die Volksvertreter ließen sich dieses Vorgehen einfach nicht gefallen. Die Macht des Zentrums dürfte im n ä ch st e n Reichstag unvermindert sein. Ter Leitartikel der Times schließt:
Eine Ge,ahr für Europa besteht in der jetzigen Lage. Es ist möglich, daß die deutsche ^Regierung sofort eine „k rüstige" auswärtige Politik ciuleitet, um den patriotischen Eifer des deutschen Voltes anzuspornen uni) Unterstützung bei den Wahlen zu gewinnen. Wenn Fürst Bü.oiv dieser Versuchung unterliegt, wird viel Unruhe in Europa gestiftet werden.
politische Lagesscha«.
Der Edelstem der deutschen Ee,chlchte.
Die Queue der „pcar.-^rg. - |ut tq.e um? Zentrum kom- promluierenoen Mitteilungen ist die Heilbronner ,/Nectar- Ztg.", die im Besitz eine-. iiüaj unverof,entiici)ten Teiles der Memoiren des früheren Reichskanzlers Fürsten Hohenlohe ist. Me „Neccar-Ztg." gibt aus d^em Teil des Tagebuches des Fchchlen eine Atifzeiitznung zur Ehararreriswi- ung des Zentrums. Darnach habe Fnrsi Hohenlohe anläßlich der zuer,t aoiehnenoen .\)anung oes Zencrums gegenüber die MiUtärvoriage un ^ahre 18uJ in seineut Tagebuch niedergeschrieben: 1) büjj der Pap st vom deutschen Kaiser ein Geldgeschenk von öUÜUOo M t. wünscht, 2) dasz Fürst Hohenlohe sich mit bieiem Ansinnen ein b er ft an üe n eruart uno geraten h^ve, das Geldgeschenk dem Pupste erst n acy dem Zustande- Lommeu der Militär-Vorlage zu geven und es ihm erst dann in Aussicht zu steuen, d) oag vorläufig General-Oberst v. Loo oem Papst einen Edelstein überreichen solte. Die „Nectar-Ztg." versichert, notigen,aus auch den Wortlaut der sraguchen Tageouch-Storiz mitte neu zu können, hiermit jedoch aus nationalen Grunoen zurua- jjatte.
Ungeheuerlicher Handlungsweise pes Papstes und des Zentrums slünoe ein fast gleich ungeheneriichesVor- gehen der Reichsregierung unter Hohenlohe gegenüber, der danach außer den immensen tu) ft en, ine die Militärvorlage verursachte, noch eine ijalbe Million den Taschen des deutschen Bockes entnahm, um zum Liege im Reichstage zu gelangen. Die Presse hält heute zunächst mit chrem Urteil hieruver noch zuruu., da sie saft allgemein die,e Meldung als unwahrscheinlich ansieht. Die tlerikale Presse schweigt noch, ebenso die ofsiziose.
.Dec Straßburger Konsistorialpräsibent Curtius, der Herausgeber der Hohenlohe,chen Memoiren, der von einem Vertreter des „Matin" uver die Richtigkeit der Meldung befragt wurde, ertlärte, er könne die Meldung nicht dementieren !!
Deutscher Reich.
Berlin, 14. Dez. Zur Frühsiüllstafel beim K aiser- paar waren geladen Reichskanzler Fürst Bülow und dec Chef des Zwilkabmetts Geh. Rat von Lucanus.
— Heute wurde m Gegenwart des KaiserpaareS daS Verkehrs- und Baumuseum un alten Hamburger Bahnhofe feierlich eröffnet. Minister Breitenbach überreichte dem Kaiser eine Festschrift und hielt eine Ansprache, in der er ausführte: Mit dem heutigen Tage gehe em lang- gehegtrr Wunsch der Eisenbahn- und Bauverwaltung m Erfüllung, daß man eine Stätte besitze, auf welcher leitenden Fachmännern Gelegenheit gegeben wird, sich über alle wichtigentechnlschenBetriebs-undVerwaltiings- Einrichtungen der modernen Verkehrsverwaltung unterrichtet zu halten. Schaustücke, Modelle, Abbildungen, Pläne, Werkzeuge und Werkzeuginaschmen sind aufgestellt worden; Darstellungen der Einrichtungen, zur allgemeinen Bewältigung zu Wasser und zu Lande und auch die Bestrebungen der Verkehrsanstalten für die Förderung der Volkswohlfahrt, wie für das Wohl der Beamten und Arbeiter werden zur Anschauung gebracht werden. Redner weist auf die Bedeutung des Museums hin, als Belehrungsstätte für Tausende junger Alänner, die sich in dec Reichs- Hauptstadt für den Bertis als Techniker und Verkehrs- männer vorbereiten, sowie zur Vervollkommnung ihrer Kenntnisse und als Ansporn zum Fortschritt der im Dienste der Verwaltung stehenden Fachgenossen.
— Die Berliner Stadtverordneten-Versammlung hat gestern die Lehrerbesoldungsoorlage in der Fassung des Eintrags Kassel angenommen, der sich von der Vorlage des Magistrats im wesentlichen dadurch unterscheidet, daß er die Dienstalterszulage durchweg um 50 Mk. erhöht.
— Für den Bereich der preußischen und oldenburgischen Staatsbahnen wird bis 31. Dezember 1909 Fleisch von frisch geschlachtetem Vieh (Rindvieh, Schweine, Schafe, Ziegen, Kälber, Ferkel, Lämmer, Zicklein) als Stückgut und in Wagenladungen zu den Bestimmungen des Spezialtarifs für bestimmte Eilgüter abgefertigt. Hiernach iverden künftig Eilgutsendungen gegen Zahlung der Transportgcbühi für gewöhnliches Frachtgut befördert.
— Die internationale Äetreidekonferenz genehmigte gestern einen vom Verein der Berliner Getreide- Händler ausgearbeiteten Getreidekontrakt für Amerika mit unwesentlichen Abänderungen, die dem bereits genehmigten Maiskontrakt entsprechen. Sodann wurden verschiedene Abänderungsanträge zum deutsch-niederländischen Getreidekontrakt beraten, durch welche gewisse Uebelständc im Getrcidehandel mit Südrußland beseitigt werden sollen.
Aus S<aot Uno Luno.
'Sprechstunden der Rcd.'.it.on 11.—1 i.y: vorm., j/27—i/28 Uhr abds.
Gießen, den 15. Dezember 1906.
" ReichStagSwahl. Von zuständiger Seite wird vnS mitgeteilt, daß die Vorbereitungen für die Reichstagswahl, insbesondere die Aufstellung der Liste bei Stimmberechtigten, auch hier bereits eingeleitet sind. Voraussetzung für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Liste ist aber, daß alle Stimmberechtigten polizeilich angemeldet sind und, was die Hauptsache ist, mit richtigei Wohnungsangabe. Es ist dies um so unerläßlicher, als die Reichstagswahl nach Wahlbezirken erfolgt. Es liegt dahei im eigensten Interesse dec Wähler, eine etwa versäumte Meldung unverzüglich nachzuholen, andernfalls sie es sich selbst zuzuschrelben haben, wenn ihnen am Wahltage Weiter- ungen und Laufereien entstehen.
•• Die Reichstags-Wahlbewegung beginnt in H-ssen bei den bürgerlichen Parteien früher, als dies sonst der Fall zu sein pflegte. Dec Landesausschuß der freisinnigen Partei teilt bereits morgen, Sonntag, voc- «iitaa 10 Uhr, in Frankfurt a. M. (Rellaurant ^rurnViau"!
behufs Stellungnahme zur Reichstagswahl zusammen, die nationalliberale Partei hat ihren Landesausschuß für mittags 3 Uhr nach Darmstadt (Bahnhofshotel) einberufen, während das Landeskonutee und der Landesausschuß der Zentrumspartei am Donnerstag, 27. Dez., in Mainz lagen wird. — Im nationalliberalen Verein zu Mainz wurde bereits die Wiedcraufstellung des RechtsamvaltS Dr. Pagenstecher für den Wahlkreis Mainz-Oppenheim in Aussicht genommen, der 1903 ebenfalls kandidierte, aber nicht in die Stichwahl gelangte. In unserem Rachbacwahlkrcis Marburg findet morgen vormittag eine national-soziale Ver- lrauensmänner-Versammlung statt. Jedenfalls wird der seitherige Vertreter des Wahlkreises, v. Gerl ach, ivieder ausgestellt. Die deutsch-soziale Partei und dec Bund der Landwirte haben schon vor längerer Zeit Dr. Böhme aus Berlin anfge|ieUt und entfalten bereits seit Monaten eine rege Versammlungstätigkeit.
L. U. Landesuniversität. Zur juristischen Fakultätsprnfung hatten sich in diesem Herbst 28 Kandidaten gemeldet, von denen drei zurückgetreten sind und einer wegen Erkrankung noch mündlich zu prüfen ist. Von den übrigen haben 19 bestanden, darunter zwei nut der Role 1, drei nnt der Rote 2, fünf mit dec Rote 3, neun mit genügend.
** ft it n ft ü e r e i n. In der Gemälde-Ausstellung am Brand wird kommende Woche ein vollständiger Wechsel borge nommen. Die seither ausgestellten Gemälde sind nur noch morgen (Sonntag) ausge,rent, dagegen tonn die ftol- letiion des Bildhauers M. Sch auß aus Benin noch am Montag bejichtigt werden. Von Dienstag ab bleibt die Liusstenung dis einschließlich den 22. d. M. geschlossen.
— Man schrcivt uns: ^ut Kunst verein imb zurzeit Reiseskizzen und Aquarelle von Hermann Dietz- Darmstadt, einem Sohin uitierec Stadt, audgeueUt Man i ivljt in seinen Araeilen die frischen, unmitteiaarcu, oft nur mit flüchtigen Pinferfirichen feßgeyaitenen Euidcüae dec Lano- icyaft aus Italien, Spanien, aus dem Odenwald und Thüringen Mw. Der ftünjiier lieut es, Evethe-Grinnerungen tejizuyaiten, >a das Goelhehaus auf dem Kiaechahn, Ilmenau, Acalcesine am Garda-See, wo beim Zeichnen der atten Vurg Goethe ais Spion verhaltet werden sollte. Die Ausstellung die,er tieinen, reizvoll gerühmten Sachen durste viele interenteren und den ftünfticr veranlasfen, auch einmal mit einer größeren Ausstellung vor unS zu treten.
** Für die Anlagenmusik am Sonntag vormittag HV2 Uhr in der Südanlage ist folgendes Programm vorgesehen: 1. Ouvertüre zur Operette „Der Geiger aus Tirol", von Genee. 2. Walzer aus der Operette „Frühlingslust'', von Kcauß-Fetras. 3. Pilgerchor aus der Oper ,£ann» Häuser" von R. Wagner. 4. Armeemarsch Nr. 205.
” 2luS der Hast wurde der Landwirt Hardt aus Lang-Göns entlasten. Hardt war des Verbrechens der Blutschande mit seiner Tochter beschuldigt, die Untersuchung ergab jedoch keine Beweise für seine Schuld, sodaß sie eingesielli ivurde. Auch die Annahme, daß Hardts Tochter geistig minderwertig sei, fand in der Untersuchung feine Bestätigung.
" Verein Kanari a. Bel dec diesjährigen Lokal- AuSstellung erhielten die Herren L. Beimborn drei II. und einen III. Preis, I. Erb drei II. Pr., Karl Gumbel vier I. Pr., I. K 0 ch vier II. Pr., H. Krök vier I. Pr., W. Lei ch t- weis vier II. Pc., Karl List drei I. Pr. und einen II. Pr., H. Marx vier II. Pr., W. Muller vier I. Pr., L. Petri drei II. und einen I. Pr., Karl Schneider sieben I. und einen II. Pr., H. S i m m e r drei I., einen II. Pr., ft. Virtel- hans einen I. und drei II. Preise.
— Aulend ieb ach bei Büdingen, 14. Dez. Ter hiesige Landwirt und Schmiedemeister Johannes M ä s e r fand, als er sich auf dem Heimweg von Stockheim über Bleichenbach befand, in der Nacht seinen Tod auf freiem Felde. Die Leiche blieb unter Bewachung bis zum Mittag liegen, bis das Amtsgericht Büdingen oen Befund eingesehen.
H 0 f h e i m bei Godoelau, 14. Dez. Ter Irre Hagen, der heute, wie gestern gemeldet wurde, einen Wärter erschoß, ist aus Leipzig gebürtig; er war früher in Tarm- ftadt auf der Techu. Hochschule und später in Wien. Ter Der Paranoia verfallene Kranke hielt sich so ruhig, daß man sogar die Absicht hatte, ihn vor einiger Zeit zu entlassen. Vor kurzem mußte er wegen einer Tubenulose-Erkrantung in das Krankenhaus nach Darmstadt gebracht werden. Von dort kehrte er körperlich und geistig geircqtigt zurück. Man wies ihm ein eigenes Zimmer an. Tie Zeit verbrachte er sich durch Photographieren und verdiente damit ein schönes Stück Geld. Vor acht Tagen gewählte man ihm die Erlaubnis, nach Frantstirt zu fahren. Dort faufie er einen Revolver, den er dann immer bei sich trug. Vor einigen Tagen fieberte er nun und war auci) psychisch verändert. Als heute morgen um 81/2 Uhr der Anstaltsarzt Dr. Otto Weber seinen Besuch bei ihm machen wollte, rief er ihm in aufgeregtem Ton zu: „Kommen Sie mir ja nicht herein, ich will ein großes Werk schreiben. Ich ya,se die Aeczte. Kommen Sie ja nicht wieder, sonst schieße ich Sie tot." Tr. Weber ging dann weg, um einige Wärter zu holen, die ihn nach der Wachstanon bringen tollten. Ais die Wärter den Kranken an satten wollten, sprang er aus dem Bett und gab dann mehrere Schüsse ab. Der eine Schuß traf den Wärter Hochstedt er in die Herzgegend; er war sofort tot Tie Wärter und Dr. Weber jprangen sofort auf den Kranken zu. Im selben Moment gav biejer wieder einige Schufte ab; der eine streifte Dr. Weoer am Rücken; der andere durchboyrle iyrn die Lunge. Der Zustand von wr. Weber i|i sehr bedenklich. Hagen gibt zu, den Revolver gekauft zu haben, um sich gegen bte Aerzte zu verteidigen. Trotz aller Wohltaten, die jie ihm erwiesen hätten, und die er anerkenne, halte er sie für feine Feinde.
U Marburg, 14. Dez. Die hiesige Oberbürger- m eist er stelle ist nunmehr zur Ausschreibung gelangt und zwar mit einem AnfaugSgehalt von 8500 Mk. steigend bis zu 10 000 Mk._______________________
Vermischtes»
* Attentat. In dec Mlttwoch-Racht wurden auf den Schnellzug Mailand — Rom bei der Station Borghera in das Kupee, welches ein russischer Gpo ßfurst benutzte, durch die Fenster 2 0 Revolv erschösse abgegeben. Trotz der eingelcüeicn Uiueisuchung ist eS bisher der Polizei mchi gelungen, die Aueulawr zu eruieren.
Ein Liieil. Aufsehen erregt m Bukarest eine Duellfordeiung, welche dec ooclige Vertreter dec Firma ^Allard m Brüssel, Vielot, an den Deputierten Eatargi gerichtet hat. Dec letztere hatte in einer Rede im Parlament die Geschäftsgebarung der Tramway-Gesellschaft, deren Hauptaltionäc und leitende Persönlichkeit Allard in Brüssel ist, unter Ziigrtmdc- legmig eines konkreten Rtaterials scharf kritisiert. Anstatt nun
diese Vorwürfe in irgend einer Form in der Oeffentlichkeil sachlich zu entkräften, hat Mclot nichts Besseres zu tun gewußt, als Eatargi, der einer der angesehensten Familien des Lande- angehört, seine Zeugen zu schicken. Eatargi hat seinerseits ebenfalls Zeugen benannt.
Gcrichtsfaal.
D r e s d e 11, 15. Dez. Wegen Zweikampfes verurteilte da? Kriegsgericht Den L e u l n a u t v. Boksberg vom 18. Hufaren- Reguueut zu drei Aiouateu Festung.
Handel und Verkehr, Volkswirtschaft.
Neue Darmstädler Gtad tnleihe. Die Mittel des am 1. März 19uö aufgeuomineneit ZV-Prozentigen Anlehcns von 6 Mill. Alk. Lit. M. )inb erschöpft. Gs ist nun die Aufnahme einer neuen Anleihe Lit. N. notwendig, die mit 7i/3 Millionen Mark bemesien i)t. Die Begeoung wird mittels öffentlichen Ausfcyrcibcns erfolgen. Der Binsmß soll 4 Proz. sein.
Märkte.
th. Gießen, 14. Dez. Ter dieswöchentliche Diehmarkt der legte im Jahre, hatte erneu Auftrieb von 1UUU Stück Großvieh, 150 Kalbern und 150 Schweinen. Bei den zu Weihnachten tu Aussicht stehenden verstärkten Aliichbedarf hatten die Berkäu'er wieder ein Anijchnellen dec Preise für Alilchtühe erwartet, was aber nicht eintrat, obgleich sich der Handel, bejonoevs m gnier Ware, in der kein Mangel herrsche, überaus lebhcut geflallele. Auch der Felivleh- handel wurde durch Die Teudeuz des Marktes iür Alilchtühe in jo iveit beeuiflnßt, als em weueres Weichen der Preise für Rinder und Kühe nicht emtrat. Ter Kälberrnartt zeigte ein recht flones Gsschä't, wie immer, wenn die Käufer für Frankfurt und Wies- baden in den Handel eingreifen. Jiifolgedejien zogen die Preise, gegen die des lebten Marktes, besonders für schwere Tlere etivas an. Ter Handel m Lchiveinen war bei dem geringen Auftrieb nicht nennenslvert. Tle Gejchäite, die zum Abschluß kamen, konnten als Slorm für eine Preisbildung nicht gelten. Gehandelt wurden Kühe friichmclkend und tragend das Stück: L dual. 450-500 Alk. (einzelne jchivere Stucke bis 540 Alk.), IL Quai. 350—420 Alk., HI. Qual. 280—330 Alk. Verkauft wurden der Ztr. Schlachtgewicht feite Rinder I. Qual. 76—78 Alk., II. Qual, 74—75 Alk. Fette Kühe I. Qual. 73—75 Alk^ II. Qual. 70—72 Alk. Kälber I. Qiial. 66—70 Alk., IL Qual. 61—65 Alk., UI. Qual. 54—58 Alk. Nächste Markttage 8.-9. Januar 1907. Der Krämermarkt am 2. Markttage fällt fort.
Gieße», 15. Tez. Marktbericht. Auf heutigem Wocbemnaikte fofteten: Butter pr. Pfd. 1.20—1.25 Alk., Hühuereler 1 St. 9—10 'Ufa., 2 Stck. 00—00 Pfg., Gänjeeier 00—00 Pfg., Enteneier 0 Pfg., Käse pr. Stck. 6—8 Pf., Kasematte 2Stck. 5-6 Psg., Erbsen p.Pfd. 18-24Pfg., Liilsen p. Psd.2o-40Pig., Landen pr.Pr.0,80-1,00Alk., Hühner pr.Lt. 1,00—1,60 Alk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Alk., Enten pr. Stück 1,80—2,20 Alk., Gänse pr. Pfd. 60—70 'Üfg., Ochsenfleijch pr. Pfd. 82—88 Pfg., Kilh- und Rindfleisch pr. Pfnnd 80—82 Pfg., Schioeinc- fleisch pr. Pfund 86—90 Pfg., Schlveinefleijch, gesalzen, pr. Pfund 94 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 80—84 Pfg., .yanmielfleisch pr. Pftnid 60—80 Pfg. Welsche per Pfund —Kartoffeln pr. 100 Kg. 7,00—0,00 Mk., Ztviebeln pr. Ztr. 4,00—5,00 Alk., Ali Ich per Liter 20 Pfg., Aepiel per Zenlner 15 bis 24 Alk., in Korden 00 Pfd., 9tns,e 100 Stück 40—o0 Pfg,, Btrnen per Pfd. Alk. 0.08 —0.12, per Zlr. 9—15 Alk., Weißkrailt per Stück 10—30 Pfg., per Zentner Alk. 2.20-2.50. - Alarktzeil 8-2 Uhr.
Gieffcner Wetterdienst.
Voraussichtliche Witterung für Hesieu am Sonntag, bett 16. Tezemder: Teitwelje Ijeiter, trocken. Am Tage nur wenig wärmer, nachts leichter Frost. Aläßige nördliche Winde.
Griginal-DrahtmelSungen.
sd. Darmstadt, 15. Dez. Wegen vors christZ- widriger Behandlung von Untergebenen in 97 Fällen wurde oer Untero.fizicr Friedrich Fischer aus Heubach L O. von der 4. Komp. deS Jnsanreric-dlegiments Nr. 115 (Darmstaot) vom Kr 1 e g s g e r i ch t zu 6 Wochen Mittelarrest verurteilt. Er hat in den Jahren 1903 unb 1904 bie ihm zur Ausbildung überwiesenen Rekruten beim Dienst und in der Jnstrurtionsstunde vor die Brust gestoßen, an der Nase gezogen, aus die Füße getreten. Die Sache wurde nach dec Entlassung der betr. Leute von ihnen angezeigt.
Stenoai, 15. Dez. Der Schreiber Richard Warnath war hier als Lokomotivführer ausge- treten. Er verübte auf Grund seiner Uniform mehrfach Schwindeleien. Von der Strafkammer wurde der falsche Lokomotivführer zu einem Jayr 9 Monaten Zuchthaus und 1056 Mk. Geldstrafe, ferner zu 14 Tagen Haft wegen unerlaubten Tragens einer Uni,orm uno zu fünf Jahren Ehrverlust verurteilt.
Rach Schluß der Redaktion eingetroffeu:
Berlin, 15.Dez., nachm. 2Ut,r. Tie Rcichstagswahlen find auf den 35. Januar festgesetzt.
Telefonische Kursberichte
des Giessener Anzeigers, mitgeteüt von der Bank für Handel und Industrie. Glessen.
Frankfurter Börse
3j^®/e Reichsanleihe . . 97.90 3% do. . . 86.95 3^e/0 Konsols .... 98.00 3% do 86 95 3>L°/o Hessen . . . . . 96.30 3^°/# Oberhessen . . . 94.80 4% Gestern Goldrente. . 99.80 4‘/6 % Gestern Silberrente 100.20 4% Ungar. Goldrente . . 96.25 4% Italien. Rente . . . — 3% Portugiesen Serie I . 69.50 3% Portugiesen „ III 69.90 4/4 % russ.Staatsanl. 1905 90.40 4^u0 japan. Staatsanleihe 93.60 4 % Gonv. Türken von 1903 94.10
Türkenlose 114.00
4% Griech. Monopol-Anl. 52.10 4% äussere Argentinier . 82.25 3°/0 HiexiKauer . . . 66.90
4>i°/0 Chinesen .... 96.50
Aktien:
Bochum Guss 241.80
Buderus E. W . . . . 129.25 Tendenz: schwächen
15. Dezember, 1.15 Uhr.
Elektriz. Lahmeyer . . . 140.10 Elektriz. Schnckert . . . 120.50 Eschweiler Bergwerk . . 250.75 Gelsenkirchen Bergwerk . 226.50 Hamburg-Amerik. Paket!. 157.90 Harpener Bergwerk. . . 212 00 Lanrahtitte 244.70 Nordd. Lloyd 130.00 Gbeischles. Eisen-Industrie 125.40 Berliner Handelsges . . 173.30 Darmstädter Bank . . . 139.70 Deutsche Bank . . . 241.50
Deutsch-Asiat Bank . . 173.50 Diskonto-Kommandit. . . 18 t.90 Dresdner Bank . . . 157.60 Kreditaktieu 214.40 Baltimore- und Ohio-
Eisenlahu . . . 120.20
Gotthardbahn —.— Lombard. Eisenbahn . . 35.75
Gestern Staatsbahn . . . 146.00
Pnnce-Henrl-Eisenbahn . 158.00
Iterliner itörse, 15. Dezember.
Cauada E. B 202.00 Darmstädter Bank . . . 139.80 Deutsche Bank .... 241.4o Dortmunder-Union C. . . 84 7u Dresaner Banlt .... 157.7b Teuden/.: fest.
Anfangsknrse.
Harpener Bergwerk. . . 212.70
Laurauütte .... 244.70
«.umbardeu E. B. ... 35.70 5ordd. Lloyd —.—
füraenluse ..... —
Poftpakel-Adreften mit Mura
utic btutaft vrüdl'sche UniverMätrMruäerei. Gtebeu.
Lra
Tie um« unsetts P. < einer » auch dtt laute»- diese N ringens der Tie Welt su durch / mit al Lichte r Spiel i taub W eine tl) wurde
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Sie hö klingen,
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1 lat 50-80 Äi 8 ed)reiuet 2 jungen {
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Tie' i'vat für e emfchließii fd)liefe(id) dein ist hi
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Bei Josef israelitis.
Es wacht, b, 19. Dezx in der A Anlage; unerstrec foivie be tagen Ei ?ber gegr öei Verni vorbringl
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