, ein nationalliberaler Kandidat 2154, ein freisinniger 748 und ein Zentrumskandidat 542 Stimmen. In der Stichwahl erhielt Graf Reventlow 9543 und Vetterlein 4030 Stimmen. Red.)

Erfurt, 22. Mai. Ditrch eine Dy namitexplosio n wurden zwei Arbeiter getötet, 3 Frauen und ein Ar­beiter lebensgefährlich verletzt.

Ludwigshafen, 22. Mai. Heute früh gegen 6 Uhr stieß eine Rangierma schine, die vom neuen Rangier­bahnhof nach dem Hauptbahnhof fuhr, einem Güterzug in die Flanke. Drei Wagen des Güterzugs wurden aus dem Geleise geworfen und zertrümmert, die auslaufende Maschine beschädigt. Ursache ist falsche Weichenstellung. Personen wurden nicht verletzt.

London, 22. Mai. Aus die Adresse die die deutschen Städte-Vertreter vor ihrer Abreise au? England an König Eduard richteten, ist vom Kabinett des Königs folgende Antwort eingetroffen: An die Oberbürgermeister von Berlin, Dresden, Köln, Aachen und Charlottenbura in Keysers Hotel. Ich bin von seiner Majestät, dcnt Könige beauftragt worden, Ihnen und Ihren Kollegen für Ihre Abschiedsworte seinen aüergnäbigften Dank auszusprechen sowie die von Seiner Majestät empfundene Freude darüber, daß Sie Ihren Aufenthalt in England gen offen haben. Acton.

Newyork, 31. Mai. Die Bewegung zu gunsten deS Abschlusses eines Sch i eds g er i chts v e r tr a ges zwi­schen Deutschland und den Vereinigten Staa­ten nimmt die größte Ausdehnung an. In allen größeren Städten sollen Massenversammlungen wie die hiesige vor­gestrige stattfinden. An der Spitze der Bewegung stehen das Kongreßmitglied Batthold aus Missouri, Ernjst Richard, Präsident der deutschen Friedensgesellschaft in Newpork, Professor Peabody, der n. d. K Z. in der vorgestrigen Versammlung erklärte, der deutsche Kaiser habe beim Ab­schied in Berlin mit ihm nicht als Staatsmann, sondern als Mensch und Idealist die Zukunft Deutschlands und Amerikas besprochen. Der Kaiser habe dabei gesagt:Wr müssen zusammenhalten!"

Telefonische des Giessener Anzeigers. mitgt und Industi Frankfurter R< 3K*/o Beichsanleihe . . 99.90 3% do. . . 87.95 3^% Konsols ... 99.90 3% do 87 95 3M°/o Hessen 99.00 3X°/o Oberhessen . . .- 4% Oesterr. Goldrente. . 100.30 4*/5% Oesterr. Silberrente 100.65 4% Ungar. Goldrente . . 96.45 4% Italien. Rente . . . 105.60 3% Portugiesen Serie I . 69.50 3% Portugiesen ,. III 70.40 4%°l0 russ.Staatsanl. 1905 91.80 4%°'fi japan. Staatsanleihe 95 45 4 % Conv. Türken von 1903 95.00 Türkenlose ... . . 146 90

4% Griech. Monopol-Anl. 54.25 4% äussere Argentinier . 91. 3°/0 Mexikaner ... 69.25 4%°/0 Chinesen . . . . 97.75

Aktien:

Bochum Guss 254.00 Buderus E. W .... 134.20 Tendenz:.

Berliner Börse, !

Canada E. B 160.20 Darmstädter Bank . . 142.00

Deutsche Bank . . * . 237.90 Dortmunder-Union C. . . 90.40 Dresdner Bank .... 160.60 Tendenz : träge.

Kursberichte

teilt von der Bank für Handel ie. Giessen.

r»e. 22. Mai, 1.15 Uhr.

Elektriz. Lahmeyer . . . 155.00 Elektriz. Schachert . . . 136.75 Eschweiler Bergwerk . . 266.50 Gelsenkirchen Bergwerk . 226.80 Hamburg - Amerik. Pakctf. 164 20 Harpener Bergwerk. . . 218 25 Laurahtttte 249.00 Nordd. Lloyd 130.10 Obeichles. Eisen-Industrie 132.00 Berliner Handelsges . . 172.20 Darmstädter Bank . . . 142.10 Deutsche Bank . . . 238.40

Deutsch-Asiat. Bank . . 184.40 Diskonto-Kommandit. . . 186.40 Dresdner Bank . . . 160.70 Kreditaktien 212.30 Baltimore- und Ohio-

Eisenbahn . . . 107.30

Gotthard bahn.

Lombard. Eisenbahn . . 24.30 Oesterr. Staats bahn . . . 145.20 Prince-Henri-Eisenbahn . 153.00

!2. Mai. Anfangskurse.

Harpener Bergwerk. . . 218.00

Laurahütte 249.50 Lombarden E. B. .. Nordd. Lloyd .....

Türkenlose 146.10

Für die gesamte Nedattion verantwortlich in Vertr. Ernst Heß.

BlMrmtmackmuq.

In das Handelsregister Abt. A wurde eingetragen: 1) Die FirmaTheodor Rinn und Co., Zweignieder­lassung Gießen," Zweigniederlasiung der Firnia Theodor Rinn und Co. in Leipzig. Inhaber ist der Kaufmann Theodor Ludwig Rinn zu Gießen. 2) Bezüglich der FirmaC. F. Schwarz Söhne zu Gießen, Inhaber Heinrich Möller:" Geschäft ist wieder auf den Rentner Karl Ferdinand Schwarz zu Gießen übergegangen und wird unter der Firina C. F. Schwarz und Sohne weiter geführt. Aktiva und Passiva des seitherigen Inhabers Heinrich Möller sind nicht mit über­gegangen. 3) Bezüglich der Firma<?(. Fangmann, Gießen;" das Geschäft ist am 1. Mai 1906 auf die Anton Fangmann Ww. Eoeline geb. Juppen zu Gießen mit Aktiva und Passiva über­gegangen und wird unter der FirmaAnton Fangmann Witwe" weitergeführt. 4) Bezüglich der FirmaC. Ger­bode zu Gießen": Die Prokura des Johann Karl Müller, Kaufmann zu Gießen ist erloschen.

Gießen, den 12. Mai 1906.

Groschei-',oali'ches Amtsgericht.

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